Donnerstag, 30. Juni 2011

VIVA LA PICCOLO DIVA!

Erst mal versuche ich mich heute auf spanisch - hab keine Ahnung, aber davon viel. Mein neuer Leser wird es mir sicherlich verzeihen ... der gute Wille zählt.

Primero: Bienvenido cordial a JOSE RAMON SANTANA VAZQUEZ! Me hace muche, que hallar el "firmamento da Sternenzauber". Pasalo bien en mia historia multicolor.  :-)
Lo siento, no hablo espanol!

Heute erzähle ich euch von unserem garagen-internen Stubenküken. Aber eben .... er ist kein Küken mehr, er ist nun ein ausgewachsener Gockel. Aus "meinem" ehemaligen Lehrling wurde nun ein Autofachmann mit Abschluss und eidgenössischem Diplom.
Er entfleucht nun meinem mütterlich-beschützenden Lehrlings-Schutzgefieder in die kalte Welt hinaus (wahrscheinlich bin ich an dieser Stelle die einzig Schluchzende....).
Kein Welpenschutz mehr für den Kleinen. Er ist gross geworden.
Das Leben kann beginnen.

Und wegen der Überschrift ... der PICCOLO DIVA ... ja ja, er ist eine kleine Diva. Seine Tagesform war immer und stets an dem mehr oder weniger gestylt-gelackten Haar zu erkennen. Und dem gewählten Parfum. Ging es ihm gut, stolzierte das Mechaniker gewordene Model in unserer Garage rum - natürlich im besten alle Sinne. Ein gut sortierter Gigolo mit gewinnendem Lächeln und einem grossen Herz.
Aber wehe ... wehe wenn der Kerl mal ohne gegelte Haare zur Arbeit kam! Dann war aber Schicht im Schacht. Nix gut. Totalemente caputto!
In solchen Momenten war mütterlich-beschützendes Sternenzaubergefieder angesagt. Inklusive Säuselstimme und Seelenstreicheleinheiten. Küken-Aufbau-Modus im maximalen Ausschlag!
Erst recht in der Zeit der Prüfung ... und als die Prüfungsberichte kamen, er den Postboten schier kidnappte!
Was habe ich mitgelitten und immer wieder aufs Neue versichert, dass er es ganz bestimmt geschafft hat.
Recht hatte ich!!!

Vorgestern Abend hatten wir im Schlossgut zu Münsingen die Abschlussfeier. Übergabe der Fähigkeitsausweise, viel Applaus für die Absolventen und gute Laune.
Wäre es bloss nicht so heiss gewesen! Wir suppten alle auf unseren Stühlen in der Glut der nachmittäglichen Sonne - der Saal mit dem unisolierten Holzgebälke hatte sich wunderbarst mit Hitzegraden vollgedröhnt und alle Anwesenden transpirierten gemeinschaftlich unisono vor sich hin.
Das eine oder andere Deo versagte kläglich...
Der Redner sprach von "gefühlten 80° Grad im Saal!". Echt, waren das bloss 80° Grad???
Aber - was machten wir nicht alles für unser flügge gewordenes Stubenküken! Durchhalten!
Halleluja.

Hier der Festsaal. Schon da war es pottheiss. Als Minuten später Hunderte von Menschen diesen Saal füllten, wurde es mit jeder Person heisser! 

Auf dem Foto links unten wird unserem betriebsinternen Helden grad das so sehnsüchtig erhoffte und hart darauf gearbeitete Fähigkeitszeugnis in das schweissnasse Pfötchen gedrückt

Unser Mauri - sichtlich erleichtert und übermütig!

Nach 1 1/2 Stunden Rede und Applaus gab es dann endlich Apero im Schlossgutshof.
Endlich was Kaltes zu trinken! Endlich frische Luft!
Ob es die Hitze war, dass einige Anwesende einen totalen Fehlgriff im Kleiderschrank machten?
Belassen wir es einfach bei dieser Annahme. 
:-)


Na ja - so oder so:

HAST DU GUT GEMACHT, MEIN STUBENKÜKEN!

LIEBER HERR BLOGGER - HEUTE GEHT ES IHNEN ABER ECHT MIES. ODER? SIE HABEN GENUG VON BUCHSTABEN UND GESCHICHTEN, WOLLEN EINFACH IHRE RUHE HABEN? OK - DANN MAL GUTE BESSERUNG UND AUF EIN ANDER MAL! IHRE FRAU FRÄNZI STERNENZAUBER

Mittwoch, 29. Juni 2011

WAS IST PERVERS?

DAS IST PERVERS!!!



Das darf es nicht geben - nein!
Wie krank sind wir eigentlich ...?

Wer "erfindet" sowas?
Und ... wer "spielt" sowas?




Für einmal ungewohnt wenige Worte von mir.
Da fällt mir einfach nix mehr dazu ein ...!

Mache ich gestern den Compi an und dann dieses Pop-Up ...
Ich mag es gar nicht weiter kommentieren.

MIR IST SCHLECHT!

Dienstag, 28. Juni 2011

FSKDA ANSTATT DSDS

DSDS = Deutschland sucht den Superstar. Ok, dann lieber auf dem Balkon chillen.
Den Herrn D.B. (Name der Redaktion bekannt)  finde ich nämlich mitsamt seinem ganzen Konzept in etwa so reizvoll wie Brechdurchfall.
Mit dem einzigen Unterschied, dass Brechdurchfall sich A) besser anhört und B) besser aussieht.
Meine und ausschliesslich meine Meinung.

FSKDA = Fränzi Sternenzauber killt den Antistar. Ok, dann doch lieber DSDS!

Ihr wollt ne Erklärung? Ihr sollt sie haben!
Gestern Abend ... kurz vor 21.00h ... ich sitz nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag endlich im Zug gen trautes Heim. Heiss war es, der Tag lang, seit kurz nach 05.00h aktiv und am Mittag durchgeabeitet. Mein starkes Ich ergo ausgequetscht wie ne Zitrone und allgemein gesehen energiegeladen wie ein ausgelaufener Akku.
Flasche leer.

Zum Glück fand ich noch ein fast leeres Zugsabteil mit nur 2 Mitreisenden. Dem mir bekannten Drogisten und einer jungen Dame, welche ihr Abendessen auf der Ablage aufbaute. Zug ruckelt an in Bern, ich schloss schon mal die Augen, die ersten stillen Minuten dieses Tages geniessend ... als in mein schmerzendes Ohr dringt:
"Nooooou, ei cääänt forgettt thiiies iiivening, ohr yuuur feis äs your weer liwing ..." und so weiter und so fort. In diesem für uns so typischen Benglisch. Dieser Mischung zwischen Berndeutsch und Englisch. Das tönt ... sagen wir mal: ungewohnt.

Ich knallte meine Augen auf und sah, dass die junge Dame zwischen diversen Tranchen Bündnerfleisch, sauren Gurken und frischem Brot inbrünstig sang. Also ... sang ... also...  eher kreischte ... es klang nach Kettensägenmassaker und Folter. Nach Schlachthof und Tod. Nach Schmerz und Qual.
Ich fühlte mich nicht gut. Nein, nicht wirklich gut.
Schickte einen entsprechend fragenden Blicken aus meinen weit aufgerissenen Augen in Richtung Fröilein und hielt an mich. Redete mir gut zu, appellierte innerlich an meine Toleranz und Menschlichkeit.
1 Minuten stilles Geschmatze vis-a-vis.
Mir ging es sichtlich besser.

"Tze (also the ... also so gespuckt) schttoori gooos and yuuu alweis smäil, böt in yuuur äis yuu sorrrou schous, iesss it schooooous!"
Ich ertrappte mich bei dem Gedanken, dass jeder richtige Schweizer und jede richtige Schweizerin immer und stets ein richtiges, gutes, scharfes, originales Schweizer Sackmesser dabei haben sollte. Für alle Fälle. Und jetzt war definitiv ein solcher Fall!


"Äi käään't livv if livving wisaut yuuuu, äi käään't liv äi cääänt giv änimooor. Äi kän't living wisaut yuuuuuuu ... uuuuu ...uuuuuu!!"
Da hat es mit dann den Schnuller rausgehauen! Echt, mein musikalisches Empfinden schmerzte, von meinem Aua-Ohr gar nicht zu reden.

"Entschuldigen sie bitte, aber ich bin seit 05.00h auf meinen geschwollenen Beinen, habe 9 Stunden harte Arbeit und eine anstrengende Sitzung hinter mir, schwitze wie ein Otter mit Doppelpelz  und wünsche mir einfach nur einen kleinen Moment Ruhe. Verstehen Sie das?"


Ich gehe davon aus, dass die Dame entweder ein bisschen gaga war oder anderweitig beeinträchtigt. Sie strahlte mich an, nickte kurz und sang fröhlich weiter. Das war in dem Moment als wir in Münsingen durchfuhren. Münsingen hat eine weitum bekannte Nervenheilanstalt.
Warum halten ICE's nie in Münsingen??!?

Bis kurz vor Thun durfte ich mir noch ein paar Zeilen "Eeeei oooolweis love yuuuuuu" und "teik yur händ on mei schoooolder, uhuuuuu".


Als der Zug in Thun hielt, waren wir musikalisch gerade beim "thiiiis is thiiiii end ...".


WELCH GLÜCK!

Montag, 27. Juni 2011

GLÜCK DUFTET NACH HEU ...

Was war das für ein Super-Wahnsinns-Oberburner-Sommer-Sonnen-Abend gestern!
So voller Wärme, Genuss und Wohlfühlen.
Und Ruhe.
Und Duft.

Dieser Duft von warmem, frischem Heu.
Dieser Duft hat was von Glück. Ich weiss nicht wieso das so ist ... aber immer wenn ich ganz doll verliebt bin, rundum glücklich und zufrieden, dann duftete alles nach Heu. Darauf kann ich mich verlassen.
Es ist noch heute so - das Glück erkenne ich am Duft. Auch mitten im Winter.

Der Bauer von drüben hat gestern das Gras geschnitten und es schön aufgefächert auf der Wiese liegen lassen. Heute dieser heisse Tag ... und ab Mittag hat es begonnen, nach Glück zu duften.
Viel viel viel Glück. So schön!

Rund um unser Haus sind Felder - schön ist das. Und duftet so gut!

Der Blick zu unserem Hausberg rüber - dem NIESEN - von Blumen gesäumt

Wir hatten Lust auf ein leckeres, mediterranes Essen.
Grilliertes Gemüse und saftiges Poulet ... mhhh!
Ich hab Zucchinis, Auberginen und Riesenchampignons in einer feinen Marinade aus Olivenöl, getrockneten Tomaten, Knoblauch, Rosmarin, Basilikum, Zitrone und griechischen Kräutern  gebadet ...

... der Kater hat dann Gemüse und Poulet auf den Grill geschmissen, hat allem gut zugeredet, gedreht und gewendet, mit Marinade bepinselt - um 15 Minuten später ein herrliches Mahl auf dem Balkon zu servieren.
Mhhhhh!

Und zum Dessert gab der Himmel ein Farbenkonzert!


Was für ein glücklicher Tag.
Und erst dieser Duft ...

... DIESER DUFT NACH HEU!

Sonntag, 26. Juni 2011

GELATI? LOLLI !!!

Jeden Tag fahre ich daran vorbei.
Mindestens 2x.

Ich schau jedesmal hin und wünschte mir, es wäre nicht früher Morgen oder später Abend. Ich hoffe immer, es möge so ein Tag wie gestern sein ... mit Zeit, Musse und der nötigen Ruhe.

Und gestern, gestern war es endlich wieder mal soweit:

Mitten in einem Wohnquartier - nicht unweit der Stadtmitte und trotzdem weg vom Schuss ... aber alles andere als nicht zur Kenntnis genommen ...

... liegt die kleine, feine Bar-Gelateria LOLLI.
Gelaterias sind in der Schweiz absolute Mangelware.
Aber nicht in Thun!
Bei uns gibt es eben ... LOLLI!

Ich sag euch .... soooooo fein!!
Die Glace wird selber gemacht und ist herrlich cremig, nicht so süss und einfach -
mit Liebe hergestellt. Spürbar! Schmilzt auf der Zunge und macht glücklich.
JAWOLL

Ein unheimlich gemütliches Fleckchen.
Und eben ... klein - fein - DER Geheimtip für leckeres Schmausen!

Dazu noch herrlich duftenden Kaffee - Herz, was willst Du mehr?


Na, Leute ...treffen wir uns gleich bei LOLLI?


16.00h - OK?




Samstag, 25. Juni 2011

URANUS IST SCHULD!

Madame Etoile - das ist die nette Dame am Radio, welche immer so zielgerichtet die aktuelle Sternen-Konstellation beäugt, begutachtet und bewertet - hat es auf einen Nenner gebracht:
Uranus ist schuld! 
Jetzt wird mir so einiger klar!

Das ist der gute URANUS:

Uranus steht für die schöpferische Intelligenz, die Neuland in allen Dingen sucht. Forscher und Erfindergeist, dessen oft geniale Tätigkeit im Bereich von Systemen geistiger Art liegt. Uranus ist reine Erkenntnis, reines Wissen, das keine Erklärung braucht. Wissen was man will - wissen was man nicht mehr will. 
Daher ist er auch der Planet der die persönliche Eigenwilligkeit und die Art des sozialen Bewusstseins zeigt. Da wo Uranus in unserem Horoskop steht, da wollen wir echt sein, unseren eigenen Ansichten und Erkenntnissen nach leben. Uranus geht es um die Befreiung von dem was allgemein als richtig erachtet wird und damit auch um das Erkennen dessen, was wir in uns selbst als richtig erachten. Also auch die Fähigkeit sich selbst als Individuum zu verstehen und unabhängig von allgemeinen Standards leben und agieren zu wollen. Heisse Eisen aufgreifen, Dinge ändern.

Meine Denkkugel, sprich Kopf, raucht nämlich förmlich. Ich scheine momentan vor lauter Energie nur so zu glühen, ohne mich darin zu erschöpfen. Ein gutes Gefühl - mit dem ich aber auch haushalten muss. Es richtig einsetzen muss.

Und das ist meine Denkkugel - die Ähnlichkeit zu URANUS ist frappant! Finde ich.


Somit hätte sich auch die Ursache meiner Ohrenschmerzen geklärt: 
Wenn es im Innern meiner oberen Denkkugelhälfte derart rotiert im Augenblick, schier minütlich neue Ideen und Strategien geboren werden und all das nach Umsetzung schreit ... tja, ich muss mir halt einfach zur Zeit innerlich so viel zuhören, dass die Propeller seitlich der Kugel -  in der Umgangssprache Ohren genannt - zu flattern beginnen, es Durchzug gibt und die eustachische Röhre aus dem letzten Loch pfeifft. 
Wäre ich mein Trommelfell, ich hätte mich verständlicherweise auch mit Eiter belegt, um die ganze Denkmaschinerie ohral zumindest etwas abzudämmen.

So funktioniere ich momentan:
Stellt euch mal vor ... mir kommt wieder einer dieser WAHNSINNSGEDANKEN ins Stammhirn. Die Idee! Im Sinne von: Fränzi Sternenzauber, jetzt wird die Welt gerettet - oder ähnlich!  Meine Synapsen tanzen Samba, Plexus und Rezeptoren üben Tango, verhakeln sich in den Neuronen, welche ihrerseits dann den Gehirnströmen auf der Leitung stehen. Meine Grosshirnrinde stöhnt auf und die Schläfenlappen kriegen Schnappatmung.
Die assoziativen Felder ufern aus, die Hirnanhangdrüse(auch Hypophyse genannt)  kollabiert.
Meine Intelligenz beginnt dann im ca. 1245 gr. schweren Hirn zu rotieren, was wiederum Myriaden von Botenstoffen ins ganze Fränzi Sternenzauber schickt, das Sprachzentrum extrem aktiviert ... dieses sich mittels dem Nervus Fingerus in die Hände entlädt ... und somit diese Bloggeschichte innert Minuten geschrieben ist.

Und - Leute - das ist nur der Anfang!
Es lebe der URANUS!

NOCH FRAGEN?

Freitag, 24. Juni 2011

ONLINESUCHT - ICH BITTE UM AUFMERKSAMKEIT

Meine lieben Leserinnen und Leser

Heute bitte ich um Aufmerksamkeit für ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt: Onlinesucht.
Mit dem Medium Internet rollt eine Sucht-Welle auf uns zu - bitte glaubt es mir!
In 10 Jahren werde ich keine fragenden Gesichter mehr antreffen, wenn ich dieses Thema anspreche.

Doch ... was ist das genau ... Onlinesucht? Wo endet das "normale" Verhalten - wo beginnt die Sucht?
Folgenden Text habe ich der Sucht-Info Schweiz entliehen - besten Dank:

DEFINITION ONLINESUCHT

Es gibt bisher keinen generell anerkannten Begriff um das Problem der Abhängigkeit von Nutzungsformen des Internets zu bezeichnen. Benutzt werden zum Beispiel «pathologischer Internetgebrauch», «Internetsucht» oder auch «Onlinesucht».
Der Begriff «Onlinesucht» eignet sich gut, um zu betonen, dass die ständige Verknüpfung mit dem Netz ein wichtiger Aspekt der Abhängigkeit ist. Onlinesucht ist eine nicht-stoffgebundene Abhängigkeit, das heisst, es werden keine psychoaktiven Substanzen eingenommen. Der Effekt entsteht durch körpereigene biochemische Veränderungen, die durch ein exzessives Verhalten ausgelöst werden.
Aufgrund der Erfahrungen in der (klinischen) Praxis wird der Suchtbegriff zunehmend akzeptiert. Die anerkannten Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-IV) führen die Onlinesucht bisher nicht als eigenständige Störung auf.
Charakteristisch für eine Onlinesucht sind ein starkes Verlangen, das Internet zu ge- brauchen, ein Kontrollverlust über den Gebrauch, eine zeitliche Steigerung der Nutzung, eine Einengung der Interessen auf das Internet, Symptome wie z.B. Nervosität, wenn das Internet nicht benutzt wird, (Entzugserscheinungen) und ein anhaltender Gebrauch trotz schädlicher Folgen. Nicht alle dieser Anzeichen müssen vorliegen, damit man von einer Onlinesucht spricht.

DIE RISIKEN
Eine exzessive Beschäftigung mit Internetangeboten kann zu verschiedenen Problemen führen. Wie bei anderen Tätigkeiten gilt auch hier:

Je mehr Zeit die Beschäftigung mit Internetangeboten in Anspruch nimmt, desto weniger Zeit bleibt für andere Lebensbereiche. So bestehen zum Beispiel Risiken für soziale Beziehungen, für die Entwicklung sozialer Kompetenzen oder für die schulische/berufliche Leistungsfähigkeit. Bei einigen Nutzungsformen kann es auch zu beträchtlichen finanziellen Problemen kommen.
Auch die körperliche Gesundheit wird mitunter beeinträchtigt, so können sich zum Beispiel Haltungsschäden, Probleme wegen gestörten Essverhaltens, Kopfschmerzen und Sehschwierigkeiten entwickeln.
Es kann sich eine Abhängigkeit entwickeln. Wie bei jeder anderen Abhängigkeit ist der Übergang von problemfreier Nutzung zu problematischer Nutzung und Abhängigkeit fliessend.
Jugendliche sind speziell gefährdet, eine Abhängigkeit zu entwickeln, weil bei ihnen das für die Regulierung von Verhalten und Emotionen zuständige Stirnhirn noch nicht vollständig entwickelt ist. Sie können sich daher schlechter disziplinieren und brauchen deshalb die Unterstützung von Erziehenden.
Auch Inhalte haben einen Einfluss auf die Nutzenden und können ein Risiko darstellen. Dies gilt zum Beispiel für jugendgefährdende Inhalte, welche die soziale und psychosexuelle Entwicklung negativ beeinflussen können.

Führend ist Amerika - da hat man diese Problematik bereits viel früher wahr genommen, erkannt.
Es gibt spezielle Therapierverfahren, Kliniken, Ärzte - für Süchtige wie auch Angehörige. Im Gegensatz zur Schweiz! Seit 1 1/2 Jahren suche ich einen Ansatz, suche Kontakte, spezialisierte Therapeuten und Aerzte, Kliniken.

Onlinesucht funktiert genau gleich wie jede andere Sucht! Gespeichert im Zellkern und jede Berührung ein Verhängnis. Was dem Alkoholiker sein Schluck Schnaps/Bier, ist dem Onlinesüchtigen die ON-Taste.
Übrigens ... grad Alkoholsucht findet gerne als Sekundärsucht Anschluss an die Onlinesucht. Und weil das alles andere als lustig ist, sind Depressionen nichts als die logische Schlussfolgerung ...
Ein Verlust der Arbeitsstelle nicht mehr weit. Beziehungen gehen kaputt. Der soziale Abstieg ist vorprogrammiert.

Onlinesucht und ihre Auswirkungen wird derart unterschätzt, dass man darüber verzweifeln könnte! Hat man erst mal erfahren, was es heisst, wenn der Partner, das Kind, ein Freund in diese Parallelwelt abgetaucht und für die Realität nicht mehr erreichbar ist - es eröffnen sich unendliche Abgründe.
Diese Sucht bringt so unendlich viel Leid nicht "nur" für den Süchtigen - es bringt Leid in Familien - und wie bei jeder anderen Sucht gibt es wesentlich mehr Co-Abhängige als Abhängige.
Onlinesüchtige fristen hier in der Schweiz (noch) ein absolutes Schattendasein. Ganz zu schweigen von den Angehörigen, diese scheinen für Ärzte, Therapeuten und Kliniken schlicht inexistent zu sein.

Ich will nicht mehr darauf warten, dass jemand was tut. Jetzt tue ICH was.
Frau Gabriele Farke - sie ist "die Päpstin der Onlinesucht" in Deutschland -  hilft mir, hier in der Schweiz Hilfe für Onlinesüchtige und ihre Angehörigen zu ertablieren. Auch KOSCH, die Dachorganisation für Selbsthilfegruppen in der Schweiz supportet, wo es nur geht.
Ein erster Schritt ist getan, eine Selbsthilfegruppe ist gegründet - und viele andere Aktivitäten werden folgen. Dies verspreche ich.

BITTE DARAUF KLICKEN UM ZU VERGRÖSSERN

Wenn ich eine Bitte äussern dürfte: Sagt es weiter, erzählt, nehmt zur Kenntnis.
Es kann jeden Menschen treffen.
Als direkt Betroffener oder Angehöriger.

Und wenn dieser Bericht auch nur einem Menschen irgendwann mal weiter helfen wird ...

... DANN MACHT DAS SINN!





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Donnerstag, 23. Juni 2011

GERÜHRT UND NICHT GESCHÜTTELT ... UND UMGEKEHRT

Erst mal zu meiner Lieblingsbeschäftigung - neue Sterne am Geschichtenhimmel begrüssen! Das mache ich soooo gerne und freue mich jedesmal riesig.
Ganz herzlich WILLKOMMEN, lieber WITZBOLD36, schön hast Du den Weg in meinen Blog gefunden. Ich wünsche Dir viel Spass und Gutes zum Lesen, zum Erleben. Hier ist viel los! Mach es Dir bequem und geniesse die Zeit. Ich freue mich sehr, bist Du da!

Und nun zum gerührt und nicht geschüttelt. Und umgekehrt.
Das Eine betrifft mich, das Andere betrifft Carlotta.

Ich rühre momentan auf ärztliche Anweisung zusammen und schlucke tapfer runter:

Antibiotika, Cortison und Schmerzmittel

Ihr wisst ja ... vielleicht ... dass sich mein rechtes Ohr seit einigen Tagen quer stellt. Einfach den Dienst verweigert. Rumzickt und befindet, ich solle nix mehr hören. Mich nicht schlafen lässt und grosses AUA macht. Aber ich tapferes Mädchen habe das selbstverständlich stoisch ertragen, nur bei euch gejammert, Selbstmedikation betrieben und bin erst gestern zur Tante Doktor gepilgert ... weil ich ja eben alles immer selber im Griff habe und schon eine Grosse bin.
Tante Ärztin befand, dass ich keine Grosse - sondern eine Dumme bin.
Nicht tapfer - nein, fahrlässig. Doof medium.
Und dass ich statt euch die Ohren voll zu jammern, meine Pein sofort ihr hätte jammern sollen.

Jetzt trommelt nämlich mein akustisches Fell nicht mehr, alles ist irgendwie mit ganz grausligen Dingen belegt, der Gehörgang knallrot und zugeschwollen und durch mein ... ähhhm ... sofortiges Handeln ... *räusper* habe ich mir noch zusätzlich einen angefressenen Knochen eingefangen. 
Ich weiss nicht ganz genau was das ist, wollte es aber auch nicht ganz genau wissen.

Das Gute an der Sache: Ich bin zuversichtlich, dem Sensemann nochmals von der Klinge gesprungen zu sein und darf hoffen, mein turbulentes Leben in ein paar Tagen wieder mit vollständigem Gehör erleben zu dürfen. 
Nix mit Löffel abgeben. 
Das blühende Leben regt sich in mir.
Ca. ab morgen. Oder so. :-)

Und nun zu Carlotta.
Carlotta heisst mit ganzem Namen Carlotta-Juanita-Maria Ramirez.
Sie wurde geschüttelt und nicht bloss gerührt. Zum Leidwesen von uns allen, denn sie war eine Art Familienmitglied. Eine sympathische  Persönlichkeit.
Jetzt ist sie kopflos! Kopf weg! Tschüss und Adios! Obdachlos sozusagen!

Dies hat aus meiner Sicht nur einen einzigen Vorteil ... sie kann keine Ohrenschmerzen mehr bekommen.
Immerhin!

Passiert ist das Drama gestern ... bei uns zog gegen Abend ein Sturm auf, mit windigen Windböen, regnerischem Regen, kugeligem Hagel.

Das war Carlotta-Juanita-Maria Ramirez VOR dem Sturm ...
(ein altes Bild aus guten Zeiten)

Das ist Carlotta-Juanita-Maria Ramirez NACH dem Sturm!


Eine Tragödie!
Sie war doch die Schirmherrin unserer Tomaten und Kräuter.
Und nu ....?
Carlotta ist alle!

Also - falls jemand Carlottas Kopf findet oder sachdienliche Hinweise zu besagtem Kopfe geben kann:

BITTE MELDEN!!





Mittwoch, 22. Juni 2011

HEUTE NIX ZU LESEN WEIL ...

... weil ganz viel läuft.
Dafür läuft mein Blog heute auf einem niedrigen Level.

Nicht nur, dass ich keine Bilder hochladen kann - dabei hätte ich ein paar ganz hübsche gehabt!
- Fränzi liegend im Bett mit Hand auf Schmerzohr
- Fränzi liegend im Bett mit Zwiebelringen auf Ohr dekoriert und tränenden Augen
- Fränzi liegend im Bett mit Ohrkerze
- Fränzi liegend im Bett mit Telefonhörer am Ohr im Gespräch mit Arzt
- Fränzi nicht im Bilde, dafür ein knallroter Arztkoffer mit weissem Kreuz drauf = Schweizerarzt 16.45h.

Diese Bilder hätten alle symbolisieren sollen, dass ich heute ein wenig out of order bin und nicht schreiben mag. Keine Zeit zum Bloggen habe.

Dann - ein Bild:
- Fränzi jubelnd und unseren Lehrling herzend ... weil wir heute die Nachricht bekommen haben: unser Maurizio hat die Lehrabschlussprüfung mit Bravour bestanden. *JUBEL!* *GRATULATION!*
Deshalb habe ich heute auch keine Zeit zum Bloggen, weil ich mich unsäglich freuen darf und grad nicht mehr aus diesem Freudentaumel rauskomme.

Dann - ein Bild:
- Fränzi am Computer mit Freundin am Skypen.
Wir haben vieles zu bequatschen. Und das dauert in der Regel ein bisschen länger. Gell, Schwesterchen. :-)
Deshalb habe ich heute auch keine Zeit zum Bloggen, weil ich Schautelefoniere.

Dann - ein Bild:
- Fränzi inmitten vor Ordnern, Mails, am Telefon, in der Bücherei, im Gespräch und und und: Fränzi hat viel zu tun, weil sie eine neue Selbsthilfegruppe eröffnet hatte. Die zweite. Und alles plötzlich lawinenartig vorwärts geht. Plötzlich interessieren sich die Medien für das Thema ONLINESUCHT.
Dabei hat doch die Schweiz keine Onlinesüchtigen .... *räusperundaugenroll*
Ich frage mich gerade, wie lange ich das alles noch ehrenamtlich machen kann und zeitlich vertreten kann.
Es stehen Zeitungsberichte, Interviews, Fernsehsendungen an - und bereits jetzt fehlen mir ca. 24 Stunden am Tag! Hilfe!
Aber toll ist es! Echt toll und ich freu mir einen Ast ab!
Deshalb habe ich heute auch keine Zeit zum Bloggen, weil ich in ein Wespennest gestochen habe.

Dann - ein Bild:
- Fränzi mit Kater im Büro stehend. Eine Papeterie aufsuchend. Im Gespräch mit Ärzten.
Mein Mann leidet (unter anderem) an AD(H)S, einer schweren Form. An dieser Diagnose hängen die Süchte, die Depressionen, das Lebenschaos. Muss man alles erst mal wissen. Und verdauen. Dann ... angehen! Mit einem solchen Menschen muss man einen Step-by-Step Plan für jeden Tag machen. Listen. Hilfsmittel. Strategien entwickeln. Entsprechende Therapeuten suchen. Es gibt spezielle AD(H)S Coaches - weil die betroffenen Menschen ihren Alltag nicht organisieren können.
Jetzt erklärt sich so vieles. Auch aus seiner Kindheit.
Nicht einfach. Aber es wird. Mit viel viel Arbeit und tausend Gedanken.
Deshalb habe ich heute keine Zeit zum Bloggen.

Das versteht ihr -

ODER?

Dienstag, 21. Juni 2011

EIN MUSIKALISCHER HINTERN

Ich weiss fast nicht, wie ich meine heute Wortdarbietung in seriös-anständigem Sinne ohne ... im wahrsten Sinne der Worte ... despektierliche Nebengeräusche (be)schreiben kann.
Vielleicht bin ich ja ein bisschen verklemmt, einen Hauch zu gehemmt. Aber irgendwie ist es gar nicht so ohne, über Pupserei im Allgemeinen - und dann erst noch im Speziellen zu schreiben.

"Ob es eventuell meine schlimmen Ohrenschmerzen sind??" habe ich heute Morgen gedacht, als ich mit Herrn Sowieso die Personalien betreffend Autoleasing aufnahm. "Ich habe mich sicher verhört - hätte ich es gestern bloss sein lassen, das Ohrenweh selber zu behandeln - seither ist es noch viel schlimmer!" - habe ich gedacht.
Ihr müsst nämlich wissen, seit ein paar Tagen ziept es doll im rechten Ohren - meinem Telefonohr. Seit gestern höre ich nur noch wie durch Watte. Und seit ich am Abend den Schmerzen mittels Ohrtropfen zu Leibe gerückt bin, höre ich wie durch so Glaswollwatte, welche zum Abdichten und zur Schallisolierung von Gebäuden benutzt wird. Verbunden mit Schmerzen.
Morgen muss ich zum Arzt.

Meine Haupttätigkeit besteht heute aus der Frage: "Was hast Du gesagt?" - wahlweise "hast Du was gesagt?" - im ganz argen Zweifelsfalle "Du hast gerade eben nix gesagt - gell?".
Dass ich gerade heute dann persönliche Daten aufzunehmen hatte, das konnte ich nicht im Voraus ahnen. Dass der Mann auch noch ein ganz Ruhiger, Stiller ist ... auch das nicht. Sonst wäre ich nämlich gleich zu Hause geblieben.
Der arme Kerl denkt jetzt sicherlich, dass ich eine sehr, sehr blonde Frau bin. Dass mein Hörverständnis dem eines toten, ganz toten, extrem toten Esels gleicht und dass er das Leasing wahrscheinlich bei einer anderen Garage machen lässt. Mit Bürofröileins ohne unterirdischen IQ.
Unfreundlich findet er mich nämlich auch. Und ohne Feingefühl - totaaal fehlende Sensibilität! Warum?
Weil der Herr auf die Frage nach seinem Beruf "Pup-Artist" angab. Und ich ... na, lest selber!

Was Pup-Artist??!!??? Hä??!!? Scheissohr ...  "was haben Sie gesagt?"???
"Kunstfurzer".
Er blieb ganz ernst.
Ich: "- Entschuldigung, ich verstehe Sie so schlecht - was haben Sie gesagt?".
K U N S T F U R Z E R !!

Wo ist die versteckte Kamera?

Meine Hand zitterte genau wie meine Mundwinkel. Und der arme Mann muss sich total veräppelt vorgekommen sein. Aber mal im Ernst - kennt ihr diesen Beruf?

Ich habe ihm dann mit erstickter Stimme von meinem tauben Ohr erzählt, dass ich grad mittelschwer irritiert bin und nicht weiss, auf welchem Sender mein dummdoofes Gesicht, verzogen zu einem schrill-irren Lachen demnächst zu sehen sein wird. Und dass ich dann sicherlich die dazu passende Auszeichnung "Goldene Arschkarte" aufgrund der Publikumsumfrage verliehen bekäme.

Herr Sowieso gab mir mehr stillschweigend denn erklärend einen Link - zum besseren Verständnis für Blondies. Sozusagen.
Diesen Link will ich euch keinesfalls vorenthalten. Meine Augen tränen noch immer vor lauter Lachen. Durch den heiteren Überdruck auf meine eustachische Röhre schmerzt der Schmerz im Ohr schmerzhafter denn je.
Schnappatmung und Seitenstechen inklusive!

DAS MUSS MAN GELESEN HABEN!

Mir bleibt heute eigentlich nur noch, euch

VIEL VERGNÜGEN ZU WÜNSCHEN!

Montag, 20. Juni 2011

FREUNDSCHAFT IST DIE LOGIK DES HERZENS

Ich habe diesen Post - zumindest einen Teil davon - bereits einmal in meinem Blog veröffentlicht. Es ist übrigens der meistgelesene Post all meiner fast 600 Geschichten und wird immer wieder angeklickt.
Damals schrieb ich: Freundschaft ist die Ethik des Herzens. Diesmal benannte ich sie als die Logik des Herzens.
Beides ist richtig.

Keine Ahnung warum gerade heute - aber heute ist mir einfach danach, ihn von ganz früher aus den Anfängen meines Geschreibels nach heute in die Gegenwart zu holen. Sozusagen eine Neuauflage.
Weil er so aktuell ist? Ja, vielleicht. Und richtig für jeden Tag - denn jeder Tag ist ein aktueller Anlass für Freundschaft.
Vielleicht für die oder den Eine/n oder andere/r Leser/in gerade heute wichtig.

Für mich ist das Heute ein wichtiger Moment - mein Mann ist nach 2 erfolgreichen Schnupperwochen als Schreiner wieder zu Hause. Ohne Arbeit. Und es steht Kampf bevor ... mit der Invalidenversicherung, dem Arbeitslosenamt, den Fachstellen hier und dort. Ich könnt Romane schreiben über das was wir momentan erleben. Es ist nicht einfach zu bitten: "Gebt mir die Chance ein Leben zu führen - ich bin bereit alles zu ändern, muss alles ändern -  aber dazu brauche ich die Möglichkeit".
Manchmal steht man vor einem Riesenberg und weiss nicht wie man sich auch nur annähernd dem Gipfel nähern soll. Dann stehen Menschen da - ausgerüstet mit, im übertragenene Sinne, Wanderschuhen und einem Rucksack voller Proviant, nehmen einem an der Hand und dann gehts los. Schritt für Schritt. In die richtige Richtung.
Never walk alone.

Geh nicht vor mir,
ich will Dir nicht folgen
Geh nicht hinter mir,
ich will Dich nicht führen
Geh neben mir und sei mein Freund!



Meine erste Freundschaft - so erzählte mir Mutter - hätte ich auf der Neugeborenen-Abteilung im Krankenhaus geschlossen. Gebrabbelt miteinander hätten wir, wurde mir gesagt. Das Personal kürte uns damals lächelnd zum jüngsten Paar des Viktoria-Krankenhauses. Von dieser Geschichte hörte ich schon als kleines Mädchen.


Jahre später, ich muss so um die 10 gewesen sein, als ich "Hoschi" mit nach Hause brachte. Meinen Schulfreund - ein bisschen scheu, sehr schlau, dicke Brillengläser, eher ruhig. Hoschi lieh mir das vergessene Französischbuch, half mir bei diesen ungeliebten Gleichungen in Mathe (ich kapiere das Zeug noch heute nicht!) und schenkte mir in der Pause seinen Apfel - bald auch sein Vertrauen. Wir waren wie Bonny and Clyde, ein eingeschworenes Team.

Natürlich wollten meine Eltern irgendwann mal wissen, mit wem ich Kirschen stehlen gehe, Steinschleudern bastle und Heuschrecken in Einmachgläser abfülle. So schleppte ich besagten Hoschi eben zu mir nach Hause.
Meine Mam testete ihn auf Herz und Nieren, fragte nach dem Nachnamen, wo er wohne, wie seine Eltern heissen - dass der arme Kerl nicht noch geröntgt wurde, wunderte mich. Ein Gutes hatte die Sache: Hoschi, so kam es während des Verhörs dann raus, war mein freundliches Nachbar-Baby aus dem Viktoria-Krankenhaus!
So führen Wege wieder zueinander. Auch nach langer Zeit.

So viele liebe Menschen säumten und säumen noch heute meinen Lebensweg. Manche davon haben mich ein Stück des Weges begleitet, von A nach B. Und haben sich dann irgendwann an irgendeiner Lebenskreuzung mit einer innigen Umarmung von mir verabschiedet und gehen seither ihres Weges. Andere sind von A bis zum heutigen Z schon bei mir. Und immer noch.
Viele haben sich irgendwann bei F, G oder wo immer meinem Lebensweg angeschlossen. Und stets aufs Neue wieder gibt es Tage, da schenkt mir jemand dieses ganz besondere Geschenk "Freundschaft", sein Vertrauen, seine Aufmerksamkeit, ein Teil seiner Gedanken, ein Teil seiner selbst.

Ich halte die Hände offen und beschütze, was da rein gelegt wird. Es ist so wertvoll.
So unendlich wertvoll.
Es gibt ganz selten in meinem Leben jemanden, dessen Ja zur Freundschaft letztendlich nur ein Wort ohne Tat war - eigentlich nur den Einen. Ich habe in dieser Hinsicht ganz grosses Glück in diesem Leben! Dafür bin ich sehr dankbar. Sehr.

Es ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach - und wahrscheinlich war es das auch nie - jemand Anderem seine Unvollkommenheit, die Fehler, die unsichtbaren Narben, die Fallstricke und Rostbeulen von seinem Ich anzuvertrauen.

Heute, in dieser Zeit der organisierten Perfektion, wo man sich eben mal ein neues Gesicht machen lässt, sich pusht ... man nennt es optimieren ... wo auch immer, wo man fit und up to date ist, aufgeräumt, abgeklärt, gesund und immer jung - da ist es wahrlich ein menschlicher Drahtseilakt, hinzustehen, sich zu räuspern und ehrlich zuzugeben "dem ist nicht so". Dass es nämlich hier weh tut und da verschüttete Wahrheiten gibt. Alles andere als perfekt und nur oberflächlich optimiert. Die Seele spröde und das Herz nicht im Takt. Es braucht manchmal unendlich viel Mut Mensch zu sein.

Mut für den, der es sagt. Mut für den, der zuhört.

Nichts geht in so einem Moment über das unausgesprochene Verstehen. Die Hand, welche warm die andere erfasst und hält, nicht mehr loslässt. Nichts über das Ohr welches zuhört - auch hunderte Kilometer weit entfernt. Nichts über das geschriebene Wort der Anteilnahme, geschrieben von Menschen wie euch.
Du weisst schon, ich meine Dich!

Da wo keine Bitte nötig ist, da wo kein Dank erwartet wird - sondern es ein übergangsloses Nehmen und Geben, in gegenseitigem, selbstverständlichem Verständnis, da ist es Freundschaft die trägt, die hält, die hilft, die mitleidet, sich mitfreut.

Genau so, wie ein Unglück ohne Freunde ein Unwetter ohne schützendes Dach ist - so ist ungeteilte Freude in Ermangelung von Freundschaft wie ein Himmel ohne Sterne.

Freunde sind wie ein grosses, gemütlich eingerichtetes Haus. Sie bieten Schutz und Zuflucht zu jeder Zeit. Freunde sind ein klein wenig (m)ein zu Hause. Und mein erweitertes Herz. Freunde, das ist wie eine wunderschöne Blume - einzig die Liebe hat eine Blüte mehr.
Ich bin froh, dass ich sie habe.
DANKE!

Ich will meinen Menschen auch ein zu Hause sein, Zuflucht und offene Arme.
Gerade heute - in dieser Zeit.

Freunde sind Menschen, bei denen ich mein Innerstes nach Aussen stülpen kann ...


...UND TROTZ DER NÄHTE GELIEBT WERDE

Sonntag, 19. Juni 2011

CHICKEN RUN

Also eigentlich heisst es: Schweizer Frauenlauf Bern.
Wir BernerInnen unter uns sagen liebenvoll CHICKEN-RUN. Nicht böse gemeint, nicht ketzerisch - mit einem anerkennenden Lächeln. Jährlich rennen viele viele tausend Frauen durch Berns Gassen. Nicht für den grossen Sieg, den pompösen Pokal, die tolle Medaille, den Gewinn.
Nö - just for fun. Viel viel fun!

Sehr anerkennenswert! Alles rennt - vom kleinen Mädchen bis zur alten Oma. Man bestaunt dann das mehr oder weniger sportive Weib spazierend, marschierend, walkend, joggend, rennend und sprintend. Jede wie sie kann, jede wie sie will, jede wie sie Spass dran hat. Und am Spass scheint es wahrlich nicht zu mangeln. Am Ziel sieht man  in rote, verschwitzte, teilweise müde ... aber total entspannte, zufriedene, fröhlich und stolze Gesichter.
Das hat sichtbar nichts mit zielgerichtetem "sich in Szene setzen" zu tun, sondern ganz klar mit Freude an der Sache.

Meine innere Schweinehündin hat sich auch dieses Jahr wieder quergestellt. Hat die Ohren nach hinten gelegt, hat geknurrt und die dritten Zähne gefletscht. Ich weiss ... so wird das nie was. In einem Jahr hat meine innere Schweinehündin wieder die Gelegenheit zum Sprint.
Wir werden sehen.

Aber wer nicht mitrennt, der kann doch wenigstens die wackeren Teilnehmerinnen anfeuern. Die, deren innere Schweinehündinnen sich nicht querstellen, sondern losrennen. Und weil ich wusste, dass eine liebe Freundin - sie habe ich letztes Jahr auf Rhodos kennengelernt - ihre Oberschenkelmuskulatur bis zum Brennen fordert, stand ich ihr zumindest gedanklich wacker bei. Immerhin.
Sie ist tapfer, kann sich durchbeissen und rennt Spitzenzeiten - als ehemalige Läuferin für sie kein Muss, sondern ein reines Bedürfnis. Bei mir perlten die Schweisstropfen auf der Stirne, alleine schon nur, als sie vor mir durchhetzte. Die rennt schneller als ich schauen kann!
Ich war anschliessend fix und alle. Klar! Diese schnellen Kopfbewegungen immer ...

Es war mir nach dieser Wahnsinnsanstrengung  ein grosses Bedürfnis, mich irgendwo in ein lauschiges Kaffee zu setzen, kühles Mineralwasser mit viel Zitrone zu geniessen und mich zu erholen. Der Kater hat sich diesem Vorhaben nur zu gerne angeschlossen und Yolanda - die Spitzensportlerin - stakste später irgendwie ungelenk in unsere Richtung, stöhnte beim sich setzen und erzählte irgendwas von sauren Muskeln.
Ich werde sie morgen nochmals fragen müssen, wie es ihr denn geht.

Wir plauderten den ganzen Nachmittag, hatten viel Freude uns wieder mal zu sehen und schwärmten schon von den Ferien im September ... auch sie wird in Rhodos wieder an Board sein!
Nicht nur unsere Stimmung war prima - auch das Ambiente, die Menschen um uns rum, das ganze Fest.

Fröhliches Fest vor dem Bundeshaus

Das Wetter hat mitgespielt und Bern in Szene gesetzt

Feiern!
video

Jetzt sind wir grad nach Hause gekommen - und schnell schnell hab ich den Blog geschrieben. Jetzt gibt es was zu Futtern. Und dann ab ins Bett! Ich bin müde.
War aber auch ein anstrengender Tag ... versteht ja Jede/r ...

... FRAUENLAUF EBEN!

Samstag, 18. Juni 2011

WIR SIND UND BLEIBEN DAS DREAM-TEAM

Meiner gestriger Geschichte konntet ihr entnehmen, dass ein Abschied anstand. Einer mit Ziehen im Herzen.
Ein würdevoller Abschied für unseren Lucien. Unseren Herzbuben der Nation!

Dass der Abend einfach nur toll war, wir viel viel Spass hatten und leckeres Essen genossen - dies ist ja klar, oder. Es war besonders ... halt einfach durch den Umstand des Abschiedes. Wir alle hielten uns aber nicht lange bei der Übergabe von Geschenklein, Dankeskärtli und Lobeshymnen auf (ich verdrückte Tränchen), sondern feierten einfach den Umstand, dass wir ein geniales Team sind und bleiben. Freunde, gute Freunde.
Nix da mit einander aus den Augen verlieren - und aus dem Herzen schon gar nicht.

Welch fröhliche Runde da gestern Abend zusammen sass. Dieses MITEINANDER-Gefühl, so schön.
Ich mag uns, unsere Firma, unsere Menschen.
Sehr.

Darf ich euch einladen auf einem visuellen Rundgang durch den gestrigen Abend? Na, dann kommt mal mit!

Minigolf fiel leider wortwörtlich ins Wasser ...

Dafür haben wir es uns im Cheminéeraum zum Apero gemütlich gemacht ...

... haben das gemütlich, ansprechende Ambiente des Restaurants "Innere Enge" genossen

Die Innere Enge ist das Berner Mekka der Jazzmusik - die Kunst entsprechend dem Thema

Irgendwann der Ruf "...mein Bauch schreit..." - also ran an den Speck - oder so ....
Ich war die mit dem Rindsfilet an Kräuter-Zabaione mit Barolo-Reduktion, Gemüsebouquette und Kartoffelgratänggg .... boahhhh, das war ein Genuss!

Was haben wir gefeiert und gelacht ...!

Der Mann links auf dem grösseren Photo im weissen Shirt ist übrigens ER - der Anlass dieses Abends - unser Lü!

Für diese Photo habe extra die Erlaubnis unseres Firmenkükens eingeholt. Er vertritt den exotischen Teil der Firma. Von diesem Bilde bin ich hin und weg, finde es einfach nur Klasse. Ihn übrigens auch. 
Das konnte ich euch doch nicht vorenthalten! Oder?


Spät spät am Abend - es ging eher schon gegen Früh am Morgen, trennten sich dann unsere Wege. 

ABER WIR - WIR TRENNEN UNS NIE!



Freitag, 17. Juni 2011

IT'S TIME TO SAY "TSCHÜÜÜÜÜSS"

Mein lieber Freund

Fast 7 Jahren haben wir nun zusammen gearbeitet. Und heute ist Dein letzter Tag bei uns ... bist flügge geworden, hast 2 Lehren erfolgreich bei und mit uns absolviert ... nun gehst Du ein Haus weiter.
Ach Mensch, wie werde ich Dich vermissen. Und nicht nur ich.

Ohne Dich, das ist etwa so wie die Sahara ohne Sand. Wie Meer ohne Salzwasser. Wie Wald ohne Bäume.
Eben ... wie ein Himmel ohne Sterne.

Du bist sowas von einmalig. Ja, ich weiss, jeder Mensch ist einmalig. Aber Du bist einmalig einmalig.
Ein Gutmensch, ja, wirklich - auch wenn ihr jetzt lacht. Das gibt es wirklich. ER ist einer, ich kenne sonst Keinen. Er ist irgendwie unbeschreiblich.
Keiner Fliege würde er auch nur ansatzweise ein Leid antun ... die hat vielleicht Kinder zu Hause, eine liebe Familie und ist völlig harmlos, sagst Du. Bin ich schreiend vor einer Spinne geflohen, dann hast Du erst mich beruhigt und ... dann die Spinne. Hast sie nach draussen getragen und in einem Busch abgesetzt.
Wenn Du was Gutes tun konntest, dann hast Du nicht darüber geredet - Du tatest es einfach.
Nie, absolut nie, habe ich eine böse, gehässige, hinterlistige, berechnende oder was auch immer negative Aktion oder Bemerkung von Dir erlebt. Kein abschätzendes Wort.

Ich erinnere mich so gut an diverseste Episoden mit dir.
Damals, die  GESCHICHTE MIT DEM FAX - Leute, die müsst ihr lesen, sie ist legendär. Und unser Athos ist sich noch heute nicht ganz sicher, ob es wirklich und wahrhaftig keine Fax-Kobolde gibt.
Dieses Thema blieb Dir immer ein Rätsel - bleibt es und wird es immer bleiben.

Dann die Ober-Burner-Story, als Du den defekten Pneu mit Wasser testen solltest ... (eigentlich Wanne mit Wasser füllen, Pneu rein und schauen wo Luftbläschen entweichen) ... und Du Dich Stunden abmühtest, Wasser durchs Ventil einzuträufeln um dann den Pneu in der Luft zu schwenken und zu eruieren, ob es irgendwo raustropft.
Wir haben Alle mit Dir gelacht - nie über Dich, immer und stets mit Dir.

Du und Dein Zwillingsbruder - eine Symbiose ohnegleichen. Ihr seid ein Stück in zwei Teilen. Nicht nur die absolute Übereinstimmung in jeder Hinsicht - sei es zum Anschauen, zum Anhören und überhaupt. Gleiche Ansichten, gleiche Meinungen, gleiche Gedanken. Ein Herz und eine Seele im allerwahrsten Sinne des Wortes.
Wie gut erinnere ich mich noch an euer Beider irritierter Gesichter und fragender Blicke - ihr wart mit euren Freundinnen, also zu viert, in den Ferien. Es gab Unstimmigkeiten. Und dabei "haben wir den beiden Freundinnen doch das schönere, grössere Zimmer mit dem Fernseher überlassen".
Die Damen wollten wahrscheinlich nicht nur fernsehen ... :-)

Auf Dich freute ich mich jeden Morgen, auf Dein Lachen, Dein freundliches Gesicht wenn Du zur Türe rein kamst "hey Fränzi, ich freu mich dass Du da bist - und das Büro duftet immer so gut - danke".
Mein Freund, ich danke Dir.
Ich hab Dich lieb. Ganz ganz doll!

Oft haben wir gedacht, dass Du irgendwann "unter den Karren" kommst, weil Du so weich und lieb und kuschelig wie ein grosser Knuddelbär bist. Aber nein - selbst im Militärdienst hattest Du eine Art Welpenschutz. Alle Welt nimmt Dich wahr als den der Du bist: ein Mensch, der gut ist, Gutes tut und an das Gute glaubt - und an gar nix anderes! Genau so tritt Dir Dein Leben auch entgegen. Und Deine Mitmenschen.
Du bist nicht nur körperlich ein Riese - Du BIST riesig!

Heute Abend feiern wir mit Dir Abschied. Erst geht's zum Minigolfen und dann fein essen. Ich pack reichlich Tempos ein, denn wir werden sie brauchen. Jeder von uns.

Wollte Dir DANKE sagen, dafür dass es Dich gibt.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Gutes, Liebes, Schönes - das Beste. Bleibe gesund und bleibe so wie Du bist.
Und wenn ich nun noch einen Wunsch äussern darf: bleibe mein Freund.

Denn für mich bist Du nicht nur einfach gross und grossartig - für mich bist Du einer

DER GRÖSSTEN ÜBERHAUPT!

Donnerstag, 16. Juni 2011

MOOOOOND - WO BIST DU?

Ich bin gestern Abend nicht nach Hause gegangen.

Ich bin nach Hause geschlichen! Soooo müde war ich. Der Tag war total anstrengend ... mein Compi wollte mir nämlich wieder mal klar machen, dass er zu aufgeben gedenke und aus lauter Frust auch gleich die schier geschäftlich lebensnotwenige Sicherung mit-zerbröselt habe.
Wie ernst das Ganze ist, wage ich noch nicht zu prognostizieren - der Compimensch wird unser Sensibelchen(wieder mal) richten müssen. Und falls der wirklich und wahrhaftig mit all meiner Arbeit abgestürzt ist - also der Compi - die Daten ins Nirvana abgedriftet sind, dann bring ich den Kasten um! Ehrlich!
2 Totalschäden in 2 Jahren, das geht gar nicht.
Wie bringt man einen Compi um? Die herkömmlichen Methoden wie Gift, Pistole, rohe Gewalt versagen. Wobei ... rohe Gewalt, das müsste doch irgendwie zu machen sein ... mir ist grad so danach.
Das könnte klappen!

Ihr versteht - dieses Computerdesaster, dieser schwülheisse Tag, die 2,6 Millionen gefühlter Kunden, die Unendlichkeit der Telefonanrufe und 3m hohe Berge Arbeit ... der 15.6.2011 war ein einzig Tag von UFF!
Deshalb meine gebückte Schleicherei des Abends.

Mein Körper und mein Geist sagten mir: "Fränzi Sternenzauber - aber in die Badewanne zum Entspannen und dann gleich mit einem guten Buch ins Bett. Früh Lichter löschen."
Meine kindliche Neugierde und mein Auge dürsteten aber nach der so gross angekündigten Finsternis des Mondes. So gegen 21.30h sollte das himmlische Spektakel beginnen.
Ab 20.00h sassen wir draussen auf der Terrasse und hielten Ausschau nach dem Mond. Die Minuten tropften zäh dahin wie Honig ... nur nicht so süss. Meine Äugelein auf Halbmast und in Gedanken das weiche Bett.
Trotzdem: Aufgeben verboten!

22.30h ... noch immer kein Mond.
Mooooond - wo bist Duuuuuu?

Irgendwann knallte mir mein müdes Gesichtchen in den Efeutopf auf dem Balkontisch. Da war es dann mit meiner Beherrschung vorbei und ich robbte eeeeendlich ins Bett.
Nur meine Gedanken, die robbten nicht mit. Die stellten sich quer! So was von quer!
Immer wieder: Frääääänzi .... der Mooooond ... vielleicht steht er jeeeetzt am Hiiiiimmel!? Willst Duuuu daaas verpaaaassen???? Echt?????
Kurz vor Mitternacht gab ich meinen Gedanken nach und quälte mich ein letztes Mal für diesen Tag kurz mal eben zur Terrasse.

Und siehe da. Nicht grad das Oberburnerbild - aber immerhin!
Ein Mond!

Habe ich schon erwähnt, dass ich heute sehr, sehr, sehr ...

MÜDE BIN?


Mittwoch, 15. Juni 2011

LIEBE APOTHEKE ... TEIL 2

Wer den Post über meine Apotheke kürzlich gelesen hat, der konnte daraus entnehmen, dass ich laute Protestschreie von mir gab. Ken und Barbie als Werbeförderungsmassnahme für Schlankheitsprodukte ... uiii, das tat meinem empfindlichen Empfinden für verantwortungsbewusstes Handeln weh.
Sehr weh sogar.
Und ich hatte versprochen, meine Leserschaft darüber auf dem Laufenden zu halten. Was ich hiermit sehr gerne tue.

Also - diese meine Unmut habe ich in meinem Blog öffentlich gemacht. Eure Kommentare waren entsprechend. Mit solchen Aktionen will ich nicht nur meinem Gemeckere, meinen Gedanken, Empfindungen und Gefühlen einen Platz geben - nein, dann will ich vor allem nachfragen, verändern. Aufrufen, sensibilisieren, zum Hinschauen auffordern.
Fehler können passieren - und Fehler sind sogar wichtig. Daraus lernen wir. Ich, Du, Alle. Nur mit dem Finger darauf zeigen ... das geht nicht. Deshalb habe ich meiner Apotheke eine Mail geschrieben, mich erklärt, den Link zu meinem Blog mitgeschickt.

Und wisst ihr was?

So sah das Schaufenster letzte Woche noch aus ...


So sieht das Schaufenster heute morgen aus ...
(sorry für die schlechte Fotoqualität - es musste schnell schnell gehen, sozusagen im Vorbeirennen - aber so viel MUSSTE sein! Immerhin!)

Ich würde mal sagen: gut gemacht! Und danke für die Achtsamkeit, die Aufmerksamkeit!
BRAVO!
Unser Aufschrei war wichtig und richtig - das Lob jetzt aber auch.
Diese Aktion wird auch Anerkennung bei vielen meiner LeserInnen finden, liebe meine Apotheke.

Liebe Schwanen-Apotheke in Bern ... ich wusste doch, dass mein Eindruck - ihr seid eine richtig tolle Apotheke mit richtig guten Leuten - nicht falsch war.

ICH KOMM GERNE WIEDER ZU EUCH!

Dienstag, 14. Juni 2011

VON BLUMEN, BLOND, POPOS UND EINEM HAUCH TOSCANA

Mit Traraaaaa und voller Freude möchte ich die EXILBAYERIN und FLORIAN.CZECH ganz herzlich in meinem Geschichtenhimmel begrüssen! Toll habt ihr den Weg zu mir gefunden, fühlt euch wohl und habt Spass an den kleinen und grossen Storys meines Lebens.
Ich freue mich, seid ihr bei mir. Sehr!

Nur schnell, schnell - ihr Lieben.
Ich bin sozusagen im Vorbeiflug.

Mein freier Tag ... hahahahahaha ... nie habe ich so viel zu tun wie an meinen freien Tagen.

Was ich alles gemacht habe?
Beginne tue ich mit dem Hauch von Toscana ...

Mit Freude und Elan ein Wochenende in der Toscana organisiert. Ganz liebe Freunde (huhuuu ... Schwesterlein ...!) von uns gehen bald in meine "alte Heimat" in die Ferien.
Da, wo ich sicher schon mehr als 50zig mal war.
Da, wo mein Exmann damals von Jetzt auf Gleich ging - einfach so.
Da, wo mein Papa herkommt und ein Teil meiner Wurzeln noch heute im toscanischen Boden steckt.
Was gibt es Besseres, als solche Pläne bei einem Teller Spaghettis zu besprechen ...

So mhhhhh!


Dann war ich beim Frisör und bin wieder doll blond :-)


Und auf guten Rat von euch bin ich mit dem Kater zum Doc gepilgert - ihr wisst, sein Steiss ...
Fazit: Böööse Prellung.

Hat 2kg Schmerztabletten, 1kg Rheumacrème und 1 Schwimmreif verschrieben bekommen.
Er ist jetzt am relaxen.

Und jetzt - jetzt stell ich dies gleich online und pflege meine Blümchen - welche
seit 1 1/2 Jahren zum ersten Mal endlich blühen!
Jabadabadoo!

Schön - nicht wahr?

Und jetzt mache ich Feierabend.

TSCHÜÜÜÜÜSSS, IHR LIEBEN!



Montag, 13. Juni 2011

ALLES FÜR'N A ... POPO

Eigentlich wollte ich schreiben: Alles für'n Arsch.
Info: Es handelt sich im übrigen um meinen Mann, den Kater.
Aber nicht dass ihr jetzt denkt ... nein, denkt bloss nicht!

Da ich einen gepflegten Schreib-, Ausdrucks- und auch sonst Stil pflege, gehen ja Worte wie eben Arsch gar nicht. Deshalb habe ich mich auch für die abgeschärfte Variante Popo entschieden. Das tönt so schön harmlos.
Und ich fühle mich ebenso verpflichtet, zusätzlich zu den Worten nun auch die Lage allgemein zu entschärfen.

Falls jetzt also jemand aus meinem Geschreibsel meinte ableiten zu müssen, dass der Kater ein Arsch - sorry, Popo - sei, der denkt falsch. Wobei, es handelt schon vom Kater. Vom rückwärtigen, unteren Teil des Katers. Präzise meine ich: seinen Steiss. Das sieht etwa so aus ... also eigentlich wollte ich Kater zu einer Foto nötigen (in Shorts Leuten - in Shorts! Was denkt ihr denn!) ... er wollte aber nicht, also habe ich ein Röntgenfoto gemacht:


Ihr wisst - oder auch (noch nicht) - Kater lernt um, MUSS umlernen. Nach 47 Jahren und davon vielen im Büro, ist nun Schreiner angesagt. Zum einen ist es MÜSSEN - zum anderen aber ganz viel WOLLEN. Das ist auch gut so, ich denke, der einzige Weg um es zu schaffen. Und er schafft wirklich dran! Mit Elan, Einsatz und Freude, Begeisterung.
Die erste Woche Schnupperlehre ist durch und er hat sich meines Erachten prima geschlagen. Obschon er sich bereits am ersten Tag in hohem Bogen und mit einem lauten PLUMPS schwungvoll auf den Hosenboden setzte, sich dabei ganz doll schmerzlich sein Steissbein prellte - ich hoffe, es ist "nur" ne Prellung - er hielt durch, die ganze Woche. Und dies ohne grossartig zu jammern. Einfach mal machen, gut so. Sich durchbeissen, gut so.

Aber nun das Pfingstwochenende ... ich sag nur AUA. 
Sitzen geht nicht. Auf dem Rücken liegen geht nicht. Seitlich liegen tut so langsam auch weh. Und alles was mit Beckenbewegungen zu tun hat  - geht auch nicht. Shit! Ich wollte sagen: öde. Das wäre ja ertragbar, würde der Kater nicht bei jeder nächtlichen Wende von links nach rechts gehaltvoll stöhnen. Und mich damit wecken.
Die letzte Nacht war besonders deftig. Würdet ihr mich jetzt sehen, ich müsste kein weiteres Wort mehr verlieren! Meine knietiefen Tränensäcke und die gewitterdunklen Augenringe sprechen Bände. Die Frisur Modell geplatztes Kissen rundet den Gesamteindruck unvorteilhaft ab.
Um 05.00h stand er dann auf um sich Schmerzmittel einzuwerfen. So fand ich ihn dann stehend-jammernd um 06.00h in der Küche. Himbeerdessert mit Sahne löffelnd - so ein bisschen Trost muss ja schliesslich sein.
Ihm tut der A ... der Popo weh - nicht der Magen.



Gegen 09.00h fand zumindest  ich eeeendlich noch eine Kappe voller Schlaf - und hätte der Kater den Wecker nicht auf 10.00h gestellt - ich wäre vielleicht momentan etwas munterer ... ?!"`?&%ç+"ç$!!^'!!!!
Dazu wäre in einem kleinen Nebensatz zu vermerken, dass wir einen neuen Wecker haben. Deshalb wohl auch dieser "Weck-Versuch". 
Kater stellte die Melodie "Meer mit Wellen und Möven" ein. Vielleicht hätten wir mehr als diese paar ganz wenigen Fränkli dafür ausgeben sollen - denn "Meer mit Wellen und Möven" tönt eigentlich nur und ausschliesslich nach dem nervigen, typischen Rauschen eines nicht gefundenen Senders.
Shit. Sorry: dumm gelaufen.

Nun ist also Pfingstmontag - und der Kater steht wie eine vergessene, ausrangierte Vase in der Gegend rum. Die Schmerzen. Der arme Kerl tut mir ja wirklich leid. Ich füttere ihn mit Ibuprofen und Heparin, abwechslungsweise gibts auch ne Packung Cool-Pack auf den A ... Steiss. Es hilft nur sehr mittelmässig.
Hat jemand nen Rat?

Kommt mal alle her - wir stellen uns jetzt im Kreis um ihn herum und sagen auf mein Kommando:
G U T E   B E S S E R U N G !

JETZT!

Sonntag, 12. Juni 2011

EIN FROSCH MIT NAMEN FRIDOLIN

Erst mal - ganz herzlich WILLKOMMEN, liebe ENERIM! Prima, hast Du zu mir in den Sternenhimmel gefunden, darüber freue ich mich sehr. Fühle Dich wohl in den grossen und kleinen Geschichten meines manchmal ganz schön chaotischen Lebens. Schön bist Du da!

Und nun zu FRIDOLIN.

Ich mag  Frösche.
Ganz besonders kleine, süsse Laubfrösche.
Und welch Glück hatte ich gestern ...

... kurz nach dem Mittag latschte ich mit der ersten Ladung Wäsche in die Waschküche runter (für meine deutschländischen FreundInnen: In der Schweiz hat nicht jede Wohnung ihre Waschmaschine, jedes Hause hat 1 Waschmaschine und 1 Waschküche und 1 Tröcknerraum - diese teilt man sich auf, indem man sich in die aufgehangene Liste schreibt. Zwischen 07.00h und 21.00h darf gewaschen und getrocknet werden. Ich habe ca. 8 Waschmaschinenfüllungen / Woche zu Gute. Ich weiss, für Deutsche unvorstellbar. Die Waschküche ist auch in der Schweiz immer wieder DER Zankapfel. Wegen Aufteilung, wegen Sauberkeit usw.).

Nun ja, zurück zu meinem Vorhaben. Ich kletterte aus dem zweiten Stock via ersten Stock und via Parterre runter in das Kellergewölbe. Aber ... im Parterre ... was war denn da am Boden? So was kleines, grünes, herziges. Das mich schier anlächelte - schien mir.


Ich näherte mich ganz leise - auf Zehenspitzen - und sachte dem kleinen Irgendwas. Beim näheren Hinsehen war mir dann sofort auch ohne Lesebrille klar:

Jüüüüü - ein Froschkind! Ein kleines, süsses, herziges Laubfroschkind.
Lächelte mich schüchtern und verängstigt an.
Mein Entschluss war sofort klar: Ich = Tierretterin.
Es lebe der Laubfrosch!

Wie immer wenn ich was gerne mag, kriegt es erst mal einen Namen:
Darf ich also vorstellen: 
Also Leute - das hier ist FRIDOLIN.
Fridolin - das hier sind meine Blogmenschen.

Da ich die Hände voller Wäsche hatte, stupste ich Fridolin ganz sachte mit meiner grossen Zehenspitze an. Der kleine Kerl war aber derart verängstigt, dass es keinen Pieps ... bzw. keinen QUAAAK machte. Auch keinen Hüpf. Ob der überhaupt noch lebt? Ich war mir da gar nicht so sicher ...! 
Die Fridolin-Laubfrosch-Rettung musste also sofort starten.
Ich liess alle Wäsche auf der Stelle fallen, raste zurück hoch in die Wohnung, holte mir ein Schraubglas, pappte in Windeseile Klarsichtfolie darüber, schnappte mir meine gute Lesebrille und einen grossen Löffel - schliesslich ist so eine Laubfrosch-Rettung eine höchst diffizile Angelegenheit - ein falscher, zu harter Griff und Fridolin ist Vergangenheit.

2 Treppenstufen auf einmal nehmend, raste ich wieder ins Parterre zu Fridolin. Näherte mich ihm mit der selbstverständlichen Vorsicht, welche so ein kleiner Fridolin nun mal für sich beanspruchen darf. Kniete mich neben den kleinen, knallgrünen Laubfrosch, setzte meine Lesebrille auf und startete ohne Zeitverzögerung die dringend notwendige Rettungsaktion ...

... UUUUUUPS!
Ein Stück ehemalige Blume ...


Und vielleicht sollte ich künftig meine Lesebrille auch tragen, wenn ich die Wäsche runter bringe.
Aber - der gute Wille war da.
Und nur der zählt.

ODER?




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