Montag, 28. Februar 2011

FÜR DICH UND DICH UND DICH

Heute habe ich eine meiner eigenen Weisheiten "ausgegraben". Den Lieblings-Lebens-Leitspruch, welchen ich mir gerade eben neu in Erinnerung gerufen habe. Steht schon seit immer und ewig in meinem Facebook-Profil ... manchmal muss man sich wichtige Dinge einfach wieder mal bewusst machen.

Aber bevor ich dies jetzt hier poste, möchte ich euch sagen, wie sehr ich mich freue, dass JETZT ... gerade jetzt ... ich 2 neue Sterne an meinem Geschichtenhimmel begrüssen kann. Ein ganz besonderer Aufsteller!
Seid auf's allerherzlichste WILLKOMMEN - Basteltante und Monika.
Schön seid ihr da, fühlt euch wohl in den kleinen und grossen Geschichten meines manchmal chaotischen Lebens.
Gerade eben herrscht wilder Wellengang .... um so fröhlicher macht mich, dass ihr in einer solchen Zeit hergefunden habt! Danke.

Und nun möchte ich sie gerne aufschreiben, diese mir so wichtige Aussage.
Für mich und Dich und Dich und Dich und alle Menschen - die besagte Worte genau so mögen wie ich - sie als Leitsatz am Anfang unserer neuen Woche setzen.

MANCHMAL MUSS MAN EINFACH SPRINGEN -
UND SICH AUF DEM WEG NACH UNTEN ...

... FLÜGEL WACHSEN LASSEN



In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen wunderbaren Tag, mit Freuden, schönen Dingen, warmen Herzmomenten und Freunden, die da sind, wenn man sie braucht.
Eben so Menschen, wie ihr es seid.

ALLES LIEBE!

Sonntag, 27. Februar 2011

AUS DEM SCHATTEN ...

... an das Licht.

Man muss nicht immer die Kraft haben, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen zu können. Was man aber zwingend haben muss: Menschen, die einem diese Kraft leihen, damit man sich an den eigenen Haare aus dem Sumpf ziehen kann.
Diese Menschen habe ich um mich. Danke vielmals!

Gestern habe ich mir lauter Gutes getan. Und es wirkte Wunder. Nicht, dass ich jetzt wieder vor Kraft strotzend und freudig quietschfidel durchs Leben renne. Oh nein, ich brauche dazu noch viel viel Energie und viel viel Durchhaltevermögen und viel viel von ganz Vielem. Der Weg ist noch lang.
Aber - und das ist das Wesentliche: Ich liege nicht mehr am Boden, ich steh auf den Füssen.
Das ist doch schon mal was!

Das mit dem Schreiben geht jetzt noch nicht wie das scharfe Messer durch weiche Butter. Das Messer ist noch stumpf und die Butter steinhart. Aber so kleine Stückchen hau ich weg.

Also ... ich sammle dann mal Eindrücke von dem Gestern und geb sie an euch weiter.
Ok?

Mein Blumenstrauss! Diese Farben! Dieser Duft! Er macht mir solche Freude!

Manchmal finden sich auch Menschen in meinem Blog, die nur um die Ecke wohnen. 10 Minuten von mir weg. Was liegt näher, als diese mal zu besuchen? Persönlich kennen zu lernen? Und sich bei dieser Gelegenheit auch noch ihre Werke zeigen lassen.
Doris und Rolf  ich danke auch für die wunderschöne Stunde und die Einblicke, welche ihr mir gewährt habt. Über euer wunderschönes, kleines, feines Lädchen werde ich hier nächste Woche mal detailliert berichten. Ihr wart mein Genuss!

Anschliessend gings zum Cappu trinken.
Dann kaufte ich mir ne neue Jeans mit Glitzerblumen drauf.
Den Stirnfransen verpasste ich noch einen Extrahauch Violette.
Und ... ich verpürte Hunger! Ein profaner Hamburger war genau das Richtige!

Am Abend war ich am Hockey-Match.
Play-Off Viertelsfinal SCBern - SCL Tigers.
Ich bin der grösste Hockeyfan der Schweiz - vom SCBern!
Diese Stimmung reisst mit!

Und heute - heute geh ich raus und treffe wieder Menschen.
Jetzt gerade bin ich bei Dir.
Ich habe es genossen.
Danke.

SCHÖNEN SONNTAG, LIEBE FREUNDE UND FREUNDINNEN!

Freitag, 25. Februar 2011

ICH HAB MICH LIEB

5 kg weniger in 3 Tagen.
Eigentlich müsste frau sich darüber freuen.
Kein Bissen geht runter.
Heute Mittag auch nix.

Erich Fried sagt es so schön:
Sein Unglück ausatmen können -
tief ausatmen so dass man wieder einatmen kann.
Und vielleicht auch sein Unglück
sagen können in Worten,
in wirklichen Worten
die zusammenhängen
und Sinn haben
und die man selbst noch
verstehen kann
und die vielleicht sogar
irgendwer sonst versteht
oder verstehen könnte.
Und weinen können
das wäre schon fast wieder Glück

Dafür habe ich mir was für die Seele gekauft. Bunt statt Ballast.
Hab mir für ein Vermögen einen riesigen, bunten Blumenstrauss gekauft. (Danke für den Tip, Lydia!)
Jetzt steht er auf meinem Bürotisch.
Und am Abend nehm ich ihn mit nach Hause.
Manchmal muss man sich einfach selber lieb haben.


GANZ DOLL LIEB!

Donnerstag, 24. Februar 2011

HERZENS-DANK

Gestern habe ich vertrauensvoll und ehrlich euch meine Not, meine Schmerzen, Sorgen, Ängste - meine momentane Verfassung offengelegt. Das tat weh, war schwierig es so zuzugestehen.

Dies löste eine unglaubliche Welle an Reaktionen aus - dafür danke ich euch von ganzem Herzen.
Das habe ich nie erwartet und auch nicht gewusst, dass es so etwas gibt.
Ihr habt mir geschrieben, teilweise sehr persönliche Geschichten - habt mir Kommentare im Blog hinterlassen, habt angerufen, gesimt, an mich gedacht.
Viele von euch kenne ich - viele habe ich gestern neu kennen gelernt. Auf eindrücklichste Art und Weise.
DANKE.

Das hat mir gut getan, hat mir Mut gemacht, hat mir Kraft gegeben.
Ihr tragt mich und pustet in mein Sternenlicht, auf das es leuchte.
Ihr seid echt besser als jedes noch so gute Medikament.
Freundschaft ist pure Hilfe -  viel wirkungsvoller als Sedierung und Narkose!
Danke.

Es ist mir ein Bedürfnis, euch einzeln und persönlich zu schreiben. Dies werde ich im Laufe der nächsten Tage - meinen Kräften angepasst - per Mail tun. Nicht, weil ich mich verpflichtet fühle, es ist ein Wunsch von mir.
Ihr habt das auch verdient.
Wer mir so viel von sich entgegen bringt, der bekommt von mir auch zurück.

Es geht mir heute den Umständen entsprechend, bin gut betreut, mein Mann auch. Ein bisschen viel an Happy-Pillen ... aber so ist das nun mal. Dank einem guten, tragfähigen Umfeld (auch mein Arbeitgeber - merci ihr Lieben!) kann ich nicht wegrutschen.
Und alles andere wird die Zeit zeigen.

Ich sass gestern vor all euren Worten und weinte bitterlich. Aber ich war bei euch, mit euch. In der Mitte. Gestützt und gehalten. Nie alleine.
Wenn ihr wüsstest, wie gut das tut, wie gut es immer noch tut. Ich lese euch immer wieder, immer neu.
Immer wenn ich meine, ich halte es nicht mehr aus, dann lese ich bei euch.

Manchmal ist das Leben schwer.
Aber es ist zu schaffen. Bestimmt.
Ihr gebt mir allen Grund dazu.

FREUNDE SIND MENSCHEN
BEI DENEN DU DAS INNERSTE
NACH AUSSEN KEHREN DARFST -
UND TROTZ DER NÄHTE GELIEBT WIRST

In diesem Sinne:

DANKE, IHR MEINE FREUNDE!

Mittwoch, 23. Februar 2011

TIME OUT

Noch nie fiel mir das Schreiben schwerer.
Noch nie das Leben.

Ein Teil meiner LeserInnen hier kennt das Wellental meines letzten Jahres. Das voller Tränen, Bangen, schlimmen Erkenntnissen, Rückschlägen ... aber letztendlich dann auch Fortschritten, Hoffnung, sowas wie einem Neuanfang gefüllt war.

Mein Mann hat eine schlimme psychische Erkrankung mit diversesten Ausläufern, Ausprägungen. Man hatte gehofft, es irgendwie in den Griff zu kriegen. Auch ich. Ich war felsenfest davon überzeugt. Und gab alles dafür. Manchmal mehr als ich hatte.
Weil ich den Mann über alles liebe, er meine grosse Liebe ist.

Ich musste in den letzten Wochen zunehmend erkennen, dass eine Abwärtsspirale Überhand nimmt. Da halfen auch keine Ärzte, kein Fachwissen, kein Rat mehr.
Gestern nun ist es zum grossen Rückfall gekommen.

Auch wenn ich hier nicht ins Detail gehen will - dieser Rückfall nimmt mir und ihm alles. Und wenn ich sage alles, dann meine ich das auch so.
Ich / wir  stehen vor den Trümmern.

Momentan brauche ich meine ganze Kraft dies zu überleben. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Seid mir nicht böse, wenn ich mich für eine Moment hier verabschiede.
Ich kann jetzt einfach nicht mehr.
Die Kraft reicht nicht mehr.
Der Stern ist am verglühen.

Irgendwann bin ich zurück, das verspreche ich euch.
Vergesst mich nicht und lest vielleicht ab und zu in meinen Geschichtern ... wie schrieb ich es immer so schön "in den grossen und kleinen Geschichten meines chaotischen Lebens".

Wenn jemand in dieser Zeit gerne Kontakt mit mir halten möchte, dann bin ich über die Mailadresse erreichbar.

Alles Liebe, alles Gute

ICH DENKE AN EUCH.
IHR KÖNNT EUCH GAR NICHT VORSTELLEN WIE SEHR.

Euer Fränzi Sternenzauber

Montag, 21. Februar 2011

KIND - BIST DU GROSS GEWORDEN!

Besagtes Kinde ist Sohn numero due, mein Flo.
Der Biker - ihr wisst schon ...

... er, der in meinen Augen schon fast erschreckend Erwachsene, er mit der stählernen Disziplin. Nebst seinem 70% Job noch täglich 3 - 4 Stunden Training auf dem Bike und dann zusätzlich noch Krafttraining in der Halle. Meist hat er dann noch Lust, mittels einer Joggingrunde das Programm "abzurunden". Alleine beim Hinschauen was Kind macht, bilden sich mir Schweisstropfen auf der Stirn, die Transpiration wird allgemein angeregt und meine Zunge ist versucht, sich hechelnd rauszuhängen.

Ich erinnere mich noch gut - sehr gut - an sein erstes Rennen.
Kind war ca. 4 Jahre alt und schon damals nicht von diesem rollenden Vehikel zu trennen. Tagsüber sass er darauf, des Nachts stand das Ding zwingend neben seinem Bett. Das erwähnte erste Rennen fand in Erlenbach im Simmental statt. Es war scheiss ... sehr kalt, regnerisch und Kind sehr sehr aufgeregt. Mami auch. "Flo, pass in der ersten Kurve gut auf, da vorne sind die Bahngeleise. Bloss nicht in die Geleise fahren!"
10 Sekunden nach dem Startschuss fuhr Kind in die Rille der Bahngeleise und schlidderte kopfvoran über die Strasse. Erst Pfütze, dann Dreck ... um abschliessend im Schotter zu landen. Naturpaniert wie ein Wiener Schnitzel sass er da und schrie vor Wut. Nur eine schrie noch lauter als er - seine Mamiiii! Ich! Aber vor lauter Angst und Sorge!
Noch während ich damals mit dem Erste-Hilfe-Kasten in Händen die Abschrankungen stürmte und den Streckenposten umrannte um dem Kinde Trost, Hilfe, mütterliche Zuwendung zukommen zu lassen, sass besagter Bengel schon wieder auf seinem Minibike und rollte das Feld von hinten auf.

Seither sind viele Jahre vergangen, von vielen Ärzten kennen wir mittlerweilen die Praxen, von vielen Spitälern die Notfallaufnahmen. Lugano findet er besonders cool, dort seien die Krankenschwestern so schön. Einmal ist Kind schier narkotisiert aus dem Ambulanzfahrzeug getürmt um das Rennen fertig fahren zu können ... brach bewusstlos im Ziel zusammen, holte sich aber die benötigte Punktzahl um das erste Weltcuprennen in Angriff zu nehmen.


Einerseits voller Stolz, andererseits voller Sorge betrachte ich seit bald 20 Jahren seinen Werdegang.
Mal von näher, mal von ferner. Seine Sportkleider sind mein täglich Brot - und auch vom täglich Brot, all den ernährungstechnischen Angelegenheiten (aber bitte nur Vollkorn und besonders geschrotet, Bio und handgepflückt, kaltgepresst und naturbelassen, die freien Radikalen rausgepellt) braucht er dermassen viel, dass ich sozusagen zwischen Waschküche und Einkaufszentrum pendle.
Ich freue mich mit ihm, wenn er wieder mal ganz vorne dabei ist - ich ertrage seinen Frust, wenn in aussichtsreicher Position die Kette aus der Führung gesprungen ist und das Rad blockierte, Kind auf seine Kauleiste fällt. und auf so vieles andere.
Ich hab immer eine gut sortierte Apotheke im Hause und kenne bei Bedarf die entsprechenden Spezialisten schon beim Vornamen.

Kind Flo war die letzten 2 Wochen in einem Trainingslager in Spanien. Hat uns ungeheure Bilder von Sonne, Meer und Strand geschickt. Dazu assortierte Kommentare wie "waren grad eben 6 Stunden trainieren - herrlich bei solchem Wetter. Jetzt gehen wir ins Meer baden und anschliessend Whirlpool und Massage". Gestern Abend kam er nach Hause in Mamis Arme. Na ja ... um ehrlich zu sein als erstes in Mamis Küche. Als Mitbringsel 6 x 110ltr. Kehrichtsäcke voller dreckiger Sportwäsche mit dem besonderend Flair à la Fuchsbau.
Will nicht klagen, wir sind immer wieder dankbar froh, wenn er gesund und munter heimkommt, so auch gestern.


"Schön bist Du wieder da!" so meine Rede. "Ja, find ich auch ... aber nicht lange ... habe ich Dir schon gesagt, dass ich nächste Woche Dienstag für eine weitere Woche in die Toscana in ein Trainingslager eingeladen bin? Und ... oh ... ganz wichtig, habe es vor 2 Wochen in Spanier erfahren: Die Nationalmannschaft nimmt mich übernächste Woche in ein weiteres Trainingslager nach Spanien mit - und - ich darf dieses Jahr zum ersten Mal an der Weltmeisterschaft starten! Vorher muss ich nur noch einen Test am Weltcup in England fahren - und dann darf ich wirklich an der WM starten! Und dieses Jahr findet die WM auch noch in der Schweiz statt!"
Seit Jahren wartet Kind auf solche News, war schon so oft nah daran ... ich zittere immer mit. Dann teilt einem Kind solche Jabadabadoo-Oberburner-Nachrichten mal eben so lapidar im Nebensatz und 2 Wochen verspätet mit!
Kind!

Ich war baff. Aus dem Kind, welches sein Bike doch eben noch in die Bahngleisrillen steuerte, ist ein Mann geworden, der an der WM startet! Herrjeeeee!!!
In Gedanken bastle ich gerade einen Banner mit "GO FOR GOLD FLO". Und einem T-Shirt mit der Aufschrift "Flo's Mama" - ob das doch ein wenig zu vermessen ist? Katerli-Schätzu und ich haben schon inständig darum gebeten, dass er bei seinem ersten Fernseh-Interview "viele herzliche Grüsse an mein liebes Mami und den besten aller Ersatzväter" - so oder so ähnlich - nicht zu erwähnen vergisst.
Auf der Autogrammkarte wird der zutiefst empfundene Dank an mich (für Speis und Trank und Waschmittel) sicher in Fettschrift vermerkt sein - so viel muss sein. Oder?

Habe eben gerade bei den Bildrecherchen zu diesem Bericht gemerkt, dass Kind AUCH einen eine Blogspot-Seite hat! Diese Kinder und ihr Eigenleben! :-)
Fall es jemanden interessiert - HIER. Und HIER.

Ach Kind ... was waren das noch für Zeiten, als ich Dir Dein Lätzchen umband.
Das ist definitiv vorbei. Ich hätte auch Probleme damit - schliesslich bist Du gut einen Kopf grösser als ich. Und Lätzchen nach oben binden geht ja gar nicht.
Wenn es denn sein muss - dann also los, mein Junge. Gib Gas!

KIND - BIST DU GROSS GEWORDEN!

Sonntag, 20. Februar 2011

SONNTAGSGEDANKEN

Meine Lieben

Ich sitze am Küchentisch mit Blick nach draussen. Besagter Blick verspricht nebst Regen und kalten Temperaturen nix wirklich Gutes. Ausser vielleicht, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss, bleibt man heute sonntagsfaul im ausgebeulten "Homedress", mit ohne Meik-Öp und Föhnwelle - hat man denn eine.
Also ich habe keine, heute schon gar nicht. Mehr so Richtung Igel nach Tsunami. Aber das bleibt unter uns.

Weiter im Text ... wie gesagt, ich labe mich gerade am Freibrief des faulen Nichtstuns und glubsche in das kalte Nass draussen ... da joggt mir doch geradewegs Mann und Frau FITFORFUN in meinen erstaunten Sehkegel. Genauer gesagt, ER joggt. Mit nachdrücklich eindrücklich federndem Känguruh-Hüpfschritt, durchgedrücktem Kreuz und die pitschnasse Halbglatze fröhlich in das trübe Halbdunkel des nach Schnee riechendem Tages haltend. Strotzend vor lauter testosterongesteuerter Männlichkeit und käsebleichen Blankwaden. Mit ganz viel von diesem"was bin ich für ein Kerl!"- Ausdruck im Gesicht.


SIE, die Frau FITFORFUN, kennt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weder das Wort FIT noch FUN. Herrn FITFORFUN kennt sie, glaube ich, auch noch nicht so gut. Ich befürchte zu ihren Ungunsten, dass sie bloss aus falsch verstandener Solidarität, wider besserem Wissen oder sogar nicht-mehr-single-sein-wollend-taktischen Beweggründen hinter IHM her zappelt. Den wunderschön und grundsätzlich wärmenden, ursprünglich dekorativen Pashminaschal hätte sie sich sparen können ... der hat sich unterdessen hoffnungslos mit dem reichlich vorhandenen Regenwasser vollgesogen und hängt wie ein schmuddeliger Küchenlappen um ihr fahles, rotgetupftes, um Luft ringendes Gesicht. Genau wie ihre Haare. Sie erinnern an Putzfäden.

Ach je ... was finde ich grad meine Erkältung gut, die mir heute solches verbietet.
Und meinen Mann, den Schätzu-Kater, den finde ich auch gut. Weil er joggen hasst.

Wobei ... gestern haderte ich mit Herrn Schätzu Kater. Warum? Also das ist eine längere Geschichte. Und wäre sie nicht so lustig, müsste man ja heulen. Nun hört mal hin:
Gegen meine schlimmen Hustenanfälle wurde mir für die Nacht so ein Codein-Präparat verschrieben, welches dem Hustenreiz-Zentrum verklickert, dass er gaaaaar nicht gereizt ist und das Sternenzauberli deshalb nicht zum Husten angeregt werden soll, darf. Blöd ist nur, wenn das Sternenzauberli auf das Codein-Präparat mit asthmatischen und nicht mehr enden wollenden Hustenanfällen reagiert und schier erstickt. Sich selber, dem Herzbuben und wohl der näheren Nachbarschaft eine schlaflose Nacht bescherte. Sorry!
Deshalb schwächelte ich gestern auch und war zum bloggerfreien Tag gezwungen.

Leute - ich vertrage kein Codein. Weiss ich seit gestern.
Katerli-Schätzu trabte dann bei der Ärztin vor und erklärte unter Gähnen und jämmerlichen Erschöpfungsgebärden meinen grenzwertigen Zustand. Seinen auch. Gekriegt hat er gute Worte und ich neu ein Gebräu aus Primelwurzel, Thymian, Efeu ... Rattengift, geraspeltem Fliegenpilz und hochdosiertem anderen Giften. Davon gehe ich aus.
Ok - zugegeben, es wirkt. Aber wahrscheinlich nur, weil ich mich auf dem Wege ins Nirwana befinde und die Kraft zum Husten nicht mehr aufbringe! Das Zeug ist so dermassen grottenbääähwääähneeeewillnicht, dass ich nahe daran bin, meinem Kater-Schätzu unlautere Absichten zu unterstellen.


Mit den Augen eines Adlers überwacht er pflichtbewusst die zeit- und massgenaue Einnahme der obgenannten Droge. Lächelt, wenn ich mich geekelt schüttle und schaut ganz genau, dass ich auch den letzten Tropfen dieser flüssigen Übelkeit in mich zwänge. Steichelt mit danach über den wirren Schopf.
Ist das etwa Liebe?
Er sagt ja.
Ich entscheide dies, wenn ich dann wieder drogenfrei und bei Sinnen bin.

Bin ich schon bald.
Wollte ich noch sagen.
Morgen gehts wieder zur Arbeit und darauf freue ich mich!

SCHÖNEN SONNTAG EUCH ALLEN!

Freitag, 18. Februar 2011

AB IN DEN URLAUB

Sowas kommt von sowas!
Da liegt man darnieder - immer noch, wenn auch sehr auf dem Wege zur Besserung - blättert aus lauter Langeweile im www und findet 1 Woche Traumurlaub auf Rhodos in "unserem" Hotel Anfang Mai für schier geschenkt.




 
Was macht die kluge Frau? Sie piepst mit schier nicht existenter Kratzestimme nach dem Mann, deutet aufgeregt auf den Bildschirm. Schwitzend. Diesmal nicht vom Fieber - neeee - vor Aufregung!

3 Minuten und 1 Telefon mit meiner Garage später:
Sternenzauber und Katerli-Schätzu verkünden hiermit die erfolgreiche Buchung von 7 Tagen Kurzurlaub auf Rhodos. Nachholen des ersten Hochzeitstages.
Die "richtigen" Ferien folgen ja dann im September, davon habe ich ja bereits berichtet. Aber schon mal Schnupper-Glück-Ferien ... JABADABADOOOO!!!
Ich könnte schreien vor lauter Freude. Könnte ich.
Quieken wie ein Heuler muss auch reichen. :-)

Wir sind grad glücklich.

SEHR SEHR GLÜCKLICH!

Donnerstag, 17. Februar 2011

VON LIEBE UND SUPPE UND SO

Hallo und guten Morgen ihr Lieben!
Eure Genesungswünsche sind bei mir angekommen und haben mich durch den Tag getragen. Das tat guuut! Selbstverständlich habe ich mir euren Rat zu Herzen genommen und werde auch den heutigen Tag in der Horizontale verbringen. Geht noch nicht anders.

Hab mir den Lapi jetzt ins Bett geschleppt und tipp kurz mal den momentanene Status:
Aaaaalso - gestern gegen Abend hatte ich dann irgendwann mal doch so ein kleines Gefühl von Hunger. Aber nicht auf Brot, Joghurt, Nudeln, Gemüse oder sonstwas ... nö ... es MUSSTE Anna's Best Kürbis-Curry-Suppe sein. Die und sonst gar nix. Fast wie damals in der Schwangerschaft.


Katerli-Schätzu simste auch immer wieder mal und fragte nach meinen Wünschen.
Nachdem er mir bereits "2 Wochen Malediven", "einen Hausbesuch von Aragorn aus Herr der Ringe" und "einen kleinen Elefanten zum streicheln" grinsend-abschlägig beantwortet hatte, sah er sich dann wohl schier genötigt, mir den klitzekleinen Wunsch "Anna's Best Kürbis-Curry-Suppe" zu erfüllen.

Und - wartet mal kurz, ich muss ein Tempo holen ... jetzt wird es rührselig - hat der Mann doch geschlagene 5 Geschäfte danach absuchen, schier stundenlang in Warteschlangen stehen und dann auch noch in den Abendverkehr kommen müssen. Aber: er hat es getan! Und zwar mit Freude! Für mich, seinen Heuler! 
*FREUDENTRÄNCHENABTUPF*

Hättet ihn sehen sollen, fix und alle war er. Aber happy, mich mit Kürbissuppe glücklich zu machen.
Ich glaube, der liebt mich wirklich. :-)
Vorsorglich hat er noch Tomate/Mozarella-Suppe mitgebracht. Und frisches Brot. Himbeeren sogar!Man(n) weiss ja nie so genau, was Frauen wirklich wünschen ... oder?
Echt, da können mir alles Geld der Welt mitsamt Diamanten und Juwelen gestohlen bleiben! So eine Kürbis-Curry-Suppe (die ganze Geste mitsamt Brot und Himbeeren) sagt, wiegt, bedeutet in so einem Augenblick mehr als alle Worte, alles Gold auf einem Haufen und alle Reichtümer dieser Erde.

♥ Schätzu - ich liebe Dich auch! ♥

Bin noch so ein bisschen wackelig auf meinen Beinen und froh, sie unter die Decke strecken zu können. Stimmlich gehts auch aufwärts. Bloss der Husten ist richtig, so richtig blöd hartnäckig.
Katerli-Schätzu hat mir irgendwann in der Nachts Resil-Tropfen mit Codein eingeflösst. 30 Tropfen auf einmal! Er meinte, ich erlebe die Himbeeren heute sonst nicht mehr. Derart gebellt habe ich.
Aber Leute ... Resil-Tropfen! ... wo hat er die denn gefunden? Hatte die echt so gut versteckt, weil ich sie so was von bääh finde. Aber sowas von!
Die 30 Tropfen haben mir dann voll dem Gong verpasst und ich hab mucksmäuschenstill gepennt und sogar den Traum verpasst. Dabei hatte es traummässig gerade an der Türe geschellt gehabt - und durch den Späher sah ich Aragorn mit einem Blumenstrauss!


Und ich muss das Zeugs heute Abend wieder nehmen, hat der Katerli-Schätzu gesagt. So von wegen Schlafen können. Er und ich.
Wenn's denn sein muss!

Also, ihr Lieben da draussen. Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf. Probiert mal die Kürbis-Curry-Suppe, die ist echt lecker!
Und falls jemand Aragon mit den Blumen sieht - sagt ihm, tagsüber nehm ich die Tropfen nicht. Ich wär dann also zu Hause erreichbar. Er soll einfach 2x klingeln, dann weiss ich dass er es ist.
Er solle sich aber keine Hoffnungen machen.
Blumen sind zwar toll .... aber so ein Katerli mit Suppe unschlagbar!

Nun schlaf ich wieder ne Runde ...

... TSCHÜÜÜÜSSSS!




Mittwoch, 16. Februar 2011

OUT OF ORDER

Ich hab's kommen sehen.

Gestern Mittag war es dann also so weit.
Ich konnte mich infolge nicht-mehr-existenter Stimme nur noch in Gebärdensprache unterhalten.
Das macht Unterhaltungen ... insbesondere Telefongespräche ... nicht eben einfacher. Hustenanfälle liessen mich japsen wie eine asthmakranke Bulldogge und in etwa auch so aussehen.
Da beschloss ich, mich temporär aus dem Verkehr zu ziehen.

Und so packte ich meine 7 Sachen im Büro und mich eine Stunde später ins Bett.
Da weile ich nun seither.
Erst mal schlief ich ne Runde. Dann schlief ich. Um abschliessend zu schlafen. Am Abend kurz mal ins Wohnzimmer geschlurft um die Tagesschau zu gucken - schlief aber dabei ein. Nun schlafe ich nur und ausschliesslich.
Jetzt grad mach ich Pause vom schlafen, trinke einen leckeren Bronchialtee mit Salbeizusatznote und gönne mir ein ACC Ecco, 2 x Grippostadkapsel und eine Nasenspülung für Babys. Die Nasenspülung für Erwachsene hat mir letzthin schier das Hirn aus dem Ohr gepustet (liegt es an der Nasenspülung ... oder am Hirn!?) und die eustachische Röhre sozusagen sandgestrahlt, seither ist mir die Babyvariante sehr viel lieber.

Katerli-Schätzu hat ja dann wieder mal den Vogel abgeschossen! Wenn ich ganz doll husten muss und hinterher so nach Luft hechle, tönt das wie ein - jetzt haltet euch fest - wie ein HEULER. Sagt er. Der Katerli-Schätzu. "Und Du siehst auch so ulkig aus ... so verwuschelt, strubbelig und hilfsbedürftig in Deinem ganzen Sein ... und die Kulleraugen in dem bleichen Gesicht ... jüüüü".
Seither habe ich den neuen Übernamen: Heuler. Mein Heuler. Sagt er. Zu mir.
Prima.
Eine Frage der Taille ... ähhh ... der Ehre.


Na ja - ich wollt euch einfach mal kurz TSCHÜSS sagen. Und dass es mir sosolala geht. Morgen will ich dann wieder an die Front. Heuler hin oder her! Gehabt euch wohl!
Ich geh dann mal wieder ...

... SCHLAFEN


*HUST*

Dienstag, 15. Februar 2011

WAS HAST DU DA ...?

Guten Morgen meine lieben Menschen da Draussen im www!

Habt ihr gestern Valentinstag gefeiert? Ich wohl nicht mehr und nicht weniger als die Allermeisten von uns. Den kommerziellen Teil umschiffe ich mit traumwandlerischer Sicherheit - also sozusagen fast.
Der Kater und ich schenken uns mal Dies, mal Das ... so wie es sich die Gelegenheit eben bietet, der Ort, der Moment - das ist meist, fast immer, abseits von diesen "bestimmten Tagen".

Der Kater schenke mir am Wochenende eine ganz tolle Tasche aus schwarzem Leder mit vielen Nieten und Blingbling dran. Ein Hingucker! Und mit so richtig viel Platz für all die Kleinigkeiten, welche ein Frau eben so braucht. Kiloweise braucht. Ihr wisst schon - zumindest der weibliche Teil der Leser.
Diese Tasche hatte ich schon letztes Mal am Flughafen DüDo sabbernd bewundert, habe sogar diese roten Flecken im Decolleté gekriegt - aber der Preis liess mich damals in Heulkrämpfe und Depressionen ausbrechen.
Ergo: CANCEL.
Letzten Sonntag stand die Tache wieder da - 50% runtergeschrieben!!
3 ... 2 .... 1 ... MEINS! Danke Katerli!

Dass gestern dann V-Day war - mehr ein Zufall denn sonst was. Er hätte mich so oder so damit beglückt.
Aber am allerbesten hat mir ja der Brief gefallen, welchen er mir in die Tasche schmuggelte.
*SCHMELZAUFDERSTELLEUNDGROSSELACHEHINTERLASS*

Ich habe und gestern Abend anstelle Abendbrot eine MhhhhLeckerGenialFein-Torte in Herzform mitgebracht. Katerli-Schätzu braute feinen Kaffee, ich verteilte während dessen gerecht die linke und die rechte Herzkammer auf die Desserteller.
Ich werde übrigens heute in der Bäckerei vorbeigehen müssen-wollen um mich zu verneigen. Tief verneigen vor dem Künstler! Das was nämlich erste Sahne! Im wahrsten Sinne des vollen Mundes!!! Aber hallo!
Unten weicher Schokotortenboden, belegt mit Kirschen, darüber dunkles Mousse au Chocolat und darüber eine Sahneschaumschicht der besonderen Art und darüber Milchschokomousse und darüber Schokoraspeln in weiss und braun und darüber echte Rosenblätter und darüber Puderzucker und darüber eine ganze, grosse, dunkelsamtrote Rose. In jeder Hinsicht der Wahnsinn!

Wir löffelten mit lächenden Mündern und wohligwarmen Seelen und gestreichelten Sinnen, haben excellent Liebe gefeiert. Und dazu Tatort geschaut.

AN DEN KATERLI-SCHÄTZU:
Jajajaja Katerli ... ich habe es schon bemerkt, dass Du während des "TATORT" 2 x in die Küche abgehuscht bist! Jajaja ... und wie die Kühlschranktüre sich leise öffnete. Habe ich wohl gehört. Jajaja, habe ich wohl bemerkt. :-).
Übrigens: herrlich, wie süss-sahnig Deine Müntschis (Anmerkung der Redaktion: Müntschis = Küsse), danach immer schmeckten. Mhhh!

Aber der Oberburner war ja dann heute Morgen:
Ich wankte nach der Dusche im Halbschlaf und mit jeder Menge Sandmännchensand in den Augen in die Küche rüber um meinen Kaffee in Empfang zu nehmen. Da stand er dann da, der Schätzu - noch im Pyjama und Wuschelfrisur. Ganz harmlos guck. Sanftmütig wie ein Lämmchen.
Mit einem diiiicken Sahneschnauz!

Ich: "was hast Du da?? Du hast da was!"
Er: "was meinst Du jetzt?"
Ich: "GRIIIIINS!" "Fein, gell?" :-)
Er - verschämt: "ich tu jetzt einfach so, als wärst Du nicht da!"

Jajajajaja :-), ich kenne Deine Qualitäts-Sicherungsmassnahmen
 :-).


MEIN SÜSSER KATER - SO EINE NASCHKATZE!

Montag, 14. Februar 2011

THEODORA-EUSEBIA!!

"Theodora-Eusebia, ich bitte Dich kurz um Deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich möchte, dass Du jetzt tust was ich sage. Ich finde es anstrengend, immer wieder mit Dir über dieses Thema reden zu müssen!". Theodora-Eusebia hielt einen kurzen Moment inne, schaute ihre Mutter verständnislos an und brüllte dann unbeirrt weiter.

Was soll ein 14-monatiges Kleinkind auch anderes tun - vielleicht etwa die Diskussion aufnehmen und mit der Frau Mama das Dafür und Dagegen bezüglich dem Sinn sich in den Buggy zu setzen, lang und breit debattieren?
Theodora-Eusebia jedenfalls hielt es für angebracht, ihren Protest mittels schmerzend-lauten Tönen durch das Flughafengebäude in Düsseldorf zu verteilen. In sämtliche Hörgänge sämtlicher Reisender im Umkreis von gefühlten 5km.

Natürlich heisst Theodora-Eusebia nicht Theodora-Eusebia ... schliesslich muss der Personenschutz gewahrt bleiben. Aber so in etwa hiess das Kind. Richtung Aglaia-Viktoria. Nennen wir sie der Einfachheit halber Theo. Die Mutter nennen wir einfach Mutter.

Theo robbte also unbeirrt über den Boden - mal hin zu dem Laden mit den teuren Ledertaschen - um dann wieder beim Spirituosenhändler gefährlich nahe an die Flaschen zu gelangen. Mutter liess gewähren ... um dann Theo im letztmöglichen Augenblick noch abzufangen und wieder mit ihr zu diskutieren. Nachdem Theo es dann endlich geschafft hatte sich bei den Ledertaschen erfolgreich hochzuangeln und das eine teure Stück anfing zu kauen, da verfrachtete Mutter unsere kleine Sirene Theo in den Buggy.
Theo spannte sich wir ein Pfeilbogen in diesen Buggy, schrie, tobte, trotzte, spuckte, strampelte. Erfolgreich. Mutter löste den Gurt, nahm Theo auf den Arm und diskutierte mit ihr munter weiter über Erziehungsmethodik, Sinn und Unsinn der leidigen Taschenkauerei und Folgekosten diesbezüglicher Aktionen.
Theo schrie unterdessen völlig unbeeindruckt ob Mutters Redeschwall munter weiter.


Ich mag Kinder. Sehr sogar! Hab ja selber 2 Ableger und kenne sämtliche Vor- und Nachteile ...
Bin in all den Fernbeziehungsjahren mit unzähligen Nachwuchsfliegern im Alter zwischen 2 Monaten und 14 Jahren zwischen Zürich-Düsseldorf-Zürich rumgegondelt - manchmal hab ich auch auf sie aufgepasst, wenn sie denn nur so einen Umschlag umhängen hatten und ohne Begleitung unterwegs waren. Oder Mama, wahlweise Papi, kurz mal aufs Klo musste.
Eigentlich immer eine durchwegs gute Erfahrung ... bis vielleicht auf den Jungen, der mich beim Anflug auf Düsseldorf infolge Aufregung endlich mal wieder seinen Pa zu sehen, von oben bis unten vollk.... na ja, ihr wisst schon was ich meine. Ein Mädchen wollte mich mal mit seinem Vater verkuppelt - und bestellte diesen gleich an den Flughafen.
Hätte da ein paar lustige Geschichten auf Lager...!

Aber noch nie in all den Jahren kam mir so was wie Theo unter, vor allem aber nie so was wie Theos Mutter!
Und - der geneigte Leser weiss was jetzt kommt - logischerweise sass Theo samt Mama mit uns im Flieger. 2 Reihen vor mir. Theo schien es keineswegs zu mögen, wenn sie durch irgendwas oder irgendwen festgehalten wurde. Aber manchmal ist das halt nötig. Dringend nötig sogar - zum Beispiel bei Start und Ladung.
"Würden Sie sich bitte anschnallen und ihr Kind mittels dem Zusatzgurt sozusagen an Ihnen anschnallen und die Kleine dann auf Ihren Schoss setzten?" fragte die Flugbegleiterin freundlich aber bestimmt das Theo-Mama. Theo-Mama entgegnete: "Aber meine Tochte mag es nicht, wenn sie angebunden wird, da wird schon nix passieren".
Flugbegleiterin: "Es ist aber Vorschrift und das Kind MUSS angeschnallt sein - sonst können wir nicht starten".
Mama Theo machte mürrisch Anstalten Theo den Gurt umzulegen. Diese wiederum schrie in höchsten Tönen, war innert Minuten knallrot im Gesicht.
Die Flugbegleiterin auch. Mama Theo begann mit ihr zu diskutieren: "Einem Kleinkind tut es im pädagogischen Sinne nicht gut, wenn man ihm seinen Willen bricht. Ich möchte nicht, dass meine Tochter von Aussen bestimmt wird, sie soll selber entscheiden, was sie möchte. Und den Gurt anlegen möchte sie nicht!".
Flugbegleiterin - am Ende ihrer Geduld (schliesslich brüllte Theo bereits seit dem Boarding vor 20 Minuten!): "Wenn Sie es für pädagogisch sinnvoller halten, dann lassen sie das Kind halt am Flughafen zurück. Wollen Sie es aber wirklich mitnehmen, dann M U S S E S J E T Z T E N D L I C H A N G E S C H N A L L T W E R D E N !".

Mutter schüttelte erzürnt den Kopf und zwängte nach dieser klaren Ansage Theo endlich in den Gurt. Dabei selbstverständlich mit ihr über das fehlende Feingefühl Anwesender im Allgemeinen - und den Mut zur Selbstverwirklichung im Besonderen diskutierend. Theo interessierte weder Feingefühl noch sonst was - sie brüllte aus Leibeskräften. Schlimm! Spannte sich zappelnd nach hinten wie eine Brücke und schlug dabei mit dem Fuss dem Sitznachbarn den bunten, sicherlich ergonomisch wertvollen Kinder-Schuh ins Gesicht. "Ja, das hat man nun davon, wenn man die Flugzeuge so eng bestuhlt!" erzürnte sich Mutter - ohne sich in irgendeiner Form zu entschuldigen. "Arme Theodora-Eusebia, wirst hier geplagt - nur damit andere Menschen ihren Willen durchsetzen können".

Während dessen hatte die um sich schlagende Theo die langen Haare der Dame vom Hintersitz gekrallt und zog - ihren Unmut demonstrierend - heftigst daran. "Wären Sie so freundlich ihrem werten Kinde zu erklären, dass man andere Leute nicht an den Haaren zieht!" - bat die sichtlich und zu Recht entnervte Frau Theos Mutter. Diese erwiderte: "Wollen SIE jetzt auch noch MIR Vorschriften machen - reicht es nicht, dass meine Tochter hier genötigt wird?!?"

So ging das die ganze Zeit - eine ganze Flugstunde lang! Theodora-Eusebia brüllte, T.E.'s Mutter diskutierte mit ihrer Tochter, dem Kabinenpersonal, den anderen Passagieren.
Ich war selten so froh, endlich Boden unter den Füssen zu haben! War das ein nerventötender Flug! Und wenn ICH das sage, hat es war zu heissen! Echt!

In all dem ist völlig untergegangen - und fast hätte ich es vergessen zu erwähnen - die Tatsache, dass ich neben einem Mitpassagier eingeklemmt war. Regelrecht eingeklemmt. Der gute Mann hatte sicherlich an die 200 Kilo und passte nur in den Sitz, weil wir in unserer 3-er Reihe die Armlehnen nach oben klappten und der Mann einen Zusatzgurt kriegte um sich anzuschnallen.
Ich bin ja selber XL, aber trotzdem durchaus noch Flugsitzkompatibel und Anschnallfähig!!

Stellt euch meine Pein vor - seitlich gequetscht und von vorne nervlich zermürbt.
Dann noch Katerlis Nasen-Rand-Grünschimmer infolge Flug-Unwohlseins.
Habe ich was vergessen?
Ah ja: 38.5 Fieber und akuter Schlafmangel!
Zu konstatierender Allgemeinzustand: Zerbröselt in meine violetten Einzelteile.

Gefallen hat mir aber die Verabschiedungs-Ansage vom Kapitän:
"Liebe Gäste an Board unserer Maschine - wir danken dass Sie mit AIR-BERLIN geflogen sind, wünschen Ihnen nun einen guten Nachhauseweg und schönes Verweilen in der Schweiz. Persönlich anmerken möchte ich: Ein Kondom schützt sie vor Vielem. Ich spreche hier im Namen der Besatzung und wohl vieler Passagiere. Schönen Abend noch!"

In dem Sinne:

HAPPY LANDING IN DIESER NEUEN WOCHE!

Sonntag, 13. Februar 2011

MEIN FREIER SAMSTAG MIT VIEL MHHH!

Leute - es ist gegen 11.00h - wir kommen grad eben vom Frühstück und ich nehm jetzt dann gleich mal ein Bad. Ein heisses Bad mit viel Ricola drin ... oder so.
Mein Fieber hat sich seit gestern richtig gut gehalten, ist treu und wärmt ... es ist immer noch da. Und die wirklich liebe, nette und freundliche Dame an der Reception vom Hotel hat sich Meiner erbarmt und ich darf meine heissen Gebeine bis zum Abflug um 17.00h noch im Zimmer hochlagern.
Eigentlich müssten wir ja um 11.00 spätestens ausgecheckt haben ... also an dieser Stelle: ein grosses MERCI an Frau Claudia Kilian vom "Kleinen Stadthotel" in Ratingen - sehr empfehlenswert!
Sie, Frau Kilian, sind ein Schatz mit Herz einer Frau mit Fieber gegenüber.
Ich bringe das nächste Mal Schweizer Schokolade mit, versprochen!

Nun will ich euch vom gestigen Tage erzählen - einem wunderschönen Tag! Angefangen haben wir mit einem Frühstücksgenuss bei SIMON's. Ein empfehlenswerter Tip! Strammer Max und das Krabbenbrot sehen da so aus:

MHHHHH!

Das ganze, kleine, feine Restaurant ist überhaupt irgendwie besonders-
Das hat was ... was nicht alle haben: Ambiente

Jedenfalls gingen wir danach gestärkt und mit einem Lächeln in diesen Tag. Unser nächstes Ziel war Oberhausen. Da hat ja Ulla P. ihren Lagerverkauf - und das geniesse ich doch jedesmal, wenn ich hier bin.
Dieser Teil von Oberhausen ist doch recht eigen, manchmal sehr befremdlich für mich. Wa ich sehe ist, dass viele wenig begüterte Menschen hier ihr manchmal wohl tristes Leben fristen. Genau diese Ausstrahlung hat es auf mich, das Schlagwort heisst hier "BILLIG". Für mich ein bisschen befremdlich, dass sogar Bestattungsinstitute à la "Mc UnterDieErdeBring" so Werbung machen:


Dennoch ist dies alles ja nicht ohne einen gewissen Charme.
Sieht man ein bisschen genauer hin, findet man auch schöne Dinge. Und dann dazu der krasse Gegensatz: In all der Armut das CASINO ROYAL, 23 Stunden geöffnet. Was ich da gesehen habe, macht einem traurig.

Betroffen macht mich, dass jedesmal ein Laden mehr seine Türen geschlossen hat ...

Dafür habe ich hier wieder laut gelacht: ein Tigerenten-Auto!
Da stimmt alles!

Der Nachmittag gehörte uns und unseren lieben Freunden Lydia und Thomas.
Herrlich war's - und wir danken euch.
Bei und mit euch sein tut gut. Sooooo gut!
*GENUSS*

Auf dem Marktplatz von Hilden haben wir erst mal Kaffee getrunken - da strahlte sogar für einen Augenblick die Sonne und wir sassen draussen

Eine Stunden später plauderten wir munter in der OLIVE.
Also ... hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal!

Gefällt - und wie!

Den Abend beschlossen wir dann mit unserem Freund Toto beim Griechen in Mettmann.
Danke für die Einladung - was schöööön mit Dir!

Beim Verabschieden drückte er mir noch ein paar Vitamine in die Hand. "Pass auf Dich auf!" sagte er.
Merci Toto. Ja, das werde ich tun!

So, meine Lieben. Das war unser Samstag.
Ich schlaf jetzt noch einen Augenblick - bevor es dann los geht:
BACK TO ...


... SWITZERLAND!






Samstag, 12. Februar 2011

ÜBER DEN WOLKEN ...

"... muss die Freiheit wohl grenzenlos sein ... alle Ängst, alle Sorgen - sagt man - liegen darunter verborgen, und dann würde, was uns gross und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein ... ".

Trällere ich liebend gern meinem geschätzten Reinhard Mey nach. Und bin dabei sehr zufrieden und glücklich. Ich fliege gerne und mag dieses Gefühl. Selbst Luftlöcher kribbeln angenehm.

"Über den Wolken - ist ein Scheissgefühl" - sagt der Kater. Mein Schätzu-Kater.
Ganz im Gegensatz zu mir.
Das ist A) weil das Fliegen nicht sein Lieblingshobby ist und B) weil ich 10 Minuten vor dem Abflug nicht im Plauderton hätte erwähnen sollen, dass mir mein Handy einen Flugzeugabturz im Wallis gemeldet hat.
Somit ist die blasse Hautfarbe und der hellgrüne Ring um seine Nase erklärbar.

Dieses Szenario auch gestern Abend wieder: Ich bin völlig entspannt - schaue aber ein bisschen besorgt zum Katerli rüber, weil ...

... mir sein Lächeln doch einen Hauch zu hysterisch vorkam ...

Dabei ist es sooo gemütlich!

Da hilft dann jeweils nur noch:

"Schätzeliiiii - da draussen hat es alles voller Sterne und Engel. Die passen ALLE auf Dich auf, kann gaaaaaaaar nix passieren. Gaaaaaaaar nix."
KATERLI: "+*8?!:;&%ç*!!!$¨ü>`?=(/&%ç!!!"
ICH: "Neiiiiin - es hat sich noch nie nie ein Stern oder ein Engel in den Triebwerken verfangen - Ehrenwort! Noch nie! Also ... ich hätte zumindest nicht davon gelesen" ...

Aber der Kater-Schätzu ist erst wieder glücklich, wenn es diese Anzeige sieht:

Während er dann schwitzend und erleichtert über den Nichtabsturz im Tempo des gehetzen Affen aus dem Flughafengebäude stürmt "...ich geh dann schon mal den Mietwagen holen ...", warte ich auf unsere 2 Koffer.
Ich weiss echt nicht warum das so ist - aber grundsätzlich sind unsere 2 Koffer STETS die Letzten.
Wegen der Schokolade? Naschen die ...?

Es war gestern Abend gegen 24.00h, als wir ziemlich geschafft ins Bett fielen.
Glücklich, wieder mal hier in der Nähe von lieben Freunden zu sein.

Jetzt gehen wir los, erst mal Frühstück geniessen. Dann ein wenig bummeln - schade, dass es regnet, aber egal. Wir haben einen wunderbaren Tag vor uns. Treffen Menschen, die wir lieben.
Und ich, ich habe mich mit Grippemitteln gedopt - und wenn ich niese, werden Alle um mich herum gesund!
Also ... wir sind dann mal weg.

Euch wünschen wir von Herzen ...

EINEN HERRLICH-GUTEN GLÜCKSTAG!


Freitag, 11. Februar 2011

ICH HAB'S GETAN!

Aber seht einfach mal selber - also ... mir gefällts!
Primaaaa sogar!
Ein bisschen schwarz, ein Schuss violett - Fränzi NEW STYLE!


JABADABADOOO!!

EIN ERSTER BLICK

Zu mir - dem kranken Huhn:
Mein bisschen Reststimme habe ich gestern im Gespräch mit unseren Freuden Lydia und Thomas verskypet. Wäre das hier ein sprechenden Blog, hättet ihr heute garantiert die stillste Stille, die ruhendste Ruhe, die lautloseste Lautlosigkeit überhaupt.
Wäre mein Katerli da ... er würde wahrscheinlich was von paradiesischen Zuständen faseln und sich dann noch vor meinem Wurf mit der matschigen Orange vom Acker machen. Aber da er an meiner Stelle heute zumindest am Morgen das Büro hütet, kann ich mich getrost über meine Sprachlosigkeit auslassen - ohne Gegenworte zu kassieren.

Und nun - TRARAAAA (im Hintergrund sind Fanfaren und Böllerschüsse zu hören, das Volk jubelt und der Katerli-Schätzu sowie meine Wenigkeit winken majestätisch vom in kaiserlich-blauer Seide eingemantelten, herrschaftlichen Balkon ... oder so) - zum "neuen Zimmer". Wir sind noch daran, einen Namen zu suchen - habt ihr vielleicht ne Idee?
Also ... vorne weg, es ist gut geworden - richtig gut!
Unser "neues" Zimmer. Weit entfernt davon fertig eingeräumt zu sein, noch mitten im Tun. Aber doch schon erkennbar gemütlich.

Und weil ihr so tapfer diese Baustellenzeit mir uns ertragen habt, seid ihr auch die Allerersten, welche einen Blick auf den Rohbau werfen dürfen. Ehre, wem Ehre gebührt - sag ich da nur.


Die Fächer werden 50:50 aufgeteilt:
Die Hälfte "brauchbar" gefüllt, die andere Hälfe dekorativ.
Damit es einen schönen Mix gibt - und eventuelle Gäste sich richtig wohl fühlen.


Ab heute Nachmittag sind wir ja dann erst mal weg - in deutschen Landen bei Freundesvolk (judihuiii!)- das Ein(t)räumen wird sich also noch etwas gedulden müssen. Aber bei meinem derzeitigen Gesundheitszustand vielleicht eh die bessere Lösung ...

Ich - ich geh jetzt mal zu Fabienne. Bekanntlich meine Frisöse. Mich belohnen. Ich gehe als Blondie und komme als ... das werdet ihr Morgen dann sehen! :-)
Also entweder wird das der HAMMER - positiv gesehen. Oder DER Hammer - negativ gesehen. Die Chancen stehen wie bei der Möblierung: 50:50. Die Hälfte der Befragten spricht sich in höchsten Tönen dafür aus - die andere Hälfte warnt vor nicht wieder gut zu machendem Imitsch-Verlust. Imitsch? Oh! Ich habe ein Imitsch? Jupiiii - ich habe ein Imitschhhh!

Na ja, geht die Sache in die Hose, dann konvertiere ich für 3 Monate zum Islam und laufe nur noch verschleiert rum. Nach 3 Monaten ist dann alles rausgewachsen und ich bin, was ich immer war - und wohl angesichts der Tatsachen immer bleiben werde:

SO WAS VON BLOND!


Donnerstag, 10. Februar 2011

JETZT GEHT'S LOS!

Also mal vorne weg, ihr Lieben: Danke für eure Wort-, Zeit- und Gefühlsgeschenke von gestern. Auf euch ist einfach Verlass. Toll! Merci!

Der Nachmittag im Mäc und im Kino war "voll cool" - sagte Sabrina. Und weil es so schön war, haben wir gleich auch noch meinen Schatz und die kleine Schwester von Sabrina mit ins Kino genommen.
Ein wunderschöner Nachmittag!


Nun zurück zu Chronos und meinem Post von gestern:
Ganz im Gegensatz zu euch, hat Chronos voll versagt - keine einzige Minute mehr hat er mir zusätzlich gegönnt, dafür hat er mir einen weit entfernten Verwandten geschickt. Den Virus. Der brachte im Gefolge den Fiebrus mit. Ein heisser Typ übrigens!
Wenigstens habe ich gegen die Herren Grippus und Grippus Grunzus bereits im November mittels Impfung eine Einreisesperre erwirkt. Es dürfte also soooo schlimm nicht werden. Hoffentlich!
Wobei ... bei den Jungs kann man sich ja nie so ganz sicher sein ...

Also ... ich lag dann gestern Abend mit 38 Grad Fieber um 20.00h im Bett und schlief tief und fest. So gesehen wurde ich gezwungen, mir zumindest eine Mini-Auszeit zu nehmen.
Heute töne ich wie ein rostiges Gartentor, sehe auch genau so aus und fühle mich auch genau so an.
Das ist nicht soooo schön.

Dafür ist als Positivum zu vermelden: Jetzt geht's los! Sie sind da! Die Mannen von IKEA!
Ein Thüringer und ein Berliner. Sie verstehen sich übrigens prima mit meinem Düsseldorfer.


Deshalb würde ich mal sagen, ich melde mich für heute ab - morgen gibt es dann ein paar neue Fotos von der Baustellenfront.
Ich lass die Mannen jetzt werkeln, ich werkle mit und verspreche aber, mich zu pflegen und es mit werkeln nicht zu übertreiben. Virus und Fiebrus passen da auf mich auf ...

Deshalb - bis bald, ihr Lieben!

TSCHÜÜÜÜSSSS

Mittwoch, 9. Februar 2011

LIEBER CHRONOS ...

... Du musst Dich jetzt noch 10 Sekunden gedulden. Erst will ich mal aufs Allerherzlichste BITCH im Geschichtenhimmen WILLKOMMEN heissen. Also die griechische Schrift im Blog verstehe ich nicht wirklich - aber diese Fotos! Diese Fotos! Wuuuuunderschön!
Liebe Bitch, hab viel Spass und gemütliches Verweilen hier bei mir, in den Geschichten meines Lebens. Ich freue mich, dass Du das bist!

So - und nun zu Dir, lieber Chronos ...

... Du Gott der Zeit - wir müssen mal reden. Dringend.
Muss ich jetzt eigentlich Herr Chronos sagen ... oder sagen wir uns der Einfachheit halber Du?
Ok, ich bin dann also Fränzi. Fränzi Sternenzauber. Freut mich.
*IMAGINÄRES HÄNDESCHÜTTELN*

Chroni hör mal, ich hab da echt ein Problem. Ein Zeitproblem. Mir ist nämlich nicht klar - also überüberüberhaupt nicht, wie ich die nächsten 5 Tage à 24 Stunden einteilen, aufteilen, zuteilen soll. Auf jeweils 24 Stunden fehlen mir nämlich mindestens nochmals so viele.
Warum? Du fragst ernsthaft warum?

Dann will ich Dir mal erzählen:
Schau bitte mal kurz auf Deine Uhr. Wie spät ist es? Ja genau, fast Mitternacht. Und eigentlich müsste ich seit 2 Stunden im Bett am Kissen horchen - weil in 5 Stunden schon wieder der Wecker bimmelt. Aber uneigentlich sitze ich im Wohnzimmer am Compi und schreibe meine Bloggeschichte schon mal präventiv im Voraus. Morgen hab ich eh keine Zeit dafür! Was sein muss, muss sein.
So weit, so spät.

Morgen um 07.00h hab ich dann schon das erste Date mit dem Buchhalter ... der Jahresabschluss will vorbereitet werden. Als wäre das nicht schon genug der aufzuwendenden Konzentration, habe ich bis am Mittag mein Patenmädchen und seine kleine Schwester zu (be)hüten  - was ich wirklich gerne mache.
Cheffe und gleichzeitig Papa dieser 2 liebenswerten Gespensterchen wird mich sicher dabei unterstützen.
Ich hoffe inständig, dass je 10 ausgedruckte Mandalas (die Wünsche lauteten von "Pferdchen mit Beinen und Ohren und Flügeli" bis hin zu "Blumen mit Herzchen" - halleluja!) und eine Riesenpackung neuer Filzstifte, genügend Schokoriegel sowie Cola eine gewisse Ruhe garantieren. Verzeiht mir. Ist ausnahmsweise! Versprochen!
Ja, ich habe noch Träume!

Ab Mittag gehört dann der Tag meiner Sarina, dem Patenmädchen. Sie hat sich Mc Donalds gewünscht, anschliessend Kino mit viel Popcorn und wieder Cola (ohne Eis!), danach aber Eis essen und ein bisschen durch die Läden shoppen. Was wollte ich sonst an einem freien Nachmittag machen? :-)
Mal abgesehen davon, dass dann am Donnerstagmorgen ENDLICH die Mannen vom schwedischen Elch-Möbelhaus unser neues Gästezimmer bringen, aufbauen. Dem Kater und mir bleibt dann ergo nur noch die Kleinigkeit, das Zimmer am Nachmittag einzurichten und aus der Chaosbude wieder ein wohnliches zu Hause zu gestalten. Glaubt mir - das macht man nach 4 Wochen Baustellenleben nicht einfach so mit Links. Da muss man auch noch Rechts dazu nehmen. Oh .... wenn ich dran denke.
Die Freude ist ebenso gross wie die Furcht vor dieser Riesenarbeit!

Dass ich dann am Freitag meinen "TOTAL-UMSTYLE-TERMIN" bei meiner Frisöse habe, mag ein wenig suspekt klingen - vor allem wenn man weiss, dass wir am Nachmittag nach Zürich eilen müssen um den Flieger nach Düsseldorf zu erreichen! Aber wann hätte ich sonst Zeit?
Bis dahin muss nämlich irgendwie, irgendwann noch gewaschen, gepackt, eingekauft und Termine fürs Wochenende vorbereitet werden. Weil Freunde warten! Und wir auf die Freunde!
Doch ... wie bringt man am komfortabelsten 6 Besuche mitsamt dazu gehörendem Schmaus im langen Samstag und dem kurzen Sonntag unter ... wo doch der Flieger gegen 16.00h uns schon wieder Richtung Zürich karrt? Um 21.30h dürften wir dann etwa wieder an der heimischen Kaffeemaschine stehen und uns mittels Espresso von einem drohenden Totalzusammenbruch distanzieren.
Ja genau, lieber Chronos - Du hast es erraten - am Montag bimmelt dann wieder um 05.00h der Wecker.

Ich will ja nicht jammern, Chroni, alter Schwede ähhh ... Grieche ... aber gerne würde ich mir ein bisschen Ausschlafen gönnen. Einen Bummel ohne Zeitlimit. Will keinen straffen Zeitplan. Weiss aber, dass unser Mammutprogramm der nächsten paar Tage nicht ohne zu schaffen ist.
Wenn's sein muss ...!

Chronos, lieber guter Chronos - könntest Du nicht für einmal eine Ausnahme machen? Nur ein Mal. Bitte. Bittebittebitte.
Schenk mir ein bisschen Zeit, ein paar Stunden nur.
Nicht dass ich mich nicht auf diese Tage voller Leben, Veränderungen und Begegnungen freue. Im Gegenteil. Aber irgendwie ... stolpere ich so langsam wirklich über meine raushängende Hechelzunge.


CHRONOS, DU GOTT DER ZEIT - SCHIEB RÜBER!

Dienstag, 8. Februar 2011

ES MUSS GELACHT WERDEN!

Hallo und guten Morgen ihr Lieben!
Heute habe ich die besondere Freude, eine sozusagen Namensvetterin von mir hier im Blog zu begrüssen. Sei herzlichst WILLKOMMEN, liebe **Ela-Sternenzauber**, schön hast Du in meinen Geschichtenhimmel gefunden. Ich wünsche Dir Spass und fröhliches Verweilen auf meinem Lebensgeschichten-Gedanken-Karussell. Schön bist Du da!

Und nun, so leider ziemlich übergangslos, komme ich auf das heutige Thema zu sprechen.
Als ich gestern Abend darauf stiess, geriet mein gefühltes Verstehen, also mein Verständnis allgemein - im Nullkommanix an den Rand der Kernschmelze.
Hätte ich dieses blöde Nacken-Knack-Aua-Synrom nicht ... ich würde wohl noch immer verständnislos mit dem Kopf schütteln.

Damit wir uns jetzt gemeinsam auf den Stein des Anstosses stürzen können und gruppendynamisches Entsetzen die Runde macht, berichte ich euch gleich über das WARUM.
Es ist mir leider unmöglich, dies ohne eine gehörige Portion Ironie zu tun. Weil mein wütenden Zähneklappern mich des ganzen Zahnschmelzes berauben würde und weil ich es nicht mag, wenn mir dauern alle Haare zu Berge stehen. Sieht unvorteilhaft aus, sehr unvorteilhaft.
Deshalb rufe ich - innerlich genötigt - auf zum global-ganzheitlichen Mit-Mir-Mit-Ärgern.
Danke schon mal im voraus für eure Entrüstung.

Also ... da tuckerte ich des Abend gen mein schönes Thun zu und verleibte mir zum Zeitvertreibe das Abendjournal ein. Die Gratiszeitung, welche das Tagesgeschehen kurz mal sensationsmässig aufbereitet und mit ein paar blanken Einsichten gewürzt der werten Leserschaft vor die Augen wirft. Na ja.
Jedenfalls stand da gestern auf der letzten Seite die Rubrik "Das Letzte" - und da gab es das Folgende zu lesen:

ELECTRO-SMILEY!

Electro Smile ist ein Elektroschocker, der auch IHR Kind zum Lachen zwingt.

Bitte festhalten, jetzt kommt ein Schocker – im wahrsten Sinne des Wortes: Der Electro Smile.
Wir alle dürften schon einmal diese komischen Bauchweg-Elektroschocker gesehen haben: Man klemmt eine 9 Volt-Batterie mit zwei Klebeflächen auf den Bauch und schon fängt er an, heftig zu zucken und zu trainieren. Das geht mit allen Muskeln. Der Electro Smile sorgt nicht für weniger Fett, sondern zaubert ein strahlendes Lächeln auf das Gesicht Ihrer Kinder.
«Ihre Kinder werden lächeln oder sie kriegen Ihr Geld zurück», so wirbt der Hersteller. Das Folterinstrument klemmt man hinter die Ohren, während man den Bügel unters Kinn schiebt. Durch Elektroimpulse werden die Muskeln angeregt sich zu kontrahieren und schon lächelt das Kind. Wenn es zu den Sturköpfen dieser Generation gehören sollte, werden die «30 AMP Super Shock» auch ihren Spross dazu bringen, die Mundwinkel anzuheben.


Der Strom läßt sich allerdings in mehreren Stufen einregeln und das Lachen soll laut Werbetext «für Tage» andauern. «Wenn Oma kommt, werden ihre Kinder glücklich aussehen, nur durch drücken eines Knopfes.» Als Nebenwirkungen sollen nur «leichte Zuckungen» auftreten.

Wahnsinn - im wahrsten Sinne des Wortes.
Also ich würde dieses Gerät empfehlen für: Familienzusammenkünfte (insbesondere Weihnachtsfeiern), Vorstandsmitgliederversammlungen, Staatsempfänge, Polizeikontrollen, Schrebergarten-Sitzungen, Hotel-Receptionen, Elternabende, Gerichtstermine und Vorstellungsgespräche. Dergleichen ähnliches.

Man stelle sich das jetzt mal bildlich vor ... also nur für einen kurzen Moment, bitte. Unmotiviertes Grinsen in unpassendsten Situationen. Autsch. Alleine der Gedanke daran schmerzt!
Ich bin mir übrigens nicht ganz so sicher, ob dieses Gerät nicht in diversen Ländern bereits zur Säuglings-Grundausstattung gehört. Wickeltisch, Pampers und Electro Smile.
Manchmal bin ich versucht, dies zu denken.

Wie schön ist doch dieses Kribbeln im Bauch - wenn die Mundwinkel zu zucken beginnen und ich spüre, dass sich mein Lachen nicht mehr zurückhalten lässt. Ich zu prusten beginne, mich kringle vor lauter Lachen. Andere damit anstecke, mir alles weh tut - jeder Muskel, ich japsen und gluckse und giggele. Dieses herrliche Gefühl!
Und dies soll nun erzwungen werden? Zumindest der Schein davon.
Electro Smile für künstliche Zufriedenheit, für vorgespieltes Glück, für elektro-impulsgesteuerte Gefühle?

Hallloooooo!!!???

LÄCHERLICH!

Montag, 7. Februar 2011

DER DUDELSACKSPIELER

Als wäre die lachende Sonne draussen nicht schon genug - so darf ich heute mit grosser Freude MELANIE vom Blog "Drei Schwäne" und ELKE vom Blog "Schöngeist for Two" auf das Allerherzlichste begrüssen! Schön seid ihr hier bei mir im Geschichtenhimmel gelandet. Fühlt euch wohl in den kleinen und grossen Geschichten meines quirligen Lebens. Wünsche euch viel Vergnügen und kurzweiliges Sein.
Ich freue mich über euch!

Und nun geht es auf direktem Wege zum ...

... Dudelsack.
Alleine das Wort verbinde ich mit sehr viel Tradition von Vorgestern, mit nicht mehr taufrischen Herren in komischen Röcken (wie war das jetzt ... tragen die was darunter oder nicht?). Ich denke an militäkonforme Formationen und eigenartige, unmotivierte Hüpf-Tänze.
Und würde ich mein Lieblingsinstrument benennen wollen - also der Dudelsack wäre es nicht! Und ein Dudelsackkonzert würde ich nur unter Protest besuchen - mit dem Hinweis, dass eine neue, schicke Handtasche mir den Entscheid natürlich um vieles leichter machen würde.

So habe ich gedacht - bis letzten Samstag.
Das tut mir echt leid! Jetzt, wo ich eines Besseren belehrt wurde.

Am Samstag war wunderschönes Wetter bei uns ... und ein Bummel durch Städtchen ein MUSS. Unseren Roller hatten wir noch gar nicht geparkt, als äussert eingängige, harmonische Töne sich in unsere Gehörgangwindungen schlängelten. Die schlängelten nicht nur, die tänzelten ... die summten ... brummten ... machten noch bessere Laune.
Diese Melodien ... dieses Gefühl dabei: es gefiel uns! Und wie!

Die Quelle dieser überraschenden Freude war auch sofort geortet: da, wo ganz doll viele Menschen standen. Hier trafen wir auf ihn, den Dudelsackspieler. Und was der so von sich gab ... aber hallo! Schaut mal:


Und da:



Dieser Mann zelebrierte eindrucksvollst seine Musik.
Seine Augen hielt er geschlossen, war ganz in das Spiel vertieft, lebte jeden Ton, jede Bewegung - die umgebundene Rassel an seinem rechten Fussgelenk untemalte unauffällig diese besondere Magie dieser besonderen mittelalterlichen Musik.
Keinen Moment blieb er ruhig - er tanze mal wild, mal sanft zu und mit seiner Musik, den Melodien ... seine dunklen Locken umrahmten dieses ernste, ausdrucksvolle, schöne, wilde, harmonische und in sich zufriedene Gesicht und bewegten sich im Takte mit ihm.
Er zog die Menschen in seinen Bann. Er lullte uns ein. Und selbst Stunden später summte man noch seine Lieder. Sie setzen sich irgendwie fest in einem. Ich kann es schlecht erklären, es ist aber fühlbar.

Immer mehr Zuschauer /  Zuhörer sammelten sich um ihn - und für einmal waren diese sehr spendabel, die Münzen klimperten in Koffer. Gut so! Hat er sich verdient! Eine kurze Pause haben wir dann benutzt, ein paar Worte mit dem Dudelsackspieler zu wechseln, ihm eine CD abzukaufen.
Interessant, war er über sich und seine Musik zu erzählen hatte. Ein durch und durch und durch und durch sympathischer und vor allem interessanter Zeitgenosse aus dem Mittelalter von heute.

Auf FACEBOOK lässt er sich finden, da gibt es auch viele Infos über ihn, den Dudelsackspieler - und hier kann man sich auch wundervolle Stücke seiner 2 CD's anhören. Ganz besonders berührt mich persönlich das Video vom 23.09.2010, ich möchte es euch ans Herz legen.

Falls es euch so geht wie mir - dann schaut mal bei ihm vorbei.
Ich bin mir sicher ...

... ER WÜRDE SICH FREUEN!

Wichtiger Nachtrag: Diese Info habe ich soeben bekommen - und somit können nun auch ALLE NON-FACEBOOKLER diesen Mann näher kennenlernen! Danke an Phippu!!

- http://www.myspace.com/tanzdich (das ist er alleine)
- http://www.myspace.com/kelamrun (da spielt er mit)
- http://www.myspace.com/marama-music (und das ist ein Projekt von ihm)
Grüsse Phippu

Sonntag, 6. Februar 2011

EIN LIMETTEN-KUCHEN-TAG!

Was war das für ein Tag gestern!
Statt 5-minütiges Stosslüften war mir nach Fenster offen lassen, im Sonnenschein stehen und tief die schon fast warme Luft einatmen. Herrlich!

Und anstatt Dies und Das tun zu müssen, haben wir einfach den Roller geschnappt und sind in die Stadt gefahren - ohne Handschuhe! Und es hat Spass gemacht!
Im Bälliz, der schnuckeligen "Innenstadt-Meile" von Thun sind wir auf viele viele anderen Menschen gestossen, welche genau das Gleiche wie wir im Sinn hatten: Genuss, purer Genuss!
Dass dieser Tag der erste richtige "ICH-WILL-NACH-DRAUSSEN-TAG" war, belegte die Tatsache, dass ein Strassenmusiker die Menschen in Scharen anlockte. Und diese Menschen sehr spendabel waren.
Der Mann war aber auch genial! Ich habe ein Video von ihm gedreht und ihn gefragt, ob ich einen Blogbeitrag über ihn bringen darf - ich darf. Ein sehr interessanter, kluger, spannender Mann - er spielt nicht nur seine Musik, er lebt sie, fühlt sie! Demnächst hier in diesem Theater!
Aber Bilder habe ich euch schon mal mitgebracht:

Tom, der Dudelsackspieler ... WAHNSINN!

Wir flanierten durch Thun und befanden das Leben als sehr lebenswert!

Ich nenne solche Tage Limetten-Kuchen-Tage,
der Kater-Schätzu tendiert zu Schoko-Kuchen-Tage.
Der Laden K + Q (Kaffe und Kuchen) ist einfach mhhhh!

Ein Gute-Laune-Tag ... durch und durch!
Man sieht es ihm an - oder?

Diesen Anblick haben wir schon so oft genossen.
Aber schon viel zu lange nicht mehr bei diesen Temperaturen!

Ich freue mich soooo sehr darauf, diese Dinge jetzt wieder öfters zu sehen!

DU AUCH?




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