Sonntag, 22. Januar 2012

UND AM SIEBTEN TAGE ...

... sollst Du ruhen.

So oder ähnlich äusserte sich vor viiiielen viiiiielen Jahren ein etwas älterer Herr, will man den Überlieferung aus dieser Zeit glauben schenken. Ich glaube es heute, am siebten Tag der Woche, doch sehr gerne und ohne dass man mich dazu überreden muss.

Unsere Nacht dauerte bis 10.00 Uhr in der Früh - oder eben nicht mehr so früh. Wie schön ist denn das ... so langsam aus den Träumen zur Erde gleiten, vor dem ersten Augenblinzeln sich fühlen, sich räkeln, sich strecken - im Warm des weichen Bette!! Und dann, durch noch traumverschleierten Blick, nebst Wimpernhäärchen das Hell des Tages durch die Fensterläden schimmern sehen.
Mhhh - ich liebe diese Momente! Ich liebe Sonntag!
Seit der Kater seine Medikamente nicht mehr nimmt, bzw. sie ausschleicht (mittlerweilen ist nur 1 Medi übrig geblieben), schläft er viel ruhiger, viel tiefer und fühlt sich am Morgen gut und ausgeschlafen. Ein Riesenfortschritt!!

Und weil nun eben heute der 7te Tag der Woche ist, haben wir uns Ruhe verordnet.
Deshalb will ich auch gar nicht lange rumeiern, viele Worte verlieren und was tun, sondern euch nur kurz mal erzählen, dass wir uns heute Nachmittag einen richtig lustigen Nachmittag machen. Wir gehen ins Kino!

oder

"PUSS IN BOOTS" oder besser verständlich "Der gestiefelte Kater", diesem Film haben wir uns ausgesucht. Hätten eigentlich schon gestern Abend gehen wollen, wurden aber daran gehindert weil ... (und jetzt bitte nicht lachen) ... der Film am 4 Jahren freigegeben wurde - und damit zu rechnen ist, dass in die Abendvorstellung nicht soooooo viele vierjährige kommen werden. Ergo der Film nur in der Nachmittagsvorstellung zu haben ist .... :-). Na denn.
Der Kater und ich werden heute Nachmittag ganz bestimmt den Altersdurchschnitt vollkommen kaputt machen. Es werden da Kinder in allen Variationen des Grosswerdens sitzen, drucheinander reden, einander Cola über die Rübe schütten, mit Popcorn um sich schmeissen, Eltern werden ihre Kidz zur Ruhe und Ordnung rufen (hoffentlich) ... und da wären dann noch wir. Kater mit Frau Sternenzauber.
Ich werde bestimmt nicht mit Popcorn schmeissen. Beim Kater weiss man das so genau nicht. :-)

Jedenfalls lasse wir das Heute einfach mal nur das Heute sein. Und werden es nicht hinterfragen.
Meine liebe Sybill hat für solche  Momente immer einen passenden Link parat, den geb ich gerne an euch weiter:


In diesem Sinne, meine lieben Freunde und Freundinnen - macht euch bitte auch einen schönen Tag. Lacht viel, kocht euch was schönes, unternehmt was zusammen, telefoniert mit Freunden, gönnt euch einen wunderbaren Feel-Good-Tag!
Vergesst die Mühe der Woche und lasst den Ballast in einer Ecke liegen. Morgen geht's dann wieder frisch ans Werk. Aber heute, heute ...

... WIRD GENOSSEN!

Samstag, 21. Januar 2012

VOM HALTEN DER BALANCE

Ihr lieber Bloggerfreunde und Freundinnen da Draussen ... und schon ist es wieder Samstag geworden.
Huiiii - das war eine aufregende, lebendige, pulsierende Woche. Bei euch auch? Manchmal, so scheint es mir, geht man lange Wege in kleinen Schritten, stagniert sogar - und ein paar Schrittchen rückwärts, dann wieder ein paar vorwärts ... um plötzlich Meilenstiefel an die Füsse gezaubert zu bekommen, welche Quantenssprünge zulassen.

So geht es mir momentan. Und es fühlt sich gut an, verdammt gut sogar! (Wenn ihr mich jetzt grad sehen könntet - ich lächele hier vor dem Compi vor mich hin, balle die rechte Faust und steckte den Arm in die Höhe, sage ganz laut YEAH!) Als hätte ich so lange nun - ein Leben lang? - meinen Lebensacker verantwortungsvoll bewirtschaftet, die Saat ausgebracht. Hab keine chemischen Keulen zur Schädlingsbekämpfung benutzt, sondern mich mit Freund und Feind auseinander gesetzt. Bin bisher gut damit durchs Leben gekommen. Oft kämpfend, hadernd, grossen Aufwand betreibend.
Und jetzt - jetzt plötzlich fahre ich die Ernte ein. Wissend, fühlend ... Fränzi Sternenzauber, da kommt noch mehr. Natürlich auch nicht blauäuig im Sinne von: jetzt ist zurücklehnen angesagt. Nein, nicht wirklich. An meiner Lebensfront wird weiter gekämpft, sicherlich auch zuweilen gehadert und grosser Aufwand betrieben. Aber immer im Wissen; DAS BRINGT MICH WEITER!

Ok - soviel zu meiner Woche. Im Auge behalten tue ich natürlich auch des Katers Woche, welche ihn weit weniger zu begeistern weiss, als mich die meine. In all meinem freudigen Empfinden, fühle ich natürlich auch seinen Blick auf mir. Fühle mit, wie diese Entwicklung ihm seine momentane Lage noch deutlicher vor Augen führt. Das darf und will ich nicht vergessen, nicht übersehen.
Deshalb habe ich einen günstigen Moment abgepasst, um seinen Puls zu fühlen. Das war auch nötig, ihn mal sagen zu lassen was er darüber denkt - bei aller Freude für mich, welche er empfindet. Er gönnt mir das, dies glaube ich ihm ohne wenn und aber.  Dankbar bin ich für seine Worte: "Es fühlt sich an, als würdest Du gerade eben in der obersten Liga Dein so lange erhofftes, darauf hin trainiertes Länderspiel spielen - und haushoch gewinnen. Kannst Dich verwirklichen, plötzlich werden Alle auf Dich aufmerksam, Du wirst wichtig und bekommst Recht. Und ich, ich sitze hier und hinterfrage meine Situation, bekomme keine Antwort".

Der Umgang damit ist nicht einfach für mich. Aber toll fand ich es, dass der Kater seine Gefühle formulieren konnte. Nur Redenden kann geholfen werden. Die Kaktus-Zonen mit den vielen Dornen müssen beim Namen genannt werden - und man sollte sie ernst nehmen.
Das nehme ich. Sehr sogar. Es braucht hier nun viel Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen, grossen Respekt und erhöhte Aufmerksamkeit. Aber keine Angst, kein schlechtes Gewissen und auch kein in Watte packen wollen des Anderen.
Jetzt müssen wir im offenen, ehrlichen, lösungsorienten Gespräch bleiben. Miteinander und auf Augenhöhe. Das können wir auch - dessen bin ich mir sicher.

Wenn ich in meiner Überschrift heute das Halten der Balance anspreche, dann aus dem Grunde, weil das zur Zeit ein grosses Thema bei mir ist. In Hinblick auf den Kater. Wir Angehörige von depressionskranken Menschen neigen zum entweder "betüddeln" oder zum "ablehnen". Das ist auch nicht zu verübeln, tragen wir doch eine immense Verantwortung und grosse Last auf manchmal gar nicht so breiten Schultern. Mit einem depressiven Menschen leben heisst auch, Streckenabschnitte alleine gehen zu müssen, die Aufgaben des anderen mittragen. 
Das Schwierige an dieser Sache ist nicht die Belastung an und für sich - auch - aber für mein Empfinden noch viel mehr die Aufgabe: Bis wo darf ich den Menschen an meiner Seite fordern ... und wo beginnt die Überforderung für ihn. Umgekehrt wird auch ein Schuh daraus: was lässt er mich machen, weil es einfach so praktisch geht - obschon er selber könnte ... und wo kann er wirklich nicht. Diese Übergänge sind fliessend und bedürfen sehr genauen Kenntnis von sich selber und dem Anderen. Diese gesunde Balance zwischen FORDERN und FÖRDERN ist gefragt. Und ist nicht einfach zu bewerkstelligen.

Meine Beobachtungsgabe ist gefragt, mein Feingefühl, mein Wissen und gesunder Menschenverstand. Natürlich - das ist menschlich, sehr menschlich - erhöht sich in so Wochen wie die eben erlebte beim Kater das Bedürfnis nach Komfortzone im gleichen Masse, in dem ich mit meinen Siebenmeilenstiefeln vorangehe.
Und bei aller Liebe - oder gerade weil Liebe - darf man nicht zu sehr darauf eingehen. Ich habe heute mit viel Verständnis für seine Situation doch eindrücklich an seine Verantwortung in diversen Dingen appellieren müssen. Hab sogar nicht ganz so ladylike eine Türe zugeschmissen. KABOMMM hat es gemacht.
Gelernt habe ich nämlich: wenn wir als Angehörige dem Kranken auch noch die Dinge abnehmen, welche durchaus sie noch selber bewältigen können - dann ist das alles andere als Stärkung des Selbstwertgefühts, der Selbstverantwortung. Und wir tun niemandem einen Gefallen damit - bei allem "gut meinen" nicht. 
Nie dürfen wir vergessen, dass jeder Mensch viel Potential die Situation besser zu machen in sich selber trägt.
Meine (Re)aktion hat übrigens geholfen. Und dann war gut. Dann kam Kater auf Touren. Murrend, knurrend und fauchend.
Hat seine "Hausaufgaben" gemacht ... und wohl während dessen auch gemerkt, dass Depression nicht gleich Faulheit ist. Und nicht alles mit Motivationslosigkeit zu erklären ist. 
Es gibt auch Dinge, die mache auch ich lieber als Klo putzen - trotzdem muss es gemacht werden. 
Basta.

Sein inneres Nicken zur eben erwähnten Sache habe ich dann bemerkt, als er ohne Worte zum Bäcker nach vorne walkte, frische Brötchen und Gipfelis holte. Er weiss, dass ich das gerne mag am Wochenende. Stand dann da in der Türe, streckte mir den warmen Papierbeutel entgegen, lächelte ein wenig schief und sagte nur: "Für Dich".
Ich habe auch gelächelt, hab die feinen Brötchen und Gipfelis rüber in die Küche getragen, hab später Frühstück gemacht und mich herzlich bedankt. Ohne weitere Worte - verstanden hatten wir Beide. Ein schönes Wochenende begann in diesem Augenblick.

Wie gesagt ... das Zauberwort heisst ...

BALANCE

Freitag, 20. Januar 2012

DIE RENNSCHNECKE FÜHRT MIT 1:0!

Meine lieben Menschen hier in der Bloggerwelt. Erst mal bin ich einfach ein Glückspilz - heute gibt es gleich 2 neue Sterne am Himmel begrüssen: Nämlich HEIKE vom Blog "KREATIVE HÄNDCHEN" und VERONIKA KAMINSKY. Ich wünsche euch viele schöne Lesemomente in den grossen und kleinen Geschichten meines manchmal ganz schön verrückten, aber spannenden Lebens.
Schön seid ihr hier - ich freue mich. Sehr!

Und nun - ladys and gentlemens - ihr X-tausende von Menschen in allen Erdteilen der Welt, ihr wollt bestimmt wissen, wie das Vorhaben: STERNENZAUBER GO'S WALKING gestern Abend über die Bühne ... genauer gesagt: über den Laufsteg ging.
Also um es gleich vorweg zu nehmen und eventuellen Zweiflern die Stirn zu bieten; Es walkte über die Bühne - und wie!
In Anlehnung an den COFFEE to go - hier die Details zum WALK to go:

19.00h, ich stieg aus dem Bus, müde von des Tages Werk. Und die 5 Minuten Heimmarsch eigentlich für mich genug. Mein Selbstgespräch hörte sich folgendermassen in etwas so an: "Fränzi Sternenzauber, wie konntest du nur!?" "Fränzi Sternenzauber, Mädchen, was hat Dich denn gebissen?" "Fränzi Sternenzauber, Du Irre, wie kommst Du aus dieser Nummer wieder raus?!". 5 Minuten später vor der Villa Kunterbunt stehend, die Erkenntnis: Will ich mein Gesicht nicht verlieren, dann MUSS ich da jetzt durch.
Ok.

Schlüssel im Schloss drehen.
Dunkelheit im Hause empfängt mich.
Ich walkte schon mal die Muskeln aufwärmend in den ersten Stock - Katerli lag im Homedress und warm zugedeckt mit der Kuscheldecke auf der Couch, demonstrativ gähnend. Hatte ich fast erwartet. Läuft so aber nicht bei und mit Frau Fränzi Sternenzauber, der Motivationstrainerin von Gottes Gnaden. "Huhuuu Schaaatz, wir köhöhöhöhöönnen, ich bin ready for walk", schmetterte ich in der motivierendsten aller motivierenden Tonlagen dem Kater ins erstaunte Gesicht.
Irgendwie - Leute, fragt nicht nicht wie - hat das gewirkt. Ich muss so von innerer Überzeugung gestrotzt haben, dass der Kater nicht mal im Ansatz Erpressungsversuche wie: lecker Essen, schönen Cappu, Duftschaumbad oder exorbitant guten Sex in Spiel führte. Nix dergleichen! Er stand ... wenn auch zögerlich und langsam ... auf. Trabte mir hinterher ins Parterre, schnallte wie ich die Sportschuhe an die Flossen, wickelte ein mächtig Halstuch um seinen Denkerkopf und folgte mir einfach ins Dunkel der schwarzen Nacht.

Ich habe gestern Abend bemerkt, dass ich eigentlich recht windschnittig daher komme. So in der Art aerodynamische Rennschnecke. Jedenfalls viel schneller und flotter als der innere Schweinehund - der faule Sack! Wir trabten - na ja - spazierten schnell zum See nach vorne, wo alles stockdunkel war. Ich fand das gar nicht so übel, so sah man meine Anfänger-Schweisstropfen nicht. Ich plauderte was von "weicher, uns umarmenden Dunkelheit die beschützt"  - während der Kater darauf aufmerksam machte, dass "Was-Weiss-Man-Schon-Genau-Was-Für-Gestalten" sich hier, GENAU hier, auch rumtreiben könnten. Wir also sozusagen mit dem Leben spielten. Mein Lachflash hat mich viel Kraft gekostet und ihm eine 3-minütige Pause eingebracht. Immerhin. Aber Leute, der Versuch war zu schwach für eine Frau Sternenzauber meines Formates! Ich führte ihn - ein wenig hinter mir her schleifend wie den Hund, welcher alle 4 Pfoten in die Erde presst - an die Stätte meiner Jungmutterschaft. Auf den Spielplatz im Bonstettenpark am See. Schön war es. Während ich all die Spielgeräte der Reihe nach ausprobierte (blieb schier in der Rutsche stecken!), gelang es mir, ihn grad mal aufs Schaukelpferdchen zu nötigen und ihn dazu zu animieren, dieses tragende Gefühl mit geschlossenen Augen zu geniessen. Na ja, eigentlich hätte er die Augen auch offen halten können, es war sooo stockdunkel. Aber nicht ganz - auf der anderen Seeseite waren die Lichter der Dörfer am Hügel zu sehen. Und dann sah ich, dass die Lichter der Nacht das Dorf Heiligenschwendi wie ein Herz aussehen lassen. Und begann mit dem Ratespiel: Ich sehe was, was Du nicht siehst. Kater sah das Herz aber auch. Auf den ersten Versuch! Und ab da war irgendwie alles besser.

Wir spazier-trabten durch den Park, durch die Allee und dann wieder zurück auf den Seeweg Richtung Villa Kunterbunt. Irgendwo kam uns der Duft von gebratenen Zwiebeln und Pilzen in die Nase. Meine Magensäfte formierten sich zu einem fordernden Knurren, welches in der Stille der Nacht dann auch zu hören war.

Nach justament einer Stunde schlossen wir die Villa Kunterbunt wieder auf. Es tat mir fast nix weh. Jedenfalls die Ohrenläppchen waren wie immer. Wenn auch viel kälter als sonst. Heute, heute tun mir die Muskeln in den Kissen am unteren Ende des Rückens  (unanständige Menschen würden jetzt einfach Arschbacken schreiben) weh, die Oberschenkel brennen ein wenig - aber ansonsten hat sich das ganz gut angefühlt. Und tut es immer noch.
Und ich bin ehrlich stolz!

Heeee, Menschen da Draussen in der Bloggerwelt!! Hat es vielleicht den Einen oder die Andere welche hier grad am Lesen ist, der / die auch das Bedürfnis hätte, mal was machen zu wollen (sollen), aber dem Bedürfnis tapfer entgegenhält und auf dem Sofa hocken bleibt?  ICH und der Kater (ich denke, er weiss es. Er hat geschnallt, dass ich ernst mache) werden nächste Woche wieder walken gehen.
Ich bin grad drauf und dran eine Blogger-Walk-Bewegung ins Leben zu rufen! WALK DEN BLOG oder so. :-). Einfach ein bisschen Bewegung in das sitzende, stehende, ruhende Leben bringen. Wer schliesst sich uns an? Wer walkt mit? Wer erzählt mir wie es war?
Leute, echt - ich bin beeindruckt von den Gefühlen des gestrigen Abend. Was es da im Dunkel so alles zu sehen, zu riechen, zu erfühlen und zu spüren gibt! Erstaunlich!
Motivieren wir uns doch gegenseitig. Wie toll wär denn das! Zu wissen, nächsten Donnerstag stehen nicht nur der Kater und ich am Start - sondern auch Du und Du und Du - und DU auch! Ja?`
Ach kommt, tun wir was für uns.

Also ich ....

... ICH BIN DABEI!

Donnerstag, 19. Januar 2012

SPEED DATE FÜR FRÄNZI STERNENZAUBER

Also bevor ich euch erzähle, was und wen ich heute Abend date und wie speedig das genau wird ... erzähle ich euch doch kurz noch von gestern Abend. Meine geschätzten Dauergäste und Gästinnen wissen: erstes Treffen meiner zweiten "eigenen" Selbsthilfegruppe.

Nervös war ich überhaupt nicht - im Gegenteil, solche Dinge sind wie gemacht für mich. Da liegt so viel Potential drin, das Treffen mit interessanten Menschen ... ich mag das, ich find das gut. Sehr sehr gut sogar.
Und genau so war es dann auch. Bin immer noch sehr berührt von den Menschen, betroffen von ihren Geschichten, bewegt von den Gefühlen. Dieses Urvertrauen in eigentlich wildfremde Menschen haben zu dürfen, Urvertrauen geschenkt bekommen ... einfach so, als Vorableistung. Dies erleben zu dürfen macht mich zutiefst dankbar. Und tut gut.
Was hier passiert ist Glück. Fremde sind Freunde die man noch nicht kennt.
Nach so einem Treffen ist man - wie man im berndeutschen so schön sagt - "nudle fertig" - was soviel heisst wie: man fühlt sich wie eine viiiiiel zu lange gekochte Nudel. Das kommt nicht von nix, vollbringt man(n)/frau doch emotionale Höchstleistungen. Seinen ganzen, schweren Rucksack voller Erlebtem mitzubringen, auszupacken ... nochmals damit konfroniert zu werden um es dann im Gespräch zu verarbeiten ... Respekt!
"Nudle fertig" geht man später nach Hause - aber der Rucksack ist um vieles leichter geworden. Erstens, weil eben einiges verträglich verdaut und kompostiert werden konnte. Zweitens, weil man Menschen gefunden hat, die kompetent (weil selber davon betroffen - eine ausgewiesene Expertenrunde!) helfen, diese immense Last mitzutragen.
Das ist die grosse Belohnung und das heilende Gefühl.
Abschliessend also die Meldung: Volltreffer! Start gelungen! Happy!

Und nun - ladys and gentlemens - i'm proudly present the RUNNING GAG of the day: Fränzi Sternenzauber is on the way to WALKING!! Na ja, in der Umgangssprache würde ich das wie folgt übersetzen ....: Was um aller Welt hat mich denn am letzten Wochenende dazu veranlasst, dem Kater WALKEN vorzuschlagen, mit Einbezug meiner Person!?! Die Konsequenz aus so einer getätigten Aussage ist nämlich, dass ich heute Abend meinen mir schier heiligen Frisörtermin abgesagt habe, um dafür in Aussicht gestellt zu bekommen, nach 10 Stunden strenger Arbeit und einem 3/4stündigem Heimweg kurz mal eben noch die Zeit habe, die schicken Stiefel gegen Turnschuhe auszutauschen und meine mir eigene Schwungmasse Richtung Walkingpfad am See zu bewegen. In das kalte, teilweise gefrorene Nass der beginnenden Nacht - wo normale Menschen (also ganz andere als ich) erst mal die Füsse hochlegen, sich zurücklehnen, Cappu schlürfen und sich aufwärmen. Erholen, von der Pein des Tages. Relaxen. Ausspannen.
Und was mache ich in einem schwachen Moment? Ich schwöre dem Kater bei allem was mir lieb und teuer ist im locker-flockigem Plaudertone, dass ich selbstverständlich seine Bemühungen hinsichtlich Ausschüttung der berühmten Glückshormone, Insulin und Cortisol mit meiner Person tatkräftig unterstütze und leichten Schrittes logischerweise mitwalke. Nix leichter als das!
Habe dazu noch motivierend gelächelt und den Eindruck erweckt, als könne ich es kaum erwarten.

Katerchen findet ja seit diesem gemeinschaftlich getätigten Beschluss jeden Tag neue Ausreden, warum wir heute Abend nicht walken gehen sollten, nicht walken gehen können! Noch nieeeeee hat er meinen Frisörtermin als dermassen wichtig bewertet - muss unbedingt sein. Und überhaupt, das Wetter ist heute Abend so unsagbar grottenmies, da wird kein Hund auf die Strasse geschickt!!
Es braucht viel viel an Überzeugungskraft von mir, ihm klar zu machen, dass wohl Hunde nicht, aber Kater schon.
Und ich, ich bin ganz alleine mit mir und meinen Gedanken, dass ich doch auch gar nicht will. Aber wollen muss. Und dass es mir ja auch ganz gut tut ... mir und meiner Schwungmasse. Dass das gesund ist. Dass es kein schlechtes Wetter für sowas gibt, bloss schlechte Kleidung. Mein innerster Kern flüstert mir, dass ich doch heute einen ruhigen Abend verdient hätte - meine Verantwortung und mein Verstand halten dagegen, dass wer A sagt auch B sagen mussen.
Ja, ich ergebe mich dem Schicksal. Werde heute abend topmotiviert die "Juflistöcke" (Eilstecken) fassen, ansteckend locker an Ort traben, den Abend als geradezu ideal fürs Walking erklären und unser Wollen dermassen loben, dass Kater einfach MUSS. Ich werde mit keinem Pieps erwähnen, was ich euch hier jetzt gebeichtet habe. Es wird mich doch Keine/r hier verraten oder?

Also ... ihr Lieben hier, drückt uns die Daumen und feuert uns innerlich an. Ich zieh das Ding jetzt durch. Kann ja nicht an die Adresse des Katers innerem Schweinehund eine Kampfansage machen - und den meinen in der Hängematte liegen lassen. No way!
Deshalb ...

... LET'S WALK!!

Mittwoch, 18. Januar 2012

STEP BY STEP

... und Hauptsache vorwärts!

Kürzlich habe ich folgenden Satz gelesen: "Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann".
Diese Worte gefallen mir, der Sinn gefällt mir. Er lässt so vieles zu. Die Gedanken sind frei.
Mein momentaner Wissensdurst nach MEHR und ERFAHREN und INPUT und VORWÄRTS lässt nicht nach. Bin motivationsgeboostet mit Anlauf und dreifachem Überschlag!
Das ist genau gut so.

Heute ist ein Tag, an dem sich wieder mal mein Leben ändert. Mir neue Möglichkeiten und Chancen eröffnet. Ich mag solche Tage! Darf ich euch auf einen Kurztrip durch meine spannende Fränzi-Sternenzauberwelt mitnehmen?

Heute Abend, Punkt 19.00h, startet in Thun meine neue Angehörigen-Selbsthilfegruppe zum Thema Onlinesucht. Vor vielen Monaten habe ich dieses Projekt ins Leben gerufen, es folgte eine sehr engagierte Phase mit Dingen wie: Flyer entwerfen, Fachstellen informieren, den Medien Red und Antwort stehen, diese neue Gruppe ins Bewusstsein der Menschen bringen. Nach und nach haben sich auch Betroffene gemeldet - besonders DAS ist eine wunderbare Erfahrung, wenn Menschen die Hemmschwelle überwinden können, über ihren eigenen Schatten springen können, offen werden für das Geben und Nehmen in so einer Selbsthilfegruppe. Ich weiss aus eigener Erfahrung was bis dahin passieren muss, bis man so weit ist. Ein mit unendlich vielen quälenden Gedanken, Schmerzen, Tränen und Leiden gepflasterter Weg.
Aber jetzt, jetzt sind wir genügend Menschen, welche in solch blockierenden Situationen nicht mehr verweilen wollen. Heute Abend fällt der Startschuss. Ich freue mich so so so sehr - freue mich auf meine neuen Freunde und Freundinnen, auf ihre Geschichten und das grosse Vertrauen, in aller Ehrlichkeit aufeinander zugehen zu  wollen, zu können, zu dürfen. Ich habe grössten Respekt vor diesem Menschen, welche ich in ein paar Stunden kennenlernen werde - und sie mich. Ich bin gespannt, voller Vorfreude und Hoffnung, einander Stütze zu sein. Das ist ein gutes, sanftes, heilendes Gefühl.

Und als wäre das noch nicht Freude genug und ein grosser Schritt in eine gute Zukunft ... heute habe ich meine Unterschrift unter den Anmeldetalon meiner neuen Ausbildung gesetzt.




In 3 Wochen bin ich wieder Schülerin. Das I-Tüpfelchen: Einem meiner Herzmenschen habe ich von den Plänen erzählt, hab mich mit ihm beraten ... er ist ein nüchterner Denker, ein zuverlässiger und kluger Kopf, steht mit beiden Füssen auf dem Boden und hat ein Herz aus Gold. Er hat das ganze Vorhaben mit mir überdacht, hat die richtigen Fragen gestellt, hat wichtige Schlüsse daraus gezogen ... und befand: "Mach es! Melde Dich an! Ich melde mich auch an!".

Nun sind wir also zu zweit unterwegs in dieses Abenteuer.
Die Zukunft wird interessant, spannend - nie langweilig.
Gehen wir's an:

STEP BY STEP

Dienstag, 17. Januar 2012

WIE EIN BRRR-TAG ZUM WOWWHHH-TAG WIRD

Huhuu - HEIMATSUCHE, ganz herzlich WILLKOMMEN in meinem Blog. So schön, hast Du hierher gefunden! Fühle Dich wohl in den grossen und kleinen Geschichten meines spannenden Lebens.
Ich freue mich über Dich!

Und nun zur Meldung des Tages:

Was bitte soll ich von einem Tag halten, der mich um 05.00h aus dem Traum reisst, mir -7° Grad anzeigt und mich auffordert, mein Ich Richtung Dusche zu verschieben um mich tageslichttauglich zu rekonstruieren ... wo ich doch grad sooo schön traummässig in der Altstadt von Rhodos unterwegs war. In kurzen Hosen, mit Shirt und Sonnenbrille.

Da nützte alles nix, ich musste dem Tag meine Aufwartung machen.
Der Kater war noch nicht zu ganzen Sätzen im stande, kann dafür aber um diese Zeit schon selbstständig und schlafwandlerisch sicher die Kaffeemaschine bedienen - was ich durchaus zu schätzen weiss.

Nach der Dusche noch im Bademantel hoch in die Küche, latte macchiato schon schlürfbereit. Not bad! Die 05.30h Nachrichten verprachen nichts Gutes - klirrende Eiseskälte, besser zu Hause im warmen Bett bleiben ...

Ok. Auch wenn ich mich um diese Zeit infolge männlich-knackiger Morgenwortkargheit noch nicht mit dem Kater unterhalten kann - denken kann ich schon ganz fix. Was ziehe ich also heute an? Welchen Schmuck? Welches Parfum?
Doch doch, DIES ist an solchen Tagen kriegsentscheidend. Nicht die Eitelkeit betreffend, sondern seinen eigenen, guten Gefühle geschuldet - und mit Weitsicht auf den Tag. An solchen Tagen, an denen man wie bereits erwähnt, die warme Decke nur ungern mit dem eisigen Sprint auf den Bus eintauscht, sollte man lieb zu sich sein. Sich gut fühlen lassen. Damit man auch was zum Verschenken hat.  So was in Richtung menschliche Wärme, gute Laune und Wohlfühlgefühle.

Für genau solche Push-Up-Tage habe ich meine Body-Butter und  meine Feel-Good-Röhrenjeans. Und weil Röhrenjeans und Grösse 46 (nicht 48, die Huldigung gehört in diesem Falle dem Elsthan-Anteil!) nicht wirklich zusammenpassen - hier die Auflösung, warum das gut tut und gut ist:
Diese Jeans kneifen in der Taille nicht - diese Jeans machen einen flache(re)n Bauch - diese Jeans lupfen den Po zum Apfel ... zwar nicht zum knackig runden Klara-Apfel-Po, seit ich 40zig bin mag ich auch den etwas voluminöseren Golden-Delicious-Po. :-)
Dann: schön langes Oberteil bis unter die Hüften, darüber die flauschige Wolljacke, schön frach-peppige Stulpen (mit grossen Holzknöpfen seitlich) bis zum Knie, einen farblich abgestimmten Pashmina-Schal lässig um den Hals, strahlendes Make-Up, die lange Kette aus den Ferien, pudriges Parfum.
Und fertig ist das Wohlfühl-Outfit. Gibt was her und fühlt sich wirklich wohlig-warm-schön an.

Genau das gibt man dann weiter. Und man gibt ja nicht nur ... es kommt zurück.
Für einmal war das erste Geschenk heute Morgen an mich das Schaufenster vom Elektromeister Walter Fahrni. Die riesige Scheibe war ein einzig Eisblumenmeer. Wunderschön! So früh am Morgen habe ich noch nie Blumen geschenkt gekriegt. Danke!
Konnte es leider nicht fötelen, da der Bus schon im Anflug war. Aber vielleicht morgen?

An der Bushaltestelle habe ich alle Bibbernden und Frierenden mit einem herzlichen und gut hörbaren "Guten Morgen Alle zusammen!" begrüsst - vielstimmig kam der Gruss zurück. Und als ich aus dem Bus stieg, hat mir der Eine oder die Andere sogar lächelnd einen schönen Tag gewünscht.
Soll jemand sagen, gute Laune sei nicht ansteckend. Das ist so viel ansteckender als Grippe!

Der Tag ist noch jung. Aber ich bin mir sicher, dass er so gut weitergeht, wie es begonnen hat. Dass ich heute noch viele schöne Dinge erlebe, gute Gespräche führe, freundlichen Menschen begegne.
Ich freue mich darauf und gebe Dir gerne davon ...

... WAS AB! HIER, NIMM!

Montag, 16. Januar 2012

SCHWANGER!

Ich liebe diese Front-Page-Reisser-Überschriften! :-)
Da, wo alle die Luft scharf einziehen und mich schon mal präventiv für verrückt erklären. Ach ja, so totaaaal widersprechen will ich denen ja nicht. Eine partielle Durchgeknalltheit ist mir sicherlich nicht abzusprechen.

Aber Leute ... schwanger! Neeenenenenene! Doch nicht mit Ü50!
Was das denn soll, von wegen schwanger? Ich gehe schwanger. Nämlich weil ...

... ja, Du liest richtig. Ich gehe schwanger mit dem Gedanken an Weiterbildung. Ganz neu ist das nicht, habe des öftern daran herumstudiert, wie es denn so wäre wenn ... ich meine Berufung zumindest zum Teil zum Beruf mache. Meine Hirnzellen haben des öftern nach Futter gerufen. Meine Erfahrungen und Empörungen in gewissen Lebensbereichen reichen bis dahin, dass der Wunsch immer grösser wird, etwas zu ändern.
Im Bewusstsein, dass ich ES nicht ändern kann, mich aber wohl. Und sich dadurch automatisch in verschiedenen Bereichen eine Veränderung einstellt.
Die richtige Frage zu stellen ist oft die berühmte Voraussetzung, eine lange gesuchte Antwort zu finden.
Das habe ich schon früh gelernt - und ich möchte darüber noch mehr wissen. Es noch besser anwenden können.

Doch ... soll man sich wirklich mit 50zig nochmals neu orientieren? Nochmals Gas geben?
Die Zeit ist eh schon knapp, die Energien werden zuweilen händeringend gesucht, die Anforderungen welche das Leben stellt, nicht gerade easy going. Und in einer solchen Situation sich nochmals aus dem Fenster lehnen?
Darüber habe ich schon lange nachgedacht.

In der letzten Zeit bin ich sehr oft darauf aufmerksam gemacht worden, ob ich nicht mein Wissen spezifischer zur Verfügung stellen möchte. All das was ich erlebt und gelernt habe - die Schlüsse, die Erkenntnisse, welche ich daraus gezogen habe - verständlich aufbereiten, anwenden und weitergeben wolle.
Selbst ausgewiesene Fachleute raten mir dazu. Weil sie es mir anscheinend zutrauen.

Und so ... so wurde ich schwanger.
Was letzte Woche mit dem Kater-Doc passiert ist, hat bei mir eine Art Schalter umgelegt. Ich habe gemerkt, dass mein Menschenverständnis, das Gespür und auch die Art damit umzugehen, etwas bringt. Dies hat einen Kanal freigesprengt - und Energie. Plötzlich konnte ich mir vorstellen, dass bei einer Ausbildung in einer Sparte, welche mich brennend interessiert, mehr Energie an mich zurück fliesst als ich dabei verbrauche.

Die Regel ist ausgeblieben ... also in diesem Falle die hemmenden Gedanken, die Zweifel, der Faktor Zeit, der Faktor Geld, der Faktor Energie und der Faktor "soll-ich-wirklich?". Und ich boostete innert kürzester Zeit vom Ausbleiben der Regel bis kurz vor die Geburt.
Habe bereits Senkwehen, das "Kind" will auf die Welt. Hat sozusagen schon einen Namen.
Freude auf "das Neue" hat sich eingestellt.

Die entsprechende Schule ist gefunden. Die Möglichkeit in Reichweite.
Und von der Zeit her könnte ich gerade eben noch aufspringen. Start wäre Anfang Februar.
Soll ich ...?

Ich habe ein Gefühl wie auf einem federnden 10m-Sprungbrett ...

...KURZ VOR DEM ABSPRUNG!

Sonntag, 15. Januar 2012

DER MASTERPLAN

Ich habe mir die letzten Tage und Nächte .... vor allem Nächte ... immer wieder dieselbe Frage gestellt: Was kann ICH tun, damit sich die Depressions-Arbeitsloisgkeits-Hoffnungslosigkeits-Motivationslosigkeitsphase vom Kater ändert.

Klinikaufenthalt 1 und 2 war dringend nötig. Da gibt es nix zu rütteln. Für ihn und für mich.
Ihr konntet die immensen Belastungen, welche eine solche Situation mitbringt, live hier verfolgen.
Für mich ist erschreckend, dass es seither - also ich meine seit dem Klinikaustritt Nr. 2 - keinen Schritt nach vorne mehr ging. Ich hab hautnah miterlebt, dass die Kurve stetig abwärts ging. Mal schneller, mal weniger schnell, in den letzten Wochen rasant.
Trotz der gut gemeinten Hilfe des Docs, trotz aller Medikamente, war dieser Verlauf nicht zu bremsen.

Letzte Woche hat sich ja einiges getan - Doc hat das Handtuch geworfen (wobei er den Kater bis zu einer neuen Lösung noch begleitet), die Medis wurden teilweise per sofort abgesetzt, der Rest wird ausgeschlichen.
Man kann jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und finden, dass sei der Supergau.
Man kann aber auch die Arme weit ausstrecken, dem Himmel entgegen ... und finden, dass sei eine neue Chance.

Die Chance werde ich diesmal ganz eng begleiten. Meine Sybill und andere weise Menschen wissen uns sicher Rat und eine gute Adresse. Diesmal möchten wir es nämlich ganz anders als "normal" angehen. Wir müssen! Den bekannten Weg, den "normalen", den sind wir nun erfolglos Monate lang gegangen. Zu lange, viel zu lange!
Jetzt gehen wir unseren eigenen Weg. Selbstverständlich unter Mithilfe von Fachleuten, aber trotzdem: Die Richtung sagen WIR. In erster Linie der Kater. In ihm steckt nämlich, was er braucht. Das können wir Anderen von Aussen gar nicht zuführen - aber, wir können mithelfen, sein Potential zu aktivieren, zu stärken, zu fördern.
Die grossen Sonnenblumen wachsen auch aus diesem winzigen Kern. Bei guter Pflege. Die werden riesig! Stark! Und so schön! Nehmen wir uns also ein Beispiel am Sonnenblumenkern.

Wir haben uns gestern viele Stunden Zeit genommen und ich habe ihn gefragt:
WO willst Du hin?
WAS ist Dein Ziel?
WANN möchtest Du ankommen?
WELCHEN Weg möchtest Du gehen?

Frage Nummer 1 war sofort klar - es bleibt dabei: Er will in einer Schreinerei arbeiten. Und wenn es in der ersten Zeit "Nur" Sägemehl zusammenwischen ist. Egal. Mal den Fuss in der Türe haben.
Frage Nummer 2 ist ja ein bisschen auch Frage Nummer 1, beinhaltet aber noch so Dinge wie: ich will wieder glücklich werden, Freude spüren können, Anteil am Leben haben (mit Psychopillen fühlte er sich total zugeschüttet, verschüttet. Klar ... die schlechten Gefühle sind da gedämpft, aber das Schlimme: ALLE Gefühle sind gedämpft. Ich war erschüttert, als er mir kürzlich sagte: "Ich hab zwar ein bisschen Boden, aber keinen Himmel mehr ...)
Frage Nummer 3: so schnell wie möglich. Es muss bald was passieren - im Guten.
Tja - und dann kam die berüchtigte Frage Nr. 4. Die Sache mit dem Weg. Da wurde es still. Und dann haben wir ein "Breinschtörming" gemacht - einfach alles was uns in den Sinn kam, haben wir aufgeschrieben. Und ihr glaubt es nicht - wir haben ein ganzes A4 Blatt vorgekritzelt. Lauter gute, machbare, weniger machbare, spinnerte, geniale, quere Ideen.

Und diese Ideen, die arbeiten wir jetzt ab. Idee um Idee. Ihr werden davon erfahren, ich werde euch von den Aktionen berichten. Vom persönlichen Gespräch beim Verband der Schreiner (Termin holen wir gleich diese Woche ein!) bis hin zum durch Bern laufen mit einem Pappkarton vor dem Bauch und hinten am Rücken: ICH WILL SCHREINER WERDEN!!! SUCHE EINEN JOB!!!" ist alles vertreten.
Ich zieh das mit ihm durch, Leute, ich versprech das hier!

Dann aktivieren wir die Hormonausschüttung. Mittels Sport, Kreativität und Eigenverantwortung. Da ich nicht nur sagen kann "Du solltest ...", mache ich bei diesem Programm auch gleich mit. Wir walken jetzt jede Woche 1x, vorläufig. Hängen die Trauben nicht zu hoch. 1x sollte klappte. Wird klappen! Und wenn das ein bisschen eingeübt ist, dann 2x. 1x die Woche soll er wieder in sein Kegeltraining. Und 1x die Woche gehts um die Konzentration - ich habe ihm einen Kalligraphiekurs geschenkt.
Er wird unter Menschen kommen, sich fordern müssen ohne sich zu überfordern - und er wird lernen, wieder Freude daran zu haben. Etwas tun. Sich nicht zurückziehen und hängen lassen.

Angefangen haben wir übrigens heute. Ich musste mir zwar schier den Mund franslig reden - aber zuletzt hat er zum ausgedehnten Spaziergang JA gesagt. Nachdem ich ihm eine Leckerei im Café Egli in Aussicht gestellt hatte, kam er mit. Und war anschliessend sehr stolz, seinem inneren Schweinehund ein Schnäppchen geschlagen zu haben.
Übrigens - diesem inneren Schweinehund von ihm hab ich ausrichten lassen, dass er es nun mit MIR zu tun kriegt. Und sich seine Beisserchen an mir ausbeissen wird. Der Kater war sich diesem Vieh in letzter Zeit doch sehr ausgeliefert vorgekommen und hat ihm in schier jeder Situation nachgegeben. Damit ist jetzt fertig.
Das Vieh muss 2 Leute lahm legen. Und mich schafft er nicht. Ergo verliert er!

Schaut mal her - der Spaziergang war nämlich wirklich schön. Er hat sogar dem inneren Schweinehund gefallen!

Unser Leben hier am Rande des Thunersees hat nämlich eine enorme Lebensqualität! Das sollte man sich immer wieder vor Auge führen. Sich und dem inneren Schweinehund!

Als Belohnung gab es im alt-berühmten Kaffee EGLI eine Schokokugel für den Kater.

Und als wir den Heimweg antraten, war es schon dunkel - und am Himmel stand ganz hell ein Stern. Ich meine sogar, er hat uns zugewinkert!


Dieses Wochenende war das Beste seit langem.
Der Kater hat gelacht und gescherzt. Und er war aktiv.
Viel mehr als die letzten Wochen zusammengezählt.

Ich denke, glaube ... nein, ich bin mir sicher:

WIR SIND AUF DEM RICHTIGEN WEG!

BLOGGER-PROBLEME? DIE LÖSUNG!

Heute gibt es von mir 2 Posts.
Numero due folgt später - wohl gegen Abend. Versprochen.

Leute - ich hoffe, ihr werdet mich heute Abend ins Nachtgebete einschliessen ... denn ich "opfere" gerade in diesem Moment die Sichtung des 1. Slalomlaufes in Wengen. Nämlich weil ich bei ganz vielen von euch lese, dass ihr Probleme mit Blogger habt. Mit dem Aufrufen des Blogs. Der Kommentarfunktion.

Hatte ich auch am Freitag - und hatte es selber nicht mal bemerkt - denn wer davon betroffen ist, der kann in seinem Blog arbeiten wie gehabt. Bloss ... Leser können kaum mehr drauf zugreifen - der Blog hängt sich irgendwie auf, einige wenige nur können noch kommentieren.
Nicht jeder Blog ist davon betroffen, aber doch wohl sehr viele.
Tja, darauf hat mich meine liebe Alice aufmerksam gemacht. Und mir des Rätsels Lösung gezeigt. Sie hat sie aus einem anderen Blog. Und der wiederum hat sie seinerseits aus einem Blog. Und so geb ich einfach weiter, was kluge Köpfe rausgefunden haben:

Geht auf EINSTELLUNGEN / KOMMENTARE und sucht dann PLAZIERUNG DES KOMMENTAR-FORMULARES. Da von EINGEBETTET auf PUP-UP -FENSTER ändern.
Und alles wird gut!
Alles ist gut!

Dankesschreiben, Beraterhonorare, Zuwendungen, Legate, Geschenkpakete, Huldigungen, Seligsprechungen und dergleichen einfach wie gehabt an: Fränzi Sternenzauber, Thun, Schweiz.
Es wird schon ankommen! :-)

In diesem Sinne ...


... LASST UNS FRÖHLICH BLOGGEN!

Samstag, 14. Januar 2012

ES WERDE LICHT!

Ach ihr Lieben - nach der mehrfach emotionalen Besteigung der 10 höchsten Gefühlsgipfel in dieser Woche - in alle möglichen Richtungen - habe ich mir gestern Abend schier alle Wörter verordnet, welche mit ENT beginnen: ENTspannung, ENTschleunigung, ENTfaltung, ENFfernung, ENTbrennen, ENTblättern, ENTfliehen, ENTladen,ENTstauben und so weiter ... nach so viel ENTrücktem ENTsetzen ENTsprang meiner ENTschlossenheit der absolut ENTscheidende Wunsch nach ENTwicklung.

Und meine weibliche Seite, das innere Fränzi Sternenzauber - das kennt für solche Fälle das allerallerallerbeste Mittel in solch prekären Situationen. Das beste aller gutenWörter mit ENT ... ist nämlich ... IKEA!

Es gibt viele Orte auf der Welt, in welcher ich meine angeschlagene Seele baumeln lassen kann, aber IKEA ist einer meiner Favoriten. Wenn ich mein müdes Haupt sinnbildlich in die herrlichen Fleischkügelchen (Köttbullar) betten kann, meine entzündeten Äugelein über Worte wie SALE!, GREIFEN SIE ZU! und ZUM HALBEN PREIS! schweifen lassen darf, wenn es in der Kerzenabteilung so widerwärtig herrlich nach künstlichem Vanillearoma riecht - dann rückt alles Schwere so ein bisschen in die Ferne und neue, farbige, dekorative, warme, aufregende Welten eröffnen sich mir.
Und ich hab tausendunddrei neue Ideen. Mindestens!

Kater kam mit auf den Seelenstreichler-Trip. Aber wohl mehr, weil ich ihn zu Köttbullar mit Pommes eingeladen hatte. Freiwillig betreten Männer erfahrungsgemäss nicht soooo gerne das gelb/blaue Möbelhaus. Als Kater mich im Büro abholte, blieb er aber dann so lange auf dem Klo draussen, dass meine Werkstattmänner bereits die Lichter in der Garage ausgemacht hatten - und allesamt hatten sie Verständnis dafür, dass Kater sich Zeit nahm.
Untereinander waren sie sich sogar sicher, dass Kater sich bei der nur Insidern bekannten Hintertür rausgeschmuggelt hätte und bereits fluchtartig Bern Richtung Thun verlassen hatte.
Üble Nachrede, sag ich da nur!
Tztztztztz.

Jedenfalls - ihr müsst wissen - brauche ich / wir IKEA ganz dringend. So einmal alle 2 Monate auf jeden Fall. Warum? Weil wir einen exorbitanten Teelichtkerzenkonsum haben. Ich persönlich finde, Kerzenschimmer und Öllampenduft lassen eine Wohnung, ein Treppenhaus, das Klo, den Eingangsbereich vor und im Haus, das Schlafzimmer, das Musikzimmer, die Küche, die Diele .... undsoweiterundsofort in einem ganz besonders gemütlichen Lichte erscheinen. So warm. So weich. So friedlich. Und man sieht den Staub nicht so. :-)

Na ja ... ihr merkt ... ich bin da einen Hauch ausführlicher im Kerzli anzünden als so viele Andere.
20 Teelichter pro Tag glauben dran. Locker. An einem Tag an welchem ich zu Hause bin, noch viel viel mehr.
Kerzen wirken auf meine Stimmung. Kerzen stimmen mich sehr sanft, gelöst und einfach wohlig.
Deshalb haben wir ja jetzt den Otto, unser grooooosses Auto, damit wir unseren überdimensionalen Kerzenkonsum 1 x alle 2 Monate von IKEA heimkarren können.
Alles klar? :-)

Bilder? Ihr wollt Bilder sehen? Also wenn ihr unbedingt wollt ... ich hab ja nicht gesagt ihr müsst ... :-)

... bin grad extra in der Villa Kunterbunt rumgeschwirrt und hab einen kleinen Ausschnitt der Erleuchtung fotografiert:

... und da hat es auch noch ... und das ist längst noch nicht alles.


So, meine lieben da Draussen in der Welt. Ich verziehe mich jetzt mal in die Küche - brauche dringend einen zweiten latte m. und freue mich, dass die Sonne scheint, wir 2 freie Tage vor uns haben ... und viele Pläne.
Am Mittag werden wir uns heute übrigens das Lauberhornrennen in Wengen anschauen. Als Kind habe ich da viele herrliche Skitage verlebt - und Wengen liegt ja in Spuckweite von Thun, also sozusagen Spektakel auf heimischem Boden.
Falls jemand von euch auch schaut, dann viel Vergnügen! Ich winke ab und zu mal aus dem Fenster - falls die Kameraführung dies zu berücksichtigen weiss, sehen wir uns. Oder halt auch nicht. :-). Dann denke ich einfach an euch. Ok?

Schaut mal wie schön es Draussen ist! Knallblauer Himmel und Sonne! Knackig kalt ... aber wir sitzen ja drinnen in der Wärme der tausend Teelichter ...


Ich wünsche euch Allen einen

WUNDERSCHÖNEN TAG!

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