Montag, 7. November 2011

BETTGESCHICHTEN

Nicht was ihr denkt!
Es geht mehr so ... also wie soll ich es euch sagen? Stellt euch einfach mal mein Schlafzimmer vor. In rosa bis bordeaux-Farben gehalten, schmiedeisernes Bett, dito Spiegel, dito Glasregal, dito Nachttisch.
Bettwäsche in knallrot mit weissem Schriftzug I LOVE YOU.
Also schön, wirklich schön.

Würde man nicht beachten, was momentan AUF dem Nachttisch liegt. Da liegen nämlich nicht so Dinge wie normal bei mir ... Kerzchen, Blingblingzeugs, ein schnulziger Roman und so Zeugs ... nö. Da liegt jetzt: Hammer, Schraubenzieher, Schrauben, Schere und ein Buch namens: WEG DAMIT!


Sollte - wieder Erwarten - der Kater in einer der nächsten Nächte aus dem Hinterhalt im Schlafe gemeuchelt werden, dann habe ich ein Problem. Ein gravierendes sogar. Alles spricht dann gegen mich! Alles!
Welche liebende Ehefrau hat so Grobzeugs neben sich liegen? Ausser mir?
Seht ihr ... die Geschworenen würden einstimmen zu meinen Ungunsten auf lebenslänglich plädieren. Und der mir zugewiesene Pflichtverteidiger hätte 0 Chance auf Wiederaufnahme des Verfahrens infolge Formfehler.
So gesehen gebe ich meine Absichten am besten jetzt gleich zu.

Obschon ... HALT! HALT! Es ist doch alles nur wegen dem Umzug!
Es ist nämlich so - ohne Frau Rita Pohle hätte ich es nicht geschafft, mich von mittlerweilen 2 Tonnen (in Worten ZWEI TOOOONNNNNEEEENNNN!!!) zu trennen. Ihr Buch WEG DAMIT - ENTRÜMPELN BEFREIT! hat mich echt aufgeklärt, angetrieben und geleitet. Danke Frau Pohle!


Ich habe gelernt, dass ich ganz klar ein "ZU SCHADE ZUM WEGWERFEN-TYP" bin. Typisch ich! Und vor allem: wie ich mich selber überlisten kann.
An jedem Abend der letzten Wochen hat Frau Pohle mir schonungslos meine Altlasten um die Ohren gehauen, hat mir mein gelobtes "Gerümpelzimmer" voll madig gemacht, hat mir die 3-Kisten-Methode beigebracht und mir bezüglich ORDNUNG IST DAS HALBE LEBEN wieder mal den Kopf gewaschen.
Aber all das auf sehr angenehme, einleuchtende, begreifliche und nachvollziehbare Weise.
Weil ich von Grund auf an und für sich ein sehr strukturierter Typ bin - nur eben auch einfach nur Mensch und zu faul und sammelnd und erfinderisch im Stapeln - war ich echt froh um das Geschubse in (m)eine richtige Richtung.

Lag ich wieder mal - entkräftet und entsäftet von der Tage Mühe - zu nachtschlafener Zeit im weichen, warmen Bette, meine Habseligkeiten gedanklich sortierend und alles in die Kiste Nr. 3 packend (Schatztruhe, bleibt), hat Frau Pohle im Traume mit ihrem imaginär strengen Blicke alles wieder ausgekippt und ein Ding ums andere in ihre nur in meiner Vorstellung realen Hände genommen, hat mich gefragt: "na - und nun sag mal - wann hast Du DIESES das letzte Mal gebraucht?". Kam meine Antwort nicht gleich aus der Pistole geschossen, knallte sie es bereits unbarmherzig in Kiste Nr. 1 ... Gerümpel / Müll.
Nun gut, ich gebe zu - es gab Nächte, da schlich ich ...  wenn Frau Pohle denn endlich schlief ... zu Kiste Nr. 1 und rettete das Eine oder Andere in Kiste Nr. 2, die Eventualitätenkiste, welche mir noch so ein bisschen Denkfrist liess.

Aber so alles in allem, habe ich dank dieser Methode und dem immer wieder lesen im besagten Buche bei Frau Pohle, unsere Wohnung und eigentlich unser Leben heftig und nachhaltig entrümpelt. Frau Pohle versprach mir Freiräume - im wahrsten Sinne des Wortes. Immer neu hat sie mich motiviert.
Stimmt!


Falls also auch bei Dir oder Dir oder Dir ein Umzug ansteht - oder als Tipp für den nächsten Frühlichsputz: Lest mal das Buch, es hilft einem wirklich Ordnung zu schaffen und Ordnung zu halten.
Man lernt dabei auch noch sehr viel über sich selber - spannend!

Ich freue mich aber, wenn meine Bettgeschichten in nicht mal mehr 2 Wochen unser Schlafzimmer aus dem eher spröden Werkraum wieder mehr in Richtung Lust-und-Traum-und-Wonne-Wohlig-Zimmer verwandeln.
Rot, Feuer, Liebe, Leidenschaft versus Bastelstunde.

JAWOLL!

Kommentare:

die Malerin hat gesagt…

Schwesterchen, leihst Du das Buch mal Herrn Baumeister aus? Den der hortet nur und hindert mich sehr an dem großen Befreiungsschlag wegwerfen und nochmals wegwerfen. Heute habe ich, wo er weg war, Kleiderschrank ausgemistet, sehr effektiv wenn ich alleine bin.
Müntschis Lydia ♥♥

Dodo hat gesagt…

... ehm... räusper....und ein riesengrosses SEUFZ!

Sternenzaubers Geschichtenhimmel hat gesagt…

Liebes Schwesterchen

Ja, alleine geht am besten. Und ... klar, leih ich Dir gerne! Muss es dann einfach wieder haben - ich habe mir nämlich geschworen, da öfter mal nachzulesen. So ein Puff im Keller will ich nämlich NIEEEEEEEE mehr!
Uff. Müde bin.

Müntschis
Fränzi

Sternenzaubers Geschichtenhimmel hat gesagt…

Liebe Doris

Es wird einem in dieser Hinsicht echt nix geschenkt! Kann Deine Seufzer 1:1 nachvollziehen.
Aber ... wir schaffen das!

Herzgrüessli mit Lächeln
Fränzi

Smilla hat gesagt…

Merci für den Buchtipp!! Jetzt muss ich nur das Zettelchen mit den genauen Angaben in meinem P... nicht verhühnern... es gäbe da also noch eine Chance.. schauen wir mal ; )
Dir weiterhin viel Durchhaltekraft und wenigstens romantische Träume!!
10001 bisous brigitte

Dodo hat gesagt…

Liebe Fränzi,
du hast ja keine Ahnung.... das eigene nutzlose Zeug loszuwerden ist ja eins und schwierig genug. Was aber, wenn die Dinge über hundert Jahre alt sind, schon immer da waren, Erinnerungswert haben und einfach gar nicht mir gehören? Was davon wirft man weg?
"Wir schaffen das" ist leider nicht etwas, was bei mir Mut ervorruft. Es müsste schon heissen: "Irgendwie löst sich das Zeug schon mal auf!" ;-)
Grüessli
Doris

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