Samstag, 31. Dezember 2011

STERNENSTAUB UND SO ...


Ich wünsche Dir ...

... dieses besondere Innehalten am letzten Tag des Jahres. 
Einen Blick über die Schulter zurück auf das was war.
An den schönen Dingen - an denen erfreue Dich noch einmal. 
Die weniger guten Momente ... versöhne Dich mit ihnen. 
Und dann lasse sie los.

Blick nach vorne, auf das was sein kann. Sein könnte.
Und hoffe - nein, glaube daran, dass Deine Wünsche, Träume und Hoffnungen in Erfüllung gehen.

Hier hast Du Sternenstaub ... für die kleinen Wunder.
Und einen Engel, der Dein Glück bewacht - die grossen und die kleinen Glücke.



"LASSE ES NICHT ZU, DASS DU JEMANDEM BEGEGNEST, DER NICHT NACH DER BEGEGNUNG MIT DIR EIN BISSCHEN GLÜCKLICHER IST"
Mutter Teresa


Ich habe gestern sowohl dieses wunderschöne Bild wie auch diesen eindrücklichen Leitsatz von einer lieber Freundin bekommen. Ja, Freundin. Ich ging damals, vor gut 1 1/2 Jahren in grösster Not zu ihr um nach Hilfe zu fragen. Sie schenkte mir Hilfe zur Selbsthilfe. Und ihre Freundschaft.
(Sybill Taylor / PraxisAtelier ANSTIFTUNG ZUM GLÜCKLICHSEIN /Coaching-Beratung-Therapie)

Um so mehr freut es mich, dass sie zugestimmt hat, dass ich heute Bild und Wort euch weiterschenken darf.

Ich wünsche Dir und Dir und Dir ... euch ALLEN und all denen die ihr liebt, von ganzem Herzen einen guten Rutsch ins 2012. Liebe, Gutes, Glück, Gesundheit, Frieden.
Es wird ein gutes Jahr, ein richtig gutes - dessen bin ich sicher.

Ich freue mich darauf ... sehr ..
.


... MIT EUCH ZUSAMMEN!

Freitag, 30. Dezember 2011

DER JEDEN-TAG-MANN

Jeden Arbeitstage sehe ich ihn.
Wie ich, steigt er in Thun in den Zug - wie ich, steigt er in Bern aus.
Wie ich, nimmt er das Tram Nr. 3 bis Haltestelle Hasler.

Die paar Schritte zur Garage gehen wir meist hintereinander - in letzter Zeit öfter mal nebeneinander.
Seit er mich bei grausigem Hudelwetter unter seinen Schirm genommen hat, damit ich nicht tropfnass im Büro ankomme.
Seither grüssen wir uns jeden Morgen, wünschen uns einen schönen Tag. Er hat diesen angenehmen Dialekt aus dem Bündnerland, ich mag das.

Keine Ahnung wo er arbeitet, jedenfalls trennen sich unsere Arbeitswege jeweils bei "meiner" Garagentür.
Herr Jeden-Tag-Mann ist nicht viel grösser als ich, etwa in meinem Alter und hat stets ein Lächeln auf den Lippen, macht einen rundum freundlichen, sympathischen Eindruck.
Vielleicht auch, weil er so ein "Bäremani-Typ" ist. Sieht so ein bisschen aus wie Knut, der Eisbär. Nur eben als Mensch. Knuffig, weich, lieb.

Heute morgen am Bahnhof Bern ... ich hantierte grad an meinem Regenschrim und probierte standhaft gegen das unmögliche Schnee-Regen-Eiskalt-mir-ins-ins-Gesicht-Geblase anzukämpfen - ziemlich erfolglos übrigens - meine Fransen hingen wie zu lange gekochte Spaghettis in die Augen, die Mascara vermischte sich mit Make-Up und Lippenstiftfarbe.

Da stand er plötzlich neben mir, der Herr Jeden-Tag-Mann, streckte mir die Hand entgegen. "Ich wünsche Ihnen ein gutes, ein glückliches und schönes neues Jahr! So oft freue ich mich über Ihr buntes Wesen, ihre fröhliche Art - es ist schön, Sie als Weggefährtin im Alltag zu haben".
Drückte mir dazu die Hand, lachte mich an.
Ich war baff.

Um Freude zu haben, Freude zu machen, braucht es so wenig. Ein paar ehrliche, freundliche Worte - und trotz Minustemperaturen und Schnee-Regen-Gestöber hat man schön warm. So herrlich wohlig ums Herz wird einem.

Auch wenn ich heute fast in der noch zu erledigenden Arbeit versinke ... das KANN nur ein toller Tag werden. Diese wenigen Worte tragen durch viele Stunden.
Sollten wir Alle uns merken und öfter mal einem anderen Menschen so ein Geschenk machen.
Es kostet nix und ist trotzdem unbezahlbar.
Danke, Herr Jeden-Tag-Mann, der Tag hätte heute nicht besser beginnen können. Sie haben mir eine Riesenfreude gemacht.

Ich muss ganz dringend dran denken ...

... IHN NÄCHSTE WOCHE NACH SEINEM NAMEN ZU FRAGEN

Dienstag, 27. Dezember 2011

IST DIE LUFT REIN?

Huhuuu ... ich bin's!
Ist die Luft rein?
Kann ich aus meinem Versteck kommen?
Weihnachten vorbei?
Kein Lametta mehr?
Jepp!

Da wäre ich dann also wieder! Nicht dass sich Jemand Sorgen gemacht hat - ich war bloss auf weihnächtlicher Tauchstation. Hatte alle Hände voll zu tun ... nämlich mit NIX tun! Tat das guuut!
Am 23.12. hatte ich ja die Jungbrut samt Anhang im Hause. Schön war es. Und das Esssen fein. Katerchen musste bloss noch kurz mal ... 5 Minuten vor dem Essen ... an die Tankstelle um Salat zu ordern.
Ihr wisst ja um meinen vorweihnachtlichen Faux-Pas. Meine Bestellung bei Coop ät home mit garantierter Heimlieferung auf die Minute. Alles war so gut geregelt, so ohne Hast und Eile, so praktisch, kein Anstehen an der Kasse und so.
Wäre es auch gewesen, hätte ich es auf den RICHTIGEN Termin bestellt und nicht per 24.12.11. Hab mich ja so geschämt, vor allem vor Katerli, weil der arme Kerl somit dazu verdonnert war, am 23.12. den gesamten Einkauf vor Ort zu machen.
Da kann schon mal ein Salat vergessen gehen. Ich hab gar nix gesagt, nur leise geschwiegen. Und huldvoll unterwürfig gedankt, als er mir wortlos - aber entsprechend ausdrucksvoll - das Pack Mischsalat in meine schweissnassen Patschehändchen drückte.

Am 24.12. schliefen wir erstmal aus. Von da an bis heute morgen wechselten wir die Garderobe nur von Trainingsanzug auf Pijama und zurück. Lebten von Mandarinen, belegten Broten, Tütensuppe, literweise Kaffee, Apfelschnitzen und Joghurt. Erst gestern Abend nahmen wir wieder Mal feste Nahrung in Form von richtigem Essen zu uns. Rinderbraten mit Karotten und nicht selber gemachtem Kartoffelstock.
Hach Leute - war das gut und schön! Und so erholsam! Und so wunderbar nachlässig.

Nicht dass wir total faul waren - gestern haben wir es geschafft, das Musikzimmer / die Bibliothek zu eröffnen. Vorhänge an die Fenster, Kisten ausgeräumt, Regale eingeräumt ... ohhh ... es ist einfach nur Wowwh geworden, ein gemütliches, wunderbares Wowwhhhh in gelb / orange und rot. Bilder folgen.
Heute Abend holen wir ein eben noch kampfvoll bei RICARDO ersteigertes Eckregal und dann kann der Kater wieder mit dem Didgeridoospiel beginnen.
Dazu braucht man einfach das gewisse Ambiente ... was hiermit hergestellt wäre.

Ansonsten waren wir ferne von Compi, Handy und To-Do-Listen. Fast zu 100%. Mit 3 Ausnahmen. Einzig der Fernseher durfte ab und zu sein. Ohhh ... Nils Holgerson ... die wunderbare Welt der Beatrix Potter ... zum gefühlt 10'000 Mal Herr der Ringe.
Aber vor allem war Ausruhen angesagt. Viel Lesen. Musik hören. Viel plaudern. Und sich über die makeuplose, total ungestylte, in dicken Pantoffeln und unter weichen Decken auf den ersten Blick sinnlos verplämperte Zeit freuen.
Diese Zeit war aber alles andere als verplempert. Sie war wertvoll, so wertvoll! Meine Batterien sind im Aufwärtstrend. Und auch wenn ich jetzt wieder am arbeiten in der Garage bin - es flutscht! Wie von selber. Momentan auch ohne Berocca Boost! :-).

Erlebt haben wir trotzdem vieles. Auch eine Tauchstation hat es in sich.
Doch davon dann ...

... MORGEN!

Freitag, 23. Dezember 2011

DIE IDEE WAR GUT!

Alles könnte so einfach sein - nein, alles IST so einfach.
Eine Erleichterung!
Eine Hilfe!
So easy!
Bubieinfach!

Von was die Rede ist?
Von Coop ät Home. Eine der genialsten Erfindungen des 21. Jahrhunderts. Meiner Meinung nach. Seit ich das kenne, hat sich mein Alltag um viele Stunden öden Einkauf und in Schlangen vor der Kasse stehen erleichtert - und ich habe dafür Freizeit gewonnen!
Jabadabadooo!

Wie das geht?
Man klickt sich ins Sortiment von COOP, geht virtuell durch die Unendlichkeiten der Regale, klickt an was man kaufen will, wählt, lässt sich Sonderangebote anzeigen, ist total entspannt ... wählt zuletzt das Zustelldatum, die Zustellzeit und sendet die Bestellung ab.
1 Minute später findet sich im Mailpostfach die gesamte Bestellung detailliert aufgelistet mit Preis, Zustelldatum wie auch Zeit werden bestätigt, die Lieferadresse zur Sicherheit auch noch erwähnt.
Ideal für Menschen wie mich!

Solche Dienste sind insbesondere an Tagen wie diesen derart Wowwwh, dass ich COOP zur Zeit ins Nachtgebet einschliesse (man kann es wählbar auch mit anderen diesen Service anbietenden Firmen tun).
Weil ich auch heute den ganzen Tag am Arbeiten bin und sozusagen mit unseren Gästen gleichzeitig nach Hause komme - befand ich gestern, mir das Leben relevant zu erleichtern und doch mal kurz in der Mittagspause meine Bestellung aufzugeben. Den virtuellen Grosseinkauf zu tätigen.
Mir und dem Kater das Leben existenziell zu erleichtern.
Was gäbe es Schlimmeres, als HEUTE über Mittag den Weihnachs-Essen-Einkauf machen zu müssen???

Gesagt - getan. Ich loggte mich ein. Ich wählte. Spazierte in Gedanken und voller voller Ruhe, totaaaaal tiefenentspannt durch die Angebote. Ja, Kalbfleisch ... ja, bitte vom Bio, gerne, ja, danke. Frische Chamignons. Die dunklen - merci. Sossenrahm. Zitronen. Tagliatelle al limone. Petersilie, ganz frisch. Prima! Literweise Getränke in allen Variationen. Und Kaffeekapseln, gerne gleich 12 Pack. Milch auch noch. Und das tolle Tiramisu. Bestens. Danke. Die Festtage ... Sie verstehen.
20 Minuten zurückgelehnt im Bürostuhl ferneinkaufen - und fertig war diese ansonsten sehr anstrengende Sache. Nicht dass ich nicht gerne shoppe ... aber ganz bestimmt nicht in übervollen, sehr beheizten, zimtbedufteten Läden mit weihnachtlich gestresster Meute. Berieselt mit "Jingle bells ....".
Nicht den Weihnachts-Essen-Einkauf!
Nein.
Nein.
Nein.

Aber weil ich ja klug bin, konnte ich dieses Schicksal abwenden, werde heute Abend nach Hause kommen - und alles, alles, alles was ich brauche, steht vor der Türe!
Freudestrahlend und nicht ohne Stolz habe ich dies gestern dem Kater berichtet. Welch kluges, einfallsreiches ... ja geradezu oppulent intelligentes Frauenzimmer in Form meines ICH's er an seiner Seite hoffentlich zu schätzen wisse.
Dass ich kluges, oppulent intelligentes, ausserordentlich einfallsreiches (hatte ich das schon mal erwähnt?) Kind uns Beiden ALLE Arbeit vom Hals halten würde und bei Coop ät Home bestellt hätte.

ER: "Wann bringen sie die Lieferung?"
ICH: "Am 24.12., zwischen 13.00h und 13.30h"
ER: "WANNN?
ICH *freudestrahlend*: "Habe ich doch grad eben gesagt: 24.12., zwischen 13.00h und 13.30h!"
ER: *augenrollendundderVerweiflungnahe*: "Du weisst aber schon, dass morgen der 23.12. ist?!?!?"
ICH: *erbleichendundvonleichtemSchwindelerfasst*: "Öhhhm ...."  :-o
ER: *auchbleich*: "....was so viel heisst wie: Ich muss morgen über Mittag noch los ...?"
ICH *kleinlaut": STUMMES NICKEN
ER: "Prima"
ICH: Nix mehr. Nur flaches atmen. Jetzt jaaaa nicht auffallen.

Fazit: Also wenn man wollte und es richtig anstellt - kann man sich das ganze Einkaufsgedönse wirklich ersparen. Die Idee ist echt der Börner!

Voraussetzung:

MAN MACHT ES RICHTIG ...!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

OH DU FRÖHLICHE!

Na, ihr Lieben ...
... wie lebt es sich so wenige Stunden vor der manchmal alles anderen als heiligen und teilweise sehr unstillen Nacht?

Wenn ich da so an unsere familieninternen Weihnachtsfeiern zurück denke, dann bin ich einfach froh, froh, froh, muss ich solches nicht! Nicht mehr! Vielleicht bin ich da anders als Andere - aber ich mag diese einstudiert-rituellen, ewig gleichen, traditionell-gezwungen-fröhlichen Weihnachtsfeste nicht.
Da, wo man bereits am 25.12.11 weiss, was es am nächsten 24.11.12 zum Abendessen geben wird. Weil es das eben IMMER an Weihnachten gibt.
Diese Abende, wo alle lieb miteinander sein müssen, zusammen singen sollen, wo alles alles ganz total wahnsinnig harmonisch ist.
Man möge es mir verzeihen - aber ICH kriege alleine beim Gedanken daran Pickel.

Pustekuchen, von wegen Ruhe und Harmonie!
Wir Kinder waren eh von dem ganzen Weihnachtsgedönse inklusive Nikolaus - der stest über alle Momente des Unfolgsams Bescheid wusste und deshalb alles andere als geliebt wurde - völlig druch den Wind. Meine arme Mam schon Tage vorher stets ein Nervenbündel - geschweige denn an den Weihnachtstagen! Geleckt sauber musste die ganze Wohnung sein, steril. Das Essen sollte perfekt sein ... weil ihre Schwiegermutter, die Schwägerin, mein Papa mit Argusaugen über den traditionellen Braten wachten, dieser dann eh entweder zu durchzogen, zu wenig durchzogen, zu trocken, noch nicht genug gebraten, die Sosse zu dünn oder zu dick, die Nudeln zu al dente, die Salatsauce zu mayonnaisig und das Dessert irgendwie seeeehr süss war. Die feierlich-festliche Gemeinschaft hatte hohe Ansprüche - denen man en nie genügen konnte.
Dass wurde so nie gesagt, aber die Stille am Tisch, die Blicke, das Gekaue.
Ungemütlich!

Das war aber nur der Anfang.
Je später der Abend, um so "fröhlicher" (*räusper*) die Gäste. Nach dem dritten Glas Wein wurden die Anwesenden redselig und auch ehrlicher, offener ... streitlustiger ... und auch direkter ... und schon waren die schönsten verbalen Schlagabtausche im Gange.
Die Kinder plärrten um Geschenke, die Erwachsenen zofften sich um alte, längst verjährte Dinge ... um Dinge die soeben passiert waren ... und sogar um Dinge, welche dann ganz bestimmt demnächst passieren werden.
Unterdessen hatte unser damaliger schwarzer Kater "Joggi" mit einem Satz den Tisch erobert, den Braten in der Schnauze davongetragen - und weil das Geschrei darum so gross war, auch noch gleich den Tannenbaum anlässlich seiner Flucht mit umgerissen. Die teuren handgeblasenen Kugeln zerdeppert.
Das wiederum gefiel uns Kindern, endlich war was los in der Bude! Meine Mutter lächelte versteckt zum ersten Mal an solchen Tagen - um dann sogleich gemassregelt zu werden, welch Desaster unsere Familie denn dieses Jahr schon wieder abliefere!
Dass man sich schon im Vorfeld gedacht hätte, dass wir das als Familie wieder nicht hinkriegen. Diese gewollt heilige Harmonie zu Weihnachten. Tztztztztztz!

Wir Kinder hatten unterdessen vor lauter Aufregung den Text vom obligaten Weihnachtsgedicht vergessen und ich vermasselte mein Flötenspiel ( ...wenn man das so nennen konnte ...), so dass meine Eltern sich bei der Verwandtschaft entschuldigten. Ich brach derweil in Tränen aus und verbarikadierte mich im Kinderzimmer. Fand eine halbe Stunde später den Schlüssel nicht mehr und Vater brach die Türe auf.
Ganz doll desaströs war dann, dass ich mich so sehr auf Legos gefreut hatte - aber anstelle derer ich handgestrickte, kratzige Stümpfe geschenkt bekam ... welche ich vor versammelter Mannschaft mit den Zähnen zerriss, dazu heulte wie ein Wolf.
Was die Meute dazu veranlasste, "das undankbare Kind" als "nicht normal und DIE wird später sicher drogensüchtig" zu benennen.
Jaja, ich war schon damals ein Temperamentbolzen. Und hatte unmögliche Verwandte!

Mit zunehmendem Alter wurde das Ganze nicht besser - nur anders.
Und unterdessen weiss ich auch, dass wir absolut nicht einzige Familie waren / sind, bei der es an den Festtagen so zugeht. Bei meinem Mann war es so oder ähnlich, bei unseren Freunden, Bekannten war / ist es so oder ähnlich. Anstelle fröhlicher Gelassenheit herrscht nämlich die allseits erwartete, perfekte Harmonie um jeden Preis.
Das ist mir einfach zu gewollt - zu künstlich ... und geht erfahrungsgemäss sehr oft in die Hose.
Dieser Druck, dass alles ganz doll schön, feierlich, festlich und lieb sein muss. Nö. Nönönönö! Mag ich nicht.
Vom Geschenkli-Hype gar nicht zu sprechen!

Aber - wie es halt nun mal so ist, auch ich kann mich davon nicht ganz frei sprechen.
Morgen Abend ... nach einem langen Arbeitstag ... kommen meine beiden Jungs und ihre Freundinnen zum Essen. Aber so ganz ohne Tannenbau, Traraa und Klimbim. Nicht festlich, nicht extra-harmonisch. Einfach ein Besuch mit Essen. Und alle helfen in der Küche mal kurz mit, nach diesen letzten, anstrengenden Vorweihnachtstagen liegt mir nämlich nix ferner, als noch in die Küche zu stehen, zu kochen und zu bedienen.
Aber zusammen ist es ok.
Mit meiner Mam gehen wir dann nächste Woche mal essen - so ganz ohne Weihnachtsstress.

Und wir, der Kater und ich - wir haben unser Weihnachtsprogramm wie folgt gestaltet:
24.12.: Türe bleibt geschlossen / Füsse hoch! / Programm nach Lust und Laune
25.12.: Türe bleibt geschlossen / Füsse hoch! / Programm nach Lust und Laune
26.12.: Türe bleibt geschlossen / Füsse hoch! / Programm nach Lust und Laune

Damit alles locker, flockig bleibt :-)!



In diesem Sinne ...

... BLEIBT FRÖHLICH!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

WEIHNACHTLICH WIRR

Leute - ich bin heute unfallfrei ins Büro gekommen!
Auch wenn es wiederum brandheisse Momente infolge kaltem Glatteis gab ... ich hab den Versuchungen eines erneuten Abfluges tapfer widerstanden.

Nachdem es mich gestern ja schier wie ein Origami auf die Strassen Berns gefaltet hatte und ich immer noch am überlegen bin, wo sich der Schenkelhalsbruch, die Hüftluxation, die Knorpelabsplitterung im Knie und diverse andere Aua's hinverzogen haben, kam ich noch auf gaaaanz andere Gedanken.

Bevor ich euch diese näher erörtere, möchte ich kurz mal Stellung betreffs meines Gesundheitszustandes nehmen. Aaaaalso ... der Oberschenkelmuskel links ist wohl gezerrt. Von allem anderen nix mehr zu merken ... bis vielleicht auf die Tatsache, dass ich mir ein Schleudertrauma ligth eingefangen hab.
Der Hals und die Schulter sind irgendwie voll blockiert. Also so ganz voll doll blockiert, wie ihr meine stets ausgeschmückten Darstellungen der Tatsachen kennt. Ich kann immer noch jedem Manne der mir gefällt nachschauen - wenn ich denn will. So ganz schlimm ist es ergo wohl nicht. Deshalb sag ich ja auch Schleudertrauma ligth.

Echt - da fällst Du sowas von auf die 4 Buchstaben - und wo tut es weh? Wooo? Wooooooooo? Am Hals!
Man konstatiere: Freier Fall auf Po = Schmerzen im Kopf- und Halsbereich. Was will uns das sagen? Stimmt bei mir was nicht? Ist da was verkehrt? Trage ich mein Hinterteil auf den Schultern und denke ich dort, wo andere ihre 4 Buchstaben haben?  Ok, ich gebe es ja zu, manchmal habe ich ganz schön viel Scheiss im Kopf ... aber lässt das wirklich den Umkehrschluss zu, dass ...?
Diesen Gedanken lasse man sich mal auf der Zunge zergehen!
Neee - lieber doch nicht.
Vergesst, was ich grad eben geschrieben habe, ok?
Ich bin, immer wieder, ein bisschen anders.
So ist das halt. Oder?

Und wo ich mir gestern Abend schon mal am Gedanken machen war: Das MUSS doch seinen tieferen Sinn haben, dass ich ... wo immer ich bin ... mich irgendwann im Laufe der Geschehnisse auf die Fresse lege.
Damals, auf der Hochzeitsreise, ich sehe es noch vor mir - wir im Amboseli-Nationalpark. Rancher-Frühstück auf der wohl einzigen Anhöhe. Man sieht ergo sofort, wenn sich nette Tierchen anschleichen und mitfrühstücken wollen. Buffet aufgebaut, Jede/r holt sich was er möchte. Ich auch.
Und stürze mit Hossa und Garacho und gefülltem Teller über die einzig anwesende Wurzel am Boden.
In der Toscana habe ich mir mal anlässlich eines weiteren Sturzes den Fuss gebrochen. Auf Rhodos - der Eine oder die Andere weiss vielleicht wovon ich grad eben rede - durfte ich kürzlich auch die griechische Klinik EUROMEDICA von innen kennen lernen (ähnlicher Sturz wie gestern, bloss ohne Glatteis, da 40° Celsius, dafür nasser Marmor-Balkonboden ...). Und dann eben die Flugshow gestern!
Kann es sein, dass ich vielleicht die neue, künftige Päpstin bin? Diese Frage ist gerechtfertigt! Darf ich daran erinnern, dass der polnische Papst sich stets als erstes nach Ankunft in welchem Lande auch immer, auf den Boden warf und diesen küsste? Erinnert ihr euch?

Bild entlehnt von openpr.de

Vielleicht bin ich ja geradezu prädestiniert, die neue Vorsteherin des Vatikans zu werden! Trage das seit meiner Geburt in mir! Angesichts dessen, dass ich schon unzählige Male, wenn auch eher unfreiwillig, den Boden mit Anlauf geküsst habe, scheint mir dies der Logik nicht zu entbehren.
Boah! Das wäre ein Spektakel! Fränzi Sternenzauber wird Päpstin! Huiii - diesen Verein werde ich gehörig aufmischen, dessen könnt ihr sicher sein!
Also falls das was wird - ich gewähre euch Audienzen so viel ihr nur wollt. Versprochen. Gott zum Grusse!
Was lernen wir daraus? Votet für mich!


Falls ihr jetzt findet, ich sei grad ein wenig überdreht, so kann das daran liegen, dass ich gestern auf den Kopf (Po?) gefallen bin. Und ne dicke Beule habe.
Aber vielleicht habe ich auch nur zu doll den herb-fruchtigen Duft "Blutorange" des Ölduftlämpchens von Lydia inhaliert.
Oder einfach zu viel Spekulatius?
Wer weiss es schon ...!
;-)

JA, DAS KÖNNTE SEIN!

Dienstag, 20. Dezember 2011

RUTSCH-SICHER

Auf vielfältigen Wunsch von all dem vielen tausend LeserInnen :-) ... hier meine neuen Stiefel:

Rutschsicher / Wasserfest / Domina-tauglich :-)



TOLL - ODER?

GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR

Jajajaaaaa - aber dieser Spruch ist doch erst für am 31.12.2011 gedacht. Oder?
Ich habe aber heute schon mal geübt ... und das ging folgendermassen:

Begonnen hat das Drama ja bereits gestern, als ALDI diese topmodernen, flachsohligen, Yetiähnlichen Winterschuhe für nur Fr. 19.90 im Angebot hatte. 19.90 ... jeder vernünftige Mensch kriegt bei diesem Preis für Winterstiefel einen kapitalen Lachanfall. Ich - ich kriegte glänzende Äugelein und holte mir die Dinger an die Füsse.
Dass die nicht für arktische Momente gedacht war ... dass war mir ja klar.
Aber ... na ja, lest selber.


Heute schneit es. Und wie es schneit!
Also ideal für den Einstand meiner Aldi-Stiefel. Jungfernspaziergang sozusagen. Wenn auch nur von der Villa Kunterbunt zur Busstation und in Bern vom Zugsperron bis hin zur Tramhaltestelle.
Dachte ich.
Blöderweise weist letztere Stecke eine kaum merkliche Höhendifferenz von ca. 2 Metern auf. Verteilt auf ca. 150m. Es geht also gaaaanz gaaaanz leicht abwärts. Von Auge kaum zu bemerken. Mit Aldi-Stiefeln aber sofort.
Soooooofort!
Die erste akrobatische Einlage machte ich bereits nach wenigen Metern. Ich habe mich einzig und alleine über den fehlenden Applaus gewundert - weil ... ich war wirklich gut. Und so spektakulär! Links von mir ging Raphael, mein Freund. Rechts von mir ging Katerchen, mein Mann.
Gerade eben wollte ich den Beiden gesagt haben, dass ich irgendwie auf diesen Schuhen schwimme und mir wie auf einer Eisbahn vorkomme, als ich plötzlich meine Schuhspitzen vor Augen sah und 0,2 Sekunden später auf meinen 4 Buchstaben landete. Nicht ohne mein linkes Bein angewinkelt unter mir zu spüren.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch zu sagen, dass dies an einer Bushaltestelle passiert - rechts also der knallvolle Bus mit Zuschauern, links also die auf den nächsten Bus wartenden Passagiere. Schätzungsweise viele viele Dutzend Zuschauer, Skala gefühlt nach oben offen.

Katerchen und Raphy wollten mich gleich wieder auf die Beine stellen - und ich, ich wollte nur sterben. Mir war elend, so was von obermegaflau in der Magengrube. Mein Bewusstsein signalisierte Hüftluxation, Oberschenkelhalsbruch, Meniskusbruch, Bänderriss, zermalmte 4 Buchstaben. Und ich war mir ganz sicher, dass sich ... wäre da nicht schon in diesem hinteren Bereich eine "Naturfuge", ich hätte jetzt auf jeden Fall eine. Ich war drauf und dran nachzuschauen, ob sich die Spalte nun bis zum Hinterkopf erstreckt. Denn diesen hatte ich auch noch geprellt.

Das ganz Fränzi tat weh. Und ich lag mal 1 Minute ganz still.
Irgendwann war mir nicht mehr speiübel und ich wagte es, meine Extremitäten um mich herum einzusammeln. Und aufzustehen. Erstaunlicherweise blieb ich stehen ... bis auf die Tatsache, dass die Schuhe schon wieder rutschten, einfach so. Hilfe!!!
Ich wagte dann mutig ein paar Probeschritte und stellte fest, dass ich noch so einigermassen ganz geblieben war. Das Knie tut weh, im Oberschenkel zieht es sehrsehr, die Hand macht aua, der Hinterkopf hat ne Beule und mein Ego eine böse böse Delle.
Doch nicht vor einer Bushaltestelle .... neeeeeein!

Meine 2 Männer fragen nach meinem Zustand - und ob man(n) helfen könne ... und überhaupt und sowieso. Ich wurde von allen Umstehenden beäugt wie ein kariertes Zebra mit Puschelschweif. Aufgrund der soeben abgelieferten Vorstellung hätte ich - so meine ich - problemlos an der nächsten Flugshow teilnehmen können.
Mit zittriger Stimme verneinte ich sämtliche Fragen nach Brüchen, fragte dafür nach der Haltungsnote.
Katerli meinte ganz cool und trocken: "In der Flugphase ne glatte 10, an der Landung musst Du noch arbeiten!".
Sobald mir das Bein und der Hinterkopf nicht mehr so weh tun, werde ich bestimmt deswegen lächeln.

Wollte eigentlich nur sagen - lasst die Aldischuhe besser dort, wo sie sind. Beim ALDI nämlich.
Und falls ihr sie schon zu Hause stehen habt .... vergesst nicht ... es sind Flip-Flops mit ein bisschen mehr Material dran, aber der gleichen Sohle.
Ergo tragt sie nur im Sommer. Und auch da nur ebenen Weges.
Besser ist es.

GLAUBT MIR!

Montag, 19. Dezember 2011

DAS BESTE KAM ZULETZT

Ich hatte euch noch den "Abschlussbericht" unseres Deutschland-Wochenendes versprochen.
Hier ist er!

Samstag Abend ... nach 1 Stunde erholsamem Schlafe ... schliesslich macht auch Bummeln, Staunen und sich freuen müde, machte wir uns auf den Weg zum Griechen. Der Grieche darf nie fehlen, schliesslich haben wir so gut wie keine griechischen Restaurants in der Schweiz. Und wenn, dann in Anlehnung an die griechische Küche. Ich will dann ein fröhliches KALISPERA hören und kein "guten Abend - nehmen Sie Platz".
Ich mag, wenn Dinge auf der Speisekarte stehen, wie ich sie bei unseren Griechen auf Rhodos beim Barbecue angeboten bekomme. Eben noch so ein ein wenig ursprünglich, nicht Touristen-Gyros. Auch wenn das sehr lecker ist.
So ein handgewebtes Stifado vom Kaninchen ... mhhhh! Gigantes - die dicken Bohnen, oder der Quietschkäse. Lecker! Und vor allen: griechisches Ambiente. Und damit meine ich nicht die Gipsstatue irgend einer wunderschönen Göttin, Bilder und das Glücksauge am Türrahmen. Ja, auch ... aber vor allem diese besondere Gastfreundschaft. Das Geplauder in einem Mischmasch zwischen griechisch und deutsch.
Und das - das alles kriegen wir da.
Vom guten Essen und dem Glas Wein mit lieblichem, halbsüssen Imiglikos ganz zu schweigen.



Der Abend war lang, war schön - und sehr gesättigt (eben nicht nur mit Essen) von guten Gefühlen fielen wir in unser Bett, schliefen gleich ein.
Zum Glück hatten wir dem Weckdienst den Auftrag gegeben, uns um 09.00h zu wecken - wir hätten wohl bis Mittag an den Kissen gehorcht. So erholsam war uns zu Mute!
Wir standen aber gerne auf, denn was dann folgte, war Weihnachten. Pure Weihnachten. Kurz nach halb 10 sassen wir im Auto und fuhren Richtung unsere Freunde, die Malerin, ihr Herr Baumeister samt Kindern warteten.

War das ein Empfang! Man flog sich in die Arme, drückte sich, juchzte - und dann ab in die warme, gemütliche Stube. Auch wenn der Kater und ich am Vorabend noch das Gefühl hatten, nie nie nie mehr etwas essen zu können (die Griechen verwöhnen uns immer sehr!), machte der Anblick des extra für Katerli und mich hergerichteten, typischen, regionalen Frühstücks Lust darauf. Und wieeeee!
Mhhh - die Beiden hatten sich wieder Riesenmühe gegeben, uns die Stunden so schön, genussvoll und voller lieber, warmer, herzlicher Gefühle zu machen. Das ist ihnen mehr als gelungen! DANKE!!!
Katerli spielte mit Herrn Baumeister Didgeridoo, wir Frauen hatten eh viel zu besprechen, Geschenke wurden ausgetauscht. Ach, es war einfach grandios!!

Ein kleiner Einblick in die grosse Auswahl der Frühstücks-Leckereien!
Viele war für mich Neuland. Rübensaft, Flönz, eingelegter Fisch, Zwiebelwurst.
Stundenlang sassen wir um den Tisch, erzählten, lachten, genossen.

Die Stunden flogen nur so vorbei, wir hatten uns so viel zu sagen. Gegen Abend machten wir uns auf dem Weg Richtung Flughafen. Alles verlief ruhig und entspannt, die Lichter von Düsseldorf unter uns entschwanden ... und machten eine Stunden später dem Blick auf den Schnee in Basel Platz.




Nun sind wir wieder zu Hause.
Reich beschenkt - und damit meine ich in erster Linie dieses Gefühl von Freundschaft und Zusammengehörigkeit. Im Allgemeinen - und vor allem im Speziellen.
Weihnachten war's eben, pure Weihnachten. Das, was ich darunter verstehe.
Das hat Sinn gemacht.

DAS WAR SO SCHÖN!

Samstag, 17. Dezember 2011

GENUSS PUR!

Wir haben es schön - so richtig schön, im "fernen" Deutschland.
Das Wetter ist schier aprilmässig, aber wenn die Sonne scheint, sehr angenehm um über den Weihnachtsmarkt zu bummeln, Wenn es aber schüttet - dann geniesst man lieber Waffeln und heisse Kirschen.

Aaaaalso - nachdem wir gestern am Nachmittag erst mal den Schlaf der Gerechten geschlafen haben, waren wir wieder so weit fit, um in meinem Lieblingsrestaurant "DER KLEINE PRINZ" Freunde wieder zu treffen, fein zu essen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.
Kater schlemmte Pizza, ich meine Paprika-Putenpfanne. Mhhh! Mit den lieben Menschen welche da arbeiten hatten wir viel Spass und wunderschöne Momente.


Die Nacht wurde sehr lang - wir dehnten sie weiss Gott bis um 10.00h aus. Selten so gut geschlafen! Super Bett, Ruhe, Erholung, Das tat richtig gut.
Gegen 11.00h kamen wir dann beim CAFÉ SIMONS an. "Unser" Frühstückscafé. Da gibt so Dinge wie ... Strammer Max und Crevettentbrot, liebevolle Deko, herrlichen Kaffee und beste Unterhaltung mit netten Menschen.
Gehört irgendwie jedes Jahr zum Programm. Und auch wenn ich nicht an Traditionen hänge - diese Tradition bewahre ich mir gerne.


Anschliessend ging'g durch die Innenstadt von Ratingen. Menschen besuchen, Einkäufe machen, auf den kleinen, feinen Weihnachtsmarkt.



Duftet ganz anders als bei uns in Thun. Gibt halt auch ganz andere Dinge zum Probieren:
Mettwürstchen mit Kartoffeln, Reibekuchen, Backfisch, Currywurst und Pommes mit doppelt Mayo usw.
Besonders der Grünkohl hat es meinem Kater angetan. Ohhh! Dem lief schier der Speichel aus den Mundwinkeln :-)


Anschliessend hatten wir uns den Latte Macchiato mit Waffeln, Eis, heissen Kirschen und Sahne wirklich und wahrhaftig verdient - oder? Kater verschmähte die Waffel und hielt sich seinerseits an sein geliebtes Tiramisu.


Nun sind wir zurück im Hotel - der Himmel draussen wechselt von Gewitter zu sindflutartigem Regen auf Sonne und zurück. Schneeflocken haben wir noch keine gesehen - aber sie sind nah, man kann sie riechen.
Der Himmel ist schön! Ich kann ihn vom Bett aus sehen :-).


Heute Abend darf ich aussuchen, was wir machen. Ich weiss schon was.
Werde euch morgen berichten, was ich mir ausgedacht hab.

Und auf den morgigen Tag, da freue ich mich ganz doll. Doll doll doll sogar! Endlich mal wieder zu meiner Freundin Lydia, der Malerin, hin. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Das wird schön.
Ein gemütlicher Brunch mit viel zum Erzählen.
Morgen habe ich bereits Weihnachten.

Davon werde ich euch berichten.

VERSPROCHEN!

Freitag, 16. Dezember 2011

ALLES PALETTI!

Ihr Lieben

Was war das für ein Tag! Erst hat man uns zu schier nachtschlafener Zeit an den Flughafen berufen - um 04.00h war Aufstehen angesagt. Mit Otto sind wir dann losgedüst, dem ÖV haben wir nicht getraut, da hätten schon wenige Minuten Verspätung das AUS bedeutet.

Otto raste dann allerdings in seiner Euphorie der Jungfernfahrt an der Ausfahrt zum Euroairport Basel vorbei. Und statt dass wir wie angewiesen um 07.00h am Counter Nr. 65 zwecks näherer Infos standen, cruisten wir auch noch um 07.15h in der Basler Innenstadt! Und ich war nahe eines Nervenkollapses! Kater fluchte wie ein ... ach nee .. noch viel schlimmer!

Gegen halb 8 türmte ich dann endlich aus Otto in die Abflughalle und konnte eben noch so gerade verhindern, dass wir unverrichteter Dinge auf dem Absatz umkehren mussten.
Ab da hiess es dann aber wieder warten, weil Orkanböen mit Hurra und Jubeltrubel alles wirbeln liessen. Doch irgendwann, zwischen 2 Böen, wagte sich der Flieger in die Lüfte. Kater war grün-gelb im Gesicht - und als es so ganz schlimm rüttelte, zeigten sich noch violette Tupfen auf den Backen. Aber mal oben über den Wolken angekommen, genossen wir einen wahrlich ruhigen Flug!
Welch Wunder!
Die Safety-Tafel haben wir jedoch sehr intensiv gelesen!


Endlich glücklich und in ganzen Stücken in Düsseldorf angekommen, nahmen wir unser Auto aus freundlichen Händen entgegen und düsten Richtung Hotel. Positiv überrascht fühlten wir uns gleich wohl in unserem gemütlichen Zimmer.
2 Stunden SCHLAFEN war angesagt.
*SCHNARCH!*
Glücklich und sehr dankbar, dass alles bis hierher trotz widrigsten Umständen gut geklappt hat.
DANKE!


Mit Hunger erwachten wir. Nix wie los! Erst war herrliches, frisches Essen beim Chinesen angesagt - und dann kam meine grosse Stunde in der Boutique meiner Wahl. Hach ... da hatte es wieder so viele tolle Kleider! Nur gut, habe ich den grossen, leeren Koffer dabei :-))).


Nach sooo viel Arbeit gönnten wir uns einen leckeren Kaffe. Draussen heulte der Wind um die Ecke - und wir, wir lümmelten in einem Caféhaus und genossen.


Nun gehts gleich los in die Innenstadt.
Was wir da tun?

Davon erzähle ich euch dann ...

... MORGEN!

NERVÖS

Sind am Flughafen Basel. Fahrt hierher sehr grenzwertig. Sind umgebucht auf Morgenmaschine. Flieger soeben in Basel gelandet. Kater grün um die Nase. Dunkelgrün. Ich hoffnungsvoll. Vielleicht klappt der Flug?

DAUMENDRÜCKEN!!!!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

PROTESTNOTE!

Werte Herren Sturm und Orkan

So geht das nicht!
So geht das ganz und gar nicht!
Darf ich Sie vielleicht an das Jahr 2010 erinnern? Da reisten der Kater und ich im Dezember erst nach Paris und 1 Woche später flogen wir gen Deutschland zu unseren Freunden.
Und Sie - was haben Sie damals getan?

Sie haben es stürmen lassen, toben lassen, schneien lassen, Eis regnen lassen.
Erst sassen wir im Zug Richtung Paris fest, 2 Tage später stundenlang im dichten Schneegestöber auf dem Perron am Gare de Lyon - und konnten erst mit 8 Stunden Verspätung und schier erfroren heimreisen.

Den Flug nach Düsseldorf, 3 Tage später, haben Sie uns beinahe vermasselt, so wüst spielten Sie sich am Himmel auf! 2 Tage waren wir anschliessend in Düsseldorf eingeschneit (war allerdings ganz romatisch und wir haben nix vermisst) ... was Besuche anbetraf: nur mit ganz grossem Glück gelang uns damals das Durchkommen zu unseren Freunden. Eisregen machte die Fahrt schier unmöglich und sehr sehr gefährlich.
Der Flughafen war anschliessend logischerweise bis kurz vor unserem Rückflug gesperrt. Und mit viel viel Glück und mehrstündiger Verspätung kamen wir an Weihnachten gesund und munter in die Schweiz zurück.

Und nun - nun reisen wir nach langem Unterbruch wieder einmal Richtung Düsseldorf.
Viele liebe Menschen, ganz besonders meine "Schwester" Lydia, "die Malerin" und ihre Familie wollen wir besuchen. Uns endlich wieder mal in die Arme schliessen, feiern ... die Freundschaft, dass es uns gibt, die Liebe, die Verbundenheit, das Glück.
Morgen ist Reisetag. Wäre.
Die Schweiz hat für den 16.12.11 bereits Orkanwarnung der ganz groben Sorte ausgerufen - und Düsseldorf sagt ... ich wage noch nicht daran zu glauben, was die Wetterstationen da melden:

Sturm und Orkan am Freitag: Düsseldorf, die Mitte und der Süden!!!!!!!

Werte Herren Sturm und Orkan - das können Sie nicht schon wieder machen! Haben Sie persönlich etwas gegen unsere Reiserei ... oder haben Sie einfach schlechte Laune in den Backen? Blähen diese grössenwahnsinnig auf und blasen drauflos? Mitten in die Reisepläne unschuldiger Reisenden?
Ich protestiere!

Unsere Airline sagt: "Mit grosser Wahrscheinlichkeit bleibt morgen alles am Boden - kommen Sie einfach trotzdem mal an den Flughafen - man wird sehen wie sich die Dinge entwickeln".
Suuuuper.
Bereits haben wir OTTO in Betracht gezogen. Dass wir mit ihm reisen, ihm mal das schöne Düsseldorf und Umgebung zeigen. Otto mag lange Strecken (Otto ist unser "neues" Auto).
Aber ... auch hier ... "gehen Sie nach Möglichkeit NICHT nach Draussen, nicht auf die Strasse - es ist zu gefährlich", das heisst es überall. Unsere Kunden hier haben für morgen schon mal schier sämtliche Termine gestrichen. Und gestern Abend bekam ich einen Vorgeschmack auf das, was morgen in XXL kommen soll. Ich musste auf meinem Giovanni, dem Roller, am Abend im Unwetter nach Hause fahren. Äste und wer weiss was alles flogen mir um die Ohren, ich konnte nur Schrittempo fahren - und selbst da nicht die Spur halten, die Sturmböen drängten mich richtiggehend mal nach links, mal nach rechts.
Nass bis auf den Slip kam ich zitternd vor Kälte und Unwohlsein zu Hause an.
Und das ... das war alles nur die Vorhut auf das grosse Ding von Morgen!!!!

Mein Appell an die Herren Strum und Orkan:

LASSEN SIE DEN SCHEISS!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

WILLKOMMEN IN DER FAMILIE, LIEBER OTTO!

Du bist sehr imposant.
Deine Statur hat was von einem behäbigen Schwinger, einem eindrücklichen Sumoringer.
Sollten wir jetzt noch Fünflinge bekommen (Gott behüte!!), sie hätten allesamt Platz in Dir.
Lieber Otto, seit vorgestern bist Du nun offiziell unser neues Familienmitglied.
Herzlich WILLKOMMEN!


Otto ist der Nachfolger unserer geliebten Wilhelmine, genannt "Minchen". Minchen sah sich die letzten Wochen ausserstande zu lüften, zu heizen, Fenster zu öffnen. Sogar das Schloss zickte rum.
Darum haben wir schweren Herzens beschlossen, Minchen in den wohlverdienten Ruhestand zu entlassen.
Der Oberburner vorgestern aber war ja dann noch, dass - kaum stand Minchen nackt (also ohne Nummernschilder) vor der Garage - kam auch schon ein Autoexporteur angelaufen, legte Fr. 300.00 auf den Tresen und nahm unser Minchen mit. So ganz Ruhestand gibt es also für sie noch nicht, sie wird irgendwo in Afrika, Lybien, Tunesien ... noch ein paar Runden drehen dürfen.
Na ja, da braucht sie eh nicht zu heizen.
Gute Reise, liebe Wilhemine!

Deshalb haben wir nun Otto an unserer Seite.
Otto kenne ich seit einigen Jahren, er kam regelmässig 1 - 2 x im Jahr zu uns in die Garage, liess sich pflegen, putzen, reparieren und ist top in Schuss. Sein Vorbesitzer liebte ihn heiss und innig. Aber irgendwann verkaufte er ihn uns, weil Otto doch auch schon 14 Autojahre auf dem Buckel hat. Damit aber glatte 7 Jahre jünger als Wilhelmine ist.
Also Frührentnerstadium. Durchaus noch intakt genug, uns gute Dienste zu erweisen.

Seit wir in der VILLA KUNTERBUNT hausen, sind wir um jeden Zentimer Auto froh. Im Gegensatz zu früher, bringen wir nun jede Woche Gartenabfälle, Papier, Karton usw. direkt weg in die Sammelstelle. Auch schleppen wir momentan noch Kleinmöbel usw. an ... Lampen ... Vorhangstangen ... ach ja, ihr wisst schon.
Oft schon wären wir um ein grösseres Auto froh gewesen.

Als mein Chef uns OTTO ans Herz - und seinen Schlüssel zwecks Probefahrt in die Hand legte, fühlten wir schon eine gewisse Verbundenheit. Man sitzt in ihm wir auf einer breiten, tiefen Couch. Hat Plaaaaatz. Kann die Beine weit strecken. Und es ist ein sicheres Gefühl mit ihm unterwegs zu sein, weil Otto eine gewisse Grösse hat. Zudem ist er ein Automat, nix mehr mit im Benzin rühren. Und aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ab dem 45sten Altersjahr die Nachfrage nach einem Automaten steigt. Jaja ... wir werden alle älter und bequemer.
Randbemerkung: bemerkenswert aber ist allerdings, dass ab dem 65sten Geburtstag es wiederum Männer gibt, welche dann händeringend die ultimativ sportlichste Sportversion des schnellsten Flitzers bei uns ordern.
Was will uns das sagen? :-)

Hätten wir gewusst, dass wir nun OTTO haben, dann würden wir am Wochenende wahrscheinlich nach Düsseldorf fahren und nicht fliegen. Minchen wollten wir das nicht mehr antun und haben darum den Flug gebucht.
Aber davon dann morgen mehr.

Jedenfalls - ihr wisst das nun - sind wir wieder zu Dritt.
Der Kater, der Otto und ich.
Und falls jemand mal mitfahren möchte:

BITTE EINSTEIGEN!

Montag, 12. Dezember 2011

R.I.P. WILHELMINE

Liebes Minchen

Mir ist irgendwie schwer um's Herz. Heute morgen gingen wir ... ähhh fuhren wir ... die letzten Meter miteinander ... nun trennen sich unsere Wege. Für etwas mehr als ein Trinkgeld konnte ich Dich damals am 11.04.2009 erstehen.
Dich, eine knallrote, betagte Dame. Mit einer Delle auf der rechten Seite. Auf den ersten Blick etwas abgeschossen (immerhin hast Du Jahrgang 1990!) - dafür aber mit einem rassigen Glasdach und unter dem Röckchen überaus munter! Eine Lady durch und durch!

Du bist / warst mein erstes Auto. Auch wenn ich immer noch keinen Führerschein habe und eigentlich doch mit Dir zusammen meine ersten Fahrerfahrungen machen wollte ... meist hat Dich ja der Kater über die Prärie geritten und ich sass daneben - hat dies aber meine Liebe zu Dir nie geschmälert.

Weisst Du noch - damals - als ich Dir unabsichtlich den Latte Macchiato in die Radiolautsprecherboxen schüttete, weil der Kater so unerwartet sportlich anfuhr ... und Du noch Tage später bei Basstönen aus dem Lautsprecher schäumtest? Mit Wehmut und einem schiefen Lächeln denke ich daran.
Anfang letzten Jahres hats Du ja beschlossen, dass Deine Kraft nicht für alles mehr reicht und hast die Funktion der Klimaanlage eingestellt. Wir gingen mit Dir d'accord, gaben Dir das OK dafür. Lieber mit DIR schwitzen, als ohne Dich - dafür klimatisiert - reisen.
Ja, Du warst unsere grande dame, die wir schätzten, ja liebten!

Dann kam die Scheibe fahrerseitig. Erst Dein diesbezügliches Stottern - und dann die Kapitulation. Aber wir gewöhnten uns recht schnell an diese Tatsache. Und sogar wenn wir einen topmodernen Mietwagen fuhren, zogen wir das Ticket für die Einstellhalle durch die geöffnete Türe. Nie mehr benutzten wir einen automatischen Festerheber. Stets öffneten wir die Türe.

Dies scheint Dir derart  gefallen zu haben, dass es Dir Spass zu machen schien, die Funktion "meines" Festerhebers auf der Beifahrerseite auch noch auzuschalten - allerdings mit der Option, dass von Fahrerseite her via Knopfdruck dies doch noch möglich war.
Mein inneres Auge sah Dich dabei schelmisch lächeln.

Im Mai diesen Jahres bist Du - für Dein Alter - mit einem glanzvollen Resultat nochmals durch die Prüfung beim Strassenverkehrsamt gerutscht. Man hat Dich ehrfürchtig als Oldtimerin behandelt und Deine Würde gewahrt. Ich war damals nicht die Einzige, welche sich verschämt ein Freundentränchen aus dem linken Augenwinkel wischte. So manch Einer aus unserer Garage ... und selbstverständlich der Kater, welcher Dir bei der Prüfung beruhigend den Kotflügel streichelte ... hielt da mit!
Wir freuten uns Alle mit Dir.

Im Sommer kriegtest Du Probleme mit dem Atmen. Hast erst geröchelt und dann verabschiedete sich die Lüftung mit einem lauten "PFFFFFFFFHHH". Und Tschüss.
Sogar DIES nahmen wir in Kauf und transpirierten fortan noch munterer vor uns hin. So ohne Klimaanlage, so ohne offene Seitenscheiben, so ganz ohne Lüftung.
Aber als Du kürzlich auch noch darauf verzichtet hast zu Heizen, da wurde die Lage doch ein wenig prekär.
Wir froren und Du hast Dich innerlich beschlagen noch und noch. Fahren mit Dir wurde zum Vabanquespiel und Blindflug.
Zudem: Der Keilriemen zirpte und die Bremsen hinten und vorne kamen so langsam an ihre Grenzen.
Dich nochmals aufzubrezelen hätte viel viel Geld gekostet. Und weiss Gott - hätte ich viel Geld, ich hätte es für Dich getan. Aber die Situation ist nun mal so, dass wir mit Dir an eine Grenze kamen, an der es jenseits jeglicher finanzieller Vernunft gewesen wäre, alles was wir haben in Dich zu stecken.

Und dann war ja dann auch noch OTTO. Er ist ganz anders als Du. Nicht besser, nur anders! Bitte, Minchen, verstehe das richtig. Mein Chef meinte, dass OTTO gut zu uns passen würde. Der fahrerseitige Fensterheben geht nämlich recht harzig und sein Ende ist absehbar. Ansonsten ist OTTO völlig ok, gutmütig und gross, sehr gross. Farbe weiss. Und den Hauch von 7 Jahren jünger als Minchen - dafür hat er mehr Kilometer auf dem Buckel. OTTO schluckt 7 Personen ohne mit den Scheinwerfern zu zucken. Er ist gebürtiger Amerikaner, aber ein HONDA, genauer gesagt ein HONDA ODYSSEY - ein Riesending mit mächtig viel Platz. Und: aus unserer Garage. Ich kenne Otto schon viele Jahre, er gehörte einem Kunden.
OTTO stelle ich euch morgen im Detail vor.

Liebes Minchen, heute Morgen haben wir Dir die Nummernschilder abgeschraubt. Ich wollte nicht dabei sein. Ich konnte nicht. Das tat mir richtig dolle weh im Herz - irgendwie habe ich Dich furchtbar lieb.
Danke für all Deine Kilometer mit uns. Das gute Gefühl, welches Du uns gabst. Geniesse Deinen Ruhestand, mein Liebes. Gerne denken wir an Dich zurück - und all die zusammen bestandenen Abenteuer.
R.I.P., unser liebes Minchen.

WILHELMINE 11.04.1990 - 12.12.2011
(hier bei der ersten Betankung ... damals im April 2009)

WIR VERGESSEN DICH NICHT!

Freitag, 9. Dezember 2011

KENNT IHR ...

... diesen weissen Fleck an der Wand - der förmlich nach einem Bild, einem Kerzenleuchter, einem dekorativen Irgendetwas schreit?
Aber eben - dieses Irgendetwas ist nicht irgendein Irgendwas.
Es muss DAS sein.
Und zwar nicht in etwa, sondern genau DAS.

Dieses Gefühl trage ich seit unserem Einzug in die Villa Kunterbunt mit mir herum. Ja, ich weiss, ein zu vernachlässigendes "Luxus"problem, welchem man am besten auch gar nicht nachgeht. Denn erfahrungsgemäss wird man bei der Suche nach der Lösung nicht fündig.
Die Lösung findet einem. Habe ich grad gestern wieder erfahren.

Mir geht das immer wieder so. Ich werde gefunden. Meistens von Kleidern, Taschen, Schuhen. ;-)))
Oder eben schönen Wohnideen. Auch dieses Mal wieder. Und ich finde, die Lösung ist nahezu perfekt! Ach, was sag ich - es IST perfekt! Ich habe Riesenfreude daran.
Schaut her!

Diese Bild!
Herrlich!


So. Und nun kann ich mich wieder den wirklichen Problemen widmen.
Und zwischendrin mal das schöne Bild anschauen gehen - und schon fliessen die Energien wieder.

Hach, was mag ich solch farbige Lösungen!

*ZURÜCKLEHN-UND-GENIESS*

Donnerstag, 8. Dezember 2011

RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Heute ist der letzte Tag meiner Bürowoche - morgen habe ich frei. Und viele Pläne diese Zeit zu nutzen.
Doch dazu später.

Erst mal geht es um den Rückblick.
Der knallte mir heute morgen ungehemmt ins Gesicht - 2 Minuten bevor ich die Villa Kunterbunt zwecks Broterwerb verliess. Weil gestern so miesepetriges Wetter war und ich mir meine rosafarbene Cowboystiefel totaaaaaal nass gemacht hatte, gönnte ich denen heute ein Heimspiel. Sie dürfen ganz in Ruhe vor sich hin trocknen.
Aus diesem Grunde kamen meine violetten Stiefel zum diesjährigen Winter2011-Ersteinsatz. Ich mag meine Schuhe, diese Stiefel ganz besonders. Sie erzählen nämlich Geschichte! Und was für eine! Ich schmunzle immer noch vor mich hin ... und ihr sollt es auch wissen.
Kann sein, dass ich davon auch schon mal berichtet habe. Und falls der diese Story betreffende Mann gerade heute mitlesen sollte (... huhuuu Stephan ...), dann würde ich ihm vielleicht raten, auf JETZT sich aus dem Blog weg zu klicken. So von wegen emotionalen Komplikationen.

*  J E T Z T  !!!!!!!!!!!*

So, nun sind wir unter uns und ich kann euch die Geschichte in aller Ruhe erzählen.
Das war nämlich so: Ich hatte da mal so eine Beziehung, die irgendwie zwar sehr stürmisch, aufregend, romantisch - aber auch total chaotisch und sehr anstrengend war. Keine Ahnung mehr, wie oft er zu mir in die Schweiz reisen wollte. Wie oft er in die Schweiz auswandern wollte. Wie oft wir in Urlaub gehen wollten.
Ok, 3, 4 mal war er in all den Jahren in der Schweiz, sesshaft geworden ist er nie und Urlaub wurde stets im letzten Augenblick abgeblasen - Panikattacken. In der ersten Verliebtheit habe ich gemeint, dies verpacken zu können. Nach Ablegen der rosa Brille wurde dieses Verhalten nervig. Und später konnte, wollte ich es nicht mehr tolerieren. Und so lebte es sich dann halt auseinander. Irgendwie.
Er seinerseits hat noch lange lange um diese Beziehung gekämpft. Und unser letztes Treffen fand vor einigen Jahren bei ihm statt. Den schönen Parkettboden hatte er mit einem RIIIIIESENHERZ aus vielen vielen Rechaudkerzli geschmückt. Schön sah das aus. Wirklich. Jedenfalls bis genau zu dem Moment, wo ich Trampeltier zügigen Schrittes den Raum durchquerte, mitten durch das Herz stapfte und das Kerzenherz so was von total ruinierte! Ich sehe noch heute seinen entsetzten, fragenden, tragischen Blick vor mir.

Tat mir ja auch echt leid ... hat aber die Situation nonverbal völligst geklärt. Alles war gesagt.
Und vielleicht wäre das alles nicht so schlimm gewesen, hätte ich meinen unbändigen Lachanfall (typisch für mich in solch heiklen Situationen) bändigen könnte. Konnte ich aber nicht. Der arme Mann ...! Liebe, Kunstwerk und sämtliche Hoffnungen zermalmt am Boden. Parkett, Leben und Gefühle ruiniert.
Meine Stiefel übrigens auch. Kerzenwachs überall verspritzt.

VORHER:

NACHHER:

Irgendwie schafften wir es anschliessend doch noch, freundschaftlich auseinander zu gehen. Dass ich dann mit dem Kater zusammen kam - die Beiden kannten sich - fand er dann aber etwas grenzwertig. Was hat DER was ER nicht hat? Aber da auch er zu dieser Zeit gerade eine neue Flamme total hot fand, schluckte er diese Kröte. Die Heirat dann allerdings, die hat er mir nie verziehen. Ab da herrschte Funkstille. Das hat er mir mehr als übel genommen, hatte ich es doch einfach ohne zu fragen gewagt, einen anderen Mann als ihn zu ehelichen.
Tja, so kann das gehen.

Und als ich heute Morgen den linken Stiefel anzog, kam dieser innerliche Rückblick. Ein Déjà-vu.
Schmunzeln muss ich übrigens immer noch, immer wieder, diese Situation damals ... dieser Fettnapf XXL ... ein Moment für die Ewigkeit.
Sorry Stephan. War ja nicht bös gemeint.

Zum Ausblick wäre nun abschliessend zu vermelden, dass wir morgen auf Lampensuche gehen werden. Damit die Villa Kunterbunt endlich vollständig illuminiert ist. Dann leuchtet es auch wieder über dem Esstisch und wir können endlich Besuch zum Essen einladen.
Nächste Weihnachten kommt ja bekanntlich bestimmt. Demnächst in diesem Theater.
Das gelb/blaue Elchenhaus wie auch ähnlich gelagerte Geschäfte werden wir besuchen, es wird ein schöner Tag! Gibt ja auch noch viel zu tun!
Also ...

... PACKEN WIR'S AN!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

ES WEIHNACHTET SEHR

Gestern hatten mein Gottemeitschi (Patenmädchen) und ich unseren obligaten, vorweihnachtlichen Mädelsnachmittag. Mädels im Sinne von: mein Alter + ihr Alter - den Schlechtwetterfaktor : durch 2 = sozusagen Mädels.
Sie hört es ebenso mit Stolz wie ich. :-)

Dieser Nachmittag war schon lange geplant und beinahe noch ins Wasser gefallen. Montag lag ich nämlich mit Migräne flach und meine Garagenmannen mussten ohne mich. Gestern war ich dann aber schon wieder medium-fit und mädelsnachmittags-einsatzbar.
An solchen Tagen auch im grössten Garagen-Pneu-Wechsel-Gedönse frei zu kriegen ist nie ein Problem, weil mein Chef Nr. 1 auch gleichzeitig der Papi von Sarina ist. Praktisch!

Kurz nach 12 ging es gestern los. Schnurstracks zu ... wohin denn wohl? ... dem Restaurant mit dem grossen M und dem Clown. Das ist und bleibt für Kinder der Renner. Im Gegensatz zum letzten Jahr verputzte die um einiges grösser gewordene Sarina kein Happymeal mehr - nö! Ein Erwachsenenmenü musste her! Mäck Tschicken, Pommes und Cola ohne Eis!!! Und hinterher noch einen fetten Donout mit Schoggisträusel.
Sarina strahlte.
Während ich die Pappdeckel mit Fleischeinlage in meinem Munde wie Zuckerwatte auflösten, tauchten wir geheimste Geheimnisse aus. Herrlich, sie hat kürzlich festgestellt, dass ..

A) ...  nicht alle Kinder Mädchen sind
B) ... ein richtiges Mädchen viel Platz im Kleiderschrank braucht
C) ... die Babyklappe für sie nicht das Richtige wäre
D) ... Nintendo DS3 geil ist
E) ... Buben eine komische Art Mensch sind
F) ... sie sich von nix trennen könne ( ... 9 Jahre alt! ..) :-). Kommt mir irgendwie bekannt vor.

Mit vollem Bauch haben wir uns dann dem neusten Film in 3D von TIM + STRUPPI gewidmet, haben Popcorn, Maltesers und Eistee genossen, haben uns kaputt gelacht, getuschelt, gekuschelt und sind hinterher noch einen Apfelpunsch trinken gegangen.

Unsere Laune war bis zu diesem Zeitpunkt einfach genial - bis genau zu dem Moment, wo ein Nikolaus auf dem Fahrrad neben uns durch preschte und keine Zeit für Sarinas Gedicht hatte. So ein +*%&!!?*/^? aber auch! Das gab Tränen und böse Fluchworte, welche ICH damals im 19ten Jahrhundert erst mit 14 kannte.
Ich brauchte mindestens 3 Tonnen meiner allerblühendsten Phantasie, um Sarina wieder auf ebenen Boden zu bringen. Dass wenn sie MIR ihren Weihnachtsvers aufsagt, der Nikolaus ihn ÜBERALL hört, wo immer er auch ist.
Sogar auf dem Fahrrad ....!

Das Nintendo DS3 Spiel haben wir auch gekauft, die heisse Waffel hat sie zum Tagesabschluss verdrückt und dann ging es heim.
Schön war's!

EIN SPASSTAG!

Montag, 5. Dezember 2011

MEIN DANK AN DICH

Lieber Schatz, Kater

Du hast keine leichte Zeit hinter Dir - und auch nicht vor Dir.
So vieles hast Du gemacht, nicht alles hat geklappt ... das hat Dich getroffen, hat Dich oft zweifeln lassen. Auch wenn Du manchmal kurz vor dem Aufgeben warst, hast Du es nicht getan. Bist an Grenzen gekommen, welche Dir auch durch Deine Krankheit ganz klar aufgezeigt wurden.
Muskelkater tat zwar weh, ging aber vorbei. Rückschläge, innere Kämpfe und viele Erkenntnisse wirken viel nachhaltiger.

Ich finde es toll, dass Du Dich durchgebissen hast. Ich schätze an Dir, dass Du trotz allem den Boden unten den Füssen behalten hast. Du hast ganz schön geackert die letzten Wochen - nicht nur körperlich.
Ich finde, Du hast das Beste gegeben, was Du geben konntest. Das ist ein DANKESCHÖN wert.

Mir hat man die letzten Tage, Wochen oft gesagt - "toll, wie Du das schaffst". Und in der Garage gibt es ja schier täglich Erfreulichkeiten, Komplimente, Dankesworte. Und jetzt gibt es auch viel Lob für das Einrichten der VILLA KUNTERBUNT.

Was ich sagen will: Ohne Dich könnte ich das gar nicht. Du hast mir die ganzen Wochen den Rücken frei gehalten, hast eingekauft, mich herrlichst bekocht, mich von A nach B chauffiert, meinen Nacken massiert wenn alles weh tat, hast das duftende Bad für mich eingelassen, die Rosen gekauft und auf den Tisch gestellt.
Ich sage wo ich was haben möchte - und Du kletterst dafür auf Leitern, haust Nägel in Wände, bohrst Löcher, rennst in Baumärkte.

Dies ist von aussen auf den ersten Blick so nicht sichtbar - aber es würde fehlen, wäre es nicht. Deshalb möchte ich Dir von all den MERCI'S und dem Lob welches ich kriege die Hälfte davon abgeben. Denn es steht Dir zu.

Deshalb schien es mir richtig, Dich gestern zu diesem herrlichen Adventsbrunch ins Schloss Schaudau einzuladen. Dir damit meine Wertschätzung zu zeigen ... die Dir manchmal so fehlt. Wer nicht in Lohn und Brot steht, fühlt sich oftmals weniger Wert als es sein sollte. Man kriegt zwar Arbeitslosengeld ... aber daneben nur Absagen. Und Keine/r sagt: "gut gemacht!"

Ich will es nicht vergessen und sage deshalb ganz bewusst: "GUT GEMACHT, KATER - DANKE!"
Ich hoffe von ganzem Herzen ... nein, ich weiss es ... dass Du es genossen hast.
Gut so!

10.00h, gestern Sonntag. Die Stimmung vorne am See - windig, schön.

Das Schloss Schadau - toll wie immer. Die Deko, die Menschen, das Ambiente. Genuss pur!

Das Buffet bot alles was das Herz begehrt

"Unser" Tischchen hinten in der Ecke. Romantisch!

An diesen leckeren Dingen hattest Du Deine besondere Freude :-)

Und ich, ich wandelte im Schloss umher und staunte ob den wunderbaren Wohlfühlecken

Es ist einfach unglaublich schön und hat Stil - ohne dabei protzig oder steif zu wirken

Wir hatten Spass - und gute Laune!

Sehr empfehlenswert - und passt auch in kleine Budgets

Es war ein rundum himmlischer Morgen!


DANKE!

Sonntag, 4. Dezember 2011

STERNENHAGELVOLL

Also nicht ich - behüüüüte!
Nein, die VILLA KUNTERBUNT. Sie ist voller Sterne in und rund ums Haus. In klaren Nächten auch ganz oben. Der Name Sternenzauber ist Programm! Damit ihr seht was ich meine, bin ich mit dem Fotoapparat in den Räumen gewandelt und hab geknipst.
Längst nicht all die wunderschönen 5-zacker im Hause Sternenzauber. Aber so ein paar ...


Am Abend ... wenn es dunkel wird ... Glanzlichter setzen. Das mag ich!

Ob Haustüre, Bettwäsche, Deko, Lampen ... Sterne machen unser zu Hause gemütlich

Wo immer ich was sehe, dass 5 Zacken hat - ist es meins!

Das hat sich auch herumgesprochen - diese wunderschöne, riesengrosse Sternenkerze haben uns unsere lieben Freunde Alice und Fritz zum Einstand geschickt. Es war das erste Päckchen, welches den weg hierher zur Villa Kunterbunt gefunden hat. DANKEEEEE!

Bei uns im Hause hat sich bereits wieder einiges getan - es weihnachtet, es wird immer schöner!

So langsam wird es auch an den Fenstern gemütlich - hier ein Vorhang, da ein Rollo ... uns gefällt 
es! Und wieeeeee!

Und jetzt, jetzt mach ich mal Kaffee. Und wir feiern in aller Ruhe den zweiten Advent.
Kommst Du auch?


Heute Morgen war übrigens ein ganz besonderer Morgen - und wir haben uns was Tolles gegönnt. Doch davon ... davon erzähle ich euch in der nächsten Geschichte! Bis dann ...

... SCHÖNEN ZWEITEN ADVENT!

Freitag, 2. Dezember 2011

MÖRDERISCH GUT!

Da war es dann also gestern so weit - Törchen Nummer 1 in Katerchens Adventskalender durfte geöffnet werden. Zumindest in Gedanken.

Weil ich nämlich in Folge akutem Zeitmangel dieses Jahr nichts basteltechnisch Hochstehendes ins Leben rufen konnte, muss Katerli sich seinen Adventskalender denken ... aber ich bring ihm dafür jeden Tag eine kleine Überraschung mit nach Hause. Klein, aber fein.
Ich möchte voraus schicken, dass ich es WIRKLICH und WAHRHAFTIG gut mit ihm meine. Alles andere wäre üble Nachrede. Unkige Rufe. Böswillige Unterstellungen. Und so.

Jedenfalls stakste ich vorgestern Abend nach Büroschluss noch schnellschnell in die Apotheke meiner Wahl und orderte eine Portion Bad für tolle Kater. Gekauft habe ich - für gar nicht mal so wenig Geld - dieses Nikolausenbad:


Liebevoll verpackt, habe ich es ihm gestern Abend neben seinen Kaffee gelegt. War ganz aufgeregt, als er es aus dem roten, glänzenden, knisternden Seidenpapier schälte. Ich mag schenken!
Er hat dann auch wie erwartet eine freudig-überraschte Miene aufgesetzt, hat es liebevoll angeschaut, hat dran geschnuppert, hat drauf gedrückt, hat es geschüttelt.
Bis zu besagten Momente war alles im grasgrünen Bereich ... ich freudig ... Kater freudig ... Kerzenlicht erhellte die harmonische Szenerie ... alles war eitel Sonnenschein und vorweihnachtliches Glück. Im Geiste sah ich den Kater bereits in der Wanne liegen, flauschige Schaumwölkchen seinen Luxusbody umschwebend, ein Duft nach Lebkuchen,Vanille und Keksen im Raum ... *HACH!* ... welch Idylle im Hause Sternenzauber!

Und dann - dann drehte der Dussel den Weihnachtsmann auf den Bauch und las, was da stand.
Seine Gesichtsfarbe wurde eine Spur bleicher als normal und um die Nase deutete sich eine grünliche Verfärbung ab. Die Lippen wurden schmal, die Augen im Gegenzug gross.
Und dann sah er mich an. Ein Mensch gewordener Vorwurf.
Ich sass da ... zu einem Häufchen Rest-Sternenstaub zerbröselt. Mit Fragezeichen in den nun mehr glanzlosen Fränzi-Äugelein.


ICH (ganz leise): "Ist was?"
ER: "Mhhh!"
ICH (immer noch leise): "Nu sag schon - ist was?"
ER: "Also ... schon ... ich les jetzt mal laut vor:"

Und dann las er laut vor:
Aqua (so weit - so gut), Sodium Laureth Sulfat, Cocamidopropyl Betaine, Acrylates Crosspolymer, Trietanolamine, Methylparaben, Methylisothazolinone, Sodium Chloride, CI14720, Citric Acid, Phenoxyethanol, Ethylparaben, Butylparaben, Propylparaben, Isobutylparaben, Benzophenone-3, Limonene, Linalool, Coumarin, CI42053, CI19140, CI4720 und und und ...

Den vorwurfsvollen, anklagenden, fragend-entsetzten Dackelblick auf mich gerichtet, fragte er stumm nach meineN hinterhältigen Absichten. Die Stille war brüllend laut und tat mir in den Ohren weh.
Ich stammelte dann wie folgt: "Neee Schätzeli, echt jetzt - ist ein tolles Bad! Und wird Dir gut tun. War auch teuer. Ich wollte doch nur ..."


Na ja - zumindest fing er dann wieder an zu grinsen. Und meinte trocken: "Ich geb mal erst Wasser in ein Schälchen und tropf was von diesem Badekonzentrat rein. Dann tunke ich den Finger in die Brühe und warte ab, ob er sich auflöst".
Typisch Kater!

Heute gibt es übrigens seine Lieblings-Pralinen aus dem guten Schoggiladen an der Ecke bei Bahnhof.
Aber bevor ich das Zeug heute Abend schenke, entferne ich allfällige ...

... INHALTSANGABEN!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

ALLER ABSCHIED IST LEICHT!

Nein - zugegebenermassen nicht wirklich. Sogar meistens nicht.
Aber gestern, gestern habe ich einen Abschied erlebt, der mir ... entgegen all dem was ich meinte zu denken ... leicht fiel. Sogar noch viel mehr ... mir fiel eine Last von den Schultern, vom Herzen, von der Seele.
Der Schlusspunkt.
Fertig.
Ende. Aus.
Komisch.

Gestern war offizielle Wohnungsabgabe. Ein Termin, welcher uns Schweizer stets bange ums Herz werden lässt. Zittrige Knie, patschenasse Schweisshändchen, Herzklopfen und Nervenflattern. Ganz im Gegensatz zu deutschen Landen, wo eine Wohnungsabnahme eine eher formlose Übergabe besenrein geputzter Räume ist.
Der Mieter dort entweder beim Einzug oder beim Auszug renoviert.
Hier, in der properen Schweiz, ist die Wohnungsabnahme / abgabe einer Charakterprüfung gleichzustellen. Jeder kleine Kratzer wird analysiert, jedes Fitzelchen Boden genaustens begutachtet. Alles muss lupenrein, stahlend schön, ungebraucht (und falls nicht: ersetzt oder repariert), hygienisch einwandfrei, klinisch sauber sein. Bis zu einem gewissen Grad ist dies ja auch völlig in Ordnung - Jede/r will gerne in eine saubere Wohnung einziehen. Aber dass der WC-Spülkasten spurenlos rein sein muss und man problemlos daraus trinken könnte (...falls man dies wollen würde ...!), dies scheint mir übertrieben. Alleine in den beiden Spülkästen habe ich 2 x 3 Stunden kopfvoran bis zu den Ellbogen gesteckt. Das WC-blau wegzukriegen ist nämlich gar nicht so ohne! Mit Zahnbürste und teilweise winzig kleinen Zahnzwischenraum-Flaschenbürstchen habe ich jede Schraube, jeden Hebel, jeden Winkel in diesem weissen Ding auf Hochglanz poliert. Im Wissen: hier trinkt nieeee im Leben einer draus! Gemacht musste es trotzdem werden.
Da ich jahrelang selber Wohnungsabnahmen gemacht habe, weiss ich genau, auf was es ankommt.
Wir hier haben auch fix eingebaute Küchen. Die bleiben. Und so eine Küche MUSS zwingend schier steril geputzt sein, sonst gibts es Ärger. Ergo tagelange Putzarbeit.

Den grössten Teil hat das von uns engagierte Team erledigt - und so ein paar Stunden meinereiner.
Habe ich schon erwähnt, dass mir die Knie, die Schultern und der Rücken weh tun? Ganz besonders die Knie.

Tja - und dann war es gestern also soweit. 11.00h.
Komplikationslos konnten wir die Wohnung unseren Nachmietern übergeben. Damit auch die Abwaschmaschinenbewilligung (ja, auch das ist eine Besonderheit in vielen Schweizer Haushalten - man braucht eine Bewilligung um eine Abwaschmaschine installieren zu dürfen. In unserer Ueberbauung hatte nur ich, als ehemalige Hauswartin, diesen Sonderstatus. Den Sonderstatus, den durfte ich weitergeben - ansonsten verfällt die Bewilligung). Eine Waschmaschine hat übrigens KEIN Haushalt - wir Mieter haben im Keller eine Gemeinschaftsmaschine. Ja, so ist das hier.

Nach Unterschrift unter das Protokoll verliess ich schier fluchtartig die Wohnung, das Haus, die Überbauung.
Dabei hatte ich doch noch am Morgen den Fotoapparat eingepackt - wollte noch den Abschied im Bilde festhalten. Aber nein, ich wollte dann ganz bewusst irgendwie doch nicht. In mir weigerte sich alles. Und erst diese Erleichterung, als all die vielen Schlüssel samt und sonders übergeben waren!
Kein Blick zurück - und sogar die alten Namensschilder schmiss ich noch an Ort und Stelle in den Müll.
Weg. Weg. Weg.

Es ist geschafft!
Es ist vollbracht!
Und jetzt ...

... ENDLICH NACH HAUSE GEHEN!

Montag, 28. November 2011

EINE EXPLOSIVE STORY

Also nicht wirklich. Mehr so im übertragenen Sinne.
Nix passiert.
Also ... nicht wirklich.

Ich statuiere: in einem Häuschen wohnend, muss man ein bisssschen mehr auf die persönliche Aussenwirkung bedacht sein, als in einem Wohnquartier mit nahezu 200 Wohnungen. Ja, muss man.
Meinereiner hat in den letzten Tagen ... in für allgemeine Erheiterung sorgender Manier ... obige Feststellung noch nicht wirklich verinnert gehabt.
Ich bin halt einfach ich. In meiner ganzen Ausprägung. In der ganzen Länge und Breite. Im Wesen allgemein. Im Erscheinungsbild sowieso.

Wahrscheinlich haben unsere Nachbarn Humor und gewöhnen sich an uns. Mich.
Was das jetzt genau mit dem Begriff der EXPLOSION zu tun hat, erzähle ich euch doch gerne ...

... das ging nämlich so:
Letzte Woche hatte ich ja ein imaginäres Rencontre mit einem ganz gefährlichen, sehr kriminellen, äusserst gefürchteten Räuber, Dieb und werweisswasallesnoch. Das war in dieser Nacht, zu nachtschlafener Zeit, als es draussen plötzlich schepperte, das automatische Licht reagierte und ich genau wusste, dass ich jetzt uns und die Villa Kunterbunt retten musste. Ultimativ. Jetzt oder nie.
Eine für Alle - Alle für Eine.
Und in Schlüpper, Shirt und Katerles Gummistiefeln - bewaffnet mit meiner Stimme und massenhaft Mut den Täter zur Rede stellte. Während Katerli die Decke bibbernd bis unter die Nase zog, stürme ich im Tempo des gehetzten Affend draussen vor die Türe. Hielt die Faust bedrohlich in die Luft gestreckt (was wegen Nebel und Dunkelheit eh niemand sah) und sagte mit zitternder Stimme (wegen der Kälte Leute! Bloss wegen der Kälte!!!) "JETZT IST GENUG!! VERP.... DICH!!!".
Die Katze kam dann auch sofort wie ein Pfeil aus dem Unterstand geschossen und machte sich vom Acker.

Sollte mich in dieser Nacht die aufmerksame Nachbarschaft beobachtet haben, so haben die sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt Gedanken über mich gemacht. Ich, in meiner leicht explosiven Aufmachung und in explosiver Stimmung.
Das war ja aber noch gaaaar nix gegen gestern Morgen. Irgendwie bin ich kurz nach 07.00h erwacht. Und das am Sonntag! Schlürfte augenringebeschwert in den oberen Stock und braute mir einen Kaffee. Die erste Helligkeit schimmerte bereits durch die Ritzen der "Felläden" (...what the f** heisst "Felläden" auf gut Deutsch?) ... ahhh ... Fensterläden. Beherzt stelzte ich drauf zu, öffnete diese schwungvoll, trat heraus und blinzelte ins Früh - direkt ins fröhliche Gesicht einer frühaufstehenden Nachbarin blickend, welche bereits am Laub rechen war.

So stand ich denn da - in meiner ganzen Pracht.
Frisur: explodiert
Knallpinkiger Morgenmantel: kann als explodiert interpretiert werden
Lila-weisse Puschen: in ihrer Grösse beachtlich (kleine, flauschige Medizinbälle) - zarte Seelen empfinden bei ihrem Anblick durchaus des Gefühl von Explosion.
Gesamtnote Sternenzauber, 27.11.2012, 07.03h: PENG!!

Na ja, die Nachbarin hat sehr fröhlich gelächelt, sogar Winke-Winke gemacht. Ich hab breit gegrinst und auch Winke-Winke gemacht.
Sie hat gekichert.
Ich habe gekichert.

Ich denke ...

... WIR VERSTEHEN UNS!

Sonntag, 27. November 2011

FOTO-ROMAN

Meine lieben BlogfreundInnen!

Heute gibt es der Worte wenige - der Bilder dafür viele. Nicht, dass es nicht viel zu erzählen gäbe. Ihr kennt mich ja ... aber noch viel mehr gibt es hier zu tun. Mein grosser Wunsch wäre, dass an Weihnachten die noch auszupackenden Kartons an einer Hand abzuzählen sind, jeder Raum freundlich eingerichtet und gemütlich, wir die Familie und Freunde entspannt um den Tisch scharen können, einander, die Zeit, das neue zu Hause geniessen können.

Damit ihr seht, welche Fortschritte die VILLA KUNTERBUNT macht - hier also der versprochene Fotoroman.
Klickt euch die Bilder gross ... es lohnt sich!

Ums das Haus herum wird es bunt, fröhlich, schön -sogar ein paar Weihnachtsgirlanden haben ihren Platz gefunden. Erstaunlich, so früh war ich noch nie dran:-)

Farben, Farbenharmonie, Düfte, die kleinen wunderbaren Dinge des Lebens ... so langsam finden sich die Plätze. So langsam passt alles wieder zusammen. Und - es ist so schön wie noch nie!

Die Kuschel-Wohn-Fernseh-Lese-Ausruh-Ecke

Der Esszimmerteil des Wohnzimmers

Deko - meine Leidenschaft ...
... nur so wird für mich aus einem Tisch MEIN Tisch

Die Küche ist der Hammer - wir lieben sie und wohnen gerne in ihr

Das Schlafzimmer ist leidenschaftliches Rotlichtmilieu :-)

Auch die Diele im ersten Stock scheint mir gelungen. Unser Wohlfühlfaktor ist 100%!

Und sogar das fürchterlich grüne Klo ist ein knallgrüner Hingucker geworden - wir sind glücklich!

Manchmal - ja manchmal hängt das Leben voller rosaroter Wolken!


WIR SIND DAHEIM!

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