Sonntag, 10. Oktober 2010

EIGENTLICH ...

... wäre mir ja eher danach:

Ich bin aber hier - und das am Sonntag:
Ich will nämlich endlich wieder klar Schiff!
Im  Autogewerbe beginnt jetzt die Radwechselsaison - und da hat
man eh alle Hände voll zu tun.
Ergo: Pendenzen killen!
Und das geht am besten ohne Kunden und Telefongebimmel.

Euch habe ich aber ob der Arbeit nicht vergessen!
Wie könnte ich! Ich wink mal rüber. Uhu!
Seid ALLE herzlichst gegrüsst und geniesst den Sonntag!
Und zwischen 5 Rechnungen ... träume ich auch ein bisschen - von Sonne und Wärme ... :-)


Bis morgen!
Ich freue mich auf Morgen, da ist nämlich ein besonderer Tag für mich.

NEUGIERIG?




Samstag, 9. Oktober 2010

EPTA PIGES - SO IST DAS LEBEN!

Meine Lieblingseinleitung: Herzlichs WILLKOMMEN im Sternenhimmel, liebe YVI und REBELLDEJOUR! Ich freue mich sehr, dass ihr da sein - 2 neue, helle, schöne Sterne am Himmel.
Judihuiii! Das sind immer spezielle Momente für mich, die mich lächeln machen.
Fühlt euch wohl hier. Schön seid ihr da!

Und nun zu ...


... Epta Piges … sieben Quellen.


Eigentlich ein sehr beliebtes Ausflugsziel auf Rhodos. Epta Piges heisst übersetzt „Sieben Quellen“ und verdankt seinen Namen – wen wundert es – den sieben Quellen, welche an diesem Ort in einen Bach münden.
Ein ganz besonderer, mystischer Ort auf dieser wunderschönen Insel.
Einer heissen, spröden, herben Insel, die aber an dieser Stelle bewaldet ist, schattig, fruchtbar.
Dieses romantisch saftig-grüne Tal, voll von wildem Oleander ...
... man würde es so nicht erwarten – und jeder Mensch steht erst mal still, schaut, bewundert und ist überrascht ob dem, was einem da an Eindrücken geboten wird.

Pfauen und Wildgänse leben da, Fischarten welche es nur hier gibt, Schildkröten, seltene Echsen. Ein aussergewöhnlicher Ort im allgemeinen Sinn.



Ein einzigartiger Ort speziell für mich. Warum?

Seit ich das allererste Mal Anfang der 90er Jahre auf Rhodos war, ist EPTA PIGES für mich das Bild vom Leben. Nicht nur, weil es optisch so viel an Gegensätzen hergibt, die Schönheit dieses Ortes einem schier den Atem nimmt. Es ist dieses Gefühl, dieses ganz besondere Gefühl.

Das Leben - sinnbildlich für mich der Tunnel.


Jaja, dieser Tunnel … ein Wasserlauf in einem Tunnel führt zur anderen Seite des Hügels zu einem Stausee. Einer ganz eigenen Welt. Und der Weg dahin … folgt mir einfach mal.
Längst nicht alle Menschen getrauen sich durch diesen Tunnel zu gehen – für mich ist es aber nebst Überwindung auch immer aufs Neue ein AHA-Erlebnis.

Aber bevor ich jetzt viele Worte verliere und es zu erklären probiere: Schuhe ausziehen, kommt mit!

Wir steigen jetzt runter in den Wasserlauf, das Wasser ist knöcheltief und angenehm kühl

Wir gehen jetzt da rein. Der Tunnel ist 1.80m hoch, sehr eng, 180m lang - und drinnen ist es
stockdunkel, man sieht seine Hand vor Augen nicht.

So ein klein bisschen hat man Angst. Man hört das Rauschen des Wassers,
den eigenen Herzschlag - und sind noch andere Menschen im Tunnel unterwegs ... ihren Atem.
Aber die Menschen selber sind still.
Dieser Ort bedarf der Ruhe.

Mittig im Tunnel - eine Treppe der Wand entlang nach oben. Ein Ausstieg?
Nein, oben ist ein Gitter, das Gitter ist verriegelt.
Man hat den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, zurück geht nicht.
Man MUSS nach vorne.
Bleibt also mit sich, seinen Gedanken, Gefühlen - auch Ängsten.
Ganz nah bei sich, ganz nah mit sich.
Noch für eine Weile.

Und plötzlich - unvermittelt - erblickt man ein helles Licht
am Ende des Tunnels.
Und es scheint einem so, als hätte man noch nie Licht gesehen.  Nicht auf diese Art.
Man freut sich auf dieses Hell, geht ihm entgegen.
Die Angst ist weg.
Freude kommt auf.

Das ist ein Gefühl!
Immer wieder.
Schon so oft bin ich durch den Tunnel gegangen - voller Respekt.
Und jedesmal wieder dieses Erlebnis.
Ich will jetzt nicht hochtrabend klingen ... aber es fühlt sich
nach neugeboren an.

Eine besondere Art ans und ins Licht zu treten.
Dieser Moment ist magisch - und heilsam.
Man wird vom Leben willkommen geheissen und umarmt.
Ehrlich.

Die Belohnung.
Aufatmen. Durchatmen.
Man ist stolz auf sich, es geschafft zu haben.
Und in sich das Wissen: "Ich kann alles schaffen - wenn ich nur will!"
Mut. Zuversicht. Hoffnung. Freude. Freunde.
Dieser Augenblick lässt alles Gute zu.

Man fühlt sich so klar, lebendig und glücklich.
Das Lachen sprudelt aus einem heraus.
Wie die sieben Quellen.


Ich liebe diesen Ort. Von ganzem Herzen.
Und wenn ihr mal auf Rhodos sein solltet - und das solltet ihr unbedingt mal! -
dann geht zu den sieben Quellen und durch den Tunnel.

Ich wage zu verprechen, dass EPTA PIGES einem reich beschenkt.
Gerade in diesem Jahr war mein Gang durch den Tunnel so viel mehr, als
bloss 180m durch knöcheltiefes Wasser im Dunkel zu waten.

Mein Leben hat sich hier erklärt.
Auf eine ganz besondere Art und Weise.

Könnte man das Leben als Bild darstellen -
für mich wären es ...

... DIE SIEBEN QUELLEN

Freitag, 8. Oktober 2010

UND DAS ALLES WEGEN EINEM GROSSEN BALKON!

Und das erst noch mitten im Blickfeld!
Nein!

Oh ... hallo erst mal - und guten Morgen ihr Lieben! Bevor ich jetzt ausschweife und mich im Detail verheddere, sollte ich euch doch kurz mitteilen, über welchem Thema ich heute meinen Buchstabenschwall ausleere: Es geht um das unfallfreie Essen.

Irgendwie verunfalle ich ständig! Also rein kleider-/essenstechnisch gesehen. Haben meine Eltern etwas versäumt ... bin ich erziehungsmässig im Schnellzugtempo durch die gute Kinderstube gerast und niemand hat mir sauber essen beigebracht? Liegt an der Konsistenz von Sossen und Suppen? Rede ich zu viel beim Essen (böse Zungen behaupten Dinge in diese Richtung gehend).
Oder liegt es daran, dass ich obenrum ... ähhh ... wie soll ich es jetzt sagen ... ich wiederhole den Verkäufer auf Rhodos, der mir eine wunderschöne Jacke verkaufen wollte mit dem Hinweis: "Der Schnitt dieser Jacke ist ideal für die Frau mit die grosse Balkon"!?
Mein Verdacht geht aber definitiv in Richtung Fleckenzwerge. Das scheint mir logisch. Das MUSS die Erklärung sein.
Oder?


Das tägliche Drama - und von irgendeinem Drama bin ich bekanntlich ja täglich betroffen - ereignete sich gestern um die Mittagszeit. Da war nämlich noch die leckere Spaghettisosse von Katerli-Schätzus Wochenend-Spaghettis, ihr wisst. Und ein paar Nudeln finden sich immer. Ein Stück vom kräftigen Parmesan ist Dauergast in unserem Kühlschrank. Ergo kurz mal 10 Minuten hantieren am Herd und ein herrliches Mahl ist parat. Fein! *SCHMATZ*.
Ich war schon bürofein zurecht gemacht - Jeans, schwarz/weisse Bluse und als Blickfang, Deko und Accessoire den wunderbaren, weichen, teuren, strahlend weissen Pashmina-Schal, welchen ich mir aus Rhodos mitgebracht habe.
Anstelle der Jacke für die Dame mit grossem Balkon.

Ihr wisst was jetzt folgt - oder? Ich hätte es auch wissen müssen! Natürlich und dem Gesetz der Regelmässigkeit folgend, flutschte ... wie immer .. ein Klecks von der knallroten Spaghettisosse auf den knallweissen Schal. Ich hab geschimpft ... sowas von geschimpft! Ich, die ansonsten eine gepflegte Sprachweise bevorzugt und den Kindern (in der Phase wo ich noch was zu sagen hatte) regelmässig -.20 Rappen von ihrem Taschengeld konfisziert habe wenn Fluchwörter und dergleichen fielen, hat geschimpft wie ein Rohrspatz in der Pubertät. Und wir wissen ja Alle aus Erfahrung, was Pubertät sprachlich und auch sonst so alles anrichtet!

Wo ich bin, braucht es keine Speisekarte. Man sieht sich mein Shirt / meinen Pulli / meine Bluse an - und weiss sofort Bescheid über das Tagesmenü. Inklusive Salatsosse. Und Dessert. Dabei gebe ich mir solche Mühe! Mit dem Messer schiebe ich mir angemessene Portionen auf die Gabel, führe dies zu meinem Mund ... und gehe zur Toilette den Fleck auswaschen.
Beziehungsweise: ich starte einen unbeholfenen Versuch, den Fleck auszuwaschen. Meist ist es ja dann so, dass der Fleck hinterher z.B. statt rubinrot und grössenmässig einen Euro darstellt, mittelrot ist und die Grösse eines 5-Euroscheines hat. Soviel dazu.
Ich habe jede Art von Fleckenmittel zu Hause. Von Oxy-Ägschen bis zu Beckmann's was auch immer - die ganze Palette. Ich streue Salz und wasche mit Mineralwasser aus. Mit mässigem Erfolg. Gerade bei Katerlis Spaghettisosse krallen sich die Fleckenzwerge derart verzweifelt am Stoffe fest ... unglaublich!

Aus meinen letzten Ferien gibt es - unter der Bedingung, dass ihr es nicht weitersagt - Fotos als Beweismittel, wo man mir einen Esslatz umband. Und weil ich sehr viel Wert auf ein farblich assortiertes Erscheinungsbild lege, hat man mir versprochen, dass ich nächstes Mal ein ganzes Sortiment an Esslätzchen in allen möglichen Farbvarianten geschenkt bekomme. Vielen Dank aber auch, liebe Rhodos-Bande, ihr seid so was von fürsorglich!
Im Übrigen kann ich nicht verstehen, dass man weisse oder zumindest unifarbene Esslätzchen fabriziert. Wäre ICH Esslatzfabrikant, ich würde farblich vorgefleckten Stoff verarbeiten. Dann käme es auf einen Fleck mehr oder weniger auch nicht mehr an. Wäre sehr entlastend! Habe ich nicht Recht?


Mein Teil Garderobe der unter den Begriff "nur noch für zu Hause" figuriert, wird irgendwie immer umfangreicher. Und ich mache mir mittlerweilen mehr Gedanken zu meinem Outfit in Richtung "was gibt es heute zu Essen?" als "mit was für Wetter ist zu rechnen?".
Spaghetti, Chinesisch Sate, Wildgerichte, Sonntagsbraten und Schokocrème= Kleiderfarben dunkelgrau bis schwarz.
Currygerichte, Kürbissuppe, Vanilleeis = Kleiderfarben gelb bis orange.
Bei weissen Anziehsachen werde ich demnächst nur noch Spaghetti natur mit einem Hauch Parmesan bevorzugen.
Oder fasten.

Mich macht nachdenklich, dass viele der Garderobenteile in meinen Lieblingsfarben pink und violett sind (ja, ihr dürft jetzt schmunzeln).
Was nun? Himbeer-Diät?

SCHULD SIND NUR DIE FLECKENZWERGE!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

K.O. HOCH ZWEI

Gestern habe ich mal wieder den Voll-Vogel abgeschossen.
Oder er mich.
Wie immer man dies sehen mag.

Den Morgen widmete ich dem häuslichen Alltag, kurz nach dem Mittag ging’s ab Richtung Bern.
Der Zug fuhr pünktlich um 12.36h und ich suchte mir ein ruhiges Plätzchen. Das Plätzchen hatte ich relativ schnell gefunden, bloss die Ruhe … an sie war nicht zu denken.
Mein Bahnwaggon war geflutet mit einer Jugendgruppe aus Frankreich. Hoppla, sorry … „Jugendgruppe“ ist heutzutage ein politisch unkorrekter Begriff – ich korrigiere mich: Da war eine Gruppe junger Erwachsener.

Überall Koffer, Taschen, Musik (von Reggae bis Nz-Nz-Nz) und munteres Geplauder. Nicht unangenehm waren sie, nein – durchaus nicht. Für 18jährige könnte man sogar von rücksichtsvoll und freundlich sprechen.


Mein Banknachbar war ein pickliger, stiller, etwas pummliger Junge … ähh ... junger Erwachsener.
Ich lächelte ihn freundlich an, er lächelte freundlich zurück und kurz nach Münsingen sprach er mich an: „Vous parlez français?" . In aalglattem Italienisch – weiss der Geier warum – antwortet ich spontan: „Si si, poco poco – eeehm – oui, un peu“.
Mit einem scheuen Lächeln zeigte er auf sich und meinte: „Scheisse Matthieu“. Ojjeeeee. Hätte ich mir denken können; der typische Aussenseiter – der Junge hat es nicht leicht im Leben. Dem Jungen geht’s nicht wirklich gut. Noch die Eierschale am Hintern und schon so wenig Selbstvertrauen.
Er tat mir leid. Sehr.
Ich schaltete sofort meinen „IchRetteDieWelt“-Modus inklusive Gluckerngetue ein. "Non non, vous êtes très sympathique. Un gentil, gutaussehender jeune homme. Vraiment!“
Er sah mich etwas irritiert an, leichtes Unverständnis in seinem Blick.
Nochmals legte er sich die Hand auf die Brust und sagte mit Nachdruck und grossen Augen: „Scheisse Matthieu“! Ok, mir war sofort klar, dass das Problem bei Matthieu tiefgehenderer Natur war, um nicht zu sagen dramatisch tiefgehend– er rief auf seine Art deutlich um Hilfe und bat mich um Aufmerksamkeit.
Merkte ich sofort, für sowas habe ich Antennen. Er wollte, dass ich mich auf ihn einlasse.
Dies tat ich dann auch, lehnte mich verschwörerisch zu ihm rüber und fragte anteilnehmend: „Mais pourquoi vous pensez sowas?“.
Augenrollen bei Matthieu. Erneuter und letzter, verzweifelter Versuch – er sprach ganz langsam und ganz deutlich, ich hörte aufmerksam zu:
„Iiiiiisch eeeeeisse Matthieu!!“
Oh! Aha! Uuuups!
*ROTWERD*
Ich, kleinlaut – eine Seltenheit: „Moi, je m‘appelle Franziska – enchantéé“.
Und rückte wieder zurück auf meinen Platz.

Bis Bern war ich dann für meine Verhältnisse sehr ruhig – um nicht zu sagen wortkarg. Grabesstill sozusagen. Ich hatte schliesslich genug zu tun, das Gekicher um mich herum heroisch zu ertragen und so zu tun, als würde mich das nur peripher tangieren. Schliesslich wusste ich ja, warum die grinsen.
Ganz meine zurückhaltende Art, liess ich dem Trupp dann auch beim Aussteigen den Vortritt. Gerade wollte ich mich sozusagen unsichtbar vorbeischleichen, als die eine junge Dame diese grosse, schwere Tasche vom Boden hob und mit Schwung über ihre linke Schulter wuchten wollte. Doch da stand ich!
Es machte PÄNG und das Sternenzauberfränzi driftete im Sauseschritt Richtung Sternenhimmel. Ich sah viele viele bunte Sterne. Grosse und kleine. Silberne und goldene. 5zackige und 6zackige.
Und viel Dunkel.


Das zweite Mal innert einer halben Stunde K.O.

SCHEISSE!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

MAN REICHE MIR EIN TASCHENTUCH ...

... mit geklöppelter Spitze drumherum, bitte.

Darunter geht gar nix!
Ich habe mir nämlich gerade eben das Knie verdreht.
Nein nein - nicht dafür brauche ich das Taschentuch. Das Taschentuch benötige ich dringend, weil mein Feuchtaugensyndrom der Behandlung bedarf.
Den Schmerz am Knie habe ich mir beim doppelten Rittberger geholt - beim Freudensprung. Vielleicht hätte ich anschliessend die Biellmann-Pirouette (...welche laut Wikipedia eine grosse Flexibilität erfordert ... daran mag es wohl gelegen haben ...) sein lassen sollen. Irgendwie, meine Bänder ... aber lassen wir das.
Jetzt wird sich gefreut!

Ihr wisst, meine lieben FreundInnen hier, ich bin nicht unbedingt die geborene Awarderin. Mir persönlich fällt es extrem schwer, auch schon nur einen Award zu verleihen. Weil ... irgendwie ist jeder Blog so persönlich, so einzigartig, so speziell - jeder auf seine Art, seine Weise.
Welcher ist der Beste?
Ich freue mich jeweils, krieg ich so einen Award. Ehrlich. Aber da mein Schätzu-Katerli mich das letzte Mal gerade eben noch davon abhalten konnte, das Ding mit Hammer und Nagel auf den Blog zu pinnen, findet man sie bei mir auch nicht ausgestellt.

Doch irgendwie ist es diesmal ganz anders.
Ich hab nämlich einen persönlichen Award bekommen, einen selber gebastelten Award. Also so mit ganz viel an Ideen, Herzblut, Zeit, Gedanken, Liebe.
Mein Puls hat kurzfristig eine Frequenz angenommen, von der meine Hausärztin nix wissen will ohne Erste-Hilfe-Massnahmen einzuleiten. Und die etwas geröteten Wangen sind auf die emotionalen Freudenspünge zurück zu führen - dabei kann man sich übrigens das Knie NICHT verdrehen. Und das Freudentränchen ist wegen der grossen Mengen an "jüüüüü" und "wowwh" und "ohhhhh".


Liebe Alice, http://www.aliceschori.blogspot.com/ Du hast mir eine Riesenfreude gemacht.
*HÜPF HÜPF HÜPF* - aua, das Knie ...
Ich bin um mindestens 5cm gewachsen. Und für einmal sogar in die Höhe. Mein Kreuz ist ganz durchgedrückt. Meine Augen haben dieses besondere rosa Sternenglimmern.
Ach, was für ein tolles Gefühl, wenn frau weiss, dass sie interessant, humorvoll, spritzig, anregend, sinnlich, gefühlvoll, fesseln und spannend ist! Das sage ich mir jetzt jeden Abend vor dem Einschlafen.
Und Allen die es wissen oder auch nicht wissen wollen.
In aller mir eigenen Bescheidenheit.

Für Home-Storys, Reportagen, Literaturpreis-Verleihungen, Autogrammwünsche, Schenkungen, Foto-Sessions, Heiratsanträge und dergleichen, wende man sich bitte an mein Management.

Ich wünsch euch nun Allen einen richtig guten Tag! Meiner ist gemacht :-).
Und nun muss ich mal ... Voltaren aufs Knie pappen gehen.
Den Freudensprung - den verunglückten - den gab es nämlich wirklich.

Ich war wohl etwas ...

... AUS DER ÜBUNG!

Dienstag, 5. Oktober 2010

HELLE HAARE - DUNKLE MACHENSCHAFTEN!

Heute muss ich tief in den Untergrund steigen - will ich euch von den dunklen Machenschaften berichten, welche ich aufgedeckt habe.
Ich lege hiermit offen:
Nicht erst heute Morgen bin ich zu dieser Überzeugung gekommen.
Aber jeder neue Morgen bestärkt mich in meinem Denken.

Jeder kennt die Mafia. Und andere dies geartete "Organisationen". Laut meinen Recherchen kann ich aus zuverlässiger Quelle über eine bisher noch unbekannte Gilde aus dem Untergrund berichten:
Der HeHaHa-Connection.
Jetzt mal bitte ganz nahe an mich ran ... ich will nicht, dass das so ganz öffentlich wird. Eine delikate Angelegenheit ... ihr versteht. Ich spreche deshalb nun leise weiter, im Flüsterton. Und es bleibt unter uns, alles klar, ja? Psssst!

Aaaaaalso: Die Helm-Haarspray-Haargel-Connection treibt sozusagen in jedem Haushalt ihr Unwesen. Vor allem dort, wo Roller gefahren wird. Oder Velo. Mit Helm. In dem meinen also ganz besonders.
Es wird mir jedes Mal bewusst, wenn ich 05.30h die ersten kalten Wasserstrahlen Richtung Herz über meine sportlichen Waden rieseln lasse. Nicht etwa, weil ich es so will und dies als gesundheitsfördernde Massnahme erachte - nein - weil ich wahrscheinlich um diese Zeit der erste Mensch in unserer Wohnsiedlung bin, die ihr Haupte zur Wässerung Richtung Brause streckt. Ich muss immer erst 2 bis 3 Minuten Wasser laufen lassen, bis ich einen Hauch von Warm erfühle.
10 Minuten später bin ich duftkompatibel im besten Sinne, auch für empfindliche Nasen. Antiwasauchimmer um die Augen, Antiewasauchimmer auf Gesicht und Dekolleté, Aufplusterundfaltenfüller drauf gepappt, mit Wüstensandpuder den Sonnenteint betonen / erhalten.
Anschliessend meinen Blondschopf im Bedlook-Style in Anlehnung an einen Igel zu einer aufgeweckten Gute-Laune-Frisur formen.
Gut betonieren mit Forming-Schaum (vor dem Trocknen), Haarspray extra forte (nach dem Trocknen) und Haargel zum Abschluss des Ich-Bin-Aber-Heute-Sowas-Von-Schön-Rituals.
Lache nochmals aufmunternd mein Spiegelbild an, befinde mich als tageslichttauglich und schreite ins Dunkel des Morgens.
Lila Tasche in der linken Hand, Rollerhelm in der rechten Hand.

10 Minuten später bin ich am Bahnhof angekommen, entledige mich des Helmes, werfe den obligaten Blick in den Seitenspiegel ... und schaue in schreckensgeweitete Augen. Weil diese Augen den vormals so energiegeladenen Bedlook-Igelstyle als solchen nicht wieder erkennen - da ist nur noch eine öde, plattgedrückte Fuselmatte!
Flundermässig klebt das Haar eng an der Kopfhaut und lässt sich auf keinen Kompromiss ein - so sehr ich auch mit meinen Fingern in dem streichholzkurzen ehemals Schön wühle. Platt wie ne Flunder. Geschleckt wie ein nasser Hund.

Ich habe ganz viele, ganz dichte, ganz dicke Haare. Nach jedem Frisörbesuch könnte man aus meinen Haar-Abresten eine Perücke fertigen. Aber es sieht einfach Scheisse ... ähhhh ... unvorteilhaft aus, wenn dieser Bausch in weissblond so körpernah die Kopfform betont. Erinnert irgendwie an Vollmond. Und ich will nicht Vollmond sein!
Ergo packe ich meine Utensilien aus der Tasche - die da wären: Haarspray und Haargel. Verteile grosszügig eben Erwähntes auf die Haarpracht und gebe alles, um den Bedlook-Igel-Schick wieder in die Norm zu bringen.

Warum - um Himmels Willen - gibt es nicht Helme in frisurberücksichtigender Form? Wie viel zahlt bloss die Haarkosmetikindustrie der Helmindustrie? Welch Geld ich monatlich der Frisuren-Industrie wortwörtlich in die Haare schmiere ... ich will es ja gar nicht wissen!
Die Lösung liegt doch auf der Hand!
Ich stelle mir das nämlich folgendermassen vor:

ICH am Morgen - noch schön:

ICH am Morgen, wenn Helm weg - nicht mehr schön:

 
ICH am Morgen - mit Spezialhelm:

ICH am Morgen, nach der Fahrt mit dem Spezialhelm - immer noch schön:

Die Lösung wäre also da.
Bloss will niemand sie wissen. So blöd!
Aber eben.
Die HeHaHa-Connection ist überall, sage ich euch.

ÜBERALL!

Montag, 4. Oktober 2010

WICHTIGE DURCHSAGE

Erst einmal: BIENVENIDO LEOVI! Herzlich Willkommen im Geschichtenhimmel. Fühle Dich wohl, hab Spass. Schön bist du da - ich freue mich! Sehr!

Und nun zum heutigen Morgen mit der wichtigen Durchsage ...

... wenn der Montagmorgen mit genau dieser Ansage am Bahnhof aufwartet, dann verheisst dies in den seltensten Fällen Erfreuliches.
Heute war das so. Genau so!
Und das sogar in der verschärften Variante.


Jeder Benutzer des 06.33h Zuges ab Thun nach Bern spitzt die Ohren, wenn die Bahnhofslautsprecher zu knarren beginnen. "Werte Bahnkunden, der Zug 06.33h nach Olten, Basel, Karlsruhe, Berlin verkehrt heute ausserordentlich auf Gleis 2 statt 3, Abfahrt ausserordentlich 06.36h". Was die Bahnhofslautsprecherknarrdame uns Reisenden aber unterschlug, war die nicht unwesentliche Tatsache, dass der 06.33er vollständig ausgefallen ist und somit der 06.36er alle Passagiere aufzunehmen hat.


Hätte ich das nämlich gewusst, so hätte ich mich entsprechend mit metallenen Ellbogen-Schubs-Protektoren, gefährlichen Pass-Auf-Zacken und Tut-Weh-Spitzen für Schuhe, Po, Kniekehlen und andere Weichteile ausgerüstet. Sowie einem Riechsalzflacon oder Nasenklemmer.
Warum das alles wollt ihr wissen?
Hier die Erklärung meinerseits:

Beide Züge sind jeden Morgen derart ausgelastet, dass die Einsteigezeremonie schier jeden Morgen in einen meist nonverbalen "Wer ist der/die Schneller/e"-Kampf ausartet. Wer das Glück hat, seine Einsteigepostion nahe einer Türe gefunden zu haben, setzt schon mal das siegessichere Winnerlächeln auf.
Pech, wenn die Türverriegelung wieder mal klemmt.
Dann kann es vorkommen, dass das Nonverbale in ausserordentlich Verbales ausartet. Sehr verbal, lasst euch das von mir, langjähriger 06.33er-Bahnfahrerin, gesagt sein.
Da höre ich manchmal Worte, die selbst ich noch nicht kenne. Diverse Kraftausdrücke kann ich mittlerweilen fliessend in mehreren Sprachen fehlerfrei spontan aussprechen.
Aber da wir hier ein anständiger Blog sind, verkneife ich mir sämtliche Kostproben.

Der Zug fuhr also ein ... bereits gefüllt - mit Leuten aller Couleur - bis zum Anschlag. Heute waren besonders viele Menschen mit Koffern dabei. Herbstferienbeginn. Der 06.36er ist der direkte Zug zum Flughafen Zürich. Bingo! Sehr frequentiert.
Meine Ausgangslage war auf Perron Reihe 2, ich kletterte - für mein Fitnesslevel erstaunlich flink - über 4 Koffer, 1 Kinderwagen, 3 Kleinkinder und fand mich zwischen 2 Waggons und vor einer Klotüre wieder. Weder ein Vor noch ein Zurück war möglich.
Als erstes vermischten sich schon mal die verschiedenen Duftrichtungen. Von exzellent bis zum wortwörtlich zu nehmenden Eau de Toilette Marke WÜRG, hatte man alles in der Nase. Es schubberten sich infolge der Enge Körperteile an mir ... an einem normalen Tag würde ich nebst grösster Empörung im Zweifelsfalle auch Zuflucht zu einer Ohrfeige nehmen. Aber heute war eben Ausnahmezustand und erinnerte sehr stark an Sardinenbüchse. Da tut man so, als würde man(n) und frau nichts merken.
Aber den baumlangen Herrn seitlich hinter mir musste ich dann doch bitten, mir zumindest die Aktentasche nicht derart in die Kniekehlen zu drücken. Ich fühlte mich nämlich ausserordentlich instabil.

So richtig lustig wurde es dann aber, als der äusserst beleibte Zugschaffner sich aufgeregt schwitzend durch die Menschenmenge drängte. Hätte er auch nur einen Pieps von "Billette bitte" zu sagen gewagt, ich hätte keinen Cent mehr auf sein Leben verwettet. Er erklärte aber präventiv, dass eine Dame in nächsten Wagen einen Schwächeanfall erlitten habe und sofort Hilfe brauche.
Ok ... wenn es so ist.
Ich zog den Bauch ein, drückte mein gesamtes Ich an die Klotüre, machte mich klein und liess den Herrn sich durchquetschen. Nichts ausser meinen Augen war in diesem Moment noch funktionsfähig und zu einer Bewegung imstande ... aber genau diese Augen sahen mein Gesicht sich in der Glasschiebetüre spiegeln. Ein Bild für Götter! Die eingeklemmten, verzogenen, an die Klotüre gepressten Gesichtszüge erinnerten vage an Zerrspiegelbilder vom Jahrmarkt.


Dann endlich die Durchsage: "Hauptbahnhof Bern"! Kollektives Aufatmen. Gewagter Hürdenlauf zum Ausgang. Endlich Frischluft! Endlich Platz!

Vielleicht sollte ich jetzt anfügen, dass "mein" Tram Nr. 3 infolge Geleisearbeiten für 3 Wochen stillgelegt ist und eine Ersatzstrecke mit Ersatzbus gefahren wird. Nicht so regelmässig wie das Tram. Menschentrauben bei der Haltestelle Hirschengraben.
Ich will euch ja nicht schon wieder mit detaillierten Einzelheiten langweilen und schier nochmals wiederholen, was sich im Zug abgespielt hat. Weil es sich wie im Zug abgespielt hat!
Nein, das will ich nicht.

ABER ICH KÖNNTE!

Sonntag, 3. Oktober 2010

ZEIG MIR, WIE SCHÖN DU BIST ...

... lieber Herbst.

Dir gegenüber bin ich immer ein bisschen skeptisch. Weil Du meine Lieblingsjahreszeit ablöst. Und der Vorbote meiner "Gefällt-mir-nicht-Jahreszeit" bist.
Aber schliesslich verdient alles eine Chance, auch Du.

So bin ich gestern Deinen Spuren gefolgt, hab Dich gefunden.
Du hast mich eingeladen in Deine Farben, Deinen Duft, Deine Ausstrahlung.
Und ich darf Dir sagen:



Deine Farben sind intensiv - gefällt mir!

Du lässt noch Restzärtlichkeit des Sommers zu -
gefällt mir

Du hast das Verbot schier entkräftet ...
gefällt mir

Diesem Strauch hast Du gesagt "gib nochmals alles" - und er hat Dich gehört.
Gefällt mir!

Mein geliebter Herzblütenblätterreigen -
gefällt mir!

Vieles färbst Du schon in Deinem Bunt - aber noch nicht alles.
Gefällt mir

Du wirkst friedlich.
Gefällt mir!

Also lieber Herbst! So geht es nun doch nicht! Lass das!
Aber man sollte ehrlich sein:
Gefällt mir (...aus 5m Entfernung...)
(Photo hat Schätzu gemacht, ich war zu feige)

Nach so einem Schrecken, brauche ich wieder einen Hauch von Rosa
auf meine blassen Wangen.
Gefällt mir!


Lieber Herbst, wenn Du nun schon mal da bist,
dann sei auch herzlich willkommen.
Du hast Deinen schönen Seiten. Unübersehbar.

Aber ... bitte ...

SAG DEM SOMMER EINEN GRUSS VON MIR.
UND DASS ICH AUF IHN WARTE!

Samstag, 2. Oktober 2010

EIN STINKNORMALER SAMSTAG! ODER EBEN DOCH NICHT?

Eigentlich ist bloss Samstag. Wie jede Woche um diese Zeit.
Doch uneigentlich ist es ganz anders, ganz besonders und ganz schön!

Heute ist nämlich seit Monaten das erste Wochenende, an dem wir als Familie komplett sind.
Unter ganz normalen Umständen. So, wie es eigentlich sein sollte, sein müsste.
Ein Umstand, der uns Menschen wohl erst auffällt, wenn nichts mehr so ist wie es war.

Zusammen sind wir gestern Abend den Träumen entgegen gesegelt, in der Früh gemeinsam erwacht und schon gelacht, weil Schätzu-Katerli um Einschaltung meines Sprachzentrums bat. Um 7!!! Haben uns vergewissert, dass dieser Tag uns gehört und wir verschwenderisch im positiven Sinne damit umgehen dürfen – kuschelten uns nochmals aneinander und haben bis sage und schreibe 11.20h den Sams-Tag erst mal alleine ins Rennen geschickt - und sowas von zufrieden geschlafen.
Welch Genuss! Welch Privileg! Danke!

Nun stehen wir - Kaffee gestärkt, ausgeschlafen, glücklich und zufrieden - mitten im heutigen sonnigen Leben. Das Leben draussen ist herbstlich, aber schön!


Kind 1 strampelt sich schon mal auf seinem Bike das Kalorienguthaben für heute Abend ein … die Freundin von Kind 1 hat laut unbestätigten Zeugenaussagen das Mittagessen ausfallen lassen, nur um jaaaaa genug Kapazität aufbringen zu können. Kind 2 sah sofort die dringende Notwendigkeit aus der Grossstadt von Bern anzureisen und hat seine Audienz zur Essenszeit angekündigt.
Recht haben meine Ableger und sein Anhang!
Der Familien-Schätzu-Kater lädt nämlich zu seinen weltberühmten Spaghetti Bolognese!
*SABBER-MHHHHHHH!*


Ich freue mich – dass es so ist, wie es gerade eben ist. Bloss nicht dran rühren!
Die kleinen Glücke sind manchmal wahrlich die grossen Glücke. Spaghetti-Plausch en famille. Mit viel Parmesan. Und einem ganz neuen Bewusstsein.
Genuss in jeder Hinsicht.
Fühlt sich sooo gut an!


Imaginär lad ich euch zum grossen Essen um den Familientisch mit ein. Diese Vorstellung macht mich lächeln. Und könnte ich, so würde ich.
Wer weiss …? Ich habe in meinem Leben gelernt, dass nichts unmöglich ist.
Man muss es nur mit allem was einem zur Verfügung steht wollen. Vor allem mit dem Herz.
Ich will.
Eigentlich nur eine Frage der guten Planung.

VIELLEICHT SOLLTEN WIR WIRKLICH MAL …?

Freitag, 1. Oktober 2010

ES WAR EINMAL ... DER SOMMER

Wie gut erinnere ich mich noch, als in meinen Ferien auf Rhodos die liebe Ulrike - zum kollektiven Entsetzen aller am Strand Anwesenden - erzählte, dass sie im August schon die ersten Weihnachtsartikel, mit 30% Rabatt ausgeschrieben, im Schaufenster eines Kölner Ladens angetroffen hat. Elke doppelte nach, dass sie bereits Weihnachtsstollen, mit Marzipan gefüllte Schokomäuse und Lakritzeengel im Angebot hätten.


Mir ist, als würde der Aufschrei der illustren Ferien-Runde unter der heissen Sonne jetzt noch in meinen Ohren hallen. Wir zerrupften verbal diese Absurdität und verhängten das absolute NO-GO über solch gänsehautbescherende Werbestategien.
Nicht nur die sich im heissen Sand sonnende Eidechse rückte ein wenig ab von uns antigeweihnachteten Lästermäulern.

Wie kann man nur? Es war Mitte September, wir hatten alle Hände voll zu tun uns gegenseitig die Sonnencrème mit Lichtschutzfaktor mindestens 30, selbstverständlich wasserfest, auf die Haut zu pappen, Zuflucht unter schattenspendenden Palmen zu suchen, uns literweise Mineralwasser einzuflössen und mindestens alle 20 Minuten "kühlende" Zuflucht im 29 Grad warmen Meerwasser zu suchen.
Wer will da schon über fröstelige Weihnachtstage, schillernden Tannenschmuck und Geschenkideen sprechen ...? Also ich nicht! Niemand!

Gestern Abend hatte ich Frisörtermin bei Fabi. Visualoptimierung mit Seelenpusheffekt. Nebst aufgehübschtem Blond, verbalen Streicheleinheiten über das erholte Aussehen, die braune Bräune und einem Begrüssungsgläschen Champagner, gab es natürlich viel zu reden, zu erzählen, zu hören. Ich plauderte munter über Rhodos, Schätzu-Katerli vereinbarte unterdessen einen Termin für nächste Woche, Andrea präsentierte ihre neue Brille und Bruno weihte uns in seinen Plan ein, in 2 Monaten nach Costa Rica in sein Ferienhaus zu ziehen, 3'000 Orangenbäume zu pflanzen und da auch zu überwintern.



Weihnachten auf Costa Rica.
Wir waren wieder mal beim Thema angelangt: Weihnachten.
Während ich erneut den Gedanken daran weit von mir schob ... solange ich noch einen Hauch von Ferienbräune auf meiner Haut sichten kann, will ich mich doch nicht über gefütterte Stiefel, Wollmützen, Rumpunsch und Hüttenplausch-Käsefondue unterhalten ... waren die Anderen mitten im Thema! Ich wollte aber nicht! Nein!
Viel lieber plaudert meinereiner über aufgelaufene Füsse infolge Hitze, dass die Klimaanlage in diesen heissen Nächten unverzichtbar ist und sich infolge meines schier suchtmässigen Zaziki-Konsums (mit viiiiel Knoblauch!) die Mücken im Umkreis von geschätzten 2m regelmässig übergeben.

Ich hatte keine Chance. Fabi findet die neue winterliche Strickmode in eisgrau, mausgrau, steingrau, hell- und dunkelgrau einfach cool. Therese schwört bereits seit Tagen auf ihren gefilzten, wärmeisolierenden Mantel in den frühen Morgenstunden. Am Radio wurde die kommende Grippewelle besprochen und selbst Katerli-Schätzu blieb auf dem Nachhauseweg vor dem Schuhladen mit den Anti-Rutsch-Tretern in allen Dunkelbrau-Facetten stehen.
20.30h, dunkel, kühl, Nieselregen.
Irgendwie kam ich mir mit meinem pinkfarbenen Schal und der knallvioletten Lederjacke deplatziert vor.


Jedenfalls schlenderten wir, Wölkchen in den Nachthimmel hauchend, gen trautes Heim. Ich hakte mich beim Schätzu-Katerli unter und es kam der Moment wo ich ihn fragte: "Duuuuu - was meinst Du - welchen Weihnachtsmarkt wollen wir dieses Jahr besuchen? Münster? Raesfeld? Oberhausen? Oder vielleicht doch Düsseldorf?"
Er sah mich an.
Seine Blicke sprachen Bände.
Ich merkte es dann auch ...

... IST WEIHNACHTEN ANSTECKEND?

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