Montag, 4. April 2011

WEISSER SONNTAG - NASSER MONTAG

Ja genau, gestern trug ich Weiss. Schön und warm genug war es ja!
Diese Frage - trag ich heute auch weiss? - brauchte ich mir in Anbetracht des extrem nassen Landregens von heute nicht zu stellen. Und auch nicht, ob Riemchenschuhe, leichtes Jäckchen.
Nö nö, ich trag gefütterte, schwarze Stiefletten und die warme lila Jacke. Plus Schal!
Giovanni, den Roller, liess ich heute stehen und fuhr wieder mal Bus.

Was mich aber trotzdem nicht vor nassen Jeans bis zu den Knien hoch schützte. Es war noch so dunkel um 06.00h, ich liess keine noch so tiefe Pfütze aus. Und an der Bushaltestelle stehend, fuhr ein LKW derart nahe und rasant im pitschnassen Nass der Strasse vorbei, dass ich mir die Dusche hätte sparen können.
Falls Regen wirklich schön macht, kann ich es heute mit sämtlichen Missen der grossen, ganzen Welt aufnehmen! Falls nicht, dann bin ich echt ein ganz armes, nasses, vollgespritzes Schwe .... eizer Mädchen.
Und dann noch das Debakel mit meinem ägyptischen Puder, genannt ägyptische Erde!!
Neinaberauch!!
Doch diesen Faux-Pas gibt es erst Morgen zu lesen. Aber über meine Dusseligkeit dürft ihr aber schon mal präventiv heute den Kopf schütteln und euch lachend am Boden rollen.

So - und nun zum Gestern:
Erst war es sehr sonnig, dann sonnig - dann wolkig aber mit Sonne ..und vor allem: schöööön warm. Deshalb liessen wir uns nicht beirren und genossen das Hier und Jetzt auf diese Weise ...

... trotz aufziehenden Wolken war es ein Sonn(en)tag und wir unterwegs ...

... Richtung Spiez, Spiezer Bucht - in Spuckweite von Thun, ein schönes Städtchen!
Vielen Freunden bekannt aus "DAS WUNDER VON BERN", der legendäre Match von damals.
Die Deutsche Nationalelf hat in Spiez logiert.
Es half!

Da haben wir es uns gut gehen lassen.
Er mit Mousse au Chocolat hell / dunkel -
ich mit frischen, ausgebackenen Apfelringen in Vanillesauce.
Und Kaffee.
Mhhhhhhhhhhh!!!!

Nebenan war ein Spielplatz.
Das Schild hat uns ein wenig verwirrt ...
... was wohl damit gemeint war?

Den ersten Sommertag haben wir nun also erlebt.
Ich hoffe, ihr hattet es auch so schön!

Endlich weiss ich wieder ...

... WIE DER SOMMER DUFTET!

Sonntag, 3. April 2011

HAT SPASS GEMACHT!

Der erste Sommertag gestern - welch Hochgenuss!
Und weil heute wieder genau so ein Tag ist, bin ich bereits auf dem Sprung nach Draussen.
Ich will die Sonne in mich einsaugen. Tief eisaugen.
Nichts desto trotz für euch ein paar kleine Einblicke in meine letzten 24 Stunden.

Mit dem Roller ab in die Stadt. Sich den warmen Wind ums Näschen lüfteln lassen. Ab ins Bälliz!
Das Bälliz - die Innenstadt von Thun - hat besonders Samstags soooo viel zu bieten! Blumenmarkt, Käsemarkt, Trödelmarkt undundund ... schaut einfach mal selber:


Nach einem Spaziergang durch Thun zur ruhigen Ecke am Aarenfluss.
Besonders gerne bin ich in der "ALTEN OELE" - dies ist zum einem eine Café-Bar, zum andern ein Theater. Einer der schönsten Plätze in Thun. Man sitzt, trinkt was, schaut auf die Aare hinüber zum Schloss, freut sich ob der Fröhlichkeit der Menschen mit, schliesst die Augen und spürt die Sonnenstrahlen auf der Haut.


Am Abend feierten wir Saisoneröffnung mit unserem Herrn Grill.
Lammfilets in Bärlauchmarinade, Kartoffelgratin und gemischter Salat, zum Dessert Tiramsu-Torte und Kaffee. Bis um 22.00h am Abend sassen wir draussen und genossen die Wärme.

Oh Leute ...

.... SCHÖN WAR'S!

Samstag, 2. April 2011

ICH FEIERE WOCHENENDE

Wunderschön!
So wunderschön ist es draussen. Und überhaupt. Ein Genuss.
Und es ist ein guter Tag - rundum! Ja!

Warum?
Dafür gibt es mehrere Gründe ...

Grund Nr. 1
Sohn Florian ist zurück aus der Klinik.
OP, Spitalaufenthalt hat er gut überstanden.
Alles bestens.
Und ... nein, davon hatte ich nichts geschrieben. Es war sein Wunsch.

Grund Nr. 2:
Der Abend gestern war voller Farben.
Erst sah er so aus ...

... dann so ...

Grund Nr. 3:
... und der heutige Morgen begann auf diese Weise:

Grund Nr. 4:
Diese schönen Rosen bekam ich geschenkt. Danke Kater!

Grund Nr. 5:
Ich fühle mich violett.
Und violett fühlt sich gut an!

Der Haushalt ist erledigt.
Kater hat seinen ersten Wochenendurlaub.
Und wir verschieben unsere Luxuskörper jetzt mal Richtung Bälliz, in die Aarebar. Zum Kaffee trinken, Sonne tranken und geniessen.
Solltest Du noch einen Grund brauchen Dich gut, wohl und violett zu fühlen - bitte Bescheid geben, ich find sicherlich noch ein paar triftige Freu-Gründe zum Verschenken an Dich! Ganz bestimmt!

Herzgrüessli mit Lächeln und ...

... WUNDERSCHÖNES WOCHENENDE EUCH ALLEN!

Freitag, 1. April 2011

SURFEN MIT AUSZEICHNUNG

Wieder mal eine meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen vorab - das Willkommenheissen von einem neuen Stern.
Ganz herzlich WILLKOMMEN liebe POSTPANAMAMAXI! Fühle Dich wohl in meinem Geschichtenhimmel, hab Spass in den kleinen und grossen Storys meines zuweilen chaotischen Lebens! Ich freue mich sehr, dass Du hier bist! So schön!

Und nun ...

... Silver Surfer.
Wie gut tönt denn das!
Mir öffnete sich das Herz.

Kürzlich las ich diesen Ausdruck - als Headliner in meiner Morgenzeitung. Da ich ja sowohl beruflich wie privat Internet brauche, nutze ... aber nicht liebe, weil so ein Compi für mich ein Buch mit mindestens einer Million Myriaden Siegeln ist, packte ich die Zeitung in die Tasche. Diesen Bericht musste ich lesen, das ist interessant, da kann ich was lernen.
Silver Surfer - das tönt doch nach Profi! Wowwh!

Silver-Surfer ... das muss eine Art Könner sein, mit Internet-Harvard-Abschluss, wahlweise Columbia. Master of Internet. Bachelor of Compi.
Wie gut würde das tönen - Frau Dr. Prof. med. Sternenzauber, Silver-Surferin von Gottes Gnaden, auf höchster Stufe!
Ich sah mich in Gedanken bereits mit diesem komischen Viereckshut und Bommel dran, einer Medienpräsenz die ihresgleichen sucht, einem schier nicht zu überbietenden Bekanntheitsgrad  ... Franziska Sternenzauber, DIE Silver-Surferin 2011!


Noch am gleichen Abend schaute ich meine Fotos durch, ob sich denn irgendwo ein autogrammtaugliches, mein Ich schmeichelndes Abbild findet. Dann unterschreibe ich mit Silbertinte - ganz schwungvoll über mein Konterfei - Sternenzauber.
Silberner Sternenzauber.
Schöööööööööön!

Damit ich meine neuen Pläne auch gleich in meinem Blog veröffentlichen kann, euch mit der Einschreibung an eine der anerkannten Universitäten dieser Welt überraschen kann - irgendwie muss man sich diesen SILVER-SURFER-STATUS ja erarbeiten - machte ich mich im Internet schlau.
Und schöne Motive für neue Visitenkärtchen suchte ich auch. Mit einem dem Silber-Titel angepasstem Silberrahmen.
Franziska Sternenzauber, Silver-Surferin.
Ich googelte. Silver-Surfer WIKIPEDIA.

Doch was musste ich da lesen ...?!?

"Silver Surfer ist eine Bezeichnung für ältere Internet-Nutzer ab einem Lebensalter von ca. 50 Jahren, jener Altersgruppe, die im Marketing-Jargon als Best Ager bezeichnet wird. Der Name ist eine Anspielung auf die vermeintlich silbergrauen Haare älterer Nutzer.

Anteil von Menschen im Alter zwischen 55 und 74 Jahren, die das Internet mindestens einmal in der Woche nutzen, im europäischen Vergleich für das Jahr 2007 (Quelle: Eurostat).
Silver Surfer wurden Ende der 1990er-Jahre als neue Zielgruppe des Internet-Marketings wahrgenommen, die über eine hohe Kaufkraft verfügt. 2007 gab es Untersuchungen, nach denen erstmals mehr Über-60-Jährige als Unter-20-Jährige das Internet nutzen. In Deutschland gibt es knapp sieben Millionen Silver Surfer. Dabei entfallen 4,2 Millionen auf die 50- bis 59-Jährigen, 2,5 Millionen auf die 60- bis 69-Jährigen und nur 0,4 Millionen auf die über 70-Jährigen."

Schreck!

Was jetzt - ältere Internet-Benutzer?
Was jetzt - best ager?
Was jetzt - graue Haare?
Was jetzt - ab 50?

Boahhh! Da bin ich ja voll falsch! Aber so was von voll falsch!
Zielgruppe voll verfehlt.
Ich muss hin zu den GOLD-Surfern.

Schliesslich bin ich erst ...

... 49 1/2!

Donnerstag, 31. März 2011

ICH MÖCHTE NICHT DARÜBER REDEN

Nein, unter keinen Umständen.
Deshalb brauchte ich gestern auch dringend eine Verschnaufpause. Auszeit.
Sozusagen Welpenschutz für gestrandete Hockeyfans. Keine persönliche Ansprache wollte ich. Und von allem anderen auch nicht.

Die Spieler und ich müssen die Niederlage erst verdauen ...

Mir ist eigentlich nur nach Decke über den Kopf. Punkt. Nicht mal Hunger habe ich! Und die Frisur ist mir schnurz-piep-egal!
Über den Ausgang des Hockeymatches möchte ich keine Worte verlieren. Aber ich verspreche ... ich bluffe im Vorfeld nie nie mehr. Ich werde all die grossen, lobpreisenden Worte runterschlucken.
Nie mehr gebe ich eine Prognose ab.

Nein, werde ich nicht tun ... weil ...

Weg vom Fenster ...

...es ist nämlich soooo schwer ... erst den Match, die Stimme und dann noch das Gesicht zu verlieren.
Das geht ja gaaaar nicht.

Chefs, Arbeitskollegen, Freunde, Nachbarn, Kunden, Anverwandte und Bekannte behandeln mich zu Zeit wie ein angeschossenes Kitz (nein, bitte keine bildlichen Vorstellungen!) - und ich finde, das wird der Situation auch gerecht.
Man legt mir wortlos Tempos hin.
In meiner Gegenwart wird momentan nur geflüstert ... und dies ganz leise.
Man lächelt freundlich, zurückhaltend - und vor allem still.
Keiner erzählt anzügliche Sport-Witze in meiner Gegenwart.
Und Kaffe wird mir serviert - ohne zu fragen, ob ich welchen möchte. Sie wissen: ich brauche den jetzt.

Meine roten, kleinen Äugelein mit den sichbaren Äderchen im blassen Weiss sind bloss Ausdruck dieser Scheiss-Pollenallergie. Dass diese Pollen EHC Kloten heissen und Namen tragen, uns aus den Play-Offs geworfen haben, dies ignoriert man zu meinen Gunsten mit der gleichen Gelassenheit, wie meine niedere Toleranzhemmschwelle bezüglich Diskussionen, ob jetzt der EHC Kloten oder HC Davos Schweizer-Eishockeymeister wird.
Sie munkeln wahrscheinlich hinter meinem Rücken oder in meiner Abwesenheit darüber. Das muss fast so sein. Aber in meiner Gegenwart wird Contentence bewahrt.
Ich bin dankbar dafür. Wahrlich dankbar.

Zeitungen lese ich erst nächste Woche wieder. Ich will gar nicht wissen, wann das Eis in "meinem" Stadion getaut wird. Was die Medien hinsichtlich dieses letzten Matches meines SCB zu vermelden haben. Ich will keine Stimmen zum Spiel hören.
Und vor allem: ich will nicht darüber reden!
Neinnein, will ich alles nicht.
Da blutet mein Herz.

Ich will jetzt leiden. So ganz alleine. Und nur für mich. Wunden lecken.
Mindstens bis morgen früh.
Voller Inbrunst, so ganz Fan, mit jeder Faser meiner Hockeyverrücktheit.
Ja, das will ich.

Klar, in Stein gemeisselt und unwiderlegbar ist für mich momentan nur das Eine:

NÄCHSTE SAISON WERDEN WIR MEISTER!
GANZ BESTIMMT!

Dienstag, 29. März 2011

HEUTE RAPPELT'S IM KARTONGGG!

Olé-Oléoléolé ....!
*INDIEHÄNDEKLATSCHUNDRUMHÜPF*
Ich bin schon ganz in Match-Laune! In fröhlicher, ausgelassener Feier-Laune!

Auf meiner Wange prangt ein schwarz-gelb-rotes Herz, meine Kleider sind schwarz-gelb-rot, ich trage Fanschal, Mütze und das noch nie gewaschene Original-Spielershirt von meinem Lieblingsspieler. (Der ist übrigens mittlerweilen auch über 40 und seines Amtes Trainer ... nicht mehr Spieler.)
Dass mein Herz, mein Denken und Fühlen diese 3 besonderen Farben tragen, muss ich wohl nicht unbedingt erwähnen!


Seit ich 6 bin, pilgere ich mit nie abnehmender Begeisterung an die Eishockeymatchs meines SCBern. Im Gegenteil - je oller, je doller! "Alteingesessene" LeserInnen wissen um meine Begeisterung und Leidenschaft.
Es gibt viele Zeitungsberichte, Fernsehberichte, Geschichten und Sagen um das wilde Fränzi Sternenzauber :-)

Ich freue mich riesig darauf, mich heute Nachmittag mit der "Meute" um 16.00h beim Fancar zu versammeln und gemeinsam nach Kloten ans Spiel zu fahren. Heute ist nämlich ein besonderer Tag! Heute wird DIE BELLE gespielt.
Dies heisst: das 7te Spiel einer 7ner-Serie. Best of seven ... wer zuerst 4 Matchs gewonnen hat, kommt ins Finale. Da der Spielstand 3:3 steht, geht es heute um alles, um den begehrten 4ten Sieg. Da kämpft man mit Klauen und Zähnen. Das ist so viel mehr als ein Spiel!
Das ist Spektakel pur, Adrenalinausschüttung der besonderen Sorte. Spass, Freude, Jubel.

Und weil mein Chef immer so ungläubig meinen Erzählungen folgt, sich gar nicht vorstellen kann, dass ich mich stimmlich Richtung Gorilla - und eventualvorsätzlich sogar in der Gestik - bewege, schreie bis zur Heiserkeit und bei Toren das Abbild eines auf- und niederhüpfenden Gummiballes abgebe, hat er in der Hitze des Gefechtes beschlossen, mich und meine Freunde heute Abend zu begleiten.
Wir haben Beide - Cheffe und ich - vorsichtshalber morgen Vormittag unsere Absenz in der Firma angemeldet.
Besser ist das!

So, Leute - ich ess jetzt mal ne Kleinigkeit.
Nur ein bisschen ... bin viel zu nervös! Hachhhh, ein schönes Gefühl. aber ich mag das, wenn es im Bauche kribbelt (und das wegen eines Matches, nicht wegen Norovirus & Co.), die Vorfreude mir ein Dauergrinsen ins Gesicht malt und ich mich schon jetzt unbändig auf den Torjubel freue.
Den verknackten Fuss habe ich übrigens satt eingetapt und in enge Stiefel gezwängt. Das muss reichen.

Wenn ich jetzt noch eine kleine Bitte äussern dürfte ...



DANKEEEEEE!  :-)

Montag, 28. März 2011

MEIN FEHLTRITT

Hurra - hurra - die SEIFENMADAME und ANJA+ sind da!
Ganz herzlichst WILLKOMMEN - ich freue mich, habt ihr in meinen Geschichtenhimmel gefunden. Fühlt euch wohl und habt Spass in den grossen und kleinen Storys meines turbulenten Lebens.
Schön seid ihr da!

Alles hätte so schön sein können.
Na ja - war es auch. Ehrlich.
Bis eben auf meinen Fehltritt - der selbst einem moralisch so gefestigten Menschenkind wie mir passieren kann. Nicht geplant, nicht beabsichtigt, nicht gewollt - einfach passiert. Einfach so.
That's life!
Doch dazu später mehr.

Aber jetzt erst mal von vorne:
Ein Nachmittag am See, auf dem kleinen Holzbänkchen an der Sonne. Also ... das war schon ganz schön. Friedlich. Angenehm. Herrlich.
Den Entchen, den Schwänen zuschauen. In das warme Frühlings-Hell blinzeln. Tief durchatmen und zur Ruhe kommen. Habe den Kater aus der Klinik für ein paar Stunden "auslösen" können - und so haben wir den Nachmittag gemeinsam genossen.

Als die Sonne dann hinter den Berggipfeln so langsam das Ende des Nachmittages einläutete, steuerten wir fröhlich, gutgelaunt und hungrig die nächste Konditorei an.
So ein richtiges altes, antikes Schätzchen - mit Interieur aus den 60zigern und Geschirr von vorvorgestern. Aber alles stimmig und passend.
Der Erdbeerkuchen war übrigens ganz frisch und einfach nur leeeeeeeeeckerrrrrr!

Und dann passierte es.
Das Unvermeidliche. Es kam zum Fehltritte.
Ein gefallenes Mädchen bin ich nun.
Dieser blöde - magamässig blöde - Absatz wurde mir zum Verhängnis. Ich knickte mit dem linken Fuss hinten über die Ferse weg.
********Dann war nur noch Sternenhimmel********
Jetzt habe ich einen Klumpfuss und hinke in der Gegend rum.
Tja, so kann es gehen.


Aber unter dem Strich - ihr stimmt mir da sicher zu -
war mein Sonntag ...

... SCHÖÖÖÖÖÖÖN!

Sonntag, 27. März 2011

ES SPRICHT: DAS HAAR

Verehrte Leserinnen und Leser

Darf ich mich vorstellen - ich bin HAARALD, erster Vorstandsvorsitzender von Frau Franziska Sternenzauber's Haarschopf. Leute, im Namen meiner geschätzten 500'000 KollegInnen (mal mehr, mal weniger - momentan wohl eher weniger) möchte ich hier einen HILFERUF deponieren!

So geht es nicht weiter. So kann es nicht weitergehen!
Seit mehreren Jahren - und daran haben wir uns schier schon gewöhnt - werden wir mittels Bleiche zum Erbleichen genötigt. Man spaltet uns chemisch auf, knackt unsere schützende Keratinschicht, dringt in unser Innerstes ein, tötete sämtliche farbige Pigmente und befindet das Resultat dann auch noch als schön. Echt!

Na ja - kürzlich war aber plötzlich alles ganz anders. Aber gaaaaanz anders! Da tauchte man uns plötzlich und völlig unvermittelt in schwarz-violette Tunke und füllte uns damit ab. Wir waren, farblich gesehen, dunkelbesoffen. Wahr, wahr!
Uns gefiel dies ja gar nicht schlecht. die Pigmente in uns jubelten - so neu befüllt und farbig - und die Keratinschicht war für einmal nicht mehr so fragil. Wir hatten auf einmal Farbe statt Bleiche. Toll!

Doch - anstatt dass Frau Fränzi Sternenzauber sich ab da und für immer freute, klebte plötzlich das Pech an ihren Füssen. Warum weiss niemand ... aber irgendwie war das schon komisch.
Da half nachhaltig auch keine neue Garderobe, kein bunter Blumenstrauss, kein noch so guter Freund - da half nur noch - ich und meine HaarkollegInnen stehen zu Berge - eine NEUE Haarfarbe. Hell. Ganz hell!
Neeeeeeeein! Hiiiiiiiilfe!

Leute, ihr könnt euch die Tortour gar nicht vorstellen. Wir Haare litten Qualen. Erst Bleichwäsche - dann Pampenbleiche!! Man entzog uns wieder mal alles. Dieser Abend raffte uns halbe Million Haare auf Fränzi's Kopf förmlich dahin. Wie siechten elendiglich unter brennender, ätzender, schmerzhaftest schmerzender Pampe dahin. Bis alles farbige Leben mehr oder weniger aus uns war. Bis auf einen guten Hauch von Rot. Rot hielt dem allem stand. Selbst nach der ausgleichenden Tönung.
Wir Blonden verneigen uns vor Rot.
Das war vor 2 Wochen und 2 Tagen.

Erstaunlich, wir sind anscheinend ein Volk von äusserts robusten Haaren. Frau Fränzi Sternenzauber bastelte dann auch schier täglich an uns herum - Lotion hier, Cremchen da, Packung über Nacht, Schutzspray tagsüber. Ein Reanimationsprogramm der Superlative.
Und wirklich: wir erholten uns!
Das Rotblond kam übrigens gar nicht schlecht an. Bloss: der Lady STARS OF HEAVEN gefiel es wieder mal nicht.
Ne Zicke! Ich sag euch!

Dann kam der letzte Donnerstag.
Wieder sollten wir malträtiert werden, das Rot sollte uns ausgetrieben werden. Leute, die machten das wirklich! Allerdings nicht so ganz bis zum Äussersten, weil wir mit Spitzenabbruch und vollständiger Verabschiedung for ever drohten.
So brach man dann die Prozedur nach einer Viertelstunde ab und befand, eine goldirisierende Honig-Tönung mit ganz hellen Mèches sei DER Bringer und die neue Trendfarbe auf des Sternenzaubers Köpfchen. Und pure Pflege für uns.

Haha - die haben aber nicht mit uns gerechnet. Weil ... irgendwann ist genug. Und am Donnerstag war genug. Wir klugen Häärchen sammelten die letzten lebenden Rotpigmente in uns und verpassten der goldirisierenden Honigtönung einen derart furchtbar, schrecklich, unmöglich aussehenden Dunkelbraunton, gescheckt mit Rot.
Sah echt aus wie ein türkisches Einsterne-Camping-Plumpsklo!

Bei Frau Sternenzauber sass der Schock tief. Noch viel tiefer aber bei der Frisöse Fabienne - dem armen Wesen. Die war ausnehmend still. Und so bleich, wie es die Haare hätten sein sollen.
Na ja, wenn ich ganz ehrlich bin ... selbst wir Haare gefielen uns nicht mehr. So wollten wir es dann doch nicht belassen!
Deshalt jagten wir Frau Fränzi Sternenzauber am Freitag morgen visuell nochmals so einen farblichen Schreck ein, dass sie sofort telefonisch Fabi um Hilfe rief. Diese hatte nach einer schlaflosen Nacht ihrerseits bereits alle Hebel in Bewegung gesetzt und sämtliche Spezialisten in erreichbarer Nähe um Rat gefragt. Die Gurus der kopfbezogenen Farbe tagten.

Stellt euch mal vor - Frau Sternenzaber verliess am Freitag für keine Minute das Haus. Und als sie zum Frisör ging, zog sie den Rollerhelm bereits in der Wohnung über den Kopf.
10 Minuten später sassen wir dann wieder mir ihr auf dem Frisörstuhl und hatten Angst, was uns denn nun schon wieder blüht! Aber eigentlich ... es konnte nur noch besser werden.
Das Zauberwort hiess: Pigmententferner. Pigmentreiniger. Irgend sowas. Verbunden mit einem Peelingshampoo, dass uns öffnete und aufrauhte. Es tut selbst jetzt noch in allen Haarfollikeln weh, wenn wir 500'000 daran denken.
Aber erstaulicherweise saugte das Zeug wirklich und wahrhaftig die Einsterne-Camping-Plumpsklo-Farbe aus uns. Machte uns hell, honig-hell. Die Ausgleichstönung war dann eher wie Balsam für uns und letztendlich strahlten wir, Fränzi Sternenzauber und Fabienne um die Wette.
Honig-gold-irisierend! Was für ein Wunder!

Ich habe euch nun im Namen meiner 499'999 KollegInnen diese Geschichte so offen und ehrlich erzählt, weil wir Alle hier und jetzt hochoffiziell Protest gegen künftige Misshandlungen einlegen! Das macht man mit uns nie nie wieder! Und wenn wir noch so an Fränzi Sternenzauber hängen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Sollten diesbezügliche Zuwiderhandlungen dennoch vorkommen, dann wird Frau Fränzi Sternenzauber eines Morgens erwachen - neben ihrem Kopf ein paar letzte blonde Stähnchen liegen und der Zettel:

"WIR SIND DANN MAL WEG!"

Samstag, 26. März 2011

ALLES NEU MACHT DER MÄRZ!

Warum ich gestern nicht hier war?

A) Weil ich alle Hände voll zu tun hatte mit putzen / umgestalten / neu machen.
B) Weil der Donnerstag Abend irgendwie ... so ganz anders wurde als geplant.
Und wenn ich sage GANZ ANDERS, so meine ich auch GANZ ANDERS!

Doch dazu morgen mehr.
:-)

Erst mal zeige ich euch die neu dekorierte Diele - gefällt mir supergut!

Und ich habe jetzt wieder einen Blondschopf.
Einen ganz normalen.
Dass dies aber so ist - ist ein reines Wunder!

Donnerstag Abend ging nämlich ALLES in die Hose.
Anstelle von Blond hatte ich ein dunkles Braun, farblich in Anlehnung an Brech-Durchfall - und ALLE waren entsetzt. Meine arme Frisöse Fabi hatte eine schlaflose Nacht. Ich auch!
Telefonisch wurde die Farbenfachfrau für Freitag Abend aufgeboten, Fabi bereitete sich mittels Yoga auf die Session vor. Ich war guter Dinge - schlimmer konnte es ja nicht werden!
Doch dieeeeeee Geschichte gibt es erst morgen.

So viel sei verraten: ich bin jetzt wieder glücklich!

Ich wünsche euch Allen ein wunderschönes Wochenende.
Ich hole jetzt mal Blümchen für den Balkon.
Und dann ...

... STARTE ICH DURCH!

Donnerstag, 24. März 2011

AUSSICHTEN

Es ist Donnerstag und ich darf ganz offiziell schon den Blick Richtung Wochenende werfen.
Wie ist das schön! Eine sehr intensive, ereignisnis- und arbeitsreiche Woche liegt hinter mir. Irgendwie hat alles prima geklappt und ich bin mit mir und der Welt zufrieden. Und wenn ich am Abend die Bürotüre hinter mir zuschliessen werde, ist für diese Woche Schicht im Schacht.
Damit belohne ich mich selber.
*FREU*!


Heute Abend gehts (schon wieder, ich weiss) Richtung Frisöse Fabienne. Wir optimieren den gesprenkelten "Roten-Kater-Schopf", darauf bin ich schon sehr gespannt. Obschon mittlerweilen viele Menschen ob meiner orangen Pracht doch begeistert sind, muss daran noch gedreht werden. Meinem schier für tot erklärter Kopf-Mopp habe ich mit Kurpackungen, Olivenölwäschen, Über-Nacht-Wunder-Pasten, Pflegespülungen und und und wieder so ein klein bisschen gänzendes Leben eingehaucht.Wenn ich ganz still bin, höre ich die Haarfollikel sogar wieder leise atmen, so scheint es mir.
Was wir frisörtechnisch verbrechen wollen? Ach, so genau wissen wir es noch nicht. Wir werden und zu überraschen wissen. Wie wäre es mit Sandblond als Grundfarbe und sonnen-knall-hellblonden Mèches? Rosa Fransen?
Morgen mehr. Wie gewohnt.


Momentan habe ich ja in meiner Freizeit viel Freizeit. Infolge männlicher Abwesenheit. Ist jetzt das Glas halbleer oder halbvoll? Da meine Berocca-Nervenaufbau-Brausetablettennahrung zu wirken scheint, befinde ich es Positivum und wende, drehe, rüttle so lange daran rum, bis mir klar ersichtlich ist, dass solche Zeiten so gut sind, wie ich sie mir selber mache.
Was ich mache? Erst mal ... einen bunten Balkon! Morgen wird der Balkon ausgemistet, geschrubbt, aufgehübscht und dekoriert. In der Gärtnerei werde ich mir das bunteste Bunt holen was zu kriegen ist, werde mit blossen Händen im Herd wühlen und mir eine Frühlings-Wohlfühl-Oase erschaffen. Für Auge, Seele und Herz.
Bloss keine Stiefmütterchen, die haben so ein verkniffenes Gesichtchen ... neneee, ich will lachende Blumen.
Morgen mehr. Wie gewohnt.


Am Wochenende werde ich den langen Schlaf zu mir einladen. Und nach einem unbefristeten Schönheitssschlafe im Bett frühstücken, ja das werde ich! Gipfeli! Erdbeeren! Jawoll! Und frischgepresstem Orangensaft! Fein!


Den Kater besuche ich natürlich auch in der Klinik. Ehrensache. Mit nach Hause kommen über das Wochenende ist nicht, das kommt dann erst, wenn die Lage sich etwas stabilisiert hat.

Erst mal stabiliere ich aber mich.
Es ist nicht einfach.
Aber wie ihr seht ...

... ES GEHT!

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