Montag, 18. Juli 2011

LIEBER FLORIAN ...

... was hast Du in diesem Jahr nicht alles erleben müssen!

Nach so vielen Jahren härtester Arbeit, unglaublicher Disziplin und einem Einsatz der seinesgleichen suchst, hast Du Dich ganz vorne zur Elite der besten Biker gearbeitet. Und als die Belohnung dafür ... die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ... in Griffnähe war - da hat Dir Deine Gesundheit mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab Momente, da war es manchmal kaum fassbar, was Dir passiert ist.
Vor einem halben Jahr kam es dann ganz heftig. Du weisst. Und niemand wusste, wie es nun weitergehen soll - weitergehen kann.
Die WM? Weit weg!

Doch Du - Du hast dem Leben den Meister gezeigt. Dich nie nie nie unterkriegen lassen, hast Dich wieder zurück gekämpft - mit Deinem eisernen Willen, Deinem Wahnsinnseinsatz, der kompromisslosen Arbeit an und mit Dir - und vor allem: Deiner positiven Einstellung, Deinem Vertrauen in Dich selber und in das Leben.
Was Du die letzten Wochen geschafft hast ... das würde ich als schier einmalig benennen. Nicht weil Du mein Sohn bist, sondern weil Du ein Handeln an den Tag gelegt hast, welches Dir (nicht nur) meinen absoluten Respekt einbrachte.
Ich bin so stolz auf Dich!

Gestern war dann Dein grosser Tag - dass Du überhaupt an der Schweizermeisterschaft starten kannst - alleine das war Dein ganz persönlicher Sieg! "Unter die ersten 6 muss ich fahren - dann fahre ich an die WM - und ich schaffe das!". Das hast Du nicht nur einfach so gesagt - das hast Du so gemeint, gefühlt und gelebt.

Der Tag begann alles andere als gut - Grossbrand in unserer Überbauung. Die Nacht auf der Strasse verbringen ... keine gute Vorbereitung.
Darüber werde ich übrigens morgen berichten, über diesen Brand.

Auch der Wetterbericht verhiess nix Gutes ... nicht nur Regen, nein, Unwetter! Und als wir am frühen Sonntag morgen aufstanden, goss es wie aus Kübeln. Doch niemand von uns - und DU schon gar nicht - liess sich  davon schrecken.
Wir alle waren da - wir, Deine Familie. Deine Freunde. Meine lieben Menschen aus der Garage. Wir waren da. Als Deine Fans. Freuten uns mir Dir auf das Rennen.

Wasserdicht eingepackt standen wir an der Strecke und warteten auf Dich ...

... haben die Fahrer angefeuert ...

... und als DU kamst, hab ich vor lauter Anfeuerungsrufen beinahe vergessen, auf den Auslöser zu drücken. Zum Glück habe ich Dich dann trotzdem noch erwischt! ...

Nach ca. 5 Minuten hättest Du auf der anderen Seite die Abfahrt runter kommen müssen. 
Ich bemerkte, wie ein Ambulanzfahrzeug mit Blaulicht hochraste ... und ohne dass jemand auch nur ein Wort verlor, wusste ich intuitiv: Die fahren wegen DIR hoch! Ich wusste es einfach - da war dieses Gefühl, dieses Wissen tief in mir.
Und gleichzeitig auch ein Schmerz. Boah - das tat weh! Ich spürte Dich so gut in diesem Augenblick!
Ich begann zu weinen - und niemand wusste warum. Alle wollten mich beruhigen, weil ja noch gar nix klar war. Keiner wusste Bescheid. Dann aber der Anruf auf mein Handy, dass man Dich im Ambulanzfahrzeug habe und wir doch bitte sofort zur Erste-Hilfe-Station runter sollen. Ich konnte kaum sprechen, so weinte ich. "Was ist los mit ihm?"
Vor Dir waren 2 Fahrer in der steilen Abfahrt gestürzt und Du musstest die wesentlichen paar Zentimeter weiter links aussen durch fahren - da wo die grosse, grobe Wurzel war. Du stürztest und bist den ganzen Abhang runtergerollt wie ein Ball. Hast Dich verletzt, eine tiefe Schnittwunde am Knie. Alles geschürft ... Ellbogen, Hüfte, Waden ... doch Du bist wieder hoch, hast Dein Bike gepackt, Dich drauf gesetzt und wolltest weiter. Davon weisst Du nichts mehr, das ist aus Deiner Erinnerung raus. 
Hast angefangen zu hyperventilieren und bist dann zusammengebrochen. 

Wir sind sofort mit dem Shuttle-Dienst runter ins Dorf gebracht worden und ich wollte nur noch zu Dir. Wusste ich doch, dass die Verletzungen alleine längst nicht das Schlimmste für Dich sind. 
Der Traum, der geplatzte Traum ... der tat Dir am meisten weh.

Wir kamen gerade rechtzeitig, als sie Dich ins Versorgungszelt brachten ...
man sorgte sich sehr um Dich.
Danke all den Helfern und Helferinnen!

Man versorgte Dich mit Können und Mitgefühl

Doch bald war klar - Du musstest ins Krankenhaus

Den Ausdruck auf Deinem Gesicht werde ich nie mehr vergessen - 
ich hätte Dir diese Erfahrung nach all Deinem Kampf gerne abgenommen!

So fuhren wir dann mit Dir ins Krankhaus nach Tafers,
wurdest da bestens versogt.

Eine Stunde später durften wir Dich fürs Erste verarztet mit nach Hause nehmen.
Gott sei Dank!


Lieber Florian
Es hat nicht sollen sein. Noch nicht.
Deine Zeit wird kommen - das glaube mir jetzt einfach. Du bist ein ganz toller junger Mann mit dem grössten Kämpferherz das ich kenne. Wir haben Dich so lieb, Du bist unser Sieger. So oder so.
Du hast so unendlich viel geschafft. So viel mehr als als normal.
Und wenn Du auch jetzt traurig und enttäuscht bist ... ich hab Dein erstes Lachen gestern Abend wohl bemerkt. Und die Bemerkung: "..ab Mittwoch werde ich wohl wieder fahren können - und wollen! ..."

Du hast weder uns noch Deine Sponsoren enttäuscht. Nein - als Du Deinen Unfall hattest, da warst Du in aussichtsreichster Position ... und hättest Du Dein Rennen fahren können, Du wärst ganz zuvorderst bejubelt worden.
Wir fühlen mit Dir und fangen Deine Enttäuschung auf. Weil wir wissen - Du bist so Einer, dessen Ziel der Weg ist. Und Du BIST auf dem Weg. Dem richtigen Weg!
Wer so ist wie Du, der kommt an. Am Ziel.

Morgen? Übermorgen? Wir werden es erleben und freuen uns mit Dir darauf!!!
Und vergiss bitte nicht, lieber Florian:

WIR SIND SO STOLZ AUF DICH!


Sonntag, 17. Juli 2011

LEBENDIGES THUN


Mein Thun ist in letzter Zeit ganz schön aktiv und attraktiv!
Fast an jedem Wochenende erwartet einem ein spezieller Märit (Markt), irgend ein Fest oder originelle Strassenkünstler.

Gestern war es das 17. Internationale Drehorgelfestival

Viel Musik und Attraktionen, Auftritte von Bänkelsängern, Zauberkünstlern und Liedermachern. Ein bunter Mix. Alles unter dem Thema: "Nostalgie für Aug und Ohr". 
Wir spazierten durch die Gassen, staunten, freuten uns ob dem farbenfrohen Treiben, den vielen Menschen, der guten Stimmung.
Sonnenschein und allgemeine Fröhlichkeit rundeten das gute Gefühl ab, steckten förmlich an.

Ob meine Fotos ein bisschen von der Leichtigkeit des Tages rüberbringen können? Ich hoffe!
Beginnen möchte ich mit einem kleinen Filmchen.


Erst hatte ich nur Augen für die zum Teil weit mehr als 100 Jahre alten Drehorgeln - aber wie ich nun mal bin, rutschten plötzlich die Menschen HINTER der Drehorgel in meinen Fokus

Wer sich dafür interessiert - der kann hier genauestens erfahren, wie so ein Ding funktioniert!

Und  - hier habe ich Frauen gesehen ... so wunderschöne Frauen!
Da kann jeder Model-Contest einpacken!
Diese Ausstrahlung! Schaut selber - es lohnt sich!
Klickt sie euch gross, unbedingt.

Und dann erst dieser lustige, humorvolle Mann mit der Orgel Marke Eigenbau

Über all der Musik und dem lachenden Treiben - das Thuner Riesenrad.
Fotos von oben? Ich bin zuuuuuu feige .... :-)

Und während wir gemütlich bei Kaffee, Eis und Kuchen sassen ...

... filmte ich den Moment um uns herum ...

 Nach 3 Stunden Gucken und Staunen haben wir dann einen letzen Blick zum Thuner Schloss hinauf geworfen, erfreuten uns nochmals an all den vielen grossen und kleinen Gästen - lächelten ob den entzückten Blicken der Kinder - und nahmen auf der Nach-Hause-Fahrt noch einen Endruck betreffend die Grösse der grössten  Konzertorgel der Welt mit ... 


HAT SPASS GEMACHT!

Samstag, 16. Juli 2011

WAS FÜR EIN FLIRT!

Das ist euch bestimmt auch schon mal passiert ... man sieht eine Person, schaut ein zweites, drittes Mal hin ... ist hin und weg, empfindet diesen Augenblick als nahezu schicksalshaft göttlich!

Man kann nicht mehr wegschauen - und ohne rot zu werden auch nicht mehr hinschauen. Der Blick gebannt und nicht mehr beherrschbar. Mehr geht in so einen Moment nicht rein! Eine Art Offenbarung des Schicksals.

Echt doch - ihr kennt das, oder?

Gestern ist es mir passiert. Ich hab nicht damit gerechnet ... und dann hat es ZOOOOM gemacht.
Es war genau 18.23h, ich stieg ins Tram - mein Tag hatte mich glücklich gemacht, ich war in mir zufrieden. Sehr. Aber auch fix und alle - die letzten 2 Tage hatten mal wieder alles abverlangt.

Da steige ich also ein, setz mich und bemerkte den Blick ohne ihn orten zu können. Das spürt man einfach. Wenn jemand ganz eindringlich schaut. Mitten ins Herz schaut. Das spürt man!
Ich schaute mich um. Ich sah nach vorne. Und dann sah ich ihn!

BOAHHH! Ich sah nur noch IHN! Diese Augen, dieser Mund, diese Lippen, diese Haut!
*SCHWEISSAUSBRUCH* *HERZKLOPFEN*

Ich will euch nicht länger im Ungewissen lassen - ich hab mich verliebt. Mit Haut und Haar und Stumpf und Stiel. Unser Flirt, unsere Romanze dauerte keine 5 Minuten. Aber sie war jede Sekunde wert!
Doch ... schaut selber ...

Erst war nur sein Blick ...

Und dann kam's ... sein Lächeln ...

Und hier erlag ich ihm!


Ich werd jetzt öfter mal das Tram um 18.23h nehmen.
Und das alles wegen ...

...IHM!

Freitag, 15. Juli 2011

VON DER KUNST NACH VORNE ZU GEHEN ...

.... nicht zurück zu schauen - ohne zu vergessen was war - und das dabei Erfahrene und Gelernte für immer als den Sinn der Vergangenheit zu bewahren und behüten.
Frei nach Fränzi Sternenzauber.

Phuu.
Was sind das gerade für Stunden!
Unerklärlich. In Worte zu fassen?
Für einmal klar: NEIN.

Über ein Jahr grösste Sorgen, Not, Pein, so viele Tiefschläge. Verletzungen ganz grob.
Abschliessen mit Menschen, Dingen und Gewohnheiten die nicht gut tun - die schaden. Heftigst schaden.
Ballast abwerfen. Anerkennen von Krankheiten - den Tatsachen ins Augen sehen. Direkt!
Jörgs Kampf zurück ins Leben - sein Kampf um überhaupt ein Leben. Auch um das gemeinsame.
Monatelang ging gar nichts. Keine Hilfe, abschlägige Bescheide.
Fast jeden Tag die Erkenntnis: So kann es doch nicht weiter gehen!
Fast jeden Tag die Frage: Geht es überhaupt weiter?
Und ... Zukunft? Was ist das ...?

Die letzten Monate waren ein kräftezehrender Abnützungskampf um die Existenz - und damit meine ich nicht in erster Linie die finanzielle Existenz. Es ging um das pure ICH-SEIN. Um Selbstwertgefühl. Und abwechslungsweise Hoffnungslosigkeit und Hoffnung.

Und ich - in stetiger Balance zwischen Stützen, Halten - und der Ohmacht - und dem Glauben an das Gute, an das Glück ... aber auch dem nötigen Abstand, der gesunden Distanz, der überlebensnotwenigen Abgrenzung zur Belastung.
Trotzdem immer ... was wird ...?
Humor ist wenn man trotzdem lacht!

Plötzlich gestern: die Kehrtwendung.
Endgültige Absage der Invalidenversicherung mit der Anmerkung, dass die Krankheit von Jörg erst nächstes Jahr in der Schweiz als Krankheit anerkannt wird (man lasse sich diese Aussage und was alles damit verbunden ist bitte mal ernsthaft auf Geist, Herz, Moral und Seele zergehen ...).
Und als wäre das der Startschuss zu einem Sprintrennen gewesen, ab dieser Sekunde überschlugen sich die Ereignisse. Ich kann und möchte auch nicht detaillt darauf eingehen, zumindest im Augenblick noch nicht. Doch so viel möchte ich euch verraten:

" Herr Kater - wir haben Ihnen jetzt monatelang bei Ihren Bemühungen zugeschaut. Sie X mal ins Leere laufen lassen um zu schauen, wie es um Ihre EHRLICHEN Absichten und Bemühungen steht. Ihre Möglichkeiten. Ihre Kraft.
Ganz bewusst. Wir haben sie verzweifeln lassen ... um zu erkennen, dass Sie ein Kämpfer sind. Ein Kämpfer in einer ausserordentlich und aussergewöhnlich aussichtslosen Situation.
Deshalb wird Ihnen zuteil, was es noch nie gab: Eine ausserordentliche und aussergewöhnliche Förderung."

Er hat die Bewilligung bekommen, mit 48 Jahren eine Ausbildung zum Schreiner zu machen. Eine Drittausbildung. Finanziell völlig entlastet mit einem guten Lohn. Der Leben möglich macht.
Ein Lehrbetrieb ist gefunden - Jörg ist in diesem Minuten auf dem Weg dahin - um 10.00h ist Termin.
Diese Unterschrift braucht es nun noch. Und den Platz in einer Klasse.
Die Ausbildung beginnt in 2 Wochen, am 1.8.2011.

Jetzt muss alles ganz schnell gehen - und alle Zahnrädchen müssen passgenau ineinander greifen.
Dann ist das Wort ZUKUNFT nicht mehr bloss ein Wort, sondern ein Ziel. Ein Ziel, welches man mit Freude angeht.

Bitte drückt Daumen - jetzt brauchen wir euch, eure Gedanken, eure Kraft!
Und dann wird das was!

Habe ich schon gesagt, dass ich an Wunder glaube?

JA, DAS HABE ICH HIER SCHON ÖFTER MAL GESAGT!

1.) NACHTRAG 15.07.2011, 11.21H:
ES IST VOLLBRACHT! DAS ABENTEUER SCHREINER KANN STARTEN!!!!!!!!!!

2.) NACHTRAG 15.07.2011, 13.26H:
MIR PLATZT GLEICH DER KOPF VOR LAUTER FREUDENGEDANKEN. :-)
HACHHHH, ICH ERTRAGS FÜR EINMAL MIT EINEM BREITEN LÄCHELN

3.) NACHTRAG 15.07.2011, 15.05H:
DAS MAILFACH FÜLLT SICH MIT TOLLEN SCHREIBEN - DAS TELEFON STEHT KAUM STILL, SMS, ANRUFE. DANKE!
MEINE KONZENTRATION WAR AUCH SCHON BESSER ... UND ERST DIESES DAUERGRINSEN AUF DEN LIPPEN ... :-)

Donnerstag, 14. Juli 2011

*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!*

Meine lieben BlogleserInnen
Kennt ihr das auch - dieses Gefühl wenn man sich sozusagen jahrelang auf etwas freut. Ganz doll freut. Dieses Aufbauen von Bauchkribbeln, wenn es so langsam wird ... die Spannung wenn es ultimativ bevorsteht ... die Vorfreude .. der Genuss wenn es da ist, endlich da ist - und dann:
Das Erlebnis.
Der Höhenflug.
Dieses Wohlfühgefühl.

Nein - ich habe nicht zuviel von dem guten Kraut geraucht. Ich war - im Harry Potter Film! Letzter Teil.
*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!!*

Aber jetzt von Anfang an ... schön langsam zum Mitlesen :-).
Seit der Geburtsstunde von Harry Potter war ich sein Fan. Hab die Bücher förmlich verschlungen, war stets an den Filmpremièren dabei - finde die Abenteuer und Geschichten einfach genial!
SO möchte ich schreiben können! Solche Geschichten möchte ICH erfinden können.

Seit Jahren fieberte ich also sozusagen dem filmischen Ende dieser fesselnden Story entgegen. Und gestern war es nun eeeendlich in 3D.
Ich hab so ne Art "Film-Freunde". Wir sind ein Team und gehen zusammen ins Kino. Alleine geht Keiner von uns. Entweder zusammen oder gar nicht. Das hat sich irgendwie im Laufe der Jahre so eingebürgert und so wird es auch bleiben. Lässig, find ich! Mag ich! Wir haben SHREK verheiratet, mit Frodo den Ring aus LORD OF THE RINGS in die Feuer des Schicksalsberges geworfen und eben ... mit unserem Harry gezaubert.
*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!*

Angefangen haben der Kater und ich den gestrigen Abend mit einem feinen italienischen Salat. Farfalle-Teigwaren, Rohschinkenstreifen, Pinienkerne, getrocknete und frische Tomaten, Basilikum, Olivenöl, Zitronensaft und weissen Aceto balsamico, groben schwarzen Pfeffer, Parmesan, Meersalz.
*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!*

Um 19.30 Treffen vor dem Thuner Kino LAUITOR - 3-D-Brillen fassen und los konnte es gehen ... der Freundetrupp geschlossen in einer Reihe.
*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!*

Der Kater hatte zwar ein bisschen Angst vor dem weissen Drachen - aber ich war ja da. :-)
Die Brillen machen übrigens echt was her - oder? :-)
*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!*


Wie das Harry-Spektakel zu Ende geht ... das will ich jetzt nicht verraten.
Aber sagen: Der letzte Teil ist genial!
Freut euch - falls ihr auch Harry Potter-Fans seid.

Ich hab zwar nur 3 Stunden Schlaf hinter mir ... konnte vor lauter Aufregung und Freude gar keinen Schlaf finden - und musste dann um 05.00h wieder aus den Kissen ... aber ich bin noch immer so adrenalinfreudig-geflutet, dass mein heutiger supilanger 14-Stunden-Arbeits-Tag ein Kinderspiel wird!
Jabadabadoooooooo!

*SEUFZ-WAR-DAS-TOLL!*

Mittwoch, 13. Juli 2011

HAST DU ZEIT?

Also ... falls Du grad eben vor dem Compi sitzt ... es regnet Draussen ja in Strömen ... nix zu tun hast, dann hätte ich folgenden Vorschlag:

Schau Dir DIESES Video an. Es ist einfach genial.
Das Schweizer Fernsehen war letzten Samstag Abend bei uns in THUN zu Gast. Geschenkt werden einem Eindrücke, Wissenswertes, Hörproben unseres Dialektes und vieles mehr. Es lohnt sich! Ich mag den Beitrag sehr!

Hätte ich früher davon gewusst - ich wäre selbstverständlich auf unseren wunderschönen Rathausplatz gepilgert und hätte in die Kamera gelächelt. Und gewunken, fröhlich gegluckst und hallo gesagt - mitten in die Kamera rein, hätte alle meine BlogfreundInnen herzlichst gegrüsst.
Extra für euch hätte ich das gemacht. Jawoll.
Aber weil ich es leider verpasst hab *GRRR*, denkt euch meine Anwesenheit einfach.
Schliesslich wohnen wir nur ein paar Minuten da weg und mindestens 1x in Woche findet man mich hier.
Sozusagen bin ich also doch anwesend.
Oder so ähnlich.

An Irmi ... erkennst Du das Hotel Krone im Hintergrund? :-)

Übrigens - meine liebe Freundin ALICE hat mich auf diese Sendung aufmerksam gemacht und mir gleich auch noch den Link dazu geschickt. Müntschi!!!! Merci vielmals!!!!

UND NUN - VIEL SPASS!

BÄRN - I HA DI GÄRN!

Mein Bern.
Hier bin ich geboren, aufgewachsen, habe lange mitten in Bern gelebt und arbeite eigentlich schon mein Leben lang in der Hauptstadt der Schweiz.

Das Wappentier von Bern ist ein Bär - 
und dies hat (s)eine Geschichte ...


Um ehrlich zu sein gibt es einige Erklärungsvarianten, warum Bern eben Bern heisst. Wir waschechten Berner und Bernerinnen mögen aber diese am liebsten - und sind auch davon überzeugt, dass es die Richtige ist:
Die bekannteste Legende ist die der Justingerchronik, nach der der Stadtgründer Herzog Berchtold V. von Zähringen beschlossen habe, die Stadt nach dem ersten in den umliegenden Wäldern erlegten Tier zu benennen. Dies soll ein Bär gewesen sein. Ein Zusammenhang zwischen Bär und Bern hat keine linguistische Grundlage, sondern ist eine Volksetymologier, die mit dem Bären im Berner Wappen illustriert wird.


Bern spricht man so aus: Bäääääärn. Mit einem langgezogenen äää. Sprecht es für euch mal aus - es tönt gemütlich, einfach gemütlich.
Der berndeutsche Akzent ist übrigens der beliebteste der Schweiz. Das Wort Bääääärn tönt eben nicht nur gemütlich - wir SIND es wirklich.

Aber war wäre Bern ohne Bären? Geht ja gar nicht!
Bis vor einigen Jahren war deshalb der Bärengraben in Bern Dreh- und Angelpunkt jeder touristischen Führung. Wer den Bärengraben nicht gesehen hatte, kannte das Wichtigste von Bern nicht!
Ich persönlich habe mich für den Bärengraben stets geschämt ... die Bären hatten es da nicht schön. Oh nein!
Das hier war unser alter Bärengraben:

Ein öder Steingraben ...

... die Bären fristeten kein schönes Leben auf wenig Platz. 
Nur das Publikum brachte ihnen Abwechslung

Die Bären litten regelrecht unter bärenmässigen Depressionen!

Irgendwann war dann auch dem letzten Berner klar, dass unser Wappentier ein besseres Leben verdient hat. Mit grossem Aufwand und vielen vielen Millionen Fränkli hat man nun den Bären in Bern einen wunderschönen Bärenpark mit Flussbad am Ufer der Aare geschaffen - im Oktober 2009 wurde der Bärepark eröffnet und seither kann Bern mit gutem Gewissen sein Wappentier artgerecht präsentieren.
Du möchtest mal nach Bern kommen und die Bären sehen? Hier all die wichtigen Infos darüber.

So sieht der  Park heute aus - froschaugenmässig betrachtet:

Mein Freund Raphael hat kürzliche seinem Herzblatt aus Brasilien den Bärenpark gezeigt und super Fotos geschossen. Mit seinem Einverständnis darf ich einige davon hier im Blog zeigen.

Danke Raphy!

Mama Bär mit ihren 2 Kleinen

Swimmingpool

Da wird - gerade jetzt, zur Sommerszeit - nach Herzenslust geplanscht!

Man könnte echt stuuuuundenlang da stehen und zuschauen!

Und mit einem Blick auf  Ursina und Berna - als sie noch ganz klein waren - beende ich heute den Spaziergang durch Berns schönsten Bärenpark.

Tschüüüüsssss ihr Lieben!



ICH HOFFE - ES HAT EUCH GEFALLEN!





Dienstag, 12. Juli 2011

ICH FASS MICH KURZ

Heute fasse ich mich mal kürzer als sonst.
Viel kürzer als sonst.
Richtig kurz.

Also ... ich probiere es zumindest. Versprochen!
Was soviel heisst wie - ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das auch schaffe.
Weil ich doch sooo viel zu sagen haben.
Täglich.

Warum ich gedenke mich ausgerechnet heute kurz zu fassen?
Heute, wo es doch soooooo heiss ist - weit über 30 Grad im Schatten und ich mich gerade eben in den kühlen Buchstaben wälzen wollte. Meine Seele darin förmlich suhlen lassen wollte. Ich euch einen leckeren Buchstabensalat der Extraklasse servieren wollte ...


Wie lächelt mich jeden Tag das gesamte Alphabet von A - Z an, inklusive aller Gedankenstriche, Punkte, Kommas, Frage-/Ausrufe- und sonstiger Zeichen. Ich mag ihn gerne, diesen imaginären Duft frisch gedruckter Buchstaben - ach ja, soviel künstlerische Freiheit gönne ich mir einfach, so zu tun, als wäre mein kleiner Desktop die grosse, weite Welt, frisch abgedruckt auf Papier.
Ich liiiiebe es zu schreiben! Ich könnte das stundenlang! Je mehr ich schreibe, je mehr fällt mir ein.
Ein ewiges Füllhorn voller Ideen!

Aber bevor ich jetzt bereits wieder wortreich ausufere, wollte ich euch doch berichtet haben, warum ich mich heute im buchstabentechnischen Minirock und im übertragenen Sinne satzgeschrumpften, schulterfreiem Top auf den Blog-Laufsteg begebe.

Alles wegen meiner lieben Gaby.
Gaby vom supitollen Wahnsinnsblog FEDER UND FLAMME. Ihr dürft da rühig mal vorbeischauen. Sie hat sich gestern Abend ... beziehungsweise am extrem sehr frühen Morgen die Arbeit gemacht mir zu schreiben, dass man mich nicht mal ein paar Urlaubstage alleine lassen könne, ohne dass ich nicht wieder wer weiss was anstelle, erlebe, auslebe.
Wo sie Recht hat, hat sie recht!
Und dass genau dieser Umstand dazu führt, sämtliche meiner letzten Blogbeiträge nachlesen zu müssen - um auf dem geforderten Sternenzauberblog-Level zu sein, im Wissen um all meine (Schand-)Taten - dies wiederum schier Stunden in Anspruch nehmen würde.

Ich habe der lieben, armen Gaby sozusagen die ganze, schöne, exakt und zeitmässig korrekte TO-DO-LISTE völlig auf den Kopf gestellt.
Deshalb sah sie sich genötigt, mich um zumindest mal einen kurzen Beitrag zu bitten.
Weil sie doch zu tun hat, die Gaby.

Und weil wiederum ich das gut verstehen kann, fasse ich mich heute so extrem kurz.
Deshalb hier meine kürzeste Kurzgeschichte ever:
Kürzlich habe ich anlässlich des Humor-Festivals einen mittel-coolen Beitrag gesehen, wo ein Mann seinem Doc erzählte, dass mit dem Herzschrittmacher irgendwas nicht i.O. sei. Immer wenn er husten müsse, öffne sich das Garagentor.
Kurzes Grinsen.
Gut war. Schwamm drüber.

Bis heute morgen.
Und da ist mir dann das Folgende passiert:
Ich hab mir mit einem dieser ungefährlichen Baby-Q-Tips-Stäbchen das rechte Ohr hörfein gemacht.


Blitzeblank.
Dies hat einen Hustenreiz bei mir ausgelöst, kaum hatte ich meinen Lauscher mit dem Q-Tips berührt.
Zufall ... hab ich gedacht.
Ich hab mir dann das linke Öhrchen blank bohnern wollen ... und wieder löste dies einen Hustenreiz aus.
Erinnerte ich mich irgendwie sehr an das Garagentor.
Nein nein  - ich meine jetzt nicht mein sich zum Lachen offener Mund - sondern den Reflex.
Frage an Radio Eriwan: Muss ich mir jetzt Sorgen machen?

Einen Moment lang war ich froh, keine Garagentüre in der Wohnung zu haben ...
Aber sicherheitshalber gehe ich seither nach dem Nase schneuzen mit einem Kontrollblick zur Geschirrspülmaschine hin.
Man weiss ja nie ...
Ich bin jetzt einfach ein bisschen irritiert.

Dies wollte ich euch in ein paar wenigen, kurzen, knackigen Sätzen zum Ausdruck bringen.

Mir scheint ...

... ES IST GELUNGEN - GELL GABY :-)

Montag, 11. Juli 2011

ICH HAB DEN KÖNIG GESEHEN!

Der Samstag musste gestern dringend verarbeitet werden.
Dringend!
Wer um meine Samstag-Abend-Pein noch nicht weiss, der darf sich auf eigenes Risiko meinen gestrigen Abend-Post antun.

Ich glaube, ich war gestern beim Erwachen um 09.30h immer noch bleich und die Bewegungen leicht fahrig ... jedenfalls bemühte sich der Kater um mich wie um ein roher Ei. Und ich kriegte auch sofort Kaffee eingeflösst.
ER: "Schaaaaaatz - möchtest Du heute was Schönes erleben? So richtig ganz doll schön?"
ICH: "Falls kein Einmann-Orchester anwesend ist ... ja!"
ER: "Ok, dann lad ich Dich als Wiedergutmachung ans Oberländer-Schwingfest in Reichenbach ein!"
Ich sagte dann nix mehr, die Augen strahlten, meine Mundwinkel wanderten links und rechts unaufhaltsam Richtung Ohr und fanden sich am Hinterkopf wieder - also die Mundwinkel.

Ich habe eventuell das eine oder andere Mal schon davon berichtet, dass ich den Schwingerkönig Kilian Wenger nicht wirklich übel finde. Also eigentlich sogar gut. Ehrlich gesagt  - unter uns - mit dem würd ich ja gerne mal ne Cola trinken gehen. Supi gern!
Als er mit meinem Sohn Florian kürzlich im gleichen Spitalzimmer lag, war ich schier versucht, meinem Flo anzubieten ihm die nächsten 100 Jahre seine Unterhosen zu waschen - damit er noch einen Tag länger bleibt ... und ich noch ein Bsüechli hätte abstatten können.
Aber das bleibt unter uns! Schwört!
Übrigens: Flo will selber waschen ...

Ihr versteht nun vielleicht meine Begeisterung und das fröhlich JA!!, welches ich dem Vorschlag meines Katers entgegen schmetterte. Endlich! Endlich kann ich mal den Schwingerkönig live sehen! Und überhaupt ... ich finde das Schwingen im Sägemehl mittlerweilen echt spannend und es avanciert hier in der Schweiz zur Trendsportart.
Wir waren allerdings skeptisch, ob es noch Tickets zu ergattern gab. Aber - wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Und so machten wir uns um 11.00h Richtung Reichenbach auf. Das liegt im Kandertal, nur ein paar Minuten von Thun weg. Gleich unterhalb des Niesen, dem Thuner Hausberg.


"Ja, Tickets hat es noch ein paar - allerdings nur ganz wenige noch - und nur noch Stehplätze". *SCHLUCK*. "Sie können sich aber ins Gras setzen."
Schwül-heiss war es, drückend die Hitze und ich in Flip-Flops. Weissen Caprihosen. Weisse Bluse. Nix mit sich setzen ins Gras! Sah mich schon die nächsten Stunden die Beine in den Bauch stehen.
Aber was tut man nicht alles für den Wenger Kilian ...! :-)

So standen wir dann bei der Ticket-Ausgabe, als der nette Herr am Schalter plötzlich 2 Karten hochielt und rief: "2 reservierte Karten Haupttribüne wurden nicht abgeholt - wer will?". Während mein langsames Berner Hirn in dessen Hirnwindungen ganz sachte die Möglichkeit des Glücks erahnte, hatte Katerli schon längst HIER! gerufen und die Arme in die Höhe gestreckt!

KLICKT EUCH DIE BILDER GROSS!

3 ... 2 ... 1 ... MEINS! Also ... UNSERE!


Und so waren wir um 11.45h stolze Besitzer von 1A Karten, Reihe 3, Mitte Haupttribüne - besser geht gar nicht!!!! Eine geniale Übersicht über die 5 Schwingplätze - BINGO!

Seht selber


Und weil es so schön war - gleich noch einmal!
Die Sonne brannte vom Himmel runter - herrrrlich!!!

Vom Baby, über den Rasta-Men bis hin zum Urururopa - alles war da!

Aufgefallen ist uns, dass ganz viele junge Menschen diesem Schwingerfest beiwohnten
und es so ne Art Heiratsbörse ist.

Auch sonst gab es viel zu sehen!

Und weil ich euch ganz tolle Fotos präsentieren will, habe ich mich ganz ganz nah an den Hauptpreis ran gewagt. So nah, dass man mich irgendwann vehement zurück pfiff, weil so ein Muni sehr gefährlich sein kann.
Was tue ich nicht alles für euch! :-)
Der Muni heisst übrigens AMIGO.
Was bin ich übrigens froh, dass der Kater kein Schwinger ist ... stellt euch das mal vor ... wo sollten wir in unserer 4 1/2 Zimmerwohnung denn hin mit AMIGO?
Na ja ... vielleicht die Dachterrasse?

Hab mir dann auch noch die anderen Gaben beäugt

Tja - und als ich dann im vermeintlich dritten Gabenzelt die Geschenke begucken wollte, hatte ich mich wohl im Zelt vertan. Jedenfalls stand ich dann im Umkleide-/Massagezelt der Schwinger. 
Ich persönlich sage dazu jetzt nix mehr. Es könnte zu meinen UnguNsten ausgelegt werden.
Nur so viel: Die waren samt und sonders eindrucksvoller als der Muni und die anderen Gaben zusammen ...!
*LECKKKKKKKERRRRRR* :-)

Irgendwann begannen die Kämpfe. 
Wir hatten keine Ahnung wie das abläuft - braucht man auch nicht. 
Die freundlichen Menschen um einem herum erklären gerne!
Ist spannend - macht Spass - und man lernt viele nette Menschen kennen!

Und dann kam ER - mein Held! Der Wenger Kilian (im Schwingsport sagt man den Nachnamen immer zuerst). Das Publikum feierte ihn und bei diesem Gang hatte man nur Augen für den Kilian Wenger.
Hier ein paar Videos!
Der mit den weissen Turnschuhen ist der "Kilu".
Falls man das sieht ...



Und dann passierte es ... der Sempach Matthias bodigte zum Leidwesen der Zuschauer unseren König Kilian.


Als wäre der Wettergott Kilian Wenger-Fan, verdunklte sich der Himmel ... die Menschen nahmen Reissaus ... und ein himmlisches Donnerwetter der Extraklasse ging los. Es hagelte, regnete - Weltuntergangsstimmung!


Ich wollte eigentlich da noch gar nicht weg. Also schon - aber nicht in Richtung Ausgang. Ich wollte in Richtung Schwingerzelt! Den Kilian trösten gehen. Der brauchte in meinen Augen dringend Trost. Und ich als ausgewiesene, eidgenössisch diplomierte Trösterin - Fachgebiet Könige - wäre da doch bestens geeignet gewesen! Keine so wie ich!
Der Kater war aber irgendwie nicht gleicher Meinung.
Na dann - fügte ich mich halt ins Unvermeidlich und trabte unter den ersten dicken Regentropfen Richtung Ausgang ...

... zum Glück gewährte man uns dann in einem nahen Hause Unterschlupf.
Dieses Gewitter war nämlich mehr als heftig!
Danke nochmals!

Anschliessend schwammen wir mit unserem Auto Wilhelmine nach Hause ...



Das war also mein erster Ausflug in die Schwingerszene. Aber bestimmt nicht unser letzter!
Diese Ambiance, diese Stimmung, diese Menschen - oh, das hat uns total gut gefallen!
Und erst der Wenger Kilian .... holla die Waldfee!

Eine Erinnerung an den gestrigen Wahnsinntag habe ich übrigens noch ... meinen roten Kopf. Die Sonne war nicht ohne..! Der Kater meinte gestern Abend, ich sähe sehr lustig aus -wie ein Paviana... *ääähm* - wie die Rückfront eines bekannten Zootieres.
Tja.

Es grüsst euch nun - sozusagen noch mit Sägemehl unter den Fingernägeln, einem noch immer leicht verklärten Blick, dem breitesten Grinsen - und den liebsten Wünschen für eine total tolle Wohfühl- und Gelingwoche ...

... EUER FRÄNZI STERNENZAUBER

PS: Wer mehr wissen will über das Schwingen und den Kilian Wenger, siehe HIER und HIER

Sonntag, 10. Juli 2011

DIE ANGEORDNETE FRÖHLICHKEIT

Ihr Lieben
Es ist Sonntag - und ich bin sehr sehr froh darüber. Wenn nicht sogar sehr sehr sehr.
Weil das nämlich gleichbedeutend ist mit: der Samstag ist vorüber und das Fest vorbei!

Aber jetzt mal schön der Reihe nach.
4-Länder-Turnier im Classic-Sportkegeln. Das wäre ein ganz tolle Sache, würde danach nicht noch gefeiert.
Mit dem Einmann-Orchester Robert. Aber dazu später mehr.

Der Kater ist ein begnadeter Sportkegler und bringt so manch *räusper* dekorativen Preis *räusper* nach Hause. Zum grossen Glück haben wir viel Platz im Keller!
Des Katers Club ist ein cooler Club. Nette, freundliche, liebenswerte Menschen die ich gerne mag. Deshalb beisse ich jeweils an so "Repräsentations-Abenden" auch in den sauren Apfel und bin mit von der Partie.
Der Abend fand gestern in Sumiswald - im Sportforum statt. Eine grosse Einrichtung in einem kleinen Dorf - erstaunlich. Es gibt wohl kaum eine Sportart, welche man da NICHT ausüben kann.


In der ganzen Schweiz gibt es z.B. nur 2 Kegelbahnen für das Classic-Kegeln ... eine davon in Sumiswald.
Angesichts der lecker rosa Kügelchen könnte ich mich irgendwann auch noch dafür begeistern.

Den ganzen Samstag wurde diese Kugeln über die Bahnen geschubst. Bei meinem Eintreffen am Abend war der Sieger bereits erkoren. Ich hatte jedoch beinahe nicht mehr die Gelegenheit, dem Sieger zu gratulieren - da ich beim Eintreten in die kleine Halle eine komplikationsreiche Schweiss-Narkose erlitten habe.
Mir wurde kurz schwindlig, mein buntes Leben raste in Sekundengeschwindigkeit an mir vorbei und ich hatte ein Déjà-vu betreffend eines kürzlichen Tiergartenbesuches. Nähe Fuchsbau.
Aber ich erholte mich glücklicherweise rasch und es geht mir soweit wieder gut, keine bleibenden Schäden.
Nach Entlassung aus dem Sauerstoffzelt und genügender Frischluftzufuhr - in gleichzeitiger Symbiose mit einer Dusche seitens der verursachenden Schweiss-Narkotisisten  - war ich bald wieder ansprechbar und bei Sinnen.
Der "fröhliche" Teil des Abend - das Essen inklusive Unterhaltung -  konnte ergo beginnen.
Wobei ... könnte ich jetzt, nachträglich, wählen zwischen einer nochmaligen Schweiss-Narkose oder der sogenannten "Unterhaltung" - dünkt mich, dass die Narkose die bessere Wahl wäre.

Das Essen war ganz ok

Dann kürte ich für mich ganz alleine die Perücke des Abends - und finde im Übrigen, dass man den Frisör dieses armen Mannes zur Fahndung ausschreiben sollte!
Ich fordere lebenslänglich!


Und dann kam Leben in die Bude - mit Robert - the one and only.
Ich gehe davon aus, dass er Stunden zuvor einem ihm sehr nahe stehenden Menschen das letzte Geleit gegeben hat, anders kann ich persönlich mir die Mimik dieses ... ähhhm ... Künstlers nicht erklären. 
Er war schlichtweg ein schier nicht zu übertreffender Ausbund an Fröhlichkeit und Humor - ganz zu schweigen von seinem immensen künstlerischen Können, seiner unübertroffenen Musikalität.
Oder so! 
Sehr selber:


Es quälten sie Lieder wie: "Fieste fiesta mexicana", "Hossa hossa hossa", "10 nackte Frisösen", "Finger im Po, Mexiko", Humbahumbahumbatätäräää!"und "die Schlümpfe" durch meinen eh schon - oder immer noch - entzündeten Gehörgang. Beim Ententanz entgegnete ich auf die Frage der Serviertocher, ob ich noch etwas wünsche: "Ja bitttteeeeeeee! Stellen Sie sofort den Strom ab!!".
Mir - und so einigen anderen Menschen an unserem Tische - ist es immer noch ein Rätsel, warum an den beiden anderen Tischen diese von mir so gefürchtete und berüchtigte Schunkel- und Mitsing-Laune aus- und entartete. 
Wobei ... es fällt mir beim Betrachten der Fotos auf ... auf unserem Tisch standen ausschliesslich Mineralwasserflaschen, auf den anderen Tischen stapelten sich Wein- und Bierflaschen.

Als Robert dann die Techno-Version des Kufsteiner-Liedes zum Besten gab, anschliessend auch noch dazu aufrief, die Hände zum Himmel zu recken - und die zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr fahrtüchtige "Feier-Fraktion" so richtig in Stimmung kam ... 



... da hab ich einen Abflug gemacht. Bin regelrecht geflüchtet!
Mich auf Französisch verabschiedet - ich wollte nur noch weg!!! Mir schlossen sich übrigens einige Menschen  dankbar an. Der Kater drückte mir im stummen Danke einen Kuss auf den Mund.
Ich meine, Stimmen von Mitgeflüchteten gehört zu haben, dass man mich dem Papste zur Seligsprechung vorzuschlagen solle.

Ich sehe es schon kommen ... Fränzi Sternenzauber im Vatikan. Fröhlich dem Papste die Pfote schüttelnd.
Geladen zur Seligsprechung.

Und um das Ganze würdevoll zu untermalen, zur musikalischen Unterhaltung anwesend, als persönliche Überraschung ...

... ROBERT!!!!!

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