Mittwoch, 15. Dezember 2010

TRÖÖRÖÖÖÖ!

Ratet mal was das ist.

. Keine Lokomotive.
. Nicht Benjamin Blümchen.
Es ist - das Didgeridoo-Getröte des Katers. Meines Schätzu-Katers.

Irgendwann im August dieses Jahres aus der Not entsprungen ... in der Musiktherapie im Krisenintervensionzentrum der Uniklinik Bern gab es alternativ nur den Triangel (zu filigran) und das Schlagzeug (zu dominant) ... begann des Katers Didgeridoospiel.
Die ersten Wochen tönte es wie vom Klo am Bahnhof (NACHZULESEN HIER), dann begann er bald mal die Zirkularatmung zu beherrschen ((HIER NACHZULESEN) - seither hat seine Kusstechnik übrigens extrem gewonnen. Dies nur als Randnotiz.

Nun ja - aus dem therapiemässigen Gepupse wurde ein hobbymässiges Schnurren und seit einigen Wochen ... unüberhörbar eine wunderbare melodiöse Angelegenheit, welche sich tonmässig um Herz und Seele legt. So warm, ganz warm. Weich, abwechslungsweise voller Rhythmus und Rumms.

Mein Schätzu übt fleissig in Unterrichtsstunden bei einem australischen Guru der Szene, ist unterdessen stolzer Besitzer von 3 (in Worten: DREI!) Didgeridoos - eines davon übrigens selber gebaut.


Didge Nr. 1 ist aus Eukalyptusholz und von originalen Krabbel-Termiten herself ausgehöhlt worden. Ein echter Leckerbissen, schwer zu spielen, für den perkussiven Part ideal.
Didge Nr. 2, auch aus Eukalyptusholz, ist in Handarbeit entstanden, hat einen schön satten Klang und ist für das allgemeine Spiel geeignet. Ein Konzertdidgeridoo.
Didge Nr. 3 ist aus Bambus und er hat es ganz alleine gefertigt, ausgehöhlt, angemalen - für das ruhige Spiel geeignet. Damit kann man sich echt schier in Trance spielen. Würde ich meditieren, der Kater müsste mich mit genau diesem Instrument begleiten und mir einen Klangteppich bereiten, auf welchem das Sternenzauber-Fränzi sein ICH turnen lassen kann.


Schätzu trötet nun schier immer und überall. Mit Vorliebe auf dem Klo - da schlagen die Tonwellen so schön zurück und es vermischt sich das eben Gespielte mit dem jetzt Gespielten, Vergangenheit und Gegenwart vereinen sich. Eine edle Symbiose.
Sozusagen, ein bisschen poetisch ausgedrückt.
An Tagen wir gestern, als das brasilianische Essen sich dauernd meine Magenwände hochhakelte und meiner Darmflora ruinös zusetzte, dankt man jedem einzelnen Engel im Himmel, dass wir ein Gästeklo haben.
Glaubt mir!

Wir schauen uns an kuscheligen Sonntag-Nachmittagen Demovideos an, bei denen man ernsthaft meinen könnte, die Akteure darin seien eben aus der geschlossenen Abteilung einer Nervenheilanstalt ausgebrochen. Lippenspannung will geübt sein, ebenso wie all die etwas grenzwertigen Töne, welche eher an Tierpark denn an Musik erinnern. So ohne Didge und alleine im Walde stehend oder - wie schon erwähnt - auf dem Klo sitzend, Grimassen ziehend, mutet ein wenig ... na ja ... an.

Ich muss es zugeben - werde auf meine alten Tage so ein klein bisschen rührselig, wenn ich dem Klange horche, den der Kater aus diesen Röhren lockt. Das kribbelt im Bauch. Wummert in den Ohren. Töne mit Puls.
Das hat Boden! Das hat Seele! Das hat Herz! Sein Spiel wächst mit ihm, das urige Brummen mit seiner Kraft, die Harmonie der Töne mit seiner Ausgeglichenheit.
Hart erarbeiteter, freigeschaufelter, ehrlicher Charakter.
Jetzt weiss ich auch, warum man dieses Instrument Seelenknochen nennt.

Das Spiel wächst mit ihm. Er wächst an dem Spiel.

Sichtbar.
Hörbar.

ICH BIN SO STOLZ AUF IHN!

Dienstag, 14. Dezember 2010

ZURÜCK IM LEBEN! JUHUU!

Freudenschrei Nummer 1:
Herzlichst WILLKOMMEN liebe MAUVE - bei mir im Sternenhimmel. Schön bist Du da, in meinen kleinen und grossen Geschichten des Lebens. Ich freue mich über Dich!

Freudenschrei Nr. 2:
Juhii!
Ich bin wieder zumindest Suppen-kompatibel!

Nachdem ich gestern infolge Nachwehen brasilianischen Essens eine Art Nahtod-Erfahrung gemacht habe, bin ich heute bereits wieder erstaunlich munter! Die Stunden von gestern siechte ich im Büro / auf dem Büroklo dahin und hatte am Abend sogar noch die Leitung einer Sitzung zu überleben.
Anschliessend holte der beste aller Männer meine Gebeine und den kleinen Rest welcher von mir noch übrig war ab, karrte mich nach Hause, klemmte mich sanftestens zwischen Kissen und Bettdecke, fütterte mich löffelweise mit selber gemachter Bouillon, ganz kleinen, weichgekochten Gemüsestückchen und liebevollen Worten, Streicheleinheiten.
Das Gute-Nacht-Geschichtchen wurde von Kamillentee eingeläutet und den sanften Kuss auf meine heisse Denkerstirn bekam ich nicht mehr wirklich mit.
Hat Man(n) mir heute Morgen erzählt.

Die 5 kg brasilianisches Blei in meinem Magen scheinen sich irgendwann diese letzte Nacht in Wohlgefallen aufgelöst zu haben und liessen mich schlafen. Herrlichst schlafen! Oh wie tat das gut!
Bloss leider nicht meinem Bettnachbarn. "Da hast wieder laut geplappert!" sagte er mir zu früher Stunde nach dem Weckergerassel mit dem vorwurfsvollen Gesicht eines Stiefmütterchens - ich finde, Stiefmütterchen haben immer so verkniffene Gesichter.
"Und - Du hat immerzu eieieieieieieieiei gesagt, mich gleichzeitig mit der linken Hand gesucht und bist - nachdem Du mich gefunden hast - mit einem grossen, tiefen Seufzer wieder eingeschlafen wie ein sattes, zufriedenen Baby".

Der arme Kerl kann wegen seines neuen Medikamentes immer noch nicht gut schlafen. Und kriegt nun die ganze Portion nächtliches Sternenzauber-Geplauder mit. Als wäre es nicht schon genug, momentan sogar auch noch die Tage mit mir im Büro zu verleben.
Er kriegt also sozusagen die 24-Stunden-Fränzi-Flat-Rate. Für lau! Das macht Spass!
Oder? Oder etwa nicht?

Mittlerweilen ist es Mittag geworden - ich habe eine weitere Portion Bouillon in mich rein geschüttet. Unfallfrei. Ohne weitere unangenehme Vorkommnisse. Es passt! Sogar die üblen Wassereinlagerungen sind weg und ich kann den Zipper bei den Stiefeln wieder hochfahren. Gestern war ich nämlich so wabbelig-quallenartig. Im Gefühl wie im Gewebe. Sehr unangenehm, sehr.
Meine Bauchspeicheldrüse speichelt auch nicht mehr so grauselig wie gestern.
Ich glaube, ich bin - wenn auch noch auf weichen Knien - wieder voll die Alte.

Sagen auch die im Büro. Gestern hätte ich einem weissen Laken zum Verwechseln ähnlich gesehen. Heute sei ich wieder die farbige Patchwork-Decke in allen möglichen Farben wie eh und je. Ich lache auch wieder ohne mich danach direkt zu übergeben. Kein AUA mehr!
Habe ich schon gesagt, dass das Leben Spass macht?

Weil ich gestern die Arbeit sträflich vernachlässigt habe, sollte ich heute so richtig ranklotzen.
Deshalb muss ich schon wieder.
Tut mir leid. Ich wollte ja auch länger bleiben, aber ... eben.

Also Leute - ich wollte mich einfach nur schnell mal wieder zurück melden.

ZURÜCK IM LEBEN! JUHUU!

Montag, 13. Dezember 2010

MUITA OBRIGIDA

Mir ist schlecht. Bin dem Klo definitiv nähr als dem Leben.
Und das alles wegen Raphael.
Aber was tut man nicht alles für einen Freund. Den besten Freund.

Er lernt momentan im Intensivkurs intensivst Portugiesisch.
Er denkt portugiesisch.
Er fühlt portugiesisch.
Er träumt potugiesisch.
Er isst portugiesisch.
Und im Januar reist es nach Brasilien.

Und das alles ... weil es liebt. Ganz toll verschossen ist in seine Beatriz. Welche er vor ein paar Monaten während eines Sprachkurses in Frankreich kennenlernte.
Und ich meinte, Düsseldorf sei eine Fernbeziehung ...

"Komm Sternenzauberin, pack den Kater und lass uns alle 3 brasilianisch essen gehen - ich will das erleben"! Gesagt - getan. Und so fuhren wir gestern Abend Bern zu - ins BRASIL GRILL.

Erst mal einen Caipirinha und die Menukarte. Gewählt war dann schnell.
RODIZIO. Tönt lecker - ist noch besser!

Das Restaurant BRASIL GRILL hat ein sehr schönes Ambiente - nicht so freizeitparkmässig aufgemotzt mit künstlichen Palmen, Plüsch-Papageien, Wasserfällen die erstaunlicherweise zwischen  Klo und Putzkammer aus der Wand sprudeln, so wie Sambatänzerinnen aus Wanne Eickel, welche BRASLIEN nur  vom Hörensagen kennen                        

Zu Futtern gab es was das Herz begehrte: erst was vom Salatbuffet, dann als Beilagen Reis, Pommes, Maniok, frittierte Bananen und schwarze Bohnen.
Und der nette Brasilianer im grünen Shirt kam dann so alle 5 Minuten mit einem Spiess Fleisch vorbei - mal mit Speck umwickelter Trutenbraten, dann Brasil-Würstchen, anschliessend Schweinebraten, gefolgt von Rindsfilet, Lamm und Huhn und Schinken  - total 12 Sorten Fleisch und abschliessend gegrillte Ananas.
Einzig bei den Hühnerherzen haben wir alle 3 uns herzlich bedankend abgewandt und eine Auszeit genommen.

Und nun leide ich. Dem Katerli geht es sosolala.
Hätten wir doch bloss früher eine Auszeit genommen!
Obschon die Tische rund um uns wirklich und wahrhaftig herum noch in die zweite Runde gingen ..!

Wir sassen da, als hätten wir einen Besenstiel verschluckt - keine auch noch so geringe Beugung nach vorne liess dieses Essen zu. Die Fahrt mit dem Auto nach Hause was grenzwertig - vor allem der arme Raphael war echt nicht zu beneiden, er musste nämlich auf die hintere Sitzbank klettern.

Jetzt ist es kurz nach 7 am Morgen. Die Nacht war anstrengend. Nur auf dem Rücken liegen. Bloss keinen Sex! Und irgendwie geht es immer noch keinen Deut besser als vor dem Einschlafen. Das Zeug hockt wie ein Klumpen Blei im Magen! Auch wenn es soooo fein war - ich glaube, ich muss jetzt sterben.

Anstatt Kaffee steht Kamillentee neben mir. In die Schuhe kam ich nur mit knapper Not ... Wassereinlagerungen! Hilfe! Alle Bohnen hängen mir um die Knöchel, eingepackt mit Speck. Und noch eine Lage Rindfiletstreifen draufgepappt. Es muss so sein!
Und ich fühle mich sehr sehr wäh.

Man hat mir am Doktertelefon gesagt, dies sei nicht zwingend der Menge wegen, dies sei wegen den Bohnen und dem Fleisch. Diese geballte Ladung ergebe einen Eiweiss-Schock. Bindet Wasser im Gewebe und verursacht schlimme Überlkeit.
Nicht Jeder verpackt Eiweiss in Extremis anscheinend gut - also ich jedenfalls nicht. Deshalb ist mir so speiübel.
Ich schwöre hiermit feierlich: ich gehe nie nie nie mehr im Leben brasilianisch Essen. Nicht, wenn man danach derart darnieder liegt. Wie ich bloss diesen Tag hinter mich bringe?
Katerli hat mich mit dem Auto zur Arbeit gekarrt .. Zug wäre unmöglich gewesen. Geht ja heute gar nicht!

Also, meine Lieben. Falls ihr Morgen nix von mir hört, dann bin ich leider in die ewigen Jagdgründe entschwunden. Hab abgedankt, den Löffel abgegeben. Ich schlürf jetzt Teelein und sterbe leise vor mich hin.

Und falls ihr trotzdem mal brasilianisch essen gehen möchtet - ist eckt lecker. Und die Leute da total lieb. Das Restaurant schön, richtig schön.
Aber denkt dran:
Nach Runde 6 muss fertig sein. Und ...
... BLEIBT DEN SCHWARZEN BOHNEN FERN!

Und nun ...
Auf Wiedersehen, hoffentlich!

ADEUS! ESPERANCOSAMENTE!

Sonntag, 12. Dezember 2010

BETTGESCHICHTEN

"Schaaaaatz - warum soll ich anhalten"?
Es war 04.00h in der Früh, der Katerli-Schätzu rüttelte an meiner Schulter und fragte wieder eindringlich: "warum soll ich anhalten?"
04.00h. Der Katerli-Schatz spricht schon in ganzen Sätzen. Was ist passiert?

"Hä?" *ICHINSDUNKELBLINZEL*
Da schwebte ich doch eben noch träumetechnisch elfengleich über den weissen Sand am Strande von Tzambika auf Rhodos, räkelte mich in besagter Sonne ... als ich mittels oben erwähntem Satze brüsk in die kalte Nacht der Schweiz zurück katapultiert wurde. "Hä? Was ist los? Und überhaupt - ist es nicht noch ein bisschen früh für Diskussionen?".
Reden konnte ich schon - einigermassen. Sehen noch nicht. Keine Ahnung, ob ich die Augen noch nicht aufgekriegt habe oder ob es glattweg zu dunkel war.
Ist jetzt auch nicht mehr eruierbar. Eigentlich will ich es auch gar nicht wissen.

Langer Rede kurzer Sinn: Das Sternenzauber-Fränzi ist auch des Nachts eine redselige Tante. Behaupten böse Zungen. Das haben alle meine Ex-Männer gesagt. Und der Kater jetzt auch! Wie darf ich das werten ...? Hilfe!
Ja okeeee - es kam durchaus schon vor, dass ich selber ob meines Geplappers erwacht bin. Ich habe halt viel zu sagen! Da nützt es nichts, dass ich tagsüber Wörter in die Luft, auf Papier und in den Compi formend von mir gebe - eine Frau wie ich darf doch die 24-Plauder-Flat-Rate beanspruchen. Oder? Oder etwa nicht?
Ich bin halt ein bisschen XL, sowohl im Besonderen, wie auch im Allgemeinen.

Und überhaupt - normalerweise stört ihn nächtliches Sternenzauber-Geplauder ja gar nicht, so ganz und gar überhaupt nicht. Weil er einen Schlaf hat, der an den komatösen Zustand angelehnt ist. Jede Kater-Schätzu-Nacht sozusagen eine Nah-Tod-Erfahrung.
Momentan plagt den armen Mann aber die Schlaflosigkeit. Er hat nämlich ein neues Medikament gekriegt - und das lässt ihn in der Angewöhnungsphase schlecht einschlafen, schlecht durchschlafen und früh ... richtig früh ... erwachen. In einer Woche gehts dann besser, wir kennen das mittlerweilen.
Blöd nur, dass dann die Dosiserhöhung ins Auge gefasst werden muss.
Dass dies kommen würde, wusste ich schon vor 2 Tagen, als ich im Bad das Buch "Die Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts" fand. Verdauungsstörungen. Nebenwirkung solcher Medis. SHIT!
Ojeeeeojeee - ich befürchte, mit entspannten Weihnachtstagen wird nix!
Schonkost und Schlaflosigkeit ... eine unbequeme Kombination während der Festtage.

"Und Du hast mir alle Kissen genommen!" sagte er dann auch noch.
Ich meine - wenn ich mir die Situation nochmals zu Ohren führe - einen Hauch Anklage in seinen Worten gehört zu haben. Mittlerweilen müsste es 04.10h geworden sein.
Was? Ich klaue nie nie nie abeer auch gar nie Kissen von anderen Menschen! Was kann ich dafür, dass ich eine förmlich magische Anziehungskraft auf Kissen habe? Die suchen mich richtig gehend. Die suchen bei mir Schutz und Zuwendung. Was ich gerne gewähre. Frau hat ja ein Herz.
Zur Beweissicherung hat er sogar ein Handy-Foto gemacht, man stelle sich das mal vor. Da sieht man dann einen wuscheligen Blondschopf inmitten einer 7-köpfigen Kissenschar.
Gestellt Leute! Alles nur gestellt! Fotomontage! Mann!

Ich freue mich schon auf die kommenden Nächte. Falls ich weder plappern noch Kissen klauen sollte, dann kommt er mit Variante 3 um die Ecke: Streicheln. Streichelt und müntschelt mich so lange, bis ich erste Zeichen von Erwachen von mir gebe, den schlafgetränken Kopf in das dunkle Still recke und langsam zu mir komme. Um dann ganz harmlos und im Summton leise zu fragen: "Bist Du auch schon wach?"

Was meine nächtlichen Plaudereien anbetrifft, so darf ich ihn guten Gewissens an seine EUSTACHISCHE Röhre erinnern.
Keine Angst, das ist nicht was ihr jetzt denkt und schon gar nix unmoralisches. Es handelt sich hierbei bloss um eine röhrenartige Verbindung zwischen Mittelohr und Nasenrachen. Bei Männern allgemein sehr ausgeprägt. Nur so ist es zu erklären, dass Sätze wie: "Wer bringt den Müll runter?, Wer putzt heute das Klo?, Jemand sollte noch das dreckige Geschirr in die Maschine einräumen!" und dergleichen in den Tiefen eben besagter Röhre versacken, sich verirren, auf der anderen Seite wieder austreten. Oder so.
Ich an seiner Stelle würde das nächtliche Geplapper auch genau da hin stecken.

Wegen den Kissen - na ja, soll er erst mal beweisen, dass das Foto wirklich mich zeigt. Und dann ist immer noch nicht gesagt, wie all die Kissen zu mir kommen. Was kann ich dafür?

Na ja. Jetzt ist es Tag geworden. Wir geniessen den dritten Adventssonntag. Schauen Skirennen und essen gleich lecker Frühstück.
Auch wenn es draussen so ein bisschen WÄÄÄH ist.


Wir freuen uns auf den Abend, da ist nämlich BRASIL-GRILL angesagt.
Doch dazu dann Morgen mehr.

Habe ich übrigens gesagt, dass ich noch ...

... EIN BISSCHEN MÜDE BIN?

Samstag, 11. Dezember 2010

WE ARE THE TSCHÄMPIONS!

Heute habe ich 2 Gewinne zu vermelden! Was bin ich für ein Glückskind!
Erst mal ist RABENBLUT zu uns gestossen, wieder ein neuer Stern am Geschichtenhimmel! Herzlichst WILLKOMMEN, hab Spass und Freude in meinen kleinen und grossen Alltagsgeschichten. Das Leben ist spannend - so schön, bist Du mit dabei!

Gewonnen!
Diesmal jetzt aber voll und ganz und in echt!
Auch ohne Kladogramm zur Beweissicherung! Den VOLVO haben sie übrigens vorgestern nicht heraus gerückt - auch wenn der Pinguin ganz klar dem Krokodil entstammt.


Bin grad total aus dem Häuschen, mache Freudentänze, quiesche glucksend in der Gegend rum - und ihr seid die Ersten, die davon erfahren.

Schaut mal - das sind die Gewinnsymbole des MILLIONENLOSES von heute:

Und was wir auf unserem Los gefunden haben:

Man beachte: Die pfotische Übereistimmung!
Judihuiiiii!!!

Unglaublich - ich gewinne sonst immer nur gar nix.
Dies dafür dann aber regelmässig. Und zuverlässig.
Oder allerhöchstens so einen Polyäthylen-Seesack von KAMILLOSAN in schreiend grün. Das war vor 16 Jahren und Florian hat ihn damals als Turnbeutel für im Kindergarten gebraucht. Aber nur 2 Wochen, dann fand er ihn auch doof.
Ich sollte aber jetzt nicht undankbar sein ... schliesslich war da kürzlich noch der 10% Rabatt-Gutschein vom neu eröffneten Sexshop. Den bekam aber glaube ich Jede/r mit Briefkasten geschenkt.
Das war nicht wirklich ein Gewinn.
Einmal gewann ich ein Jahresabonnement für die Freunde der Lokomotiven - 6 Ausgaben mit lauter technischem Gedönse und Bildchen von qualmenden Tschutschubahnen.
Auch nicht wirklich das Höchste der Gefühle ...!
Pechvogel ich!

Dabei mache ich doch immer bei Wettbewerben mit! Ich erinnere mich noch so gut an den OVOMALTINE-Wettbewerb im Jahre 1966. Ich wollte unbedingt dieses Shetlandpony, unbedingt! Koste es was es wolle! Ich habe tagelang nichts als Ponys gezeichnet und mindestens 2 Dutzend Zeichnung der Jury eingeschickt.
Also entweder haben meine Eltern damals meine künstlerischen Ergüsse nicht weitergeleitet ... weil sie befanden, dass so ein Shetlandpony in unserer 3-Zimmer-Wohnung im 5. Stock eines Wohnhauses mitten in Bern nicht glücklich werden würde ... oder die Jury befand wahrhaftig, dass Zeichnen nicht meine Stärke sei.
Da Beides zutreffend ist, wage ich auch heute noch nicht, ein Urteil darüber zu fällen. Aber vielleicht sollte ich doch mal meine Mutter fragen - immerhin ist das jetzt schon 43 Jahre her. Und wir können eventuell offen darüber reden. Ich glaube, ich rufe sie mal an.

Jedenfall fühlt es sich soooo toll an, Gewinner zu sein. Ich kann es noch gar nicht wirklich fassen!!!
Soll es jetzt die längst ersehnte kleine Dachwohnung in Lindos auf Rhodos sein? Oder einfach mal 2 Monate auf Weltreise? Autofahren lernen - wäre keine schlechte Idee, oder ... es ist irgendwie deprimierend, jetzt wo grade der dritte Lehrling autofahrtechnisch an mir vorbei zieht.
Wir werden grosszügig Spenden verteilen - und heute Nachmittag gehe ich Kampfshoppen. 2 Paar neue Jeans mindestens! Und eine lila Tasche! Lila Schuhe!
Ein Wahnsinngefühl, wenn einem die Welt offen steht.

Natürlich werden wir den Gewinn nicht einfach übermütig auf den Kopf hauen - die nette Dame am Gewinntelefon hat uns schon darauf aufmerksam gemacht, dass so Mancher mit vollem Geldbeutel sein Unglück gekauft hat. Dass wir überlegt damit umgehen sollen.
Werden wir! Versprochen!

Ihr wollt jetzt sicher wissen, ob es die 100'000 Fränkli sind - oder die Million.
Wollt ihr es wissen?
Dürft ihr!

Na ja, immerhin 200 Fränkli!
Die Lose haben wir auf jeden Fall schon mal rausgeschlagen. Also ... ich meine, eine Tasche in lila für mich liegt da sicherlich drin. Oder eben eine Anzahlung an die nächste Reise nach Rhodos - AIR  BERLIN hat da ja immer günstige Angebote. Für den Kater kaufe ich 100 Pack Gummibärchen, die liebt er über alles. 20 Franken gehen an die Winterhilfe.

Das war vorhin grad ein tolles Glücksgefühl - und macht Spass.
Ich verrate euch jetzt aber noch ein bisschen was dazu. Insider dieses Blogs werden jetzt laut loslachen. Und wer den folgenden Satz in seiner ganzen Tragweite verstehen möchte, soll HIER! nachlesen.

Ich sage es nur ungerne - es kommt einem Geständnis nahe, einem Eingeständnis - eigentlich eine Unmöglichkeit, keine Ahnung warum es so ist ...

... irgendwie ist da was völlig schief gelaufen:

ES WAR DAS LOS:
"IRGENDEINES" ... !




Freitag, 10. Dezember 2010

KAFFEE UND SO VIEL MEHR

"Du musst unbedingt ins KAFFEESTÜBLI" - sagte mir letzthin der Kater.
Muss ich? Und warum?
"Weil es dort den allerbesten Kaffee gibt, kannst mir glauben. Sehr speziell die Ambiance. Das musst Du Dir einfach mal selber anschauen und erleben".
Ok.

Unser gestriger Morgen war frei - die Arbeit wartete erst am Nachmittag. Noch vor 12 war ich in Bern, wollte den Kater bei seinem neuen Doc abholen. Jaja, die Therapie geht weiter.
Meine Tendenz jaaaaa nie zu spät zu erscheinen, führte wieder einmal dazu, dass ich mit dünnen Stiefeln eine Viertelstunde zu früh vor der Praxistüre bibbernd auf und ab ging - um nicht schockgefroren und mit Eiszapfen behangen dem Erfrierungstode zu erliegen.

Hatte der Kater da nicht was von einem "Kaffeestübli" gesagt - musste ja ganz in der Nähe sein. Also ... los! Ich stiefelte die Gasse hoch, die Gasse runter. Äugte links, äugte rechts.
Wo hatte er gesagt? Doch in der Ecke Aarbergergasse / Genfergasse?! Ja, hatte er gesagt! Aber da war nur diese Tappas-Bar. Und der Kater hatte klar und deutlich "Kaffeestübli" gesagt, also eine durch und durch schweizerische Angelegenheit.
Was ich fand, war dieser kolumbianische Kaffeehändler an besagter Ecke. DER musste es ja wissen! Ich ging rein ... und erlag gleich diesem herrlichen Kaffeeduft in der Luft. Der äusserts freundliche Herr erklärte mir mit einem Gemisch aus Spanisch und Berndeutsch, dass er keine Ahnung habe wo es ein "Kaffeestübli" gäbe. Es täte ihm leid.
Aber bei ihm würde es allenfalls auch ganz tollen Kaffee geben ... und wenn ich denn wolle, so würde er mir sofort einen zaubern.

Mich höflichst bedankend und gleichzeitig verneinend erklärte ich ihm, dass mein Mann und ich uns im besagten "Kaffeestübli" verabredet hätten und ich deshalb ... na ja ... er würde ja sicher verstehen.
Der nette Mann verstand. Lächelte milde. Nickte. Und machte mir eigenhändig die Türe auf, verabschiedete mich aufs Herzlichste. Ehrlich gesagt, wäre ich am liebsten gleich da geblieben und hätte meinen Kaffee dort getrunken.
Hätte Kater-Schätzu nicht im "Kaffeestübli" gewartet, ich hätte mich glatt beim Kolumbianer festgequatscht - er war so sympathisch.

Draussen rief ich erst mal den Kater über Handy an um zu fragen, wo ich ihn denn nun treffen kann. Ich erklärte ihm kurz wo ich sei, er lachte und meinte, ich solle einfach mal da stehen bleiben, er sei gleich da ... sagte es und kam beim letzten Wort schon um die Ecke spaziert.

"Sälü Schätzeli" - Küsschen - "sag mir jetzt mal ... WO genau ist dieses Kaffeestübli? Und überhaupt, ich finde diesen Kolumbianer hier einfach nur cool, der hat bestimmt auch superleckeren Kaffee. Warum können wir nicht da?"
Er lachte laut auf, nahm mich in den Arm und gluckste: "Das IST doch das Kaffeestübli"!
Ich: "Nein, das hier heisst LA TIENDA DE JUAN - und nicht Kaffeestübli"!
Er: "Ja klar, aber ihr Berner nennt sowas doch so. Alles was ihr mögt, endet auf -LI: Müntscheli, Schätzeli, Herzli, Schöggeli, Käffeli und eben Kaffeestübli".

Zusammen lachend haben wir dann die Türe zu Juan's Kaffeestübli wieder aufgemacht und eines der 2 Tischlein in Beschlag genommen. Winzig klein ist der Raum, kleiner als unser Klo.


2 Mini-Bistrotischen und 4 Klappstühlchen. Aber sowas von gemüüüüüütlich! Liebevollst eingerichtet und so voller Kaffeeduft. Und Juan's Charme. Der Liebe zu dem was er mag: Menschen und Kaffee.
Ich trank heute den weltbesten Latte Macchiato. Und verlebte eine tolle Stunde mit guten Gesprächen.


Über Menschen in Kolumbien, über Kaffee und über Leidenschaften. Wenn dieser Mann von seinem Kaffee spricht - und es ist seiner - dann glänzen die Augen, dann singt er die Worte, dann lebt seine Körpersprache, sie fliesst und nimmt einem gefangen. Mit Herz, Seele, Moral und allem was man hat.


Seine Erzählungen sind die Geschichten eines weisen Mannes der Gutes tun will. Und Gutes tut! In vielerlei Hinsicht.
Das ist ein Mann mit Visionen, Energien, Herz, Moral, Hoffnung und Glauben.
Mich persönlich hat der Mann mindestens so überzeugt wie sein Kaffee! Und bereits der Kaffee ist glattweg nur sensationell!

HIER könnt ihr lesen wieso!
Und HIER auch!
HIER ist seine Internetseite

Die richtig guten Dinge im Leben passieren einfach so. Ohne dass man sie sucht - sie werden nicht gefunden, sie finden einem.
Da wollte ich doch eigentlich nur einen Kaffee und bekam eine Lebensanschauung, inlusive Kaffee.

Ihr solltet ihn mal sehen, wenn er erzählt von ...

"EL ALMA DE MI PUEBLO ...
... DER SEELE MEINER VOLKSLEUTE"

Donnerstag, 9. Dezember 2010

DABEI BEGANN DOCH ALLES MIT DEM EI!

Bevor ich hier und jetzt meine Geschichte ausbreite ... erst mal das, was mir immer so immensen Spass macht: HERZLICH WILLKOMMEN SCHÄFCHEN!
Ich freue mich sehr, bist Du hier in meinem Geschichtenhimmel gelandet. Wünsche Dir Freude und Spass in meinen kleinen und grossen Alltagsgeschichten. Schön bist Du da!

Nun zum Gewinn des Tages:
Aber die Leute bei SWISSLOS wollen es mir einfach nicht glauben.
Ich / wir haben einen VOLVO C30 gewonnen!

Ok, gut ... betrachtete man den Sachverhalt jetzt mal objektiv, dann würde ich meinen, es ist ein VOLVO C30 ... sagen wir mal ... ohne Extras. Die Sommerbereifung können sie sich von mir aus sparen. Oder die Krokolederbezüge am Schaltknauf.
Das gebe ich ja zu.

Jetzt schaut mal selber. Macht euch ein Bild.
Aaaaalso - gewonnen im Millionenlos haben heute folgende Symbole:


Steht denn da nicht ganz klar, dass das Symbol: KROKODIL einen Volvo C330 gewonnen hat? Steht das nicht für alle leserlich und sonnenklar auf Papier, auf Bildschirm und überhaupt?
Ich habe es zum besseren Verständnis für euch hier extra aus dem Internet fotografiert.

Wie ihr ja seit gestern wisst, haben wir 2 Millionenlose. Das Los "Irgendeines" und das sensationell-wahnsinnig-tolle Gewinnlos mit der Nummer 14.
Beim heutigen Aufrubbeln ergab sich der Zufall, dass beide Lose das Symbol PINGUIN unter der Rubbelschicht versteckt hatten. Dies sieht folgermassen aus:


Da ich ja kein kleiner Doofi bin (NEIN ... denkt jetzt nicht mal ansatzmässig den Satz fertig, der euch gerade in die Gedanken geschlichen ist. NEIN, ich bin auch kein grosser Doofi!), habe ich mir diesen Pinguin angeschaut und sofort den Schluss gezogen:
GEWONNEN!
Und zwar nicht einen VOLVO C30 - nein, gleich 2 VOLVO C30!
FREUDE HERRSCHT!

Ich wäre nicht ich, könnte ich dies nicht auch belegen. Bin schliesslich und letztendlich ein Mensch der Tatsachen und Fakten. Oder?
Nein, ich will jetzt auch kein Gelächter an dieser Stelle meiner Gewinnabhandlung hören.

Ich habe natürlich sofort gegoogelt. Und bin auch sofort fündig geworden. Folgende Textstelle hat meine Theorie untermauert:
"Das Ei - erst war das Ei. Daraus entwickelt sich dann das Krokodil. Aus einem Krokodilvorfahren geht ein Zweig ab, bei dem sich Schnabel und Federn entwickeln und man kommt zum Pinguin." Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine wissenschaftliche Abhandlung - um genau zu sein: eine Dissertation - handelt. Ein Uniprotokoll. Betreffend Kladogramme. Und wie jedes Kind weiss (ich seit ca. 10 Minuten), ist ein Kladogramm nix anderes als die Darstellung von Verwandschaftsverhältnissen. Ein Stammbaum. Kurz und klar: Eine realistische Form der Artenspaltungsereignisse.

Und wie gesagt ... daraus geht klipp und klar hervor, dass Pinguinie und Krokodile - man höre sich schon nur die total verwandte Wortgestaltung, das Klangbild an - ihren Ursprung sozusagen im gleichen Ei hatten. Erst war das Krokodil, zugegeben. Aber dem watschelte gleich ein Pinguin hinterher.

Was darf ich ergo daraus schliessen?
Wir haben gewonnen!
Wenn auch mit kleinen Eingeständnissen. Hab ich ja gesagt.
Ich rufe da jetzt mal an. Und sage, dass wir damit einverstanden sind, nur einen VOLVO C30 geschenkt zu kriegen. Auch ohne Sommerbereifung.
Aber so viel muss dann doch schon sein.

Ich bestehe auf meinen Gewinn. Würdet ihr doch auch - wo die Tatsachen so klar auf dem Tisch liegen, oder? Und sollten die das auf der Gewinnannahmestelle anders sehen, dann müsste ich denen vielleicht dann eben doch das Fränzi-Sternenzauber-Kladogramm mal unter die Augen halten. Mein Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-was-auch-immer ist nämlich ein gewisser Herr Napoleon Bonaparte. Väterlicherseits. Hat man uns Kindern gesagt (ich hab noch eine Schwester). Stimmt sogar. So viel zur Artenspaltung by Sternenzauber.
Und dass wir dies nicht unbedingt an die grosse Glocke hängen sollen, das hat man uns auch gesagt.
Weil Herr Napoleon nicht wirklich ein Mensch voller Herzlichkeit und Güte war.

Aber was soll man da machen?
Wenn nötig, dann ... tue ich es!

Und ich finde:

DER MOMENT IST GEKOMMEN!




Mittwoch, 8. Dezember 2010

WAAAAS HAST DU GETAN?

Hallo und ganz HERZLICH WILLKOMMEN, liebe MARINA HEMRICH! Schön bist Du da, im Geschichtenhimmel. Habe Spass und fühle Dich wohl in den kleinen und grossen, milden und wilden Alltagsgeschichten. Ich freue mich sehr, bist Du nun auch ein Stern am Himmel! Toll!

Und nun zu dem, was geschah ...
ICH - fragend: "Waaaaas hast Du getan?
ER, der Katerli-Schätzu ganz kleinlaut: "Also ... also ... ich hab dann einfach gesagt, sie solle mir Irgendeines geben".
Ich rang mit einer Ohnmacht.
Um meine Contenance.
Die Beherrschung.

Da hat man 1x im Leben die Möglichkeit von jetzt auf gleich eine Million zu gewinnen - und man(n) sagt: "Irgendeines!"
Statt klar, deutlich ... voller Inbrunst, Überzeugung und Leidenschaft: "14" zu sagen. Oder zumindest "5". Als dritte Wahl - falls die anderen beiden Zahlen schon gezogen: "31".
Aber doch nicht, auf keinen Fall, nie und nimmer "Irgendeines!!!"
Mann!

Falls es jetzt irgendeinen Menschen gibt - also einfach mal nur so angenommen - der ob meinen obigen Zeilen die Zornesfalte faltet und keine Ahnung hat, wovon hier die Rede ist: Es geht um das Millionenlos. Ist doch sowas von LOGO! Oder?


Also, meine Lieben, mein Schätzu-Kater und ich haben uns ein Millionenlos gekauft. Besitzer eines Millionenloses zu sein bedeutet, so gut wie gewonnen zu haben! Viel Bares, viele Autos. Es ist das Los mit den meisten Grossgewinnen.


Wer eines hat, hat schier ein Stück vom Glück. Also ganz ohne irgendwas geht Keine/r heim, das ist garantiert. Das Ding ist allerdings auch nicht ganz billig, ganze 100 Schweizerfränkli gilt es dafür hinzublättern.
Es gab Jahre, da waren diese Lose innert kürzester Zeit ausverkauft.
Ergo galt es dieses Jahr, früh genug die Million zu sichern - welche übrigens glatt 13 Mal ausbezahlt wird.
"Bringst Du gleich eines vor der Post mit?" fragte ich, nichts Böses denkend. Er: "Aber klar doch!" sagte er, nicht Böses ahnend.

Seither sind wir übrigens glückliche Besitzer eben benannten Dingens und rubbeln jeden Tag noch vor dem Frühstücks-Kaffee die Symbole auf der Karte frei. Seit dem ersten Dezember machen wir das. Wir rubbeln alles Mögliche - ausser den benötigten Gewinnsymbolen. Da hatten wir gestern doch glatt einen Regenschirm anstelle einer Ananas! Wie geht denn das????
So langsam wurde ich dann gestern nervös - es war der 7. Dezember 2010 - und wir immer noch keine Millionäre. Oder zumindest Besitzer eines Luxus-Schlittens. Selbst bei den nur 100'000 Fränkli Gewinn würde ich nicht motzen - ich würde es nehmen.
Aber neeeeeiiiiinnnn ... nix da.
Da sind ein paar einfache Fragen doch mehr als berechtigt - oder?

ICH: "Sag mal, Katerli - welche Nummer hast Du denn verlangt?"
ER: "Hä? Was Nummer? Ich hab einfach ein Los verlangt!"
ICH: "Ja aber ... die hängen doch da alle auf einer Wäscheleine aufgereiht, schön nummeriert - und dann wählt man!"
ER: "Was wählt man denn?"
ICH: "Was denn wohl, mein Herzblatt - seine Glücksnummer! Der Garant für den Hauptgewinn!"
ER: "Aha"
ICH: "Was Aha?"
ER: "Deshalb hat das Fröilein am Schalter wohl so komisch geschaut"
ICH: "Wie - was jetzt. Sag mal!"
ER: "Also ich sagte auf ihre Frage, welches ich denn möchte: "Geben Sie mir Irgendeines!"
ICH: "Waaaaas hast Du getan?"
ER: "Sie hat mich dann eben auch ein wenig komisch angeschaut und alle Leute um mich herum wurden so still und haben auch geschaut ... hab ich was falsch gemacht?"
ICH - leicht hysterisch im Ton: "Was Du falsch gemacht hast? Du hast uns um den Gewinn der Million gebracht! Schatz, wie konntest Du nur! Keine Glücksnummer! Unser Glück in die Hände fremder Leute legen. Neeeeeeein!"
ER - völlig verunsichert: "Ja aber ... was hätte ich denn machen sollen?"
ICH: "Du hättest die 14 nehmen müssen! Ganz klar die 14 und nix als die 14!"
ER: "Und wenn es keine 14 hat?"
ICH: "Nötigenfalls die 5 - als letzte Variante die 31. Aber dann ist gut! Mehr an Entgegenkommen ist nicht mehr möglich!"

Dann war ich still.
Ich sah vor meinem inneren Auge all die Geldnötli im Winde davon stieben. Sah von den Edel-Karossen nur noch den Auspuff.
Ach herrjee.

Katerli war auch ganz still. Erst mal. Dann meinte er: "Ihr Schweizer seid aber auch komisch. Glaubt ihr etwa wirklich an sowas?". Es ist ja nicht so, dass wir ein Volk von Abergläubigen sind, Pustekuchen! Wir wissen einfach wie es geht. Basta. Fertig. Finito.
Wir wissen, wie man an die Millionen kommt. Mit der 14. Der 5. Oder der 31.
Aber ganz bestimmt nicht mit "Irgendwas!"

Jetzt war also alles klar. Unser Millionenlos ist halt bloss Irgendwas und nicht Das.
So ist das nun mal.
Die brutale Realität.

Gestern Abend kam Katerli-Schätzu freudestrahlend nach Hause. In der Hand hielt er ... ratet mal ... ein weiteres Millionenlos. "Die 14! Ich habe die 14 gekriegt!".
Er ist ein Schatz! Ich liebe ihn! Wir sind reich!

Natürlich haben wir sofort gerubbelt. Also ... ich konnte im Augenblick noch keinen Unterschied zwischen "Irgendeines" und der "14" feststellen. Das ist aber nur temporär. Ganz bestimmt!

Denn dass wir die Million uns nun doch noch holen ...

... IST BLOSS EINE FRAGE DER ZEIT!

Dienstag, 7. Dezember 2010

QUATSCH MIT SOSSE!

Ich habe einen 80% Job. So rein theoretisch.
Und es gibt aber wahrhaftig, wirklich Wochen, da ist das nicht nur auf dem Papier so.
Meist teile ich diesen freien Tag in zwei Halbtage auf ... heute Morgen war so ein Halbtag.

Was heisst: ich darf ausschlafen. So bis 9.00h - glatte 4 Stunden mehr als normal. Exorbitant genial!
So spazierte ich gerade mit blossen Füssen in diesem herrlich warmen, schneeweissen Sand dem einsamen Strand auf dieser Insel im indischen Ozean entlang, als ich lautes Geklingel vernahm. Kurz, heftig. Aber eben sehr laut. Mein Traum gab mir zu verstehen, dass wahrscheinlich gerade das Mittagsbuffet unter blauem Himmel eingeläutet worden sei. Frische Salate, süsse Früchte, leckere Fische ... alles was das Herz begehrt. Ich hatte meinen Traumgedanken noch nicht umgesetzt - mein Ich stand nämlich noch immer bis zum Knöchel im kristallklaren Meer - als der vermeintliche Buffetmann schon wieder klingelte.
Und in diesem Augenblick lösten sich Sand, Strand, Sonne, Meer und Insel mitsamt dem noch nicht in Augenschein genommenem Mittagsbuffet in meinem Innersten auf, ich blinzelte in den frühen Morgen und mein Blick fiel auf den Wecker: 07.55h. An der Türe klingelte jemand nun zum unheilig dritten Mal.

Teeren? Federn? Vierteilen? Oder doch einfach den berüchtigten Fuss-Kick in die Magengrube? Nein, den Fuss-Kick konnte ich gleich knicken, dafür war ich noch viel zu sperrig und zu müde. Zum Teeren und Federn fehlten mit die Materialien. Blieb also ergo bloss noch Vierteilen. Dieses gute japanische Damastmesser drüben in der Küche ... da stand doch in der Anleitung, dass man sogar Stahl schneiden könne ...?

Beim vierten Klingeln schrufte ich gen Türe und war bereit. Zu schier allem. Ich öffnete die Türe, atmete tief ein und ... "Guten Morgen Frau Sternenzauber - wunderschön Sie an diesem Sonnentag anzutreffen. Geht es Ihnen gut? Habe ich Sie etwa geweckt?"
Wie er bloss darauf kam? Vielleicht der Schlafanzug? Vielleicht der Knitter-Kissenabdruck auf der Wange? Vielleicht der Silberblick? Vielleicht die total derangierte Un-Frisur? Vielleicht weil es erst kurz nach 8 war? Vielleicht weil ich so durch die Nase schnaubte? Vielleicht weil mein Ich die Bereitschaft zeigte, was zu tun, was mich Jahre hinter Gitter bringen könnte?

Zum besseren Verständnis: Eine gute, richtige, echte Schweizer Hausfrau steht um 08.00h schon fix und fertig zurecht gemacht in der Küche. Am Bügelbrett. In der Waschküche. Wo auch immer - sie ist "schaffig", wie man bei uns so schön sagt.
Ich meinerseits bin das Ergebnis eines Toskanischen Vaters und einer Pariser Mutter. Und gerne Langschläferin - wenn ich denn mal kann!

Da stand er also, der Herr Häberli. Kurt Häberli.
Seines Zeichens Handelsreisender in Sachen Bouillon. Gemüseboullion, Rindsbouillon, Hühnerbouillon, Fischbouillon, mit und ohne Fett, fettreduziert, mit herkömmlichem Salz, wahlweise mit Meersalz, mit und ohne Kräuter, gekörnt, als Paste, flüssig, als Pulver, als gallertartige Masse. 250gr, 500gr, ein Kilo.
Dazu kommen noch so Dinge wie: Rahmsosse, Tomatensosse, Pilzsosse, Bratensosse, Currysosse ... kurz, alles Sossen der Welt. Selbstverständlich jede Einzelne auch hier mit und ohne was auch immer, gross und klein, als Dose, Nachfüllbeutel oder Streuer.


Eigentlich und ursprünglich eine ganz tolle Sache - und ich kaufe ihm auch immer was ab. Aber nicht um 08 in der Früh, aus Träumen und Bett und Schlaf gerissen!
Himmelherrgottnochmal, Herr Häberli!

Herr Häberli blickte mich an wie eine kalbernde Kuh.
Er verstand meine frühmorgendliche Irritation so gar nicht. Und dass ich jetzt nicht ... man stelle sich das vor ... vor meinem ersten Kaffee über Bouillon und Sosse reden möge! Und die Auskunft verweigerte, ob ich einen Schuss Cognac in die Rahmsosse geben würde, über entsprechende Genüsse und Erfahrungen nicht diskutieren wollend!
Nicht um 08.00h am Morgen.
An meinem freien Morgen!

Da stand er dann also. Völlig aus dem Alltag enthebelt - und das wegen mir. Sein schütterer Haarkranz sträubte sich leicht und die assortierten 7 (es mögen an guten Tagen 8 sein) Haare ... sorgfältigst nach links über die blanke Kugelglatze geklebt ... kräuselten sich leicht. Seine Lippen zitterten leicht und er wagte noch eben zu fragen, wo denn Frau Meyer aus dem Parterre hingezogen sein. Meine Antwort - zwischen zusammengebissenen Zähnen heraus gequetscht: "Weiss ich nicht".
Herr Häberli bäumte sich nochmals vorwurfsvoll vor mir auf: "...Sie brauchen echt und wirklich gar nichts heute? Ich komme erst im Frühjahr wieder!!".

"Nein Herr Häberli, ich will jetzt wirklich nichts. Und wenn Sie dann im Frühjahr wieder kommen (er kommt eh jeden Monat einmal), dann bitte nicht vor 10 an meinen freien Tagen!".

Er drückte mir wortlos und ein bisschen bleich um die Nase einen Bestellzettel in die Hand: "falls Sie zwischendurch doch noch was brauchen".
Ich habe beschlossen, momentan Nichts von Herrn Häberli zu brauchen. Nicht heute. Auch wenn seine Produkte wirklich gut sind.

Nicht vor ...

... 08.00h IN DER FRÜH!

Montag, 6. Dezember 2010

AUF EINEN SPRUNG ...

... ich muss gleich wieder.

Mein Schätzu spielt grad ne Runde Didgeridoo - und die Nachbarn werden sich erneut fragen, was dieses Brummen denn wohl sei. Rausgefunden hat es noch niemand - aber die wildesten Gerüchte machen die Runde. Herrlich!

Und ich - ich hab einen Cappu neben mir stehen.


Und in der Küche geht grad der Teig für's Fladenbrot.


Muss gleich noch die Füllung bastelt - ein bisschen Salat - Kabis, Karotten und irgendwas in Grün, Pouletbruststreifen und geröstete Pistazin, dazu ein schnell gerührtes Joghurtdressing mit Knoblauch und Zwiebel, Curry, grobem schwarzem Pfeffer und einen Hauch Meersalz.
Fertig.
Aber bis dahin schnellschnell mal bloggen - weil es Spass macht, mich entspannt und ich sonst Heimweh nach euch habe!

Selten habe ich am Abend erst meinen Blog besucht - heute hat es den Grund, weil mein Katerli-Schätzu seinen ersten Arbeitstag bei uns hatte. Aus den 50% wurden bereits heute gleich 100% ... weil wir ihn
A) wirklich gut brauchen konnten. Er macht seine Sache nämlich prima!
Und ...
B) ... weil es ihm - uns Allen - einfach total Spass gemacht hat!

Zudem - stellt euch das vor: die erste Bewerbung ist in Arbeit.
Es wäre ein ziemlich genialer, toller, guter, ihm genau entsprechender Job. Na ja, wir sind uns bewusst, dass es kein Spaziergang wird - eine neue Herausforderung zu suchen ... zu finden.
Aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und er ist voller Mut. Ich mit ihm!
Das wird schon!

Gerade die letzten 3 Wochen in der Tagesklinik haben meinen Schatz sehr reifen und Boden finden lassen. Erstaunlich, aber wahr. Neue, wichtige Erkenntnisse durfte er gewinnen. Eine positive Erfahrung!
War ganz toll für mich heute zu erleben, mit welcher Energie und Freude er sich in alle möglichen Arbeiten gekniet hat. Schätzu ist nun zwar flach wie ne Flunder und müde - aber eben diese schöne, satte, ausgefüllte Müdigkeit. Es geht ihm gut. Er kann sich spüren, einschätzen ... schätzen.

So, meine Lieben. Der Teig ist unterdessen aufgegangen. Kater formt schon das Fladenbrot.
Ich bin dann mal drüben in der Küche.
Wünsche Allen hier einen wunderbaren Abend und später eine gute Nacht mit schönen Träumen!

Wir lesen uns dann wieder ...

... MORGEN!

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