Freitag, 9. März 2012

EIN KNALLERABEND!

Meine lieben BloggerfreundInnen und solche die es werden wollen!
Ich habe es euch ja gestern schon verraten ... der gestrige Abend stand ganz im Zeichen des Hockeys. Ich hatte endlich mal die Gelegenheit, meinen Chefs, meinen Kollegen - welche alle so ne Art Freunde sind - "meine" anderen Freunde auf und rund um's Eis zu präsentieren.
Natürlich habe ich ganz ganz ganz grosse Töne gespuckt, den Sieg meines SCBerns schon lange vor Matchbeginn verkündet und allgemein mit meinem Wirbelwind-Getue für quietschende Erheiterung gesorgt.

Kurz vor der gemeinsamen Abfahrt ins Stadion habe ich mich dann auch Play-Off-tauglich in Schale geworfen ... und hab selbst auf kleinste Details geachtet.
Man nehme zur Kenntnis dass ...

... Sternenzauber in der Nagelspitze beginnt ...

... Herzen in den Mannschaftsfarben auf die Wangen gemalt einfach dazugehören ...

... das megaleckere Fondue vor dem Match Pflicht ist .

Bis dahin war all es all meinen Garagenfreunden noch sehr wohl. Wenn auch ungewohnt.
Man genoss Stimmung, feines Essen und ganz viel an Humor, Lachen und Vorfreude. Und ich - ich war sowas von in meinem Element! Natürlich waren Alle dann total gespannt, wie es denn so weitergehen möge und ob das Sternenzauber-Fränzi wirklich so eine Art lebender Gummiball ist, eine Stimme die hat, welche an solchen Matchs überaus sehr lautstark zum Tragen kommt und dass dieses harmonische Persönchen völlig entgegen ihrer Ausstrahlung auch ganz ganz ganz doll wüste Schimpftiraden dem Gegner entgegenschreien kann, ihm dazu mit den Fäusten was verspricht und sich überhaupt wie ein Rowdy aufführt - selbstverständlich immer im Rahmen des menschenverträglichen.

Die Stimmung war von Anfang an suuuper!

 

Hatte ich euch gestern nicht schon erzählt, dass mein Platz der Platz hinter der Spielerbank ist? Und ich des öftern nur Ärsche zu Gesicht kriege?
Hier der Beweis:

Das ist übrigens auch ganz schön interessant. Also nicht die Ärsche. Man kriegt alles mit was da so gesprochen, gecoacht und getan wird. Spannend!!!!
Und meinen Helden sozusagen und natürlich nur im übertragenen Sinne auf dem Schoss zu sitzen ... not bad! Und ab und zu trifft einem dann ein amüsierter Blick, wenn Vollgummiball Fränzi Sternenzauber extatisch und entsprechend laut  anfeuert, enthusiastisch an die Plexiglasscheibe hämmert um kurz mal ein lobendes, aufmuntertes Lächeln auf die Spielerbank zu schicken. :-)

Je nach Spielverlauf haben wir uns dann auf die Plätze ein paar Meter nach rechts verschoben - und schon war der Blick aufs Geschehen total frei.

Was soll ich sagen ... wir haben gewonnen! Logisch!
Mein SCBern war die viel bessere Mannschaft, sie haben Einsatz gezeigt, Willen und Torhunger. Es hat Riesenspass gemacht. Und selbst die grössten Skeptiker unter meinen Werkstattmannen standen die letzten 2 Minuten klatschend und BRAVO! rufend in den Rängen. Nix hielt uns mehr auf den Sitzen. Übrigens erhielten wir viele SMS "ihr macht euch gut im Fernsehen!" ... der Match wurde gestern Abend live übertragen und wir waren öfter im Bilde :-). Logisch! :-)
4 - 1 haben wir die Kloten Flyers geschlagen ... und nur noch 1 gewonnener Match trennt uns vom Einzug ins Halbfinal. Samstag ist der nächste Match.
Huiiiii - ich bin ganz hibbelig!!!

Habe 4 Stunden Schlaf in meinen müden Äugelein, mein Hals kratzt und die Stimme krächzt. Das Handy habe ich zu Hause liegen lassen, es ist kurz nach 7 und ich freue mich bereits jetzt auf das Bett heute Abend.

Heute garantiere ich nicht für wirklich viel. Irgendwie bin ich 10cm ab Boden und nicht wirklich zurechnungsfähig. Aber halten wir es nochmals fest ... ein wunderschöner Abend gestern! Mir geht es gut, so richtig gut. Trotz Müdigkeit und in den Seilen hängend - die Play-Off-Zeit ist eine ganz wundervolle Zeit voller Spannung, Hektik und möglichst vielen Toren auf der richtigen Seite.
Bis zum jetzigen Moment geht die Rechnung auf ...!
Hach ...

... WAS FÜR EIN WUNDERBARER TAG HEUTE!

Donnerstag, 8. März 2012

OLÉ OLÉOLÉOLÉOLÉÉÉÉ!

Meine lieben Leserinnen und Leser!
Heute ist ein etwas besonderer Tag!
In dreierlei Hinsicht!

A) bin ich heute den ganzen Tag mausbeinalleine in der Firma und sozusagen die Hüterin unserer Garage
B) wird heute Abend firmenintern Weihnachten gefeiert
C) ... und diese Feier findet im Eishockeytempel des SCBern statt - mit anschliessendem Beäugen des Play-Off-Viertelsfinals!

Wenn DAS kein sensationös-wahnsinnig-obergeiler Tag ist!!!

Aber arbeiten wir mal die ABC-Liste von oben nach unten ab.
Zu Punkt A wäre zu vermelden, dass meine Werkstattmannen heute geschlossen der Eröffnung des Autosalons in Genf beiwohnen. Das ist Pflicht für autoverrückte Mannen - habe ich mir sagen lassen. Aber weil unsere Kunden einen persönlichen Rundumservice von uns gewohnt sind, hat man mich so einsam wie halt nötig und so dekorativ wie möglich - oder umgekehrt - zur Hütung des Telefons und Abwendung sämtlicher Reparaturansprüche für den heutigen Tag an mein Büropult an die Theke gehockt. Es ist gaaaaanz still hier. Und ich kann endlich mal so laut singen wie ich nur will! Man(n) traut mir zu, dass ich den Tag mit links wuppe und meinen Charme bei ungeduldigen Kundenwünschen gezielt einsetzen werde.
Einer meiner Mechaniker hat mir heute Morgen bei der Verabschiedung in Richtung Genf angeboten, dass ich ihn jederzeit anrufen dürfe. "Hä? Warum sollte ich Dich denn anrufen?" - er meinte lapidar: "Wir befürchten, dass Du ansonsten bis zum Abend einen Wortstau kriegst!".
Worauf sich der Rest der Truppe im Tenor anschloss, man könne ja das Telefon der Reihne nach rumreichen. Was will man(n) mir damit nur sagen? :-))
*KICHER*.

Punkt B lässt sich so erklären: Weil man vor Weihnachten eh alle Hände voll hat - dito auch den Verdauungstrakt, haben wir uns schon vor vielen Jahren dazu entschlossen, unsere Firmenweihnachten NACH Weihnachten anzusetzen. Kurz vor Ostern. Finden wir prima.
Letzte Woche hab ich dann mal das Heft in die Hand genommen: "Hör mal Chef, wie wäre es mit demnächst Weihnachtsfeier? Und ich hätte da auch gleich eine Idee: Käsefondue in der Eishockeyarena vor dem Play-Off-Viertesfinalmatch SCBern-EHC Kloten".
Und habe dazu ganz ganz breit gegrinst. War nämlich mehr als Witz gemeint. Meine Mannen sind absolut nicht Eishockey-kompatibel.
Und weil ... ich hier in der Firma die Einzige derart "angefressene" Hochey-Fänin bin, absolut verrückt nach dem SCBern. An Matchs erkennt man mich kaum wieder. Da schreie ich mir die Lunge aus dem Leib, krieg bei jedem Tor schier einen Herzinfarkt und Schnappatmung, heule mit bei Niederlagen die Augen aus den Höhlen, untermale jeden Figth mit Luftboxen und finde Eishockey-Playoffs einfach das Oberallerspannenste was das Leben zu bieten hat.
Was wiederum meine Mannen hier amüsiert und diese mich wohlwollend belächeln. Und seit im letzten Jahr im Fernsehen ein Interview mit mir ausgestrahlt wurde, kriege ich an Tagen wie heute X Telefonate von Kunden mit dem Versprechen UNS die Daumen zu drücken. Kurz gesagt: bekannt wie ein bunter Hund!
Irgendwie war Chef total von meiner Idee begeistert und übergab mir den Auftrag, alles zu organisieren.
Uff! Tja ... wie organisiert man für 10 Leute einen solchen Event, der bereits ausverkauft ist? Frau lässt Vitamin B spielen, ordert von den besten Plätzen überhaupt und sichert sich gleich noch 10 Plätze im Restaurant zum Fondue essen. An dieser Stelle - herzlichen Dank an Dich Judith!
Fondue ... weil: dieses Fondue dort ist weit herum bekannt. So was Feines krieg ich selber nicht hin. Ich kenne das Rezept nicht und hab keine Ahnung wie die das da machen ... aber es ist himmmmmmmmlisch! Alleine wenn ich jetzt dran denke, sabbere ich haltlos vor mich hin!
Fondue gibts vor dem Match und wir werden dann in allerbester Stimmung sein.

Die werden wir auch brauchen - und damit sind wir bei Punkt C! Unsere Tickets sind in Reihe 3 hinter der Spielerbank der Berner. Der Kater und ich haben ja Dauerkarten - und diese unsere besagten Plätze sind Reihe 1 hinter den Spielern. Da sieht man aber ... man entschuldige meine Direktheit - nur Ärsche! Nein, nicht falsch verstehen - die Spieler des SCBern sind total integere, tolle Persönlichkeiten mit Charakter. Heiss geliebt. Aber sitzt man gleich hinter deren Spielerbank, sieht man vor lauter Ärschen das Eis schier nicht. Immer wenn es spannend wird, stehen die nämlich auf - ist ja klar und nachvollziehbar. Auch wenn ausgewechselt wird stehn die auf. Wenn sie sich absprechen stehen die auf. Bei einem Time-Out stehen die auch auf.
Und weil man irgendwann genug besagter Körperteile gesehen hat, wechseln wir während der Saison auf andere Plätze. Heute Abend aber, da werden wir genau da sitzen, weil meine Werkstattmannen 2 Reihen hiner uns - und somit in aussichtsreichster Position - sitzen werden. Und schliesslich wollen die mal sehen, wie sich ihr Firmenwirbelwind so ausserhalb des Büros gibt. Aus Erzählungen wissen die ja alles - aber es dann so live zu erleben ... das ist was anderes. Das wird ein Gelächter geben!
Auch wenn die mich in- und auswendig kennen und meine sämtlichen Verrücktheiten mögen - der Abend heute wird nochmals eins draufsetzen. :-)).
Man(n) darf gespannt sein!!!

So Leute - meine Pause ist um. Heute habe ich besonders viel vor. Die Pendenzenberge mach ich heute platt! Wo ich doch endlich mal ungestört bin und Keiner was von mir will.
Deshalb ... tschüss ihr Lieben!

UND DRÜCKT UNS HEUTE ABEND DIE DAUMEN!!

Mittwoch, 7. März 2012

KOMISCHE VÖGEL

An fast jedem Tag begegnen mir viele Menschen.
Manchmal "nur" viele - manchmal ganz doll viele. Selten wenige.
Und unter all denen, finden sich quere, schräge, lustige, markante und manchmal einfach auch nur peinliche Vögel.

Am allermeisten gefallen mir ja die schrägen Vögel, welche sich als zumindest Lämmergeier, lieber aber noch als Weisskopfadler ausgeben, prachtvoll die Schwingen auf mindestens angedachte 10m ausbreiten und die Welt ganz stille werden lassen ... um dann mit piepsiger, stimmbruchbelasteter Stimme irgendeinen Stuss von sich zu geben.
Also - sagen wir es mal höflich - Anfänger-Lämmergeier und Beginner-Weisskopfadler. Das Gefieder noch feucht, weil eben geschlüpft. Aber einen auf dicke Hose machen.
An guten Tagen finde ich es amüsant - an minder guten Tagen kann es auch mal (m)ein Aufreger sein.

Ihr wisst, ich gehe ja gerne ... sehr wahnsinnig überaus gerne! ... an Hockeymatchs. Momentan laufen ja die Play-Offs und ich habe wieder regelmässig alle 2 Tage Gelegenheit, mich heiser zu schreien. Play-Offs sind (m)ein psychischer und physischer Ausnahmezustand. Schier Grenzerfahrungen. Mit meiner etwas - ähhh - nicht ganz so Mauerblümchenartigkeit, werde ich oft und gerne "Opfer" von Fernseh-Interviews, Zeitungsberichten, Fernsehbildern. Da sieht man mich dann heulend, schreiend, kreischend, lachend, jubelnd, ärgernd - schön bunt angemalt mit schwarz-gelb-roten Herzen auf den Wangen und ganz nah am Wasser gebaut "meine" Mannen auf dem Eise von Tor zu Tor schreiend.
Katerchen streitet in solchen Momenten vehement ab, weder mich zu kennen noch mich jemals vorher gesehen zu haben. :-)

Na ja ... um auf's Ausgangsthema zurück zu kommen - gerade an solchen Anlässen wie einem Hockeymatch, begegnen einem viele solcher eben vorgestellten Greenhorn-Lämmergeier-Weisskopfadler-Menschen. Meist sind die so zwischen 14 und 20 und überdimensional pubertätsabhängig mit Testosteron geflutet.
Testosteron muss übrigens so was wie eine innerliche Heizung sein - anders kann ich es mir nicht erklären, warum man in Winterzeiten mit kurzen Shorts, T-Shirt und verdunkelter Sonnenbrille im Stadion auftaucht und im übertragenen Sinne wie unkastrierte Kater das Revier mittels machomässig Silberrücken-Gorilla-Gesten markiert.
Da kann ich dann jeweils nicht anders, als mit breitestem Grinsen mein Amüsement darzulegen. Manchmal mache ich sogar Fotos davon. Was auf der anderen Seite meist als Provokation angesehen und entsprechend Silberrücken-Gorilla-mässig reagiert wird. Also im Sinne von Gebrüll und Brustgetrommeln.
So oder so ähnlich.

Da ich Sitzplatz- und die Silberrücken-Machos Stehplatz-territorial getrennt sind, erschöpfen sich solche Revierkämpfe silberrückenmässig  im Impulskontrollverlust. Und ich geh belustigt weiter, trinke meinen Apfelpunsch in aller Ruhe zu Ende und bin ganz OMMMMMM. :-)

Jedenfalls habe ich gestern per Zufall eines meines Lieblingsexemplare der Silberrücken-Macho-Sorte auf der Strasse, vor uns fahrend, wiedergefunden. Ich sag jetzt nicht viel, ich stelle einfach mal das Bild ein:


Oben Tweety. Nicht mal Lämmergeier / Weisskopfadler.
Und unten den Spruch: "Jage nicht, was Du nicht töten kannst!".
Uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii.
Komische Vögel - ich habs ja gesagt!

Und ich - ich hab schon wieder mitgepiepst  ...

... VOR LACHEN!

Dienstag, 6. März 2012

DER SCHOCK SITZT TIEF

Es gibt Tage, an denen es einfach *PFFFFF* machen sollte - und man hätte sich in Luft aufgelöst.
Meinte Katerli gestern.

Ich kenne momentan keine solche Tage. Mein einziger Wunsch momentan wäre - zumindest was mich anbegtrifft: Tage à 48 Stunden. Da käm ich wesentlich besser klar und kriegte vielleicht mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht.
Es muss sich jetzt aber Niemand Sorgen machen - ja, ich bin müde, aber ich bin voller Energie. Kein Widerspruch. Was ich zur Zeit anpacke gelingt, das Leben macht Spass und jeder Tag ist eine neue Möglichkeit und ein Schritt in (m)ein neues Leben voller Chancen.
Spannend ist es!

Und ich zieh damit auch so ein bisschen den Kater mit.
Dem es zwar grundsätzlich wesentlich besser geht, der aber nach wie vor keine Arbeit hat. Das wäre für ihn das Allerwichtigste. Und diese Arbeit wünsche ich ihm auch. Allerdings ... vielleicht verstehen das jetzt nicht alle Menschen ... ICH mache mir darüber keine Sorgen. Es sind auch keine Schönwetter- oder Gute-Laune-komm-bitte-Worte wenn ich voller Überzeugung sage: Das wird! Es kommt gut!
Wer so beharrlich und mit grossem Engagement, mit richtig hartem Einsatz und Durchhaltewillen ins Leben "einzahlt" - der kriegt irgendwann sein Erspartes raus. Dessen bin ich ganz sicher.
Sein früheres Leben ging in der Spirale ganz anders rum - und auch hier kriegte er genau das ausbezahlt, was eingezahlt wurde. Tja, das waren dann damals tiefrote Zahlen.
Aber jetzt sieht das anders aus. Und genau deshalb ist dieses Wissen so tief in mir verwurzelt "es wird gut". Das kann gar nicht anders. Macht man einen Schritt um den anderen in Richtung Ziel - kommt man irgendwann mal an. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten kleinen Schritt. Daran glaube ich nicht - das ist für mich so so sicher wie das Amen in der Kirche.
Katerchen schaut mich oft mit grossen Bus-Augen an wenn ich so rede. Er kann das nicht so recht glauben.
Aber zumindest die Möglichkeit - ein Vielleicht - dass es so sein könnte, dies räumt er ein.
Immerhin! ... hat das Mäuschen gesagt ... als es ins Meer pinkelte.

Umso erschrockener war ich dann gestern, als mich ganz frühmorgens eine SMS von ihm erreichte, welche mit den Worten begann: "Ich bin am Boden zerstört - das Leben ist bald zu Ende ...". Mein Handy zeigt nur grad die ersten 2 Zeilen an - ansonsten hätte ich das anschliessende Smilie auch gesehen.
Bin aufgeschossen wie von der Tarantel gestochen, hab ins SMS reingelickt und las. 2 mal. Dann hatte ich ein Lachflash. Und darüber werde ich noch oft, sehr oft, lachen.
Wisst ihr was passiert ist? Gestern Morgen als der Kater zu seiner Arbeit fuhr (er macht in so einer Art Beschäftigungsprogramm vom Arbeitslosenamt mit), stieg er am Bahnhof Bern in den Bus. Es ist der gleiche Bus, den um genau diese Zeit viele Schüler zur Gewerbeschule hin auch nehmen - liegt auf der gleichen Strecke.
Und ... was passiert ... eine junge Frau steht im überfüllten Bus auf und bietet Katerchen ihren Sitzplatz an.
Das ist was ganz ganz ganz anderes, als wenn man von einer jungen Frau angebaggert wird. Aber so ganz anders. So total, völlig anders!

Kater kann immer noch nicht verstehen "was diese unreife Göre geritten hat". Und ... "sowas fragt man einen alten Kerl - aber ganz bestimmt keinen Mann im besten Alter !!!" ... "wie konnte die nur!". 
Katerchens Ego hat einen blutigen, äusserst schmerzhaften, nachhaltig wirkenden, total unmännlichen und selbstverständlich völlig ungerechtfertigten Streifschuss in seine zarte Mannenseele abbekommen.
In einer Sekunde vom potenten Hengst zum zahnlosen Rentner-Klappergaul degradiert - das steckt Keiner einfach so weg.
So ein Ausspruch erinnert peinigend an Seniorenteller, Corega Tabs, Prostatabeschwerden und kreisrunden Haarausfall.
Katerchen litt.
Er tat mir echt leid.

Ich hab am Abend diese klaffende Männlichkeits-Seelenwunde liebevollst mit frischer Schokolade aus der Berner Schokolateria verarztet. Dem nachdrücklichen Schwur, dass sein Lockenkopf unglaublich jugendlich aussieht - und er als Gesamtbild äusserst attraktiv und voller Elan.
Was ja auch stimmt - in echt. Katerchen ist ein richtig schöner Mann, bei dessen Anblick es mir in seiner Nähe immer noch überall kribbelt.
Er nahm das dankbar entgegen. Hat es förmlich in sich aufgesagt.

Ich muss heute noch Zahnpasta besorgen.
Die 40+ von Dentagard lass ich dann lieber mal stehen ...

... IHR SEHT DAS AUCH SO - ODER?

Sonntag, 4. März 2012

LACHNUMMER!

Es war einmal ...


... eine herrlich bunt bepflanzte Blumenschale. 
Mein Stolz, mein "Ssssschatzzzzzz" ... :-)


... dies befand auch Nachbars Katze ...


Tja .. der Rest ...


THAT'S LIFE!

WEGEN GARTENARBEIT GESCHLOSSEN

Also Leute - ich stecke bis zum Hals in Erde.
Und ... das macht entgegen meinen Befürchtungen Spass! Aber so richtig!!
Zwar schmerzen die Arme, vom Rest der Taille bis zu den Knöcheln hinunter flächendeckend Muskelkater - aber ... mich hält nix Drinnen. Wühle in Erde und Dünger, geniesse Schweiss und Sonne.
Es fühlt sich megaschön an.

Hab gefühlte 1000 Primeln und nochmals so viele Stiefmütterchen geholt und beglücke farbenfroh die Villa Kunterbunt. Und das Aller-Aller-Aller-Oberbeste: Nachdem ich mal das lange Gras und was halt eben da so liegt auf Beeten weggemacht hatten - kamen ganz ganz ganz viele grüne Vorboten von Blumen hervor. Da spriesst was! Da kommt was!
Ich kringle mich vor lauter Freude!

Und so nebenbei hab ich endlich all unsere echt netten Nachbarn kennengelernt - diesmal war ich sogar komplett angezogen und gekämmt. Die waren sehr erstaunt, mich so tatkräftig im Garten werkeln zu sehen - ich muss einen richtig professionellen Eindruck hinterlassen haben. Man sagte, ich mache das gut.
Ich glaube verspürt zu haben, dass wir Alle zusammen gut können. Finde die Menschen nämlich total freundlich, hilfsbereit und humorvoll. Ich glaube, die fanden mich auch nicht so übel. Jedenfalls gabs schon viel zu lachen, nette Angebote, Komplimente für die Arbeit und Einladungen.
Und endlich konnte ich mich für die Gummistiefel-Schlüpper-Knüppel-Attacke in der Dezembernacht erklären. Und warum ich bin wie ich bin. Und halt eben ein bisschen gaga, sehr farbig und voller Spinnerideen und so.
"Dann passt Du ja ganz prima zur VILLA KUNTERBUNT" - war der Tenor.
Grosses Gelächter. Schulterklopfen. Augenzwinkern.
Gartenarbeit ist sehr sozial und kommunikativ!

Darum - hab jetzt so gar keine Zeit, muss-will dringend raus und im Sonnenschein all den Blümchen einen Namen geben, es geniessen an der frischen Luft und dem Sonnenschein-
Hach Leute, mir macht das Leben grad eben riesig viel Freude, Spass und Juduhuiii!

Hab ein paar wenige Fotos geschossen - für euch! Extra!

Es wird sehr bunt bei uns!

Ganz Vieles ist schon da!

Es fühlt sich alles so richtig an!



IST DAS NICHT SCHÖN!

Freitag, 2. März 2012

ZEIGT HER EURE FÜSSE!

Heute ... heute muss ich euch mal dringend von den ersten 2 Stunden meines spektakulär-gefährlichen Lebens als Fränzi Sternenzauber am 02.03.2012 erzählen.
Also wenn das so weiter geht - dann könnte dies mein ultimativ finaler Post sein.
Es ist mitten am Morgen ... und mir tut schon alles weh!

Warum? Lest euch DAS mal an:
Ich weiss ja nicht wie das bei euch so ist, aber nach einem harten, kalten FussinStiefel-Winter, habe ich keine wirklich seidenweichzarten Treterchen mehr. Es geht dann eher so in Richtung Huf. Hornhautraspel hin oder her. Ich stelle mir vor meinem inneren Auge immer so plastisch vor, dass doch auch ein Fuss atmen muss (... wir machen jetzt Alle mal OMMMM und stellen uns das bildlich vor)! Der arme Fuss hat aber Schnappatmung - wer kann schon in dicken Stiefeln atmen? Wie denn auch? Und irgendwann gibt dann eben dieser besagte, arme Fuss auf, kapituliert infolge widerlicher, äusserer Umstände, bleicht aus, verhornt und mottet vor sich hin. Mutiert zu besagten Winterfuss.
Und jetzt kommts: Dann zeigen sich Ende Februar erste Frühlingssonnenstrahlen. Fränzi und Füsse frohlocken, schmeissen dicke Hüttenfinken (für inside), dicke Stiefel (für outside) in die hinterste Ecke aller hintersten Ecken, freuen sich den Wolf ob der Wärme und holen schon mal die leichten, farbigen Schuhe aus dem Keller.
Aber! Oh Schreck!
Mit Winterfüssen in Frühlingsschuhe? Geht ja gaaaar nicht!!!! Nachdem ich im letzten Jahr meine  SPEZIELLEN ERFAHRUNGEN gemacht habe und mich dabei schier bis zu den Knöcheln auflöste, setze ich dieses Jahr auf Fussbutter. Mit Bodybutter habe ich ja schon sehr gute Erfahrungen gemacht.
So habe ich dann heute Morgen meine Treterchen dick mit Fussbutter eingeschmiert. Wollte anschliessend Strümpfe und Schuhe holen. Das mache ich nie nie nie mehr im Leben. Oder eventuell erst, wenn Teppichboden verlegt ist. Aber never - NEVER! - auf Parkett. Fränzi mit Fussbutter auf Parkett ist etwa so wie ein Bob im Eiskanal. Da gab es ja auch schon schlimme Unfälle ... ICH jedenfalls machte diesen berühmt-spektakulären Ausfallschritt mit den Füssen voran Richtung Zimmerdecke, mit dem Po rasant Richtung Boden und dem Hinterkopf hörbar Richtung Bettgestell.
Ich hatte danach nicht nur weiche Füsse ... nooo - vor allem eine weiche Birne.
Falls es interessiert: Die eigrosse Schwellung ist sehr druckempfindlich und das Klingeln des Telefons schmerzt stechend.

Irgendwie hat mich dieses prä-morgendliche Erlebnis gezeichnet. Mein inneres, weiches Ich ist durch den mittelschwer Sturz irritiert. Habe ich doch vorhin die Schublade meines Schreibtischkorpusses offen stehen gelassen ... und als ein Kunde an die Theke kam, dachte ich daran nicht mehr, stand spontan zu schnell auf (AUA Kopf!) und flog Nase voran über den Korpus.
Und noch während ich meine Gliedmassen im Büro wieder einsammelte, den Korpus mit Wucht und Wut zuschmiss, klemmte ich meinen Schal darin ein ... was zur Folge hatte, dass bein Schliessen der Schublade mein eh schon lädierter Kopf nach vorne in mein 4-teiliges Ablagesystem knallte.
Ich darf nicht daran denken, welch Bild ich abgegeben habe!
Falls ihr mir heute liebe Kommentare schreibt - dann bitte ganz ganz leise tippen. Mein Kopf schmerzt etwas.

ACH, was tut man nicht alles ...

... FÜR SOMMERFÜSSE!

Donnerstag, 1. März 2012

WELT-KOMPLIMENT-TAG

Ihr Lieben da Draussen im Bloggerland!

Heute ist Welt-Kompliment-Tag. Dies habe ich aus diversen Medien erfahren. War in 0,2 Sekunden derart begeistert von dieser Idee, das ich meine heutigen Bloggerpläne kurzfristig geändert habe. Komplimente? Immer gut!
Als ich dann allerdings gegoogelt habe, kriegte ich nirgendswo auch nur eine annähernde Bestätigung. Anyway! Schnurzpiepegal! Komplimente ... die ehrlich gemeint sind ... sind was Gutes.
Und vom Guten, so scheint es mir zumindest, hat es nicht genug.

Ginge es nach mir, so würde ich an die Tagesschau, welche mit leider meist schlechten News aufwartet, noch eine Tagesschau der GUTEN Nachrichten ausstrahlen wollen.
Und - wenn ich mich nicht irre ...
... hören wir nicht dann gerade überaus gut hin bei Dingen, die wir eigentlich gar nicht hören wollen, welche uns ärgen?
... schnüffeln wir nicht gerade dann am meisten, wenn es schlecht riecht?
... wenn uns was nicht schmeckt, dann verziehen wir das Gesicht und äussern uns mit "wääh" und "bääh"?
... sehen wir ganz genau hin, wenn es was Schreckliches, Unschönes zu schauen gibt - um uns hinterher darüber das Maul zu zerreissen? Fällt mir immer ganz besonders bei Verkehrsunfällen auf.
... reden wir nicht allgemein öfter über das was uns ärgert?

Lassen wir das mal hinter uns! Und konzentrieren uns auf die SCHÖNEN Dinge des Lebens, realisieren diese ganz bewusst und mit Freude.
Drehen wir die Sache doch!
Ganz tief einatmen, wenn was fein riecht. Und es sagen! Jemand hat ein feines Parfum! Sag es ihm oder ihr! Mache ein Kompliment. So einfach - und so wirkungsvoll.
Wenn was fein schmeckt ... es loben, sich freuen dass es so ist - und dem Servicepersonal sagen, dass sie Dank und Kompliment doch bitte in der Küche melden mögen. Oder selber mal kurz nach hinten gehen und merci sagen? Dasselbe gilt übrigens auch interfamiliär ... da, wo alles noch viel selbstverständlicher ist.
Hinschauen wo es schön ist! Und andere darauf aufmerksam machen. Es schätzen - und dies auch sagen! Und falls der oder die dafür Verantwortliche in der Nähe ist ... ein Kompliment machen.
Redet über das, was gefällt.
Redet über das, was schön ist. Redet über das, worüber es sich zu reden lohnt!
Geben wir dort die Aufmerksamkeit, wo es angebracht und verdient ist.

Wie oft höre ich Eltern mit ihren Kindern schimpfen. Ja, sicherlich auch zu Recht. Leider fehlt mir dann oft das positive Feedback, wenn was "ganz normal gut" gelaufen ist. Um sein Kind zu loben, braucht es keine ausserordentlichen Leistungen. Das Normale reicht auch um DANKE und DAS HAST DU GUT GEMACHT zu sagen.
Gleiches gilt für Partner, Chefs, Angestellte, Kollegen, Freunde, Bekannte - und auch ganz Fremde.

Am Montag hatte ich das Erlebnis, dass ein Paar sein kleines Baby alleine im Auto - welches an der prallen Sonne stand - gelassen hatte. Mir war es nicht aufgefallen, aber der Verkäuferin im Wohnshop, die hatte es beobachtet. Das junge Paar betrat den Laden ... und die Verkäuferin ging freundlich auf sie zu und bat, doch das Baby mit rein zu holen. Dass dies so nicht ok sei - das Kleine brülle ja wie am Spiess und klärte auf, das da vieles passieren könne.
Diese junge Verkäuferin hat in meinen Augen grosse Courage bewiesen und ich machte ihr dafür anschliessend ein Kompliment dafür.

Den Welt-Kompliment-Tag habe ich heute zum Anlass genommen, mir wieder mal sehr bewusst zu machen, dass man das Gute hervorheben sollte. Etwas bewusster damit umgehen könnte. Ohne Missstände zu ignorieren ... versteht sich von selber.
Und wird man sich Missständen bewusst - dann handeln, nicht bloss Kopf schütteln oder sich wundern.

Ich möchte dazu aufrufen, nicht nur heute Komplimente zu verteilen.
DANKE! sagen.
PRIMA! sagen.
GUT GEMACHT! sagen.
Und es auch genau so meinen.

Komplimente sind Wahrheiten, welche man sich unter einer Lupe anschaut!

In diesem Sinne ...

... DANKE FÜR'S HIER SEIN UND LESEN!
DARÜBER FREUE ICH MICH TÄGLICH!

Mittwoch, 29. Februar 2012

ES WILL BLÜHEN - BLOSS ... WIE?

Also, meine lieben BloggerfreundInnen ... heute habe ich ein Problem. Und bin dringend auf Unterstützung, Hilfe und vor allem gutes Zureden angewiesen.
Auf Mutmacherparolen, auf Durchhaltegesänge, auf Verständnis.

Ja, heute brauche ich viel viel Verständnis.
Gaaaaaanz gaaaaanz viel.

Stellt euch einfach mal vor:
Da ist ein Mensch, ein braunäugiger, dunkelhaariger Mensch. Mit einem grünen Daumen, einem wahrlich heldenhaften Geschick was alles Blühende anbetrifft. Keine Blume zu mickrig, kein Strauch zu stachelig, kein Baum zu hoch - alles wird gehegt, gepflegt, geschnitten, gedüngt, gepflanzt undundund.
Dieser Mensch erfreut sich seit Kindheit über ein allumfassendes Interesse und entsprechendes Wissen hinsichtlich Gartenflora und Fauna, Mistkäfer und Blattläuse.
Welke Blüten gedeihen in seinen Händen als gäbe es kein Morgen. Bunt - Bunter - am Buntesten!
Dieser Mensch holt sich täglich frische Blumensträusse ins Haus, pfückt regelmässig Beeren, Früchte, Kräuter und Gemüse. Am sonnigen Sonntag liegt dieser Mensch in seinem Liegestuhl - inmitten des stets akkurat geschnitten Zierrasen.
Steht im Garten und werkelt selig und zufrieden vor sich hin ... dann leuchtet die grüne Gärtnerschürze unbefleckt, die Gartenhandschuhe schützen die zartweichen, sauberen, manikürten Hände. Ohne Rückenweh, dafür mit einem stahlenden Lachen auf dem braungebrannten Gesicht, die Haare von einem farbigen Bande im Zaume gehalten. Es duftet nach Blumen, nach Kräutern - und während der verdienten Kaffeepause kann dieser Mensch von den wilden Reben der Hausmauer entlang sich saftige Beeren pflücken.
Ok. So weit - so gut.
Und um es gleich vorwegzu nehmen: ganz klar ... das bin ich leider nicht!

Aaaaalso .... stellen wir uns dann mal im Gegenzug ein anderes Menchenkind vor, ein blauäugiges, blondes Menschenkind. Mit keinem grünen Daumen - nein! Viel mehr einem bräunlich-welken Daumen. Und einem wahrlich desaströs-schicksalshaften Umgang mit allem, was blühen könnte. Könnte es denn. Am Wollen scheitert es nicht. Weil ... dieses Menschenkind ist eine Gefahr selbst für Kakteen! Sämtliche Kaktüsser im näheren Umkreis nehmen Reissaus, kommt das blonde Menschenkind des Weges.
Ein biologischer Tsunami! Ein florales Nirwana!
Keine Blume ist zu unempfindlich genug, kein Strauch zu anspruchslos, kein Baum zu hart um dass ES sie/ihn nicht tot pflegen könnte. Erst wird gedörrt. Dann geflutet. Was heisst: entweder vertrocknen oder ersaufen all diese edlen Gewächse.
Sämtliches Geblätter und Geblühe und Geäste rennt im übertragenen Sinne schreiend davon, kommt erwähnten Menschenkind in ihre Nähe. Entweder schneidet dieses Menschenkind am falschen Ort, düngt zu viel oder zu wenig oder falsch, pflanzt am unmöglichsten Standort und ist bei allen Pflanzenschädlingen in Westeuropa DER Geheimtip.
Dieses Menschenkind hat seit frühester Kindheit keinen guten Ruf in Gärtnerkreisen. Bei Grossmutter durfte es nie nie mithelfen - seit damals, als es alles Unkraut stehen liess, dafür alles Nützliche und Schöne ausrupfte. Und steht dieses blonde Menschenkind im Garten, fällt es bestimmt über eine liegengelassende Harke, tritt sich durch die Gartenschuhe irgendein Gartenwerkzeug schmerzhaft ins Fleisch, schwitzt wie verrückt, wischt sich die Tropfen mit der dreckigen Hand von der Stirn und verschmiert sich dabei das ganze Gesicht mit Erde. Und Rückenweh hat es auch, das Menschenkind.
Es stinkt nach Hühnermist und anderem Naturdünger.
Und alle noch so bemühten Bemühungen fruchten nix.
Besagtes Menschenkind bin im Fall nicht ich ... nicht dass ihr sowas denkt  ... es ist ... ähhh ... eine nahe Verwandte, eine gute Bekannte.
Sehr sehr nah.
Und sehr sehr gut.

Ab morgen ist März. Der Frühling steht ins Haus ... und den Garten. Und fast alle blauäugigen und blonden Menschenkinder dieser Welt wollen ihren Garten aufmotzen. Dito meine ganz nahe, ganz gute Bekannte. Die nicht ich bin.
Sie will am Wochenende schon mal im Eingangsbereich hegen und pflegen, setzen und giessen und düngen und beschneiden und schön machen. Wisst ihr, da ist auch noch so ne grosse Schale - da will sie alles alles rausputzen und alles alles neu machen. Ganz doll bunt. Gerne in pink und violett. Und Schneeglöckchen! Und Krokusse!
Aber - da ist noch nix gesetzt.

Jetzt sagt mal ... was soll meine nahe, gute Bekannte - die ich nicht bin! - denn kaufen und setzen? Kann sie noch so Sachen wie eben beschrieben reinfriemeln? Bereits spriessende Zwiebeln ...? Sie hat nämlich echt keine Ahnung! Grad mal eben Schnittlauch kriegt die unfallfrei über den Sommer - und auch das nicht gesichert.

Mein nahe, gute Bekannte will aus diesem tollen, momentan noch total wilden Garten eine blühende Oase machen. Wird sie dieses Jahr wohl noch nicht ganz hinkriegen ... aber beginnen kann ich ... ähhh ... sie, die gute, nahe Bekannte ... ja mal. Oder.
Es probieren.

Und wenn ihr mithelft - dann könnte das doch klappen! Oder?
Meine sehr nahe, sehr gute Bekannte wäre um Unendlichkeiten fröher!

ICH WERDE ES GERNE AN SIE WEITERLEITEN!

Dienstag, 28. Februar 2012

ICH TU'S NIE MEHR OHNE!

Das heute aktuelle Thema ist wieder einmal das Thema: Lesebrille.
Hatte ich ja schon des öfteren ... weil ich diese ab und zu mal vergesse. Und gleichzeitig auch die Ersatzlesebrille. Und den Ersatz des Ersatzes. Dass genau an so einem Tag sogar der Ersatz vom Ersatz des Ersatzes zu Hause bleibt - ach, das Leben ist halt manchmal ungerecht.
Jawoll, manchmal ist das so.

Beim gestrigen Malheur konnte ich mich allerdings nicht an die Tatsache einer vergessenen Lesebrille anlehnen. Ich war nämlich wörking ät houme. Zuständig für das floor- änd windows-cleaning management. Gestern habe ich mich aufgrund des wuuundervollen Wetter in den Garten outgesourst, hab Terrasse aufgehübscht und schon mal ein paar Farbtupfer in Form von Primeln dekorativ in die Gegend gesetzt.
Hatte also alle Lesebrillen meines gesamten Repertoires zur Verfügung. Also hätte gehabt - falls ich hätte.
Habe aber nicht.

Und das ging so:
Zwischen 2 Primelstauden habe ich Wäsche in die Maschine geworfen und das feinduftende Nass eine Stunde später in den Tumbler geschmissen. Ich kann das OHNE Lesebrille. Schliesslich muss ich ja nur oben an der Kellertreppe Licht anmachen, runter in die Waschküche stiefeln, Waschmaschine öffnen, Wäsche rüberpacken, Trocknungsgrad wählen und Knopf drücken.

All dies wäre auch völlig komplikationslos vor sich gegangen, wäre nicht die Stufe "Trocknungsgrad wählen" gewesen. Weil ... da kann man EXTRATROCKEN, SCHRANKTROCKEN oder BÜGELTROCKEN wählen. Ich nehm eigentlich immer SCHRANKTROCKEN. Was so viel heisst wie: die Kleider lassen sich, noch trocknerwarm, knitterfrei zusammenlegen und gleich wegräumen. Sooo praktisch! Jedenfalls für akute Bügelallergiker wie mich. Da hat bis heute noch keine Desensibilisierung geholfen ...
Darum: ich liebe meinen Tumbler! Er kommt gar nicht so weit hinter dem Katerli. Ja, ich möchte fast sagen, ich gebe es zu ... ich habe eine romatische Liaison mit dem Ding von Bauknecht.
Das heisst: bis gestern hatte ich die.
Momentan herrschen gewisse Disharmonien zwischen ihm und mir.
Wir reden grad nicht miteinander.

Es war nämlich so, dass ich eine Trommel voller Katerwäsche - Shirts, Pullis usw. - frischgewaschen in den Tumbler warf. Mit der Aussicht, diese Wäsche schön, herrlich, sauber, flauschig eine Stunde später in den Schrank räumen zu können. Weil ich mein Nasenvelo grad nicht zur Hand hatte, wählte ich die Stufe, welche ich IMMER wähle, drückte den Knopf und das Dingens setzte sich in Bewegung.
Ich ging davon aus, dass TÖMBI - so heisst der Trockner - unterdessen seiner Arbeit nachgeht ... wie gewohnt, wie ich der meinen.
Dies hat Tömbi auch getan.
So auf den ersten Blick.

Bloss ... als ich mich eine Stunde später in die Niederungen des Waschkellers begab, hatte mir Tömbi mittels Zeitanzeige zu berichten, dass er seinerseits gedenke, noch 60 Minuten seinen Inhalt zu trocknen. Gleichzeitig schien mir - so locker-flockig vor ihm stehend - dass seine Abluft mir doch ziemlich heiss meine wohlgeformten Waden föhnte. Irgendwie war das anders als sonst ... und ich stoppte Tömbi in seinem Lauf. Befühlte die knochentrockene, lavaheisse Wäsche und beförderte sie unter Zuhilfenahme von Handschuhen an die frische, kühle Luft des Waschkellers.

Ok. Ich gebe es zu - ich hatte EXTRA TROCKEN gedrückt. Irrtümlicherweise.
Sollte man nicht, zumindest nicht ohne Lesebrille, mal so ins Blaue hinaus.
Was soll ich nun sagen? Alle Wäsche ist noch brauchbar. Bloss nicht mehr vom Kater. Also entweder nimmt er ca. 71kg ab (er wiegt so um die 73kg). Behüte! Oder wir kriegen noch ein Baby. Ein ganz ganz kleines Frühchen. Verhüte!
Falls weder das Eine noch das Andere passiert, hau ich am Besten das Zeug gleich in die Tonne.
Muss es dem Kater aber vorher noch beichten.
Werde selbstverstäbdlich Tömbi die Schuld in die Trommel schieben.
Logo.

Aber ich verspreche hoch und heilig:

ICH TU'S NIE WIEDER OHNE!

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