Sonntag, 22. August 2010

YESSS - I CAN! WE CAN!

Die Geschiche von heute wiederum so beginnen zu dürfen - wie schön! Ich heisse herzlichst und mit meinem strahlendsten Lächeln BREMATE WILLKOMMEN.
Der Sternenzaubersche Geschichtenhimmel leuchtet nun schon ganz doll. Darüber freue mich so sehr.
Liebe Bremate, schön bist Du da. Und ich wünsche Dir, dass es Dir hier gefällt, Dir Spass macht, Du Dich wohl fühlst. Hier gibts die ganze Palette an Leben ... mal mit einem Augenzwinkern, meist mit lautem Lachen und ab und zu fliessen auch Tränchen.
Eben Leben.

Und nun ...

... alleine nach Rhodos. Aber nicht einsam!
Dass ich kann, ihr mir das zutraut, es mich wieder zu Kräften kommen lässt und mich nach vorne bringt - dies wurde mir gestern mittels eurer Kommentare, SMS und Telefonate mehr als nur bewusst.
Mit jedem Wort - den Worten des Verständnisses, der Ermunterung, des Zutrauens und auch der klaren Darstellung meiner Möglichkeiten ... nahm mein Plan Konturen an.

Ich packe Taschentücher ein - reichlich! Aber daneben die buntesten Badesachen, meine Lieblingskleider, 2 gute Bücher und: ein gebrauchtes T-Shirt von meinem Schätzu, er duftet immer so gut. Und ein leeres Tagebuch. Darin werde ich meinem Schätzu jeden Tag das Leben auf Rhodos beschreiben, meine Gefühle und die Wünsche für ihn ... für uns, werde es mit Worten füllen, mit Photos, kleinen Andenken, Sand, Anekdoten, Tränentropfen, Zeilen von unseren Freuden dort, Erlebnisse dokumentieren. Er wird jeden Tag dabei sein, 24 Stunden lang. Danke Elisabeth, mehr als nur eine gute Idee!

Dass ich nicht die Einzige bin, andere Menschen sowas auch schon erlebt haben - und daraus viel geschöpft haben. Ich nebst bestimmt einsamen, schweren, traurigen Momenten auch wunderschöne, sonnige, einmalige, tragende, beglückende Augenblicken erlebe ... ja, daran glaube ich jetzt.
Danke Lydia!

Ich nehm ein Stück Seife mit, "Ewige Liebe" heisst sie. Von Hand und mit Liebe gemacht ... lag gestern im Briefkasten (darüber später mehr). Genau im richtigen Moment. Danke Dörte!

Es hat mir so gut getan gestern, dass ihr einfach bei mir wart, mir über all die Entfernung die Hand hieltet, Taschentücher reichtet, mit mir geredet habt und mich dazu brachtet, den Kopf oben zu halten. Danke Inge, Susanne, Irmi, Kvelli, Rahel, Su, Dörte, Claudia, Kathrin, Raphael, Manuel und und und!

Ich habe jetzt wieder Boden. Stolpern nicht ausgeschlossen, eher wahrscheinlich. Aber weich abgefedert - in einem weichen Teppich voller Freunde, Menschen, ihren guten Gedanken und Nähe.

Und weil das so ist, will ich euch zeigen, dass ich den gestrigen Tag bewusst als den ersten Tag vor meinen Ferien angegangen bin, zusammen mit meinem Schätzu-Katerli:

An Tagen wie gestern muss man Cappu trinken. Mit Freund Raphael. Ist gut, tut gut.

In unserem Lieblingsrestaurant ALTES WAISENHAUS - da herrscht immer ein bisschen Ferienstimmung

Auf dem Strassenfest den 3 coolen Mädels zuhören und zuschauen - ein Genuss!

Diese luftige Tunika will mit mir nach Rhodos fliegen. Hat sie gesagt.
Da habe ich sie mitgenommen.

Gegen Abend kam dann der Katerli-Schätzu heim. Und mit ihm Vitamin B12 und sämtliche andere, Spurenelemente und Mineralstoffe.
Küsse inklusive

Ein romantischer, wunderschöner Abend

Es geht. Das weiss ich jetzt.
Niemand sagt, es sei einfach.
Aber die Hauptsache:

JA - ES GEHT!

Samstag, 21. August 2010

TJA

Eines der Glücke - immer wieder - in den letzten Tagen schier täglich, ist das Begrüssen neuer Geschichten-Himmel-Sterne. Heute sag ich mein herzlichstes HALLO an Petra. Ich freue mich, dass Du hier bist und wünsche Dir viele Schönes. Dass es Dir Spass macht hier zu sein, Du was zum Lachen und Nachdenken findest, es kurzweilig für Dich ist.
So wie das Leben eben. Willkommen in meinem Leben, meinem Blog.

Und nun ...

... was ihr jetzt hier lest, ist der pure, sachlich gehaltene Galgenhumor.
Ich habe mir lange überlegt - eine ganze Nacht lang (Schlaf ... wo warst Du?) - ob ich es schreiben soll, ob ich es schreiben kann. Und wenn ja ... wie?
Im Grunde genommen und rein faktisch gesehen, müsste euch gerade eben sturzflutartig Wasser aus dem Compi entgegen plätschern. Alles unter Wasser setzen.
Weil ich euch - und mir auch - dies so nicht zumuten will, nur ein paar erklärende Worte ... nicht allzu viele ... und aussagekräftige Bilder. Ihr werdet schon verstehen.
Alleine das scheint mir die Mühe wert zu sein.

Die Worte:
Seit Wochen ist mein Schätzu-Katerli nun in der Klinik. Die Auf und Abs könnt ihr regelmässig hier mitlesen. Eine mega schwere Zeit, welche ihm und mir alles abverlangt. Doch wir sind voller Hoffnung.
Die Erinnerung:
Am 09.09.2009 haben wir auf Rhodos geheiratet, vor einer kleinen Kapelle unten am Meer in Lindos. Der schönste Tag meines / unseres Lebens.
Unseren ersten Hochzeitstag - das war uns klar - wollen wir wieder da feiern. Die Ferien sind gebucht, am 07.09.10 geht es los.
Die Hoffnung:
Zusammen mit den Ärzten haben wir diese letzte Woche damit verbracht, Möglichkeiten zu schaffen, diese Ferien realisierbar zu machen. Als Teil der Therapie. Als Möglichkeit, dass er und ich wieder Kraft schöpfen können - zusammen. Weil die Krankheit auch das Leben als Paar beherrscht. Und man dem Paar die Aufmerksamkeit geben wollte. Es sah gar nicht schlecht aus.
Fakt ist:
Ich - ich MUSS in die Ferien. Weil mich die Ärztin sonst ins Krankenhaus steckt. Weil ich selber am Rande meiner Kraft bin und in der Verantwortung stehe, meine Gesundheit zu schützen. Rhodos ... das ist ein Teil von mir. Das kleine Hotel und die Familie da, auch die Gäste - ein zusammen gewachsenes Team. Über Jahre. Sie Alle nahmen letztes Jahr Anteil an den wundervollsten Tagen, die Menschen nur haben können. Unbeschreiblich. Da sind Freunde.
Der Entscheid:
Gestern um 16.00h war die Zeit der Entscheidung. Und das Ärzte-Team kam nach langem Abwägen - zusammen mit uns - zum Schluss, dass es NICHT geht. Keine gemeinsame Auszeit.
Es war sichtlich und spürbar schwer für Alle, diesen Entscheid zu fällen.

Das ist nachvollziehbar mit dem Verstand. Aus medizinischer Sicht.
Das Herz und die Gefühle wollen, können aber nicht verstehen.
Ich hätte mir so gerne ein wenig Glück in dieser Zeit gewünscht. Der Gedanke an heilsame, sonnige, ruhige Tage zusammen hat mich durch die ganze letzte Woche getragen, ich war schon fast wieder sowas wie glücklich ... es sah wirklich so aus als ob ...

Ich werde gehen. Gehen müssen.
Alleine in den Flieger und alleine auf Rhodos landen. 18 Tage Rhodos.
Keine Ahnung wie das geht.
Das wird eine ganz schwere Zeit. Für ihn. Für mich.

In all dem Chaos der letzten Wochen / Monate ... hatten wir in den vergangenen Tagen gute Gefühle. So ein bisschen Erdbeerbowlen-Stimmung ... Licht am Horizont?
Man machte uns leise Hoffnungen.

Er roch nach frischen Himbeeren und des Lebens Süsse schien für einen Moment zumindest greifbar

So ein wenig Glück, das hatten wir uns erhofft. Denn die letzte Zeit war wie Schaukeln auf dem Schiff. Bei hohem Wellengang. Hängen über der Reeling.
Wir hatten Lust auf eine unbeschwerte Fahrt auf glattem Wasser.
Es schien, als würde unser Wunsch in Erfüllung gehen.

Doch plötzlich zogen Wolken auf

Der Entscheid

Wo bleibt bloss die Sonne?


Falls sich heute irgendwo ein Sonnenstrahl blicken lässt ... her damit!
Und Tempo Taschentücher.
Ach Mensch ... !

Ich verspreche im Gegenzug, die Schultern durch zu drücken und den Blick nicht am Boden heften zu lassen. Damit ich die Sonnenstrahlen auch sehe.
Doch, das tue ich wirklich.

VERSPROCHEN

Freitag, 20. August 2010

NEIN, ICH HABE NICHT GELAUSCHT

Jupiduuuu - herzlich WILLKOMMEN INGRID! Welch Glück, heute meine Geschichte wiederum mit der Vermeldung des Fundes eines neuen Sternchens am Geschichtenhimmel zu beginnen. Wenn das kein Glückstag wird...!
Liebe Ingrid, ich wünsche Dir Spass, Vergnügen, Lachen und Wohfühlen hier bei mir! Schön bist Du da.

Sodeli. Nun aber zu meiner gestrigen Seelen-Destabilisierungs-Story.
Ich habe wirklich nicht gelauscht. Ich habe einfach zugehört - es ging nicht anders. Ich wurde förmlich dazu gezwungen. Ehrlich!
Schliesslich sassen wir Knie an Knie im Zug. Vis-à-vis.
Und wenn SIE in so einem Moment lautstark ein SO brisantes Telefongespräch führt ... was bitte kann ICH denn dafür?


Fakt ist: ich habe gehört was sie gesagt hat. Und habe mir während des ganzen Telefonates meine Gedanken gemacht. Schlimme Gedanken. Es war aber auch sowas von ...! Ich will es euch nicht vorenthalten. Ich kann nicht. Empört euch mit mir. Ich rufe hiermit zur gemeinsamen Entrüstung auf!
Alles andere wäre eine sträfliche Unterlassungssünde.

Gestern Abend, 18.04h, Berner Bahnhof. Zug ist bereits eingefahren, ich bin subito eingestiegen - will ja schliesslich einen Sitzplatz.
Sitze am Fenster in Fahrtrichtung und lese die Abend-Gratiszeitung - wie immer. Der Platz mir gegenüber ist frei. Da kommst sie an, diese junge Frau in Blümchentunika, Jeans und Turnschuhen, lächelt nett- erfreut über den freien Platz und nicht wegen mir - und fragt mit ganz doll viel französischem Akzent: "Is hir noch frrei?".
Ich - in aalglattem Französisch: "Me biä sür, ma schèèèr".
Sie setzt sich hin, der Zug ruckt an und schon bimmelts in den Beuteltasche meines Gegenübers. "Allloo? Ah! Bon soir Doris. Oui, isch bin gerad in die Sug auf die Weg à la maison." Dann kamen ein paar "oui" und "non", 1 x "peut-être" und dann ging die Post ab:
"Alors Doris, Du muss mir jetzt hören zu. Isch bin so müde und böse, die Madame is erst um 02.45 nach Hause gekommen. Und isch, isch musste bleiben wach wegen die Kleinen! Die hatten solches Hunger. Aben geschreit. Und isch, isch habe auf sie aufgepasst. Gefüttert. Is nisch gut. Die Madame kommt bloss für die Fressen à la maison. Und das Rest - das ganze Rest mit die Kleinen muss isch machen!"

So in der Art ging das weiter. Mir war ja unterdessen alles klar.
*Sternenzaubermodus ein*:
Da sitzt also mir gegenüber ein völlig überfordertes Au-Pair-Mädchen und wird total von ihrer Gastfamilie ausgenutzt. Die Mutter eine Schlampe, vernachlässigt sowohl Kinder (ja, es müssen mehrere sein!) wie Haushalt und schert sich einen Dreck um alles. Party machen, Trallala und bloss keine Verantwortung übernehmen. Kennt man ja. Wahrscheinlich kaum älter als das Au-Pair selber. Aber Kinder wollen! Und dann links liegen lassen. Prima. Das mag ich!
Jajajaja. Ich finde das ne echt miese Nummer.

Aber empören wir uns mal weiter "en famille": "Weis Du, Doris, am Dienstasch hatte isch wirklisch Glück, da war sie schon um 23.00h da, schlisch einfach rein, die Treppe och und legte sich auf die Bett, schlief ein tout de suite. Unmöglisch! Isch musste dann auch alles alleine sauber maschen - die Kleinen aben das Toilette in schlimm Zustand gemacht. Wääh. Überall das Dreck! Und iiiiimmer schreien. Aber kann isch auch verstehen, die Mutter nie da! Erste Zeit - ja, ganz an die Anfang, da war prima. Mama immer geschaut auf die Kleinen. Aber jetzt ...! Is so schade. Isch glaube, die Kleinen müssen bald weg. Werden abgeholt. Isch habe sowas geört. NonNonNon ....!"
*KOPFSCHÜTTEL*

*Sternenzaubergedankenmodus wieder ein*:
Also, was haben wir denn da. Eine Rabenmutter, die anfangs wohl noch ganz passabel funktioniert hat, aber irgendwie, schon ganz früh, den Faden zu ihren Kindern verloren hat. Eine Egoistin! Wochenbettdepression? Natürlich ist das Jugendamt irgendwann mal auf diese eklatanten Missstände aufmerksam geworden - und nun will mal die Kinderchen fremd platzieren. Was für eine Schande! Was für ein schlimmes Weib!
Und ... vom Vater war gar nie die Rede. Darüber habe ich mich doch ein bisschen gewundert. So ganz freisprechen von jeder Verantwortung kann man ihn ja auch nicht. Auch wenn die Mutter schändlich handelt und nur sun, fun an nothing to do im Sinne hat - aber auch ein Vater hat Pflichten!
Ich muss das arme Mädchen gleich mal fragen. Vielleicht braucht sie meine Hilfe? Nicht dass ich mich jetzt einmischen will. Aber schliesslich und letztendlich will ICH dann nicht aus der Zeitung erfahren, dass was Schlimmes passiert ist! Ich bin eine engagierte Bürgerin und setze mich für die Rechte der Menschen ein - insbesondere für die der unschuldigen, wehrlosen Kinder!


"Alors Doris, isch bin gleich in Thun. Vielleischt, wenn Madame heute Abend nischt ganz so schpät à la maison kommt, dann ruf isch Disch an. Ok? Und überhaupt die Kleinen sind jetzt 3 Monate alt und fressen schon ganz alleine aus ihre Tellerschen. Auf die Kistchen gehen sie meistens auch. Aber eben nischt immer ... Isch bringe Dir Photos von die Kleinen mit - Kira, Nala und Bamboo - alle schwarz mit die weissen Pfötchen. So süüüsss!
Vielleischt mache isch mir auch su viel Gedanken. Die Mama kümmert sisch halt nun nisch mehr so - is bei die Kätzchen normalll. La natur."

Ihr müsst mich jetzt gar nicht so anschauen.
Auch ich kann mich mal irren.
Ich hab mich tierisch verschätzt in meiner Meinung. Kann ja mal passieren.
Irren ist menschlich.

ODER? :-)

Donnerstag, 19. August 2010

TÜCKEN DER TECHNIK - ODER SO

Bevor ich auch nur irgendwas schreibe, möchte ich mit Trommelwirbel, Hurra und Judihuii ISMIWURSZT und DODO ganz herzlich in meinem Geschichtenhimmel WILLKOMMEN heissen. Ich freu mich jedes Mal, wenn wieder ein neues Sternchen da ist - und jetzt sind es grad zwei auf einmal!
Wirklich und von ganzem Herzen freue ich mich! Ich mag es, meine Worte gegen die euren zu tauschen. Da ist so viel an Leben und Lebendigkeit!
Fühlt euch wohl hier, ihr Beiden. Habt Spass, geniesst, lacht, fühlt und redet mit. Es ist schön, dass ihr da seid!

Und wenn wir schon mal Alle so gemütlich beisammen sitzen, muss ich meine Lesergemeinde doch unbedingt auf den neusten Stand der Technik bringen. Thema: Navigationsgeräte. Und hier deshalb auch gleich die schnörkellose Überleitung zum gestrigen Tag.
Ich lernte SIE kennen - Charlotte.
Somit möchte ich euch mit Charlotte bekannt machen:
Liebe BlogfreundInnen: DAS ist Charlotte. Charlotte, DAS sind meine Freunde und Freundinnen.


Und ich lernte Herrn Schranz kennen. Ihn kann ich euch leider nicht mehr so detailliert vorstellen, weil er seit gestern untergetaucht  und sein derzeitiger Aufenthaltsort unbekannt ist. Nur so viel: Autoverkäufer, ein bisssschen zu viel Gel, ein bisschen zu wenig Stil. Ein bisschen sehr Macho. Die Playboy-Bunny-Krawatte nicht wirklich cool.

Doch nun zurück zu Charlotte.
Charlotte ist nicht wirklich real, sie ist ein Exemplar aus der ganzen Auswahlsendung an Stimmen, welche dieses Wundergerät der Navigation wohl als Sklaven hält. Die anderen heissen Doris, Gaby, Susi, Karin, Steffi, Anna und was weiss ich noch alles. Es gibt auch Robert, Jürgen, Kevin, Uli, Stefan, Lucien, Maurizio, Oliver und Ralph. Diese Namen stehen wie gesagt für die netten, heiteren, sonoren, dunklen, hellen, sinnlichen, piepsigen, gehaltvollen, melodiösen, schnarrenden - die Auswahl ist gross - Stimmen der Herren und Damen im neusten Navigerät, welches uns gestern vorgestellt wurde. Von Herrn Schranz.
Ein High-Tech-Wunder der speziellen Sorte - sagte uns der Vertreter. Die ganze Gilde der Automobilindustrie Bern und Umgebung war zu diesem Event eingeladen. Wer Rang und Namen hatte, war anwesend.
Ich habe zwar keinen Rang, aber immerhin einen Namen.

Herr Schranz war der Herr, nach dessen Pfeife das Navigationsgerät förmlich tanzt. So sein Vorwort an uns Gemeinde der Unwissenden. Er sagt - es/sie (in diesem Fall Charlotte) tut.
So oder ähnlich. Mit prächtigen, grossen, glorreichen, eindrücklichen Worten wurde es angepriesen, das Navi, welches keine Wünsche offen lässt. Patschhändchen auf Toutch-Screen gehören der Vergangenheit an, heute spricht man mit seinem Navi. Stimmenerkennung ermöglicht die Inbetriebnahme, ohne irgendwas tun zu müssen. Man kann das ganze Auto damit steuern. Alles regeln.
"Aus sprachgesteuert machen wir jetzt Schranz-gesteuert", klärte man(n) uns auf. "Sie hört auf mich - hier die Demonstration - ich bitte um Ruhe und Aufmerksamkeit".
"Charlotte (wahlweise Doris, Gaby, Susi, Karin usw.) erkennt sofort und ultimativ ihren Herrn und Meister, gehorcht auf Zuruf". Sagte Herr Schranz.
Ich persönlich bin sicher, da hat ein Mann seine tiefsten Empfindung und Wünsche in diesem Gerät gespiegelt. :-)

Jedenfalls zeigte Herr Schranz uns auf eindrückliche Art und Weise, wie man Charlotte anlernt. Und programmiert. Charlotte sagte was zu tun ist (das muss bestimmt ein Konstruktionsfehler sein ...), wie zum Beispiel: "Sprechen Sie jetzt laut und deutlich ihren Namen ins Mikrofon".
Herr Schranz sagte laut und deutlich zu Demonstrationszwecken: "S c h r a n z".
Charlotte im Gegenzug: "Sie haben S c h w a n z gesagt. Guten Tag Herr Schwanz".

Während Herr Schranz leicht angepisst, nervös und hochrot im Gesicht am Navi rumnestelte, Knöpfchen drückte und sichtlich unwohl in seiner Haut war, hatten wir als Publikum alle Hände voll zu tun, unsere Zwerchfell-Emotionen im Zaume zu halten und keinerlei Gesichts-Entgleisungen zuzulassen. So zu tun, als hätten wir nix gehört. Schon gar nicht "Schwanz".
Nach weiteren 5 x Schwanz statt Schranz hatte Herr Schranz Schweisstropfen auf der Stirn, das Deo und die Nerven begannen zu versagen. Der gequälte Mann gab hinsichtlich Namenserkennung entnervt auf und probierte zumindest, eine Handynummer einzusprechen.
Doch Charlotte muss irgendwie eine total taube Nuss sein. Statt DREI verstand sie ZWEI, meckerte los, wenn die Zahlenfolge für ihr Empfinden zu schnell eingegeben wurde ... eine Tussi durch und durch.
Die Kompetenz von Herrn Schranz franste aus. Bekam dunkle Ränder. Wurde irgendwie ... untergraben.  Von Charlotte, diesem Biest! Und wenn aus Schranz-gesteuert Schwanz-gesteuert wird, dann ist das peinlich. Sogar sehr.

Meine aufkommende Heiterkeit versuchte ich insofern zu bändigen, als dass ich mir unauffällig auf die Unterlippe - später in den Handballen biss. Und mir mit dem spitzen Schuhabsatz links auf den rechten Fuss trat.
Ich und meine Beherrschung haben es nach einigen Minuten grade eben noch aufs Klo geschafft. Ich habe die hinterste Kabine gewählt.
Mir wurde aber erzählt, dass mein brüllendes Gelächter trotzdem zu hören war.


Bei der Verabschiedung war eines klar erkennbar:
Herr Schranz will nicht mein Freund werden. Never.

NICHT IN DIESEM LEBEN!

Mittwoch, 18. August 2010

DIE RUHE SELBST!

Ich wäre bestimmt Veganerin - zumindest Vegetarierin, müsste ich mich selbst auf Jagd begeben und Tiere erlegen.
Aber da ich weder mit Pfeil und Köcher rumhantiere, geschweige denn von Schusswaffen Gebrauch mache, hole ich mir das leckere Stückchen Fleisch für auf den Grill beim Metzger meiner Wahl.

Umso erstaunter war ich über die Frage und den leicht besorgten Blick meiner Ärztin gestern Morgen - da habe ich mir nämlich die Resultate der Blutabzapferei abgeholt: "Sind sie Veganerin?". Ich hab erstaunt verneint. Sie klärte mich auf: "Sie haben einen besorgniserregend tiefen Vitamin B12-Wert. Das findet man bei sehr jungen, meist essgestörten Frauen oder Extrem-Veganern. Eigentlich müssten Sie bei diesem Wert total depressiv, völligst übermüdet und extrem gereizt sein."
Ich fühlte mich in keiner Art und Weise angesprochen. Das mit dem sehr jung hat sich schon vor Jahren erledigt. Als essgestört würde ich mich jetzt wahrlich nicht bezeichnen. Ich Sinnes- und Genussmensch. Veganerin ... nö! Ich esse Fleisch, nicht viel, aber wenn - dann tolle Qualität und 1x in der Woche bestimmt. Auch Milchprodukte, Eier, Getreidesachen.
Ok, meine Nerven waren sicherlich schon flexibler. Und müde - na klar, kein Wunder momentan! Depressiv und extrem gereizt? Himmelherrgottnochmal - sicher nicht - und wer mir das jetzt nicht glaubt, der kriegt es handfest mit mir zu tun! :-)))

Ach ja, wenn ich mir die letzten Monate so anschaue, dann wundert mich eigentlich nix mehr. B12, DAS Nervenvitamin. Ich kriege jetzt 3 Monate lang jede Woche eine B12-Spritze, achte gut auf meine Ernährung und dann werde ich bald mal wieder mein gestärktes Nervenkostüm zur Schau stellen. Sollte ich also unangebrachte Knurrlaute von mir geben - ihr wisst jetzt warum.

"Gönnen Sie sich viel Ruhe" - ihr Ausspruch fiel auf fruchtbaren Boden in mir. Und da gestern eh mein freier Tag war, erklärte ich das zu Hause zur stressfreien Zone, legte die Beine hoch, griff das nächstbeste Buch, atmete tief durch und gönnte mir besagte Ruhe.
Nach 2 Kapiteln "Lebe sorglos", einem Hörbuch-Krimi (aha!) und der Abenteuerland-CD von PUR, fühlte ich mich richtig wohl. Vögeliwohl.
Ein paar Runden Wäsche waschen mussten dann aber doch noch sein. Und Staub saugen. Nur kurz. Müll runter - ganz schnell mal eben. Einkaufen, nicht viel. Und auch sonst so ein paar Kleinigkeiten - ihr wisst ja ...

Aber irgendwann am Nachmittag hallten die Worte der Ärztin in mir nach. Ich schnappte mir die Fernbedienung, zappte mal einfach los. Und zum zweiten Mal in meinem Leben blieb ich auf "Body in Balance" hängen. Dieser Sendung soll ja suuupergut für Körper und Seele sein. Darüber mag man geteilter Meinung sein - aber für die Lachmuskeln gibt es selten was Wirkungsvolleres!
Ich habe mir die Sendung "Yoga für Dich und mich" zu Gemüte geführt. Habe mir vom "Löwenatem mit ausgetreckter Zunge" erzählen lassen, "vom Gesicht der Kuh", "vom Affengriff".
Und genau so sah das alles auch aus!
Ich will ja nicht stänkern ... aber hätte ich auch nur eine der beschriebenen Übungen zur lockeren Entspannung mitgemacht - ich würde jetzt auf der Intensivstation liegen und nach mehrmonatiger Rehabilitationszeit vielleicht Mitte 2011 wieder ins Arbeitsleben integriert werden können. Aber auch nur vielleicht! Ich will dazu gar nicht viel mehr sagen - lasse lieber Originalbilder sprechen. Leidet mit mir ...
Und bloss daran denken: Nicht zur Nachahmung empfohlen!!

Der gefaltete Schmetterling ... oder so

Die linksgedrehte Würgeschlange ... oder so

Das einbeinige Dromedar ... oder so

Die gestreckte Giraffe ... oder so

Während die äusserst gelenkige Dame in "Lutasana", dem "Vajrasama" oder "Tadasna" den Atem tief ins Becken fliessen liess, die Hüften wie eine rollige Katze kreiste und gemäss Moderatorin sämtlich Muskeln in sich reinzog (??), um diese dann anschliessend wieder auszustülpen (??), das Herz öffnete ... öffnete ich den Mund und genoss eine Mango-Quarkschnitte (Milchprodukt - Vitamin B12!) mitsamt Latte Macchiato (viel Milch  - Vitamin B12) - und das erst noch aus des Katerchens bevorzugter Kaffeetasse.

Mmmmmmhhhh!

Doppel-Mhhhhhh!

Ohne schlechtes Gewissen.
Zurückgelehnt in die Kissen.
Ruhepuls knapp über 60zig.

MEINE AERZTIN HÄTTE IHRE HELLE FREUDE DARAN!

Dienstag, 17. August 2010

ALLER ANFANG IST MONTAG

So beginne ich den Tag am allerliebsten: mit einem herzlich-fröhlichen WILLKOMMEN für Adeline vom Blog "Adeline im Wunderland". Ich freue mich sehr über Dein Hier-sein und wünsche Dir viel Spass, Unterhaltung und kurze Weile bei mir im Geschichtenhimmel!

Wo aber beginne ich jetzt eigentlich, damit die Geschichte meinem Montag gerecht wird und meine Nöte und Nötchen auch als solche zu erkennen sind ...?
Damit, dass ich nüchtern um 07.30h beim Arzt antraben musste?
Oder eher beim regnerischen Wetter?
Dem ganz besonderen ... ähhh ... Duft-Event?

Egal. Ich beginne einfach gestern um 06.00h. Wie jeden Morgen, so wandelte ich auch am gestrigen Morgen nachtblind und die Augen noch voller Sandmännchenstaub wie ferngesteuert in die Küche zur Kaffeemaschine. Darauf bin ich konditioniert. Das funktioniert auch, ohne dass ich bereits so früh denken muss. Ein Automatismus des Überlebens.
Wobei - so ganz ohne Denke war ich gestern Morgen denn doch nicht unterwegs, sonst hätte ich nämlich nicht registriert, dass es der 16.08.2010 ist, "grosses Labor" in roten Lettern im Familienkalender unter "FRÄNZI" eingetragen steht. Nix mit Kaffee. Nüchtern hat die Arzttante gesagt.
Ergo robbte ich in einem Zustand von Wachkoma unter die Dusche. Pein! Pure Pein!

Gut gut. Draussen hatte es unterdessen zu regnen begonnen. Trotz alledem machte ich mich auf Giovanni, meinem Roller, auf in Richtung Arzt. Dort wurde ich von 2 gutgelaunten Arzthelferinnen liebevoll in Empfang genommen und anschliessend gleich mit der Spritze bedroht.
Leute - ich habe Rollvenen. Tiefliegende Rollvenen. Was bedeutet, dass die spitze Nadel bedrohlich ein BLINDE DATE mit meiner Vene eingeht. Einfach mal feste rein bis es blutet. Ja, genau so. Ich pumpe dann jeweils wie nicht gescheit ... Faust auf, Faust zu, Faust auf, Faust zu ... in der Hoffnung, die Vene möge sich derart aufpumpen, dass man aus 2m Abstand mit Augenklappe und Gegenwind die Blutzufuhr deutlichst pulsieren sieht. Aber nein!
Es endet jedes Mal damit, dass sich die nette Arzthelferin 1.) entschuldigt um anschliessend 2.) zuzustechen. Rumms.
Zugestehen darf ich ihr allerdings, dass sie jedes Mal trotz Blindflug zielgerichtet an der Quelle andockt und mich erfolgreich ausblutet. Ich armes Opfer ich.


Doch damit nicht genug - kaum bleich der Schlachtbank nochmals lebend entronnen - schon werd ich mit einem Becherchen aufs Klo geschickt. Ha ha ha. Erst heisst es: nüchtern antreten ... und dann soll man das Nichts auch noch auspinkeln! Mein Ich sitzt in diesem weissgekachelten, gemütlich-sterilen Praxisklo. Und sitzt. Und sitzt. Der Wasserhahn ist schon aufgedreht, ich denke dann jeweils an Meeresbrandung, Wasserfälle und den Jet d'eau in Genf - die Blase beschwörend. Irgendwann mal gelingt es dann meinen Beckenbodenmuskeln, mich innerlich auszuwringen und mir zumindest ein paar Tropfen des notwendigen Nass zu entlocken. Phuu.

Derart in jeder Hinsicht geschwächt, machte ich mich dann auf den Weg nach Hause. Schnell, ganz schnell!
Da lockte Kaffe und ein feines Brötchen! So weit - so gut. Grundsätzlich.
Hat man denn nicht das seltene Unglück, einem Kehrichtsammel-LKW hinterher fahren zu müssen. Diese Düfte ... also ... ähhh ... wääähhh ... würg ... ! Es trieb mir trotz Helmvisier Tränen in die Augen. Eigentlich war ich in diesem Moment ganz froh, ohne Mageninhalt unterwegs zu sein.


Na ja - ich will mal nicht so sein. Der Tag entwickelte sich mit zunehmen Stunden in eine Richtung, welche mir gefiel. Erst gab’s Besuch von einer lieben Freundin, dann am Nachmittag arbeiten in der Garage.
Und als krönenden Tageabschluss gönnte ich mir "ELLIOT - DAS SCHMUNZELMONSTER". Er - mit seinen rosa Flügelchen und dem rosa Haarschopf.


Ich liebe diesen Film. Und wische mir zuletzt immer wieder ein Tränchen aus den Augenwinkel ... da, wo Elliott sich verabschiedet. Ach ja.

Aber wisst ihr, was das Allerbeste an diesem Montag war?
Ein Tag weniger bis Samstag.
Am Samstag kommt er nämlich wieder für ein paar Stunden heim!

MEIN SCHÄTZU-KATERLI!

Montag, 16. August 2010

STERNENZAUBERHAFT!

Diesen Post heute darf ich damit beginnen, Doreen vom Blog DekoSonne ganz herzlich im Geschichtenhimmel zu begrüssen.
Eine der schönsten "Aufgaben" - und die leichteste Übung!
Schönes, kurzweiliges und humorvolles Verweilen hier, das wünsche ich Dir. Schön Dich da haben zu dürfen.

Wenn ihr dies lest, ist die Sonne bereits am Himmel und der neue Tag hat begonnen. Während ich hier am Schreiben bin, hat der neue Tag zwar auch begonnen - aber das mit der Sonne ist noch ein paar Stunden hin.
Es ist späte Nacht, beziehungsweise früher Morgen - und eigentlich müsste ich längst schlafen. Geht nicht, weil Keiner drüben wartet ... ich träume lieber noch ein bisschen mit offenen Augen und wachen Sinnen.
Die Zeit war wunderschön und den Abschied hätten wir uns gerne erspart. Zusammen ist gut. Zusammen tut gut. Deshalb fällt das entspannte Schlafen heute Nacht wohl auch nicht ganz leicht ...
Sagen wir mal: erschwerte Bedingungen. Da hilft nicht mal Schäfchen zählen.

Es gibt aber nix zu jammern. Das Wochenende war obermegagrandios schön. Es hat uns glücklich gemacht, sehr. Ich sitze jetzt noch warm eingemummelt auf dem Balkon, er riecht nach Regen und nasser Erde, der dunkle Himmel ist sternenlos. Zumindest sind die Sternen momentan nicht sichtbar.

Das ist auch der Punkt - genau diese wichtige Erkenntnis haben wir aus diesem, unserem Wochenende erfahren:

Auch wenn man die Sterne nicht immer sehen kann ...
... sie sind da!




Alles hatte Inhalt:
unsere Worte,
unsere Blicke,
unsere Berührungen.
Reden, das fließt.
Lachen, das hingehört.
Schweigen, das lebt.
Vertraulichkeit von Anfang an.
Von unseren wenigen ersten Stunden
wird viel bleiben
und viel wird daraus werden.
Das erlaube ich mir zu wissen.

(Jörn Pfennig)



DANKE - 
FÜR DAS WAS WAR UND WIEDER SEIN WIRD!
AUCH DAS WAGE ICH ZU WISSEN.

Sonntag, 15. August 2010

DER MHHHH-FAKTOR!

Es hat den ganzen Tag geregnet - und diese Tatsache hat gar nie gestört! War irgendwie sogar schön. Die Regentropfen trommelten wie Musik auf das Dachfenster.  Wir haben weder gekocht, noch sind wir am Abend ins Musical gegangen.
Wir haben gelebt, geliebt, gelacht, geküsst, genossen.
Gleich frühstücken wir. Doch vorab möchte ich für euch kurz den Vorhang lupfen, einen Blick in mein zufriedenes, lachendes Gesicht gewähren. Und euch von meinem Wohlgefühl etwas abgeben.

Nur ganz schnell - nur ganz kurz - ... ihr wisst. :-)
Darum ... schaut, lächelt und bedenkt mit Nachsicht, dass rosa Wölkchen meinen Blick auf die Dinge vernebelt und das Dauergrinsen nicht vom Gesicht weicht. Seinem und meinem.
Diese paar Stunden nehme ich mir, gönne ich mir. Nehmen WIR uns, gönnen WIR uns.

Aber so ganz ohne euch geht's ja auch nicht. Ihr seid ein Stück von Glück.
Darum, Vorhang auf - für euch, die ihr meine geladenen Gäste seid:


LATTE MACCHIATO AN DER SCHLEUSEN-BAR

DIE SCHLEUSE - VOLLER BLUMEN

OLIVEN KAUFEN

DER KATER IST SÜSS! :-)

OLIVENSCHMAUS MIT CIABATTA-BROT. AMUSE  GUEULE.

PIZZA MIT DER HAND. AUF DER COUCH. ZUSAMMEN GEKUSCHELT

DESSERT ...


Was wollte ich noch gesagt haben?

ES GEHT UNS GUT!

Samstag, 14. August 2010

ZIRKULARATMUNG - FIND ICH GUT!

Meine lieben Bloger und Blogösen!!

Gestern war ein toller Tag!
Habe ich doch glatt die Freude, 2 neue Sterne am Geschichtenhimmel zu begrüssen: Grufti und Ela! Seid herzlichst WILLKOMMEN, ich freue mich sehr und wünsche euch Beiden viel Spass und gutes, kurzweiliges, genussvolles Verweilen in den Alltagsgeschichten, welche mein Leben so schreibt. Fühlt euch wohl - schön seid ihr da!

Wenn ihr diese meine, kleine, feine Geschichte heute lest, schwebe ich bereits Richtung 7ten Himmel auf rosa Wölkchen inklusive Glitzer-Silber-Schimmer. Engelchen fächeln beschützend mit seidigen Flügeln den Hauch der Liebe in Richtung Thun - während die Sterne sich zu einem überdimensionalen Herzbild formieren.
Genau so wird es sein. Und es wird schön sein.
Nein - Nicht schön. Schönschön ... um nicht zu sagen schönschönschön! Es ist allemal mehr als bloss schön.
Ich finde das gut!


Bestimmt werdet ihr euch jetzt Alle etwas verwundert umblicken, die Stirn in Falten legen und zu Recht fragen, was das alles aber mit der in der Überschrift so angepriesenen Zirkularatmung zu tun hat!
Ganz doll viel hat dieser Tag heute mit der Zirkularatmung - auch genannt Permanentatmung oder Kreisatmung - zu tun!
Es ist nämlich so:

Erst mal: Zirkularatmung ist, wenn man gleichzeitig Luft durch den Mund ausblasen wie auch durch die Nase einatmen kann. Probiert es erst gar nicht - es endet wie bei mir in einem Erstickungsanfall, Zwerchfellstechen, rasendem Puls und hochrotem Kopf.
Wer es aber beherrscht, der kann pusten ohne Ende, ohne Punkt und Komma. Nix mit Luft holen, die Luft ist dann einfach da.
Ich finde das gut!

Wie ich euch bereits erzählt habe, hat mein Schätzu-Katerli so ein Didgeridoo geschenkt bekommen (diese Schenk-Geschichte muss ich unbedingt auch noch nachliefern!). Seither sieht man an sonnigen Tagen im schönen Haslital einen Mann mittleren Alters an einen Baum gelehnt sitzen, das Blasinstrument vor sich wie einen wertvollen Schatz im Arme haltend und stundenlang Töne aus ihm lockend. "Freefloaten" nennt man sowas. Und alleine dieses Wort ... finde ich schon lässig.
Aus den eher pupsigen, plärrenden, quiekenden Tönen hat sich nun im Laufe der Woche langsam das einprägsame, sonore, so typische Schnurren des Lieblingsmusikinstrumentes der Aborigines (Ureinwohner von Australien) entwickelt. Weg vor Bahnhofs-Klo-Symphonie hin zu sowas wie Musik!
Seinen "Seelenknochen" legt mein Schätzu nur zum Schlafen aus der Hand - und selbst da ungern. Was Andere in Wochen, ja Monaten erst lernen, eben besagte Zirkularatmung, hat er sich in einer Woche Selbststudium beigebracht. Meinen Respekt hat er!
Soviel einfach mal zu den Gegebenheiten.
Also - ich finde das gut!

Nun aber ... sagte sich die Franziska Sternenzauber ... wer derart zirkulieren kann wie er, der kann das nicht nur am Didgeridoo! Oderrrr?
Und ich hier kommt die Lösung, warum ich das Grinsen auf meinem Gesichte nicht mehr unter Kontrolle halten kann: Nach so vielen Wochen Kater-Schätzu-Abstinenz fällt mir dieser Mann für ein paar gestohlene Stunden direkt aus der Klinik in die Finger. Ungebremst.
Und Leute - mein Kusskonto ist derart in den Miesen, sowas von in den roten Zahlen - kurz vor dem Kollaps! Mein Mund ist Konkursmasse! Brach liegendes Land! Dürre! Ebbe! Staubwüste!
Das finde ich nicht gut!

Genau deshalb finde ich Zirkularatmung total gut, falls ich es nicht schon einmal erwähnt haben sollte. Mein Schätzu kann nun also sozusagen küssen ohne Luft holen zu müssen. Ich brauch eh keine Luft - ich brauche nur ihn. Ich leb von seiner Luft und seiner Liebe! Und davon ganz viel! Er soll zirkulieren bis sich die Balken biegen! Sowas von.
Und ich wiederhole mich gern wieder: Ich finde das gut!


Eines ist Sternenzauberhimmelklar: Sein Didgeridoo wird dieses Wochenende in der Ecke stehen und lange warten müssen. Mein Schätzu wird es nicht in Händen halten wie einen wertvollen Schatz. Er wird namlich alle Hände voll zu tun haben.
Zirkulation in Extremis sozusagen.
Freefloaten! ;-)

Ich bin dann mal weg!

Habe ich es schon mal gesagt ...?

ICH FINDE DAS GUT! RICHTIG GUT!

Freitag, 13. August 2010

WER NICHT HÖREN WILL, MUSS FÜHLEN ...

Klar ... die Wetterfee hatte gewarnt. Und in der Zeitung stand es auch. Ich kann wohl hören - und sehen. Bloss mit dem Begreifen, da habe ich so ab und zu mal meine Schwierigkeiten.
Wer will eine Regentag-Voraussage schon verinnerlichen?!

Ergo spazierte ich gestern in Sandalen aus dem Hause. Schliesslich regnete es nicht. Noch nicht.
Aber wer eine echte Regenwolke sein will, gibt die Absichten nicht preis und überrascht völlig unerwartet. Zum Beispiel ... mich! Frohgemut hüpfte ich 06.51 in Bern aus dem Zug - mitten in eine Pfütze. Und das mit schwarzen Sandalen! So herrlich pelzig-weiches Material. Welches sich so schön mit Wasser volldröhnt und bei jedem Schritt diese fiesen Matsch-Schmatz-Geräusche macht.
Man kriegt dann so einen entigen Gang und watschelt. Watschelt man nämlich nicht wie eine schwangere Bergente, dann rutscht und flutscht der Fuss im glitschig-durchsuppten Schuh in einer Art und Weise, welche früher oder später zur Bodenlandung einlädt. Unweigerlich.

Besonders die 30m zum Tram, da, wo es bergab geht. Echt heikel.
Da ist dann der nasse Fuss im rutschigen Schuh schneller als der Schuh selber. Man ist stets ein paar Zentimeter im Vorsprung. Ein trügerischer Vorsprung, der eigentlich ein gehöriger Nachteil ist. Wenn nämlich die Zehen vorne raus flutschen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese unter die Schuhspitze knicken.
Leute - ich weiss von was ich rede. Auf dem rutschigen Fussgängerstreifen ist es denn auch passiert:
Während ich eine Nagellack-Schleifspur in edlem Dunkelviolett auf dem Asphalt und über die gelbe Zebrafarbe zog, fiel ich gleichzeitig dem nächstbesten Mann von hinten um den Hals. Da war ich dann nicht wählerisch. Ich hatte keine Zeit dafür. Notwehr ... sozusagen. Zur Information - ja, ab und zu falle ich mal einem Manne um den Hals - nie aber in die Hände!
Nachdem er sich aus meinem Würgegriff befreit hatte, stellte er mich wieder auf die eigenen Beine, grinste ein wenig schief und ging von dannen.
Mit schnellen Schritten, so schien mir.

Auf diesen Schreck hin, kam mir verständlicherweise die wunderbare Idee, mich wieder mal Richtung Lieblingsbäckerei zu begeben und mir mit einem Latte M. den Tag zu verkoffeisieren, mir den Tag schön zu schlürfen . Vielleicht noch ein butteriges Gipfeli (Croissant)?
Aber mein inneres Auge sah in diesem Augenblick die aufgerissenen, schreckensgeweiteten Augen meiner Ärztin - beim Begutachten der montäglichen Blutwerte. Die Bauchspeicheldrüse grinste gemein um die Ecke ...
Und auch wenn mir das jetzt Keiner glaubt, ich bin zuweilen vernünftiger als ich ausschaue! So auch gestern Morgen.
Anstatt dieses unsägliche, blausäurehaltige, ätzende ... wunderbare, heissgeliebte Gebräu zu geniessen ... bestellte ich mir statt dessen einen leckeren Melonen-Limetten-Orangensaft. Frisch gepresst. Gesünder geht gar nicht! Aber besser auch nicht  - mal den Latte vielleicht ausgenommen!
Ich schlürfte das Zeug genüsslichst durch den Strohhalm. Die Vitamine, Spurenelemente und Faserstoffe breiteten sich in mir aus, pulsierten durch die Adern - weckten, belebten, erfröhlichten, aktivierten, pushten, energetisierten mich. Überhaupt und sowieso. Auch im Besonderen.

Wer von "meiner" Bäckerei noch nichts weiss, der muss unbedingt erst hier nachlesen:
http://sternenzaubers.blogspot.com/2009/12/ringkampf-des-gewissens.html

Und hier hinschauen:

Kleine, herrliche Kunstwerke

Mandelbärchen

Mhhhhhh ... !

Toll! Oder?

Jedenfalls - gutgelaunt ... trotz nassen Füssen ... - schwebte ich ins Tram und meiner Garage entgegen. Noch während der Fahrt dahin öffnete sich förmlich der Himmel. Als ich 2 Stationen später ausstieg, da regnete es nicht - es goss wie aus Kübeln!
Wenn Regen wirklich schön macht, dann bin ich jetzt auf jeden Fall die Alleroberschönste!!
Das befand der nette Herr mit Schirm bestimmt auch. Er bot sich mir nämlich als Schirm-Taxi an, begleitete mich beschützend bis vor die Bürotüre und verabschiedete sich mit fragend-amüsiertem Blicke auf meine nassen Füsse, welche bereits wieder hilflos in den Sandalen rumsumpften.
Ich meinerseits dankte mit dem strahlendsten Lächeln ever und versprach, ihn ins Nachtgebet einzuschliessen.

Meine Werkstattkollegen standen schon am Tresen rum und beäugten grinsend diese tropfnasse Sumpfdotterblume, welche ich mehr oder minder eindrucksvoll darstellte. Mit blieb den lachenden Gesichtern nur entgegen zu halten: "Regen macht schön! Jawoll!"
Manuel neigte sich verschwörerisch zu mir runter und raunte mir ins wassergefüllte Ohr: "Nur der Mai-Regen, meine Liebe ... nur der Mai-Regen...!"

SO GENAU WOLLTE ICH ES GAR NICHT WISSEN! :-)

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