Dienstag, 25. Dezember 2012

LEISE KRISELT'S IM SCHNEE

Was aber voraussetzen würde, dass es Schnee hat.
Hat es aber nicht.
Bis zu 20 Grad hoch gehen die Temperaturen - und ob ihr es glaubt oder nicht ... ich geniesse jedes Grad mehr! Je weiter weg die Flocken, umso fröhlicheres Frohlocken!

Nein nein, keine Angst, weit und breit keine Krise in Sicht! Aber ich hab vorhin so eine herrliche Geschichte im Radio gehört - die hiess so und erinnerte mich an frühere Weihnachtsfeste. Es tönte grad so schön lustig und passt allgemein gut zu Weihnachten. Und zu dem, was ich über Weihnachten denke. Zumindest über das, was ich so erlebt habe. Weihnachten ist ehrlich gesagt nicht unbedingt meine Lieblingszeit.
Aber ich mag die freien Tage!
Immerhin!

Gestern las ich, dass 76% der Menschen Weihnachten schön fänden, wäre die Sache mit den Geschenken nicht.
Die rennen bei mir offene Türen ein! Katerli und ich haben auf gegenseitige Geschenke verzichtet - haben uns dafür 2 Millionen-Lose gekauft. Für nicht Schweizer: Das ist sowas wie das Überraschungsei, bloss in Losform. Spiel, Spass, Spannung! Zwischen einem Lutscher und 1 Million können wir in etwa so alles gewinnen. Vorletztes Jahr gewannen wir 200 Fränkli und hatten damit zumindest die Kosten für die 2 Lose wieder in der Kasse. :-)
Immerhin!

Diese Weihnachtstage geniesse ich wirklich. Weil wir die VILLA KUNTERBUNT in dieser Zeit sozusagen hermetisch abgeriegelt haben. Was heisst, dass das Telefon auf stumm geschaltet ist, Handy auf der Kommode im Eingangsbereich liegt und nur sporadisch gesehen wird, wir sozusagen für unsere Umwelt unsichtbar sind. Wie herrlich ist denn das! Ich liebe diese Ruhe! Ich, die ich es täglich mit ganzen Horden von Menschen zu tun habe, hab nur den einen Menschen um mich. Erholung pur.
Nicht dass ich die Horden Menschen um mich herum nicht gerne hätte - aber alles zu seiner Zeit. Und jetzt ist meine Zeit.

Meine Aktivitäten erschöpft sich im 4-stündlichen Wechsel der Rechaudkerzen in all unseren Laternchen, Sternen, Duftlämpchen, Gläsern ... und und und. Wenn ich alle angezündet hab, sind es 50 Stück. Am Abend kommen dann noch die grossen Laternen vor den Fenstern und die Sternenkugeln dazu. Schön sieht das aus.
Ansonsten fröne ich dem ausgiebigen Kaffee trinken, dem Füsse hochlagern, dem Zuhören der Stille. Und schwedische Krimis gucken. Besonders den Wallander - den finde ich echt gut! Und Bücher lesen. Und Musik hören. Was das Essen anbetrifft, so sind wir da ein bisschen eigensinnig. Denn auch hier haben wir uns auf Minimum reduziert ... und wenn es so weiter geht, haben wir bald eine Mandarinenvergiftung. Wahlweise Sandwich-Allergie. So herrlich unkompliziert!
Immerhin!

Den Kater müsstet ihr mal sehen! Er lebt, so würde ich es zumindest benennen, bilaterale Gepflogenheiten. Wirkt sehr völkerverbindend. Ist die Vielfältigkeit in Person. Passend zu Weihnachten!
Die Baumwollhose aus Griechenland.
Das Jodlerhemd mit den Edelweiss drauf aus der Schweiz.
Dicken Schluppen mit Elchen drauf aus Finnland.
Currywurst essend (Packung aufreissen, in die Mikrowelle stecken, 4 Minuten später Wurststückchen mit dem mitgelieferten Gäbelchen pieksen) ... in Gedenken an Deutschland.
Er war und ist ein Mann von Welt!
Immerhin!

Entgegen meinen Gepflogenheiten haben wir nun sogar einen Weihnachtsbaum. Das hatte ich schon Jahre nicht mehr. Aber gestern musste ich noch kurz für den Kater in die Apotheke um seine schmerzstillenden Tropfen zu ordern. Da was nebenan ein Tannenbaummarkt - die waren da grad dran, die letzten, übrig gebliebenen Restbäume auf den Anhänger zu verladen. Und da stand da so ein Babybaum ...schrecklich anzusehen. Grösse geschätzt 40cm. Hatte wohl einen Hirn-Nadelschlag oder so, eine Streifung vermute ich. Jedenfalls muss der linksseitig gelähmt sein. Rechts hat es wahrlich so ein paar wenige Ästchen, welche auch einigermassen regelmässig angeordnet sind. Links hängt alles. Ist viel kürzer als rechts. Schlaff. Halbseitig gelähmt eben.
Der hat mich sofort angesprochen, dieser kleine, hilflose Tannenjunge. Ich hab gefragt, wie viel der kostet. Die Leute haben gelacht und gesagt, zum Verfeuern gäbs den gratis.
Nun steht er oben im 1. Stock im Wohnzimmer in einem Übertopf, ein paar Filzsterne um sich herum und mit künstlichen Schneeflocken berieselt. Wenn man den den richtig Weg rum stellt, dann ist er gar nicht so übel. Kunibert soll er heissen - hat der Kater gesagt. Kunibert soll es warm haben.
Immerhin!

Morgen ist dann aber fertig mit Ruhe. Dann kommen unsere Jungs mit Anhang. Ist ja nicht so, dass ich Weihnachten einfach ausblende ... ich / wir haben nur eben nicht diesen Bezug dazu. Erinnert mich immer an die unsäglichen interfamiliären Zankereien - ich schaue da mit einem leisen Kopfschütteln zurück und weiss nur, dass ich es so nicht haben will. Einen auf Freude, Friede, Eierkuchen machen ... das kann ich gar nicht ab. Entweder ehrlich - und dann ist das sicherlich genial - oder dann eben nicht. Es muss wahr sein. Dann hat es auch seine Berechtigung.
Bei uns waren das halt immer ein gemusst künstlich zusammengetrommelter Haufen Solokämpfer, einander nicht wirklich gut gesinnt. Bei Braten und Kartoffelpüree hat man sich zusammen gerissen und noch einigermassen friedlich gelöffelt. Nach 1 Glas Wein schon giftete man los und irgendwann mal ging Onkel A der Tante B verbal an den Kragen, es bildeten sich mindestens 6 Parteien und der schönste Streit war im Gange. Vater haute mit der Faust auf den Tisch - auf das jetzt endlich Frieden herrsche, Mutter heulte, Schwiegermutter verliess unter Protest das Fest, die Schwägerin hat es ja immer schon gewusst und wir Kinder verschanzten uns im Kinderzimmer.
Und wenn dann noch die Katze den Weihnachtsbaum ansprang und runter warf, war das Chaos perfekt.

So feiern wir dann Morgen also mit den Jungs, ihren Angebeteten und Kunibert mein hoffentlich gelingendes Filet im Teig. Und Katerlis Quarktorte mit Himbeeren. Falls seine Rippen es zulassen, zaubert er zusätzlich ein Tiramisu. Er kann das wirklich gut ...!

Und jetzt, ihr Lieben, wünsche wir euch von unserer Seite eine ruhige, friedliche und schöne Zeit.
Wie immer ihr sie auch verlebt. Ob ganz gross mit vielen Menschen, der Familie, ob zu Zweit oder auch alleine.
Alles hat seine Berechtigung.
Hauptsache:

TUT EUCH WAS GUTES! WAS IMMER DAS AUCH SEIN MAG!


Dienstag, 18. Dezember 2012

OHREN-MOBBING!

Ich gehe davon aus, dass meine Öhrchen zerfranst, zerfleddert an mir runterhängen, nur noch in Erinnerung an ehemals wohlgeformte Ohrmuscheln erinnern.
Sozusagen Fetzen ihrer selbst.
Ich hoffe, mein Gehörgang hat keine irreparablen Schäden davon getragen ...
Dies ist passiert am Sonntag, dem 16.12.2012, ca. zwischen 12.30h - 13.50h.
Tatort Nähe Bern.

Ich hatte Schule, Prüfung - und wie jeden Sonntag, wenn Schule statt Relaxen auf dem Plan steht, gingen wir essen.
So viel gönnt man sich dann doch. Auch an einem Schultag.
So geschehen auch letzten Sonntag.

Leider hatten wir keine Plätze reserviert ... und wir hätten zudem besser auf die Mimik und den Blick des uns "einwesenden" Kellners achten müssen. Unbedingt! Er hat, wenn auch auf den ersten Blick wertefrei, gefragt ... ja geradezu gewarnt: "... falls es Ihnen nichts ausmacht dass da ... *hüstel* ... Musik ist, hätte ich Ihnen noch einen Tisch hinten im Saal".
Musik? Supi!
Macht uns doch nix aus!
Im Gegenteil.
Schunkelschunkel ...
Haben wir gedacht ...

Zum Schutze seiner Persönlichkeit und auch zum Schutze des ansonsten richtig guten Restaurants, nenne ich keine Namen. Auch wenn dies in Hinblick auf Warnung dringen von Nöten wäre - zumindest was die Hauptperson des Desasters betrifft.
Und ich zudem liebend gerne das Restaurant empfehlen würde ... die Pizzen und die Lasagna sind einfach göttlich! Überhaupt und sowieso: Essen und Bedienung 1A!

Jedenfalls trabten wir munter hinter dem Kellner in den kleinen Saal - nichts Böses denkend. Ausser vielleicht, dass man so ein wenig den jaulenden Hund bedauerte. Arme Kreatur! Der musste irgendwo draussen seit Stunden in Schneeregen und Kälte angebunden sein. So schrecklich sein Heulen, sein Jaulen, sein Jammern!
Im Saal angekommen mussten wir dann aber feststellen, dass der elendiglich gequält schreiende 4-Beiner ein 2-Beiner war. Genauer gesagt: ein 1-Mann-Orchester. Mit Hammondorgel, einer jämmerlich trötenden Trompete, einer ganz unerhört miesen Stimme, dem schrecklichst-möglichen Repertoire, übelst daneben liegendem Humor ... und das alles in einer nicht zu übertreffenden Lautstärke.

Die anwesenden Damen und Herren, aus den wohl umliegenden Altersheimen zum Weihnachtsbrunch zusammengetrommelt ... geschätzt handelt es sich um um die Gruppe: "Hurra wir leben noch - 90+" ... sassen ziemlich anteilnahmslos auf ihren Stühlen und bröckelten die weichen Brötchen in den wohl mittlerweilen lauwarmen Milchkaffee.
Es ist davon auszugehen, dass die Anwesenden samt und sonders sämtliche Hörgeräte ausgeschaltet hatten.
Anders ist die nicht-existente Anteilnahme ... Empörung ... nicht zu erklären.

Während bei uns also der Salat serviert wurde, jodelte der Chaosbruder die Holzwürmer aus dem Dielenboden, anschliessende sah man sich anlässlich der Witzerunde zum Fremdschämen veranlasst. Während die Hammondorgel ein ziemlich talentfreies Grossorchester darzustellen versuchte, trällerte er "Songs" - angefangen von Peter Reber via Peter Alexander bis hin zu Bill Ramsey und dem angesichts schlimmster stimmlicher Verhunzung zutiefst zu bemittleidenden Frank Sinatra.
Als der Hauptgang serviert wurde, wurden wir uns der aufsteigenden Übelkeit bewusst. Norovirus schlossen wir aus - es KONNTE nur der *hüstel* "Künstler" sein ...
Der Mozarella zerfloss nicht angesichts des Pizzaofenhitze - NEIN - ganz bestimmt vor lauter Selbstmitleid!

So schnell haben wir noch nie gegessen - und das schier den Nachmittag über bleibende Pfeiffen in unseren Ohren verlor sich zum Glück gegen Abend.

Also Leute, falls ihr irgendwann, irgendwo einen Mann um die 60zig mit augenkrebsverursachendem Hemd (blaude Karos) Töne von sich geben hört ... denkt an meine Worte ...

FLIEHT IHR MENSCHEN ... FLIIIIIIEHT!!!


Montag, 17. Dezember 2012

ICH HABE ES GESCHAFFT!

Mann! Was für ein Hochgefühl!
Das letzte Wochenende stand bekanntlich bei mir unter dem Zeichen der Prüfung. Was ich nun 1 Jahr lang geübt, gelernt, erfahren und erlebt habe ... für was ich 1 Jahr lang wirklich sehr seriös und engagiert gearbeitet hab - das stand Freitag / Samstag und Sonntag auf dem Prüfstand.
2 Coaching-Sitzungen und das Vortragen des einen Teils meiner Diplomarbeit, dies wurde begutachtet, bewertet, benotet.

Phuuuuu ... der Anfang meines ersten Testings war gar nicht so easy. Ich hätte da also locker ne Kuh als Giraffe verkauft, meine Knie zitterten und die Patschehändchen waren doch ziemlich heftig flutschig :-). Eine Erkältung begann sich auszubreiten, ich hatte Fieber, Husten und die Nase lief.

Eigentlich hat wirklich nix schief gehen dürfen, ich hab so oft geübt und gelernt, hab auf ganz viele andere Tätigkeiten (sogar auf meine geliebten Hockeymatchs!) verzichtet. Aber Prüfung ist und bleibt Prüfung - und ich in dieser Situation gleichermassen Perfektionist wie auch Angsthase. :-)
Nachdem ich Freitag also noch so ein wenig Flatter hatte, lief es am Samstag genial, dito Sonntag. Hat sogar richtig Spass gemacht. Nebst aller Anspannung kam dann die Lockerheit und Sicherheit durch. Und siehe da: es funktionierte alles wie am Schnürchen!
Nach diesen letzten 3 Tagen darf ich voller Stolz vermelden: GESCHAFFT! BESTANDEN!
Ich bin jetzt ein dipl. Coach und darf mit gutem Gewissen auf die Menschheit losgelassen werden.

Mit Riesenfreude werde ich ca. Februar / März 2013 meine Coachingpraxis GLÜCKS-SCHMIEDE einweihen. Mit viel Sinn für's Detail - und Gespür für einen Ort, wo Menschen sich wohl fühlen können und dürfen, sich öffnen können und dürfen - ein Ort der warm in seiner Ausstrahlung ist und einlädt, Fragen / Probleme ... was auch immer ... lösungsorientiert anzugehend.
Mein Elan, die Pläne, die Ideen und all das was noch in mir steckt (...und das ist VIEL!) zu verwirklichen ... es wird mir mehr Berufung denn Beruf sein. Langsam werde ich meine Tätigkeit in diese Richtung ausbreiten. Es wird werden, dessen bin ich mir sicher.

Menschen waren schon immer der Mittelpunkt meines Denkens und Fühlens. Mit "Hilfe" und "Rat geben" kam ich aber oft an Grenzen ... auch an meine Grenzen.
Zu erkennen, dass jeder Mensch sein eigener Experte ist - und diese tollen Momente mit ihnen zu erleben, wenn neue, gangbare Wege sich eröffnen und grosse AHA-Erlebnisse Ungeahntes zulassen ... wenn man Kräfte und Kompetenzen in sich entdeckt - DAS MACHT MICH GLÜCKLICH!
Ich mag Menschen - und habe viel Einfühlungsvermögen, Empathie und Wohlwollen für jede/n Einzelne/n. Zusammen mit den Werkzeugen, dem grossen Wissen aus meiner Ausbildung, kann ich jetzt kompetent, vertrauenswürdig und richtig professionell meine Dienste als Coach anbieten.
Ich glaube, ich habe bis heute genau auf diesem Moment hin gelebt.
Meine grosse Lebenserfahrung, all die Höhen ... gerade aber auch die Tiefen ..., die erlebten Wunder, erlauben es mir, dass ich mit einem fröhlichen Lächeln an die erstaunlichen Möglichkeiten  - welche jeder Mensch zuverlässig in sich trägt - glaube. Auf sie zu gehe.
Ich bin auf dem Weg. Kommst Du mit?

Und ich freue ich schon jetzt auf alles, was auf mich zukommen wird.
Ihr werdet es erfahren.
Aber so viel wollte ich euch schon mal verraten:

Mich gibt es ab jetzt zu kaufen! :-)

IM SERIÖSESTEN SINNE DES WORTES!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

VOM VERSUCH DES NICHTS-LACHEN-WOLLENS

Eigentlich, so resümiere ich mal dieses Jahr 2012, scheint es mit doch durchzogen wie ein Nackenstück vom Schwein. Nicht nur bei uns haben die Katastrophen und -stöphchen und -ströphinchen sich regelmässig und flächendeckend über die Wochen verteilt.
Eben dem Sumpf entflohen, steht man wechselweise im Treibsand / Eishölle / Sandsturm.
Und meint, es gäbe nicht allzuviel zum lachen.

Na ja.
Man merkt eigentlich erst, wie oft man pro Tag lacht, wenn man nicht lachen darf - weil es so schmerzhaft ist. Katerli leidet momentan Qualen ... vor allem wegen dem Lachen. Es ist echt zum Mäuse melken!

Seine linke Rippenpartie schimmert momentan in meinen absoluten Lieblingsfarben! Von hellrosa bis dunkelviolett findet sich jede Schattierung - genau so einen Pulli möchte ich.
Auf die Farbe bin ich echt eifersüchtig, auf die Schmerzen weniger.

Er tat mir ja leid, als ich heute dem Hause entfleuchte und ihn so stöhnend zurück lassen musste. Ich habe es mal à conto "Leidenschaft" verbucht.
Er ist nun ganz alleine zu Hause. Keine mehr da, die Essen macht und Kaffee bringt, Kissen zurecht rückt, tröstet, die Heizung höher stellt, das Fussteil tiefer stellt, die lädierte Katerseite mit Voltaren einbalsamiert, Schmerztropfen einflösst und sogar Schoggicrème einlöffelt.
Aber auch Keine, die ihn zum Lachen bringt. Besser so.
Denn mindestens alle 10 Minuten passiert was, das dringend belacht werden muss. Ist so! Glaubt man gar nicht!

Und man muss sogar lachen, wenn man über das Nichtlachen spricht. So wie heute beim Morgenkaffee.
ICH: "Na, Du armer Kater - was tust Du heute so?"
ER: "Am liebsten sterben, dann habe ich endlich keine Schmerzen mehr"
ICH: "Schlechte Idee, ich hab das Geld für Dein Weihnachtsgeschenk schon ausgegeben!"
ER ... zischt eine Art von "blöde Kuh" zwischen den Zähnen raus, sich das Lachen verkneiffend ...
ICH: "An Deiner Stelle würde ich mich schön vor den Fernseher drapieren und Filme schauen bis die Augen rauchnen"
ER: "Werd ich wohl tun - kann ja sonst nix"
ICH: "Pass aber auf was Du guckst - ich würde mich eher so auf Filme wie INFERNO, WELTUNTERGANGSTHEMEN, MORD UND TOTSCHLAG - wahlweise ein bisschen HORROR und eventuell noch eine Prise DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER oder IM WESTEN NICHTS NEUES einschwören. Oder so. Jaaaaa nicht "Monty Python"," Ice Age" oder "Willkommen bei den Schti's".
Dafür läuft mir die Lebensversicherung noch zu wenig lange ..."

Auch hier meinte er, wieder lachen zu müssen. Ich ging ins Nebenzimmer.
Kann ihn einfach nicht leiden sehen.
Überhaupt ... das ist meine neuste Masche: raus gehen wenn ICH lachen muss. Was heisst, dass ich alle paar Minuten sturmartig das Zimmer verlasse. Nützt aber leider gar nichts, da wir nicht schalldichte Wände haben.
Uuuups. Sorry.

Vorhin ... ich hab ja grad Mittagspause ... habe ich meinen armen Kater angerufen.
ICH: "Na, wie geht es Dir?
ER: "Auaaaaaa....!"
ICH: "Okeeee - über was wollen wir reden? Müsste ja schon was richtig Trauriges sein - komm sag was, was uns zum Weinen bringt!"
ER ... stöhnte, ächzte, jaulte ... und diesmal meinte ich einen Hauch von "dumme Ziege" zu hören.
Kann aber auch "krumme Liege" geheissen haben, ich verstand es nicht so genau. Er nuschelt immer so, wenn er vor lauter Schmerzen die Zähne zusammenbeissen muss.
Und nachgefragt habe ich dann auch nicht.

Teilte ihm die gute Nachricht mit, dass ich heute Abend noch einen Frisörtermin habe und ergo ihn erst wieder um 21.00h zu belästigen gedenke. Mich danach aber auf einen tollen Abend mit ihm und so richtig guten Sex freuen täte.

Da hat es geknallt im Hörer.
Ich weiss jetzt nicht genau, ob ihm das Handy aus der Hand gefallen ist - oder ob er ohnmächtig wurde.
Geschadet hat es ihm anscheinend nicht, vorhin kam eine SMS von ihm:

"AFF DU! :-)"



Mittwoch, 12. Dezember 2012

DANN HAT ES ZOOOM GEMACHT ...

Also eigentlich mehr BUMMMM.
Wahlweise RUMMMMS.
Jedenfalls hat es heftig geknallt, als gestern gegen Abend mein Katerchen auf Arbeit von der Leiter fiel.
Hoch ist er nicht gefallen, bloss ganz blöd auf seine vollbepackte Hüftwerkzeugtasche. Und deshalb liegt er nun zu Hause mit 3 massiv geprellten Rippen.

Er atmetet nicht wirklich - denn atmen tut weh. Ergo weht nur so ein dezent-laues Lüftchen in des Katers Lungenflügelbereich. Laut sprechen kann er auch nicht, dazu müsste er ja erstmal tief Luft holen.

Husten dürfte jetzt gar nicht passieren! Müsste er niesen, dann wäre er tot - so seine Selbsteinschätzung. Er ist sich allgemein noch nicht sicher, ab man daran nicht stirbst ... und falls nein:
Bleibe da bloss noch ich als Restrisiko, die ich ihn auf keinen Fall und unter keinen Umständen zum lachen bringen darf.
Das ist blöd. Und so unrealistisch.
Das macht alles ein bisschen schwierig für mich.
Und ihn.
Und seine 3 Rippen.

Heute Morgen hat er sich als "ein gefühlsmässig auf dem Rücken liegender Marienkäfer" betitelt. Ich hab mir dummerweise gleich ein innerliches Bild davon gemacht, die nächsten 5 Minuten brüllend gelacht und mich weitere 10 Minuten für das Lachflash entschuldigt, welches wiederum ihm auch einen gewissen Anflug von Heiterkeit nicht erspart hatte - und ergo ihm wohl wirklich ganz doll schlimme Schmerzen bereitet hat.

Vom Doc hat er nebst Schmerzpillen und Salben auch so ne Art "Wenn-es-denn-gar-nicht-mehr-geht"-Tropfen verschrieben bekommen. Also nur für den äussersten der äusseren Notfälle. Welcher aber mit meinem ansteckenden Lachflash gegeben war. Ich hab ihm diese Notportion eingetropft - und siehe da, seine Äugelein wurden ganz glänzend und er fragte verschmitzt grinsend: "Hatten wir dieses rosafarbene, fröhliche, frei fliegende Vögelein schon immer im Haus??".
Meine Antwort: "Ja, hatten wir. Nur normalerweise sagst Du mir meist "Schatz" und vergleichst Du mich weniger mit einem Vögelein (...und wenn, dann in Richtung Lämmergeier ....)."

Lachflash Nr. 2.
Ich habe ihn dann auch nicht leiden lassen, sondern gleich nochmals ne Schmerztablette nachgeschoben.
Schliesslich bin ich ja eine liebende Ehefrau.

Ich habe ihn jetzt erst mal im 1. Stock vor dem Fernseher deponiert - während ich, durchs Haus wuselnd, so ein bisschen klar Schiff mache. Plus Krankenschwester spiele.
Da er nicht rufen kann, kam ich blöderweise auf die Idee, ihm ein Glöckelein zu reichen. Für den Notfall. Es notfallt die ganze Zeit. Hier ein Stücklein Schoggi bringen. Da einen Kaffee brühen. Brustkorbseite links mit Voltaren einschmieren - aber bitte gaaaanz sanft! Zudecken, da jede Bewegung weh macht. Kissen neu im Nacken drapieren - weil bekanntlich jede Bewegung weh macht.
Und dabei jaaaaa keinen dummen Spruch bringen, da weder gebrüllt noch gelacht werden darf.
Weil .... jaaaa genau ... jede Bewegung weh macht.

Zum Glück muss ich morgen wieder ins Büro! ;-)

Am Wochenende bin ich übrigens auch nicht zu Hause.
Prüfungen stehen ins Haus! Freitag / Samstag / Sonntag. Bin ganz schön aufgeregt - jetzt wird sich zeigen, ob ich kann was ich in diesem Jahr alles gelernt hab. Die schriftliche Prüfung ging ja wie durch geschnitten Brot. Und meine Diplomarbeit habe ich am Wochenende fertig gestellt. Mein für mich gewähltes Thema ist "Coaching in der Selbsthilfe", es war extrem spannend für mich zu sehen, wie viel (s)ich in diesem Jahr in meinen beiden Selbsthilfegruppen getan hat. Dank dem Wissen aus meiner neuen Ausbildung konnte ich das Gelernte sofort anwenden, umsetzen ... und an den Reaktionen merken, welche neuen Möglichkeiten ich mir erarbeitet habe. Ich bin wirklich begeistert und davon überzeugt!
Ich freue mich so so so sehr, wenn ich dann mein Diplom (hoffentlich) bald in Händen hab und so richtig durchstarten kann. Das wird gut! Da bin ich sicher.

So Leute - und jetzt bimmelt es schon wieder. Katerchen will sicherlich den Rücken gekrault kriegen. Aber nur ganz ganz ganz sanft. Armer Kater - und das meine ich auch so.
Weil ... ihr wisst es bereits ...

... JEDE BEWEGUNG WEH MACHT!

Dienstag, 11. Dezember 2012

MANCHMAL DENKE ICH ...

... ja, das tue ich wahrhaftig und wirklich :-).
Heute morgen zum Beispiel, da habe ich gedacht, dass ich nicht alle Lattem am Zaun habe. Nicht alle Tassen im Schrank. Nicht Mehrheitskonform.So ein bisschen gaga eben.
So oder so ähnlich.

Höre ich irgendwo Widerspruch? Ich warte ...
Ich stelle mir jetzt gerade vor, ich sitze in einem Saale und ihr sitzt als meine Zuschauer / Zuhörer vor mir. Warum bloss habe ich das Bild vor meinem inneren Auge, dass ihr genau in diesem Moment mit hochroten Gesicht da sitzt? Verlegen hüstelt. Verhalten quietscht. Die Hand auf den Mund drückt. In die linke obere Saalecke schaut und euch Riesenmühe gebt, nicht laut loszuprusten ...?
1 Minute später: Tumultartige Szenen ... sich vor Lachen auf dem boden rollende Menschen.

Leute, reisst euch zusammen! :-)

Aber nun zurück zu meiner Morgengeschichte:
Ich träppelte aus dem Hause Kunterbunt, unter mir knirschender Schnee und Eis, über mir wildes, weisses, kaltes Geflöckel. Soweit, so ungemütlich.
Glücklich ich, die einen Schirm ihr Eigen nennen kann. Genauer gesagt: einen Knirps - also das bekannte Zwergenmodell, handtaschentauglich.
Ich habe übrigens einen nicht unbeträchtlichen Knirpsverschleiss - es ist davon auszugehen, dass ich die Schweizerischen Bundesbahnen mit jährlich einem guten Dutzend Knirpsen sponsere. Tram und Bus und Restaurants sind hierbei noch nicht erwähnt ...
Jedenfalls robbte ich vorwärts Richtung Busstation, als eine Windböe energisch am Knirps rupfte ... und siehe da ... mein Knirps wurde geköpft und ich hatte nur noch den "RPS" in der Hand. "KNI" war vom Winder verweht! Und alleine der Handgriff plus 10cm Gestänge schützen nicht wirklich.
Ergo ging es nicht lange - und ich war zur Schneefrau mutiert.
So stand ich dann am Fussgängerstreifen. Weiss von oben bis unten - ein herrliches Bild! Selbst ich konnte ein breites Grinsen nicht verkneifen. Ganz ganz breit.

UND HIER - GENAU HIER BEGINNT DIE "NICHT ALLE LATTEN AM ZAUN"-GESCHICHTE:

Nochmals zur Erinnerung: Ich stand breit grinsend am Fussgängerstreifen. Es näherte sich ein grooosssser, schwerer Lastwagen. Wahrscheinlich vollbepackt, dies haben Lastwagen am frühen Morgen meist so an sich.
Ich habe die Gedanken des Fahrers förmlich gefühlt "... theoretisch würde es grad noch eben so reichen ... aber ... hoffentlich bleibt diese Schneefrau stehen ... wenn ich jetzt voll in die Eisen stehen muss, wird es eng ... und schliddert ... Scheisswetter".
Jeder normale Mensch an meiner Stelle, der überlegt sich in schlimmsten Varianten und in blutroter Farbdarstellung, was passiert, wenn Frau Schneefrau versus LKW auf Konfrontationskurs geht - den Rest kann sich hier Jede/r selber ausmalen.

ICH aber, ich hab genau den folgenden Satz gedacht: "Was passiert eigentlich, wenn ich genau JETZT, mit genau DIESEM breiten Grinsen, die Fahrbahn betrete, der LKW nicht bremsen kann und der breite breite Pneu justament über meine in besagten Momente breit grinsenden Gesichtszüge rumpelt ... welch Bild erwartet die Helfer der mittels Blaulicht sofort herbeieilenden Retter der Amulanz?
Das breiteste Lächeln ever ...?"
Ich hab da ein Bild vor meinem inneren Auge ... :-).
Ach ja.

Die gute Nachricht: Ich habe es nicht riskiert und blieb stehen - und grinste den Fahrer in aller Breite an. Er seinerseits winkte fröhlich und lachte zurück.

Irgendwie habe ich nicht alle Latten am Zaun.
Manchmal.

ODER?

Samstag, 8. Dezember 2012

FRAUENABEND

Gestern hatte ich sturmfreie Bude.
Katerli hatte seine erste Firmen-Weihnachtsfeier beim neuen Arbeitgeber.
Also ich liebe den Kater ja heiss und innig - aber mal so einen Abend für mich ... die ganze Couch für mich ... das Fernsehkästchen für mich ... die Kuscheldecke für mich ... die Ruhe für mich ... bei aller Liebe: Ich freute mich riesig darauf!

Ich erinnere mich an keinen Abend der letzten Monate, den wir uns nicht geteilt hätten. Ausgenommen mein Rhodos-Urlaub, da wo der Kater am letztmöglichen Tag noch nach jahrelangen Lebens-Irrfahrten seine Lehrstelle gefunden hat.
Ich denke übrigens noch heute täglich an diesen Moment zurück. Für mich ist und bleibt es ein Wunder. Ich, die so gerne und ungebremst an Wunder glaube, hab da wieder Nahrung für viele, viele, viele Jahre "an Wunder glauben" bekommen.
Und wo ich schon grad beim Kater und dem Wunder bin, so wundert es mich seither jeden Morgen, wie sehr er sich verändert hat. Im Guten verändert. Aus dem ehemals wortkargen Morgenmuffel, dem bereits ein Dielengeknarre um 05.00h auf die Nerven ging und ich vor 07.00h ausser "Guten Morgen Katerli" in meinem ureigenen Interesse - und ganz entgegen meiner völlig natürlichen Natur - bitte nix sagen sollte ... mutierte der  Elektro-Kater seit Anbeginn der Lehre (und wöchentlich messbar mehr!) zum Morgenlaferi. Morgenschnurri. Morgenlaberer. Kater ist die allergrösste Quatschtante geworden!
Der textet mich manchmal schon VOR dem Weckergeläute zu, kitzelt mich, schuckelt hin und her bis mir schier schlecht wird - und ist stets der Erste, welcher aus dem Bette hüpft. Während meinereiner sich aus dem Bette quält.
Das Gute an der Sache: Seither muss ich nie nie mehr den Morgenkaffee machen - der steht stets fertig gebrüht mit viel Milchschaum auf dem Tisch.
Finde ich gut!

Trotz all dieses "gut findens", versteht ihr sicher, warum auch die Kater-liebenste aller Kater-liebenden Frauen mal einen männerfreien Abend braucht. Mal einen Abend ohne Strom, Ampère, Gleichstrom, Wechselstrom, Stromspannnung, Witzen von der Baustelle.
Ich bin auch nur eine Frau! Und möchte mal wieder TITANIC - ja, sogar die erweiterte Fassung - mit Tempos, vom Lieferdienst bestellter Pizza und ergiebigsten Geschluchze, zelebrieren.

Ok. Soweit war alles klar.
Katerli fand die Idee auch prima und stellte mir in Aussicht, dass lange gefeiert wird und er sicher nicht vor Mitternacht zu Hause sei. Das tönte in meinen Ohren wie vorweihnachtliches Glöckchengebimmel. Herrlich!
Den ganzen Freitag freute ich mich wie eine Schneekönigin. Hatte in der Firma zwar viel zu tun, es wuppte sich aber aufgrund der Vorfreude schier von alleine. Und pünktlich um 17.30h stellte ich meinen Compi in der Garage aus und hüpfte im Chaos-Schneefall fröhlich nach Hause.
Das musste ich mir dann zwar hart verdienen ... Züge fielen aus, Busse fuhren kaum mehr, ich fror und erst der Privatweg zur Villa Kunterbunt ... ich habe gestern davon berichtet. Mit einer Stunde Verspätung kam ich dann eeendlich zu Hause an. Erhellte und erwärmte alles mit wundervollem Kerzenlicht, orderte beim Pizzaservice eine "Pizza Gambaretti" und einen leckeren Salat, machte mich auf der Couch so breit wie ich nur konnte, scharte alle Kissen ungeteilt um mich.
Was für ein Gefühl!
Frauenabend!

Der Pizzabote kam zwar kaum durch den Schnee - trotzdem kam er dann irgendwann mit dem Objekt meiner Begierde an (...für einmal nicht der Kater ...). Ich ergänzte diese lukullische Köstlichkeit mit viel schwarzem Pfeffer, stellte mein Handy off und eröffnete diesen, meinen Abend.

Es war 20.00h, die Pizza schmeckte einfach köstlich! Ich legte die DVD ein, kuschelte mich in die Wohlfühldecke, es konnte losgehen ... Kate und Leonardo spazierten im mein Wohnzimmer ... ich gierte auf alles was kommen möge ...

... UND DANN WAR DER KATER DA!

Schaute mich mit grosser Äugelein an. Ich ihn.
ICH: "Warum bist Du schon da ...????"
ER: "Weil die Feier fertig ist und ich nun zu Hause bin ...!!!"
ICH: (leicht empört im Ton) "Ja aber ... Du hast doch gesagt, es wird nach Mitternacht ...?!?
ER: (ebenso leicht empört im Ton) "Ist es ja auch!"

Ich weiss wirklich nicht wie das passieren konnte. Leonardo war doch noch nicht mal auf dem Schiff! Geschweige denn, dass Frau Celine Dion ihren tränenschwangeren Soch "MEI HART WILL GO ON" geträllert hätte!
Schiebung!
Ich wurde betrogen!
Um meinen Abend!

Katerchen lachte sich scheckig. Und ich werde mir in der näheren Zukunft wohl noch öfter mal vorhalten lassen müssen, dass ich diesen Abend - den ich mir euphorisch in den buntesten Pinktönen mit lila Einschlag ausgemalt hatte  ...

... SCHNÖDE VERPENNT HABE!

Freitag, 7. Dezember 2012

DAS DING UND SEINE 2 SEITEN

Ich habe es heute Morgen ... im ganz ganz frühen Morgenstadium ... wieder mal gedacht.
Dass jedes Ding seine 2 Seiten hat.

Insofern die Reichweite meiner Denkfähigkeit um 06.00h bei Minustemperaturen bereits als solche zu bezeichnen - und als relevant zu bewerten ist.
Ich finde nämlich, wenn es so kalt und so früh ist, stottert mein IQ inklusive der besagten Denkfähigkeit ein bisschen. Hat Startschwierigkeiten. Die kalten Temperaturen bringen ja bekanntlich die stärksten Fahrzeuge zum erliegen! Davon können wir in der Garage des Winters ein Liedchen trällern.
(Dies nur ein kurzer, erklärender Querschnitt durch die Hirnwindungen meiner eis-kristallinen, durchgefrorenen Gedanken.)

Zurück zu den 2 Dingen. Und deren Seiten.
Katerchen und ich wohnen in einer Privatstrasse. Das ist prima so! Weil dies nämlich bedeutet, dass es schön ruhig ist. Kein Durchgangsverkehr. Heute Morgen, zum Beispiel, hörte man nur das Knirschen meiner Stiefelsohlen auf dem in der Nacht zu Eis gefrorenen Schnee. Und gelegentliche Rutschgeräusche, begleitet vom scharfen Einziehen von Luft - bedingt durch den kurzzeitigen Schockgedanken, mich nach einem an Origami erinnernden Sturz (da "faltet" es mich regelmässig, im wahrsten Sinne des Wortes!) mit splitterndem Spiralbruch diverser Gliedmassen auf dem einsamen Privatweg liegen zu sehen.

Womit wir bei der anderen Seite der Medaille ankommen wären.
Mein Giovanni - fleissige LeserInnen wissen: Giovanni ist mein Roller - schlummert tief im Winterschlaf. Was bedeutet, dass ich zu Fuss die Strecke zur Busstation hinter mich bringen muss. Sind es 200m? Oder doch eher 300m? Vielleicht sogar 400m?? (Ich bin ganz arg mies im schätzen, probierte mich wohl genau deshalb kürzlich in Stretchjeans Grösse 42 zu quetschen - no chance! Dabei sahen die so gross ausgemessen aus, und stretchig waren sie auch noch ... Menno!!!)

Na ja, jedenfalls sind diese paar Meter nicht der Rede wert. Ausser: sie sind mit Eis bedeckt. Und der so ruhige, private, abgelegene, unbekannte, unauffällige Privatweg hat den Nachteil, dass die Stadt Thun diesen auch als solchen behandelt. Und weder Schnee räumt, noch salzt.
Kinder finden diese Tatsache übrigens megacool - und gehe ich ausnahmsweise erst so gegen 08.00h aus dem Hause Villa Kunterbunt, kommen sie mir juchzend, rutschend, übereinanderfallend, lachend, sich schubsend und wild daher schliddernd entgegen.
Während ich, Fuss vor Fuss stellend - höchst konzentriert und aufmerksam wie selten - mein Leben hin zur Busstation rette. In der Hoffnung einen Sitzplatz zu ergattern.

An genau solchen Tagen komme ich mir vor wie 50zig! Um bei genauerer Betrachtung ernüchtert feststellen zu müssen, dass es sogar 51 ist!!! Tja, diese Erkenntnis bereitet mir rein gefühlsmässig - in Kombination mit fröhlichem Kindereisgekreische à la "juhuuu - es hat Eis!!" - zusätzliches Glatteis.
Meine des Winters stets juckenden Unterschenkel, jucken dann ganz besonders. Auch wenn ich mich täglich 2x eincrème. Das Jucken dehnt sich in solchen Momente in die Seele aus, finde ich. Manchmal.

Ich  habe kürzlich mal gelesen, dass sich viele Frau neuerdings den Po mittels Silikonkissen aufprallen lassen. Ich darf den Gedanken nicht zu Ende denken, was passiert, wenn eine solche Frau in unserer Privatstrasse wohnt ... und auch so früh aus dem Haus muss wie ich. Im Winter. Bei Eis.
Aiaiaiaiaiaiaiai!

Und dann bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich die zwei Seiten betrachte. Das Dafür und das Dagegen gedanklich aufliste. Also das des Privatweges - nicht das des Prall-Po's.
Resultat: In mehr als 50% der Zeit hat es kein Eis. Und ich hab eh keine Po-Poster-Einsätze. Und die sich vor Lachen kringelnden "Eis-Kinder" sind nie so früh unterwegs wie ich. Und überhaupt: Herrlich, da wir wohnen!

Und mit einem Lächeln gehe ich weiter.
Richtung Busstation.

FUSS VOR FUSS SETZEND ...

Dienstag, 4. Dezember 2012

MORGENSTUND HAT EIS AM SCHUH

Was für ein Tagesbeginn!
Sehr eisig ist es auf den Strassen und Gehsteigen, rutschig vom Feinsten. Tage wie diese verleiten mich gerne zu Höhenflügen - ca. 50 cm ab Boden, mit anschliessendem Crash ... Po voran. Wahlweise Hinterkopf.

Je nach Region wird dann das Eis zu Matsch.
Und wer - wie ich - nicht dort arbeitet wo er wohnt, hat zu Hause Matsch und am Arbeitsort Eis.

Den Winterschuh, welchen ich doch sooo dringend benötige, den gibt es leider nicht.
Es müsste nämlich eine Art Schuh in Form von Entenfüssen sein. Saugnäpfchen-bestückt. Fellgefüttert mit Thermoeinlagesohle. Unterseite engmaschig mit Spikes versehen ... zwischen den Saugnäpfchen angebracht. Und Anti-Rutsch Krallen vorne. Kleinen Keilabsatz, selbstverständlich mit stossgedämpfter Einlage. Blinklichter rundum. So ne Art Weihnachtsbaum-Schuhe.
Das Ganze dann gerne in einem kräftigen Pink. Damit man mich auch sofort im Schneehaufen orten kann. Oder rücklings im Strassenkreuz liegend von der Fahrbahn ziehen.
Oder so.

Aber jetzt mal ganz abgesehen von Eis und Matsch am Schuh, hatte der heutige Morgen auch was für die Nase zu bieten: Diesen unnachahmlichen, unverwechselbaren, wahnsinnig leckeren Duft nach Gipfelis (Croissants).
"Meine" Bushaltestelle ist - Glück oder Unglück? - direkt vis-a-vis einer Bäckerei angesiedelt. Und da ich ein Menschenkind bin, welches immer und überall zu früh dran ist, muss ich jeweils mindestens 5 Minuten auf den Bus warten. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass ich mindestens 5 Minuten lang den Duft von Gipfelis in der Nase hab, was ultimativ-heftigen Speichelfluss und hungrig-gieriges Magenknurren auslöst.
Besagter Duft legt sich mir ultimativ zwischen die Flimmerhäärchen meiner Nasenschleimhaut, hat eine immense Wirkung auf den ganzen Rest des menschlich-verführbaren Ichs vom Fränzi. Und würde sich gleichzeitig die Butter des Blätterteiges nicht proportional völlig unverhältnismässig auch auf meine Hüfte legen ... und somit zumindest ansatzweise meinen Verstand tangieren ... ich würde täglich den Bus verpassen.
Tja.

07.00h ... endlich im Büro angekommen ... hatte ich ergo Matsch, Eis und Gipfeliduft erfolgreich gemeistert. Dass Katerli sich genau in diesem Moment meldete, hat mich froh gemacht. Sicherlich wollte er fragen, ob ich denn wohlbehalten in der Garage angekommen sei.
Dachte ich.
ICH: "Huhu Katerli - sooo lieb dass Du Dich um mich sorgst!"
ER: "Also ... ähhh ... eigentlich wollte ich Dich fragen, ob Du weisst, wo der Autoschlüssel ist ...?"
Ein gedanklicher Blitz und ein verschwommenes Déjà-vu knallte durch meine Gedanken ... und mein inneres Auge sah mich heute um 06.00h 2!!!! Schlüssel vom Schlüsselbrett nehmen ... *HILFE!*
ICH: "Aaaaalso Katerli - ich weiss es nicht wirklich ... aber ich könnte mal in meiner Tasche nachschauen ..." *SCHLUCK*
ER: *Leicht durch die Zähne zischend...* .... "JA BITTE, TUE DAS!!!"
1 Minute später:
ICH: "Ääähm, keine Ahnung wie das passiert ist - äähm ... ja, ich hab den da ..."
ER: (Stimme irgendwie brüchig) "Und nuuuun!???"
ICH: "Ich an Deiner Stelle würde den Ersatzschlüssel nehmen ..."
ER: (Stimme erinnerte an Hahn mit geschwollenem Kamm ...): "...und falls man Keinen hat?!?...)
ICH: "Dann würde ich meinen Chef anrufen und ihn fragen, ob er mich abholt"
Danach war die Leitung unterbrochen.
Ich denke, es liegt an den schlechten Wetterverhältnissen.

Habe grade vorhin eine SMS bekommen, dass Katerli vom Chef abgeholt worden ist. Und ich am Abend eine Flasche guten Wein für den Chef mit nach Hause bringen solle.
Die müsse ich aber selber bezahlen.

MEINE LEICHTESTE ÜBUNG FÜR HEUTE!

PS: ...und dem Katerli bringe ich eine extra grosse Geschenkpackung seiner Lieblingsschokolade mit ... versprochen! :-)

Montag, 3. Dezember 2012

VON BAUSTELLEN UND WÜNSCHEN

Liebe FreundInnen im Bloggerland

Nicht dass der Eindruck entsteht, ich würde mir Baustellen wünschen - aber ich scheine dafür prädestiniert, überaus begabt - ja geradezu dafür gemacht zu sein. Da schliesse ich mit einem aus tiefsten Herztiefen hervorgeseufzten Erleichterungs-Nachwehgeklage Baustelle Nr. 376'987 ab, fühle mich direkt um TonneN erleichtert und hebe schier ab, da besagtes Herzbeschwerungsbergmassiv Nr. 376'987 ENDLICH und WAHRHAFTIG ad acta gelegt werden kann ... um mit Schwung und Anlauf in Baustelle Nr. 376'988 zu knallen.
Meist ungebremst und schon gar nicht erwartet.
Sie tun sich mir einfach auf, diese Baustellen mit den teils bis auf Mittelerde reichenden Falllöchern.

Das nach oben Kraxeln bereits geübt, ist besagtes zur Erdoberfläche zurück kämpfen schier ein Reflex, ein Mechanismus. Ein Umstand, den ich aber alles andere als ladylike in die rosafarbenen, grobbesohlten, mit Spikes versehenen "Lebensunterwegssein-Schuhe" stecke, sondern Zeter-Mordio fluchend, zähneklappernd und Hände verwerfend beheule, bejammere und verfluche - um 1 Minute später den Aufstieg unter die hart erarbeitete, innerliche Fuss-Gedankenhornhaut zu nehmen.

Dass ich mich hier so rar mache, hat genau damit zu tun.
Kraxeln und ans Ziel denken, Zeter sowie Mordio fluchen, mit den Zähnen den Marschtakt gen oben vorklappern ... das bedarf höchster Konzentration. Und lässt nebenamtliches Geblogge energetisch nicht mehr zu.
Aber ich denke - dies ist legitim und bewölkt den Sternenhimmel nicht.
Dass ich dann nicht schreibe find ich uncool - cool find ich aber, dass ich meinem für 2012 vorgenommenen Grundsatz "Du schaust jetzt mal ein bisschen zu Dir, gell Fränzi" in die Realität umsetzen konnte und erst mal das Nervenaufreibende hinter mich bringe. Bleibt dann noch ein bisschen was an Minuten und Energien, so münze ich dies gerne in Buchstaben um - wie heute.

Um eventuelle Fragezeichen gleich ins Nirwana zu befördern: Dem Kater gehts obermegaultraprima! Und er ist meine grosse Stütze der letzten Wochen. Der Held meiner stressgefransten Herzkranzgefässe! Mein Gloriosus der schreckensgeweitet-hervorstehenden Augäpfel! Das harmonische Miteinander ist ergo gewährleistet und stabil intakt.
Was die Erdkraterspalten anbetrifft, welche sich mir sozusagen in den Lebensweg stellen, so belasse ich es einfach mal dabei, dass es äusserst giftbewolkte und messerscharf gezackte Abgründe sind. Sehr verletzungsschwangere Umstände.

Zumindest einer dieser Kraterspalten - ein überaus veritabler! - konnte per Freitag letzter Woche endlich zugeschüttet werden. Hier ist kein neuerlicher Lavaausbruch zu erwarten und scheint mir stillgelegt. Das war aber ein völlig unerwarteter Riesenk(r)ampf und ich habe mich selber von einer ganz neuen Seite kennengelernt.
Aber man mag sagen was man will ... so Ausnahmesituationen bergen auch was Gutes in sich. Zeigen Potential auf, wo man bloss Cellulite und dünner werdendes Haar erwartet.
Immerhin. Finde ich.

Und als ich dann heute Morgen im Bus an den Bahnhof fuhr, da kam die laute Durchsage des Chauffeurs: "Ig wünsche aune Mönsche es wunderbare u guete Schtart i dä chaut Tag, i di kommende Wuche - lächlet enang a, de wird's wärmer!". (Ich wünsche allen Menschen einen wunderbaren und guten Start in diesen kalten Tag, in die kommende Woche - lächelt einander an, dann wird es wärmer!).
Dies fand ich so toll und vorbildlich, dass ich dachte, dies heute auch tun zu wollen.

Euch anlächeln.
Und euch einen wunderbaren, guten Start in diesen kalten Tag, diese kommende Woche wünschen.
Darum:


GUTSCHEIN:
1 x LÄCHELN FÜR DICH
1 x WUNSCH FÜR DICH - WAHLWEISE MEHRERE

Sonntag, 21. Oktober 2012

CLEVER VERFRESSEN :-)

Ein wahrhaft goldener Herbsttag ist das heute.
Sommerliche Temperaturen, die Sonnenstrahlen halten die fliehende Sommerbräune auf und die Menschen radeln, latschen, fahren, lassens ich fahren, schippern, liegen, sitzen ... an und in der Sonne.
Kater und ich dito.

Wir haben uns aufgemacht in Richtung Anhöhen des linken Thunerseeufers - da kann man so herrlich runterschauen und geniessen. Sieht schön aus, schaut mal:


Mit Lust auf einen feinen Kaffee und etwas Richtung Eis mit Beeren - es dürfen auch Beeren mit Eis sein - begaben wir uns in Restaurant Seeblick oberhalb des Thunerseen in Aeschlen ob Gunten.
Schön war's! Und hier passierte diese lustige Geschichte:

Katerli und ich rührten grad in unseren Kaffee's, als ein Paar in unserem Altern - fast hätte ich "mittleren Alters" gesagt, tztztztztzt :-) - sich neben uns setzte. Höflich fragen, ob der Platz auch frei sei.
War er.

Frau R.L. (Name der Redaktion bekannt): Sehr schlank, schon fast durchsichtig, sich langsam ins Angebot der Salate einarbeitend ... während Herr B.L. (Name der Redaktion) bekannt, staturmässig eher an einen Sumoringer erinnernd, sich ganz ganz hurtig auf machte, die Dessertkarte zu erkunden.

SIE: "Ich nehm einen Feldsalat mit Ei - ohne Dressing. Das hat immer so viele Kalorien".
ER: "Und ich gönne mir ausnahmeweise das Zimt-Zwetschenparfait mit heissen Zwetschen und Sahne".

So weit. So gut.

Während Frau R.L. an ihrem Grün mümmelte, pfiff sich Herr B.L. das nicht eben kleine Dessert in Windeseile zwischen die Kiemen. Er schmatzte und schleckte und gab Laute des Wohlseins von sich.
Während die Dame eher dem guten Ton und der Contenence gebührend das trockene Grün mit spitzen Lippen und weder hörbar noch sichtlich innerlich zerteilte und vorverdaute.

Als die Teller waren, bekundete Frau R.L.ein leichtes Völlegefühl. Während ich meinte, den Magen von Herrn B.L. knurrren zu hören. "Irgendwie war das jetzt mehr als genug", meinte Frau R.L., "mir ist so schummrig in der Magengegend".
Herr B.L. hatte das Patentrezept parat: "Schatzi-Hasi, bestell Dir doch eine Portion Vermicelle mit Vanilleeis und Sahne - das wird Dir gut tun. Ich kann mir vorstellen, dass Du heute zu wenig gegessen hast!".

Frau R.L. widersprach. Vehement. Die schlanke Linie  - ihr wisst schon.
Ihr Gemahl war aber totaaaal anderer Meinung und redete so lange auf den femininen Strich in der Landschaft ein, bis dieser zu wanken begann und sich beugte.
"Aber nur eine klitze-kleine Portion!".

"Neneeee - nimm eine grosse Portion. Das tut Dir gut. Und bleibt was übrig, bin ich ja immer noch da!" - so der Herr. Und bestellte im gleichen Atemzug für seine Frau "eine grosse Portion Vermicelle mit 2 Kugeln Vanilleeis und 2 grossen Tupfern Sahne!" ... "eine Portion für Erwachsene, Sie verstehen ...?".

5 Minuten später sass Frau R.L. vor einer Riesenschüssel Dessert.
Und nach 5 Löffelchen hatte sie genug. "Ich krieg einfach nix mehr rein - geht nicht! Schade um das feine Dessert".
Herr B.L. liess aber weder seine Frau, noch das Dessert leiden. Er schnappte sich die Schüssel und schnabulierte mit Inbrunst Dessert Nr. 2.

Katerli und ich schauten einander nur grinsend an. Clever, der Mann!

Anschliessend zahlten die Beiden und gingen. 
Herr B.L. hatte ein wenig Mühe, sich aus dem Stuhl zu wuchten und zwischen den Tischen zum Ausgang durch zu quetschen. Wir hörten noch, wie sie zu ihm sagte: "Also Du, Bärchen, so ein bisschen müsstest Du auf Deine Linie schauen" - während er, gequält lächelnd und leicht vorwurfsvoll, meinte: "Wenn Du immer so viel bestellt, dann kaum was isst und ich wieder den Rest verputzen muss ...!!. Was kann ich denn dafür?"

SO KANN MAN(N) ES AUCH MACHEN :-)





Freitag, 28. September 2012

DER KATER IST FROH - STERNENZAUBER AUCH

Der Abschied von Rhodos ... von meinen Freunden ... meiner Griechenlandfamilie ... meinem TINA FLORA ... darüber werde ich noch berichten.
Weil es da viel zu berichten gibt.

Aber heute, heute ist erst mal der Kater dran. Weil er so froh ist. Und mich so froh und fröhlich und glücklich gemacht hat.
So einen herzlichen Empfang hat er mir bereitet - mir ging das Herz auf! Er hat es wieder mal geschafft, mich zu verblüffen. Der Mann ist erstaunlich, immer wieder. In jede Richtung :-).
Er ist weiss Gott nicht der Mann der grossen Worte - aber macht er mal welche, dann hauen sie vom Hocker und sind die Grössten.
Danke Katerli!!!! Das ist echt eine Riesenüberraschung.
Die ist Dir geglückt!
Du bist der allerobertollste Kater der ganzen Welt!!!!

Ich möchte euch nicht vorenthalten, was er mir Gutes getan hat ... bin sehr gerührt, nach wie vor.

Ihr kennt sicher dieses herzige Schaf da?
Diese herzige Tasse hat er mir vor Jahren mal geschenkt - 
"ohne Dich ist alles doof".


Gestern aber, da hing das ganze Haus voller neuer Botschaften -
ich hab mal alle fotografiert ... klickt auf das Bild zum Vergrössern.
Es lohnt sich!


KATER ... FRÄNZI IST AUCH FROH 
WIEDER BEI DIR ZU SEIN!!
ICH LIEBE DICH!!!

Mittwoch, 26. September 2012

RHODOS IST (M)EIN MAGNET

Kommt mit mir auf einen laaangen Spaziergang über diese Insel - mit all ihren wundersamen Kostbarkeiten in vielerlei Form. So gerne würde ich euch zeigen, was sich mir hier eröffnet. Mir bleiben letztendlich "nur" Fotos, die ich zeigen kann.
Aber wer weiss - vielleicht kann ich den Einen oder die Andere mit meinem unheilbaren Rhodos-Virus anstecken.

Gestern schrieb mir eine Leserin dieses Blogs, dass Rhodos süchtig macht und man immer immer wieder zurück kommen will. Diese Insel hätte die Wirkung eines Magneten - dieser Aussagen kann ich nur beipflichten!

Heute ist mein letzter ganzer Tag auf meiner herrlichen Sonneninsel. Gleich gehts los ans Meer ... und hierhin und dorthin. Da ein letzter Blick - hier ein letzter Gruss - nochmals den herrlichen Drink bitte - und ja, bitte erzähle mir alte Geschichten von Rhodos ... efcharisto!

Doch bevor ich mein Quad starte und los düse - hier die Bilder von gestern:


Die Statue mit dem Hirsch bei der Hafeneinfahrt Rhodos


Auf dieser Insel leben Götter und Engel. Ich kann es bezeugen!


Bunt ... soooo bunt!


Dein Lachen, lieber Michali ... Du bist einmalig!! Danke dafür!


Und Du, mein lieber Imiglikos-Weingeist ... wirst mir ebenso fehlen!


(Lebens)Künstler ...



Rhodos, 16.00h - die Haare sitzen nicht. 
Nein.
Die JUBELN vor Freude!


Dies sind nur einige Schnappschüsse aus vielen hundert Bildern.
Also falls jemand noch mehr möchte ... jederzeit gerne!

Ich freue mich schon heute, wenn ich bald wieder hier sein darf.


ICH HOFFE SO SEHR, ES IST GANZ SCHNELL BALD ...!

Dienstag, 25. September 2012

FRANZISKA - ELA OPAAAAAAAA...!

Kennt ihr dieses Gefühl ...?
Aufzuwachen an einem Morgen, der so ganz anders ist als die Anderen. Weil man am Abend vorher was ganz Aussergewöhnliches erlebt hat - und daS Leben nun nochmals reicher ist?
Man einfach glücklich ist.
Genau so, wie es ist.
Dankbar ist - für alles was war und hoffentlich noch sein wird.

Da sitze ich nun hier in meinem Hotelzimmer auf Rhodos und möchte euch Dinge erzählen, die mit Worten aber kaum zu beschreiben sind. Es sind Gefühle, Empfindungen ... Bilder die ganz tief in einem sitzen. Und wirken. Für immer und 3 Tage.
Ich versuche es trotzdem.

Was los war gestern?
Vielleicht muss ich beginnen bei Tagen, die 21 Jahre vorher stattgefunden haben. Damals - ich war grad 30 - habe ich mit einer Freundin zusammen Last Minute Ferien auf Rhodos gebucht. Rhodos, Griechenland - ja, davon hatte ich gehört.
Und so kam ich - eigentlich durch Zufall - zum ersten Mal auf diese Insel, zum ersten Mal in mein TINA FLORA Hotel.
Was als ganz normaler Urlaub begann, veränderte meine Leben.

Weil ich hier eine eine zweite Familie gefunden hab. Einerseits die Hotalfamilie - Michali, Zoe, Tina und Flora. Andererseits Freunde, die auch Gäste hier waren / sind. Jahr für Jahr traf man sich hier. Unvergessliche Dinge habe wir hier zusammen erlebt. Heirat zum Beispiel.
Die Sonntag Abende am Pool, bei Salatbuffet und Fleischspiess vom Grill. Danach Stühle weg, Tische an den Rand ... und Zoe tanzte Sirtaki. Ein paar Minuten später wir Alle zusammen.
Eine grosse Familie eben.

Die Abende am Pool blieben, doch die Gäste änderten sich. Die Gesellschaft verändert(e) sich allgemein. Und wird sich auch weiter verändern. Das bewerte ich nicht negativ - es ist einfach so, weil es so ist. Aus der grossen Familie wurde dann mehr und mehr einerseits wir, die Stammgäste. Andererseits die Urlauber, die zwar das Ambiente hier auch genossen ... aber nach dem Essen ging man seines Weges. Und die Sirtakitänze wurden selten. Bis sie dann einfach ganz wegblieben.
Die Zeiten wandeln sich - und wir wandeln uns mit der Zeit. So ist das halt.
Oft noch haben wir von den legendären Tanzabenden gesprochen. Haben uns erinnert an die wunderschöne Zoe, die mit ihrem Temperament uns Alle mitriss. Die gesprüht hat vor Freude. Wir mit ihr.
Erinnerungen. Schönste Erinnerungen.

Ja - und nun ist hier etwas passiert, was wir zutiefst bedauern ... das TINA FLORA ist zumindest für eine Saison geschlossen. Unser zu Hause auf Griechenland wird so nicht mehr sein. Die Lage hier in Griechenland - man weiss es - ist nicht komfortabel. Und die Familie hier reisst sich schier in Stücke für ihre Gäste. Da bleibt auch gesundheitlich was hängen.
Nun gibt es also eine Auszeit. Zumindest mal ein Jahr.

Das gibt Tränen ... immer wieder wenn wir daran denken. Auf allen Seiten.
Wir verlieren hier etwas von Wertvollsten das es überhaupt gibt. Ich meine "Tankstelle" ... und das meine ich nicht so flapsig wie es tönt. Was hat meine TINA FLORA nicht alles für mich getan. Damals vor 2 Jahren, als es mir so schlecht ging, ich alleine hier meinen ersten Hochzeitstag feierte. Gesundheitlich sehr angeschlagen - vom Herzschmerz nicht zu sprechen. Da waren die da, ALLE waren sie da. Die Griechenland-Familie und die Gäste-Familie. Und das ging nicht nur mir so. Hier gibt es was, was es sonst nicht gibt.
Für uns TINA FLORA-Menschen ist es unersetzbar. Durch nix zu kompensieren. So ist das Leben.

Deshalb haben wir gestern Abend aus Dank und zur Erinnerung an all "unsere" Jahre Michali, Zoe, Tina und Flora mit einem schönen Geschenk überrascht. Mit Foto, Gedicht, Bild - eine Hommage an die besten Freunde auf der schönsten Insel Griechenlands.
Das ist angekommen ... und wie! War das ein Abend ...

... und ... dann ist es einfach so passiert. In all den Tränen mit Blick auf das was kommt ... in all dem Lachen mit Blick zurück auf das was war ... plötzlich fordert mich Zoe zum Tanz auf. Alte Zeiten lebten auf ... es war wie früher. Dann der Tanz mit Michali. Und plötzlich tanzen wir Alle zusammen. Mussten den Sirtaki erst wieder lernen.
Wir klatschten, tanzen, sangen, lagen uns in den Armen - lachten Tränen und weinten Tränen. Da war so viel Liebe, Einklang und Zusammenhalt. Ein Riesengeschenk vom Leben. Dass so ein Abend möglich war - wieder mal ein Wunder. Wieder mal Himmelsgeschenk. Während ich dies schreibe, kullern Tränen die Wangen runter, aber vor Freude.
Ich habe so unendlich viel Dank in mir. So unsagbar viel an Gutem was mir geschenkt wurde.
So viel mehr als mit Worten gesagt werden könnte.

Ich stell später hier noch Fotos rein - muss erst mal meine Familienmitglieder fragen, ob es ok für sie ist. Und wenn nicht, dann macht euch eigene Bilder von glücklichen, tanzenden, lachenden Menschen, welche sich an den Händen halten. Und nie wieder loslassen werden. Nicht wirklich. Wo immer wir auf der Erde verteilt sind, wir sind und bleiben trotzdem diese grosse Familie!

Wenn ich übermorgen hier wegfahre, dann ist dies für lange Zeit. Mehr weiss man noch nicht.
Daran denken dürfen wir Alle hier nicht.
Der Abschied wird ein anderer sein als sonst.
Es wird nicht mehr sein wie es war.

Und trotz allem wird bleiben so viel.
Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir im 2014 wieder auf der Terrasse hier sitzen. Die ganze grosse TINA FLORA Familie. Alle zusammen. Wie jedes Jahr.
Und vielleicht essen wir dann wieder am Pool.
Salate und Souvlaki vom Grill.
Griechische Musik.

Und Zoe tippt mir auf die Schulter "... Franziska, ela! Opppaaaaa!", klatscht in die Hände und macht erste Tanzschritte. Und ich ... ich werde aufstehen, die Schuhe mit Schwung in die Hecke werfen, die Arme zum Himmel recken, mit den Fingern schnipsen, laut lachen und mittanzen ...

... SO WIE FRÜHER.
... SO WIE GESTERN.
... SO WIE HOFFENTLICH BALD BALD WIEDER ...

Samstag, 22. September 2012

FRÜHMORGENS UM 7 IST DIE WELT NOCH IN ORDNUNG


Man kann die Sonne ahnen ...

Jetzt ist sie bereits mehr als nur eine Ahnung ...

... und von Minute zu Minute ...

... lacht sie heller und wärmer

Ihr Anblick macht Freude und gute Laune

Sie macht der Sonneninsel alle Ehre

Grösser und grösser der Feuerball ...

Bis sie über der Palmwipfeln steht

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!


KALIMERA liebe Freunde!



Freitag, 21. September 2012

AUF RHODOS IST DAS LEBEN ...


... irgendwie so süss und scharf, spicy - herrlich! ...


... und ist es mal nicht bunt wie hier ...
 ... und hier ...
 ... und hier ...
... und hier ...


... dann ist es auf jeden Fall wundervoll blau! ...


... und immer interessant und sehenswert...


Nix ist für die Katz!


DIE REGIERUNGEN UND WIR MENSCHEN DIESER WELT MÜSSTEN GANZ SCHÖN BEHÄMMERT SEIN, EIN SOLCH WUNDERBARES LAND WIE GRIECHENLAND MITSAMT SEINEN LIEBENSWERTEN MENSCHEN ZU GRUNDE ZU RICHTEN!

GEHEN WIR SORGSAM MITEINANDER UM!
BITTE!

Donnerstag, 20. September 2012

EFCHARISTO ZOE!

Ganz herzlichen Dank liebe Zoe - Du hast uns ja gestern wieder sowas von verwöhnt!
HORIATIKO gab's, euer traditionelles Hochzeitsessen hier in Kolymbia.
Und herrlich war es!
Efcharisto!

Leute, das müsstet ihr dringend zumindest einmal im Leben gegessen haben. Lecker, lecker, lecker ...
Bereits am Vormittag wurde in der Küche geschnippelt, gewürzt, geschichtet.
Dann der Ofen am Pool mit Olivenholz bestückt - anschliessend die drei Riesentöpfe gefüllt mit den diversesten Gemüsen, Ziegenfleisch, Kräutern und Gewürzen ... ein Duft ... ein Anblick!
Einmalig!

Schaut her:
Erst mal wird der Ofen befeuert. Das macht hier gerade Michali.


Dann werden die Töpfe voller Leckereien an den Pool gebracht und in den Ofen verstaut ...
das war noch weiter vor dem Mittag!


Den ganzen Nachmittag hatte das Fleisch und die verschiedenen Gemüse dann Zeit, miteinander eine Heirat der besonderen Art einzugehen. Eine Duftexplosion! Mann, dass duftete hier wieder so herrlich!
Mhhhh! Bis dann am späteren Nachmittag die Zeit gekommen war, zu degustieren.
Das macht dann wieder der Herr des Hauses - und befand es für gut. Sehr gut sogar!


Und am Abend dann, so kurz nach 19.00h, wird nach vielen vielen Stunden garen im Ofen die Herrlichkeit aus der mittlerweilen zu Asche gewordenen Glut der heissen Ofens genommen ... auf Teller verteilt und an uns Glückliche verteilt.


Ein kulinarisches Gedicht - können wir ALLE bezeugen!


Zoe ist für uns die allerbeste Köchin von ganz Griechenland!


EFCHARISTO AN DICH UND DIE GANZE
TINA-FLORA-FAMILIE!


WIR HABEN EUCH LIEB



Mittwoch, 19. September 2012

MANCHMAL IST DAS LEBEN ....

.... soooo herrlich faul! ...


... soooo bunt und einfach schön ...


... überall glitzert es, wo immer man hinschaut ...


... irgendwie sehr rosa ...


... und soooo lecker! ...


... und wenn Einer von uns nach Hause reisen muss ...
dann gibt es Tränen ...


... und weil das alles so ist ...
... weil so so viel zusammen lachen ...
... Spass haben ...
... lecker essen ...
... Geschichten erzählen ...
... die Sonnentage hier feiern ...
komme ich fast jeden Abend ... ähhh Morgen so spät in die Federn, dass ich tagsüber am Strand oft schlafe. Relaxen sagt man dem ...
Deshalb verdünnisiere ich mich jetzt auch. Schreibe dann morgen wieder.
Es ist sooo ein herrlich sonniger, fauler Tag!
:-))


CALIMERA!

Samstag, 15. September 2012

MAN NENNT MICH JETZT ...

... THE REAL GREEK PINK PANTHER-LADY


Grrrrrr ....  :-)

Mehr Geschichten von: Ich und mein Quad gibt es morgen.
Denn ... heute ist nicht aller Tage -
ich komme wieder!
Keine Frage!
:-))

JA - ES GEHT MIR PRIMA!

Freitag, 14. September 2012

ANGEKOMMEN

Angekommen, liebe Menschen.
Im wahrsten Sinne des Wortes und in jeder nur möglichen Hinsicht.

Es fühlt sich an, als würde man gleich beim Aussteigen aus dem Flieger am Flughafen Diagoras Müdigkeit, Erschöpfung, Stress gegen Sonne, Meer, Ruhe und Erholung tauschen. Mit einem Fingerschnippen.
So einfach ist das. Manchmal.
Hier auf Rhodos gelingt es mir immer. Ausnahmslos immer.
Darauf ist Verlass.

Ich nehme euch mal mit auf meine gestrige Reise ...

... erst fuhr ich mit dem Zug von Thun nach Basel. Einchecken. Duty Free besuchen .... feines Parfum kaufen. Boarding. Und rein in den Flieger. :-)

... ein paar andere Menschen hatten die gleiche Idee :-)


Den Flug habe ich genossen - es waren auch wunderschöne Bilder, welche Wolken, Sonne und die Abendstimmung uns schenkte! Toll war's! Und dank Rückenwind und niedriger Flughöhe nur 2 Stunden 40 Minuten. Also schier nur ein "Hüpfer".

Hier ein paar Flugimpressionen für euch


Meine Freunde nahmen mich erst am Flughafen und dann im Hotel mit HURRA und JUHEE in Empfang. Das ist der Böööörner - man stellt den Fuss auf Rhodos Boden und das Wohlfühlgefühl ist da, von der ersten Sekunde an. Diese Stimmung hier, die Wärme, das Klima - für mich immer wieder ein Wunder.
Kein Einleben nötig, kein Angewöhnen und auch kein Anklimatisieren. Weder an Wetter noch an Menschen.
Das stimmt einfach. Ich bin im letzten Mai hier abgeflogen - und gestern wieder nach Hause gekommen. Und das mit dem guten Gefühl, als wäre man einfach kurz zum Einkaufen weg gewesen.
Nicht zu beschreiben - aber soooooo unendlich gut zu fühlen!

Mein Hotel TINA FLORA ... und meine Freunde ... 


DANKE, DAS ICH WIEDER HIER SEIN DARF!

Montag, 10. September 2012

DER PERFEKTE TAG

09.09.2012.
Unser dritter Hochzeitstag.

Ich wurde vom Kater "entführt" Richtung Luzern. Endlich sollte mir mein grosser Traum ... meine Kutschenfahrt ... erfüllt werden.
Was uns erwartete, war einfach grandios!
Sonne, ein Kutscher der sein Handwerk liebt und lebt, Lisa und Harry - die beiden Pferde ... und 2 Stunden über Stock und Stein - durch Wälder, über Wiesen, vorbei an blühenden Gärten, winkenden Menschen und staunenden Tieren.
Schaut:



Es duftete nach Heu, nach Sonne und Sommer. Und Pferd. Ich lieeeeebe diesen Duft! Ein Tag wie im Bilderbuch! Unvergesslich.



Pferde - einfach wunderbare Geschöpfe. Ich konnte von Lisa und Harry nicht genug kriegen. Am liebsten hätte ich an diesem Tag die Hände nicht mehr gewaschen - duftete so herrlich nach Pferd. :-)
Schon als kleines Kind kriegte man mich kaum mehr von diesen stattlichen Tieren weg.



Auch mit dem Bilder schiessen konnte ich nicht aufhören ... diese vielen schönen Details ...!



Viele ZuschauerInnen säumten unseren Weg ... das war megaherzig! Ganz besonders Kälbchen müssen Kutschenfahrten und Pferde ultraspannend finden. :-)



Das war unser Kutscher - Bläsi.
So ein lieber, freundlicher und sympathischer Mann!
Ganz herzlichen Dank für das tolle Erlebnis! Und ja ... wir kommen sicher wieder!



Ende des Nachmittags gings dann nach Luzern zum Abendessen. An der Kappelbrücke genossen wir nicht nur das Essen. Rundum perfekt. Alles.
Danke Kater. Dankedankedanke. Es war wunderbar!



Und als wäre dieser Tag in sich nicht schon der Oberburner gewesen ... erreichet uns Mitte des Nachmittags ein Telefonat von unserem Florian. "Maaaaaaam!!! Ich bin beim Bike-Marathon mitten in die Weltelite gefahren - 11. Rang - und die haben mich jetzt für die Weltmeisterschaft nominiert!!!".
Das hatten wir nicht erwartet, das ist soo toll und ich mag es diesem jungen Mann mehr als nur von Herzen gönnen. So viele Jahre härteste Arbeit, so viel an Rückschlägen, Verletzungen, Krankheiten ... und jetzt das!
Flo, wir sind Anfang Oktober an der WM in Frankreich mit Dir dabei. DAS lassen wir uns nicht entgehen.
Wir freuen uns so unsagbar für Dich!
Da hast es verdient, bist ein Kämpfer.

Tja .. was soll man da noch sagen.
Es war ...

... DER PERFEKTE TAG!

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