Donnerstag, 10. Juni 2010

WAS WILL ER MIR SAGEN?

Manchmal bin ich etwas irritiert.
Und zuweilen sogar grundlegend.
Wie merkt frau was mann meint? Und - warum meint er es so?
Mit einem Lächeln schaue ich es mir an ... schaut mit!

Frauen sind anders, Männer auch. Darauf hatten wir uns ja schon in früheren Bloggereien geeinigt.

Kürzlich - es spielten grad die beiden besten Fussballmannschaften der Schweiz gegeneinander um den Meistertitel, als der Kommentator folgende Weisheiten von sich gab:
"Schiedsrichter Laperrière dirigiert heute das Spiel. Der eigentlich dafür vorgesehene Referee Busacca ist leider infolge Heirat verhindert. Er kann aber nichts dafür - es handelt sich schlicht und ergreifend um eine Fehlplanung des Fussballverbandes."
Haben die beim Fussballverband jetzt was falsch verstanden? Hat der Kommentator den Schuss nicht gehört - oder leide ich unter "non capisco niente"?
Wahrscheinlich hat mir meine romantisch-rosa Denke mit dem Glitzer-Spitzenbesatz wieder mal bös einen Streich gespielt, habe ich doch wahrlich vergessen, dass es höher definierte Interessen als Liebe gibt.
Tztztztz aber auch!
Besagter Schiri - der anstatt trillernd und auf dem Rasen der die Welt bedeutet zu lustwandeln ... sich erdreistet schnöde zu heirateten - wie konnte er nur!?
Solch Fehlverhalten müsste doch sanktioniert werden!
Zumindest diesen Eindruck vermittelte der Herr Kommentator. Ob es so gemeint war?
Wird mir wohl auf immer und ewig verborgen bleiben. Schade.

Ein schönes Beispiel für die differente Kommunikation wie auch das ungleiche Aufnahmevermögen ist meine liebe Freundin Rosemarie.
Ihr Liebster ist ein Freund der Jagd durch und durch. Dem Hallali kann er nur ganz schlecht widerstehen. Wo ein befellter Po rumäst, ist Fredy nicht weit.
Nun gut, Jedem das Seine.
Rosemarie ging Dezember vor Weihnachten mindestens 10 Mal mit ihm zum Spezialladen für den Jägersmann. Gleich neben der Schmuckboutique gelegen. Mindestens 20 Mal hat sie ihn auf den unsagbar schönen Ring aufmerksam gemacht. Hätte sie einen Wunsch offen, würde sie DEN Ring wollen. Der sei einfach Hammer! *SCHWÄRM*
Und was kriegt die arme Rosemarie zu Weihnachten geschenkt...? Schön eingepackt mit Schleife drum? Die dezent-grünen Jägergummistiefel aus dem Mannen-Laden!
Argument-Fallgrube: "Du hast aber nie gesagt, dass die Dir nicht gefallen!?"
Waidmanns Dank aber auch!!

Ich hätte damals nicht so laut lachen sollen. Nun hat das Schicksal nämlich auch bei mir zugeschlagen. Erbarmungslos.
Schon lange bin ich auf der Suche nach einem schönen, grossen, tollen Schlüsselanhänger. Ich - die es fertig bringt, in meiner Handtasche Dinge zu verlieren. Gerne immer wieder Schlüssel. Nebst den anderen 100'000 Sachen. Und da sah ich ihn! Meinen Schlüsselanhänger. Ganz toll in violett, darauf stand mit Swarovski-Steinchen geschrieben: PRINZESSIN.


Wie immer, wenn ich was ganz Tolles sehe und unbedingt haben möchte, wurde ich total hibbelig und aufgeregt, fuchtelte wild in der Gegend rum, quietschte leise vergnügt vor mich hin und zeigte ganz klar und eindeutig auf das prächtige Prunkstück - "da, das Violette!!".
Katerli schmunzelte und meinte generös: "Sollst Du haben - ich schenke ihn Dir!" ... stelzt mit mir an seiner Seite in den Laden und greift zielsicher nach dem Schlüsselanhänger NEBEN dem Objekt meiner Begierde: dieser Schlüsselhänger stimmt zwar farblich auch ..  aber darauf steht: TEUFEL.


Knapp daneben ist auch vorbei ...!
Wobei ... er hat zumindest dazu gegrinst. Gekriegt habe ich selbstverständlich die mir zustehende Prinzessin.
Schliesslich bin ich  Frau mit Aszendent Zauberhaft. Oder?
Bingo.

Vorgestern Abend, es war schon sehr sehr spät, kam mein Kater leicht angeschlagen von den Strapazen und flügellahm - aber überglücklich und Glückshormongeflutet vom AC/DC-Konzert ins traute Heim zurück. Ein paar Stunden jugendlich sein hat seinen Preis und kann ganz schön weh tun. Wobei natürlich sofort konstatiert worden ist, dass auch die wesentlich Jüngeren ihre muskulär-verspannten Wunden lecken müssten.
Verzückt schaute er mich an, dankte mir nochmals sowas von Herzen dass ich ihm dieses Ticket to Heaven erstehen konnte - dass er liebevollst an mich gedacht hätte und mir als kleines Präsent, als purer Liebesbeweis und als Ausgleich für die mir entgangenen Konzertfreuden was mitgebracht hätte.
Was ganz ganz Tolles.
Und zog bei diesen Worten ein Blinkeding hinter seinem Rücken hervor.
Schaute mich mit grossen Schätzi-Augen erwartungsvoll an.

Was es war - wollt ihr es wissen?


TEUFELS-HÖRNCHEN!

Mittwoch, 9. Juni 2010

DA WÄRE ICH GERNE DABEI GEWESEN!

Es ist jetzt gerade 19.48h mitteleuropäischer Zeit - und mein Handy hat soeben gebimmelt.
Eine Multi-Media-Mitteilung von meinem Schätzu. Ich wollte sie erst gar nicht lesen - doch ... Neugierde - dein Name ist Weib.
Und so las ich denn:

"Jetzt kann es los gehen" - so steht es da. Er, mein Held - leicht der Welt entrückt grinsend von einem Ohr zum anderen - mitten im Bild, rotblinkende Teufelshörnchen auf seinem Kopf (der Mann ist 46! - Anmerkung der Redaktion), unsere Freunde drumherum sich ebenfalls ins Bild schmeissend. In allen möglichen Posen und Stadien der Verzückung, emotionalen Auflösung.

Ich will das Rätsel lüften: Angesagt ist das AC/DC-Konzert im Stade de Suisse in Bern.


Und ich, ich habe das eine Ticket dem Liebsten gereicht - und mein Ticket dem lieben Werkstatt-Kollegen-Freund Manuel in einem Anflug von liebevoll-dumm-dämlich-herzlicher Menschlichkeit abgegeben - er ist ein so grosser Fan und ich bloss ein kleines Fähnchen. Der Tickets hatte es viel zu wenig - und mein Mitleid mit dem armen Tropf ohne Ticket viel zu gross. So habe ich mich denn zu dieser generösen Geste hinreissen lassen.
Ich, die Mutter Sternenzauber der Ticketlosen.
Ach ja - ich tröste mich einfach mit der Tatsache, dass ich ein wirklicher Gutmensch, ein Freund der Extraklasse bin und sowohl Schätzu wie auch Manuel bis ans Ende unserer Tage mich in ihre Nachtgebete einschliessen werden.
Die galoppierende Gutmütigkeit hatte mal wieder ihren Höhepunkt! Das ist schon ok so.

Wie gut erinnere ich mich noch an den Tag, als ich die 2 Tickets erstanden habe! Gerne nachzufühlen und nachzulesen unter:
http://sternenzaubers.blogspot.com/2010/01/mir-ist-nach-welt-umarmen.html

Auf jeden Fall habe ich heute Abend nicht schlecht gestaunt, als ich meinen Finanzberater (oh - keine falschen Gedanken, er hat in meinem Falle nicht mehr zu tun, als mir gegen Ende jeden Monats mit Tränen in den Augen - seinen und meinen - den Kontoauszug zu schicken...) am Bahnhof in grellbunten Schottenmuster-Bermudas auf dem Bahnsteig stehen sah. Er klimperte gerade intensivst auf seiner Luftgitarre rum. 5 Meter weiter der nächste Herr mit grauen Schläfen - Steuerbehörde? - und ähnlich auffallender Kleidung - mutig gab er "Highway to hell" zum Besten. Dazu hüpfend, ein Bein weit von sich gestreckt, klappmesserartig auf und ab schwenkend ... aber hallo!
Und das gar nicht mal schlecht.

Auf Bahnsteig 4 fuhr nämlich heute Abend nicht nur mein Zug gen Thun - nö, auch der Extrazug ins Stadion. Mir war, als würde man einem Verhungernden den Blick aufs Buffet voller Köstlichkeiten erlauben. Und dann die Türe zuhauen - vor meiner Nase!
Ich roch förmlich die leckeren Töne, rockte mir innerlich den Wolf und schüttelte meine nicht existente Mähne zu den wildesten Klängen der bösen Buben. Äusserlich natürlich ganz ruhig. Einzig vielleicht das Frust-Brötchen mit dick sündhaft teurem Tartarfleisch belegt, gab Einblick in meine in Eigenregie abgehalfterte Rockerseele.
Heute hätte ich doch endlich mal wieder wirklich so richtig die Sau raus lassen können. Wäre für einmal nicht aufgefallen! Aber nein - ich habe kein Ticket, muss ergo nach Hause.
Selber schuld.

Eigentlich ist das doch auch gut so ... oder ... weil doch die Koffer noch ausgepackt werden müssen und die Wäsche von der Leine genommen werden muss. Oder?
Und überhaupt, mit 6 wollte ich Heintje heiraten und habe ihm via meine damalige Freundin einen Heiratsantrag zukommen lassen - schliesslich konnte sie im Gegensatz zu mir schon schreiben. In Druckbuchstaben, aber immerhin. Aber nicht mal eine Autogrammkarte habe ich gekriegt.


Ergo habe ich damals gleich auf Spok aus Raumschiff Enterprise umgesattelt. Die süssen Öhrchen!


Später gehörte mein Herz Tarzan und Heinz, dem Nachbarsbuben.
Durch die diversen Phasen via Skirennläufer (Ingemar Stenmark), Eishockeyspieler (er hiess Hugo), Bay City Rollers (der mit der Igelfrisur), Status Quo (der Blonde) und meinem heutigen Exmann (...), kam ich dann irgendwann mal zu AC/DC. Hörte genussvoll die Höllenglocken läuten. Wowwh!

Jedoch - zu spät, als dass es heute rechtfertigen würde, die beiden Tickets nicht an meinen Schatz und Manuel weiter zu geben. Oder? Was meint ihr? Ganz ehrlich jetzt?!
Also - eigentlich müsst ihr nicht antworten. Ihr müsst jetzt nicht unbedingt antworten - neinnein - lasst es bleiben! Lasst es bloss bleiben! Fertig! Ich will es nicht hören! Überhaupt gar nicht hören. Nein. Nein. Neeeeeeeein!

Das Einzige was ich jetzt möchte ist:

AN'S KONZERT - UND ROCKEN BIS DIE SOHLEN GLÜHEN!!!

Dienstag, 8. Juni 2010

JOHANNA - JETZT MACH MAL HALBLANG!

"Na - und wie hat Ihnen das Essen geschmeckt? Die Pfifferlinge sind frisch vom Markt und die Bratkartoffeln hoffentlich nach Ihrem Geschmack"?

Bis dahin war mir Johanna - die Wirtin - noch ganz symphatisch. Eine Frau knapp über 50zig, in Küchenschürze und Bratdunstschwaden. So weit - so gut. Mein Schätzu - wie auch der Freund welcher mit uns war - wurden herzlich begrüsst, ich ganz zuletzt.

Ich wollte gerade mit der Lobrede über das feine Essen ansetzen, als Johanna sich den beiden Herren zuwandte und mit dem Monolog begann: "Jetzt stellen sie sich mal vor ... da werden bei uns nun auch Frauen im Schützenverein zugelassen. Eine davon ist bereits in den Vorstand gewählt worden. Der erste Mann ist daraufhin nun ausgetreten! Stellen Sie sich das mal vor!"


Nichts Böses denkend - mich nur ein wenig ob der Redseligkeit wundernd - machte ich den bewährten Augenroller und schüttelte zum Ausdrucke meines Unverständnisses kurz mal die blonde Pracht.
Die Männer standen da.

Irgendwie wartete ich jetzt auf entweder die Pointe an der ganzen Geschichte oder zumindest das Statuieren ob der Empörung über so einen Hinterwäldler.
Von wegen! "Das sind heutzutage aber auch Zustände! Da meinen die Frauen doch, sie könnten überall mitreden. Dabei sollten die einfach bleiben was sie immer waren: Beigemüse!"


Meine Pfifferlinge traten in eben demselben Moment den Rückweg an, die Bratkartoffeln verhakelten sich ebenfalls beim Magenpförtner und das Rindfilet lag wie ein Bleiklumpen in meinem Magen.
Die Zornesfalte steil! Der Puls rekordmässig!
Ich hatte mich sicher verhört - schaute irritiert in Johannas Gesicht, dann zu den Mannen. Johanna strahlte um Beifall heischend die Krone der Menschheit an, während ich mit meiner mir auf das Gesicht geschriebenen Entrüstung keines Blickes gewürdigt wurde.
Die Männer standen da.

Frau Johanna schien meine wortlosen Signale keineswegs zu verstehen - allerdings nahm sie das Schweigen der Männer als klatschenden Beifall und innerliche Olérufe - nur so kann ich es mir nämlich erklären, dass es in Runde 2 ging:
Hanni schaltete einen Gang höher und verkündete stolz: "Heutzutage meint doch jede Sie, überall drein reden zu müssen. Lasse wir doch die Männer Männer sein und beschränken wir uns darauf zu sein was wir sind -  schmückendes Beiwerk".


Dabei sah sie mir in mein hochrot-wütendes Gesicht ... um sich aber gleich den beiden Männern zuzuwenden.
Die Männer standen da.

In diesem Moment standen mir jetzt genau 3 Möglichkeiten offen:
A)
Diskussion und Richtigstellung der Tatsachen.
Habe ich sofort verworfen. Wie erklärt frau einem Brot die Welt??
B)
Ich haue diesem Weibstück meine gut gefüllte, schwere lila Lacktasche so was von um die Ohren, dass sie NIE NIE mehr auch nur den Hauch eines schmückenden Beiwerkes sein wird. Begleitet durch unüberhörbares Brüllen sämtlicher Gegenargumente. Plus ein paar Ausdrücke, welche in einem anständigen Blog - und so einer ist meiner - mittels Sternchen *** dargestellt werden. Im Wissen, dass ich anschliessend in Beugehaft genommen werde und die Ferien mit Schätzu somit leider ein äusserst brüskes Ende nehmen würden.
Auch gestrichen.
C)
Ich jetzt einfach meine 7 Sachen packe, aus Protest wortlos den Raum verlasse - nach dem Wurf des bösesten Blickes der mir möglich ist.
Nicht schlecht.
Die Männer standen immer noch da.

Ich war wütend. Stinksauer. Exorbitant empört. Ausser mir. BOAHHHH!
Spürte den Blick meines Liebsten im rechten Augenwinkel ... ich nehme an, dass er meinen inneren Countdown am Mitzählen war und nur den richtigen Moment suchte, um in Deckung zu gehen.

Die mutigen, starken Männer standen aber immer noch da.

Sternenzauber ist das gutmütigste Ding, welches Gottes schöne Welt hervorgebracht hat. Auch heute immer noch im Glauben an das Gute, menschlich und überhaupt allgemein keinen Kredit ablehnend.
Rosa im Denken und lila im Handeln, bunt im Wesen.
Aber so ganz doof, so rundum hirnlos, so vollends jenseitig ... nein, das bin ich nicht!
Ich weiss was Frauen sind, was Frauen können, was Frauen bewirken. Hab doch selber ganz viel geschafft - mehr als ich je dachte zu können. Wir haben das Können, die Kraft, den Stolz und die Möglichkeiten!
Nein - ich bin weder Beigemüse noch schmückendes Beiwerk! Ich bin 100% Sternenzauber! Und das ist nicht wenig!
Himmerherrgottnochmal! ****** und ****** und ******!!!

Johanna - wenn Du nicht mehr zu sagen hast, dann sei einfach still!!!! Das was Du sagst ist dumm, falsch und gehört in die Ära der Dinosaurier. Und selbst dort zu Unrecht.
Bei Frauen wie Dir wird mir einfach nur schlecht. *WÜRG*!

Ich entschloss mich zur Flucht. Packte entrüstet meine Handtasche, drehte mich schwungvoll auf dem Absatz um, machte entschlossen die Kehrwendung - und mein Po war der einzige Anblick, den ich Johanna noch zugestand.
Ohne ein Wort, aber entsprechend in meiner Ausstrahlung, stürzte ich nach Draussen und verschaffte mir erst mal frische Luft.
Die Männer standen immer noch wortlos da.

Wenige Minuten später sassen wir im Auto Richtung Hotel. Ich habe dermassen gewettert, dass der Mann hinter mir ohne Ansage meine verspannten Schultern zu massieren begann. Schade, dass er nicht an meine verspannte Seele ran kam.
Während einer Atempause erklärten sich die Männer mit mir solidarisch. Immerhin.
Danach waren sie wieder still.

Anyway.
Das Essen war echt toll.
Trotzdem:

JOHANNA - ISS DEIN ZEUG SELBER!

Montag, 7. Juni 2010

COLOUR YOUR LIFE!

Meine lieben Blog-LeserInnen! Ich bin wieder zurück!
Auch die schönste Zeit nimmt einmal ein Ende ... und mein Blick fällt wieder auf die Bügelwäsche. Unter anderem. Aber immerhin: den Pflänzchen und Pflanzen geht es gut! Sohn Max sei Dank.

Tausend Dinge könnt ich euch erzählen - das werde ich auch tun. Von Johanna, die uns Frauen derart in den Topf haut dass ich flüchten musste - anstonsten ich tätlich geworden wäre. Ich möchte euch erzählen von Trödelmärkten, von Freunden die man nach Jahren wieder trifft und von Mittagsschläfchen.
Keine Bange - ich könnte nicht nur, ich werde auch! Aber nicht heute. Lasst mich die Füsse hochlegen und den unausgepackten Koffer ignorieren. Gönnt uns Weitgereisten heute den letzten Ferienabend und dem Pizzaservice den Verdienst.

Trotzdem kann ich Märchentante es unmöglich sein lassen, euch liebgewonnen Menschen hier ein bisschen
von der Farbe meiner letzten Tag in den Alltag zu schmuggeln. Ohne viele Worte, dafür mit einem Wohlfühllächeln.
Kommt mit auf den farbigen Weg durch 4 wunderschöne, herrliche, glückliche Ferientage.


Wir suchten den Schlüssel zum Glück ... die Schlüsselanhänger fanden wir sofort.
Und merken, dass wir keinen Schlüssel brauchten. Nur uns!


Aromatische Erdbeeren, kühles Eis und Latte - herrlich!


Die Aussichten auf viel Gemeinsamkeit und Liebe stehen richtig gut! Buntes Treiben.

Genuss in jeder Hinsicht - Stifado beim Griechen. Mhhhhh! Bunt im Mund!

Den bunten Sonnenschein durchs Blättergewirr geniessen

Tapas Fingrfood - eine sinnliche Angelegenheit ... und man kriegt so bunte Shirts ... :-)

Trödlermarkt-Feeling ... ganz schön bunt!

Und selbst das Mordsgewitter hatte seinen Charme

Leder ... riecht so gut, fühlt sich gut an - pure Verführung

Manschettenknöpfe in allen Formen und Farben

Und selbst ein noch nicht abgeräumter Cafétisch hat seinen farblichen Reiz

Bunt - süss - lecker

Es war wirklich und wahrhaftig ein wenig Himmel auf Erden

sagt glücklich ....


EURE BUNTE STERNENZAUBER

Sonntag, 6. Juni 2010

ROMANTIK IN KINDERSCHUHEN

ER: „Machst du Dich ausgehfein?“ ICH: „Soll ich für Dich schön – wunderschön – oder wunderwunderschön aussehen, mein Schatz?“
Das habe ich ihn, meinen Liebsten, gefragt, nachdem wir gestern Abend beschlossen hatten, beim Griechen essen zu gehen. Es war 18.30h, der Tisch auf 19.00h bestellt.
Und soll ich euch verraten, was der Mann mir gesagt hat: „Ach Du, tu das, was innert der noch zur Verfügung stehenden Zeit realisierbar ist“.

Natürlich habe ich mir gleich die neue Bluse (gestern erstanden) und die tollen Schuhe (vorgestern erstanden) angezogen, mich 10 Minuten lang aufgehübscht und anschliessend derart optimiert vor ihm in Pose geworfen. „Na, wie gefällt Dir das? Auf der DuBistDieSchönste-Skala von 1 bis 10?“
Er hatte meinen entrüsteten Blick von vorhin noch nicht vergessen und antwortete entsprechend kooperativ mit „eine glatte 11“.
Geht doch!

Bevor ich jetzt weiter erzähle, sollte ich euch kurz verraten, dass wir schlussendlich vorgestern ganz spontan einen Flieger in Richtung Deutschland bestiegen haben.


Seither weitab von Grossstadt, Stress und Menschenmengen händchenhaltend uns und die sonnige Zeit geniessend, fern von Problemen, sehr entspannt lustwandeln.
Viel Platz für Lachen, Leben, Liebe – und kein einziger Blick auf die Uhr.
Nur das tun, nach was es gerade in dem Moment gelüstet, mit Genuss.
Ein kleines, schnuckeliges Hotel. Ausschlafen solange wir wollen. Anstatt Frühstück um 09.00h - einen Eisbecher mit frischen, aromatischen Erdbeeren und Sahne um 13.00h, anschliessend Bummel durchs Städtchen, Sonnenbad im Café, ein Nickerchen am späten Nachmittag.
Und dabei keine Minute als vertan, verwirkt, ungelebt empfinden. Im Gegenteil – herrlich intensiv. Süsses dolce far niente.

Ich als Hardcore-Romantikerin, - auf den Wölkchen der Glückseligkeit schwebend - meine Träume in rosa Rosenblätterduft hüllend und Worte voller Vergissmeinnichtblau findend … ich habe es mit einem Manne zu tun, für dem Romantik ein Wort mit 8 Buchstaben ist. Punkt.
Meine bisherigen diesbezüglichen Bemühungen, ihm das kleine ABC der Romantik beizubringen, scheiterten jeweils bereits in den Anfängen.


Wie gut erinnere ich mich an die ersten gemeinsamen Weihnachtstage. Ich hatte so eine sensationelle, knallrote Corsage gekauft, am Dekolleté umfüttert mit weisse Fell – umwerfend.
Zugegeben – der Slip war ein bisschen klein und ich hätte ihn ebenso gut als Augenklappe benutzen können. Aber trotzdem oder deswegen – viel Wowwh-Effekt!
Natürlich wollte ich ihn damit überraschen … „na Schatz – und wie sieht das aus?“. Worauf er lapidar meinte „rot – weiss“. Ob er dazu auch noch an Pommes gedacht hat, wage ich nicht wissen zu wollen.

Als wir gestern Abend dann angefüllt mit guten Gefühlen, eines warmen Müdigkeit, gebackenem Ziegenkäse, eingelegten Peperonis und Stifado ins Hotel zurück kamen, die sonnengeröteten Gesichter in die kühlen Kissen legten, unsere Gesichter einander zuwandte - da meinte ich in seinen Augen dieses spezielle Glitzern gesehen zu haben.
ICH: „Möchtest Du mir was sagen, Schätzeli?“ gurrte ich zwischen halbgeöffneten Lippen hervor.
ER: „Ich hab echt nen Mordsdurst heute – hat es noch Wasser im Kühlschrank?“ – so seine Antwort.

Auf Monnet-Bildern, da wo ich den Blumenduft der Seerosen erahne und den Windhauch schier spür – da sieht er eine kalte Platte mit Schinkenröllchen, Gürkchen und dergleichen.
Dass Happy-End eines jeden noch schönen Liebesfilmes verschläft er. Prinzipiell. Und wacht er dann auf, während ich noch mit tränenumflorten Äugelein verträumt da sitze – fragt er: „Heuschnupfen-Allergie?“

Ach ja, er ist vielleicht ein wenig bodenständiger als ich.
Habe ich gerade gestern wieder gedacht … als wir von A nach B fuhren war endlich keine Politdiskussion im Radio. Auch keine Lobreden auf Lena Meyer-Landrut … die zwar wirklich eine ganz Taffe und Tolle und Sympathische ist … aber einmal ist gut.
Da war eine Sendung mit durchwegs vernünftigen Themen, überaus angenehmer Musik. So gar nicht reisserisch und werbelastig. Ich war ausnahmsweise ganz still, aufmerksam am zuhören. Bis zuletzt.
Katerli tendierte eher in Richtung Langweile.
Als der nette Moderator sich höflich verabschiedete: „Liebe Jungs und Mädels, dass war es mal wieder von „Rumpelstilzchen“ – der Sendung für Kinder und Jugendliche. Bis zum nächsten Samstag!“

Romantikmässig leb ich im Himmel.
Romantikmässig lebt Schätzu unter Tage.

Schön, dass wir dieses Wochenende die Möglichkeit haben, uns

IN DER MITTE ZU TREFFEN

Samstag, 5. Juni 2010

WENN STERNENZAUBER EINE REISE TUT …

… dann gibt’s viel zu erzählen. Jawoll!

„Komm, wir packen jetzt die Koffer und gehen einfach mal los. Lassen uns treiben und landen irgendwo. Bist Du dabei?“. Das war die Ansprache meines Herzallerliebsten gestern Morgen früh.
Ich, als Frau, hatte dazu natürlich ladylike ganz viel zu sagen. Und zu fragen. Ich war aber so freudig überrascht, dass ich mich beschränkte auf: Gesagt habe ich: „JA!“ und gefragt „JETZT GLEICH?“.
Eine halbe Stunde später waren wir auf dem Weg nach Zürich, an den Flughafen. Er mit einem kleinen Koffer (Unterhose, Socke, Shirt, Sackmesser), ich mit einem grossen Koffer (alles, was eine Lady für 4 Tage so braucht – plus noch alles, was sie eventuell gebrauchen könnte – plus noch alles was bei einem eventuellen neuerlichen Wintereinbruch benötigt werden könnte - plus noch alles, was man brauchen könnte, stürzt der Flieger z.B. im Dschungel ab).

Bonusmeilen aus Zeiten der Fernbeziehung machen solch Spontan-Spinnereien auch finanziell tragbar. Schätzu und ich haben ergo kurzerhand beschlossen, dass unsere Batterien leer seien, dafür die Nase vom Alltag voll, dass wir unendlich Ruhe brauchen und endlich nur Zeit für uns.
Und los!


So haben wir uns denn bereits im Zug das lauschigste Plätzchen ausgesucht, einen Latte und ein Croissant geordert, uns selig angelächelt und diesen noch jungen Tag für gut, sogar sehr gut befunden. Schwelgten geradezu in romantischsten Aussichten, Träumen, als … nicht 1 Klasse, nicht 2 Klassen, nicht 3 Klassen – nein! – eine ganze Schulen sämtliche Plätze, die Luft, den Raum und vor allem die göttliche Ruhe um uns herum kurzerhand annektierten.
Maibummel nennt man diesen Massenauflauf ob solchen Anlässen minder begeisterter Jungmenschen .
Ein teenagermässiger Hor(ror)monschock schwängerte augenblicklich die bis zu diesem Momente jungfräulich-heitere Stimmung von Katerli und mir.


Es lag was in der Luft – sozusagen. Aber vielleicht war es auch nur wegen der Schuhe, welche um uns herum ausgezogen wurden, damit die Füsse guten Gewissens auf den Sitzen in Ruhestellung gebracht werden konnten.
Immerhin, ein gewisser Anstand ist zu vermelden.

Ich mag Kinder – sehr. In jeder Altersstufe. Auch dann noch, wenn sie gross und schon längst
Männer sind. Aber wenn sie so unerwartet und in einem lauschen Momente über einen herein brechen, dann wünscht man sich irgendwie und aus tiefstem Herzen, dass diese 13/14jährigen menschlichen Newcomer einen eingebauten ON/OF-Schalter hätten.
Sie hatten es nicht. Und ihre mitgebrachten Handys auch nicht.
Mir ist schleierhaft, wie sich 8 angehende Jungmänner bei 8 vor sich hin dröhnenden Handys noch unterhalten können. Wobei … das erklärt dann vielleicht auch die Lautstärke, mit der sich unterhalten wird.

Unsere sich an diesem Morgen im Anfangsstadium befindliche Romantik mit Aussicht auf Zugewinn hatte ergo einen üblen Dämpfer erlitten. Das Unternehmen „sich sehnen nach gemeinsamer Einsamkeit“ musste temporär verschoben werden. Auf jeden Fall bis zum Flughafen.
Und so fügten wir uns ins Unvermeidliche – beziehungsweise wurden gefügt – hatten intensiv Anteil am fröhlichen Pubertieren.
Wir mutieren sozusagen zu Co-Pubertierenden. Ihr versteht?

Die bereits mal erwähnten 8 Jungs in unserem Rücken waren in den verschiedenen Stadien des Stimmbruchs befindlich. Warum man gerade in dieser Lebensphase besonders laut sein muss, wird mir für immer verschlossen bleiben.
Der eine angehende Kerl sagte alle ca. 3 Minuten „oh mein Gott!“. Die Silbe „oh“ sagte er noch als Tenor – während „mein“ bereits arg Richtung Bass tendierte um bei „Gott“ im Bariton zu landen. Aufgefallen ist uns, dass er immer nach „Pokémon – aber die japanische Version“ verlangte, während sein Banknachbar tamilischen Pop bevorzugte. Dazu die Mischung aus „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“ zusammen mit „Schalalalala schalalalalala, schalalalalalalalala!“ ergab ein gewagtes Potpourri, dass selbst Müttern wie mir – mit Hornhaut an den Ohren – die Nackenhäärchen stellte.
Katerli fauchte zunehmend. Es ging aber im Gegröle unter. Armes Katerli!

Verzückt war die Truppe ob den neu runtergeladenen Klingelton „Rasierapparat“. Das ging aber ab – die minder-beflaumten Jünglinge hielten sich ihr I-Phone imaginär rasierend an die inexistenten Bartstoppeln und träumten im Kollektiv von Zeiten, die da bald sind.

Wir Beiden – Katerli und ich – träumten übrigens auch.
Von Zeiten, die da bald sind.
Von Ruhe und Romantik.


HEY – DAS GEHT AB!

Freitag, 4. Juni 2010

BODY IN ... WAS?

"Body in balance"!!!  quietschte mein Herzbube.
Er lachte, rang nach Luft ... und japste eben diese Worte.
Das machte mich doch neugierig. Was hat der Mann? Und wenn ja - warum?

Ich verliess meine Balkonblümelein - mit denen ich eben einen munteren Schwatz getätigt hatte - und äugte vorsichtig schon mal um die Ecke ins Wohnzimmer. Da sass Schätzu, gluckste erquickt vor sich hin und winkte mich herein. Leicht irritiert ob der plakativen Fröhlichkeit meiner Mannen ergab ich mich ins Unvermeidliche und setzte mich mit auf die Couch, richtete das Augenmerk gen Fernseher und *SCHLUCK* ... Ha?? Was tun dieeeee denn daaaa?

Da sass also so ein Ersatz-Jesus (im nachfolgenden Text E.J. genannt) auf der wahrscheinlich selbstgeklöppelten Regenbogenfarbendecke, daneben die Reserve-Maria-Magdalena (im nachfolgenden Text M.M. genannt) im Bio-Seidenshirt aus Seide der selbstgezüchteten Raupenkolonie und verknoteten ihre - zugegebenermassen - äusserst gelenkigen Glieder zum Rhythmus der Musik.
Mit Musik meine ich das Gezupfe und Gedudel der Truppe hinten bei und in den arabischen Sultan-Sitzkissen - im Nebel von Myrrhe und Weihrauch. Einer zupfte an der komischen Klampfe rum, ein Anderer geigte sich die Lasten des Lebens von der Seele und die Dritte im Bunde sass einfach dekorativ in der Gegend rum und fuchtelte wohl symbolische Geschichtenfragmente in die Luft. Zwischendrin gab noch ein Bläser sein Intermezzo - es erinnerte sehr an das Geheule der Hyänen, welche ich mal im Amboseli-Nationalpark gesehen hatte, als sie ein totes Getier unter sich aufteilten. Nicht falsch verstehen: Das Gebläse-Getöne erinnerte, nicht der Bläser!

E.J. und M.M. sind in weit höheren Sphären beheimatet, als ich es je sein werde. Irgendwie überirdisch. Ihre Lieblingsworte sind "Einatmen", "Ausatmen", "Ich komme zu mir" und "Ich bin jetzt ganz bei mir". Dazu tun sie so Dinge wie im Sitzen die Beine strecken, die Füsse übereinander legen, sich nach vorne beugen, Kopf auf Knien und die Hände hinter den Füssen falten. M.M. tut es E.J. in einer Eleganz gleich, welche ihresgleichen sucht. Wahnsinn.
Liegen die Beiden dann endlich mal wie beschrieben verknotet auf ihren Klöppeldecken, werden Klänge aus dem Jenseits eingespielt und eine nicht irdische Stimme haucht "Bodyyyy in Bälänssssss" in die Stratosphäre.

Ich habe ganz unbewusst den Bauch eingezogen, den Beckenboden straff gehalten und rein gedanklich diese Übung nachgestellt. Rein gedanklich! Alles andere ist eh illusorisch. Ich hätte jetzt keine Ahnung - keinen noch so blassen Dunst, wo ich zwischenzeitlich mit den Speckröllchen am Bauch hin sollte. Die kann man sich ja nicht eben kurz mal an den Rücken schnallen. Müsste ich aber, sonst käme ich so sitzend mit dem Kopf nie und nimmer auf die Knie. Käme ich aber auch dann nicht, wären die Röllchen als Wurmfortsatz am Po angewachsen.
Da wäre dann nämlich noch 2 x 1 Brust Cup C. Das ist tödlich! Das geht gar nicht!

Einatmen! Ausatmen!

Kaum hatte ich mich - rein visuell - von dieser Übung erholt, wurde ich auch schon von der Fee aus der Stratosphäre angewiesen, die Hüfte zu öffnen, mich in den Sternsitz zu begeben. Und schon wieder: Kopf auf die Füsse. Was haben die denn immer mit ihrem Kopf auf den Füssen!!? Hallo! Alles ok?
Sohn Max ist ja weiss Gott ein versierter Leistungssportler mit 4 Stunden Training am Tag. Er probierte mal nur im Ansatz diese Übung mitzumachen - scheiterte kläglich und heulte schmerzlich auf.


Einatmen! Ausatmen!

Bei Übung 3 legten sich E.J. und M.M. rückwärts auf den Boden - die Fee im Raum erzählte von "wir besänftigen den Körper und denken an Wasser".
Oh! Wasser! Da musste ich erst mal aufs Klo. Bei aus dem Raum gehen hörte ich die Sphären-Maus noch hauchen, dass mein Körper es mir danken wird.
Ich weiss Lady, ich weiss. Gehe ja nicht zum ersten Mal im Leben aufs Klo!!
Als ich zurück kam, drücken die beiden Süssen gerade das Kreuz feste auf die bienenwachsgebohnerten Palmholzdielen, drückten die Knie nach rechts ... um den Körper gleichzeitig nach links zu drehen. Dann auf Kommando "lösen" und "den Hund nach unten drücken".
Echt, das hat die Sphären-Lady gesagt! Bis vor einem halben Jahr hätte ich mit meinem Albino-Streifenhörnchen dienen können, Flöckchen ist aber leider verstorben. Aber einen Hund haben wir noch nie gehabt! Was drücke ich also in Ermangelung desselben? Soll ich anstelle dessen bellen?
E.J. und M.M. sorgten sich aber keineswegs um unseren nicht existenten Hund, begaben sich dafür aber in eine Stellung, die jeder menschlich artgerechten Körperhaltung spottet. Sah aus .... also es sah aus ... wie mein Schatz damals, als er beim Einräumen der Spülmaschine einen Hexenschuss erlitten hat und sich, mehr schlecht denn recht, von der Küche ins Bett angelte - halb stehend, halb liegend, halb tot.

Einatmen! Ausatmen!

Als die Sphären-Lady da schon wieder "Bodyyyyy in bälänssssssss" von sich hechelte, war es mit meiner Beherrschung vorbei.
Ein extra ordinärer Lachanfall lenkte meine inner-persönlichen Aktivitäten auf die Muskelpartien rund um‘s Zwerchfell und dehnte sich mit zunehmender Stärke auf die ganze Sternenzauberfrau aus. An Erholung war lange nicht zu denken! Und ich kichere auch jetzt noch haltlos vor mich hin, denke ich an besagte Sendung.

Einatmen! Ausatmen!

"BodyinBalance - der Life-Style-Sender für Körper, Geist und Seele in perfekter Harmonie.
Wir sorgen uns um ihr Körpergefühl.
Mehr von Leben - besser leben!"

Jetzt stehen wir Alle auf, halten uns an den Händen, schliessen die Augen und sagen .... OMMMMMMMM.
Wir lieben uns Alle und sind Eins mit dem Universum.


EINATMEN! AUSATMEN!

Donnerstag, 3. Juni 2010

LIEBES-LUST UND SINGLE-FRUST

"Was machen die?"
Dies fragte Sarina, mein Patenmädchen. Mehrfach.
Liebe. Einfach nur Liebe.

Gestern war nämlich - endlich wieder einmal - unser Weibertag. Zusammen mit meinem Schätzu machten wir uns lustige Stunden im Tierpark Dählhölzli in Bern. Und stiessen auf lauter glückliche Paare und ein paar Frust-Singles.
Da Liebe keine Worte braucht, lasse ich mal die Bilder für sich sprechen - auch wenn mir Schweigen schwerfällt.

Schaut her:

LIEBES-LUST


Ja - war unübersehbar. Und ja - hat viel Spass gemacht!

Oh baby - I wanna feel your body ...

Everybody need somebody

Ganz in weiss ...

My heart will go on

Love ist in the air ...

Take me tonight!

Je t'aime, mon amoure ... ohhh ... je t'aime ... !


SINGLE-FRUST

Kein Schwein ruft mich, keine Sau interessiert sich für mich ...

Ich brauche jemanden zum reden ...!

Zählen denn die inneren Werte gar nix mehr?

Ich balz mir hier den Wolf - und kein Weib schaut zu!

Ich weiss nicht, was soll das bedeuten, dass ich so traurig bin ...

Ob ich es mal mit Speed-Dating probieren sollte?


Den ganzen Nachmittag hat uns man uns also die Frühlingsgefühle vor Augen geführt, um die Ohren gehauen, unter die Haut geschleust. Herrlich.
Als wir Sabrina am späten Nachmittag wieder nach Hause fuhren, waren wir erfüllt von ganz viel an Gutem, Schönem - und Liebe.
Und sind nach Hause gefahren. Der Abend war übrigens schön.

SEHR

Mittwoch, 2. Juni 2010

WEIL DAS LEBEN SAFT BRAUCHT

Diesen Satz muss ich jetzt so lange schreiben, bis ich ihn verstehe.
Das muss ich mir zu Herzen nehmen. Ab heute gilt es nämlich ernst.
Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Ich sehe eure fragenden Gesichtern ... lest selber:

Die schöne Seite der Medaille: Wir haben es wirklich geschafft - und ich kann strahlen, staunen und mich freuen. Unser Balkon ist nämlich jetzt endgültig aus dem Winterschlafe erwacht - Schätzu und ich haben den gestrigen Tag genutzt um klar Schiff zu machen. Wir entsorgten in den Morgenstunden gefühlt tonnenweise alte Erde, erfrorene Wurzelstöcke und viel an "BrauchIchNichtMehr". Natürlich habe ich auch Etliches an "DasKannManAberNochPrimaBrauchen!" gegen des Liebsten Willen verteidigt. Er sagt dem abschätzig "Schischi-Zeugs"! Mann! Ich nenne sie liebevoll "Kleinode".

Ab Mittag haben wir Balkonerde, Kräutererde, Tomatenerde, Tonkügelchen, Düngerkegel, Düngerkügelchen, flüssigen Dünger, neue Gartenhandschuhe, Schäufelchen, Eintopf- / Schneid- / Ausreiss- / Auflocker- und andere ganz dringend benötigte Gartenhelfer hochgeschleppt, auf dem grossen Holztisch ausgebreitet und losgelegt. Aber sowas von! Ich buddelte, was das Zeug hielt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich ehrenhalber in die Gilde der Maulwürfe aufgenommen werde!
Topfte ein, topfte um, fügte zusammen was zusammen gehört, wählte das optimalste Plätzchen, wässerte kräftig, düngte mit Mass und wies Schätzu an, die schweren Töpfe, Kübel und Kästen dorthin zu schleppen, wo mein Life-Style-Auge es künftig gerne gesehen haben möchte.


Nebst Blumen in allen Farben und Düften, sind wir jetzt stolze Besitzer eines exklusiven Kräutergartens. Ich hätte vielleicht besser mitfahren sollen und meinem Gebieter nicht die Qual der Kräuterwahl überlassen sollen. Er hat sich nämlich keineswegs gequält, hat schon gar nicht gewählt - sondern genommen. Einfach eingepackt! Von jedem 2 Stück! Nebst dem obligaten Schnittlauch und dem unverzichtbaren Basilikum, haben wir glatte Petersilie, krause Petersilie, roten Basilikum, Currykraut, Thymian, Majoran, Oregano, Zitronenmelisse, marokkanische Pfefferminze, Rosmarin und Maggikraut. Ja, es duftet herrlich. Und ja - sind echt tolle Kräuter. Und ja, die brauchen regelmässig Wasser.
Zu den Kräuterkindern haben wir noch wie folgt adoptiert: Das bereits erwähnte Olivenbäumchen, einen Haselstrauch, 2 x Cherrytomaten und wie gesagt Blumen in allen Farben.
15 zu bewirtschaftende Einheiten in allen möglichen Grössen. Und wenn ich Eines mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiss ... es ist noch nicht das Ende der Fahnenstange! Ich kenne meinen Schätzu. Wenn der mal angerollt ist, aber holla die Waldfee!
Mir macht es so langsam Angst!


Wisst ihr, meine lieben Blog-Frauen und Blog-Männer - ich muss an dieser Stelle ein Geständnis machen und mich wieder mal outen. Ich beherberge in mir einen gartentechnischen Abgrund. Nicht, dass ich es nicht mögen würde ... alles war grünt und blüht finde ich zauberhaft, genial, wunderschön! Ich kann mich kaum satt sehen an der Pracht, den Düften, den Bildern. Ich liebe Blumen, Sträucher, Bäume, Kräuter, Wiesen.
UND Gärtner.
Nicht, weil die so tolle, grüne Gummistiefel haben - nein, weil die haben, was ich nicht habe: einen grünen Daumen.

Und hier kommen wir zur Kehrseite der Medaille: Könnten all diese Dinge mit Wurzeln um Hilfe schreien - sie würden es in meiner Gegenwart tun. Ich bin meinen Blumen-, Sträucher- und Gewürzkindern keine gute Mutter. Ich hab viel zu wenig Zeit für sie. Sie verzeihen mir aber auch gar nix! Nach meinem Verständnis müsste es doch machbar sein, dass ich 1 x in der Woche tüchtigst giesse ... und die anderen 6 Tage meine Gartenkinder sich genüsslich am Wasser laben. Aber nein! Die sind ja wie richtig Babys! Wollen regelmässig gefüttert werden. Betüddelt werden. Wasser, Dünger, Liebe.
Wenn ich da an meine Oma denke - die hat stundenlang hier gegossen, da gegossen, zupfte liebevoll an den Stängelchen, Blättchen und sprach mit jeder Blüte. Am Ende des Tages wurde noch gesungen - für die Blümelein. Und was war? Ihr Dachgarten war über und über mit dem buntesten Bunt das man sich nur vorstellen kann bewachsen. Ich meine als Kind gehört zu haben, dass das Grünzeug Arien jubelte, kam meine Oma auch nur in die Nähe der Blumenpracht.
Ganz im Gegensatz zu mir: Kurz bevor wir uns um 06.00h auf den Arbeitsweg machen, schütte ich in Eile Wasser über alles was annähernd die Farbe grün-bunt hat. Dünger alle paar Tage, oder auch nicht - Handgelenk mal Pi. Kommen wir am Abend nach 19.00 heim, hängen die Tomatenstauden schon wieder schlaff in ihren Kübeln und die andern Blütenkinder schauen mich an Sommertagen auch sehr vorwurfsvoll an. Soweit sie denn noch ihre Blüten-Gesichtchen heben können.
Stiefmütterchen kommen mir des Frühlings deshalb schon nicht ins Haus, weil die so böse, verkniffene Gesichtlein haben! Jawoll.

Wo war ich gleich ... eben ... da kommt man nach Hause und will erst mal Ruhe. Oder weg. Oder hat zu tun. Wehe, man "vergisst" dann das Bewässern .... dann wird das bunte Grün alles sofort so knusprig, bräunlich, unansehnlich. Haben die Blättchen dann schon braune Stellen, probiere ich mir einzureden, dass es bloss Sommersprossen sind. Und solche liebe ich heiss und innig! Hab ja selber jede Menge! Irgendwie glauben die Pflanzen mir das aber nicht und welken vor sich hin. Sofort schütte ich dann eimerweise Wasser darüber - und ersäufe sie schier. Sie mögen mich nicht.

Ganz im Gegensatz zu Blattläusen, Milben, Larven und sonstiges Ungeziefer alles Gattungen jeden Stadiums, pelzige Stängel die eigentlich grün sein sollten - solch Zeug ziehe ich förmlich an! Die tanzen Samba, hören sie meinen Namen!
So mancher Mord eines ehemals blühenden Teils geht auf meine Kosten. Ich murkse - wenn auch ungewollt - die schönste Blume in Rekordtempo ab. Ich pflege Zitronenbäume zu Tode. Wässere selbst den anspruchslosen Bambus ins Jenseits. Nicht mal ein Kaktus hält es mit mir aus.

Und vorgestern - das war echt ein prägendes Erlebnis - wollte ich aus den deutschen Landen ein paar Kräuter mitnehmen. Wir waren grad so in einem wunderschönen Gartencenter. Doch was finde ich? Lauter mickrige, kaputte Überreste. Da frage ich mich allen Ernstes: Hat sich meine Anwesenheit herumgesprochen? Massensuizid?

Dabei gebe ich ihnen sogar Namen, um mich selber ein bisschen zu pushen. Es ist definitiv ein anderes Gefühl, lässt man die zwar wunderschöne Kletterrebe mit den weiss/rosa Blüten verdorren - oder man meuchelt Eleonora ins Nirvana. Aber auch das nützt nix, Eleonora erliegt mir - beziehungsweise wegen mir - letztendlich doch, trotz aller Liebe.

Ungern erinnere ich mich an meinen Lieblingskaktus Fritzchen. Erst wuchs er prachtvoll vor sich hin, dann hatte ich Liebekummer. Und keinen Gedanken mehr an Fritzchen übrig, geschweige denn einen Tropfen Wasser. Und ich hatte lange Liebeskummer. Zu lange für Fritzchen.
In Gedenken an Fritzchen, den Tapferen - er ruhe in Frieden.

Ich habe deshalb gerade einen Entschluss gefasst: Wenn ich mal im Lotto gewinne, eine verschollene reiche Tante beerbe oder mein Blog zu populär wird wie der Rowling ihr Potter Harry, dann leiste ich mir einen tollen Garten mit allem drum und dran.
Und einen guten Gärtner. Den besten!


WEIL DAS LEBEN SAFT BRAUCHT!

Dienstag, 1. Juni 2010

ICH SCHÄUME!

Keine Angst meine Lieben, ich schäume weder vor Wut, noch habe ich mich vertan in der Küche - und anstelle des Latte das Abwaschmittel erwischt. Neeeeein ... ich schäume aus lauter Schönheit. Lasst es euch erklären:

Heute sind wir kurz mal über die Grenze in den grossen Kanton gehüpft, haben unsere wenigen Fränklis gegen viele Euros eingetauscht - Wechselkurs sei Dank - und füllten unsere Taschen bis zum Anschlag. Unter anderem bei DM, da gehe ich gerne hin. Wirklich richtig gerne. Proportional zu meiner Abneigung gegen Schönheits-OP's, Booster-Lippen, Schönheitswahn ... steht meine Anforderung an alles war glättet, durchfeuchtet, belebt und strafft.
Ich bin halt auch nur ein Weib.


So schlenderten mein Schätzu und ich kurz nach dem Mittag ganz stressless durch den fast leeren Laden, als ich natürlich wieder mal den neusten aller neuen, kussechten Lipgloss ausprobieren musste. Farbe Fuchsia.
Hab das Zeug auf meine Lippen gepappt und den Kuss-Test gemacht. Schätzu sah danach aus wie nach einem Puff-Besuch, ergo wanderte der Gloss zurück ins Regal und ich putze mir mit einem Kleenex die Lippen sauber, schaute dabei in den 10-fach Vergrösserungsspiegel.
Mein Schreck darüber potenzierte sich, sagen wir mal, ins 11-fache.
An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass mein bisher Liebster anstelle von "11-fach" so widrige Worte wie "ins Unendliche", wahlweise "Unermessliche", vorgeschlagen hat.

Die Poren erinnerten mich an die kürzlichen Nahaufnahmen der Kraterlandschaft des Mondes. Die Fältchen habe ich vor nicht allzulanger Zeit schon mal in einer Dokumentationssendung über Erdbeben und das Verschieben von Kontinentalplatten gesehen - daraus entstehen an anderer Stelle tiefe Gräben.
Mir stellt sich seither immer wieder die Frage: Somit stehen also meine Hüftröllchen mit den Augenfältchen in direktem Zusammenhang??
Dieser Schreckensmoment heute hat mich jedenfalls vor das Regal mit den Anti-Aging-News gespült. Ein Déjà-vu. Jedes Mal wieder!
Heute habe ich mir und meiner geschundenen Seele "für den kleinen Schönheits-Hunger zwischendurch" diese total neuen Augenpads und den tief einziehenden Pflegeschaum gegönnt.

Die Augenpads habe ich sofort nach der Heimkehr aus der Packung gerissen und das Fluid sorgfältig rund ums Auge getupft. Und getupft. Und getupft.
Anschliessend - und während ich eure lieben, herzigen und lustigen Kommentare in meinem Blog lese, schäume ich seither munter vor mich hin und sitze nun also da - ganz weiss im Gesicht - wie Shaun das Schaf. Und lasse einziehen. Den Schaum in die Haut, die sich dann ganz weich und bügelfaltenlos darstellen soll. Steht auf der Packung.
Ich glaube das so gerne!

Schätzeli sitzt - mir den Rücken zugekehrt - vor mir auf der Couch. Er ist sehr schreckhaft und mag gar nicht hinsehen.
Vorhin, nach dem Augenpad-Akt, habe ich ihn gefragt, ob das Zeug schon wirkt. Ohne sich umzusehen meinte ER: "Du hast noch nie besser ausgesehen!". ICH: "Und wie willst Du das wissen, Du kannst es ja gar nicht sehen!?!" ER: "Es spiegelt im Fernseher!".
Und grade eben - der Schaum ist nämlich unterdessen eingezogen und ich erinnere mich selber an Pfirsich, hat sich in der Sternenzaubers Familienidylle folgende Störung ergeben: "Streichle mal über die Haut - ganz zart und weich". ER: "Oh! Erinnert mich an ein gut abgehangenes Steak!".
Himmel nochmal - der Kerl hat schon wieder Hunger!

Dann aber die erschütternde Pointe: "Probiere es doch auch mal mit diesem Fleischklopfer - da kriegst Du echt alles Babypopoweich hin!".



ICH FRAGE NIE NIE WIEDER!

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