Freitag, 10. September 2010

DER ABEND DES ERSTEN HOCHZEITSTAGES ...

Das interessiert euch doch ganz bestimmt – oder? Wie ich ihn über die Runden gebracht habe, diesen Tag. Und wie wir ihn am Abend feierten.
Das sollt ihr auch wissen.

Ich machte mich schön gestern Abend … so richtig. Wie damals, vor einem Jahr. Die gleichen Kleider, der gleiche Schmuck, die gleichen Schuhe. Goldstaub auf die Haut. Das feine Parfum. Und diesen wunderschönen Ring am Finger immer wieder betrachtend.

Wie damals erwartete mich der Besitzer des HARAKI BAY - mit seinem herzlichsten Lachen und diesmal den besten Glückwünschen zum ersten Hochzeitstag.

Mit von der Partie waren Alexandra (unsere damalige Hochzeitplanerin und heutige Freundin), ihr Mann Vasilis und der Familienneuzugang Odysseas – ein soooo herziger Junge.

Wir wurden aufs Feinste verwöhnt mit den speziellen, ausgebackenen Kartoffeln

... den allerleckersten Fleischbällchen die das Universum zu bieten hat … ein paar Tropfen frischen Zitronensaft darüber träuffeln … mhhh!


... dem weltbeste Ceasers Salat und …

…als Hauptgang die zartesten Filets Mignon. Wie damals, vor einem Jahr

Als Überraschung hatte die Familie uns extra eine Torte kreiert.
Ich bekam ein Kerzchen drauf, zum ersten Hochzeitstag.
*TRÄNCHENAUSAUGENWINKELWEGWISCH*

Und auch Alexandra und ihre Familien beschenkten mich/ uns mit einer wunderschönen Zeichnung vom alten Rhodos – dieses Bild wird einen Ehrenplatz in unserer Wohnung finden. Danke!

Wir haben viel geredet an diesem Abend. Unter den Bäumen, in der unglaublichen Wärme des Abends, der Nacht am Strand von Haraki. Immer mal wieder blickten wir über das Meer rüber auf die die Lichter vom hell erleuchteten Lindos und schwelgten in Erinnerungen.
Mein Schätzu-Katerli war in Gedanken immer dabei. Immer.
Er hatte keinen leichten Tag gestern. Ich auch nicht – aber ich war umgeben von Freunden. Real und in Gedanken. Eingebettet in lauter liebevolle Gefühl.
Das war ganz wichtig – und tat so gut.

Nach herzlichen Umarmungen zu allen Seite war ich dann gegen 23.00h wieder im Hotelzimmer. Mein Schätzu und ich telefonierten noch eine ganze Weile. Wir hatten uns schliesslich so viel zu erzählen – von uns. Ganz viel vom „weiss Du noch …“ und ganz viel vom „nächstes Mal, wenn wir wieder zusammen da sind …“.

Das Allerwichtigste habe ich ihm ganz zuletzt gesagt. Anschliessend nochmals per SMS geschrieben.
Und ich möchte es hiermit offiziell nochmals tun:

ICH LIEBE DICH!

Donnerstag, 9. September 2010

GESCHÜTTELT UND GERÜHRT

Heute ist nun also mein / unser erster Hochzeitstag. Genau um 00.00h kam einem SMS vom Katerli-Schätzu. Er konnte genau so wenig schlafen wie ich.
Wir dachten sehr aneinander. Und selbst wenn es nicht so gewesen wäre, hätte ich kein Auge zugemacht. Das doch eher weiter entfernte Nachbarhotel hatte „Griechischen Abend“ … und bis um 01.00h hauten die mir Bouzukiklänge vom Feinsten um die Ohren. Unter stimmlich reger Anteilnahme der wohl heftig Ouzo getränkten Gäste. Wofür hat man denn schliesslich die „All you can drink“-Pauschale bezahlt? Eben!

Was bin ich froh, ist mein Hotel klein, fein und ohne jegliche Animation welcher Art auch immer.
Und weit ab vom Schuss! Nur eben – einmal in der Woche dürfen wir am Treiben des All-Inklu-Mega-Schuppens ungewollt teilnehmen.

Nun gut. Wir waren beim Heiraten. Und dem GESCHÜTTELT sein.
Heute Morgen beschloss ich kurzerhand, dem wunderbaren Lindos und unserer kleinen Kapelle St. Paulus einen Besuch abzustatten. Das Herz bibberte. Und weil ich den Bus gen Lindos verpasst hatte … also es ist so, niemand weiss genau, wann der fährt, er fährt einfach irgendwann … setzte ich mich kurzentschlossen auf Jorgos (mein Quad) und ratterte drauf los.
Die meisten Menschen schienen sehr viel Freude an mir und meinem SchneckOmaten zu haben. Sie hupten fröhlich, winkten – und einer hat mir den Vogel gezeigt. Na ja, vielleicht wollte er mich ja auch nur darauf aufmerksam machen, dass mein Helm mir ab 20 km/h immer in den Nacken rutscht – das Ding muss für weitaus grössere Hirne als das meine gebaut worden sein. Tja.
Wisst ihr, Rhodos ist hügelig. Nicht grossartig hügelig, aber stetig. Und ich mit meinem SchneckOmaten komme bergauf auf sicherlich 28 km/h. Wenn es ganz steil ist, kann das Tempo schon mal auf 11 km/h runter rutschen.
Und weil der Rhoder als schneller, viiiel zu schneller Fahrer bekannt ist (hier gibt es weltweit, auf die Bewohnerzahl gerechnet, am meisten Verkehrstote…), bin ich ein Hindernis sondergleichen.
Zudem sind die Strassen, sagen wir mal, äusserst ausbesserungswürdig.
Und dem entsprechend schüttelte es mich über alle Bodenwellen und durch sämtliche Schlaglöcher bis Lindos in die kleinste Zelle durch. Überholt wurde ich gefühlsmässig von jedem Einwohner Rhodos 2- bis 3-mal. Die Touris auch, aber wesentlich gnädiger – sie erkenne ich jeweils daran, dass ich weiträumig umfahren werde.
Ich befürchte, der durchschnittliche rhodische Autofahrer hat mich nun mit einem Strassengraben-Fluch belegt.

So oder so – ich kam in Lindos an. Wir wären also beim GERÜHRT sein angelangt.
Da war es dann aber sogleich auch um meine Beherrschung geschehen. Mit Tränchen in den Augen schritt ich der kleinen Kapelle entgegen und legte innert Minuten für eine ganze Zeit einen Fränzi-Tränenfluss-Zugang zum Meer.
Ich heulte Rotz und Wasser, bis mir die Idee kam, euch Alle in Gedanken um mich herum zu versammeln. Hier:


Und plötzlich wart ihr da, ich seufzte noch mal ganz doll - so aus ganzem Herzen, schnäuzte ins Tempo, wischte mir die Tränen vom Gesicht und wurde irgendwie ganz Eins mit dem Augenblick und dem Ort. Einem wahrlich mystischen Ort.


Wie ein Zauber war ganz viel Trost und Weich, Warm in und um mich. Gar nicht so einfach zu beschreiben … aber es war so.


Sehr versöhnt mit diesem Tag und den Gegebenheiten setzte ich mich unterhalb der Akropolis von Lindos in ein gemütliches Restaurant und gönnte mir Tomaten und Zaziki, dazu ein eiskaltes Mineralwasser mit Limettenschnitzen drin. Huuuu – tat das gut und war das fein!


3 Esel besuchten mich noch. 2 davon blieben an der Sonne stehen und teilten das Brot mit mir … der Dritte ging rein in den Schatten und bestellte sich Mittagessen.


Und nun bin ich wieder zurück im Hotel. Habe geplanscht, geplaudert und mache mich nun gerade Ausgehfein. Alexandra holt mich ab und wir gehen fein Hochzeitstagessen essen.
Ich ziehe mir die Kleider vom letzten Jahr an. Sie sind so schön – und ich hab ein gutes Gefühl dabei.

Mein Schätzu-Katerli ist übrigens immer irgendwie dabei.
Sei es mittels SMS, MMS, Handy, Brief, Karte … wie auch immer.

Wir machen uns den Tag, diesen unseren Tag, halt eben so schön und so gut wie es geht.

Und …

… ES GEHT!

Hier noch ein paar Bilder vom wunderbaren Lindos / Sankt Pauls Bucht ...









Mittwoch, 8. September 2010

CALINICHTA - GUTE NACHT

Heute war ein guter Tag, ein richtig guter Tag.
Fazit der letzten 24 Stunden: Auf hochgerechnet 2 Stunden traurig sein, kommen 22 Stunden Erholung, Genuss, guter Schlaf und sogar Lachen.
Ich finde das doch bemerkenswert. Es geht mir hier besser als erwartet.

Ich habe ja nun also seit heute Morgen so ein Quadding - ein 4-räderiges Ungetüm auf dem ich eine äusserst imposante Gestalt abgebe. Meiner Meinung nach. Bis vor 2 Stunden hatte ich einen in Gelb, jetzt habe ich einen in Rot - der hat nun auch 2 Spiegel, nicht mehr nur den Einen auf der rechten Seite und sogar auch Licht! Mag sein, dass ich die Angewohnheit aus der guten, durch regulierten Schweiz mitgebracht habe, aber da fährt man auch tagsüber mit Licht. Aus Sicherheitsgründen. Nun ja, ob es dies auf dieser hellen, sonnendurchfluteten Insel wirklich braucht ... es bleibe dahin gestellt. Und meist wird man eh von hinten überrollt. Aber trotzdem, mir ist irgendwie wohler so.
Gemerkt habe ich, dass man mit so einem Quad gaaaanz langsam in die Kurven muss. Das Ding hat irgendwie einen ganz komischen Schwerpunkt, jedenfalls fährt man ganz schnell mal auf nur 2 Rädern - und das macht keinen Spass. So krieche ich nun dermassen gebremst um jede Ecke, jede Schnecke würde man im Vergleich zu mir als Drängler empfinden. Aber sicher ist sicher - sagt die Dame aus der Schweiz. So ganz typisch.

Und was ich noch festgestellt habe - so ein Quad ...unter uns Damen hinter vorgehaltener Hand gesagt ... ist nix anderes als ein überdimensionaler Vibrator mit 50 PS. Echt jetzt. Nicht nur ... ähhhm ... nein, sogar am ganzen Körper. Aber so was von, dass mir auf der Stecke zwischen Kolymbia und Haraki (das sind vielleicht 10km?) die Hände eingeschlafen sind! Kein Scherz! Man hat das Gefühl, einen Presslufthammer zu führen.
Für eine alleinreisende Frau im kritischen Alter und mit mittelschwerem Seelentief ergo gerade richtig!
Falls man mich also des Nachts in Kolymbia herumkurven hört - ihr wisst jetzt warum. Ein Quad ist so gesehen ein sicheres Verkehrsmittel. Aber nur so gesehen! Also mehr zwischenmenschlich denn verkehrstechnisch. Ok?

Ich war also in Haraki. Im schönsten und besten Restaurant das es gibt. Mit den nettesten, liebsten Menschen. Da waren wir nämlich im letzten Jahr ... am Abend unserer Heirat. Also morgen vor einem Jahr.
Ich musste dahin. Und hatte gleichzeitig Angst davor. Wie es wohl wird ... so ohne den Kater-Schätzu? Und es wurde gut! Ich kam die Treppe runter, als mir schon der erste Kellner freudig fuchtelnd um den Hals fiel. Nach weiteren 10 Minuten Begrüssung, 1'000 Fragen, 100 Umarmungen und ein paar Tränen, wurde mir mein Lieblingsgericht gekocht. Serviert mit allen guten Wünschen. Ach ...
Ich genoss es, sehr. Geniesst mal kurz mit mir:


Morgen Abend - am 09.09.2010 um 20.00h habe ich einen Tisch bestellt. Für mich und 2 liebe Freunde. Alexandra lernte ich letztes Jahr über Internet kennen - sie war unsere Hochzeitsplanerin vor Ort und hat alles perfekt organisiert, war bei der Trauung dabei und übersetzte.
Via all die Mails ist sie mir / uns zu einer wunderbaren Freundin geworden. Dies wurde dann hier auf Rhodos nur noch bestätigt. So ist es mir eine Freude, mit ihr und ihrem Mann morgen Abend meinen ersten Hochzeitstag zu feiern. Verbunden im Herzen mit meinem Schatz in der Schweiz.
Die Angst ist wie weg geblasen - umso stärker das gute Gefühl. Meine Seele legt sich hier auf Rhodos in den warmen Sand und heilt, das ist spürbar. Und tut so gut.

Heute habe ich zum ersten Mal wieder im Meer geplanscht. Für die unter euch, die nur bis zum Bauch rein wollen, bin ich nur bis zum Bauch reingegangen. Für alle anderen bin ich ganz weit raus geschwommen. So wie immer. Bis man nur noch das Meer hört und sonst nichts.
Nirgend wo kann ich so frei sein wie weit draussen im Meer. Er streichelt mich, umspült mich und passt auf mich auf.


Meinem Shoppingtrieb habe ich natürlich auch freien Lauf gelassen und 2 schöne Taschen gekauft. Die passen zu mir - ich freue mich!


Und nach dem Schwimmen habe ich mir einen Café Frappé gegönnt, im Buch gelesen und den Nachmittag ausklingen lassen. Dann unter die Dusche und schon war wieder Zeit fürs Abendessen.


Da wird hier immer ganz geschaut, dass ich den Teller schön leer mache. Tina und ihre Familie haben mir erklärt, dass sie mich erst ganz gesund und ganz erholt wieder gehen lassen. Sie behandeln mich wie ein waidwundes Familienmitglied - so lieb!
Schätzu und ich telefonieren und SMSlen wie wild. Phuuu! Das wird teuer. Aber das ist es uns wert! Allemal!

So, dies wäre mein Bericht zum Abend.
Ich bereue meinen Entschluss nicht, die Ferien ... wenn auch alleine ... angetreten zu haben. Im Gegenteil. Es geht mir besser als erwartet. Das ist erstaunlich und doch genau das, was mir so viele Menschen voraus gesagt haben.
Bin froh, habe ich geglaubt und vertraut.

Nun schlaft gut, ihr da weit weg.
Morgen gehen wir wieder zusammen schwimmen. Seid ihr dabei?

JA?

KALIMERA! GUTEN MORGEN!

Guten Morgen ihr Lieben!
Und ganz besonders HERZLICH WILLKOMMEN dem GARNTEUFELCHEN. Ich freue mich, bist Du da. Hab Spass, Freude, eine gute Zeit und nie lange Weile hier bei mir. Es ist schön, Dich als neuen Stern im Geschichtenhimmel zu haben. Ja, wirklich!

Und für das es so früh noch ist ... bei uns in Griechenland ist übrigens 1 Stunde später als bei euch - bin ich schon ziemlich fit und aktiv.
Schaut mal:

Mein Frühstücksjoghurt - macht Zoe hier selber. Ich könnt baden darin!
Kalorien hin oder her!

Der 2te Kaffe nach dem Frühstück - gediegen in aller Ruhe auf der Terrasse schlürfen.
Dazu dem Katerli guten Tag sagen und sich auf das freuen, was heute alles sein wird.

Mein QUAD.
Da ich Dussel ja immmmmmer noch nicht den Führerschein fürs Auto habe, muss ich mich hier mit Roller oder eben Squad begnügen. Roller fahren ist auf dieser Insel sehr gefährlich - na ja, Squad auch, aber immerhin habe ich hier 4 Räder. Ich rattere noch ein bisschen unbedarft durch die Strassen von Rhodos - aber immerhin, ich fahre!

Ich geh dan jetzt mal los an den Strand.
Gehabt euch wohl, ihr Lieben!
Beim Plantschen nehm ich euch in Gedanken mit.
Schönen Tag und ...

... BIS BALD!

Dienstag, 7. September 2010

DER ABSCHIED - DIE ANKUNFT

Um kurz nach 05.00 heute Morgen hiess es Abschied nehmen. Mein Schätzu hatte vom Krankenhaus eine Sondererlaubnis erhalten und mich an den Flughafen begleitet. Dies machte die Sache jetzt zwar nicht unbedingt einfacher – trotzdem besser. Wir gehören halt einfach zusammen – auch in solchen Momenten. Vielleichte gerade in solchen Momenten.
Es war uns Beiden schwer ums Herz, das könnt ihr mir glauben! Der letzte Kaffee ein reines Hinunterwürgen!


Bei der Passkontrolle hiess es dann endgültig: AUF WIEDERSEHEN.
10 x zurück schauen. Winken. Stehen bleiben. Wieder zurück schauen. Winken.
Ich heulte wie ein Wolf. Nach der Passkontrolle heulte ich wie ein einsamer Wolf. Beim Boarding wie ein verletzter, einsamer Wolf. Und als wir starteten – da brach das Wolfsrudel in mir durch. Lauter ganz Einsame. Und ganz doll schwer Verletzte…
Falls es bei euch also heute am Morgen schon regnete, dann ist damit zu rechnen, dass ich genau da oben durch geflogen bin.


Wir waren schon lange über dem offenen Meer, als mein Schluchzen ein bisschen versiegte. Ich hatte auch schon einen ganz trockenen Mund. Aber eines fand ich praktisch: Man braucht nur genug zu flennen, dann muss man nicht auf das enge Flugzeug-Klo. Immerhin.

Übrigens - schaut euch das mal an. Berachtet die Konturen ... hier ist doch bestimmt ein grosser Engel durch die Wolkendecke geflogen. Also ich, ich sehe es genau. Ihr auch?


Der Flug war dank Rückenwind eine ganze Stunde kürzer als erwartet und sehr schön – die Landung auf Rhodos am DIAGORAS - AIRPORT einfach nur wie zu Hause ankommen. Immer mal wieder rollte ein klitzekleines Tränchen unter der ganz grossen und ganz dunklen Brille durch.
Seit heut finde ich übrigens diese unsäglichen schwarzen Brillen mit den handtellergrossen Gläsern gar nicht mehr so übel ...


Die Fahrt über die Insel und Kolymbia entgegen war so total vertraut, jede Ecke kenne ich. Die Insel, die Sonne, die Wärme, das Meer, die Duft nach wilden Kräutern … als wäre ich nie weg gewesen.

In „unserem“ Hotel erwarteten mich schon Tina, Flora, Micha, Zoe, Nektarios sowie Hund und Katze. Und viele Bekannte, Freunde. Auch wenn es weh tat, so ganz ohne meinen Schätzu dieses Hotel zu betreten – genau in diesem Augenblick wusste ich, wie gut und richtig mein Entschluss war, GENAU hier hin zu kommen.

Nun bin ich also angekommen. Habe im Koffer auch schon eine Überraschung vom Schätzu-Katerli gefunden. Wieder geheult, vor Freude diesmal. Und Sehnsucht. Er fehlt mir sehr.


Unsere Handydrähte glühen heiss – und das ist auch gut so. Wichtig.
Ich hab hier nun schon mal die Runde gemacht, hallo gesagt, bin in den Pool gejumpt und den ersten Hauch von Bräune abbekommen. Und glatte 3 Stunden am Pool verpennt!


Souvlaki Pita gab‘s auch schon – lecker!


Es fühlt sich gut an. Richtig an.
Meine griechischen Freunde hier kümmern sich liebevollst um mich – und alle reden von meinem Schätzu, als wäre er hier. Das macht es mir leichter.
Und auch wenn die Äugelein immer mal wieder feucht werden und es in der Herzgegend sticht …

… ich wollte nur kurz mal gesagt haben:

ES IST OK. SEHR OK!

Montag, 6. September 2010

LOG OUT

Liebe Freunde und Freundinnen

Nun ist es also soweit.
Ich möchte mich bei Dir und Dir und Dir und Dir und Dir und Dir und .... bedanken. Für Briefe, Mails, Seifen, Posts, Telefonanrufe, Kaffeetreffen, Socken, Bücher, Sonnenblumensamen, Karten, Herzen, SMS/MMS, Selbstgebasteltem, Zeit, Rücksicht, Nachsicht, Essen - Aufsteller jeder Art und Sorte!
In den Ferien werde ich die Tage unter vielem anderen auch nutzen, mich dafür zu bedanken. Bei den einzelnen Menschen.
Die letzte Zeit hat dazu nicht mehr gereicht. Und meine Kräfte auch nicht. Vor allem sie nicht.

Ihr, die vielen Menschen hier im Blog, die Freunde und Freundinnen um uns herum, meine Schweizer-Familie, unsere Kinder, einige erschreckend sehr wenige Menschen aus der Deutschland-Familie, all die Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Pflegepersonal, meine Chefs, Arbeitkollegen, Arbeitskollegin, teilweise fremde Leute ... ihr habt euch in den letzten Wochen und Monaten rührend, berührend und liebesvollst um mich, um UNS gekümmert.
Ich will, dass ihr wisst - ohne euch und eure Unterstützung hätte ich es bis hier und heute nicht geschafft. Nicht so! Ohne euch würde ich wohl in ein paar Stunden nicht fliegen. Ihr habt mir / uns an jedem Tag neuen Mut geschenkt, neue Kräfte und Hoffnung gegeben.
DANKE.
Soll ich euch auch im Namen von meinem Schätzu-Katerli ausrichten.

Er wird - wenn alles gut läuft in den nächsten Wochen - irgendwann im Oktober aus der Akutphase des Krankenhauses entlassen werden können und für weitere 3 Monate probeweise in eine Tagesklinik wechseln. Das heisst: Er ist dann wieder zu Hause, darf zu Hause schlafen.
Mit viel Begleitung, Stützung, Hilfe und Therapien wird das wahrscheinlich möglich sein. Hoffentlich.
Das sind die allerneusten News. Und ihr sollt sie als Erste wissen!

Ich sag jetzt:
TSCHÜSS! TSCHOU ZÄME! ADIO! CIAO! ADIEU! ADE!



Das nächste Mal wenn ihr von mir hört, werde ich mich unter Rhodos Sonne räkeln und auf irgend einem Liegestuhl euch live vom Meeresrauschen berichten.
Vom faul sein und es geniessen.
Von Ruhe und Schlaf.
Von Erholung. Und neuen Kräften.
Vielen anderen Dingen.




Noch die letzten Sachen zusammenpacken jetzt, kurz beim Doc vorbei, heute Abend gegen 18.00h Vorabend-Check-In in Zürich - und dann morgen, ganz früh, kurz nach 06.00h, der Abflug nach Rhodos.
Ihr Alle seid mit im Gepäck. Irgendwie.

Danke für all die guten Ferienwünsche. Ich nehm sie mit nach Rhodos und mir zu Herzen.

Und nun ...

... ICH BIN DANN MAL WEG

Sonntag, 5. September 2010

DER LETZTE GEMEINSAME MORGEN ...

... für so einige Zeit.

Als ich erwachte, lag ich in seinem linken Arm. Meine Hand auf seiner Brust - ich fühlte den regelmässigen Herzschlag. Draussen zwitscherten Vögelchen und Sonnenstrahlen stahlen sich zwischen den Lamellen des Rollladens durch.

Ich forschte in seinem Gesicht und betrachtete liebevoll das Grübchen am Kinn, die Lachfältchen um Mund und Augen. Die weiche Form der Augenbrauen.
Es war ein sanfter, sehr zärtlicher Moment.



DEIN GESICHT
IST WIE EIN GEDICHT.
ICH LESE ES MIT
DEN SPÜRSINN DES ENTDECKERS.
DIE SCHÖNSTEN STELLEN
KENNE ICH SCHON AUSWENDIG


DIESEN AUGENBLICK HALTE ICH IN
MEINEM GEDÄCHTNIS  FEST.
UND NEHME IHN MIT -
IN DIE FERIEN ...

... UND FREUE MICH

AUF DEN NÄCHSTEN GEMEINSAMEN MOMENT!

Samstag, 4. September 2010

AUF EINEN KAFFEE IM STEHEN ..

... bin ich da, bei euch.
Die Zeit rennt mir davon. Und die letzten Stunden vor meinen "Muss-Solo-Ferien" mit meinem Schätzu beginnen in ein paar Minuten.

Für euch hier ein Einblick in den Moment, meinen - unseren Moment:

Donnerstag Abend:
Die Büroarbeit muss warten. Danke, liebe Chefs, danke liebe Kollegen und meine liebe Kollegin - ohne  euch würde ich all das nicht durchstehe. Ich komme wieder - voller Kraft. Darauf freue ich mich!
Ihr seid wahre Freunde!

Freitag Morgen:
Beim Frisör empfängt mich ... ein Glückskäfer von meiner Fabienne.
Danke.
Auch wir sehen uns wieder. Nach den Ferien. Danke für alles!

Wenn mein Schätzu an die Ferien denkt, dann sieht das so aus:

Deshalb haben wir uns gestern Abend noch einen schönen Seeabend gegönnt. Mit Sonnenuntergang und allem drum und dran.

Und heute Morgen ... heute kamen die Reisedokumente-
Gemischte Gefühle. Aber ihr wisst ja:
ENERGIE FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT.
Also.

Aber wisst ihr, was auch noch kam ...
schaut mal:

Mein Schätzu-Katerli. Er, der im Krankenhaus bleiben muss.
Hat mir das geschrieben:
Das finde ich irgendwie ... ganz grossartig!

Und das ALLERBESTE:


Viel mehr gibt es jetzt nicht zu sagen.
Wir geniessen die Stunden, die bleiben.
Madama Etoile hat gesagt, die Liebessterne stehen gut.

ALSO!

Donnerstag, 2. September 2010

ESMERALDA - DU LUDER!

Heute beginnt meine Geschichte wieder mit einer Begrüssung. Wie schön! NICI ANGEL, sei Du ganz herzlich WILLKOMMEN im Sternenhimmel. Ich wünsche Dir Spiel, Spass, Spannung und schönes Verweilen in meinen kleinen und grossen Gefühlen, den Geschichten und Episoden.
Schön bist Du da! Darüber freue ich mich, sehr.

Und nun zum Schock des Tages:

"Esmeralda!!!??? Geht’s noch!!!???"
Diesen Ausschrei tat ich heute Morgen als erstes. Ich trat ins Bad - und schrie.
Laut! Sehr laut!

Zum besseren Verständnis:
Esmeralda und ich sind sozusagen Vertragspartner. Mit Stillhalteabkommen. Dazu muss ich ein wenig ausholen und erklären:

Es ist schon ein paar viele Monate her, seit mein Schätzu-Katerli einen Job in der Schweiz suchte, Bewerbungsgespräche hinter sich brachte. Dann das lange Warten auf eine Zusage. So eine Warterei auf JA oder NEIN zerrt ganz schön an den Nerven - vor allem, wenn man sich nichts sehnlicher wünscht, als dass endlich zusammen kommt, was zusammen gehört.

Dementsprechend habe ich, ganz Sternenzauber-like, mir meine Daumen beim Daumendrücken förmlich gequetscht, habe innerliche Wetten abgeschlossen (so im Sinne von, "wenn ich jetzt auf 5 zähle und die Ampel in dieser Zeit auf grün springt, dann wird es mit dem Vertrag klappen").
Mein Herz hangelte sich an den guten Omen hoch, wenn keine da waren, kreierte ich halt welche. Mein Fundus an Ideen ist ja schier unbegrenzt!

Ich habe - und nun hört gut zu - sogar einen Deal mit der Spinne - einem sogenannter Weberknecht - im Badezimmer abgeschlossen. Wer um meine ausgeprägte Spinnenphobie weiss, der ist im Bilde, welch grosses Opfer dies für mich war! Ich dealte wie folgt: "Ab heute heisst Du Esmeralda. Ich lasse Dich im Gegensatz zu Deinen Artgenossen leben - wenn mir das Leben im Gegenzug hilft, meinen Schätzu in die Schweiz zu spedieren."
Ein leichtes Kopfnicken von Esmeralda war erkennbar. Meine ich zumindest. Und der Vertrag zwischen uns somit geschlossen. Verbindlich.

Mein Schätzu-Katerli bekam 2 Tage später die Zusage.

Seither hängt sie - Esmeralda - seitlich links am Klofenster. Wir belästigen uns gegenseitig nicht, ganz nach der Devise: leben und leben lassen.


Zugegeben - sobald Herbst wird, zieht Esmeralda in die gegenüberliegende Ecke des Fensters. Wohl, weil sie keine niedrigen Temperaturen mag und es da nicht so zügig ist. Aber darüber habe ich grosszügig hinweg geschaut, ich bin ja nicht kleinlich - und keine Unfrau. Nur ein Mensch, der Spinnen nicht mag, Riesenangst hat davor! Ich hoffe, Esmeralda hat diesem Umstand gebührend Rechnung getragen.

Nun aber - dieses Luder! - nützt meine Gutmütigkeit schamlos aus. Erstens mal weiss ich ja ganz genau, dass Esmeralda wohl bereits in der 7ten Generation dort hängt. Pochend auf meinen Schwur von damals. Auch hier drücke ich beide Augen zu. Aber was sie jetzt veranstaltet, dies schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht!

Nicht dass ich es nicht gemerkt hätte, dass Esmi ein grösseres Netz am spinnen ist. Aber ich habe mir nichts weiter dabei gedacht, als: "Die spinnt!". Diese Tatsache stellt sich aber seit dem heutigen Morgen ganz anders das. Esmeralda hat sich nämlich einen Lover ins Haus geholt! HILFE!
Nennen wir den Zukünftigen Alfonso. So hingen also heute Morgen zu meinem Leidwesen Esmeralda UND Alfonso ungefragt und unbewilligt in trauter Zweisamkeit oben im Eck. Wofür das vergrösserte Netz ist, leuchtet mir nun auch ein: Esmi und Alfi planen Mini-Esmis und Mini-Alfis! Triebhaftes Getiere!
Das geht ja gar nicht!


Ich war heute Morgen ein bisschen in Zeitnot und habe dementsprechend ausser dem Schrei nichts weiter kommuniziert. Der Schock sass zu tief. Aber heute Abend .... ich schwöre ... heute Abend wird es zu einer klaren Aussprache kommen.
So kann es nicht weiter gehen - bei allem Respekt und aller Liebe nicht, nein!

Sollte alles nicht helfen, dann werde ich drohen müssen. Ungerne. Aber ich werde auf jeden Fall mal mit dem Staubsaugerrüssel wedeln, diskret, versteht sich - trotzdem mit der notwenigen Schärfe. Entweder findet diese Liaison ein baldiges Ende - oder ich muss geeignete Massnahmen ergreifen. Vertrag und Stillhalteabkommen hin oder her.
Meine moralisch-ethischen Grenzen sind erreicht.
Vor allem aber die Spinnen-Phobischen.
Und überhaupt und sowieso!

Das versteht ihr doch?

ODER?

Mittwoch, 1. September 2010

BITTE RECHT FREUNDLICH!

Meine lieben Menschen hier

Kennt ihr das - die Ferien stehen vor der Türe und es sind noch so viele Dinge zu erledigen ... ?
Ich kriege die Vorferienzeit einfach nicht gebacken, jedes Mal das gleiche Theater mit der Sternenzauberin. Alles soll ja tip-top sein, denn falls der Flieger die Landebahn auf Rhodos verfehlt, will ich ja meinen Erben schliesslich kein Chaos hinterlassen!
Und .... jetzt mal ganz ehrlich ... die Landebahn auf Rhodos ist kurz. Und ganz am Meer gelegen. Nicht ohne!
Meine Hinterbliebenen werden dann eh genug zu tun haben und wollen nicht noch den Staub in meiner Wohnung von 2009 / 2010 entsorgen - oder?
Und die Vorräte müssten ja auch noch aufgefüllt werden - ich will nicht am Hungertode von meinem Kinde schuld sein!
Klopapier! Himmel! Muss ich auch noch kaufen - man stelle sich mal vor, dass .... neeeein, man stelle sich das nicht vor. Lassen wir es.

Mein roter Koffer steht seit gestern in der Gegend rum, damit ich mich an ihn gewöhne.


Werfe mal immer wieder was rein, schliesslich habe ich seit Jahren eine Liste - die mit jedem Jahr länger und länger wird - darauf steht vom Slip bis hin zum Ersatzakku für das elektrische Zahnbürstchen ALLES und mehr ... das macht das Ganze nicht einfacher. Nein.
Dieses Jahr kommt schliesslich noch der Laptop mit Akku, Kartenlesegerät, EU-konformem Stecker und Maus dazu. Na ja, dafür vielleicht nicht ganz so viel an Garderobe und Schuhauswahl, schliesslich ist mein Katerli-Schätzu nicht dabei und ausser für mich muss ich gar nicht schön sein. Nein, muss ich nicht. Und mein Lachen habe ich eh immer im Gepäck.
Hoffentlich!

Gestern habe ich den Photoapparat eingepackt. Und da kam mir in den Sinn:

"Komm, lächle mal!" - diese Aufforderung werde ich demnächst wieder öfter mal zu hören kriegen.
Ferienzeit. Photozeit.
An dieser Stelle entschuldigt bitte, wenn ich Photo althergebracht eben mit Ph und nicht Foto mit F schreibe - irgendwie beinhaltet für mich die alte Schreibweise den besonderen Hauch von Magie. Genau wie das Wort "Phantasie" anstatt Fantasie.
Mit nacktem F tönen mir so schöne Worte zu sachlich.
Eigentlich ... also ganz tief eigentlich .... müsste ich nicht Phränzi heissen ...? :-)

Aber nun zurück zum Gegrinse in die Linse.
Irgendwie bin ich da ganz, so ganz, so total ganz unbefangen. Ich grinse geschätzte 15 cm breit - wahlweise mit oder ohne Zähne - mitten in die Linse. So dekorativ wie nur möglich. Normal fröhlich. Möglichst ungekünstelt. Lasse die Äugelein blitzen und funkeln.
Meist bin ich ganz passabel in das künstlerische Viereck der Photografie gebannt, ausser, Schätzu erwischt mich an einem verschlafenen Sonntagmorgen. Die Frisur wie nach einem Tsunami und noch so ganz ungehübscht. Sagen wir mal - sehr natürlich. Sehrsehr. Total ich.

Aber wenn ich da so die Photos in Zeitschriften mir anschaue, dann bin ich total out. Man sollte - eigentlich - ein bisschen ernst dreinschauen - den Mund so halb offen und leicht dramatisch in die Kamera linsen.


Nix von frontal und Zahnpastalächeln.
Ich persönlich halte da nicht viel davon, mich erinnert es immer an eine kalbernde Kuh.


Und weil ich ab und ab höchstens mal eine alberne Kuh bin - wahlweise Zwetschge, fühle ich mich im Gesichtsausdruck kalbernd nicht wohl.

Ok - ich werde ab und zu mal ein Phöteli in den Ferien für euch hochladen - damit ihr die verschiedenen Stadien des Sonnenbrandes miterleben dürft. Müsst. Sollt. Ich werde immer mittig grinsend im Bilde sein.

Und ihr, ihr wisst jetzt warum.
So ... und nun muss ich mich um geschätzte 10'000 Dinge kümmern. Es könnten auch mehr sein.
Es gibt viel zu tun!

PACKEN WIR'S AN!

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