Freitag, 7. Mai 2010

ES BLEIBT JA UNTER UNS!

Unbedingt. Es ist wirklich dringend. Ich brauche neue Jeans!

Nein, nicht einfach so, weil ich zu den 99 anderen Paar Jeans noch 10 weitere ordern will. Bitteeeee ... was denkt ihr denn von mir?!


Ich habe schlicht, ergreifend und spürbar einige Kilos verloren. Ungeplant. Ich habe nicht wirklich einen Plan wieso. Genauso wenig wie ich mir jeweils erklären kann, warum ich den anbetungswürdigen Stretchanteil beanspruche.
Ist so, weil ist so. Punkt. Fertig.

Darüber bin ich selbstverständlich nicht traurig, ich habe immer noch genügend Reserven - so ist es ja nicht. Aber wie jedes Ding, so hat selbst die an und für sich erfreuliche Tatsache des Gewichtsverlustes 2 Seiten. Die Rückseite besagter Medaille da wäre:

Diese Woche habe ich jeden Tag neue Jeans angezogen - solche, welche ich schon bei 95 Grad in der Maschine durch georgelt habe. Solche ohne Stretchanteil. Solche, die zuhinterst im Schrank lagen. Gepasst hat keine mehr! Immer dasselbe: Sobald ich die Treppen runter steige, rutscht das indigoblaue Beinkleid mir in die Kniekehlen! Blöd, wenn man im 2. Stock wohnt, ohne Lift. Unangenehm, wenn man im Transit Bahnhof - Arbeitsplatz stets den Daumen in der Gurtschlaufe eingehakt haben und gegen die Erdanziehungskraft ankämpfen muss, damit ich meine Unterwäsche-Kollektion nicht öffentlich zugänglich mache.

Selbst das Hinsetzen hat so seine Tücken ... sitzt nämlich die Jeans nicht schön satt und rutscht hinten weg, dann hat der oder die Betreffende mit dem sogenannten "Sparschweinchen-Effekt" zu kämpfen. Sparschweinchen-Effekt? Wie soll ich nun diesen, von mir so benannten Ausdruck niveauvoll erklären...?
Lasst es mich so sagen: Setzt sich jemand auf einen Stuhl, dessen Jeans bei der Hinsetzbewegung über die Hüfte runter rutscht, dann beschert dies einem unfreiwilligen Zuschauer einen nicht wirklich zu empfehlenden Einblick in Dinge, die doch eher persönlicher Natur sind. Ein Lächeln huscht einem dann trotzdem über die Lippen, weil man unweigerlich an ein Sparschweinchen denken muss.
Ich hoffe, ich habe mich gepflegt - aber klar ausgedrückt. Capito?

Nur einmal, ein einziges Mal, da habe ich Jeans erwischt, die ich irgendwann in einem sehr schwachen Moment erstanden habe. Grösse 42, allerdings Stretch. Aber hinten auf den Taschen waren so tolle Bling-Bling-Steinchen aufgeklebt. Seitlich auch. Eine geniale Jeans! Meine Jeans! Ich habe sie damals einfach mal erstanden und mitgenommen. Hinsichtlich schlankerer Zeiten. Wer weiss.
Die habe ich gestern Abend probehalber mal angezogen. Bei Jeans ist ja schon viel gewonnen, kann man sie selbstständig und ohne Schuhlöffel anziehen - soweit hat da ja auch alles prima gepasst. Als ich den Knopf zumachen wollte, killte ich schon mal den Nagel am Mittelfinger der linken Hand. Es war aber auch ein Krampf diesen Knopf zuzumachen! Immerhin, ich habe es aus eigener Kraft geschafft.
Jedoch der Reissverschluss sträubte sich vehement. Erst dachte ich, es liegt am Reissverschluss. Musste dann aber ehrlicherweise zugeben, dass es das neckische Röllchen unter dem Bauchnabel war, welches sich wortwörtlich quer stellte. Da ich eine Frau der Tat bin und mich keineswegs sofort geschlagen gebe, habe ich mich stecken gerade rücklings aufs Bett fallen lassen. So weit - so gut.
Unter Inanspruchnahme all meine Kräfte, quälte ich den armen Reissverschluss letztendlich doch noch in die von mir gewünschte Position. Da lag ich also nun. Wie ein Käfer hilflos auf dem Rücken. Mit inexistenter Zwerchfellatmung. Alles andere war unmöglich. Doch ... wie jetzt aufstehen? Ich fühlte mich leicht indisponiert. An normales Aufstehen - und somit gekrümmte Position - war nicht zu denken. So rutschte ich sachte seitlich von Bett runter auf die Knie, stellte mich auf die Beine und stand dann endlich. Eingeengt, äusserst eingeengt! Aber ... ich stand!

Ich stakste langsam nach vorne zum Spiegel. Mit Betonung auf LANGSAM - meine Atmung durfte ich ja nicht allzu sehr forcieren. Der Blick in den Spiegel verriet mir, dass ich vielleicht mit dem Tragen dieser besonderen Jeans noch warten sollte. Meine Augäpfel glupschten nämlich beängstigend im hochroten Gesicht, die Nasenflügel blähten sich unaufhörlich und mir war schwindlig.
Fazit: Wir reden in 5kg wieder darüber.
Soviel zu Calvin (zu) Klein!


Dies wollte ich nur kurz erzählt haben - ihr Alle gehört ja mittlerweilen schier fast zur Familie.

So gesehen bleibt ja alles ....

... UNTER UNS. ODER?

Kommentare:

Angelina de Satura hat gesagt…

Ja, versprochen :D
Liebe Grüße

Paderkroete hat gesagt…

"Sparschweinchenefeckt"?
Achsooo.....du meinst
"Arsch frisst Hose" :-))))))))

Sternenzaubers Geschichtenhimmel hat gesagt…

@ Angelina: Danke! Ich wusste, auf Dich ist Verlass! :-)))

Grüessli Sternenzauber


@ Paderkröte: Genau! du bist und bleibst: eie kluge Frau! :-)).
Cooler Spruch, kannte ich nioch nicht. :-))

Grüessli Sternenzauber

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