Freitag, 22. Juli 2011

DAS ONLINE-GLÜCK

Meine lieben Blogfreunde und Blogfreundinnen!

Ich habe mich heute entschlossen, entgegen allem was momentan um mich herum passiert, einfach mal in mir zurück zu lehnen. Cappu auf dem Salontisch und Füsse hoch.
Vor kurzem hatte hier ja mal erzählt, dass ich an einem Online-Glück-Kurs von und mit Eckhart von Hirschhausen teilnehme. 
Eine coole Sache übrigens - es tut gut vom Glücke zu lesen. Und es macht Spass.

Ich mache fleissig das Glücktraining mit und habe diese Woche meine 3 Übungen schon absolviert. Es ist interessant - und eigentlich für mich bis jetzt noch nichts, was ich nicht wusste und bestätigt mich täglich in meinem Tun dem Glück entgegen zu laufen. 
Auch wenn mein ganz persönliches Glück gerade die letzten Tage wohl grad Ferien hatte, so gibt es doch immer wieder, jeden Tag - Momente des Glücks, der Dankbarkeit und der Ruhe.
Ihr hier, ihr seid zum Beispiel ein tägliches Glück. Das muss man sich erst mal bewusst sein!
Das Glück ist ja da, nur nicht immer so sichtbar ... aber dies wieder mal in sein inneres Wissen zu bringen ... das passt! Gerade jetzt.

Meine 3 Aufgaben für diese Woche waren übrigens:
- Körperkontakt - auf Berührungen achten und sie bewusst verschenken. (Meine leichteste Übung) :-)
- Rote Kringel - im Adressbuch um Namen von Freunden und sie kontaktieren, sich Zeit dafür nehmen.
- Dankesbrief - an jemanden, der einem im Leben was Gutes getan hat
Da waren schöne Erlebnisse dabei, welche ich gerade in dieser Woche genoss.

Und dann war da noch diese Geschichte vom Pinguin. Und anstelle dass ich jetzt viele Worte mache, lasse ich für heute mal den Herrn Dr. med. Eckart von Hirschhausen die Wort-Bühne meines Blogs betreten.
Lest die Geschichte, geniesst sie. Sie ist sowas von wahr!
Und dann gebt sie weiter ...!

Herr von Hirschhausen ... the stage is yours ...! 
Ich erteile Ihnen gerne das Wort.

Diese Geschichte ist mir tatsächlich passiert. Ich war als Moderator auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert. Da denkt jeder: „Mensch toll! Luxus!“ Das dachte ich auch. Bis ich auf dem Schiff war. Was das Publikum angeht, war ich auf dem falschen Dampfer. Die Gäste an Bord hatten sicher einen Sinn für Humor, ich hab ihn nur in den zwei Wochen nicht gefunden. Und noch schlimmer: Seekrankheit hat keinen Respekt vor der Approbation. Kurzum: ich war auf der Kreuzfahrt kreuzunglücklich.
Endlich! Nach drei Tagen auf See, fester Boden. „Das ist wahrer Luxus!“ Ich ging in einen norwegischen Zoo. Und dort sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich hatte Mitleid: „Musst du auch Smoking tragen? Wo ist eigentlich deine Taille? Und vor allem: hat Gott bei dir die Knie vergessen?” Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion.
Dann sah ich noch einmal durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang „mein“ Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht. Wer je Pinguine unter Wasser gesehen hat, dem fällt nix mehr ein. Er war in seinem Element! Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit einem Liter Sprit käme der umgerechnet über 2500 km weit! Sie sind hervorragende Schwimmer, Jäger, Wasser-Tänzer! Und ich dachte: „Fehlkonstruktion!“
Diese Begegnung hat mich zwei Dinge gelehrt. Erstens: wie schnell ich oft urteile, und wie ich damit komplett daneben liegen kann. Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, ob das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt.
Wir alle haben unsere Stärken, haben unsere Schwächen. Viele strengen sich ewig an, Macken auszubügeln. Verbessert man seine Schwächen, wird man maximal mittelmäßig. Stärkt man seine Stärken, wird man einzigartig. Und wer nicht so ist, wie die anderen sei getrost: Andere gibt es schon genug!
Immer wieder werde ich gefragt, warum ich das Krankenhaus gegen die Bühne getauscht habe. Meine Stärke und meine Macke ist die Kreativität. Das heißt, nicht alles nach Plan zu machen, zu improvisieren, Dinge immer wieder unerwartet neu zusammen zu fügen. Das ist im Krankenhaus ungünstig. Und ich liebe es, frei zu formulieren, zu dichten, mit Sprache zu spielen. Das ist bei Arztbriefen und Rezepten auch ungünstig. Auf der Bühne nutze ich viel mehr von dem was ich bin, weiß, kann und zu geben habe. Ich habe mehr Spaß, und andere haben mit mir mehr Spaß. Live bin ich in meinem Element, in Flow!
Menschen ändern sich nur selten komplett und grundsätzlich. Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe. Also nicht lange hadern: Bleib als Pinguin nicht in der Steppe. Mach kleine Schritte und finde dein Wasser. Und dann: Spring! Und Schwimm!
Und du wirst wissen, wie es ist, in Deinem Element zu sein.

ICH LIEBE DIESE GESCHICHTE - DU AUCH?

Kommentare:

Angelina hat gesagt…

Ja, und wie!
LG

Ismiwurszt hat gesagt…

Schöööön! Un wo is nu mein Wasser *seufz*?
Ich denk ganz viel an Dich....Du bist meine Heldin, und ich weiß einfach, datt wir auch diese Durststrecke packen werden, nä?
Wie gehts dem Florian? Gute Besserungsgrüße!

Manu hat gesagt…

Tolle Geschichte. Der Eckart kann es halt!

LG

dieMia hat gesagt…

Ja... ich hatte sie dir vor längerer Zeit schon geschickt ;-)

alice hat gesagt…

ja ich liebe diese Geschichte auch. Für mich sagt sie Folgendes aus:
Schuster, bleib bei deinen Leisten, oder, ziehe dir die Schuhe an, die dir passen.

Und dann bist du zu Aussergewöhnlichem fähig,
und du wirst bewundert wegen deinen Werten die du hast und nicht verachtet für Dinge, die du nicht tun kannst.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend mit Glücksgefühlen!
Ganz liebs Grüessli, Alice

Nicole´s buntes Haus hat gesagt…

Eine wunderschöne Geschichte.
LG und ein schönes Wochenende
Nicole

Frierefritz hat gesagt…

Faszinierend, ich muß endlich mal sein Buch lesen, dass mein Sohn schon lange durch hat und mir empfahl.
Auch wenn ich immer wieder versuche neutral an Menschen heranzugehen und nicht schnell zu urteilen passiert es immer wieder, genau wie ihm mit dem Pinguin. Und immer diese Äußerlichkeiten, auch davon kann ich mich nicht freisprechen, auch wenn ich trage was mit gefällt u. nicht was modisch ist, nur muß es regelmäßig erneuert werden. Dabei ist das eigentlich so unerheblich, denn wer mich nicht so mag wie ich bin, kennt u. schätzt nicht wirklich mich.
LG Ute

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