Freitag, 17. September 2010

VON DER FRÖHLICHEN BUSREISE UND ANDERE EINDRÜCKE

Meine lieben BlogleserInnen

Als Allererstes: Herzlich willkommen, liebe BIRGITT! Schön bist Du da - ein weiterer Stern am Geschichtenhimmel. Ich freue mich sehr! Viel Schönes, viel Spass und dass es Dir hier nie langweilig wird.

Heute habe ich, wie schon erwähnt, den Koloss von Rhodos besucht - der stand ehemals (vielleicht) am alten Hafen von Rhodos, am Mandraki Hafen. Diese Koloss soll breitbeinig über der Einfahrt gestanden und die Schiffe WILLKOMMEN geheissen haben.

Doch bis ich an diesem besagten Madraki Hafen war ... ich musste es mir echt hart verdienen! Erst hat mir Michalis versprochen, mich mit dem Auto mitzunehmen - aber da ich ja ein stilles, unscheinbares, kleines, feenhaftes Wesen bin, wundert es niemanden, dass ich eine geschlagene halbe Stunde auf meinen Hotelherrn und Meister wartete ... bis er dann angerufen hat und nach der kleinen Schweizerin fragte ... ob die denn noch immer auf der Terrasse sitze ... er hätte die nämlich vergessen.

Nun gut, dann nimmt die kleine Franziska halt den Bus. Ja, das hätte sie wirklich getan - wäre er denn nicht einfach durchgefahren. Die Plätze waren belegt und der Buschauffeur hat zumindest mit den Schulter gezuckt und auch ein bisschen gelächelt.

Ich dann hoch zur Hauptstrasse. Da hat endlich ein Bus-Mensch Erbarmen mit der kleinen Schweizerin gehabt und mich mitgenommen. Aber ... erst waren wir tanken. Welch Spektakel! Rein in denen Gegenverkehr - rüber zur Tankstelle - und dann wieder los, mitten in den Gegenverkehr.

Der Besuch von Madraki Hafen war übrigens ... wowwh! Am besten, ich nehme euch mit. Worte sind einfach zu wenig.

Tanken gehen ...

... und rein in den Gegenverkehr ...

Nach dieser Fahrt brauchte ich den erst mal:

Die Windmühlen am Mandraki-Hafen

Einer der vielen Kater

Fort Nikolaus

Auf den beiden Pfeilern - wo heute der Hirsch und die Hirschkuh stehen -
soll der Sage / Geschichte nach der Koloss von Rhodos gestanden sein

Historische Mauern

Die Aussenmauer der alten Stadt


Ich hab bis jetzt auf Rhodos weit über 1'000 Fotos gemacht,
damit mein Schätzu-Katerli auch alles und jedes miterleben kann ...
wenn auch ein bisschen zeitversetzt und im Bilde gebannt.

ABER IMMERHIN!

TIERISCH GUT!

Hier auf Rhodos sieht man ... ganz doll viel!
Augen auf!













Ich gehe jetzt nach Madraki Hafen - der alte Hafen von Rhodos.
Geh den Koloss von Rhodos besuchen. :-)

Bin gleich wieder da - mit neuen Bildern ...

UND TSCHÜÜÜÜSSSS!


Donnerstag, 16. September 2010

HALBZEIT UND ANDERE GRÜNDE ZUM FEIERN

Gestern hatte ich hier "Halbzeit" - schon!
Unglaublich.
Meine Batterien laden, ich fühle mich gut ... das Leben hier ist ganz leicht. Irgendwie. Mit meinem Schätzu-Katerli wäre es oberperfekt. Aber diese Zeiten kommen auch wieder.

Jedenfalls befanden wir gestern, dass es Zeit zum Feiern ist. Was auch immer. Wir feierten meine gut gelungene Halbzeit, 300 mal Mittwoch, 270 Tage regenloses Rhodos, 2'500 Sonnenstunden am Stück, das Leben, die Liebe, die Freundschaft, den Urlaub, uns und überhaupt und sowieso.

Der Fischer brachte frische Doraden vorbei ...

Micha bereitete sie auf dem Grill zu ...

Sui zauberte herrlichstes Knoblauchbrot und Salat zu ...

Nectarios hatte alle Hände voll zu tun, uns Getränke verteilen

Es war einfach herrlich, fröhlich, so unbeschwert, voller Glück und wunderbar locker

Gerne möchte ich euch an Spass teilhaben lassen, schaut mal:






Die Tage hier sind das Beste, was einem Menschen passieren kann!

ECHT!

Dienstag, 14. September 2010

SEX FÜR DIE FÜSSE

Nicht, dass ich das Niveau meines Blog jetzt ins Unterirdische abgleiten lassen willen – Gott behüte. Aber heute habe ich etwas erlebt … das lässt sich glatt weg anders nicht beschreiben. Nein, lässt es sich nicht.
Und ich habe lange überlegt!

Da macht sich frau einen wunderschönen Seele-Baumel-alles-kann-mich-mal-Tag ...

... lässt es sich in jeder Hinsicht gut gehen …


... und finde – eine Fügung des Schicksals? – diesen Flyer an einen Pfahl gepinnt:

Nix wie hin!

Oh! Sieht ja cool aus!

Ohhhhhhhhhhhhh! Fühlt sich noch viel cooler an!

Als hätte man die Füsse in einem Champagner-Blubberbad. Nur noch viel viel besser!!
Da will ich gar nicht mehr raus!

Morgen gehe ich wieder hin!


KOMMT IHR MORGEN MIT?

KEIN FETTNÄPFCHEN ZU KLEIN, MEIN FETTNÄPFCHEN ZU SEIN!

Ich trete in jedes Fettnäpfchen. Egal wie gross oder wie klein.
Gestern Abend … ich muss es euch erzählen.

Der Verlauf des Abends hat, wenn man es genau nimmt, seine Anfänge im vorgestrigen Abend. Und zwar bei Jannis, dem Taxifahrer.
Wie ich schon erzählt habe, war mir die Busfahrt ein wenig zu abenteuerlich – und so winkte ich mir gestern nach dem Besuch von Rhodos Altstadt ein Taxi her. Das heisst, ich hielt mal meine Hand ein bisschen in die Höhe und schon rasten von allen Seiten Taxis auf mich zu. Die Fahrer redeten wirr durcheinander auf mich ein, weil jeder ja der Beste ist. Und der Billigste. Der Tollste sowieso.
Griechen sind Machos. Wenn auch sehr liebevolle.
Ich stieg letztendlich bei Jannis ein, weil er derjenige war, welcher am wenigstens um sich warb. Ein eher stiller, sympathischer junger Mann. Preise sind auf Rhodos eh fix und stehen auf Tafeln.

So weit, so gut.
Auf der gut halbstündigen Fahrt nach Kolymbia ergab sich dann auch ein Gespräch, im Verlaufe dessen ich darauf antwortete, warum ich denn alleine unterwegs sei. Jannis fand, dass dies aber traurige Umstände seien und ich doch eigentlich viel zu fröhlich um alleine zu bleiben … und ob ich denn hier einen „Boyfriend“ hätte?
Meine fragenden Bus-Scheinwerfer-Kugelaugen müssen Bände gesprochen haben – HALLOOOO – da hatte ich doch eben erzählt gehabt, dass ich letztes Jahr geheiratet hier geheiratet habe! Jannis zuckte mit den Schulter und erklärte, also er hätte in diesen Tagen freie Kapazität, das Taxigeschäft würde eh nicht so gut laufen und wenn ich denn wolle, so ….

Kurz gesagt: ich wollte nicht. Er hat das dann auch klaglos hingenommen und meinte, dass sei von wegen den anschliessenden Problem wahrscheinlich ja auch besser so.
Definitiv!!

Und gestern Abend … da setze ich mich also um 19.00h in das Speisezimmer, an einen 4er-Tisch. Gleich darauf kam ein Pärchen in meinem Alter dazu und fragte, ob hier noch frei sei. „Klar, setzen Sie sich!“
Man stellt sich einander vor - sie heisst Gaby, er Ralph. Gestern neu angekommen und Neulinge auf Rhodos. Schnell ist man im Gespräch – und dann auch wieder die unausweichliche Frage: „Aber sag mal, wieso bist denn Du alleine da? Du scheinst jetzt nicht gerade der Single-Typ zu sein!?“.
Daraufhin meine 5-Minuten-Erklärung über das WARUM und das WIESO. Kurzerzählung der Heirat vom 09.09.2009.
So weit, so gut.

Paar Minuten später standen Ralph und ich zusammen vor dem Salatbuffet und er schubste mich mit dem Ellbogen sachte ich die Seite, sah mich verschwörerisch an und raunte mir ins Ohr: „Sag mal, gibt es denn eigentlich einen Ersatzspieler?“.
Hä? Ich sah mich sofort an die Situation von gestern Abend erinnert …
Stellte meine 1.65m kerzengerade vor ihm auf, plusterte mein Gefieder und erklärte nicht eben zurückhaltend leise und voller Empörung: „Nö, brauche ich auch nicht, will ich auch nicht! Ich bin treu!!“

Ralph sah mich nun seinerseits mit kugelrunden Bus-Scheinwerfer-Augen an, kriegte erst einen hochroten Kopf, begann anschliessend zu japsen, zu husten, zu lachen – kriegte sich gar nicht mehr ein. „Hahahahahahahah ... also ... ich meinte … Du hast da wohl was falsch verstanden … hahahahaha ... ich meinte doch bloss … hahahaha … also beruflich meinte ich das doch! Wer macht denn jetzt den Job von Deinem Mann … hahahaha … da kann man ja nicht einfach alles laufen lassen … hahahahaha … oder?“.


Drum herum hatten das natürlich Alle mitgekriegt. Und meine Taxi-Men-Story war auch schon in der Runde bekannt. Brüllendes Gelächter.
Ich am lautesten. Der Running-Gag des Abends. Das werde ich jetzt immer und ewig zu hören kriegen, die Ersatzspieler-Frage. Man wird es den Neuankömmlingen erzählen und ins Buch vom Hotel schreiben. Nachzulesen für Jede und Jeden.

Und nächstes Jahr, wenn wir wieder da sind, wird man gemeinsam darüber lachen.
Das weiss ich schon jetzt.
Und ich, ich werde am lautesten lachen.


MIT BEIDEN FÜSSEN IM FETTNÄPFCHEN STEHEND!

Montag, 13. September 2010

KOMMT MIT ... NACH RHODOS ALTSTADT

Meine lieben FreundInnen

Gestern habe ich den Grillabend sausen lassen und mich statt dessen  mit dem öffentlichen Bus auf den Weg nach Rhodos Altstadt gemacht. Für mich der schönste Flecken auf Erden!
Alleine die Fahrt war ... sagen wir mal ... sehr speziell! Ich hatte einen Nachwuchs-Schumi / -Alonso / -Vettel  erwischt. Und mir wurde auch bald klar, warum da so viele Heiligenbildchen, Götterfiguren, Schutzpatrone und was auch immer rund um den Fahrer angebracht sind, baumeln.
Der brauchte die nämlich dringend! Ganz ganz dringend! Und wir Gäste auch!



Da, wo breithüftige Frauen sich bereits kaum in die dermassen engen Gasse trauen, da hupte der einfach mal wild und fuhr ohne von Gas zu gehen voll Karacho zwischen den Häuschen durch. Huiiii!
Mein Magen sang Halleluia und in Gedanken hab ich mein Hab und Gut an all meine Lieben verteilt.

Endlich in Rhodos angekommen, hat sich der Fahrer bekreuzigt - und wir Fahrgäste auch.
Zurück ins Hotel habe ich dann übrigens ein Taxi genommen ... wobei ich da den Bruder des Busfahrers erwischt haben muss.
Aber heute geht es mir wieder gut  :-)

Ich will jetzt gar nicht so viele Worte mehr machen ... schaut einfach mal und kriegt ein paar Eindrücke - viel Spass!

Dieser kleine Junge hat sich erst ob meiner spitzen Schreie im Bus gewundert - dann hat er sich köstlich amüsiert ... :-)

    Neue Kunst  und alte Kunst

Der berühmte Eulenbrunnen

Eis in allen Sorten und Varianten


Ebenso Pantoffeln und Pantöffelchen

Bunte Touristen-Uhren

Handwerk

Irgendwann nehm ich sowas mit nach Hause - gefällt mir!

Nach 3 Stunden ging ich wieder zurück ins TINA FLORA - nach einem wunderschönen Erlebnisabend in Rhodos Altstadt


WAR SCHÖN MIT EUCH! 
DANKE FÜR'S MITKOMMEN!

Sonntag, 12. September 2010

MRS. LONELY

Aaaalso … grundsätzlich werde ich hier ja wie ein rohes Ei behandelt.

Aufgrund dessen, dass Jeder mit Jedem hier irgendwie verwandt, verschwägert, verbrüdert, verheiratet oder was auch immer ist, bin ich auf Rhodos nun bekannt wie ein bunter Hund.
Nämlich, weil meine liebe Hotelfamilie die herzzerreissende Geschichte von der weizenblonden Schoggi-Heidiland-Franscheschka (Franziska können sie irgendwie nicht so gut sagen) mit dem breiten Dialekt - der mindestens so breit wie ihr Lachen ist, aus dem lieblich-harmlos-kleinen Alpenland Schweiz mit dem krankheitshalber in die Bergklinik verfrachteten, ursprünglich deutschstämmigen, fehlenden Geissen-Peter, aus lauter herzlicher Anteilnahme an eben das besagte Publikum der Verwandten, Bekannten, Verschwägerten usw., gut gemeint weitergegeben hat.

Seither weiss ergo die Uroma im hintersten Rhoder Dörfchen Bescheid.
Wo immer ich auch auftauche, wird mir erst Schulter dann Wange getätschelt, ich werde geherzt, geknuddelt, verküsst, über die Haare gestreichelt, gefüttert, getränkt, beschenkt und verhätschelt.
Wegen mir und meiner Geschichte werden Tränchen vergossen und tiefe, anteilnehmende Seufzer ins Weltall entlassen.
Ich hab nun definitiv den Welpen-Status.
Das ist ja auch ganz lieb und durchaus kein Nachteil. Es könnte mir weit schlechter ergehen.
Ich warte bloss noch drauf, dass mir beim Essen ein Lätzchen umgebunden und vor dem Schlafen ein Schlafliedchen geträllert, der Schnuller in den Mund geschoben wird. :-)

Aber gestern Abend, da war mir so … ohne Kater. So sehr bewusst ohne ihn. Ich raffte mich zur Aktivität auf und schlenderte Richtung Dorf, mitten ins bunte Leben von Kolymbia.
Und was mache ich … ich … Esel? Ich setze mich in die MEMORIES-Bar. Ja genau, das war so richtig klug von mir. Da sitzen wir sonst immer, Schätzu-Katerli und ich.


Und da krieg man auch immer 2 für 1. So standen dann 2 Erdbeer-Melonen-Ananas-Zitronen-Drinks vor mir! Für mich alleine. Kater und ich habe sonst immer getauscht, gegen seinen Zitronen-Ananas-Melonen-Erdbeer-Drink. Nun konnte ich mit keiner Menschenseele tauschen.
Meine Gefühlswelt driftete rasant Richtung „arme Sau“.


Intelligenterweise habe ich mir auch noch den allerbesten Platz geordert – schön hin zum flanierenden Publikum. Und da flanierten NUR Pärchen. Oder Freundinnen. Familien. Im schlimmsten Fall Paar mit Schwiegermutter. Aber niemand auf der ganzen Welt war alleine da, nur ich. Und er:


Dann spielten sie auch noch „Lonely…. I'm Mr. Lonely ….“. Hallo! Gehts noch! Und schon verschob mein Blick sich zur Werbetafel genau gegenüber der Bar. Prima. Der Schneider Kostas. Er, der letztes Jahr sozusagen unsere Hochzeit gerettet hat, in dem er meinem Schätzu-Katerli innert 2 Stunden neue weisse Hosen aus edlem Leinenstoff nähte – weil der Kater den Deckel der Shampooflasche im Koffer nicht richtig zugedreht hatte, dass Nass durch den knallroten Kulturbeutel durch suppte und die weisse Hochzeitshose schlimme rote Flecken bekam.
Kostas stand vor seinem kleinen Laden und winkte rüber. Ich sah ihm nur noch verschwommen, winkte aber zurück.


Und hätte sich das Schicksal gegen mich verschworen, kam noch die Kutsche vorbei. Die Kutsche! Seit 100 Jahre bitte ich all meine Männer, mit mir Kutsche zu fahren. Ich finde das so mega romantisch. Bin aber die Einzige. Katerli hatte mir für dieses Jahr eine Kutschenfahrt versprochen ….!


Jetzt war aber genug. Ich zahlte, packte meine 7 Sachen und stelzte schnäuzend meinem Hotel entgegen. Auf halben Weg hörte ich plötzlich: „Huhu!“. Paar Meter später wieder: „Huhuuuuuu!“.
Ich schaute nicht mal hin – wer sollte schon dem einsamsten aller einsamen Menschen unmotiviert „Huhuuuuu!“ zurufen? Beim dritten „Huuuuuuhuuuuuuuuu!“ wagte ich dann doch einen kleinen Blick. Und siehe da – das nette junge Paar aus dem Hotel! Ob ich mich denn nicht gerne auf einen Drink dazu setzen würde? Ja klar! Wollte ich doch glatt tun.

Wir haben dann lange geplaudert. Und ich hab den dritten Erdbeer-Melonen-Ananas-Zitronen-Drink mir einverleibt und auch genossen.

MRS. LONELY?

WER BITTE IST MRS. LONELY??

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