Montag, 7. Juni 2010

COLOUR YOUR LIFE!

Meine lieben Blog-LeserInnen! Ich bin wieder zurück!
Auch die schönste Zeit nimmt einmal ein Ende ... und mein Blick fällt wieder auf die Bügelwäsche. Unter anderem. Aber immerhin: den Pflänzchen und Pflanzen geht es gut! Sohn Max sei Dank.

Tausend Dinge könnt ich euch erzählen - das werde ich auch tun. Von Johanna, die uns Frauen derart in den Topf haut dass ich flüchten musste - anstonsten ich tätlich geworden wäre. Ich möchte euch erzählen von Trödelmärkten, von Freunden die man nach Jahren wieder trifft und von Mittagsschläfchen.
Keine Bange - ich könnte nicht nur, ich werde auch! Aber nicht heute. Lasst mich die Füsse hochlegen und den unausgepackten Koffer ignorieren. Gönnt uns Weitgereisten heute den letzten Ferienabend und dem Pizzaservice den Verdienst.

Trotzdem kann ich Märchentante es unmöglich sein lassen, euch liebgewonnen Menschen hier ein bisschen
von der Farbe meiner letzten Tag in den Alltag zu schmuggeln. Ohne viele Worte, dafür mit einem Wohlfühllächeln.
Kommt mit auf den farbigen Weg durch 4 wunderschöne, herrliche, glückliche Ferientage.


Wir suchten den Schlüssel zum Glück ... die Schlüsselanhänger fanden wir sofort.
Und merken, dass wir keinen Schlüssel brauchten. Nur uns!


Aromatische Erdbeeren, kühles Eis und Latte - herrlich!


Die Aussichten auf viel Gemeinsamkeit und Liebe stehen richtig gut! Buntes Treiben.

Genuss in jeder Hinsicht - Stifado beim Griechen. Mhhhhh! Bunt im Mund!

Den bunten Sonnenschein durchs Blättergewirr geniessen

Tapas Fingrfood - eine sinnliche Angelegenheit ... und man kriegt so bunte Shirts ... :-)

Trödlermarkt-Feeling ... ganz schön bunt!

Und selbst das Mordsgewitter hatte seinen Charme

Leder ... riecht so gut, fühlt sich gut an - pure Verführung

Manschettenknöpfe in allen Formen und Farben

Und selbst ein noch nicht abgeräumter Cafétisch hat seinen farblichen Reiz

Bunt - süss - lecker

Es war wirklich und wahrhaftig ein wenig Himmel auf Erden

sagt glücklich ....


EURE BUNTE STERNENZAUBER

Sonntag, 6. Juni 2010

ROMANTIK IN KINDERSCHUHEN

ER: „Machst du Dich ausgehfein?“ ICH: „Soll ich für Dich schön – wunderschön – oder wunderwunderschön aussehen, mein Schatz?“
Das habe ich ihn, meinen Liebsten, gefragt, nachdem wir gestern Abend beschlossen hatten, beim Griechen essen zu gehen. Es war 18.30h, der Tisch auf 19.00h bestellt.
Und soll ich euch verraten, was der Mann mir gesagt hat: „Ach Du, tu das, was innert der noch zur Verfügung stehenden Zeit realisierbar ist“.

Natürlich habe ich mir gleich die neue Bluse (gestern erstanden) und die tollen Schuhe (vorgestern erstanden) angezogen, mich 10 Minuten lang aufgehübscht und anschliessend derart optimiert vor ihm in Pose geworfen. „Na, wie gefällt Dir das? Auf der DuBistDieSchönste-Skala von 1 bis 10?“
Er hatte meinen entrüsteten Blick von vorhin noch nicht vergessen und antwortete entsprechend kooperativ mit „eine glatte 11“.
Geht doch!

Bevor ich jetzt weiter erzähle, sollte ich euch kurz verraten, dass wir schlussendlich vorgestern ganz spontan einen Flieger in Richtung Deutschland bestiegen haben.


Seither weitab von Grossstadt, Stress und Menschenmengen händchenhaltend uns und die sonnige Zeit geniessend, fern von Problemen, sehr entspannt lustwandeln.
Viel Platz für Lachen, Leben, Liebe – und kein einziger Blick auf die Uhr.
Nur das tun, nach was es gerade in dem Moment gelüstet, mit Genuss.
Ein kleines, schnuckeliges Hotel. Ausschlafen solange wir wollen. Anstatt Frühstück um 09.00h - einen Eisbecher mit frischen, aromatischen Erdbeeren und Sahne um 13.00h, anschliessend Bummel durchs Städtchen, Sonnenbad im Café, ein Nickerchen am späten Nachmittag.
Und dabei keine Minute als vertan, verwirkt, ungelebt empfinden. Im Gegenteil – herrlich intensiv. Süsses dolce far niente.

Ich als Hardcore-Romantikerin, - auf den Wölkchen der Glückseligkeit schwebend - meine Träume in rosa Rosenblätterduft hüllend und Worte voller Vergissmeinnichtblau findend … ich habe es mit einem Manne zu tun, für dem Romantik ein Wort mit 8 Buchstaben ist. Punkt.
Meine bisherigen diesbezüglichen Bemühungen, ihm das kleine ABC der Romantik beizubringen, scheiterten jeweils bereits in den Anfängen.


Wie gut erinnere ich mich an die ersten gemeinsamen Weihnachtstage. Ich hatte so eine sensationelle, knallrote Corsage gekauft, am Dekolleté umfüttert mit weisse Fell – umwerfend.
Zugegeben – der Slip war ein bisschen klein und ich hätte ihn ebenso gut als Augenklappe benutzen können. Aber trotzdem oder deswegen – viel Wowwh-Effekt!
Natürlich wollte ich ihn damit überraschen … „na Schatz – und wie sieht das aus?“. Worauf er lapidar meinte „rot – weiss“. Ob er dazu auch noch an Pommes gedacht hat, wage ich nicht wissen zu wollen.

Als wir gestern Abend dann angefüllt mit guten Gefühlen, eines warmen Müdigkeit, gebackenem Ziegenkäse, eingelegten Peperonis und Stifado ins Hotel zurück kamen, die sonnengeröteten Gesichter in die kühlen Kissen legten, unsere Gesichter einander zuwandte - da meinte ich in seinen Augen dieses spezielle Glitzern gesehen zu haben.
ICH: „Möchtest Du mir was sagen, Schätzeli?“ gurrte ich zwischen halbgeöffneten Lippen hervor.
ER: „Ich hab echt nen Mordsdurst heute – hat es noch Wasser im Kühlschrank?“ – so seine Antwort.

Auf Monnet-Bildern, da wo ich den Blumenduft der Seerosen erahne und den Windhauch schier spür – da sieht er eine kalte Platte mit Schinkenröllchen, Gürkchen und dergleichen.
Dass Happy-End eines jeden noch schönen Liebesfilmes verschläft er. Prinzipiell. Und wacht er dann auf, während ich noch mit tränenumflorten Äugelein verträumt da sitze – fragt er: „Heuschnupfen-Allergie?“

Ach ja, er ist vielleicht ein wenig bodenständiger als ich.
Habe ich gerade gestern wieder gedacht … als wir von A nach B fuhren war endlich keine Politdiskussion im Radio. Auch keine Lobreden auf Lena Meyer-Landrut … die zwar wirklich eine ganz Taffe und Tolle und Sympathische ist … aber einmal ist gut.
Da war eine Sendung mit durchwegs vernünftigen Themen, überaus angenehmer Musik. So gar nicht reisserisch und werbelastig. Ich war ausnahmsweise ganz still, aufmerksam am zuhören. Bis zuletzt.
Katerli tendierte eher in Richtung Langweile.
Als der nette Moderator sich höflich verabschiedete: „Liebe Jungs und Mädels, dass war es mal wieder von „Rumpelstilzchen“ – der Sendung für Kinder und Jugendliche. Bis zum nächsten Samstag!“

Romantikmässig leb ich im Himmel.
Romantikmässig lebt Schätzu unter Tage.

Schön, dass wir dieses Wochenende die Möglichkeit haben, uns

IN DER MITTE ZU TREFFEN

Samstag, 5. Juni 2010

WENN STERNENZAUBER EINE REISE TUT …

… dann gibt’s viel zu erzählen. Jawoll!

„Komm, wir packen jetzt die Koffer und gehen einfach mal los. Lassen uns treiben und landen irgendwo. Bist Du dabei?“. Das war die Ansprache meines Herzallerliebsten gestern Morgen früh.
Ich, als Frau, hatte dazu natürlich ladylike ganz viel zu sagen. Und zu fragen. Ich war aber so freudig überrascht, dass ich mich beschränkte auf: Gesagt habe ich: „JA!“ und gefragt „JETZT GLEICH?“.
Eine halbe Stunde später waren wir auf dem Weg nach Zürich, an den Flughafen. Er mit einem kleinen Koffer (Unterhose, Socke, Shirt, Sackmesser), ich mit einem grossen Koffer (alles, was eine Lady für 4 Tage so braucht – plus noch alles, was sie eventuell gebrauchen könnte – plus noch alles was bei einem eventuellen neuerlichen Wintereinbruch benötigt werden könnte - plus noch alles, was man brauchen könnte, stürzt der Flieger z.B. im Dschungel ab).

Bonusmeilen aus Zeiten der Fernbeziehung machen solch Spontan-Spinnereien auch finanziell tragbar. Schätzu und ich haben ergo kurzerhand beschlossen, dass unsere Batterien leer seien, dafür die Nase vom Alltag voll, dass wir unendlich Ruhe brauchen und endlich nur Zeit für uns.
Und los!


So haben wir uns denn bereits im Zug das lauschigste Plätzchen ausgesucht, einen Latte und ein Croissant geordert, uns selig angelächelt und diesen noch jungen Tag für gut, sogar sehr gut befunden. Schwelgten geradezu in romantischsten Aussichten, Träumen, als … nicht 1 Klasse, nicht 2 Klassen, nicht 3 Klassen – nein! – eine ganze Schulen sämtliche Plätze, die Luft, den Raum und vor allem die göttliche Ruhe um uns herum kurzerhand annektierten.
Maibummel nennt man diesen Massenauflauf ob solchen Anlässen minder begeisterter Jungmenschen .
Ein teenagermässiger Hor(ror)monschock schwängerte augenblicklich die bis zu diesem Momente jungfräulich-heitere Stimmung von Katerli und mir.


Es lag was in der Luft – sozusagen. Aber vielleicht war es auch nur wegen der Schuhe, welche um uns herum ausgezogen wurden, damit die Füsse guten Gewissens auf den Sitzen in Ruhestellung gebracht werden konnten.
Immerhin, ein gewisser Anstand ist zu vermelden.

Ich mag Kinder – sehr. In jeder Altersstufe. Auch dann noch, wenn sie gross und schon längst
Männer sind. Aber wenn sie so unerwartet und in einem lauschen Momente über einen herein brechen, dann wünscht man sich irgendwie und aus tiefstem Herzen, dass diese 13/14jährigen menschlichen Newcomer einen eingebauten ON/OF-Schalter hätten.
Sie hatten es nicht. Und ihre mitgebrachten Handys auch nicht.
Mir ist schleierhaft, wie sich 8 angehende Jungmänner bei 8 vor sich hin dröhnenden Handys noch unterhalten können. Wobei … das erklärt dann vielleicht auch die Lautstärke, mit der sich unterhalten wird.

Unsere sich an diesem Morgen im Anfangsstadium befindliche Romantik mit Aussicht auf Zugewinn hatte ergo einen üblen Dämpfer erlitten. Das Unternehmen „sich sehnen nach gemeinsamer Einsamkeit“ musste temporär verschoben werden. Auf jeden Fall bis zum Flughafen.
Und so fügten wir uns ins Unvermeidliche – beziehungsweise wurden gefügt – hatten intensiv Anteil am fröhlichen Pubertieren.
Wir mutieren sozusagen zu Co-Pubertierenden. Ihr versteht?

Die bereits mal erwähnten 8 Jungs in unserem Rücken waren in den verschiedenen Stadien des Stimmbruchs befindlich. Warum man gerade in dieser Lebensphase besonders laut sein muss, wird mir für immer verschlossen bleiben.
Der eine angehende Kerl sagte alle ca. 3 Minuten „oh mein Gott!“. Die Silbe „oh“ sagte er noch als Tenor – während „mein“ bereits arg Richtung Bass tendierte um bei „Gott“ im Bariton zu landen. Aufgefallen ist uns, dass er immer nach „Pokémon – aber die japanische Version“ verlangte, während sein Banknachbar tamilischen Pop bevorzugte. Dazu die Mischung aus „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“ zusammen mit „Schalalalala schalalalalala, schalalalalalalalala!“ ergab ein gewagtes Potpourri, dass selbst Müttern wie mir – mit Hornhaut an den Ohren – die Nackenhäärchen stellte.
Katerli fauchte zunehmend. Es ging aber im Gegröle unter. Armes Katerli!

Verzückt war die Truppe ob den neu runtergeladenen Klingelton „Rasierapparat“. Das ging aber ab – die minder-beflaumten Jünglinge hielten sich ihr I-Phone imaginär rasierend an die inexistenten Bartstoppeln und träumten im Kollektiv von Zeiten, die da bald sind.

Wir Beiden – Katerli und ich – träumten übrigens auch.
Von Zeiten, die da bald sind.
Von Ruhe und Romantik.


HEY – DAS GEHT AB!

Freitag, 4. Juni 2010

BODY IN ... WAS?

"Body in balance"!!!  quietschte mein Herzbube.
Er lachte, rang nach Luft ... und japste eben diese Worte.
Das machte mich doch neugierig. Was hat der Mann? Und wenn ja - warum?

Ich verliess meine Balkonblümelein - mit denen ich eben einen munteren Schwatz getätigt hatte - und äugte vorsichtig schon mal um die Ecke ins Wohnzimmer. Da sass Schätzu, gluckste erquickt vor sich hin und winkte mich herein. Leicht irritiert ob der plakativen Fröhlichkeit meiner Mannen ergab ich mich ins Unvermeidliche und setzte mich mit auf die Couch, richtete das Augenmerk gen Fernseher und *SCHLUCK* ... Ha?? Was tun dieeeee denn daaaa?

Da sass also so ein Ersatz-Jesus (im nachfolgenden Text E.J. genannt) auf der wahrscheinlich selbstgeklöppelten Regenbogenfarbendecke, daneben die Reserve-Maria-Magdalena (im nachfolgenden Text M.M. genannt) im Bio-Seidenshirt aus Seide der selbstgezüchteten Raupenkolonie und verknoteten ihre - zugegebenermassen - äusserst gelenkigen Glieder zum Rhythmus der Musik.
Mit Musik meine ich das Gezupfe und Gedudel der Truppe hinten bei und in den arabischen Sultan-Sitzkissen - im Nebel von Myrrhe und Weihrauch. Einer zupfte an der komischen Klampfe rum, ein Anderer geigte sich die Lasten des Lebens von der Seele und die Dritte im Bunde sass einfach dekorativ in der Gegend rum und fuchtelte wohl symbolische Geschichtenfragmente in die Luft. Zwischendrin gab noch ein Bläser sein Intermezzo - es erinnerte sehr an das Geheule der Hyänen, welche ich mal im Amboseli-Nationalpark gesehen hatte, als sie ein totes Getier unter sich aufteilten. Nicht falsch verstehen: Das Gebläse-Getöne erinnerte, nicht der Bläser!

E.J. und M.M. sind in weit höheren Sphären beheimatet, als ich es je sein werde. Irgendwie überirdisch. Ihre Lieblingsworte sind "Einatmen", "Ausatmen", "Ich komme zu mir" und "Ich bin jetzt ganz bei mir". Dazu tun sie so Dinge wie im Sitzen die Beine strecken, die Füsse übereinander legen, sich nach vorne beugen, Kopf auf Knien und die Hände hinter den Füssen falten. M.M. tut es E.J. in einer Eleganz gleich, welche ihresgleichen sucht. Wahnsinn.
Liegen die Beiden dann endlich mal wie beschrieben verknotet auf ihren Klöppeldecken, werden Klänge aus dem Jenseits eingespielt und eine nicht irdische Stimme haucht "Bodyyyy in Bälänssssss" in die Stratosphäre.

Ich habe ganz unbewusst den Bauch eingezogen, den Beckenboden straff gehalten und rein gedanklich diese Übung nachgestellt. Rein gedanklich! Alles andere ist eh illusorisch. Ich hätte jetzt keine Ahnung - keinen noch so blassen Dunst, wo ich zwischenzeitlich mit den Speckröllchen am Bauch hin sollte. Die kann man sich ja nicht eben kurz mal an den Rücken schnallen. Müsste ich aber, sonst käme ich so sitzend mit dem Kopf nie und nimmer auf die Knie. Käme ich aber auch dann nicht, wären die Röllchen als Wurmfortsatz am Po angewachsen.
Da wäre dann nämlich noch 2 x 1 Brust Cup C. Das ist tödlich! Das geht gar nicht!

Einatmen! Ausatmen!

Kaum hatte ich mich - rein visuell - von dieser Übung erholt, wurde ich auch schon von der Fee aus der Stratosphäre angewiesen, die Hüfte zu öffnen, mich in den Sternsitz zu begeben. Und schon wieder: Kopf auf die Füsse. Was haben die denn immer mit ihrem Kopf auf den Füssen!!? Hallo! Alles ok?
Sohn Max ist ja weiss Gott ein versierter Leistungssportler mit 4 Stunden Training am Tag. Er probierte mal nur im Ansatz diese Übung mitzumachen - scheiterte kläglich und heulte schmerzlich auf.


Einatmen! Ausatmen!

Bei Übung 3 legten sich E.J. und M.M. rückwärts auf den Boden - die Fee im Raum erzählte von "wir besänftigen den Körper und denken an Wasser".
Oh! Wasser! Da musste ich erst mal aufs Klo. Bei aus dem Raum gehen hörte ich die Sphären-Maus noch hauchen, dass mein Körper es mir danken wird.
Ich weiss Lady, ich weiss. Gehe ja nicht zum ersten Mal im Leben aufs Klo!!
Als ich zurück kam, drücken die beiden Süssen gerade das Kreuz feste auf die bienenwachsgebohnerten Palmholzdielen, drückten die Knie nach rechts ... um den Körper gleichzeitig nach links zu drehen. Dann auf Kommando "lösen" und "den Hund nach unten drücken".
Echt, das hat die Sphären-Lady gesagt! Bis vor einem halben Jahr hätte ich mit meinem Albino-Streifenhörnchen dienen können, Flöckchen ist aber leider verstorben. Aber einen Hund haben wir noch nie gehabt! Was drücke ich also in Ermangelung desselben? Soll ich anstelle dessen bellen?
E.J. und M.M. sorgten sich aber keineswegs um unseren nicht existenten Hund, begaben sich dafür aber in eine Stellung, die jeder menschlich artgerechten Körperhaltung spottet. Sah aus .... also es sah aus ... wie mein Schatz damals, als er beim Einräumen der Spülmaschine einen Hexenschuss erlitten hat und sich, mehr schlecht denn recht, von der Küche ins Bett angelte - halb stehend, halb liegend, halb tot.

Einatmen! Ausatmen!

Als die Sphären-Lady da schon wieder "Bodyyyyy in bälänssssssss" von sich hechelte, war es mit meiner Beherrschung vorbei.
Ein extra ordinärer Lachanfall lenkte meine inner-persönlichen Aktivitäten auf die Muskelpartien rund um‘s Zwerchfell und dehnte sich mit zunehmender Stärke auf die ganze Sternenzauberfrau aus. An Erholung war lange nicht zu denken! Und ich kichere auch jetzt noch haltlos vor mich hin, denke ich an besagte Sendung.

Einatmen! Ausatmen!

"BodyinBalance - der Life-Style-Sender für Körper, Geist und Seele in perfekter Harmonie.
Wir sorgen uns um ihr Körpergefühl.
Mehr von Leben - besser leben!"

Jetzt stehen wir Alle auf, halten uns an den Händen, schliessen die Augen und sagen .... OMMMMMMMM.
Wir lieben uns Alle und sind Eins mit dem Universum.


EINATMEN! AUSATMEN!

Donnerstag, 3. Juni 2010

LIEBES-LUST UND SINGLE-FRUST

"Was machen die?"
Dies fragte Sarina, mein Patenmädchen. Mehrfach.
Liebe. Einfach nur Liebe.

Gestern war nämlich - endlich wieder einmal - unser Weibertag. Zusammen mit meinem Schätzu machten wir uns lustige Stunden im Tierpark Dählhölzli in Bern. Und stiessen auf lauter glückliche Paare und ein paar Frust-Singles.
Da Liebe keine Worte braucht, lasse ich mal die Bilder für sich sprechen - auch wenn mir Schweigen schwerfällt.

Schaut her:

LIEBES-LUST


Ja - war unübersehbar. Und ja - hat viel Spass gemacht!

Oh baby - I wanna feel your body ...

Everybody need somebody

Ganz in weiss ...

My heart will go on

Love ist in the air ...

Take me tonight!

Je t'aime, mon amoure ... ohhh ... je t'aime ... !


SINGLE-FRUST

Kein Schwein ruft mich, keine Sau interessiert sich für mich ...

Ich brauche jemanden zum reden ...!

Zählen denn die inneren Werte gar nix mehr?

Ich balz mir hier den Wolf - und kein Weib schaut zu!

Ich weiss nicht, was soll das bedeuten, dass ich so traurig bin ...

Ob ich es mal mit Speed-Dating probieren sollte?


Den ganzen Nachmittag hat uns man uns also die Frühlingsgefühle vor Augen geführt, um die Ohren gehauen, unter die Haut geschleust. Herrlich.
Als wir Sabrina am späten Nachmittag wieder nach Hause fuhren, waren wir erfüllt von ganz viel an Gutem, Schönem - und Liebe.
Und sind nach Hause gefahren. Der Abend war übrigens schön.

SEHR

Mittwoch, 2. Juni 2010

WEIL DAS LEBEN SAFT BRAUCHT

Diesen Satz muss ich jetzt so lange schreiben, bis ich ihn verstehe.
Das muss ich mir zu Herzen nehmen. Ab heute gilt es nämlich ernst.
Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Ich sehe eure fragenden Gesichtern ... lest selber:

Die schöne Seite der Medaille: Wir haben es wirklich geschafft - und ich kann strahlen, staunen und mich freuen. Unser Balkon ist nämlich jetzt endgültig aus dem Winterschlafe erwacht - Schätzu und ich haben den gestrigen Tag genutzt um klar Schiff zu machen. Wir entsorgten in den Morgenstunden gefühlt tonnenweise alte Erde, erfrorene Wurzelstöcke und viel an "BrauchIchNichtMehr". Natürlich habe ich auch Etliches an "DasKannManAberNochPrimaBrauchen!" gegen des Liebsten Willen verteidigt. Er sagt dem abschätzig "Schischi-Zeugs"! Mann! Ich nenne sie liebevoll "Kleinode".

Ab Mittag haben wir Balkonerde, Kräutererde, Tomatenerde, Tonkügelchen, Düngerkegel, Düngerkügelchen, flüssigen Dünger, neue Gartenhandschuhe, Schäufelchen, Eintopf- / Schneid- / Ausreiss- / Auflocker- und andere ganz dringend benötigte Gartenhelfer hochgeschleppt, auf dem grossen Holztisch ausgebreitet und losgelegt. Aber sowas von! Ich buddelte, was das Zeug hielt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich ehrenhalber in die Gilde der Maulwürfe aufgenommen werde!
Topfte ein, topfte um, fügte zusammen was zusammen gehört, wählte das optimalste Plätzchen, wässerte kräftig, düngte mit Mass und wies Schätzu an, die schweren Töpfe, Kübel und Kästen dorthin zu schleppen, wo mein Life-Style-Auge es künftig gerne gesehen haben möchte.


Nebst Blumen in allen Farben und Düften, sind wir jetzt stolze Besitzer eines exklusiven Kräutergartens. Ich hätte vielleicht besser mitfahren sollen und meinem Gebieter nicht die Qual der Kräuterwahl überlassen sollen. Er hat sich nämlich keineswegs gequält, hat schon gar nicht gewählt - sondern genommen. Einfach eingepackt! Von jedem 2 Stück! Nebst dem obligaten Schnittlauch und dem unverzichtbaren Basilikum, haben wir glatte Petersilie, krause Petersilie, roten Basilikum, Currykraut, Thymian, Majoran, Oregano, Zitronenmelisse, marokkanische Pfefferminze, Rosmarin und Maggikraut. Ja, es duftet herrlich. Und ja - sind echt tolle Kräuter. Und ja, die brauchen regelmässig Wasser.
Zu den Kräuterkindern haben wir noch wie folgt adoptiert: Das bereits erwähnte Olivenbäumchen, einen Haselstrauch, 2 x Cherrytomaten und wie gesagt Blumen in allen Farben.
15 zu bewirtschaftende Einheiten in allen möglichen Grössen. Und wenn ich Eines mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiss ... es ist noch nicht das Ende der Fahnenstange! Ich kenne meinen Schätzu. Wenn der mal angerollt ist, aber holla die Waldfee!
Mir macht es so langsam Angst!


Wisst ihr, meine lieben Blog-Frauen und Blog-Männer - ich muss an dieser Stelle ein Geständnis machen und mich wieder mal outen. Ich beherberge in mir einen gartentechnischen Abgrund. Nicht, dass ich es nicht mögen würde ... alles war grünt und blüht finde ich zauberhaft, genial, wunderschön! Ich kann mich kaum satt sehen an der Pracht, den Düften, den Bildern. Ich liebe Blumen, Sträucher, Bäume, Kräuter, Wiesen.
UND Gärtner.
Nicht, weil die so tolle, grüne Gummistiefel haben - nein, weil die haben, was ich nicht habe: einen grünen Daumen.

Und hier kommen wir zur Kehrseite der Medaille: Könnten all diese Dinge mit Wurzeln um Hilfe schreien - sie würden es in meiner Gegenwart tun. Ich bin meinen Blumen-, Sträucher- und Gewürzkindern keine gute Mutter. Ich hab viel zu wenig Zeit für sie. Sie verzeihen mir aber auch gar nix! Nach meinem Verständnis müsste es doch machbar sein, dass ich 1 x in der Woche tüchtigst giesse ... und die anderen 6 Tage meine Gartenkinder sich genüsslich am Wasser laben. Aber nein! Die sind ja wie richtig Babys! Wollen regelmässig gefüttert werden. Betüddelt werden. Wasser, Dünger, Liebe.
Wenn ich da an meine Oma denke - die hat stundenlang hier gegossen, da gegossen, zupfte liebevoll an den Stängelchen, Blättchen und sprach mit jeder Blüte. Am Ende des Tages wurde noch gesungen - für die Blümelein. Und was war? Ihr Dachgarten war über und über mit dem buntesten Bunt das man sich nur vorstellen kann bewachsen. Ich meine als Kind gehört zu haben, dass das Grünzeug Arien jubelte, kam meine Oma auch nur in die Nähe der Blumenpracht.
Ganz im Gegensatz zu mir: Kurz bevor wir uns um 06.00h auf den Arbeitsweg machen, schütte ich in Eile Wasser über alles was annähernd die Farbe grün-bunt hat. Dünger alle paar Tage, oder auch nicht - Handgelenk mal Pi. Kommen wir am Abend nach 19.00 heim, hängen die Tomatenstauden schon wieder schlaff in ihren Kübeln und die andern Blütenkinder schauen mich an Sommertagen auch sehr vorwurfsvoll an. Soweit sie denn noch ihre Blüten-Gesichtchen heben können.
Stiefmütterchen kommen mir des Frühlings deshalb schon nicht ins Haus, weil die so böse, verkniffene Gesichtlein haben! Jawoll.

Wo war ich gleich ... eben ... da kommt man nach Hause und will erst mal Ruhe. Oder weg. Oder hat zu tun. Wehe, man "vergisst" dann das Bewässern .... dann wird das bunte Grün alles sofort so knusprig, bräunlich, unansehnlich. Haben die Blättchen dann schon braune Stellen, probiere ich mir einzureden, dass es bloss Sommersprossen sind. Und solche liebe ich heiss und innig! Hab ja selber jede Menge! Irgendwie glauben die Pflanzen mir das aber nicht und welken vor sich hin. Sofort schütte ich dann eimerweise Wasser darüber - und ersäufe sie schier. Sie mögen mich nicht.

Ganz im Gegensatz zu Blattläusen, Milben, Larven und sonstiges Ungeziefer alles Gattungen jeden Stadiums, pelzige Stängel die eigentlich grün sein sollten - solch Zeug ziehe ich förmlich an! Die tanzen Samba, hören sie meinen Namen!
So mancher Mord eines ehemals blühenden Teils geht auf meine Kosten. Ich murkse - wenn auch ungewollt - die schönste Blume in Rekordtempo ab. Ich pflege Zitronenbäume zu Tode. Wässere selbst den anspruchslosen Bambus ins Jenseits. Nicht mal ein Kaktus hält es mit mir aus.

Und vorgestern - das war echt ein prägendes Erlebnis - wollte ich aus den deutschen Landen ein paar Kräuter mitnehmen. Wir waren grad so in einem wunderschönen Gartencenter. Doch was finde ich? Lauter mickrige, kaputte Überreste. Da frage ich mich allen Ernstes: Hat sich meine Anwesenheit herumgesprochen? Massensuizid?

Dabei gebe ich ihnen sogar Namen, um mich selber ein bisschen zu pushen. Es ist definitiv ein anderes Gefühl, lässt man die zwar wunderschöne Kletterrebe mit den weiss/rosa Blüten verdorren - oder man meuchelt Eleonora ins Nirvana. Aber auch das nützt nix, Eleonora erliegt mir - beziehungsweise wegen mir - letztendlich doch, trotz aller Liebe.

Ungern erinnere ich mich an meinen Lieblingskaktus Fritzchen. Erst wuchs er prachtvoll vor sich hin, dann hatte ich Liebekummer. Und keinen Gedanken mehr an Fritzchen übrig, geschweige denn einen Tropfen Wasser. Und ich hatte lange Liebeskummer. Zu lange für Fritzchen.
In Gedenken an Fritzchen, den Tapferen - er ruhe in Frieden.

Ich habe deshalb gerade einen Entschluss gefasst: Wenn ich mal im Lotto gewinne, eine verschollene reiche Tante beerbe oder mein Blog zu populär wird wie der Rowling ihr Potter Harry, dann leiste ich mir einen tollen Garten mit allem drum und dran.
Und einen guten Gärtner. Den besten!


WEIL DAS LEBEN SAFT BRAUCHT!

Dienstag, 1. Juni 2010

ICH SCHÄUME!

Keine Angst meine Lieben, ich schäume weder vor Wut, noch habe ich mich vertan in der Küche - und anstelle des Latte das Abwaschmittel erwischt. Neeeeein ... ich schäume aus lauter Schönheit. Lasst es euch erklären:

Heute sind wir kurz mal über die Grenze in den grossen Kanton gehüpft, haben unsere wenigen Fränklis gegen viele Euros eingetauscht - Wechselkurs sei Dank - und füllten unsere Taschen bis zum Anschlag. Unter anderem bei DM, da gehe ich gerne hin. Wirklich richtig gerne. Proportional zu meiner Abneigung gegen Schönheits-OP's, Booster-Lippen, Schönheitswahn ... steht meine Anforderung an alles war glättet, durchfeuchtet, belebt und strafft.
Ich bin halt auch nur ein Weib.


So schlenderten mein Schätzu und ich kurz nach dem Mittag ganz stressless durch den fast leeren Laden, als ich natürlich wieder mal den neusten aller neuen, kussechten Lipgloss ausprobieren musste. Farbe Fuchsia.
Hab das Zeug auf meine Lippen gepappt und den Kuss-Test gemacht. Schätzu sah danach aus wie nach einem Puff-Besuch, ergo wanderte der Gloss zurück ins Regal und ich putze mir mit einem Kleenex die Lippen sauber, schaute dabei in den 10-fach Vergrösserungsspiegel.
Mein Schreck darüber potenzierte sich, sagen wir mal, ins 11-fache.
An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass mein bisher Liebster anstelle von "11-fach" so widrige Worte wie "ins Unendliche", wahlweise "Unermessliche", vorgeschlagen hat.

Die Poren erinnerten mich an die kürzlichen Nahaufnahmen der Kraterlandschaft des Mondes. Die Fältchen habe ich vor nicht allzulanger Zeit schon mal in einer Dokumentationssendung über Erdbeben und das Verschieben von Kontinentalplatten gesehen - daraus entstehen an anderer Stelle tiefe Gräben.
Mir stellt sich seither immer wieder die Frage: Somit stehen also meine Hüftröllchen mit den Augenfältchen in direktem Zusammenhang??
Dieser Schreckensmoment heute hat mich jedenfalls vor das Regal mit den Anti-Aging-News gespült. Ein Déjà-vu. Jedes Mal wieder!
Heute habe ich mir und meiner geschundenen Seele "für den kleinen Schönheits-Hunger zwischendurch" diese total neuen Augenpads und den tief einziehenden Pflegeschaum gegönnt.

Die Augenpads habe ich sofort nach der Heimkehr aus der Packung gerissen und das Fluid sorgfältig rund ums Auge getupft. Und getupft. Und getupft.
Anschliessend - und während ich eure lieben, herzigen und lustigen Kommentare in meinem Blog lese, schäume ich seither munter vor mich hin und sitze nun also da - ganz weiss im Gesicht - wie Shaun das Schaf. Und lasse einziehen. Den Schaum in die Haut, die sich dann ganz weich und bügelfaltenlos darstellen soll. Steht auf der Packung.
Ich glaube das so gerne!

Schätzeli sitzt - mir den Rücken zugekehrt - vor mir auf der Couch. Er ist sehr schreckhaft und mag gar nicht hinsehen.
Vorhin, nach dem Augenpad-Akt, habe ich ihn gefragt, ob das Zeug schon wirkt. Ohne sich umzusehen meinte ER: "Du hast noch nie besser ausgesehen!". ICH: "Und wie willst Du das wissen, Du kannst es ja gar nicht sehen!?!" ER: "Es spiegelt im Fernseher!".
Und grade eben - der Schaum ist nämlich unterdessen eingezogen und ich erinnere mich selber an Pfirsich, hat sich in der Sternenzaubers Familienidylle folgende Störung ergeben: "Streichle mal über die Haut - ganz zart und weich". ER: "Oh! Erinnert mich an ein gut abgehangenes Steak!".
Himmel nochmal - der Kerl hat schon wieder Hunger!

Dann aber die erschütternde Pointe: "Probiere es doch auch mal mit diesem Fleischklopfer - da kriegst Du echt alles Babypopoweich hin!".



ICH FRAGE NIE NIE WIEDER!

Montag, 31. Mai 2010

KOMPANIE - STILL GESTANDEN!

"Echt jetzt Schatz - ganz ehrlich, ob mir so was steht?"
Zugegeben, das war gemein. Richtig gemein. Ich hätte zumindest dazu grinsen sollen und die Stimme leicht amüsiert tönen lassen - dann wäre sein Schreck vielleicht nicht derart heftig gewesen. Aber nein, ich war äusserlich ganz cool und stimmlich ernsthaft.
Ich sollte künftig berücksichtigen, dass auch Männer Menschen mit edlem, sensiblem und leicht zu verunsicherndem Gemüte sind. Und ich - ich habe nix besseres zu tun, als meinen Liebsten eben mal kurz Hölle einfach zu schicken. Sternenzauber aber auch!!

Aber eigentlich habe ich es doch bloss nur getan, weil ich selber grad hochgradig verwirrt bin. Neben der Spur. Von den Socken - ihr könnt es letztendlich nennen wir ihr wollt.

Angefangen hat alles am Freitagabend. Auf der Fahrt nach Hause habe ich dieses Gratisheft mitgehen lassen, nur um die Zeit der Bahnfahrt zu überbrücken. FREAKY FRIDAY heisst das Teil. Handelt von Mode. Und ich - ich bin ja gerade in der Eruierphase für neue Sommergarderobe. Zu Deiner Info und aus Ehrlichkeit: Ich bin immer in irgendeiner Eruierphase. Ganz besonders, was Kleidung, Schuhe, Taschen und Parfum anbelangt. Never ending eruiering sage ich da nur. Aber das nur am Rande.
Eigentlich sollte eine Frau in meinem Alter es besser wissen: Wo GUT drauf steht, muss noch längst nicht GUT drin sein! Gewarnt hätte ich spätestens da sein sollen, als in diesem extrem grell-bunten Blättchen ausschliesslich lauter "It-Girls" bis Höchstalter 17 zu sehen sind, von 13jährigen Pop-Sternchen zu lesen ist, die Jungs kaum eben den Pampers entwöhnt sind und in meinem Wochenhoroskop stand: "Eigentlich willst Du nur spielen, aber die anderen denken bei Deiner hemmungslosen Flirterei gleich an was Ernstes. Lass Dir Zeit, Du bist noch jung. Vorsicht: An Dienstag kann es in der Schule zu Problemen kommen". Ok.
Zudem ist keine einzige Werbeanzeige gegen Cellululite, Besenreisser und Krähenfüsse zu finden. Keine Beiträge zu Stützstrümpfen, Reizblase und Spreizfuss.
Fazit: Ich bin NICHT im Alter der Zielgruppe.

Ja, ich weiss - so ganz IN und knusprig bin ich nicht mehr. Aber so ganz OUT doch auch nicht! Der Kern ist doch noch ganz knackig! Wenn ich ruckartig in die Knie gehe, knackt es zumindest hörbar. Und wenn ich mich dann - auf den Stuhl stützend - langsam wieder hochangle, knirschen zuweilen auch die Bandscheiben. Ansonsten ... wie sagt man es so schön in den allseits beliebten Kleinanzeigen unter "ER SUCHT SIE": tageslichttauglich. Zudem sehr zuverlässig - und neugierig-
Das muss der Grund gewesen sein, warum ich trotzdem in dieser Zeitschrift losblätterte und bei den Modetips hängen blieb.
Weisst Du, ich liebe ja eher das Ausgefallene. In pink, violett, weiss, schwarz. Auffallen? Gerne! Genau so gerne wie meinen Sonntagspijama, mag ich es durchaus ab und an auch eher speziell. Aber was mir da in diesem Heft für den Sommer vorgeschlagen wurde - Leute, ich hab einen Lachkrampf gekriegt!
DAS war doch sehr speziell.

Käppis sind total angesagt. Aber nicht irgendwelche Käppis - meines in Weiss aus dem letzten Jahr - das mit den grossen Strasssteinen - ist jenseitig. Sagt FREAKY FRIDAY. Haben muss ich: Military-Look. Darf ich vorstellen: Das Sommerkäppi 2010, Helm mit Micky-Mouse-Ohren. Der Helm erhältlich beim Schweizer Militär. Die Ohren kriegt man in Accessoire-Shops. Dazu ein leicht stupider Blick. Und frau ist up to date!

Ich überlege gerade ... wir gehen in den Ferien nach Rhodos ... dann müsste ich also Flip-Flops, kurze Hosen, ein Shirt und den Helm mitnehmen. Schützt bestimmt vor der Sonne. Vielleicht etwas schwer beim Schwimmen im Meer und unhandlich auf der Sonnenliege- aber wenn’s schön macht ... !


Dann mal übergangslos zu Foto Nr. 2 - bin grad so im Fluss:


Ich wusste nicht, dass die in der Armee goldene, hochgeschlossene Schuhe tragen. Dazu Netzstrümpfe in schwarz. Schwarz finde ich gut. Irgendwie habe ich da was verpasst - ich hielt den Trupp bisher für mehr oder minder seriös. Die Schuhe sind bei 40 Grad + bestimmt sehr angenehm zu tragen. Das sumpfig-saugige Tretgeräusch mit schweissnassen Füssen muss dann nicht noch speziell kommentiert werden - es spricht für sich. Aber die Netzstrümpfe geben mir wirklich zu denken. Ob unser guter General Guisan ...? Ach, lassen wir das.

Aber den einen Tipp fand ich gar nicht schlecht: frau schlingt sich diesen Sommer Tarnnetze um. Mal was ganz anderes, oder? Anstatt diese leichten, farbigen, baumwollenen Pareos! Nach Altöl stinkende, schwere, grauschwarze Tarnnetze! Sorry, aber da haut es mir selbst den Micky-Mouse-Helm von Kopf. Wer hat sich denn sowas ausgedacht!?!
Andererseits ... grauschwarz kaschiert bestimmt sämtliche Hüftröllchen und Oberschenkeldellen. Und kommt der schmierige Kerl mit den garantiert echten Paiget-Uhren für nur 20 Euro zum 37 Mal am Strand auf einem zu - ab unters Netz und gut ist!

Vielleicht sollte ich das alles nicht so ernst nehmen - kann ja durchaus sein, dass dies die neue Abwehrstrategie der Schweizer Armee ist ... mit so bekleideten Truppen an die Front - da lacht sich jeder Gegner tot und wir sind die Sieger!! Das muss es sein!
Das und nichts anderes.

Ich bleibe beim weissen Käppi mit Blingbling dran. Und den Flip-Flops anstelle der Gold-Treter. Netzstrümpfe gibt’s nur zu besonderen Gelegenheiten.
Und jetzt ...

... ABTRETEN!

Samstag, 29. Mai 2010

HERZLICHST - EURE STERNENZAUBER

Als ich heute im weichen Lichte des Morgens durch die Wohnung wandelte, da fiel mir auf, dass bei uns doch sehr viel Herz wohnt. Es gemütlich, wohnlich, behaglich, warm und liebevoll ist.
Sagen will ich, dass dies mir wichtig, wertvoll ist.
Zum Ausdruck bringen, dass ich ohne nicht könnte - und schon gar nicht wollte. Es ist mir richtig wichtig!
Da wollte ich Dich doch mit auf einen kleinen Rundgang mitnehmen.

Komm mal, schau und fühl Dich herzlich willkommen ....


Die Erdbeere in der Küche lächelt schon mal sehr herzlich und einladend

Und da der Lebkuchen von Toto, unserem Familienfreund

Hier hinterlassen wir einander Nachrichten, Briefchen, Liebesbotschaften

Liebevolle Mitbringsel in Herzform.
"I ha Di gärn" = Ich liebe Dich

Bettwäsche mit ganz viel an Herz

Selbst der Schlafzimmerteppich - logo ein Herz

Herzige Süssigkeiten

Kleine Herzlichter am Bett

Mein Schmuckherz

Herzbotschaften

Herzdinge sagt man auf vielerlei Arten

Wandherz

Ein Herz aus Bergkristall

Valentinsgeschenk-Herz

Teelicht-Herz

Bücherregal-Herz



Das ist nur eine kleine Auswahl all der Herzen in unserer Wohnung.
Die allertollsten, die schönsten und die besten, meine wichtigsten Herzen kann ich leider hier nicht dokumentieren und zeigen ...

... MAN SCHNEIDET KEINE MENSCHEN AUF!

SEIN KNIE IN MEINEM AUGE!

Zugegeben - er hat es nicht mit Absicht gemacht.

Aber diese Tatsache hilft mir nun nicht wirklich, die bemitleidenswerten Blicke der Nachbarin in der Waschküche heute Morgen zu ertragen. Einkaufen geht ER. Vielleicht gehe ich noch unten zum Briefkasten. Dann muss aber gut sein.
Das Badezimmer betrete ich nur bei schummrigem Kerzenlicht und den grossen Spiegel in der Diele erkläre ich hiermit als inexistent. Jawoll.
Passiert ist es gestern Abend. Nach vor der Flimmerkiste war mir nicht, zum Buch lesen zu müde. Aber einfach so ein bisschen sein, Hörbuch geniessen und kuscheln mit Schätzi. Ja, doch - solche Abende mag ich. Irgendwann gegen 23.00h beschlossen wir, den Tag für beendet zu erklären. Ich handelte noch eben kurz 10 Minuten Streicheleinheiten - verbunden mit der berühmten hawaiianischen Klopf-, Druck-, Kraul- undwasauchimmer-Massage aus.
Zu Deiner Info: Mein Schätzu deklariert selbst das Haarsträhne aus der Stirn streichen als hawaiianische Massage. Alles, womit er mir irgendwie gut tut, nennt er hawaiianische Massage. Er soll es von mir aus nennen wie er will - Hauptsache es tut gut. Und das tut es auch!

Irgendwann waren dann meine verspannten Schultern lockerer geworden und mein Ich sah den kommenden Traum bereits zur Türe herein schleichen, als ich doch ein gewisses Frösteln in meinen Kniekehlen wahr nahm. Da mein Liebster schon leise vernehmlich dem Traum Hallo sagte, beugte ich mich in der Dunkelheit nach unten um die Bettdecke über meinen Luxusbody zu ziehen ... als genau in diesem Augenblicke mein Schatz die Rolle seitwärts machte, das Knie ruckweise anzog ... und mir damit mit Höchstgeschwindigkeit und ziemlich viel Hauruck knapp über dem rechten Augen besagtes Körperteil - Knieschiebe voran - in den Kopf donnerte.
Mensch! Und schon hatte ich meinen ganz persönlichen Sternenhimmel. Mit zwitschernden Vögelein, rotglühend-hüpfenden Tupfen und Karussellfeeling. Ich erlitt eine Interkopfexplosion der schmerzhaften Art. Mein Schrei ging in Gewimmer, Gejammer und leises Stöhnen über. Da ist er dann auch wach geworden.
"Schöne, hast Du was?"
In diesem Moment war ich mir nicht im Klaren, ob ich ihm jetzt die Nachttischlampe über den Kopf ziehen sollte oder mich schluchzend in seinen Armen trösten lasse. Habe mich für Variante 2 entschieden - die rote Nachttischlampe zaubert eine so verwegene Stimmung ins Schlafzimmer. Wäre schade drum.
Allerding habe ich diesen Entscheid gleich wieder bereut, als er mir sachte über den Kopf streichelte, bei der Augenbraue rumküsste und schelmisch fragte: "Willst Du Nachschlag?".
Da war ich dann so sauer auf diesen Typen, dass ich selber lachen musste. Auch wenn es schmerzte.

Entrüstet ob einem solche Fauxpas verpasste ich Katerli zusätzliche 10 Strafminuten Luxuskörper-Streicheln. Dabei muss ich dann eingeschlafen sein.

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, sah ich, dass es draussen schon hell war. Und zumindest ein bisschen sonnig. Aber so ganz sah ich es eben doch nicht. Zu ca. 66,7356%, würde ich jetzt mal schätzen. Die fehlenden Prozente fehlten mir auf der rechten Seite. Meine Hand ging langsam und vorsichtig in diese Richtung und drücke sachte dran rum. Hörte sofort damit auf, weil es weh tat. Habe schon mal vorsorglich AUA gesagt, damit auch jedes Familienmitglied informiert ist, dass ich wach bin. Bin dann ins Badezimmer geschlurft und sah mir den Schaden an:

JESSESGOTT! BINICHDAS? LASSESWIEDERNACHTWERDEN!
Hier nun - ganz bewusst - KEIN Bild von mir. :-)


Geschwollenes Hängelid, Haut gerötet, ein Augenring, der gefühlt bis zum Bauchnabel baumelt - nicht schön! Ich habe definitiv letzte Nacht Schaden genommen. Da nützt heute auch kein noch so guter Koffeinroller, wirksam gegen Schwellungen und Augenringe. Sohn Max hat mir dann noch den Todesstoss gegeben. Er kam aus seinem Zimmer, schaute mich etwas irritiert an und meinte lapidar: "Uiii Mam, das Alter?"
Nein - der Alte!!!!

Schätzu hat mir dann erst mal sofort einen starken Beruhigungskaffee gebraut. Und angeboten, mir einen Eisbeutel zu bringen. Auf meine Aussage hin, dass wir ja gar kein Eis haben, kam er mit einer kalten Bierdose aus dem Kühlschrank an. Na ja, zumindest alkoholfrei. Er grinste dazu. Wie kann er nur?

Mein Hinweis, dass ich jetzt mal eben meinen Frust im Blog loswerden müssen, wurde folgendermassen kommentiert: "Aber nicht, dass wir dann gleich die Polizei im Haus haben". Dazu wieder sein schelmisches Lächeln.

Leute, ich sitze da, das Auge tränt und ich sehe aus wie ein Mops mit Kollateralschaden.


Und das heute. Heute beginnen nämlich ....

... UNSERE FERIEN!

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