Meine lieben Leserinnen und Leser
Ich möchte heute einen sehr persönlichen Beitrag schreiben, noch persönlicher als sonst. Aus einer tiefen Betroffenheit heraus.
Meine beste, die allerbeste Freundin die ich habe - nennen wir sie Carola - sie hat gestern eigentlich alles verloren. Alles, was ihr lieb und teuer war. Den Mann, den allerbesten Freund, ihren Weggefährten und Traumprinzen. Die ganz grosse Liebe.
Sie hat ihre Träume verloren, das Lachen, das Vertrauen in Menschen - Vertrauen in das Leben. Und vor allem den Glauben an die Liebe. An die Treue, an tiefe Verbundenheit, an Ehrlichkeit.
Ich denke, es ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Mehr geht nicht.
Als sie mich gestern anrief, da konnte ich erst minutenlang keinen Ton verstehen. Es war so viel mehr als nur Weinen, es waren Schmerzenslaute, pure, abgrundtiefe Verzweiflung. Unsagbare Enttäuschung und das Ende von einem Traum. Ich liess alles stehe und liegen, eilte zu ihr. Streichelte ganz leicht ihren Arm, hielt ihre Hand und hörte einfach nur zu.
Rat konnte ich keinen geben - aber bei ihr sein.
Was ich hörte, kann ich selber nicht begreifen. Ohne ins Detail gehen zu wollen - sie ist ein Mensch wie ich, voller Träume, Phantasie und Vertrauen. Sie glaubt an das Gute, sie schenkt Vertrauen, viel Wärme und Liebe. Ich empfinde sie als lebenserfahren, klug und liebenswert.
Wenn sie liebt, dann liebt sie ganz und gar, mit allem was sie hat, was sie ist.
Ihre Vorzüge, das was die Menschen um sie herum von ihr geschenkt kriegen, sich nehmen dürfen - sind gleichzeitig auch ihre ganz persönlichen Nachteile. Ihr Mann hat sie letzte Woche "naiv" genannt. Naiv in dem Sinne, dass man sich ihr Vertrauen nicht erkämpfen muss - sie gibt Vorschuss, jeder Mensch kriegt bei ihr Kredit - im übertragenen Sinne. Sie ist ehrlich und geht davon aus, dass zumindest ihre Herzmenschen dass zu ihr auch sind.
Ich denke, er wusste genau, was er da zu ihr gesagt hat. Wäre sie nicht so naiv gewesen, hätte sie die Zeichen der Zeit früher erkannt. Bemerkt, dass sie angelogen, hintergangen, betrogen wird.
Und nicht erst jetzt.
Das Schlimme daran ist, dass ihr das nicht zum ersten Mal passiert. Ich kann verstehen, wenn sie sagt, dass sie schlafen und nie mehr aufwachen möchte. Sie war angefüllt mit Lebenmut, purer Lebensfreude - da ist jetzt nur noch gähnende Leere. Ausgefüllt mit Schmerz. Schmerzen im Herz, in der Seele, in den Gefühlen.
Viel hat sie gestern Abend nicht reden können, aber soviel, dass ihr Herz zerfetzt ist, die blutigen Überreste verteilt in ihr sind. Sie. Gerade sie. Ich glaube nicht, dass dies ein Mensch überhaupt erleben sollte - sie schon gar nicht.
Alles gegeben und alles verloren. Sie ist untröstlich und ich finde kein Mittel, keine Worte, keine Gesten, keine Erklärungen all das zu lindern.
Vor allem: ich kann ihr keine Hoffnungen mehr machen.
Nebst mir kümmern sich noch andere Freunde - alle sind wir ratlos. Auch wir hätten dies nicht erwartet, dass es so kommt. Ich schon gar nicht, ich kenne den Mann gut. Oder meinte es zumindest. Ich fühle mich extremst hilflos ihr gegenüber.
Will, werde und muss die nächsten Tage ganz für sie da sein.
Entschuldigt wenn ich hier auf mich warten lasse. Aber ich denke, ihr versteht.
Kürzlich habe ich hier geschrieben, dass es Dinge gibt, die viel mehr weh tun als Schmerzen.
Dann, wenn Träume Trauer tragen.
Und der Himmel dunkel wird, man keine Ahnung hat, wann wieder ein Sonnentag beginnt.
BIS DIE TAGE
Samstag, 10. April 2010
Freitag, 9. April 2010
MEIN FRÜHLING IST VIOLETT MIT EINEM HAUCH ROSA
In mir muss ein Programm sein, welches sich ab einer gewissen Aussentemperatur ganz automatisch einschaltet.
Es datet sich up, sobald die Anzahl XY Sonnenstrahlen meine Haut berührt haben. Ist ON, wenn in den Cafés die Stühle nach Draussen gestellt werden.
Immer aufs Neue stellt sich mir des Frühlings die Frage nach der passenden Garderobe. Und dass ich nichts, rein gar nichts Passendes für diese Saison im Schranke liegen habe.
Böse Zungen behaupten, diese Frage stelle sich mir stets - ich kann über solche Gerüchte nur lachen und weise sie selbstverständlich weit von mir.
Irgendwie bin ich immer noch in der violetten Phase. Das passt zu mir - vom Slip bis zur Strähne im Haar! Ich habe gerade mal nachgeschaut und die positiven Eigenschaften dieser Farbe förmlich in mich eingesaugt. Bitte lest mal aufmerksam:
Violett ist die Farbe des Geistes und der Spiritualität, sie ist aussergewöhnlich, sie ist extravagant. Inspiriert, motiviert. Farbe der Magie und Phantasie, des Geheimnisvollen.
Super!
Und es kommt noch besser!! Schlagworte wie Aussergewöhnlichkeit, Originalität, Mode. Würdevoll und mystisch. Harmonie in gleichem Masse wie Sinnlichkeit.
Boah. Was bin ich für eine Lady!
In meinem Geiste sehe ich meinen Schatz gerade wiehernd lachen.
"Katerrrrli! Darüber reden wir noch!!"
Ich weiss nämlich genau, weswegen er grinst - wegen der Magie und dem Geheimnisvollen. Es ist nämlich mein ganz geheimes Geheimnis, dass ich doch so gerne ein bisschen geheimnisvoll, so ein bisschen femme fatale wäre. Eine Frau, der man nachschaut und denkt, welch ausserirdischer Zauber sie doch umschwebt. Nachdenkt, welch Geheimnis sie wohl hat.
Doch was bin ich? Ich bin irdisch! Sowas von! Ich bin durchschaubar wie ein Kristallglas. Klare Luft ist nicht klarer als ich. Fürchterlich.
Ich kann niemanden zappeln lassen, hab keine Geheimnisse und was ich über SIE oder IHN denke, ist der ganzen Welt klar. Meine Liebe könnte ich nie verstecken, meine Ideen nicht verschweigen, meine Abneigungen nicht deutlicher äussern.
Kein Mann in meinen Leben hat sich jemals nach der Fremden, Geheimnisumwitterten gesehnt. Was ist das bitte schön, einen Mann "zappeln" lassen? Wenn ich ihn doch gut finde? Dann sage ich es ihm, packe ihn und lasse ihn nienie mehr los - ist er es denn wert.
Wen ich mag oder nicht mag - diese Frage ist bei mir überflüssig. Ich sage es einfach. Jede/r weiss Bescheid.
Mein Umfeld kennt meine Gedanken, meine Gefühle, mein Innerstes. Ich lege es dar und warte auf Reaktion.
Nienie wird jemand meinen teuren, verloren gegangenen Seiden-Schal aufheben, den leichten Duft von schwerem Parfum wahrnehmen und denken, wer SIE wohl ist. Träumen. Irgendwo steht nämlich bestimmt mein Name mit Adresse und dem Hinweis auf Finderlohn.
Ich bin nicht zauberhaft.
Ich sollte in meinem Berichte vielleicht noch erwähnen, dass man die Farbe Violett in Situationen einsetzen sollte, in denen Diplomatie gefragt ist. Sagt der Farbberater. Und er muss es ja wissen. Oder?
Ein Grund mehr, diese wunderbare, diese wundervolle, diese einfach sensationelle violette Lederjacke im Jeanslook mit den geilen Silber-Nieten zu kaufen.
Und die passende Tasche dazu. Ein MUSS!
Dass ich gestern Abend dann auch noch gleich das entsprechende Parfum dazu gefunden habe - reiner Zufall! Aber auf meine Nachfrage nach DEM Insider-Tipp des Frühlings 2010, hat mir die nette, aufmerksame Verkäuferin zielgerichtet den Duft von BVLGARI empfohlen. Femme Rose essentielle Eau de Parfum Spray. Die Packung ist Rosa. Und Rosa ist nichts anderes als der pastellte Violett, so heisst es bei Wikipedia. Also sozusagen Violett mit einem Hauch wässerigem Weiss. Passt!
Nachdem ich meinem Schätzeli gestern sowohl am Morgen wie auch am Abend mit meiner neuen Jacke vor den Augen rumgeturnt bin, 7x den Kragen hoch- und wieder runter geklappt habe, den Reissverschluss mindestens 6x auf und zu gemacht hab, die Nieten gut sichtbar polierte und immer wieder verträumt über das feine Leder streichelte (ihr wisst es jetzt, es war der wieder mal gescheiterte Versuch geheimnisvoll zu sein) ... und er immer noch nichts dazu gesagt hat, habe ich ihn dann am Abend gefragt.
ICH: "Na Katerli, wie gefällt Dir meine n e u e Jacke?"
ER: "Öhhh - die ist jetzt aber nicht neu, oder? Die trugst Du auch schon. Oder....?"
ICH: (kurz angebunden und gar nicht diplomatisch: "Nö!"
ER: " jaaaaa - also - ähhh, toll! Echt toll! Und so violett."
ICH: Habe ganz entgegen meinem Naturell geschwiegen. Ganz still war ich. Wegen der Tasche habe ich nix mehr gesagt.
Aber das Parfum, das war sozusagen seine Entscheidung. Nachdem ich ihm den ganzen Abend im 5-Minuten-Abstand die Hand zum schnüffeln reichte und jedes zweite Mal stöhnend erwähnte, dass ich mir die Entscheidung - ob ich es kaufen soll oder nicht - echt schwer machen würde, sagte er nach 1 1/2 Stunden, dass ich es kaufen soll.
Wie hat er bloss erraten, dass ich mir genau das erhofft hatte? Bin ich doch ein bisschen geheimnisvoll - und habe ihn dazu gebracht hinter meine steinerne Fassade zu blicken? Wer weiss? So oder so: Eine klare Ansage von ihm. Sozusagen eine Aufforderung. Sein Wunsch. Er wollte es so.
So und nicht anders.
WIE KÖNNTE ICH DA NEIN SAGEN?!
Es datet sich up, sobald die Anzahl XY Sonnenstrahlen meine Haut berührt haben. Ist ON, wenn in den Cafés die Stühle nach Draussen gestellt werden.
Immer aufs Neue stellt sich mir des Frühlings die Frage nach der passenden Garderobe. Und dass ich nichts, rein gar nichts Passendes für diese Saison im Schranke liegen habe.
Böse Zungen behaupten, diese Frage stelle sich mir stets - ich kann über solche Gerüchte nur lachen und weise sie selbstverständlich weit von mir.
Irgendwie bin ich immer noch in der violetten Phase. Das passt zu mir - vom Slip bis zur Strähne im Haar! Ich habe gerade mal nachgeschaut und die positiven Eigenschaften dieser Farbe förmlich in mich eingesaugt. Bitte lest mal aufmerksam:
Violett ist die Farbe des Geistes und der Spiritualität, sie ist aussergewöhnlich, sie ist extravagant. Inspiriert, motiviert. Farbe der Magie und Phantasie, des Geheimnisvollen.
Super!
Und es kommt noch besser!! Schlagworte wie Aussergewöhnlichkeit, Originalität, Mode. Würdevoll und mystisch. Harmonie in gleichem Masse wie Sinnlichkeit.
Boah. Was bin ich für eine Lady!
In meinem Geiste sehe ich meinen Schatz gerade wiehernd lachen.
"Katerrrrli! Darüber reden wir noch!!"
Ich weiss nämlich genau, weswegen er grinst - wegen der Magie und dem Geheimnisvollen. Es ist nämlich mein ganz geheimes Geheimnis, dass ich doch so gerne ein bisschen geheimnisvoll, so ein bisschen femme fatale wäre. Eine Frau, der man nachschaut und denkt, welch ausserirdischer Zauber sie doch umschwebt. Nachdenkt, welch Geheimnis sie wohl hat.
Doch was bin ich? Ich bin irdisch! Sowas von! Ich bin durchschaubar wie ein Kristallglas. Klare Luft ist nicht klarer als ich. Fürchterlich.
Ich kann niemanden zappeln lassen, hab keine Geheimnisse und was ich über SIE oder IHN denke, ist der ganzen Welt klar. Meine Liebe könnte ich nie verstecken, meine Ideen nicht verschweigen, meine Abneigungen nicht deutlicher äussern.
Kein Mann in meinen Leben hat sich jemals nach der Fremden, Geheimnisumwitterten gesehnt. Was ist das bitte schön, einen Mann "zappeln" lassen? Wenn ich ihn doch gut finde? Dann sage ich es ihm, packe ihn und lasse ihn nienie mehr los - ist er es denn wert.
Wen ich mag oder nicht mag - diese Frage ist bei mir überflüssig. Ich sage es einfach. Jede/r weiss Bescheid.
Mein Umfeld kennt meine Gedanken, meine Gefühle, mein Innerstes. Ich lege es dar und warte auf Reaktion.
Nienie wird jemand meinen teuren, verloren gegangenen Seiden-Schal aufheben, den leichten Duft von schwerem Parfum wahrnehmen und denken, wer SIE wohl ist. Träumen. Irgendwo steht nämlich bestimmt mein Name mit Adresse und dem Hinweis auf Finderlohn.
Ich bin nicht zauberhaft.
Ich sollte in meinem Berichte vielleicht noch erwähnen, dass man die Farbe Violett in Situationen einsetzen sollte, in denen Diplomatie gefragt ist. Sagt der Farbberater. Und er muss es ja wissen. Oder?
Ein Grund mehr, diese wunderbare, diese wundervolle, diese einfach sensationelle violette Lederjacke im Jeanslook mit den geilen Silber-Nieten zu kaufen.
Und die passende Tasche dazu. Ein MUSS!
Dass ich gestern Abend dann auch noch gleich das entsprechende Parfum dazu gefunden habe - reiner Zufall! Aber auf meine Nachfrage nach DEM Insider-Tipp des Frühlings 2010, hat mir die nette, aufmerksame Verkäuferin zielgerichtet den Duft von BVLGARI empfohlen. Femme Rose essentielle Eau de Parfum Spray. Die Packung ist Rosa. Und Rosa ist nichts anderes als der pastellte Violett, so heisst es bei Wikipedia. Also sozusagen Violett mit einem Hauch wässerigem Weiss. Passt!
Nachdem ich meinem Schätzeli gestern sowohl am Morgen wie auch am Abend mit meiner neuen Jacke vor den Augen rumgeturnt bin, 7x den Kragen hoch- und wieder runter geklappt habe, den Reissverschluss mindestens 6x auf und zu gemacht hab, die Nieten gut sichtbar polierte und immer wieder verträumt über das feine Leder streichelte (ihr wisst es jetzt, es war der wieder mal gescheiterte Versuch geheimnisvoll zu sein) ... und er immer noch nichts dazu gesagt hat, habe ich ihn dann am Abend gefragt.
ICH: "Na Katerli, wie gefällt Dir meine n e u e Jacke?"
ER: "Öhhh - die ist jetzt aber nicht neu, oder? Die trugst Du auch schon. Oder....?"
ICH: (kurz angebunden und gar nicht diplomatisch: "Nö!"
ER: " jaaaaa - also - ähhh, toll! Echt toll! Und so violett."
ICH: Habe ganz entgegen meinem Naturell geschwiegen. Ganz still war ich. Wegen der Tasche habe ich nix mehr gesagt.
Aber das Parfum, das war sozusagen seine Entscheidung. Nachdem ich ihm den ganzen Abend im 5-Minuten-Abstand die Hand zum schnüffeln reichte und jedes zweite Mal stöhnend erwähnte, dass ich mir die Entscheidung - ob ich es kaufen soll oder nicht - echt schwer machen würde, sagte er nach 1 1/2 Stunden, dass ich es kaufen soll.
Wie hat er bloss erraten, dass ich mir genau das erhofft hatte? Bin ich doch ein bisschen geheimnisvoll - und habe ihn dazu gebracht hinter meine steinerne Fassade zu blicken? Wer weiss? So oder so: Eine klare Ansage von ihm. Sozusagen eine Aufforderung. Sein Wunsch. Er wollte es so.
So und nicht anders.
WIE KÖNNTE ICH DA NEIN SAGEN?!
Donnerstag, 8. April 2010
DER MANN IM KINDE
Es war der 20. Juni 1989 - und er wollte und wollte einfach nicht das Lichte der Welt erblicken. Auch nach 38 Stunden immer noch nicht.
Da beschloss meine Ärztin, dass der Junge zu holen sein. Und zwar sofort! Per Notkaiserschnitt.
Das Letzte an was ich mich erinnere, ist die harte Liege im Operationssaal. Dann ging was gründlich schief und ich war drauf und dran mich weltlich abzumelden und bei den Sternen um Asyl zu bitten. Irgendwas oder irgendwer befand diesen Plan jedoch für abwegig und gewährte mir irdische Galgenfrist, die ich bis heute - und hoffentlich noch ganz lange - am Auskosten bin.
Am 23. Juni 1989 bin ich dann aus dem Koma auf der Intensivstation erwacht und man zeigte mir zum ersten Mal den Wonneproppen Max. Ein wunderbares Gefühl!
Max war ein handliches, ruhiges, fröhliches Baby. Erst mal. Mit 7 Monaten stiefelte der kleine Kerl dann schon munter in der Gegend rum - und genau dieser Tatsache ist es auch zu verdanken, dass ich 2 Polizisten und 4 Feuerwehrleute persönlich kennen lernen durfte.
Siehe:
http://sternenzaubers.blogspot.com/2009/10/feuerwehr-118.html
Mit 13 Monaten endlich sein erstes Wort: VELO. Der erste böse Kratzer in meinem mütterlichen Dasein. Mit 16 Monaten war er bekannt wir ein bunter Hund, weil er dauern Fahrräder klaute und diese neben sich her durch die Gegend schob. Mit liebevollen Blicken bedachte. Während die anderen Kleinkinder im Sandkasten ihre Burgen bauten, spazierte er mit Fahrrädern um den Sandkasten.
17 Monate alt war er, ich hatte nur kurz mal weggeschaut - und beim Aufblicken mein Kinde mitten in einem Pulk anderer Kinder auf einem kleinen Fahrrad sitzen sah, wild pedalend, ohne Stützräder. Als hätte er nie nie etwas anderes getan.
An seinem zweiten Geburtstag musste ein Fahrrad her. Das war sein einziger Wunsch, das und sonst gar nichts! Sollte Mäxchen seinen Frieden haben - und wir endlich unsere Ruhe. Nicht mehr stündlich den sohnemännischen Protestruf: "ICH WILL EIN FAHRRAD!"
Von wegen Ruhe!
Seine erste Aktion war: Mit dem kleinen Velo hinauf zur Rutsche und ... entgegen der üblichen Art normaler Kinder auf dem Hosenboden zu rutschen ... sich auf den Sattel zu schwingen und runter zu sausen. Dies alles passierte in einem derartigen Tempo, dass unser elterlicher Schrei noch nicht verhallt war, als Max’ vorderes Velorad sich ob dieser Aktion in den Boden rammte, das Fahrgestell sich grausam verbog und die Ära Velo Nr. 1 letztendlich geschätzte 20 Minuten gedauert hatte ...
Ich habe weder vorher noch nachher ein Kind jämmerlicher weinen sehen! Er kauerte vor seinem kaputten Schätzchen und war mehr als untröstlich. Wir brachten es nicht übers Herz es dabei zu belassen - Max kriegte, nebst einer klaren Ansage, sein 2tes Mini-Bike.
Ab diesem Augenblick waren wir Dauergast beim Arzt. Zeitweise pro Woche 3x zum Nähen. In gröberen Fällen Krankenhaus Notaufnahme. Man kannte uns beim Vornamen. Max fuhr Treppen runter, die Rampe der Einstellhalle, überquerte kamikazemässig unerlaubterweise Strassen, schleppte Fahrräder am liebsten in unwegsames Gelände ... vornehmlich sehr hügelig geartet ... und schoss im Affentempo runter. Balancierte auf dem Hinterrad, stoppte so brüsk dass sich das kleine Bike aufstellte, machte Kapriolen und Kunststücke.
Nun sind seither 19 Jahre vergangen. Und was soll ich sagen - aus dem Kinde von damals ist ein stattlicher junger Mann geworden. Und wie damals, so dreht sich auch heute seine Welt um den Bikesport. Mittlerweilen äusserst erfolgreich. Wo genau er die Motivation und die Energie her nimmt, nebst seinem Job das tägliche Training zu 110% gewissenhaft und total motiviert zu absolvieren ... ich weiss es nicht.
4 Stunden, selbst am kältesten Wintertag, das sitzt er auf einer Pobacke ab. Und dann noch Krafttraining. Koordinationstraining. Massage.
Nun ja, was die Energie anbetrifft, da kenne ich sie zum Teil, seine Energiequellen. Die Spezialeinkaufslisten und trotzdem ewig leeren Kästen, der ausgeräumte Kühlschrank ... kaum hat er der Küche seinen Besuch abgestattet ... es spricht für sich. Sagt er das Wort "Hungerast" - und das sagt er relativ oft - wird meinem Schatze und mir Angst und Bange. Ich meine einen Zusammenhang zwischen der bereits in der Bibel beschriebenen Heuschreckenplage und Max’ Hungerästen zu ersehen! Das Ergebnis ist beide Male dasselbe: gähnende Leere, wo vorher so viel an Gutem war.
Seine Essgewohnheiten sind eh sehr eigen: Guckt man in unseren Küchenschrank, dann zeigt sich eine Auswahl an Müeslis - ein Reformhaus kann nicht besser bestückt sein! Jede Art an Flocken, mit und ohne Calcium /Magnesium, Flocken mit Ovomaltine, Flocken mit getrockneten Früchten, Sonntagsflocken mit einem Hauch von Schokoladestückchen, 4-Korn-Flocken, Haferflocken, Dinkelflocken, Knusperflocken - Flocken über Flocken, Hauptsache ohne Zuckerzusatz!
Bei den Milchprodukten sollte es dann schon die Sojamilch sein, gerne Bio. Ansonsten entrahmte Joghurts und leckerer Käse. Vollkornbrot in groben Mengen, Früchte kiloweise - die Fruchtfliegen skandieren im Sommer bestimmt den Namen ihres Gönners. Bei Fleisch ist er nicht wählerisch, es darf Rindssteak, Lammfilet, Strauss, Poulet oder auch Kalbsschnitzel sein. Für zwischendurch mal ein Häppchen Bündnerfleisch und Mostbröckli, Roastbeef, wahlweise Parmaschinken ohne Fettrand.
Zusätzlich Fisch jede Woche. Gemüse erwähne ich gar nicht, ist selbstverständlich. Dies alles aber bitte nur mit jungfräulichem Olivenöl angemacht. Meersalz, logo. Und Kräuter anstelle von Glutamatbomben.
Was leben wir dank Max gesund! Würden wir nicht ab und zu mal im Restaurant gnadenlos sündigen - wir hätten eine Auszeichnung für gesundes leben verdient! Glattweg!
Auch sonst wird peinlich genau auf alles geachtet - selbst aufs Shampoo. Koffeinshampoo kommt wortwörtlich und tatsächlich nicht in die Tüte. Könnte Dopingalarm auslösen. Und hat er mal Schnupfen oder was auch immer, unser armer Hausarzt muss dann stets erst sein Riesenwälzer bemühen, bevor Max auch nur in die Nähe eines Medikamentes gelassen wird.
Ich mag es übrigens überhaupt nicht, wenn ein Anruf kommt, der mit "Hier ist das Krankenhaus XY, leider ..." beginnt. Zeitweise scheint er da nämlich ein Abonnement gelöst zu haben. Was ich schon alles für Notfallstationen kenne, unglaublich! Das Krankenhaus in Lugano mag er übrigens ganz besonders, dort hätte es nette und hübsche Krankenschwestern. Und er der bewunderte Sportheld.
Kind!
Von den Wäschebergen will ich gar nicht reden. Es würde ein Monolog ohne Ende. Reicht völlig, wenn ich davon schlecht träume. Und gerne würde ich auch mal mit dem Designer dieser Sportswear plaudern, vielleicht kann er mir dann erklären, warum alles in empfindlichem weiss / rosa / hellviolett gehalten ist!?! Zugegebenermassen meine Lieblingsfarben - aber bestimmt nicht, wenn alles über und über mit Matsch vollgesaut ist und Max schon Schnappatmung kriegt, sollten die Dresses nicht wieder makellos rein werden.
Schliesslich haben auch die Sponsoren Ansprüche! Und die wollen einen sauberen Max! In jeder Hinsicht!
Punkto Sponsoren. Das ist schon eine verrückte Sache. Unglaublich, was dieser Sport an Kosten verschlingt - toll, dass seine Sponsoren dies in dem Masse so mittragen. So nebenher darf er dann auch noch Fotomodell spielen.
Ich will auch - zumindest einen Sponsor!
Er fährt jetzt bei den Grossen mit, pendelt zwischen Spanien, Italien, England, Belgien, Deutschland - nebst all den Events in der Schweiz. Aus dem Kinde von damals ist ein richtiger Crack geworden. Ein wildes Ding.
Aus Kindern werden Kerle.
Wir finden das toll.
Seine nächste Aktion werden dann wohl die Autogrammkarten sein. Ich sehe es kommen. Habe diesbezüglich natürlich bereits meine Ansprüche angemeldet. Er soll doch bitte auf der Rückseite gut lesbar seinen Dank vermerken. Vielleicht noch ein kleines Bildchen von mir. Vermerkt mein Link zur Sternenzauberseite. Mit Sternchen drum rum. In rosa. Dann wäre ich zufrieden.
Er hat sich scheckig gelacht. Und mir den Vogel gezeigt.
UNDANKBARE BRUT! :-)
Da beschloss meine Ärztin, dass der Junge zu holen sein. Und zwar sofort! Per Notkaiserschnitt.
Das Letzte an was ich mich erinnere, ist die harte Liege im Operationssaal. Dann ging was gründlich schief und ich war drauf und dran mich weltlich abzumelden und bei den Sternen um Asyl zu bitten. Irgendwas oder irgendwer befand diesen Plan jedoch für abwegig und gewährte mir irdische Galgenfrist, die ich bis heute - und hoffentlich noch ganz lange - am Auskosten bin.
Am 23. Juni 1989 bin ich dann aus dem Koma auf der Intensivstation erwacht und man zeigte mir zum ersten Mal den Wonneproppen Max. Ein wunderbares Gefühl!
Max war ein handliches, ruhiges, fröhliches Baby. Erst mal. Mit 7 Monaten stiefelte der kleine Kerl dann schon munter in der Gegend rum - und genau dieser Tatsache ist es auch zu verdanken, dass ich 2 Polizisten und 4 Feuerwehrleute persönlich kennen lernen durfte.
Siehe:
http://sternenzaubers.blogspot.com/2009/10/feuerwehr-118.html
Mit 13 Monaten endlich sein erstes Wort: VELO. Der erste böse Kratzer in meinem mütterlichen Dasein. Mit 16 Monaten war er bekannt wir ein bunter Hund, weil er dauern Fahrräder klaute und diese neben sich her durch die Gegend schob. Mit liebevollen Blicken bedachte. Während die anderen Kleinkinder im Sandkasten ihre Burgen bauten, spazierte er mit Fahrrädern um den Sandkasten.
17 Monate alt war er, ich hatte nur kurz mal weggeschaut - und beim Aufblicken mein Kinde mitten in einem Pulk anderer Kinder auf einem kleinen Fahrrad sitzen sah, wild pedalend, ohne Stützräder. Als hätte er nie nie etwas anderes getan.
An seinem zweiten Geburtstag musste ein Fahrrad her. Das war sein einziger Wunsch, das und sonst gar nichts! Sollte Mäxchen seinen Frieden haben - und wir endlich unsere Ruhe. Nicht mehr stündlich den sohnemännischen Protestruf: "ICH WILL EIN FAHRRAD!"
Von wegen Ruhe!
Seine erste Aktion war: Mit dem kleinen Velo hinauf zur Rutsche und ... entgegen der üblichen Art normaler Kinder auf dem Hosenboden zu rutschen ... sich auf den Sattel zu schwingen und runter zu sausen. Dies alles passierte in einem derartigen Tempo, dass unser elterlicher Schrei noch nicht verhallt war, als Max’ vorderes Velorad sich ob dieser Aktion in den Boden rammte, das Fahrgestell sich grausam verbog und die Ära Velo Nr. 1 letztendlich geschätzte 20 Minuten gedauert hatte ...
Ich habe weder vorher noch nachher ein Kind jämmerlicher weinen sehen! Er kauerte vor seinem kaputten Schätzchen und war mehr als untröstlich. Wir brachten es nicht übers Herz es dabei zu belassen - Max kriegte, nebst einer klaren Ansage, sein 2tes Mini-Bike.
Ab diesem Augenblick waren wir Dauergast beim Arzt. Zeitweise pro Woche 3x zum Nähen. In gröberen Fällen Krankenhaus Notaufnahme. Man kannte uns beim Vornamen. Max fuhr Treppen runter, die Rampe der Einstellhalle, überquerte kamikazemässig unerlaubterweise Strassen, schleppte Fahrräder am liebsten in unwegsames Gelände ... vornehmlich sehr hügelig geartet ... und schoss im Affentempo runter. Balancierte auf dem Hinterrad, stoppte so brüsk dass sich das kleine Bike aufstellte, machte Kapriolen und Kunststücke.
Nun sind seither 19 Jahre vergangen. Und was soll ich sagen - aus dem Kinde von damals ist ein stattlicher junger Mann geworden. Und wie damals, so dreht sich auch heute seine Welt um den Bikesport. Mittlerweilen äusserst erfolgreich. Wo genau er die Motivation und die Energie her nimmt, nebst seinem Job das tägliche Training zu 110% gewissenhaft und total motiviert zu absolvieren ... ich weiss es nicht.
4 Stunden, selbst am kältesten Wintertag, das sitzt er auf einer Pobacke ab. Und dann noch Krafttraining. Koordinationstraining. Massage.
Nun ja, was die Energie anbetrifft, da kenne ich sie zum Teil, seine Energiequellen. Die Spezialeinkaufslisten und trotzdem ewig leeren Kästen, der ausgeräumte Kühlschrank ... kaum hat er der Küche seinen Besuch abgestattet ... es spricht für sich. Sagt er das Wort "Hungerast" - und das sagt er relativ oft - wird meinem Schatze und mir Angst und Bange. Ich meine einen Zusammenhang zwischen der bereits in der Bibel beschriebenen Heuschreckenplage und Max’ Hungerästen zu ersehen! Das Ergebnis ist beide Male dasselbe: gähnende Leere, wo vorher so viel an Gutem war.
Seine Essgewohnheiten sind eh sehr eigen: Guckt man in unseren Küchenschrank, dann zeigt sich eine Auswahl an Müeslis - ein Reformhaus kann nicht besser bestückt sein! Jede Art an Flocken, mit und ohne Calcium /Magnesium, Flocken mit Ovomaltine, Flocken mit getrockneten Früchten, Sonntagsflocken mit einem Hauch von Schokoladestückchen, 4-Korn-Flocken, Haferflocken, Dinkelflocken, Knusperflocken - Flocken über Flocken, Hauptsache ohne Zuckerzusatz!
Bei den Milchprodukten sollte es dann schon die Sojamilch sein, gerne Bio. Ansonsten entrahmte Joghurts und leckerer Käse. Vollkornbrot in groben Mengen, Früchte kiloweise - die Fruchtfliegen skandieren im Sommer bestimmt den Namen ihres Gönners. Bei Fleisch ist er nicht wählerisch, es darf Rindssteak, Lammfilet, Strauss, Poulet oder auch Kalbsschnitzel sein. Für zwischendurch mal ein Häppchen Bündnerfleisch und Mostbröckli, Roastbeef, wahlweise Parmaschinken ohne Fettrand.
Zusätzlich Fisch jede Woche. Gemüse erwähne ich gar nicht, ist selbstverständlich. Dies alles aber bitte nur mit jungfräulichem Olivenöl angemacht. Meersalz, logo. Und Kräuter anstelle von Glutamatbomben.
Was leben wir dank Max gesund! Würden wir nicht ab und zu mal im Restaurant gnadenlos sündigen - wir hätten eine Auszeichnung für gesundes leben verdient! Glattweg!
Auch sonst wird peinlich genau auf alles geachtet - selbst aufs Shampoo. Koffeinshampoo kommt wortwörtlich und tatsächlich nicht in die Tüte. Könnte Dopingalarm auslösen. Und hat er mal Schnupfen oder was auch immer, unser armer Hausarzt muss dann stets erst sein Riesenwälzer bemühen, bevor Max auch nur in die Nähe eines Medikamentes gelassen wird.
Ich mag es übrigens überhaupt nicht, wenn ein Anruf kommt, der mit "Hier ist das Krankenhaus XY, leider ..." beginnt. Zeitweise scheint er da nämlich ein Abonnement gelöst zu haben. Was ich schon alles für Notfallstationen kenne, unglaublich! Das Krankenhaus in Lugano mag er übrigens ganz besonders, dort hätte es nette und hübsche Krankenschwestern. Und er der bewunderte Sportheld.
Kind!
Von den Wäschebergen will ich gar nicht reden. Es würde ein Monolog ohne Ende. Reicht völlig, wenn ich davon schlecht träume. Und gerne würde ich auch mal mit dem Designer dieser Sportswear plaudern, vielleicht kann er mir dann erklären, warum alles in empfindlichem weiss / rosa / hellviolett gehalten ist!?! Zugegebenermassen meine Lieblingsfarben - aber bestimmt nicht, wenn alles über und über mit Matsch vollgesaut ist und Max schon Schnappatmung kriegt, sollten die Dresses nicht wieder makellos rein werden.
Schliesslich haben auch die Sponsoren Ansprüche! Und die wollen einen sauberen Max! In jeder Hinsicht!
Punkto Sponsoren. Das ist schon eine verrückte Sache. Unglaublich, was dieser Sport an Kosten verschlingt - toll, dass seine Sponsoren dies in dem Masse so mittragen. So nebenher darf er dann auch noch Fotomodell spielen.
Ich will auch - zumindest einen Sponsor!
Er fährt jetzt bei den Grossen mit, pendelt zwischen Spanien, Italien, England, Belgien, Deutschland - nebst all den Events in der Schweiz. Aus dem Kinde von damals ist ein richtiger Crack geworden. Ein wildes Ding.
Aus Kindern werden Kerle.
Wir finden das toll.
Seine nächste Aktion werden dann wohl die Autogrammkarten sein. Ich sehe es kommen. Habe diesbezüglich natürlich bereits meine Ansprüche angemeldet. Er soll doch bitte auf der Rückseite gut lesbar seinen Dank vermerken. Vielleicht noch ein kleines Bildchen von mir. Vermerkt mein Link zur Sternenzauberseite. Mit Sternchen drum rum. In rosa. Dann wäre ich zufrieden.
Er hat sich scheckig gelacht. Und mir den Vogel gezeigt.
UNDANKBARE BRUT! :-)
Mittwoch, 7. April 2010
KLEINE FREUDEN - GROSSE FREUDEN
Heute war ich viel zu früh im Büro. Viel zu früh - über eine Stunde!
Erst mal Kaffee machen, mein Ich kurz mal updaten und dann in den Compi schauen, was meine bevorzugten Blogs so zu bieten haben.
Oh ja, ich stöbere sehr gerne in "Freundeblogs" - und werde meinen Schätzu demnächst mal bitten, auf der Sternenzauber-Seite Hinweise darauf einzurichten. Die Blogwelt hat nämlich ein paar Schätzchen im Angebot!
Ab und zu finden sich da sehr interessante Kontakte, sogar Freunde.
Etwas vom Schönsten überhaupt, was das Blogschreiben mit sich bringt. Finde ich.
Heute Morgen habe ich Pharmama's Blog einen Besuch abgestattet. Nein, falsch rum. Pharmama stattete mir einen Besuch ab - weil ich ihre Geschichten, Berichte abonniert habe und somit stets auf dem Laufenden bin. Pharmama ist eine Apothekerin, Familienfrau, Mutter und irgendwie eine ganz kluge, lebenserfahrene Frau, welche mir stets so einiges vermittelt.
Man weiss ja oft nicht so genau, wer sich hinter einem Blog "versteckt" - und manchmal finde ich es ganz spannend dies rauszufinden.
Heute fühlte ich mich sogar direkt angesprochen und fragte mich, ob sie etwa meine Apothekerin ist ...?
Sie hat erzählt, dass es richtig schöne Tage, tolle Erlebnisse mit Kunden gibt. Wenn diese nämlich als Dankeschön ein Mitbringsel in Form von Schokolade, Blumen, Karten .... was auch immer ... einem dankbaren Lächeln und guten Worten einem in die Hände legen.
Mir kam sofort die Erinnerung an meinen "Abflug" auf dem Centercourt des Tennisplatzes. Als mein Talent wortwörtlich in hohem Bogen und äusserst schmerzhaft auf den Boden knallte und die Hoffnung auf kommende Titel und Pokale in tausende von Teilchen zerbarst. Ich hinterliess an diesem Nachmittag einen derb desaströsen Eindruck und holte mir nicht wirklich einen Orden. Dafür hatte ich die Lacher auf meiner Seite.
Und sehr viele Schürfungen. Sehr viel AUA.
Siehe:
http://sternenzaubers.blogspot.com/2009/10/ich-bin-ein-gefallenes-madchen.html
Damals raste ich einen Tag später in der Mittagspause nämlich schmerzgeplagt jammernd zur Apothekerin meiner Wahl. Erzählte ihr in blühendsten Farben von der Sternenzaubers's Missgeschick, suhlte mich im ihrem mitleidigen Blicke, freute mich ob ihres Lachens betreffend meiner Schilderung und war erleichtert, dankbar, als sie mir mit Rat und Tat zur Seite stand, das lädierte Teil behandelte, verband und mich mit einem lieben "gute Besserung", einem Lutschbonbon (das tut nicht nur kleinen Patienten gut - den grossen ebenso!) und gestärktem Rücken wieder in die raue Welt entliess.
Der Arm heilte anschliessend wirklich rasch und entgegen meinen ersten Befürchtungen blieb mir die Amputation erspart.
Manchmal braucht es nebst Desinfektionspray, Salben und Püderchen eine Prise Anteilnahme, Mitgefühl, den Hauch von Verständnis und eine Messerspitze Aufmerksamkeit extra - nebst guten Worten - und schon geht es einem viel besser.
Der Apothekerin und ihrem Team habe ich selbstverständlich in der folgenden Woche ein paar kleine, feine Pralinen aus der guten Confiserie am Bahnhof mitgebracht. Und mein Lächeln, meinen wortreichen Dank.
Bei sowas gewinnen immer beide Seiten - finde ich gut!
Erinnert hat mich ihre Geschichte heute auch an "meine" Kunden hier, in der Garage. Wie oft erhalten wir kleine und grosse MERCI's. Das reicht vom lieben Wort, über persönliche Briefe, via kulinarische Köstlichkeiten bis hin zur Umarmung. Nicht, dass ich die oftmals sehr grosszügigen Gaben in unser gemeinsames Trinkgeldkässeli nicht schätzen würde - aber das ganz Persönliche, darüber geht nichts.
Ich hatte einen Lieblingskunden, ein älterer Mann mit soviel an Herz, Charme und etwas unbeschreiblich liebevollen in seinem Wesen. Als wir die Nachricht seines Todes erhielten, da habe ich wahrlich heisse Tränen geweint. Und sein Anruf gerade jetzt, wo Alle anrufen und den Radwechsel anmelden - diese unnachahmlich rauchige Stimme - sie fehlt mir jeden Tag. Bevor er auch nur einen Ton über das Auto verlor, sagte er erst mal, dass er sich auf uns freue und wie es denn so gehe.
Oder die Dame mit ihrer Tochter Daniela, welche mir immer wieder zeigt - nein - demonstriert, was sie aus ihrem Leben mit dem Down-Syndrom herausholt. Eine junge Frau, die mit ihrer Lebensfreude, ihrer Offenheit und der Lernbereitschaft so manchem von uns Vorbild sein kann. In meinem Leben eine absolut Bereicherung. Und schreibt sie mir mal eine Woche lang keine SMS, dann fehlt mir eine der wichtigsten Mitteilungen.
Nicht zu vergessen unser Herr Pfarrer - der keinen Garagen-Besuch abstattet, ohne nicht für jeden im Team ein Töpfchen selbstgemachte Marmelade mitzubringen. Das würde er sich nicht nehmen lassen! Wir uns übrigens auch nicht.
Und so könnte ich Kapitel um Kapitel über die Menschen schreiben, denen ich Tag für Tag hier begegne. Die vielen schönen Erlebnisse machen die ganz wenigen unguten vergessen. Unter dem Strich habe ich ein RIESIGES Plus.
DAFÜR BIN ICH DANKBAR! SEHR!
Erst mal Kaffee machen, mein Ich kurz mal updaten und dann in den Compi schauen, was meine bevorzugten Blogs so zu bieten haben.
Oh ja, ich stöbere sehr gerne in "Freundeblogs" - und werde meinen Schätzu demnächst mal bitten, auf der Sternenzauber-Seite Hinweise darauf einzurichten. Die Blogwelt hat nämlich ein paar Schätzchen im Angebot!
Ab und zu finden sich da sehr interessante Kontakte, sogar Freunde.
Etwas vom Schönsten überhaupt, was das Blogschreiben mit sich bringt. Finde ich.
Heute Morgen habe ich Pharmama's Blog einen Besuch abgestattet. Nein, falsch rum. Pharmama stattete mir einen Besuch ab - weil ich ihre Geschichten, Berichte abonniert habe und somit stets auf dem Laufenden bin. Pharmama ist eine Apothekerin, Familienfrau, Mutter und irgendwie eine ganz kluge, lebenserfahrene Frau, welche mir stets so einiges vermittelt.
Man weiss ja oft nicht so genau, wer sich hinter einem Blog "versteckt" - und manchmal finde ich es ganz spannend dies rauszufinden.
Heute fühlte ich mich sogar direkt angesprochen und fragte mich, ob sie etwa meine Apothekerin ist ...?
Sie hat erzählt, dass es richtig schöne Tage, tolle Erlebnisse mit Kunden gibt. Wenn diese nämlich als Dankeschön ein Mitbringsel in Form von Schokolade, Blumen, Karten .... was auch immer ... einem dankbaren Lächeln und guten Worten einem in die Hände legen.
Mir kam sofort die Erinnerung an meinen "Abflug" auf dem Centercourt des Tennisplatzes. Als mein Talent wortwörtlich in hohem Bogen und äusserst schmerzhaft auf den Boden knallte und die Hoffnung auf kommende Titel und Pokale in tausende von Teilchen zerbarst. Ich hinterliess an diesem Nachmittag einen derb desaströsen Eindruck und holte mir nicht wirklich einen Orden. Dafür hatte ich die Lacher auf meiner Seite.
Und sehr viele Schürfungen. Sehr viel AUA.
Siehe:
http://sternenzaubers.blogspot.com/2009/10/ich-bin-ein-gefallenes-madchen.html
Damals raste ich einen Tag später in der Mittagspause nämlich schmerzgeplagt jammernd zur Apothekerin meiner Wahl. Erzählte ihr in blühendsten Farben von der Sternenzaubers's Missgeschick, suhlte mich im ihrem mitleidigen Blicke, freute mich ob ihres Lachens betreffend meiner Schilderung und war erleichtert, dankbar, als sie mir mit Rat und Tat zur Seite stand, das lädierte Teil behandelte, verband und mich mit einem lieben "gute Besserung", einem Lutschbonbon (das tut nicht nur kleinen Patienten gut - den grossen ebenso!) und gestärktem Rücken wieder in die raue Welt entliess.
Der Arm heilte anschliessend wirklich rasch und entgegen meinen ersten Befürchtungen blieb mir die Amputation erspart.
Manchmal braucht es nebst Desinfektionspray, Salben und Püderchen eine Prise Anteilnahme, Mitgefühl, den Hauch von Verständnis und eine Messerspitze Aufmerksamkeit extra - nebst guten Worten - und schon geht es einem viel besser.
Der Apothekerin und ihrem Team habe ich selbstverständlich in der folgenden Woche ein paar kleine, feine Pralinen aus der guten Confiserie am Bahnhof mitgebracht. Und mein Lächeln, meinen wortreichen Dank.
Bei sowas gewinnen immer beide Seiten - finde ich gut!
Erinnert hat mich ihre Geschichte heute auch an "meine" Kunden hier, in der Garage. Wie oft erhalten wir kleine und grosse MERCI's. Das reicht vom lieben Wort, über persönliche Briefe, via kulinarische Köstlichkeiten bis hin zur Umarmung. Nicht, dass ich die oftmals sehr grosszügigen Gaben in unser gemeinsames Trinkgeldkässeli nicht schätzen würde - aber das ganz Persönliche, darüber geht nichts.
Ich hatte einen Lieblingskunden, ein älterer Mann mit soviel an Herz, Charme und etwas unbeschreiblich liebevollen in seinem Wesen. Als wir die Nachricht seines Todes erhielten, da habe ich wahrlich heisse Tränen geweint. Und sein Anruf gerade jetzt, wo Alle anrufen und den Radwechsel anmelden - diese unnachahmlich rauchige Stimme - sie fehlt mir jeden Tag. Bevor er auch nur einen Ton über das Auto verlor, sagte er erst mal, dass er sich auf uns freue und wie es denn so gehe.
Oder die Dame mit ihrer Tochter Daniela, welche mir immer wieder zeigt - nein - demonstriert, was sie aus ihrem Leben mit dem Down-Syndrom herausholt. Eine junge Frau, die mit ihrer Lebensfreude, ihrer Offenheit und der Lernbereitschaft so manchem von uns Vorbild sein kann. In meinem Leben eine absolut Bereicherung. Und schreibt sie mir mal eine Woche lang keine SMS, dann fehlt mir eine der wichtigsten Mitteilungen.
Nicht zu vergessen unser Herr Pfarrer - der keinen Garagen-Besuch abstattet, ohne nicht für jeden im Team ein Töpfchen selbstgemachte Marmelade mitzubringen. Das würde er sich nicht nehmen lassen! Wir uns übrigens auch nicht.
Und so könnte ich Kapitel um Kapitel über die Menschen schreiben, denen ich Tag für Tag hier begegne. Die vielen schönen Erlebnisse machen die ganz wenigen unguten vergessen. Unter dem Strich habe ich ein RIESIGES Plus.
DAFÜR BIN ICH DANKBAR! SEHR!
Dienstag, 6. April 2010
VON MÄNNERN UND MÄUSEN
Meine 3 Männer zu Hause ( ... und alle anderen auch ... ) sind mir stets aufs Neue Quell heiterer Fröhlichkeit, ungläubigen Staunens und fragendem Unverständnis. Schön abwechslungsweise. Damit es mir auch ja nicht langweilig wird.
Ostern hat es wieder mal ans Tageslichte gebracht, dass die Spezies "Mann" ein wenig anders tickt als wir holden Weiblichkeiten. Auch wenn ihr jetzt milde schmunzelnd abwinket und dieser Tatsache schon etliche Male mitten ins Auge des Orkans geschaut habt, so finde ich es doch immer wieder erzählenswert.
Erlaubt mir deshalb, meine persönlich-fraulichen Osterabenteuer mit der Testoteronfront der geschätzten Leserschaft zugänglich zu machen.
Ich erinnere mich noch gut - als ich damals Anfang Oktober 2009 mit der Blog-Schreiberei begann, fragte ich die Menschen um mich herum höflich, ob ich sie erwähnen dürfe, von ihnen schreiben dürfe. Das anfängliche Zögern war durchwegs männlicher Natur - immerhin kam letztendlich ausnahmslos ein OK, aber eher in Richtung "... wenn es denn sein muss ...". Und wenn wirklich, dann aber wirklich nur mit einem fiktiven Namen.
Das Blatt hat sich unterdessen gewendet. Oft werde ich nun - wieder fast ausnahmslos männlich - gefragt "sag mal, Sternenzauberin, wann schreibst Du eigentlich mal von mir...?" und " ... Du darfst schon meinen richtigen Namen verwenden, kein Problem!".
Gelacht habe ich mehr als herzlich, als mein Eigengewächs Max (... um eine "eigene" Geschichte hat er mich auch bereits gebeten, an der Nennung seines wirklichen Namens kaut er noch ... ) uns am Samstag sein Trainingsabenteuer erzählte.
Max ist unglaublich, wirklich. Nicht nur die Nahrungsmittel-Mengen, welche er vertilgt.
Eine der grossen Schweizer-Bikehoffnungen für kommende Erfolge - und das nicht unbegründet. Mittlerweilen fährt er bei den ganz Grossen mit, fuhr vor 5 Wochen in Spanien, vor 3 Wochen in Italien und Ende dieses Monats wird es England sein. Dazwischen die Rennen im Tessin, im Graubünden und und und. Jeden Tag Training bis zu 4 Stunden, all das neben einem 80% Job. Die Ernährung auf Höchstleistung ausgerichtet.
Bewundernswert, seine Disziplin, sein Engagement - und dies sage ich nicht mit Blick durch die "Mama-Brille".
Letzten Ostersamstag war er mit seinem Trainingskollegen unterwegs. Wie immer in flottem Tempo. Weit vor sich sahen sie einen älteren Mann um die 70zig, der ebenfalls seiner Fitness Gutes tat und munter in die Pedale trat. Im moderaten Tempo eines Herrn im bestem Alter. Völlig richtig so.
Die 2 Jungs machten sich daran, den Senior zu überholen - dieser schaute nach hinten und bemerkte die Absicht. Er schien auch gesehen zu haben, dass die Beiden bekannte Team -Trikots trugen und ersichtlich war ihm auch, dass diese wohl nicht das erste Mal auf einem Bike sassen.
Besagte Tatsachen spornten derart an, dass er die Pedalerie wie wild zu malträtieren begann.
Wie Jungs mit 21 eben so sind, hängten sie sich mal locker ans Hinterrad des "Ich-will-auch"-Sportlers und warteten ab.
Anstatt dass der Oldie es irgendwann mal gut sein lassen würde, liess er sich ums Verrecken nicht überholen, trampelte mit hochrotem Gesicht und heraushängender Zunge derart übertrieben los, dass Max und Luc sich langsam Sorgen machten. Als der Opa dann laut hörbar zu stöhnen begann, prustende Dampf-Lok-Laute von sich gab und keineswegs zurückstecken wollte, wurde den Beiden Junioren das Spiel zu gefährlich, sie überholten extra-schnell, bloss damit der bejahrte Mann nicht noch den Gedanken fassen konnte, die Verfolgung aufzunehmen und sich wer weiss was zumutet, das weit über seine physischen Grenzen ginge.
Soviel zum männlichen Rivalitätsverhalten, gekoppelten mit dem angetretenen Beweis, was für ein Kerl man denn doch immer noch sei.
Weniger wäre mehr. Gilt jetzt nicht nur für Männer.
Dann zu meinem Katerli.
Er hatte es aber auch wahrlich nicht immer leicht über die Ostertage - mit mir und dem Osterfernsehprogramm. Viel zu viel an Mary Poppins, Grimm'sche Märchen, Bodyguard, zauberhaften Nannys und Keinohrhasen. Liebesschnulzen, Melodramen, menschlichen Abgründen und Happy-Ends.
Das Material, aus dem Sternenzauberträume gemacht werden.
Nicht aber dem Katerchen seine!
Ich habe dem eher weiblichen Osterprogramm dann den äusserst männlichen BEN-HUR entgegengesetzt. Man(N) erinnere sich an die fürchterlichen, blutrünstigen Szenen beim Wagenrennen in der römischen Arena, die Kerker-Szenen und überhaupt und sowieso. Ich meinerseits habe mich da dezent abgewandt.
Blöderweise war Katerli zu diesem Zeitpunkt gerade in der Küche mit dem Abendessen beschäftigt. Ergo wurde sein Hunger nach schweisstriefender Männlichkeit, verbunden mit heroischem Machtgehabe und verknüpft mit testosteronstrotzender Befehlserteilung nicht gestillt.
O-Ton Katerli: "Bei allem Respekt und in stiller Verzückung über die wirklich zu Herzen gehenden Schmusibusi-Filme (... Schmusibusi - hä ... ?) - aber irgendwann ist gut. Ich brauche mal wieder einen Bum-Bum-Film. Frag nicht wieso - ich kann es nicht erklären und Du wirst es nicht verstehen. Ist so, weil ist so.
Einen richtig sinnlosen Knaller bei dem man(N) nicht nachdenken muss, voller Special-Effekts, Action, Schlägereien, Zackwumm - mit einem Hauch Grusel und deziliterweise Blut".
Sagt es .... und zappt auf "STUART LITTLE", der wundersamen Geschichte über eine Maus, welche von einer Menschenfamilie adoptiert wird.
Zugegeben, der Film beinhaltet eine spektakuläre Szene, in welcher Stuart irrtümlicherweise mit der Dreckwäsche in die Waschmaschine gelangt und gerade noch eben im allerletzten Mäusemoment an den Schnauzhärchen rausgezogen werden kann. Oder aber auch - nicht zu vergessen - Stuart wird entführt! Von anderen Mäusen. Kriminellen Schergen-Mäusen! Und dann wird der Arme beinahe noch von einer Katze gefressen!
Also MEINEN Nerven hat das TOTAL zugesetzt.
Was Katerli betrifft: ich glaube, bei ihm ist noch nicht alles verloren.
Er ist längst nicht so abgebrüht, wie er meint.
Unter anderem deswegen liebe ich diesen Kerl ja auch dermassen.
Und das finde ich gut.
SEHR GUT!
Ostern hat es wieder mal ans Tageslichte gebracht, dass die Spezies "Mann" ein wenig anders tickt als wir holden Weiblichkeiten. Auch wenn ihr jetzt milde schmunzelnd abwinket und dieser Tatsache schon etliche Male mitten ins Auge des Orkans geschaut habt, so finde ich es doch immer wieder erzählenswert.
Erlaubt mir deshalb, meine persönlich-fraulichen Osterabenteuer mit der Testoteronfront der geschätzten Leserschaft zugänglich zu machen.
Ich erinnere mich noch gut - als ich damals Anfang Oktober 2009 mit der Blog-Schreiberei begann, fragte ich die Menschen um mich herum höflich, ob ich sie erwähnen dürfe, von ihnen schreiben dürfe. Das anfängliche Zögern war durchwegs männlicher Natur - immerhin kam letztendlich ausnahmslos ein OK, aber eher in Richtung "... wenn es denn sein muss ...". Und wenn wirklich, dann aber wirklich nur mit einem fiktiven Namen.
Das Blatt hat sich unterdessen gewendet. Oft werde ich nun - wieder fast ausnahmslos männlich - gefragt "sag mal, Sternenzauberin, wann schreibst Du eigentlich mal von mir...?" und " ... Du darfst schon meinen richtigen Namen verwenden, kein Problem!".
Gelacht habe ich mehr als herzlich, als mein Eigengewächs Max (... um eine "eigene" Geschichte hat er mich auch bereits gebeten, an der Nennung seines wirklichen Namens kaut er noch ... ) uns am Samstag sein Trainingsabenteuer erzählte.
Max ist unglaublich, wirklich. Nicht nur die Nahrungsmittel-Mengen, welche er vertilgt.
Eine der grossen Schweizer-Bikehoffnungen für kommende Erfolge - und das nicht unbegründet. Mittlerweilen fährt er bei den ganz Grossen mit, fuhr vor 5 Wochen in Spanien, vor 3 Wochen in Italien und Ende dieses Monats wird es England sein. Dazwischen die Rennen im Tessin, im Graubünden und und und. Jeden Tag Training bis zu 4 Stunden, all das neben einem 80% Job. Die Ernährung auf Höchstleistung ausgerichtet.
Bewundernswert, seine Disziplin, sein Engagement - und dies sage ich nicht mit Blick durch die "Mama-Brille".
Die 2 Jungs machten sich daran, den Senior zu überholen - dieser schaute nach hinten und bemerkte die Absicht. Er schien auch gesehen zu haben, dass die Beiden bekannte Team -Trikots trugen und ersichtlich war ihm auch, dass diese wohl nicht das erste Mal auf einem Bike sassen.
Besagte Tatsachen spornten derart an, dass er die Pedalerie wie wild zu malträtieren begann.
Wie Jungs mit 21 eben so sind, hängten sie sich mal locker ans Hinterrad des "Ich-will-auch"-Sportlers und warteten ab.
Anstatt dass der Oldie es irgendwann mal gut sein lassen würde, liess er sich ums Verrecken nicht überholen, trampelte mit hochrotem Gesicht und heraushängender Zunge derart übertrieben los, dass Max und Luc sich langsam Sorgen machten. Als der Opa dann laut hörbar zu stöhnen begann, prustende Dampf-Lok-Laute von sich gab und keineswegs zurückstecken wollte, wurde den Beiden Junioren das Spiel zu gefährlich, sie überholten extra-schnell, bloss damit der bejahrte Mann nicht noch den Gedanken fassen konnte, die Verfolgung aufzunehmen und sich wer weiss was zumutet, das weit über seine physischen Grenzen ginge.
Soviel zum männlichen Rivalitätsverhalten, gekoppelten mit dem angetretenen Beweis, was für ein Kerl man denn doch immer noch sei.
Weniger wäre mehr. Gilt jetzt nicht nur für Männer.
Dann zu meinem Katerli.
Er hatte es aber auch wahrlich nicht immer leicht über die Ostertage - mit mir und dem Osterfernsehprogramm. Viel zu viel an Mary Poppins, Grimm'sche Märchen, Bodyguard, zauberhaften Nannys und Keinohrhasen. Liebesschnulzen, Melodramen, menschlichen Abgründen und Happy-Ends.
Das Material, aus dem Sternenzauberträume gemacht werden.
Nicht aber dem Katerchen seine!
Ich habe dem eher weiblichen Osterprogramm dann den äusserst männlichen BEN-HUR entgegengesetzt. Man(N) erinnere sich an die fürchterlichen, blutrünstigen Szenen beim Wagenrennen in der römischen Arena, die Kerker-Szenen und überhaupt und sowieso. Ich meinerseits habe mich da dezent abgewandt.
Blöderweise war Katerli zu diesem Zeitpunkt gerade in der Küche mit dem Abendessen beschäftigt. Ergo wurde sein Hunger nach schweisstriefender Männlichkeit, verbunden mit heroischem Machtgehabe und verknüpft mit testosteronstrotzender Befehlserteilung nicht gestillt.
O-Ton Katerli: "Bei allem Respekt und in stiller Verzückung über die wirklich zu Herzen gehenden Schmusibusi-Filme (... Schmusibusi - hä ... ?) - aber irgendwann ist gut. Ich brauche mal wieder einen Bum-Bum-Film. Frag nicht wieso - ich kann es nicht erklären und Du wirst es nicht verstehen. Ist so, weil ist so.
Einen richtig sinnlosen Knaller bei dem man(N) nicht nachdenken muss, voller Special-Effekts, Action, Schlägereien, Zackwumm - mit einem Hauch Grusel und deziliterweise Blut".
Sagt es .... und zappt auf "STUART LITTLE", der wundersamen Geschichte über eine Maus, welche von einer Menschenfamilie adoptiert wird.
Also MEINEN Nerven hat das TOTAL zugesetzt.
Was Katerli betrifft: ich glaube, bei ihm ist noch nicht alles verloren.
Er ist längst nicht so abgebrüht, wie er meint.
Unter anderem deswegen liebe ich diesen Kerl ja auch dermassen.
Und das finde ich gut.
SEHR GUT!
Montag, 5. April 2010
MEIN NAME IST HASE. OSTERHASE!
"Gotti?? Was machst Du da?"
Diese Frage stellte mir mein Patenkind Sabrina vor ca. 1ner Stunde.
Genau in dem Moment, als ich ihr Ostergeschenk verstecken wollte.
Aber damit mir die LeserInnen folgen können - jetzt erst mal von Anfang an.
Angefangen hat es ja schon damit, dass ich das Ostergeschenk eigentlich schon am Donnerstag meinem Chef mitbringen wollte, in der Absicht, dass er es seinem Mädchen - meinem Patenkinde - in Sternenzauber-Namen verstecken möge. In der Eile blieb natürlich das Geschenkpäckli auf dem Küchentisch liegen.
Werde ich jetzt alt und vergesslich? Ich befürchte es!
Ist ja nicht so schlimm - haben wir dann gemeinsam befunden. Irgendwann, während der Ostertage, könnten mein Schätzu und ich das Präsent ja verstecken - die Familie ist nämlich über diese Zeit in den Osterferien und ich habe freie Bahn. Kann meine Osterhasenqualitäten also vollumfänglich ausleben und freudig hoppelnd die Überraschung für Sabrina in den Kaninchenstall hinter dem Hause legen. So war es abgemacht.
Diesen Freiraum galt es also spätestens heute zu nutzen.
So machten wir uns denn am Mittag auf den Weg. Kaum von der Autobahn runter, lag da im Grün des Seitenstreifens dieser arme, totgefahrende, grosse, wunderschöne Feldhase. Mein Gefühl sagte mir in dem Moment, dass dies ein schlechtes Omen für die Mission "Sternenzauber goes Osterhase" sein könnte.
Und mein Gefühl behält meist Recht!
Ich war übrigens ein sehr bunter Osterhase - violette Pumps, Jeans, rosa Pulli und violette Jacke. So à la Lila-Schmunzelhase.
Rückblickend gesehen, hätte ich mich besser in dezentes Osterhasenbraun gekleidet. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Andererseits ... wäre der Feldhase in rosa-violette über die Strasse gehoppelt - wer weiss, ob er trotzdem totgekarrt worden wäre.
Nun gut - die kurvige Fahrt zu Sabrina beschert mir stets aufs Neue nebst Vorfreude auch dieses blöde Kotzübel-Gefühl. Ich bin defektiv nicht gemacht für Fahrten über Land in höher gelegene Dörfer! Dann lieber 7 Runden Achterbahnfahren! Ich war auf jeden Fall froh, das Haus dann endlich in Sichtweite zu bekommen. Ein beruhigendes Gefühl für meine sensiblen Magennerven.
Doch - oh Schreck?! Da stand ja schon der grosse Familien-Camper vor der Türe!! Herrjee!! Die sind schon zurück?
Nein-aber-auch-so-ein-Pech-was-mach-ich-jetzt?!
Mein Mann (und mit Absicht benutze ich hier das Wort Schatz, Katerli oder dergleichen Schmeichelndes nicht) sah sich alleinig als Chauffeur - und ich armer Osterhase sollte die ganz Drecksarbeit machen. Bingo! Wo bleiben die Gentlemans aus meiner Jugendzeit? Wo sind die Männer, die Ihre teure Hugo Boss Jacke auf die Pfütze zu meinen Füssen werfen, damit ich trockenen Fusses darüber hinweg stolzieren kann? Wo sind sie, die James Bonds oder Clark Gables des 21 Jahrhunderts??!!
Zu seiner Ehrenrettung sollte ich erwähnen, dass er humpelt. Hat er sich doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag im BETT, während des SCHLAFES, den Fuss verknackst. Möge sich darunter jede/r LeserIn vorstellen, was er/sie wolle. Der Phantasie will ich hier nicht vorgreifen.
Die Tatsache bleibt, dass es keine humpelnden Osterhasen gibt - und ich farbenfrohes XL- Ei alleine unter dem grossen Frontfenster des Hauses zum Stall nach hinten durch robben möge. Damit mich weder Sabrina noch ihre kleine Schwester bemerkt.
Tatsache ist auch, dass ein violetter Osterhase mit Über-Fellgrösse 46 / 48 gewisses Aufsehen erregt. Sogar auf dem Lande. Besser gesagt - erst Recht auf dem Lande! Die Bauenfamilie von vis-à-vis beäugte mein Tun nicht ohne eine gewisse Skepsis. Die Kinder schickten sie auf jeden Fall schon mal ins Haus.
Man weiss ja nie.
Während also Katerli (ach ja, schliesslich hat er einen kaputten Fuss) Schmiere stand, sich aufmerksam am Steuerrad festklammerte und versprochen hatte, dass er sofort seinen berühmten Warnpfiff von sich geben möge, sobald sich auch nur das Auge einer der vielen anwesenden Kühe in meine Richtung verschieben sollte ... klapperte ich auf meinen Pumps möglichst dezent Richtung Haus. Ich schlich wie ein Schatten der Hauswand entlang und konnte im letzten Moment verhindern, dass meine grosse Tasche selbständig die Klingel betätigte.
Hätte ich bloss den mausgrauen Pulli angezogen - oder wenigstens die Roger-Staub-Mütze dabei gehabt. Und Turnschuhe. Ich werde künftig bei solchen Taten nur noch Turnschuhe anziehen, mit dieser weichen, lautlosen Indianersohle. Meine Pumps klapperten fröhlich über den Asphalt vor dem Hause und ich war gerade daran das Tor zum Garten hin zu öffnen, als Sabrina und ihr Schwesterchen mit grossen Augen in der Türe standen und meine Aktivitäten mit fragendem Gesichtsausdruck verfolgten.
Ich schaute hilfesuchend Richtung Kater-Auto ... der aber gerade frohgemut seine Tüte mit Gummibärchen öffnete, welche er bestimmt soeben vorhin aus dem Handschuhfach geklaubt hatte! Anstatt Schmiere zu sitzen und Warnpfiffe abzugeben!
HIMMELHERRGOTTNOCHMAL!
"Gotti, was machst Du da?" - fragte sie mich sichtlich irritiert. "Oooooch - ich bin gerade auf dem Wege zu meiner Mutter. Da habe ich gedacht, ich schaue mal ganz spontan hier vorbei. Und wünsche frohe Ostern".
Na ja, Sabrinas Eltern retteten dann die Situation so gut es eben ging und auch Katerli schälte sich aus dem Auto - total freudig überrascht, Eltern und Kinder zu sehen. Bezeugend, was für ein unglaublicher Zufall uns da gerade völlig überraschend am Gartentor zusammengeführt habe.
Zufälle gibt es aber auch!
Wir Erwachsenen überspielten das Ganze so ungut und unspontan, wie Erwachsene dies eben zu tun pflegen.
Sabrina wird sich ihren dabei Teil gedacht haben. Aber mir letztendlich grossherzig verzeihen.
Und wenn der Osterhase kurz nach unserem Weggehen - ohooo, welch Wunder! - ein Geschenkelein in den Kaninchenstall gelegt hat, dann wird sie zu Gunsten dem Seelenheil der Eltern, dem rosa-violetten Gotti nebst Gatten dieses Versteckspiel überzeugend mitspielen.
Und uns Grosse im Glauben lassen, dass wir dies nochmals gut hingekriegt haben, dem Osterhasen seine Daseinsberechtigung erhalten haben.
Als Osterhase bin ich durchgefallen. Voll geloost.
Ich bleibe besser Blog-Schreiberin ...
FRÖHLICHEN OSTERMONTAG, IHR LIEBEN!
Diese Frage stellte mir mein Patenkind Sabrina vor ca. 1ner Stunde.
Genau in dem Moment, als ich ihr Ostergeschenk verstecken wollte.
Aber damit mir die LeserInnen folgen können - jetzt erst mal von Anfang an.
Angefangen hat es ja schon damit, dass ich das Ostergeschenk eigentlich schon am Donnerstag meinem Chef mitbringen wollte, in der Absicht, dass er es seinem Mädchen - meinem Patenkinde - in Sternenzauber-Namen verstecken möge. In der Eile blieb natürlich das Geschenkpäckli auf dem Küchentisch liegen.
Werde ich jetzt alt und vergesslich? Ich befürchte es!
Ist ja nicht so schlimm - haben wir dann gemeinsam befunden. Irgendwann, während der Ostertage, könnten mein Schätzu und ich das Präsent ja verstecken - die Familie ist nämlich über diese Zeit in den Osterferien und ich habe freie Bahn. Kann meine Osterhasenqualitäten also vollumfänglich ausleben und freudig hoppelnd die Überraschung für Sabrina in den Kaninchenstall hinter dem Hause legen. So war es abgemacht.
Diesen Freiraum galt es also spätestens heute zu nutzen.
So machten wir uns denn am Mittag auf den Weg. Kaum von der Autobahn runter, lag da im Grün des Seitenstreifens dieser arme, totgefahrende, grosse, wunderschöne Feldhase. Mein Gefühl sagte mir in dem Moment, dass dies ein schlechtes Omen für die Mission "Sternenzauber goes Osterhase" sein könnte.
Und mein Gefühl behält meist Recht!
Ich war übrigens ein sehr bunter Osterhase - violette Pumps, Jeans, rosa Pulli und violette Jacke. So à la Lila-Schmunzelhase.
Rückblickend gesehen, hätte ich mich besser in dezentes Osterhasenbraun gekleidet. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Andererseits ... wäre der Feldhase in rosa-violette über die Strasse gehoppelt - wer weiss, ob er trotzdem totgekarrt worden wäre.
Nun gut - die kurvige Fahrt zu Sabrina beschert mir stets aufs Neue nebst Vorfreude auch dieses blöde Kotzübel-Gefühl. Ich bin defektiv nicht gemacht für Fahrten über Land in höher gelegene Dörfer! Dann lieber 7 Runden Achterbahnfahren! Ich war auf jeden Fall froh, das Haus dann endlich in Sichtweite zu bekommen. Ein beruhigendes Gefühl für meine sensiblen Magennerven.
Doch - oh Schreck?! Da stand ja schon der grosse Familien-Camper vor der Türe!! Herrjee!! Die sind schon zurück?
Nein-aber-auch-so-ein-Pech-was-mach-ich-jetzt?!
Mein Mann (und mit Absicht benutze ich hier das Wort Schatz, Katerli oder dergleichen Schmeichelndes nicht) sah sich alleinig als Chauffeur - und ich armer Osterhase sollte die ganz Drecksarbeit machen. Bingo! Wo bleiben die Gentlemans aus meiner Jugendzeit? Wo sind die Männer, die Ihre teure Hugo Boss Jacke auf die Pfütze zu meinen Füssen werfen, damit ich trockenen Fusses darüber hinweg stolzieren kann? Wo sind sie, die James Bonds oder Clark Gables des 21 Jahrhunderts??!!
Zu seiner Ehrenrettung sollte ich erwähnen, dass er humpelt. Hat er sich doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag im BETT, während des SCHLAFES, den Fuss verknackst. Möge sich darunter jede/r LeserIn vorstellen, was er/sie wolle. Der Phantasie will ich hier nicht vorgreifen.
Die Tatsache bleibt, dass es keine humpelnden Osterhasen gibt - und ich farbenfrohes XL- Ei alleine unter dem grossen Frontfenster des Hauses zum Stall nach hinten durch robben möge. Damit mich weder Sabrina noch ihre kleine Schwester bemerkt.
Tatsache ist auch, dass ein violetter Osterhase mit Über-Fellgrösse 46 / 48 gewisses Aufsehen erregt. Sogar auf dem Lande. Besser gesagt - erst Recht auf dem Lande! Die Bauenfamilie von vis-à-vis beäugte mein Tun nicht ohne eine gewisse Skepsis. Die Kinder schickten sie auf jeden Fall schon mal ins Haus.
Man weiss ja nie.
Während also Katerli (ach ja, schliesslich hat er einen kaputten Fuss) Schmiere stand, sich aufmerksam am Steuerrad festklammerte und versprochen hatte, dass er sofort seinen berühmten Warnpfiff von sich geben möge, sobald sich auch nur das Auge einer der vielen anwesenden Kühe in meine Richtung verschieben sollte ... klapperte ich auf meinen Pumps möglichst dezent Richtung Haus. Ich schlich wie ein Schatten der Hauswand entlang und konnte im letzten Moment verhindern, dass meine grosse Tasche selbständig die Klingel betätigte.
Hätte ich bloss den mausgrauen Pulli angezogen - oder wenigstens die Roger-Staub-Mütze dabei gehabt. Und Turnschuhe. Ich werde künftig bei solchen Taten nur noch Turnschuhe anziehen, mit dieser weichen, lautlosen Indianersohle. Meine Pumps klapperten fröhlich über den Asphalt vor dem Hause und ich war gerade daran das Tor zum Garten hin zu öffnen, als Sabrina und ihr Schwesterchen mit grossen Augen in der Türe standen und meine Aktivitäten mit fragendem Gesichtsausdruck verfolgten.
Ich schaute hilfesuchend Richtung Kater-Auto ... der aber gerade frohgemut seine Tüte mit Gummibärchen öffnete, welche er bestimmt soeben vorhin aus dem Handschuhfach geklaubt hatte! Anstatt Schmiere zu sitzen und Warnpfiffe abzugeben!
HIMMELHERRGOTTNOCHMAL!
"Gotti, was machst Du da?" - fragte sie mich sichtlich irritiert. "Oooooch - ich bin gerade auf dem Wege zu meiner Mutter. Da habe ich gedacht, ich schaue mal ganz spontan hier vorbei. Und wünsche frohe Ostern".
Na ja, Sabrinas Eltern retteten dann die Situation so gut es eben ging und auch Katerli schälte sich aus dem Auto - total freudig überrascht, Eltern und Kinder zu sehen. Bezeugend, was für ein unglaublicher Zufall uns da gerade völlig überraschend am Gartentor zusammengeführt habe.
Zufälle gibt es aber auch!
Wir Erwachsenen überspielten das Ganze so ungut und unspontan, wie Erwachsene dies eben zu tun pflegen.
Sabrina wird sich ihren dabei Teil gedacht haben. Aber mir letztendlich grossherzig verzeihen.
Und wenn der Osterhase kurz nach unserem Weggehen - ohooo, welch Wunder! - ein Geschenkelein in den Kaninchenstall gelegt hat, dann wird sie zu Gunsten dem Seelenheil der Eltern, dem rosa-violetten Gotti nebst Gatten dieses Versteckspiel überzeugend mitspielen.
Und uns Grosse im Glauben lassen, dass wir dies nochmals gut hingekriegt haben, dem Osterhasen seine Daseinsberechtigung erhalten haben.
Als Osterhase bin ich durchgefallen. Voll geloost.
Ich bleibe besser Blog-Schreiberin ...
FRÖHLICHEN OSTERMONTAG, IHR LIEBEN!
Sonntag, 4. April 2010
DIE LIPPENSTIFT - ATTACKE ODER " ...WEISST DU NOCH... "
Mit "... weisst Du noch ..." beginnen fröhliche, schöne, lange Abende. Mit " ... weisst Du noch ..." gräbt man freudig in lieben Erinnerungen und Andenken.
"Weisst Du noch ..." ist immer der Anfang von etwas Gutem.
Ich bin mittlerweilen in dem Alter, wo bereits meine Kinder die selten gewordenen Familienabende mit "...weisst Du noch... " einläuten. Spannend, an was sich meine Jungbrut so alles erinnert.
Während sich die vollen Teller schier schneller leerten als ich nachschöpfen konnte, fiel genau dieser Satz. Sohn Moritz führte uns in sein 2tes Lebensjahr zurück - Mäxchen hatte damals eben gerade das Licht der Welt erblickt.
"Weisst Du noch, Mam - Dein teurer Lippenstift"? Noch gestern wurden meine Augen leicht feucht und ich konnte einen Seufzer eben gerade noch rechtzeitig runterschlucken, als ich an diese Geschichte erinnert wurde.
Das war aber auch .... Kind! Nein wirklich! Wie konntest Du damals nur!?
Wir waren eine junge Familie, die kleine Kerle unser ganzer Stolz. Gerne habe ich damals meinen Beruf für die Familie aufgegeben, habe zurückgesteckt und statt mir was zu kaufen, viel lieber Moritz einen neuen Lieblingsbären geschenkt und Mäxchen die tolle Rassel.
Jajaja ... Mütter!
Doch irgendwann sah ich diesen wundervollen, sündhaft teuren Lippenlift in genau diesem speziellen Korallenrot, das ich schon immer wollte. Ich musste dieses, meine persönlichen Finanzen auf den Kopf stellende, exklusive Stück haben! Alleine die edle, goldene, gerillte Hülle! Mein Gesicht drückte sich ans Schaufenster dieser Parfumerie, welche eigentlich nicht in meiner Preiskategorie lag.
Und ich wahrscheinlich auch nicht in deren Zielpublikum, welches von den Damen mit Pelz und Edelmarken-Kostümen frequentiert wurde. In teure Düfte eingehüllt und den Chihuahua im Kroko-Lederbeutel tragend.
Ich trug Turnschuhe, Jeans, Shirt und führte an der einen Hand einen quirligen 23-monats-Wonneproppen und mit der anderen schob ich den Stadt-Buggy mit dem 2-monats-Max.
Doch angesichts dieses Lippenstiftes verblasste das Drumherum - und mein Wunsch wurde übermässig, ich betrat den Laden und fragte, ob ich DEN mal ausprobieren dürfe. Die Verkäuferin im seidenen Chanel war dermassen überrumpelt, dass sie es wirklich zuliess.
Ohhh! Die crèmige Konsistenz, dieser Perlmutt-Schimmer (war damals schon hochmodern - heute heisst das Gleiche "Diamond gloss" oder ähnlich, die Wirkung ist wie gehabt), wunderbar, einfach wunderbar!
Sobald ich dieses farbige Elixier mir ins Gesicht, auf die Lippen gezaubert hatte - war ich viel mehr als Mutter. Ich war wieder Frau - nein Vamp - die pure Versuchung!
Lippenstift! Nur Lippenstift? Beileibe nein! Welch erhabenes, seltenes, rot-begehrliches Fühlen einer Vollblutmama zwischen Stinkewindeln und dreckigen Lätzchen.
Dieses Burnergefühl ist vielleicht im Umstand zu finden, dass ich gerade in der Abstillphase war - mit diesen sexy Wattepads im Still-BH - die keinerlei Wirkung haben, wenn Kind jämmerlich nach Flüssignahrung schreit und einem die Muttermilch das Shirt so richtig dekorativ vollfleckt ...!
So habe ich denn den Betrag von ca. 3 Packungen Pampers, 1ner Monatspackung Folgemilch und 3 Schnuller mit Aufdruck "MAMAS LIEBLING" gegen den Luxus eines Edel-Lippenstiftes eingetauscht.
Das schlechte Gewissen von damals - heute lächle ich darüber ... ich hätte es mit öfter gönnen sollen!
Die Schritte nach Hause ging ich wie auf Wolken. Freudig dem Abend entgegenblickend.
Und was passierte mit meinem Versuch des fraulich-begehrlichen Lockrufes nach Chakka-Chakka? Ich finde Moritz auf dem Klodeckel stehend, über und über mit MEINEM wunderbarst rotem Lippenstift einbalsamiert, mit dem restlichen Stumpen Edelrot im Immer-noch-Betrage von mindestens Fr. 50.-- die unebenen Fliesen des Badezimmers dekorierend. Fröhlich quietschend und ganz stolz ob seinem Kunstwerke.
Für zugegebenermassen geschätzte 0,8 Sekunden hätte ich den kleinen Lausejungen damals ohne Nachzudenken verschenkt. Für Selbstabholer sogar noch die Anreisekosten übernommen! Aber wie erwähnt - nur für 0.8 Sekunden.
Dann kurz durchatmen - und lachen.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Noch heute muss ich sagen, dass die Qualität des Lippenstiftes hervorragend gewesen sein muss. Es dauerte Stunden, die Farbe aus den beigen Fliesen und aus den weissen Fugen zu putzen. Da musste letztendlich Javelwasser ran - ein ätzendes Bleichmittel mit sehr ... ähhhm ... eigenwilligem Duft.
Das Kinde seinerseits musste ich erst einweichen, vierfach einseifen und dann schrubben mit Hand, Waschlappen, Massagelappen, Babybürste. Der arme Kerl war letztendlich fast so rot wie vor der Lippenstift-Attacke!
Gestern Abend wurde herzhaft darüber gelacht.
Wir haben uns verziehen.
GEGENSEITIG.
"Weisst Du noch ..." ist immer der Anfang von etwas Gutem.
Ich bin mittlerweilen in dem Alter, wo bereits meine Kinder die selten gewordenen Familienabende mit "...weisst Du noch... " einläuten. Spannend, an was sich meine Jungbrut so alles erinnert.
Während sich die vollen Teller schier schneller leerten als ich nachschöpfen konnte, fiel genau dieser Satz. Sohn Moritz führte uns in sein 2tes Lebensjahr zurück - Mäxchen hatte damals eben gerade das Licht der Welt erblickt.
"Weisst Du noch, Mam - Dein teurer Lippenstift"? Noch gestern wurden meine Augen leicht feucht und ich konnte einen Seufzer eben gerade noch rechtzeitig runterschlucken, als ich an diese Geschichte erinnert wurde.
Das war aber auch .... Kind! Nein wirklich! Wie konntest Du damals nur!?
Wir waren eine junge Familie, die kleine Kerle unser ganzer Stolz. Gerne habe ich damals meinen Beruf für die Familie aufgegeben, habe zurückgesteckt und statt mir was zu kaufen, viel lieber Moritz einen neuen Lieblingsbären geschenkt und Mäxchen die tolle Rassel.
Jajaja ... Mütter!
Doch irgendwann sah ich diesen wundervollen, sündhaft teuren Lippenlift in genau diesem speziellen Korallenrot, das ich schon immer wollte. Ich musste dieses, meine persönlichen Finanzen auf den Kopf stellende, exklusive Stück haben! Alleine die edle, goldene, gerillte Hülle! Mein Gesicht drückte sich ans Schaufenster dieser Parfumerie, welche eigentlich nicht in meiner Preiskategorie lag.
Und ich wahrscheinlich auch nicht in deren Zielpublikum, welches von den Damen mit Pelz und Edelmarken-Kostümen frequentiert wurde. In teure Düfte eingehüllt und den Chihuahua im Kroko-Lederbeutel tragend.
Ich trug Turnschuhe, Jeans, Shirt und führte an der einen Hand einen quirligen 23-monats-Wonneproppen und mit der anderen schob ich den Stadt-Buggy mit dem 2-monats-Max.
Doch angesichts dieses Lippenstiftes verblasste das Drumherum - und mein Wunsch wurde übermässig, ich betrat den Laden und fragte, ob ich DEN mal ausprobieren dürfe. Die Verkäuferin im seidenen Chanel war dermassen überrumpelt, dass sie es wirklich zuliess.
Ohhh! Die crèmige Konsistenz, dieser Perlmutt-Schimmer (war damals schon hochmodern - heute heisst das Gleiche "Diamond gloss" oder ähnlich, die Wirkung ist wie gehabt), wunderbar, einfach wunderbar!
Sobald ich dieses farbige Elixier mir ins Gesicht, auf die Lippen gezaubert hatte - war ich viel mehr als Mutter. Ich war wieder Frau - nein Vamp - die pure Versuchung!
Lippenstift! Nur Lippenstift? Beileibe nein! Welch erhabenes, seltenes, rot-begehrliches Fühlen einer Vollblutmama zwischen Stinkewindeln und dreckigen Lätzchen.
Dieses Burnergefühl ist vielleicht im Umstand zu finden, dass ich gerade in der Abstillphase war - mit diesen sexy Wattepads im Still-BH - die keinerlei Wirkung haben, wenn Kind jämmerlich nach Flüssignahrung schreit und einem die Muttermilch das Shirt so richtig dekorativ vollfleckt ...!
So habe ich denn den Betrag von ca. 3 Packungen Pampers, 1ner Monatspackung Folgemilch und 3 Schnuller mit Aufdruck "MAMAS LIEBLING" gegen den Luxus eines Edel-Lippenstiftes eingetauscht.
Das schlechte Gewissen von damals - heute lächle ich darüber ... ich hätte es mit öfter gönnen sollen!
Die Schritte nach Hause ging ich wie auf Wolken. Freudig dem Abend entgegenblickend.
Und was passierte mit meinem Versuch des fraulich-begehrlichen Lockrufes nach Chakka-Chakka? Ich finde Moritz auf dem Klodeckel stehend, über und über mit MEINEM wunderbarst rotem Lippenstift einbalsamiert, mit dem restlichen Stumpen Edelrot im Immer-noch-Betrage von mindestens Fr. 50.-- die unebenen Fliesen des Badezimmers dekorierend. Fröhlich quietschend und ganz stolz ob seinem Kunstwerke.
Für zugegebenermassen geschätzte 0,8 Sekunden hätte ich den kleinen Lausejungen damals ohne Nachzudenken verschenkt. Für Selbstabholer sogar noch die Anreisekosten übernommen! Aber wie erwähnt - nur für 0.8 Sekunden.
Dann kurz durchatmen - und lachen.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Noch heute muss ich sagen, dass die Qualität des Lippenstiftes hervorragend gewesen sein muss. Es dauerte Stunden, die Farbe aus den beigen Fliesen und aus den weissen Fugen zu putzen. Da musste letztendlich Javelwasser ran - ein ätzendes Bleichmittel mit sehr ... ähhhm ... eigenwilligem Duft.
Das Kinde seinerseits musste ich erst einweichen, vierfach einseifen und dann schrubben mit Hand, Waschlappen, Massagelappen, Babybürste. Der arme Kerl war letztendlich fast so rot wie vor der Lippenstift-Attacke!
Gestern Abend wurde herzhaft darüber gelacht.
Wir haben uns verziehen.
GEGENSEITIG.
Samstag, 3. April 2010
ICH HABE ES SCHON WIEDER GETAN!
Jedes Jahr vor Ostern (wahlweise Pfingsten, Weihnachten und all die anderen angesagten Feiertage) schwöre ich mir, dass ich mich dieses Mal viel besser organisiere. Den COOP Lieferdienst beanspruche, weit vor besagten Tagen die Küchenregale knallvoll bestücke, die Tiefkühltruhe bis zum Anschlag fülle, Aufbackbrötchen parat und das Getränkegestell gut gefüllt habe.
Ich bin nämlich keine dieser Kamikaze-Hausfrauen, die es wagen am ... nennen wir den heutigen Tage beim Namen ... Ostersamstag die Pforten grösserer Einkaufszentren zu durchschreiten. Bin ich denn des Wahnsinns? Ich weise es weit von mir. Diesen Stress kann man sich nämlich wirklich sparen!
Meine Prinzipien sind mir lieb und teuer, ich verteidige sie, ich pflege sie. Und überhaupt und sowieso - es ist hier noch keiner verhungert! Dieses ganze Buhei um den Einkauf vor Feiertagen ... PFFFF! Ohne mich.
Meinen Grundsätzen blieb ich heute genau bis um 09.27h Zentraleuropäischer Zeit treu. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass sie schon gestern Abend leise wankte - also nicht die Zeit, die Sache mit den Grundsätzen.
Nämlich als Sohn Nr. 2 uns mitteilte, dass seine Freundin die Ostertage bei Sternenzaubers verbringen werde. "Du weisst, sie mag keinen Fisch – und keinen warmen Käse".
Ich überschlug grob unsere Nahrungsmittelvorräte mit den angemeldeten Ansprüchen - und kam zum Schluss, dass ich es nicht mehr ausschliessen konnte, dem grossen Laden mit den 3 M doch noch einen Blitzbesuch abzustatten. Vielleicht.
Ich konnte es ja mal in Erwägung ziehen.
Können?
Müssen!!
Den Besuch im orangen Laden wirklich durchzuziehen, zwang mich dann der Anruf von Sohn Nr. 1 um 09.27h. "Hoi Maaam - Duuuuu ... ich hätte solche Lust auf Kartoffelsalat mit Pouletschnitzel vom Grill. Und zum Nachtisch Deinen berühmten Apfelkuchen. Biiiiitttttteeeeeee! Ich hätte heute richtig viel Zeit."
In Gedanken schob ich Fisch und Gemüse bereits weiter nach hinten ins Tiefkühlregal, den Reis zurück in den Küchenschrank.
Halbherzig probierte ich noch, beide Söhne von den exorbitanten Vorzügen einer Saftkur, eines Fastenwochenendes oder eines gesunden Rohkostabends zu überzeugen.
Erfolglos.
Was tut eine treusorgende Mutter, die ihre Schar um den Tisch glücklich sehen will? Sie wirft alle Samstagspläne über den Haufen (was will ich auch im Städtchen - diese tolle Handtasche haben sie sicher in einem Monat auch noch ... und Kaffee trinken kann ich zu Hause auch, was will ich da in diesem wunderbaren Café an der Aare mit dem Ausblick auf das Schloss ....?), pilgert wie ein Schaf mit der grossen Herde Richtung Nahrungsmittelbunker.
Heute hatte ich leider nicht mal die Möglichkeit, diese wichtige Aufgabe meinem Schätzi-Katerli weiter zu delegieren. Der ist nämlich weit weg in deutschen Landen an einem Kegelmatch und wird erst wieder am Abend in den heimischen Gefilden eintreffen. Zeitgleich zusammen mit Sohn 1, 2 und Fastschwiegertochter.
So hatte ich mir denn auch seufzend eine Einkaufsliste gemacht. Auf einem A4-Blatt. Die Söhne sind 21 und 23 Jahre alt, in vollem Saft und Kraft - darauf achtend, dass es auch so bleibt. Insbesondere an Mamas Futterkrippe. Bei so einer Gelegenheit gilt es sogar vorzusorgen - für die Eventualität schlechteter Zeiten.
Diese Tatsache gilt es meinerseits zu berücksichtigen. Meine Ableger wissen ganz genau, welchen Tonfall sie anschlagen müssen, um in mein Mutterherz zum Abschmelzen zu bringen: "Du machst den weltbesten Kartoffelsalat - und Dein Apfelkuchen ist eine Offenbarung. Nie nie und nirgendwo gibt es sonst was soooo Feines. Du bist die Beste!".
Ok. 2:0 für den Nachwuchs.
Welch Mutter hätte da noch irgend eine Möglichkeit der Selbstverteidigung?
Mein ICH lag gekettet in den Fesseln der Komplimente, liebevollst festgeknotet in den Erinnerungen an kleine Jungs ... die ihre Mam abwechslungsweise in den Himmel heben und den Höllenhunden zum Frasse vorwerfen. Je nach Menüplan, Aufgaben-Einteilung und Taschengeld.
Ich wette, jede Mutter wird mir in diesem Augenblick in stiller Verbundenheit die Hand drücken.
Die Lebensmittelbeschaffung war übrigens ein Akt der Selbstzerstörung. Grausam, welch menschliche Abgründe sich da auftun, wenn es um die Verteidigung des letzten Butterzopfes geht. Und irgendwie ... ich wollte doch nur Zutaten für das Menü heute Abend. Eingekauft habe ich für über Fr. 200.--! Weil wir ja vielleicht noch dieses oder jenes brauchen könnten. Süss-saure Gürkchen fürs Katerli, die geliebten Reiswaffeln mit Schokolade für Max. Apfelschorle für seine Freundin. Den schwarzen Schokohasen für meinen Kegel-Hasen. Den neuen Citro-Dufteinhänger XXL für das gepflegte Klo. Farbige Microfasertücher im Angebot - so schön in orange und violette, ich musste sie haben. Diesen neuen Abflussreiniger, wer weiss wann man den brauchen kann! Das herzige gelb gefärbte Tonküken mit den weissen Tupfen macht sich enorm gut auf dem Küchentisch. Und die farbigen Eier, ein MUSS!
Ihr hättet mich auf meinem Roller Giovanni nach Hause fahren sehen sollen. 2 knallvolle Rieseneinkaufstaschen vor mir aufgetürmt - ich lugte noch knapp darüber. Immer wenn ich links abbog, hupte es, weil die eine Tasche so proppenvoll war, dass sie autonom auf den Hup-Knopf drückte.
So war zumindest gewährleistet, dass auch JEDE/R meinen Auftritt mitbekommt.
Sehe jetzt schon kritisch den entsprechenden Kommentaren auf meiner Facebookseite entgegen ...
Ich möchte hier und jetzt meinen Schwur erneuern:
Nie nie mehr gehe ich vor einem Festtag einkaufen!
WARUM LACHEN JETZT ALLE?
Ich bin nämlich keine dieser Kamikaze-Hausfrauen, die es wagen am ... nennen wir den heutigen Tage beim Namen ... Ostersamstag die Pforten grösserer Einkaufszentren zu durchschreiten. Bin ich denn des Wahnsinns? Ich weise es weit von mir. Diesen Stress kann man sich nämlich wirklich sparen!
Meine Prinzipien sind mir lieb und teuer, ich verteidige sie, ich pflege sie. Und überhaupt und sowieso - es ist hier noch keiner verhungert! Dieses ganze Buhei um den Einkauf vor Feiertagen ... PFFFF! Ohne mich.
Meinen Grundsätzen blieb ich heute genau bis um 09.27h Zentraleuropäischer Zeit treu. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass sie schon gestern Abend leise wankte - also nicht die Zeit, die Sache mit den Grundsätzen.
Nämlich als Sohn Nr. 2 uns mitteilte, dass seine Freundin die Ostertage bei Sternenzaubers verbringen werde. "Du weisst, sie mag keinen Fisch – und keinen warmen Käse".
Ich überschlug grob unsere Nahrungsmittelvorräte mit den angemeldeten Ansprüchen - und kam zum Schluss, dass ich es nicht mehr ausschliessen konnte, dem grossen Laden mit den 3 M doch noch einen Blitzbesuch abzustatten. Vielleicht.
Ich konnte es ja mal in Erwägung ziehen.
Können?
Müssen!!
Den Besuch im orangen Laden wirklich durchzuziehen, zwang mich dann der Anruf von Sohn Nr. 1 um 09.27h. "Hoi Maaam - Duuuuu ... ich hätte solche Lust auf Kartoffelsalat mit Pouletschnitzel vom Grill. Und zum Nachtisch Deinen berühmten Apfelkuchen. Biiiiitttttteeeeeee! Ich hätte heute richtig viel Zeit."
In Gedanken schob ich Fisch und Gemüse bereits weiter nach hinten ins Tiefkühlregal, den Reis zurück in den Küchenschrank.
Halbherzig probierte ich noch, beide Söhne von den exorbitanten Vorzügen einer Saftkur, eines Fastenwochenendes oder eines gesunden Rohkostabends zu überzeugen.
Erfolglos.
Was tut eine treusorgende Mutter, die ihre Schar um den Tisch glücklich sehen will? Sie wirft alle Samstagspläne über den Haufen (was will ich auch im Städtchen - diese tolle Handtasche haben sie sicher in einem Monat auch noch ... und Kaffee trinken kann ich zu Hause auch, was will ich da in diesem wunderbaren Café an der Aare mit dem Ausblick auf das Schloss ....?), pilgert wie ein Schaf mit der grossen Herde Richtung Nahrungsmittelbunker.
Heute hatte ich leider nicht mal die Möglichkeit, diese wichtige Aufgabe meinem Schätzi-Katerli weiter zu delegieren. Der ist nämlich weit weg in deutschen Landen an einem Kegelmatch und wird erst wieder am Abend in den heimischen Gefilden eintreffen. Zeitgleich zusammen mit Sohn 1, 2 und Fastschwiegertochter.
So hatte ich mir denn auch seufzend eine Einkaufsliste gemacht. Auf einem A4-Blatt. Die Söhne sind 21 und 23 Jahre alt, in vollem Saft und Kraft - darauf achtend, dass es auch so bleibt. Insbesondere an Mamas Futterkrippe. Bei so einer Gelegenheit gilt es sogar vorzusorgen - für die Eventualität schlechteter Zeiten.
Diese Tatsache gilt es meinerseits zu berücksichtigen. Meine Ableger wissen ganz genau, welchen Tonfall sie anschlagen müssen, um in mein Mutterherz zum Abschmelzen zu bringen: "Du machst den weltbesten Kartoffelsalat - und Dein Apfelkuchen ist eine Offenbarung. Nie nie und nirgendwo gibt es sonst was soooo Feines. Du bist die Beste!".
Ok. 2:0 für den Nachwuchs.
Welch Mutter hätte da noch irgend eine Möglichkeit der Selbstverteidigung?
Mein ICH lag gekettet in den Fesseln der Komplimente, liebevollst festgeknotet in den Erinnerungen an kleine Jungs ... die ihre Mam abwechslungsweise in den Himmel heben und den Höllenhunden zum Frasse vorwerfen. Je nach Menüplan, Aufgaben-Einteilung und Taschengeld.
Ich wette, jede Mutter wird mir in diesem Augenblick in stiller Verbundenheit die Hand drücken.
Die Lebensmittelbeschaffung war übrigens ein Akt der Selbstzerstörung. Grausam, welch menschliche Abgründe sich da auftun, wenn es um die Verteidigung des letzten Butterzopfes geht. Und irgendwie ... ich wollte doch nur Zutaten für das Menü heute Abend. Eingekauft habe ich für über Fr. 200.--! Weil wir ja vielleicht noch dieses oder jenes brauchen könnten. Süss-saure Gürkchen fürs Katerli, die geliebten Reiswaffeln mit Schokolade für Max. Apfelschorle für seine Freundin. Den schwarzen Schokohasen für meinen Kegel-Hasen. Den neuen Citro-Dufteinhänger XXL für das gepflegte Klo. Farbige Microfasertücher im Angebot - so schön in orange und violette, ich musste sie haben. Diesen neuen Abflussreiniger, wer weiss wann man den brauchen kann! Das herzige gelb gefärbte Tonküken mit den weissen Tupfen macht sich enorm gut auf dem Küchentisch. Und die farbigen Eier, ein MUSS!
Ihr hättet mich auf meinem Roller Giovanni nach Hause fahren sehen sollen. 2 knallvolle Rieseneinkaufstaschen vor mir aufgetürmt - ich lugte noch knapp darüber. Immer wenn ich links abbog, hupte es, weil die eine Tasche so proppenvoll war, dass sie autonom auf den Hup-Knopf drückte.
So war zumindest gewährleistet, dass auch JEDE/R meinen Auftritt mitbekommt.
Sehe jetzt schon kritisch den entsprechenden Kommentaren auf meiner Facebookseite entgegen ...
Ich möchte hier und jetzt meinen Schwur erneuern:
Nie nie mehr gehe ich vor einem Festtag einkaufen!
WARUM LACHEN JETZT ALLE?
Freitag, 2. April 2010
VIEL GLÜCK! UND WAS ES IST ...
"Glück ist flüchtig wie ein scheues Reh" - das hat ein kluger Mann mir vor nicht allzu langer Zeit mal gesagt.
Dieser Mann ist heute mein Mann. Was für ein Glück!
Ich möchte heute mit euch über Glück nachdenken, vom Glück reden, will mit euch auf die Suche nach der Definition von Glück gehen. Euch von meinen kleinen und grossen Glücken erzählen - und wer weiss, der Eine oder die Andere wird mir von seinem / ihrem Glücke berichten.
Warum heute? Vielleicht weil ich heute sehr, sehr, sehr glücklich bin ... ja, vielleicht. Ich habe gestern Abend wunderbare Stunden erleben dürfen, im Kreis von lieben Menschen. Ich hab heisse Freudentränen geweint und empfand das pure Glück.
Keine Angst - ich erwähne hier nur kurz am Rande, dass "meine" Hockeymannschaft spektakulär den Einzug ins Finale geschafft hat.
Eine Facette des Glücks. Ein wunderbares Gefühl, wenn man den grossen, weiten Sternenhimmel in sich spürt. Und jeder einzelne dieser Sterne leuchtet hell, klar, voller Glitzer.
Eine Art des Glückes - wenn Träume wahr werden und Wünsche in Erfüllung gehen.
Ich möchte berichten von den Glücken rund um das Geschehen in der Klotener "Kolping-Arena". Der Match war sozusagen der Rahmen des Gesamtbildes.
Kommt, ich lade euch ein! Schaut mit mir die einzelnen Bildausschnitte an:
Für mich war der Abend gestern das Aufleben, das Auferstehen einer Zeit ... einer Zeit, die ich vor vielen, vielen Jahren als Teil einer Scheidung und somit völligen Lebensumstellung, als verloren gesehen habe. Es gibt so Vieles das mehr weh tun kann als Schmerzen. Und diese Zeit war so.
Am 01.04.2010 also - es war um 16.30h, ich kann es auf die Minute festmachen - kriegte ich einen Teil meines Lebens zurück. Es wurde mir erst in diesem Moment bewusst. Vor über 7 Jahren stand ich das letzte Mal dort, ohne zu wissen, dass es das letzte Mal für lange Zeit sein soll.
Kennt ihr das Gefühl, wenn man unvermittelt, von jetzt auf gleich anknüpfen kann ... an der gleichen Stelle, an der damals der Cut war? Das plötzlich der die Zeiten verbindende Knoten nicht mehr sichtbar ist und man tief in sich das Gespür hat, es sei immer so und nie anders gewesen.
Weil es so sein muss.
Das ist eines der Glücke.
Ich sass mit Freunden in einem Car, der mich Richtung Spektakel fuhr. Einer der Freunde mein Weggefährte aus Kinderzeit. Schulfreund. Herzmensch. Der andere treuer Seelenzwilling und unverzichtbarer Teil meines heutigen Lebens. Als er und ich das letzte Mal zusammen an einen Match fuhren, da war er noch jugendlicher Hüpfer im Teenageralter und ich noch keine Sternenzauber.
Ich traf Menschen wieder, die den Weg meines Lebens säumten. Bäume, Blumen an Lebensweg. Wie bunt der Satz :"so schön Dich wieder zu sehen, nach all der Zeit. Du hast uns gefehlt!" ist, wie gut er tut!
Und sie haben mir gefehlt - WIE sehr, habe ich gestern wahrgenommen.
Glück gehabt!
Das Wunderbarste: Zum ersten Mal in meinem Leben war der Mann meines Herzens dabei - wir zusammen an einem Auswärtsmatch, unterstütze mich und meine Mannen auf dem Eis, freute sich mit mir und für uns, war Teil dieses Glücks des Erlebens. Wäre er nicht, hätte mir so viel gefehlt.
Gestern, heute und für immer.
Ein unermesslich grosses Stück Glück.
In Kloten erleben zu dürfen, dass Fans beider Mannschaften gemeinsam ein Spiel zelebrieren können - ohne gegenseitige Hasstiraden, dafür mit viel gemeinsamem Enthusiasmus für diesen genialen Sport, dieses kämpferische Spiel auf höchstem Niveau.
Bei der Eingangskontrolle ein "viel Glück und tollen Match!" vom Gegner hören zu dürfen, gratulierende Hände nach dem Finaleinzug in den eigenen, vor lauter Emotionen zitternden Händen zu spüren, ehrlich gemeinte Gratulationen zu hören ... WOWWH.
Keine Randale, keine Rauchpetarden, keine Schimpfe, kein Neid der Verlierer, keine Häme und Spott vom Sieger - gegenseitige Anerkennung der wirklich hochstehenden Leistung. Und Respekt.
Das hat Lob verdient - und meine sportliche wie menschliche Hochachtung! BRAVO!
Wenn ich an so viele andere Geschichten denke - dann ist auch dies ein Abbild des Wortes "Glück".
Das Glück wird einem manchmal geschenkt, zuweilen ist es eine Fundsache, meist muss man es sich sehr schwer erarbeiten, manchmal kann man es auf seine Seite zwingen. Manche Menschen sind ein ganzes Leben lang auf der Suche danach, die einen verlieren es, anderen wird es gestohlen.
Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt.
Dass ich dies alles gestern in dieser Fülle, dieser Empfindenstiefe geschenkt bekam, erleben durfte - nahm letzten Samstag den Anfang, als mein Schulfreund vorschlug, zusammen nach Kloten zu fahren. Ich war mir nicht bewusst, dass meine Zusage mir gleichzeitig so viel an Glück eröffnen würde. Erst habe ich nämlich sagen wollen, dass ich doch den ganzen Tag arbeiten müsse, die Zeit momentan eh sehr vollgepackt ist ...
Manchmal sollte man sich einfach spontan einlassen. Zulassen. Nicht nachdenken und abwägen.
Wagen! Es tun!
Nebst dass ich mich darüber freue, bin ich dankbar.
Und gezeigt hat es mir ....
... oftmals liegt das Glück nämlich näher als wir manchmal denken:
IN UNSEREN HÄNDEN
Dieser Mann ist heute mein Mann. Was für ein Glück!
Ich möchte heute mit euch über Glück nachdenken, vom Glück reden, will mit euch auf die Suche nach der Definition von Glück gehen. Euch von meinen kleinen und grossen Glücken erzählen - und wer weiss, der Eine oder die Andere wird mir von seinem / ihrem Glücke berichten.
Warum heute? Vielleicht weil ich heute sehr, sehr, sehr glücklich bin ... ja, vielleicht. Ich habe gestern Abend wunderbare Stunden erleben dürfen, im Kreis von lieben Menschen. Ich hab heisse Freudentränen geweint und empfand das pure Glück.
Keine Angst - ich erwähne hier nur kurz am Rande, dass "meine" Hockeymannschaft spektakulär den Einzug ins Finale geschafft hat.
Eine Facette des Glücks. Ein wunderbares Gefühl, wenn man den grossen, weiten Sternenhimmel in sich spürt. Und jeder einzelne dieser Sterne leuchtet hell, klar, voller Glitzer.
Eine Art des Glückes - wenn Träume wahr werden und Wünsche in Erfüllung gehen.
Ich möchte berichten von den Glücken rund um das Geschehen in der Klotener "Kolping-Arena". Der Match war sozusagen der Rahmen des Gesamtbildes.
Kommt, ich lade euch ein! Schaut mit mir die einzelnen Bildausschnitte an:
Für mich war der Abend gestern das Aufleben, das Auferstehen einer Zeit ... einer Zeit, die ich vor vielen, vielen Jahren als Teil einer Scheidung und somit völligen Lebensumstellung, als verloren gesehen habe. Es gibt so Vieles das mehr weh tun kann als Schmerzen. Und diese Zeit war so.
Am 01.04.2010 also - es war um 16.30h, ich kann es auf die Minute festmachen - kriegte ich einen Teil meines Lebens zurück. Es wurde mir erst in diesem Moment bewusst. Vor über 7 Jahren stand ich das letzte Mal dort, ohne zu wissen, dass es das letzte Mal für lange Zeit sein soll.
Kennt ihr das Gefühl, wenn man unvermittelt, von jetzt auf gleich anknüpfen kann ... an der gleichen Stelle, an der damals der Cut war? Das plötzlich der die Zeiten verbindende Knoten nicht mehr sichtbar ist und man tief in sich das Gespür hat, es sei immer so und nie anders gewesen.
Weil es so sein muss.
Das ist eines der Glücke.
Ich sass mit Freunden in einem Car, der mich Richtung Spektakel fuhr. Einer der Freunde mein Weggefährte aus Kinderzeit. Schulfreund. Herzmensch. Der andere treuer Seelenzwilling und unverzichtbarer Teil meines heutigen Lebens. Als er und ich das letzte Mal zusammen an einen Match fuhren, da war er noch jugendlicher Hüpfer im Teenageralter und ich noch keine Sternenzauber.
Ich traf Menschen wieder, die den Weg meines Lebens säumten. Bäume, Blumen an Lebensweg. Wie bunt der Satz :"so schön Dich wieder zu sehen, nach all der Zeit. Du hast uns gefehlt!" ist, wie gut er tut!
Und sie haben mir gefehlt - WIE sehr, habe ich gestern wahrgenommen.
Glück gehabt!
Das Wunderbarste: Zum ersten Mal in meinem Leben war der Mann meines Herzens dabei - wir zusammen an einem Auswärtsmatch, unterstütze mich und meine Mannen auf dem Eis, freute sich mit mir und für uns, war Teil dieses Glücks des Erlebens. Wäre er nicht, hätte mir so viel gefehlt.
Gestern, heute und für immer.
Ein unermesslich grosses Stück Glück.
In Kloten erleben zu dürfen, dass Fans beider Mannschaften gemeinsam ein Spiel zelebrieren können - ohne gegenseitige Hasstiraden, dafür mit viel gemeinsamem Enthusiasmus für diesen genialen Sport, dieses kämpferische Spiel auf höchstem Niveau.
Bei der Eingangskontrolle ein "viel Glück und tollen Match!" vom Gegner hören zu dürfen, gratulierende Hände nach dem Finaleinzug in den eigenen, vor lauter Emotionen zitternden Händen zu spüren, ehrlich gemeinte Gratulationen zu hören ... WOWWH.
Keine Randale, keine Rauchpetarden, keine Schimpfe, kein Neid der Verlierer, keine Häme und Spott vom Sieger - gegenseitige Anerkennung der wirklich hochstehenden Leistung. Und Respekt.
Das hat Lob verdient - und meine sportliche wie menschliche Hochachtung! BRAVO!
Wenn ich an so viele andere Geschichten denke - dann ist auch dies ein Abbild des Wortes "Glück".
Das Glück wird einem manchmal geschenkt, zuweilen ist es eine Fundsache, meist muss man es sich sehr schwer erarbeiten, manchmal kann man es auf seine Seite zwingen. Manche Menschen sind ein ganzes Leben lang auf der Suche danach, die einen verlieren es, anderen wird es gestohlen.
Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt.
Dass ich dies alles gestern in dieser Fülle, dieser Empfindenstiefe geschenkt bekam, erleben durfte - nahm letzten Samstag den Anfang, als mein Schulfreund vorschlug, zusammen nach Kloten zu fahren. Ich war mir nicht bewusst, dass meine Zusage mir gleichzeitig so viel an Glück eröffnen würde. Erst habe ich nämlich sagen wollen, dass ich doch den ganzen Tag arbeiten müsse, die Zeit momentan eh sehr vollgepackt ist ...
Manchmal sollte man sich einfach spontan einlassen. Zulassen. Nicht nachdenken und abwägen.
Wagen! Es tun!
Nebst dass ich mich darüber freue, bin ich dankbar.
Und gezeigt hat es mir ....
... oftmals liegt das Glück nämlich näher als wir manchmal denken:
IN UNSEREN HÄNDEN
Donnerstag, 1. April 2010
SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN, SCHLAF EIN ...
Mein Herzallerliebster, mein Schätzu, mein Katerli ... wie ich, so schiebt auch er seit Tagen ein Schlafmanko vor sich hin.
Die Matchs, die Sommerzeit und die viele Arbeit fordern ihren Tribut. Eine Bringschuld.
Aber statt dass wir bringen, knipsen wir momentan jeder Nacht zu Gunsten des Tages 1, 2 Stunden ab. Weil es einfach nicht anders geht, leider.
Ihr kennt das bestimmt auch - Aufstehen um 5 in der Früh, irgendwann nach Hause kommen ... wenn es gut geht um 19.00h. Steht noch Match, Training, Sitzung oder eine andere wichtige Sache an, dann wird es gut und gerne schnell mal 23.00h.
Da wären dann nebenher noch die Kleinigkeiten im Haushalt zu tun, die Grossigkeiten der Kinder zu berücksichtigen- und uns, uns gibt es ja auch noch.
An einem sozusagen freien Abend kann ich mich dann gut um 21.00 in die Obhut des Sandmännchens begeben. Problemlos. Katerli allerdings, der hat da seine Mühe damit ... er müsse jetzt irgendwie noch "runter kommen". Ich meinerseits muss ehrlich zugeben: nach 4 Nächten à 4 - 5 Stunden Schlaf BIN ich unten angekommen! Hilfe!
"Und überhaupt ... ich will noch was vom Feierabend, so ein bisschen relaxen ... gib mir ein paar Minuten, meine Schöne. Dann komme ich auch ins Bett".
Wenn ich ihn dies sagen höre, dann lächelt es mir unweigerlich. Warum? Ganz einfach ... kommt mal mit! Psssst! Leise ...!
Also - während ich dann schlaftrunken gen Bettgemache wandle, drapiert sich mein Traumprinz auf der Couch in seine präferierte Guck-Position vor den Fernseher. Stützt den müden Lockenkopf auf die rechte Hand und ergibt sich dem Momente.
Ab da kann man rückwärts zählen: 5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1 ... und schon beginnen des Katerchen Augenlider zu flattern. Ein untrügliches Zeichen, dass er bald auf der Milchstrasse am Dunkelblau des Nachthimmels entlang wandeln wird. Im selbstverständlich übertragenen Sinne in Nachthemd und Schlafmütze, das Nachtlicht vor sich hintragend.
Nun aber zurück zu den immer schneller flatternden Äugelein. Das ist Phase 1.
Phase 2 folgt schier übergangslos. Sie kündet sich insofern an, als dass der Mann die Augen nun 5 Sekunden schliesst - um sie danach tellergross aufzureissen, 5 Sekunden regungslos auf den Bildschirm starrend.
Das geht in etwa 20 x in dieser Art.
Phase 3 trägt dann bereits eine gewisse Ruhe in sich. Katerchen hat dann die Augen geschlossen, schnurrt kaum hörbar, seufzt leise, sein schön geschwungener Mund zittert fein. Bewege ich mich aber, oder mache ich den Fernseher leise, dann ist er aber sofort wieder auf Zack! Schaut vorwurfsvoll und tut so, als hätte er nie - nicht eine Sekunde! - es an seiner Aufmerksamkeit fehlen lassen.
Phase 4 ist aus meiner Sicht die unterhaltsamste. Das sonore Schnurren wird abgelöst von nasal-guturalen Lauten, keineswegs unangenehm, eher belustigend. Kann stundenlang dauern. Wird meist von mir ("komm jetzt endlich ins Bett!") oder dem eingeschlafenen Arm ("AUA!") beendet - bzw. unterbrochen. Nur kurz. Ganz kurz.
Er hat dann auch so ein knalliges Zungenschnalzen drauf, verbunden mit aufgeblähten Backen und gekräuselter Nase. Manchmal lächelt er im Schlaf.
Ganz herzig. Ich könnte ewig zuschauen.
Erstaunlich ist für mich immer wieder die Tatsache, dass er in jeder Stellung, an jedem Ort, bei jeder Gelegenheit schlafen kann. An die Wand gelehnt, beim Grillen mit Freunden im Stuhl am Esstisch, am lautesten Hard-Rock-Konzert im Rasen sitzend, in der Oper, im Zirkus, beim Lesen, in einer geselligen Runde, mitten in einem Gespräch, im Zug, beinahe schon am Hockey-Match.
Seine Mam hat mir erzählt, dass er früher oft Freunde zu sich nach Hause eingeladen hat und irgendwann in dieser heiteren Gesellschaft Richtung Sandmännchen abgedüst ist. Einfach so. Mutter konnte sich dann bis in die frühen Morgenstunden um die muntere Schar kümmern.
Das sei immer schon so gewesen. Seit frühester Kindheit ein Schläfer vor dem Herrn.
Nur im Bett - wenn er schlafen soll - da hat er manchmal Mühe. Dreht sich hin und her. Sucht die Milchstrasse.
Einer erkläre mir bitte mein Katerchen.
BITTE!
Die Matchs, die Sommerzeit und die viele Arbeit fordern ihren Tribut. Eine Bringschuld.
Aber statt dass wir bringen, knipsen wir momentan jeder Nacht zu Gunsten des Tages 1, 2 Stunden ab. Weil es einfach nicht anders geht, leider.
Ihr kennt das bestimmt auch - Aufstehen um 5 in der Früh, irgendwann nach Hause kommen ... wenn es gut geht um 19.00h. Steht noch Match, Training, Sitzung oder eine andere wichtige Sache an, dann wird es gut und gerne schnell mal 23.00h.
Da wären dann nebenher noch die Kleinigkeiten im Haushalt zu tun, die Grossigkeiten der Kinder zu berücksichtigen- und uns, uns gibt es ja auch noch.
An einem sozusagen freien Abend kann ich mich dann gut um 21.00 in die Obhut des Sandmännchens begeben. Problemlos. Katerli allerdings, der hat da seine Mühe damit ... er müsse jetzt irgendwie noch "runter kommen". Ich meinerseits muss ehrlich zugeben: nach 4 Nächten à 4 - 5 Stunden Schlaf BIN ich unten angekommen! Hilfe!
"Und überhaupt ... ich will noch was vom Feierabend, so ein bisschen relaxen ... gib mir ein paar Minuten, meine Schöne. Dann komme ich auch ins Bett".
Wenn ich ihn dies sagen höre, dann lächelt es mir unweigerlich. Warum? Ganz einfach ... kommt mal mit! Psssst! Leise ...!
Also - während ich dann schlaftrunken gen Bettgemache wandle, drapiert sich mein Traumprinz auf der Couch in seine präferierte Guck-Position vor den Fernseher. Stützt den müden Lockenkopf auf die rechte Hand und ergibt sich dem Momente.
Ab da kann man rückwärts zählen: 5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1 ... und schon beginnen des Katerchen Augenlider zu flattern. Ein untrügliches Zeichen, dass er bald auf der Milchstrasse am Dunkelblau des Nachthimmels entlang wandeln wird. Im selbstverständlich übertragenen Sinne in Nachthemd und Schlafmütze, das Nachtlicht vor sich hintragend.
Nun aber zurück zu den immer schneller flatternden Äugelein. Das ist Phase 1.
Phase 2 folgt schier übergangslos. Sie kündet sich insofern an, als dass der Mann die Augen nun 5 Sekunden schliesst - um sie danach tellergross aufzureissen, 5 Sekunden regungslos auf den Bildschirm starrend.
Das geht in etwa 20 x in dieser Art.
Phase 3 trägt dann bereits eine gewisse Ruhe in sich. Katerchen hat dann die Augen geschlossen, schnurrt kaum hörbar, seufzt leise, sein schön geschwungener Mund zittert fein. Bewege ich mich aber, oder mache ich den Fernseher leise, dann ist er aber sofort wieder auf Zack! Schaut vorwurfsvoll und tut so, als hätte er nie - nicht eine Sekunde! - es an seiner Aufmerksamkeit fehlen lassen.
Phase 4 ist aus meiner Sicht die unterhaltsamste. Das sonore Schnurren wird abgelöst von nasal-guturalen Lauten, keineswegs unangenehm, eher belustigend. Kann stundenlang dauern. Wird meist von mir ("komm jetzt endlich ins Bett!") oder dem eingeschlafenen Arm ("AUA!") beendet - bzw. unterbrochen. Nur kurz. Ganz kurz.
Er hat dann auch so ein knalliges Zungenschnalzen drauf, verbunden mit aufgeblähten Backen und gekräuselter Nase. Manchmal lächelt er im Schlaf.
Ganz herzig. Ich könnte ewig zuschauen.
Erstaunlich ist für mich immer wieder die Tatsache, dass er in jeder Stellung, an jedem Ort, bei jeder Gelegenheit schlafen kann. An die Wand gelehnt, beim Grillen mit Freunden im Stuhl am Esstisch, am lautesten Hard-Rock-Konzert im Rasen sitzend, in der Oper, im Zirkus, beim Lesen, in einer geselligen Runde, mitten in einem Gespräch, im Zug, beinahe schon am Hockey-Match.
Seine Mam hat mir erzählt, dass er früher oft Freunde zu sich nach Hause eingeladen hat und irgendwann in dieser heiteren Gesellschaft Richtung Sandmännchen abgedüst ist. Einfach so. Mutter konnte sich dann bis in die frühen Morgenstunden um die muntere Schar kümmern.
Das sei immer schon so gewesen. Seit frühester Kindheit ein Schläfer vor dem Herrn.
Nur im Bett - wenn er schlafen soll - da hat er manchmal Mühe. Dreht sich hin und her. Sucht die Milchstrasse.
Einer erkläre mir bitte mein Katerchen.
BITTE!
Abonnieren
Posts (Atom)













