Mittwoch, 30. Mai 2012

DER COUNT DOWN LÄUFT ...


Gezählte Stunden bleiben uns von diesem Urlaub.
Morgen um 10.00h griechischer Zeit hebt der Flieger ab Richtung Schweiz.
Uns ist ganz schön wehmütig im Herzen.
Uiiiii ...

Aber natürlich bleiben uns nebst den wenigen Stunden erneut wundervollste Erinnerungen an Erlebnisse, an Menschen, an Orte, besondere Augenblicke, viele Gefühle. Alles Dinge, welche es nie nie nie im Leben zu kaufen gibt. Geschenkte Momente.

Danke!! Efcharisto poli!!

So langsam sagt man den Menschen und den Orten ade. Sagt … "wir kommen bald wieder". Einer unserer Freunde aus Charaki sagte vor nicht ganz einer Stunde: „Ich weiss nicht warum, liebe Franziska, aber ich habe das sichere Gefühl, Dich sehen wir im Herbst wieder“ – zum Kater meinte er „bei Dir bin ich mir nicht sicher, eher nein. Aber Du kriegst dafür das, was Du Dir im Augenblick wünschst“.
Ich war selten so baff wie grad eben. Genau so sind nämlich unsere Pläne, genau so sehen unsere Träume aus … läuft denn alles nach Plan.
Davon will ich aber noch nicht sprechen, es nicht zerreden  – vielleicht in 2, 3 Wochen, da wissen wir dann mehr. Ihr dann auch. Drückt einfach mal präventiv die Daumen!

Gestern waren wir den ganzen Tag auf der Insel unterwegs. Und am Abend, in der Dämmerung, hat es uns nochmals nach Lindos gezogen. Wie magisch. Hin zu unserer kleinen Hochzeitskappelle. Schön ist es da, ob im gleissenden Sonnenlichte oder in der Dämmerung. Ein wahrlich heiliger Ort mit einer Ausstrahlung, welche ihres gleichen sucht.
Dieses ganz besondere Gefühl finde ich nur hier.
Als wäre die Luft erfüllt von Engeln … auch wenn das jetzt abgedroschen und kitschig tönen mag - es ist so. Saint Pauls Bay ist einzigartig.




Überhaupt – Lindos in der Nacht ist wiederum eine neue, wunderbare Erfahrung. Da, wo sich tagsüber tausende von Touristen und viele Esel (...) durch die heissen Gassen schieben … weicht am Abend die Hitze einem erfrischenden Wind, die Tavernen füllen sich mit Einheimischen und das Leben ist sehr gemächlich.
Die Geschäfte laden zum entspannten Einkauf ein. Als würde die Welt sich ab 21.00h hier entspannt hinsetzen, ausruhen und einen Latte M. geniessen.
Ich wollte manchmal in so Momenten die Welt anhalten können …





Heute dann nochmals das Bade im Meer geniessen, die Sonne am Himmel, das Rauschen der Wellen.
Ich werde all das so unendlich vermissen.

video


Ich sitze nun grad auf der Hotelterrasse, neben mir der leckere, kalte Kaffee mit ganz viel fluffigem Milchschaum und tippe für diesen Urlaub den letzten Bericht live aus Rhodos. Oben stehen die Koffer und warten darauf, gepackt zu werden. Wir haben noch keinen blassen Schimmer, wie wir all die Erinnerungen – diesmal solche, welche gekauft werden können – in den Koffern unterbringen werden.
Ach ja, irgendwie ging es immer. Ergo auch dieses Mal.

Somit, meine lieben Bloggerfreunde und Bloggerfreundinnen – dann sagen wir dann mal ADE. Bis die Tage … wieder aus der Schweiz.

Und wenn mir die Buchstaben jetzt grade eben vor Augen verschwimmen, dann ist das nicht, weil ich ne Bindehautentzündung hab. Dann ist das, weil ich jetzt schon wieder Heimweh nach meinem Rhodos hab.


Bis bald, liebes Rhodos, liebe Freunde hier, liebes Hotel TINA FLORA, liebes Lindos, lieber Charaki, liebes Kolymbia, liebe Sonne, liebes Meer, liebe … ach, alles alles alles.

BIS GANZ GANZ BALD!

Montag, 28. Mai 2012

AFFEN ... WAAAAAAAS!?!!?


Man entschuldige meine Ausdrucksweise – aber ich kann es nun mal nicht anders benennen: Affenarsch. Keine Ahnung warum. Einfach so passiert.
Wie?
Das kam so …

… wir hatten uns mit unseren Freunden bei Manolis zum Essen verabredet. Und was macht man, wenn Deutsch auf Griechisch trifft? Man verständigt sich mit Händen und Füssen. Das ist äusserst amüsant – aber erstaunlicherweise unter Freunden auch zielführend. Meistens. Und wenn nicht, dann ist auf jeden der Lacher gesichert.
Wir verstehen uns jedenfalls seit Jahren prächtig!

Aber ich, ich bin ja nun auf den Stand der alleroberneusten Technik. Ich Weib von dieser Welt. Totaaal öp tu deit! Und klug dazu. Frau hat sich nämlich extra für diesen Urlaub den alleroberneusten I-Phone-Translater ge-appt. Da braucht man nicht mal mehr was einzutippen … man spricht den Satz ins I-Phone-Mikrophon und schon übersetzt das I-Phone in gepflegtester griechischer Sprache. Schreibt dazu alles noch gleich auf!
Und das Volke ist verblüfft. Alle sind total begeistert. Und lachen sich kaputt … rollen sich förmlich am Boden. Hören gar nicht mehr auf mit dem Gelächter.
Nein – sie lachen nicht, sie brüllen! Sie klopfen sich auf die Schenkel!
Dabei habe ich nur übersetzen lassen – das heisst, ich habe auf die Frage wie es mit gehe, wahrheitsgemäss geantwortet mit: „Ich habe das Pfeiffrische Drüsenfieber“ . Was bitte ist daran so lustig?
Kater und ich haben uns angeschaut wie 2 Busse in tiefster Nacht mit Fernlicht.
Wir konnten uns die allgemeine Erheiterung … welche ab diesem Augenblick von Grieche zu Grieche weitergegeben wurde, so gar nicht erklären. So üüüüberhaupt nicht!


Bis wir dann mal aufs Display schauten.
Infolge der Rundumgeräusche hat das I-Phone den ersten Teil des Satzes zwar total richtig übersetzt: „Ich habe …“ aber dann kam‘s: „ …einen Affenarsch“. Irgendwas muss der Translater falsch verstanden haben. Bestimmt.
Und so bin ich in die Geschichte von Kolymbia nun eingegangen – als die Frau mit dem Affenarsch. Wo immer ich mich nun blicken lasse … fröhliche Menschen und heitere Gesichter J.

Der Kater und ich – wir kriegten es auch nicht eine Sekunde hin, uns der allgemeinen Erheitung nicht anzuschliessen. Wir kriegen seither das Grinsen auch nicht mehr aus dem Gesicht. Das ist mittlerweilen der RUNING GAG im Hotel, im Dorf, überhaupt.
Und ich, ich brauche den Translater nur und ausschliesslich noch, wenn alles schön ruhig ist und keine Nebengeräusche zu welcher sprachlichen Irritationen auch immer führen könnten!!!!
Der Burner! Ich sag euch! Der Bööööööörner!

Ansonsten ist zu berichten, dass wir uns mit den Komplimenten und Lobhudeleien täglich neu überschlagen könnten. Es ist einfach so megaschön, es ist lustig mit den Menschen hier, es ist herrlich heiss und alles ist gut.
Alles, alles, alles.
Der Kater freut sich seines Lebens , lacht mindestens so viel wie ich und wir sind sehr sehr glücklich auf unserer Sonneninsel – und ich halte diese Momente so gerne fest! Wir lieben es, hier sein zu dürfen.

Hier noch ein paar farbige Eindrücke für euch:






Es grüsst euch ...

FRAU VON UND ZU AFFENARSCH!

Samstag, 26. Mai 2012

MALSTUNDE IM HIMMEL

Gestern Abend hatten die Engel über Rhodos Malstunde.
Ich hätte stuuuuundenlang zuschauen können! Was ich übrigens auch getan habe. 1 1/2 Stunde lang.
Da ich euch nicht hierher beamen kann, hab ich alles fotografiert.
Ein Farbenspiel der besonderen Art.
Für heute deshalb mal keine Worte - dafür schöne Bilder.

Das MÜSST ihr nämlich sehen!














SCHÖNER GEHT NICHT!

Freitag, 25. Mai 2012

ROMANTIK FÜR ANFÄNGER


BEINAHE ROMANTISCH

Heute besuchten wir Lindos.
Lindos ist Romatik pur.
Lindos … ja, genau! Da haben wir vor bald 3 Jahren geheiratet.
Lindos ist – wie soll ich es bloss sagen? – ein „perfekter“ Ort. Da stimmt irgendwie alles zusammen. Malerisch, sehr malerisch. Wie hin gemalt all die wunderbaren blauen und weissen Häuser … in diese kleine, idyllische Bucht. Alles nur per Pedes erreichbar, kein Auto käme durch diese kleinen, verwinkelten Gassen. Dafür gibt es Esel, die tragen Menschen hoch zur Akropolis von Lindos.
Lindos ist wie aus einem topgestylten Reiseprospekt ausgedruckt.
Mit dem grossen Unterschied: Da ist nix geschönt, da ist nix gebastelt, Lindos ist so perfekt!
Den perfekten Ort gibt es wirklich und wahrhaftig. Und Lindos ist einfach wunderschön!





Man kann sich nicht satt sehen in diesem eindrücklichen Dorf auf Rhodos. Man isst nicht wie üblich im Restaurant … kann man natürlich auch, wenn man will … aber will man dass, wenn man doch auf einer der unzähligen Dachterrassen (ROOF GARDENS) die Aussicht geniessen kann?  Nein! Will man nicht! Man setzt sich an ein lauschiges Plätzchen, schaut über die Dächer und die Bucht aufs Meer und hofft, die Zeit möge für einen kleinen Augenblick still stehen. Viel lieber noch für einen grossen Augenblick.
Ginge es nach mir: für immer und drei Tage!

Jedes Jahr kaufen wir in Lindos neue Teile für unser „Rhodos-Gedeck“. Und hätte der Kater im letzten Jahr die Tüte mit all den wunderbaren, handgemachten Tassen, Tellern, Schüsseln und Schüsselchen nicht fallen gelassen … wir wären schon weiter in unserer Sammlung.
Was er tut, das tut er gründlich J.
Ich wollte noch erwähnt haben, dass diesmal ICH die Tüten trug. Alles noch ganz.



In Lindos gibt es schöne Schuhe, viele Einzelstücke. Und wunderbare Dinge aus Leder. Taschen. Ich glaube … ich muss nächste Woche dringend nochmals nach Lindos. Es hat auch Seidenschals in allen Farben. Schönen Schmuck. Kunsthandwerk. Blusen.
Erst mal aber des Katers Kreislauf stabilisieren (nach 4 Stunden Lindos mit mir ist er immer irgendwie leicht angespannt in seinem Ausdruck und so ein wenig instabil in der Atmung … keine Ahnung warum) – und dann nochmals hin. Aber er muss sich jetzt erst mal vom Heute erholen. Der Arme.
Sehr selber … ist das nicht alles einfach ne Wucht??
Ihr müsstet DA bestimmt auch nochmals hin – oder???







Zum Thema Romatik wäre vielleicht zu sagen, dass Lindos der alleroberwahnsinnsromatischte Ort der ganzen Welt ist. Gemacht für Heiratsanträge, Liebesschwüre und schönste Worte.
So auch heute. Sassen wir da in trauter Gemeinsamkeit hoch über den Dächern von Rhodos, satt vom feinen Essen – und sich tief in die Augen blickend.
ICH: (Säuselstimme mit dem gewissen Timbre – vorher selbstverständlich den Baconett-BH in optimalste Position gedrückt…) „An was denkst Du gerade?“
ER (leicht verlegen …): „An was gaaaaaanz Leckeres!“ (Blinzelte mir dabei zu)
ICH(Süssholzraspelig): „Kann es sein, dass wir an das gleiche denken? (BlinzelBlinzelundsüsslächel)
ER (sehrerfreutdreinschaund): „Willst Du heute Abend auch Stifado bestellen? So mit ganz viel Zwiebeln und ganz lange geschmort?“.

Irgendwie entglitten mir da meine Gesichtszüge. Und hätte sich nicht grad ein Lachflash angekündigt, ich wäre laut schreiend vom Roof Garden runtergejumpt! Aber nein, die Lachtränen standen mir schon in den Augen!
ER:Weinst Duuuu?“
ICH: (grölend): „Nein, es sind die vielen Zwiebeln vom Stifado, welche mir Tränen in die Augen treiben!“



Sobald wir wieder in der Schweiz sind, muss ich dringend rausfinden, ob die Volkshochschule einen Kurs in „WIE WERDE ICH ROMANTISCH?“ anbietet. Also einen Kurs für männliche Anfänger. Genauer gesagt, einen Kurs für beginnende männliche Anfänger. Eher sogar tendierend zu Kurs für unerfahrene, beginnende männliche Anfänger im Anfangsstadium.
Und dann probieren wir das Ding im nächsten Jahr nochmals.
Lindos bietet sich einfach dafür an.
Wir müssen üben.
Das nächste Jahr ist sozusagen schon gebucht!






DENN: NIRGENDS IST ES ROMANTISCHER!

Mittwoch, 23. Mai 2012

GRIECHENLAND BRAUCHT UNS


Griechenland ist ein wunderbares Land.
Rhodos eine wundervolle Insel.
Die Menschen hier sind gefühlvoll, liebevoll, engagiert … und traurig.

Urlaub hier machen zu dürfen – das ist für uns ein Geschenk. Es ist nicht „nur“ wegen des einmalig tollen Wetters, dem leckeren Essen, dem kristallklaren Meer, den vielen Boutiquen und all den Sehenswürdigkeiten, der Kultur.
Geschenk sind für uns vor allem die Menschen hier.

Welche seit je her mit offenen Herzen und Armen, mit einem Lachen und nicht gespielter Freundlichkeit jeden Gast hier empfangen und aufnehmen, als sei es der Einzige. Die würden einem hier das allerletzte Hemd geben, hätten wir es nötig! Mit scheint manchmal, die Worte Freundschaft und Familie sind hier geboren worden.
Ich habe noch nirgends wo auf der Welt so viel an echter Herzlichkeit geschenkt bekommen. Immer wieder, immer aufs Neue. Hier gibt man sich Mühe, hier ist man aufmerksam, hier wird hart gearbeitet – auch wenn es von Aussen oft so leicht aussieht.
Ich ziehe meinen Hut vor den Griechen.

Und interessiert man sich ein bisschen dafür, was in den Griechen vorgeht, was sie erleben, wie sie leben … sie nehmen sich die Zeit und erzählen. Offen, ehrlich, so wie es ist.
Und was sie zu sagen haben – es geht unter die Haut, es geht mitten ins Herz. Die Tatsachen schneiden einem ins Fleisch und trotz Hitze friert man. Die Tränen stehen einem in den Augen und manchmal weiss man fast nicht mehr, was man denn darauf antworten kann …
Die Situation ist nicht schön und oftmals menschenunwürdig. Das Volk hier leidet. Es ist zu viel passiert – und noch viel mehr wird passieren.
Und trotzdem geben sie alles, damit wir Gäste hier schöne, unbeschwerte und rundum stimmige Ferientage verbringen können. Die arbeiten doppelt und dreifach … obschon viele Menschen seit Monaten hier keine Löhne mehr ausbezahlt kriegen.

Mein Anliegen heute: Die Menschen hier erzählen uns, dass viele Gäste ausbleiben, weil regelrechte Hetzkampagnen laufen und Schauermärchen erzählt werden … von wegen, man hasse hier die Deutschen. Hier herrsche nur noch Chaos und Unordnung. Gäste bleiben aus, die Situation wird noch dramatischer als sie bereits ist. Man hat hier Angst, dass diese Saison 2012 so lau und mau bleibt, wie sie angelaufen ist – das würde für ganz viele Unternehmen – mehrheitlich Familienunternehmen – den totalen Ruin bedeuten.

Ich und ganz viele Gäste können genau das Gegenteil beweisen! Und ich rufe auf – MACHT FERIEN IN GRIECHENLAND! Wer es schon immer getan hat: tut es wieder. Und wer noch nie hier war: Kommt her! Unterstützt die Menschen hier zumindest in dieser Hinsicht. Gerade die Inseln sind auf den Tourismus angewiesen.
Lasst euch nicht abhalten von negativen Geschichten – verlasst euch auf die Menschen hier, die ihr Möglichstes taten, tun und tun werden. Vertraut darauf. Ihr dürft. Hier wird weder gehasst noch gemobbt. Gegen nix und niemanden. Wenn Zeitungen das schreiben, dann ist es bösartige Hetze.
Urlaub hier in Griechenland ist rundum empfehlenswert. Die Menschen warten nur darauf, euch zu bewirten, euch zu verwöhnen, euch Freundschaft anzubieten.
Schlagt es nicht aus, kommt nach Griechenland und unterstützt auf die diese Weise dieses Land. Gebt den Menschen dadurch Arbeit, gebt ihnen Perspektiven und Anerkennung. Gebt ihnen was die verdienen: unsere Achtung und unseren Respekt, jetzt und in dieser Situation. Glaubt nicht der Panikmache. Erlebt es selber! Bucht Urlaub hier!

Gestern waren wir am Abend in Rhodos Altstadt. Etwas vom Schönsten auf Erden überhaupt. Man wird herzlichst begrüsst, man wird edelst bewirtet, die Menschen sind freundlich und tun alles in ihrer Macht stehende, es uns Gästen gut gehen zu lassen. Man ist überall König. Es ist so schön hier.




Und – NEIN – nicht weil sie unser Geld wollen. Klar, sie möchten und müssen verdienen … das ist mehr als legitim. Es ist reine Notwendigkeit! Aber daraus darf man nicht ableiten, dass abgezockt wird.
Sie wollen uns vor allem auch ihr Land und ihr Leben, ihr Können und ihr Wollen zeigen!

Ja, hinter den Fassaden ist oft Not. Geld fehlt, Medikamente fehlen, ärztliche Hilfe fehlt oft, Fangnetze jeglicher sozialer Art fehlen, Zukunftsängste plagen die Menschen hier. Aber es tut ihnen gut wenn wir hier sind, mit ihnen sprechen, sie arbeiten und damit verdienen lassen.
Eine Win-Win-Situation. Wir lernen verstehen, oftmals den einzelnen Griechen – die einzelne Griechin.

Ich führte die letzten Tage hier Gespräche von tiefster Menschlichkeit, ehrliche, ungeschönte, wahre Geschichten. Und ich kann das alles nicht einfach so stehen lassen – ich muss es zumindest euch erzählen dürfen und laut rufen …

... BITTE WEITERSAGEN:

RÜCKT AB VON DEN ROTEN ZAHLEN IM KOPF –
RÜCKT HIN ZU DEN MENSCHEN IN GRIECHENLAND!

Dienstag, 22. Mai 2012

VON FREUNDSCHAFT UND VON ME(H)ER


Ein denkwürdiger Tag.
Ein wunderbarer Tag.
Sowas erleben zu dürfen …

… es begann vor einigen Wochen mit den Worten einer Freundin: „Oh – ihr fliegt nach Rhodos!“. Ihr Blick sehnsüchtig, ihre Stimme leise, ihre Augen funkelnd … „da möchte ich so gerne wieder hin. Auf Rhodos haben ich und mein Mann unsere wohl schönsten Wochen erlebt. Ob unsere Freunde auf Rhodos sich wohl noch genau so erinnern wie wir …? So viele Jahre her … und die Erinnerungen nie verblasst. Im Gegenteil. Rhodos werde ich nie nie im Leben vergessen.“

Ihr müsst wissen, meine Freundin ist eine mehr als patente Frau … sie zeichnet wundervollste Bilder mit dem Mund, hat auf jede Frage eine Antwort und lebt ihr Leben derart bewusst und gerne  … manch einem Menschen täte eine Scheibe ihrer Energien, ihrer Lebenslust und Freude gut!
Ihr Mann war im Rollstuhl und sehr auf Hilfe in jeder Hinsicht angewiesen. Das hat sie geschafft. Trotz eigener körperlicher Beeinträchtigungen.
Und ihre Urlaube auf Rhodos waren wohl – wenn ich ihre Geschichten zuhöre – ganz ganz ganz besondere Urlaube. Nicht „nur“, weil auf Rhodos zu sein bedeutet, ein Stück vom Glück für sich gepachtet zu haben … nein, auf Rhodos fanden sie Freunde. Freunde, mit denen man nicht über Freundschaft sprach. Man lebte sie. Fühlte sie.
Dieses unsichtbare Band, welches niemals zerreisst.
Das war damals.

Leider gab es seit Jahren keine Urlaube auf Rhodos mehr, die Krankheit ihres Mannes liess es nicht mehr zu. Und so ganz spontan kann auch sie nicht reisen, da braucht es eine Begleitperson.
Was aber nicht heisst, dass ihre Gedanken nie auf Rhodos waren. Insbesondere bei ihren Freunden.
Und wann immer das Wort RHODOS fiel, sauste ihr Herz in Sekundenschnelle die fast 2‘500km von Thun nach Rhodos.
Ihr Blick voller Sehnsucht. Ihre Stimme leise. Ihre Augen funkelnd.

Da kam mir die Idee: der Kater und ich suchen die Freunde von damals. Wir hatten die Namen, wir hatten den Ort, wir hatten einen Plan. Und „bewaffnet“ mit einem Brief und alten Fotos machten wir uns heute auf den Weg nach Theologos.
Mein Herz war voller bunter Schmetterlinge … so eine Mission hatte ich noch nie gestartet. Und ich befand es als wundersam. Sollte DAS klappen und wir finden die Freunde von damals – dann findet sich eine gute Vergangenheit mit dem heutigen Tag in der Gegenwart wieder … ein Versprechen für die Zukunft!
Alles war möglich. Vielleicht finden wir ja Keinen. Vielleicht erinnert sich niemand.
Vielleicht aber doch. Und DAS war meine Chance, meine Hoffnung.

Und siehe da – nach einigem Suchen hatten wir zumindest das Restaurant gefunden. Und eine Stunde später stand ein Mann bei uns am Tisch … ja, das müsste er sein. Der Eine der Brüder. Ich stand auf, stellte mich vor und erklärte ihm, ich sei aus der Schweiz … und noch bevor ich überhaupt zu mehr kam, kullerten bei dem fremden Mann die ersten Tränen. „Therese … Jules?“ Ja. Therese. Ja. Jules.
Der Mann griff sich ans Herz, umarmte mich, küsste mich links und rechts auf die Wange – und dann erzählten wir einander. Nein, nie nie hätte er die Beiden vergessen. Sein Bruder auch nicht. Grade letzten Samstag hätte er an sie gedacht (es war der Tag, an dem wir mit dieser Mission und einem Brief im Gepäck landeten“. Jedesmal wenn einen Mensch im Rollstuhl sehe, gehe er hin frage, ob sie aus der Schweiz wärenund Therese und Jules kennen würden.
Und jetzt … jetzt hätte er seine Freunde wieder gefunden. Er zeigte auf seine Arme, die über und über mit Gänsehaut bezogen waren. Dieses Gesicht hättet ihr sehen sollen – da wären reine Emotionen. Dieser Mann zeigte auf wunderbarste Art seine Gefühle und konnte dieses Glück gar nicht begreifen. Er war überwältigt.
Er holte Geschenke „… bitte mitnehmen, für Therese“. Und lud uns ein, seine Gäste zu sein. Er weinte, als es von Jules Tod hörte. Und er sagte, es sei einer seiner grössten Wünsche, zumindest nun Therese wieder zu sehen.

Wir waren alle 3 derart berührt von dieser Begegnung. Dem Kater und mit standen die Tränen genau so in den Augen wie dem Freund von damals.

Ich kann leider für einmal nicht wirklich in Worte fassen, was heute passiert ist. Ich weiss nur, dass es ein Wunder war. Ein wundervolles Wunder.
Selten hat mir etwas derartig tiefen Eindruck hinterlassen.

Der Kater und ich suchten danach die Stille am Meer um das Erlebte verarbeiten zu können.
Wir brauchten Ruhe und Einsamkeit dafür. Diese Gefühle breiteten sich so sehr in uns aus. Dieses Wunder der Freundschaft. Und wie Zeiten verschmelzen. Diese Eindrücke, dass zwischen all den vielen Jahren stiller Freundschaft sich kein einziges Fitzelchen Vergessen geschlichen hatte. Zu spüren, zu was für Gutem Menschen fähig sind … nämlich einander in den Herzen zu beschützen, zu halten, zu pflegen. Auch ohne Worte und Nachrichten.

Das Meer, sein Duft , sein Bild … es nahm uns in die Arme, hielt uns sanft und beschützend.
Danke dafür. 
Und danke, dass wir dies heute erleben durften.







WAS FÜR EIN EINZIGARTIG SCHÖNER TAG …!

Montag, 21. Mai 2012

EIN MORD, WIEDERGUTMACHUNG UND ANDERE GESCHICHTEN


Einen Mord hat es heute Morgen gegeben. Hier in unserem Hotel.
Also zumindest in meinen Gedanken … wirklich passiert ist „nur“ ein Ausbruch meiner Gefühle mitten ins Gesicht eines rücksichtslosen Mit-Gastes. Ehemaligen Mit-Gastes. Es ist nämlich danach abgereist.

Zugetragen hat sich diese Geschichte so:
Ich befand mich im herrlichsten Schlummer und inmitten eines spannenden Traums, als folgende Worte sich in meinem Geiste festsetzten: „TIIIIIIIIIII AMOOOOO …. Tiiiihihiiiii ti amooooo …!“ … und so weiter. Da ich mich traumgeleitet gerade mitten in einer äusserst wichtigen Diskussion befand, passte dies irgendwie so gar nicht in den Kontext. Jedenfalls träumte ich weiter, leitete grandios durch erwähnte Sitzung, wurde anerkennenden beäugt … als schon wieder jemand mitten in meine Erörterungen „TIIIIII AMOOOOOO…. !“ brüllte.

Schön und gut so geliebt zu werden – aber nicht auf Rhodos um 07.00h am zweiten Ferientag, welchen ich gerne ausgeschlafen begonnen hätte. Jedenfalls war ich dann wach, weil plötzlich im Traume Umberto Tozzi das Wort an sich riss, meine Voten völligst im Sande verliefen und die Anwesenden von seinen Worten „TIIII AMOOOOO…!“ derart angetan waren, dass mir nix anderes mehr übrig blieb, als meine Nachtruhe zu beenden und mich der Tagesrealität zu stellen.
Welche so aussah, dass sich das Zimmer vis-a-vis anscheinend in eine Disco verwandelt hatte. Das geht ja gaaaaar nicht! Und sowas hier im Hotel, wo Jeder auf Jeden Rücksicht nimmt, wo Ruhe das A und O ist, Animation aufs Äusserste verpönt. Mein Kater nebendran im Bette schlug auch gerade seine Äugelein erstaunt auf, als ich vehement das Laken zurückschlug, wie von der Tarantel gestochen hochschoss, mit Schlafshirt und ohne Schlüpper (… war mir grad sowas von egal!..), mit geplatzter Schlaffrisur und zornesgerötetem Kopfe zu unserem Zimmer hinaus stürmte, die Türe gegenüber mittels Faustschlägen malträtierte bis sich diese Türe endlich öffnete und mir dieser junge Mann etwas sehr verdattert gegenüberstand.
Es sah mich an, als wäre ich aus einer anderen Welt (na ja, so etwa sehe ich normalerweise und völlig zu Recht auch aus, wenn man mich in den Ferien um 7.00!!! weckt. Das durfte Umberto Tozzi noch nicht mal vor 25 Jahren! Und damals fand ich ihn echt gut!)

Mir war in diesem Augenblick nicht nach leisen Worten oder auch nur annähernd nach einer lösungsorienten Reaktion – mir war nach BRÜLLEN zu Mute. Und genau dies habe ich dann auch getan: „Sonst haben Sie aber keine Probleme? Und falls Sie jetzt nicht AAAAUUUGGGGGEEENNNBBBLLLIIICCCKKKLLLLLIIIICCCHHHH ihren Scheissrekorder leiser stellen, haben Sie ein Problem in Grösse 48 mit über 80kg Kampfgewicht!“!!!!!!
Er reagierte wie ein Ballon, welchem man grade die Luft rausgelassen hatte. „Ja, ich stelle die Musik ab!“ waren seine letzten Worte, welche hier auf dem Flur gehört wurden. 30 Minuten später war er abgereist.
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich in gewissen Situationen sehr wohl dazu befähigt bin, eindrücklich Eindruck zu machen?

Gut denn, der Tag konnte beginnen. Und nach dem Frühstück war ich dann auch wieder auf Normallevel angelangt.
So ein Tagesbeginn verlangt dann aber nach Entgeltung. Nach Wiedergutmachung. Nach Streicheleinheiten. Verseht ihr – oder? Wie gut, dass es für solche Fälle hier in Kolymbia jede Menge Möglichkeiten gibt.
Meine realisierten Möglichkeiten hängen seit Mittag im Schrank und sehen wir folgt aus:

EINE SCHÖNE STRANDTASCHE, EINE SCHÖNE HOSE UND EINE SCHÖNE BLUSE.
JETZT GEHT ES MIT BESSER :-)


Der Kater befand anschliessend, jetzt wäre Abkühlung dringend notwendig. Ergo fuhren wir mit unserem kleinen Fiat Panda rüber nach Haraki, enterten 2 Liegestühle und genossen sun, fun and nothing to do.
Aber seht  selber ... TRAUMHAFT!

OHNE WORTE - so schöne gibt es nämlich gar nicht!



Na ja, so ganz nix getan haben wir nicht. Wir schwammen im Meer, wir sonnten uns, wir lasen und wir assen lecker Nachmittag in unserem Hochzeitsrestaurant. Da ist es nämlich einfach nur herrlich – in jeder Hinsicht. 

HARAKI BAY - DER Geheimtip!






Und so ganz nebenbei erstand sich der Kater einen Hut … welcher ihm ausnehmend gut steht. Mann Mann Mann … da wird mir ganz warm. Um nicht zu sagen heiss. 
Auch ums Herz. ;-)

MEINER!


Jetzt sind wir zurück im TINA FLORA, geniessen die Ruhe ... ohne Umberto Tozzi ..., lassen den Nachmittag laaaangsam ausklingen, machen uns dann mal ausgehfein und bestaunen gegenseitig den leichten Hauch von Bräune, welchen wir uns heute ersonnt haben.

Leute – es geht uns prächtig!
Und langweilig … neeeein … langweilig wir es uns hier …

NIEEEEEEE!

Sonntag, 20. Mai 2012

SCHWEIZ - RHODOS


Wir sind da! Endlich! Endlich! Endlich!
Aber das war ein hartes Stück Arbeit ...

Dank meiner Liste hat sich meine / unsere Packerei auf dem geringstmöglichen Level meiner Möglichkeiten abgespielt. Aber auch nur, weil ich peinlich genaue Listen führe.
Meine sogenannte „Fränzi-fährt-in -die-Ferien-und-nimmt-mit-Liste“, welche regelmässig nach jedem Urlaub korrigiert … bzw. ergänzt wird, ist Gold wert, pures Gold! Ich bin da ein bisschen eigen und … der Kater behauptet, das sei nicht ein "bisschen eigen", das sei einfach nur durchgeknallt.
Von der Anzahl Q-Tips über wie viele Tops in rosa, in weiss, in schwarz hin zu Latschen mit Silberriemchen, Latschen mit weissen Schmucksteinen, Latschen mit schwarzem Lack, Badelatschen und und und. Alles, alles, alles bis ins kleinste Detail ist mit Anzahl, Farbe und Beschaffenheit genauestens beschreiben, aufgeschrieben.
Jede einzelne Wäscheklammer.
Vor einigen Jahren habe ich dann die „Pumps mit den hohen Absätzen“ zugunsten von „bequeme Turnschuhe“ ausgemustert. Dem Alter geschuldet. :-). Und dem Mosaiksteinpflaster von Rhodos Altstadt. Medikamente nehm ich übrigens auch keine mehr mit nach Rhodos. Im Gegenteil … ich kauf hier meine Jahresrationen an allem Möglichen ein und spare zwischen 60% - 80%.  Man lernt.

Jedenfalls - ich wollte kurz nochmals auf meine Kofferpack-Eigenschaften zurück kommen ... wenn denn alles gepackt ist, jedes Dingelchen an seinem Platz im Koffer (das ist auch so ne Sache ...), dann gehe ich beruhigt schlafen ... um mitten in der Nacht aufzustehen, weil ich doch noch diese Bluse, das blaue T-Shirt, die weisse Weste, die rosa Schühchen mit den mittelhohen Absätzen usw. einpacken will. Es hat ja noch Platz - und überhaupt, für alle Fälle. Frau weiss ja nie!
So schleppe ich ergo regelmässigst nebst der obigaten Listenpackung noch das "must have" mit. Und lande fast immer bei justament 20kg. Was bin ich froh, hat der Kater bloss 14kg im Koffer ... so reicht es also locker, dass ich auf Rhodos noch Dies und Das einkaufe. Es hat soooo schöne Blusen hier ... und Schuhe ... und Taschen ... und Gewürze ... und Schmuck ... und und und.

Ich kürze ab: Irgendwann sind wir dann also gestern Abend in unserem persönlichen Paradies auf Rhodos, im HOTEL TINA FLORA, gelandet.

Der Flug war prima - und dank Rückenwind diesmal bloss 2 1/2 Stunden!

Nach dem grossen HALLO mit Freunden und Freundinnen, gings dann erst mal ab zu Grigoris ... mhhhh! Das Essen hier ist was für die Seele. Und die Hüften. :-)

Die Sonne hat uns heute geweckt ... und als wir aus dem Balkon raus sahen, streichelten tausend warme Farben unsere Sinne. Alles grünt und blüht. Es ist einfach herrlich!

Wir waren heute im Dörfchen, am Meer, bei Freunden, auf Einkaufstour - und jetzt eben noch noch am Pool. Gleich geht hoch zum duschen und dann gibts Barbecue an der Poolbar. Lecker!!!


Die Ruhe hier tut so gut. Die Menschen hier tun so gut. Das Wetter hier tut so gut. Das Meer tut so unendlich gut. Ich kann mich ab der ersten Sekunde erholen und mein Genuss, das was ich hier fühle - es ist nicht in Worte zu fassen.
Als ich mich gestern Morgen von meinen Söhnen verabschiedete, fragte Mischa, wann wir denn da seien - ich antwortete ganz intuitiv:" Circa. um 18.00h sind wir zu Hause.".

Und das ist nicht bloss eine dahergesagte Phrase, auch kein Versprecher oder ein einstudierter Satz - das kam ganz spontan aus meinem Herzen. Weil es halt wirklich so ist.
Wir haben in Thun ein wunderbares zu Hause. Aber ebenso auf Rhodos.

Ich freue mich sehr, mit euch unsere 2 Wochen Rhodos zu verbringen.
Schicke euch Sonne, gute Laune, wunderbare Bilder und viele Erlebnisse. 
Ich bin hier sehr sehr bei mir, bei uns. Bin zufrieden bis in die letzte Zellfaser. Das Herz lächelt ununterbrochen und die Zeit ist hier mein bester Freund.


GLÜCKSKINDER - ODER?

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